Morgens frische Brötchen an die Tür

Jetzt gibt es die Möglichkeit, sich auch wochentags morgens frische Brötchen schmecken zu lassen – ohne eine Minute früher aufzustehen: Frühstücksdienste. Sie liefern morgens die frischen Backwaren direkt vom Bäcker an die Haustür.

Bundesweit rund 110 Morgengold Frühstücksdienste beispielsweise liefern an sieben Tagen in der Woche frische Backwaren pünktlich zum Frühstück bis 6:30 Uhr an die Haustür – am Wochenende bis 8:00 Uhr. Das Angebot reicht von normalen Brötchen über Körner- und Vollkornbrötchen, Croissants, regionale Spezialitäten und Brot bis hin zu süßen Teilchen. Da der Frühstücksdienst Morgengold mit den besten ortsansässigen Handwerksbäckereien regional kooperiert, sind die Backwaren immer frisch und qualitativ hochwertig.

Die Häufigkeit wie auch die Menge der gelieferten Backwaren kann dabei individuell bestimmt werden. Kurzfristige Änderungen, Zu- oder Abbestellungen wegen Urlaub oder Besuch sind unkompliziert über das Internet möglich.

Wer Morgengold Frühstücksdienste ausprobieren möchte, kann auf einen verlockenden Service zurückgreifen: Unter www.morgengold.de können Brötchen-Liebhaber eine Probelieferung bestellen, um einen Einsdruck vom Service zu bekommen. Neben der hohen Qualität und der Frische sind Morgengold Frühstücksdienste aufgrund dieser Kundenorientiertheit die Nummer 1 der deutschen Backwaren-Lieferdienste. Mit einem Brötchen-Service wie diesem ist ein Sonntagsfrühstück auch unter der Woche möglich – völlig ohne Hektik.

www.morgengold.dewww.diefruehstuecker.de

Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer

Morgen im WDR Fernsehen, Samstag, 02. März 2013, 17.20 – 17.50 Uhr: Kochen mit Martina und Moritz – mit Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer – Maultaschen und Ravioli – Nudeln in Hülle und Fülle

Es sind wahrhaft globale Leckerbissen. Teigtäschchen liebt man in vielen Küchen rund um den Erdball. Alle haben sie gemein: In einer Hülle aus dünnem Nudelteig – mal eckig, mal rund, zum Hütchen gebogen, als Dreieck oder Beutel – steckt eine würzige Füllung. Martina und Moritz zeigen Ravioli mit einer verblüffenden, süßlich-pikanten Kürbisfüllung und Tortelli, gefüllt mit cremiger Ricotta und Schinken. Mit ihrer genauen Anleitung Schritt für Schritt gelingen alle diese Teigtaschen ganz bestimmt. Wie man sie jeweils serviert, was als Sauce am besten passt und was als Getränk dazu sich eignet, verraten sie natürlich auch. Und dann gibt es noch – ein Blick in die Küchen Asiens darf doch bei den beiden nie fehlen – superdelikate chinesische Teigtäschchen, mit Hähnchenfleisch gefüllte, hauchzarte Wan Tan, deren Teighüllen sogar Martina fertig im Asienladen kauft…
Redaktion: Klaus Brock

www.martinaundmoritz.wdr.de

Margarita-Meisterschaften in Tucson

Bei den jährlichen Margarita-Weltmeisterschaften am 26. Oktober wird im Kunstmuseum der beste Cocktail-Mixer ermittelt. Jeweils zwei Teilnehmer treten direkt gegeneinander an, eine Jury von Experten bestimmt den Sieger. Auch Gäste können für ihren Favoriten abstimmen, der Sieger erhält den Publikumspreis.

Gemixt wird zwischen 18 und 21 Uhr, um eine Grundlage zu schaffen, werden auch reichlich Häppchen angeboten.
Der Margarita ist ein bekannter Cocktail, der in der klassischen Variante aus Tequila, Triple Sec (Orangenlikör) und Limettensaft zubereitet und mit Salzrand serviert wird.

Mehr Infos: www.tucsonoriginals.com

Bier-Nation Deutschland auf dem Prüfstand

DLG testete 820 Biere

Wer die Vielfalt deutscher Biere kennen lernen möchte, sollte etwas Zeit mitbringen. Um genau zu sein, dreizehneinhalb Jahre. Denn so lange bräuchte, wer täglich eines der insgesamt 5.000 Biere deutscher Provenienz verkosten wollte. Ein weltweit einzigartiges Spektrum. Die Experten des DLG-Testzentrums benötigten drei Monate, um die Qualität von 820 Bieren und Biermischgetränken unter die Qualitätslupe zu nehmen. Getestet wurde im Labor und in sensorischen Verkostungen. Im Mittelpunkt standen Qualitätskriterien wie Schaumstabilität, Sortengeschmack und Reinheit der Biere. Das Ergebnis bestätigt die Vorbildfunktion der deutschen Brauer: Insgesamt vergab das Testzentrum Lebensmittel 495 Gold-Medaillen. Alle Ergebnisse sind im Internet unter www.DLG.org/Biertestveröffentlicht.

Es sind zwei Zahlen, die immer wieder erstaunen: 500 Jahre Reinheitsgebot und eine Diversität von 5000 verschiedenen Bieren. Das Gebot aus dem 16. Jahrhundert lässt vier Zutaten zu: Wasser, Hopfen, Gerste und Malz. Die sensorische Vielfalt der Biere beruht auf diesen vier Ingredienzien. Eine Hauptrolle im Brauprozess spielt die Qualität des Malzes, denn sie bestimmt nahezu alle Eigenschaften des Bieres, wie Farbe, Schaum, Vergärungsgrad, Alkoholgehalt und Geschmack. Doch bevor die Arbeit des Mälzens beginnt, geht es um das Ausgangsprodukt, das (Gersten-)Korn. Für die Qualitätsbiererzeugung sind eine hohe Sortenreinheit, eine gute Keimfähigkeit und die gleichmäßige Korngröße der Braugerste wichtig. Weitere Qualitätskriterien sind der Stärkegehalt und die enzymatische Kraft der Gerste, die Kohlenhydrate, Proteine und Vitamine enthält und deren Kern fest von der so genannten Spelze umschlossen wird. Für den Anbau der Braugerste hat man Richtlinien entwickelt, um die Qualitätsanforderung für optimale Braugersteneigenschaften des Malzes zu gewährleisten. Der Hopfen ist für die Haltbarkeit und die feine Bittere der Biere verantwortlich. Je mehr Hopfen der Braumeister zugibt, desto herber wird der Biergeschmack. Neben Polyphenolen sind vor allem die leicht flüchtigen Hopfenöle für den Geruch und den Geschmack von großer Bedeutung. Die verschiedenen Hopfenaromen umfassen eine große Bandbreite an einzelnen Geruchs- und Geschmacksrichtungen. Die Beschreibung reicht von „zitrus-artig“, über „rote Beeren“, „Tee“, „sahnekaramell“, „holzig“, „Menthol“, „vegetal“, „grün“ bis hin zu „blumig“. Je nach präferiertem Geschmack für den jeweiligen Biertypus werden unterschiedliche Hopfensorten eingesetzt. Auch die Hefe hat Einfluss auf die sensorische Qualität der Produkte. So lassen sich zum Beispiel bei obergärigen Bieren, wie Weizenbiere, Kölsch oder Alt, zahlreiche Geschmacksnuancen ausmachen, die durch die Auswahl des Hefestamms herausgebildet werden. Letztendlich entscheidet auch die Güte des verwendeten Wassers über die Qualität des Bieres. Verantwortlich dafür ist seine chemische Zusammensetzung und sein Härtegrad.

Da nachwachsende Rohstoffe, wie Gerste bzw. Weizen und Hopfen, natürlichen Schwankungen ausgesetzt sind, erfordert es ein hohes Maß an Qualitätskontrolle, um aus jenen Rohstoffen ein Endprodukt mit immer gleichbleibender Qualität herstellen zu können. Das Testzentrum Lebensmittel prüft deshalb jedes Jahr in aufwändigen Verfahren die Qualität von Bieren und Biermischgetränken. Getestet werden die Biere in einem analytischen und einem sensorischen Teil. Für die Prüfung wird das „DLG-5-Punkte-Schema“Ò verwendet, wobei 5 Punkte für absolute Fehlerfreiheit vergeben werden.

Das Testverfahren der DLG

In der Bewertung eines Bieres sind folgende Kriterien für die Experten des DLG-Testzentrums Lebensmittel relevant: Reinheit des Geschmacks, Qualität der Bittere, Vollmundigkeit, Geschmacksstabilität während der Lagerungszeit und die Frische des Produkts. Alle Biere, die durch die DLG-Experten getestet werden, müssen nach den Grundsätzen des deutschen Reinheitsgebots gebraut sein.

Die fachliche Prüfung besteht aus einem sensorischen und einem analytischen Teil, mit dem in aufwändigen Laboranalysen mikrobiologische Parameter oder Kriterien, wie die Schaumhaltbarkeit, der Extrakt-, Alkohol- und Stammwürzegehalt, die Trübung und Haltbarkeit untersucht werden. Zehn Sachverständige vergleichen von jedem Bier zwei Proben unterschiedlichen Herstellungsdatums. Dabei darf sich zwischen der frischen und der älteren Probe keine spürbare Abweichung ergeben. Ergänzend dazu bewerten die Prüfer bei Biermischgetränken den Kohlendioxidgehalt und das geschmackliche Zusammenspiel von Limonade und Bier. Die Qualitätsprüfungen der DLG folgen damit den weltweit strengsten Vorgaben. In Abhängigkeit von der erreichten Punktzahl erhalten die Biere einen Bronzenen, Silbernen oder Goldenen DLG-Preis. Von den insgesamt 820 getesteten Bieren aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Schweden, Italien, Tansania, Namibia und USA konnten 644 Produkte prämiert werden und davon 495 einen Goldenen DLG-Preis erzielen.

Wichtige Qualitätskriterien

Für die Bewertung der Biere gibt es u.a. folgende zentrale Qualitätskriterien:

Der Bierschaum: Beim Bierschaum wird die Schaumstabilität beurteilt.
Die Klarheit des Bieres: Filtrierte Biere müssen einen feinen Glanz aufweisen, also keinerlei natürliche Trübstoffe enthalten. Anders bei unfiltrierten oder naturtrüben Bieren (z.B. Hefeweizen) mit einer natürlichen Trübung.
Der Geruch des Bieres: Um den Geruch des Bieres zu testen, sollte der Schaum schon ein wenig zerfallen sein. Der Geruch des Bieres muss sortentypisch sein. Die verschiedenen Biersorten sind durch eine unterschiedliche Aromatik gekennzeichnet, die von Malz- oder Karamellaromen bis zu Frucht- und Gewürzaromen reichen kann.
Der Geschmack des Bieres: Es gibt drei Phasen der Geschmacksempfindung. Der Antrunk, also der erste Geschmackseindruck, wird zunächst durch eine mehr oder weniger ausgeprägte Vollmundigkeit bestimmt. Diese ist in erster Linie abhängig vom Stammwürzegehalt des Bieres. Die Rezenz bezeichnet den Frischeeindruck eines Bieres. Er ist einerseits abhängig vom Säuregehalt (pH-Wert) des Bieres, andererseits von seinem CO2-Gehalt. Der Nachtrunk, also der letzte Geschmackseindruck, ist hauptsächlich von der Bittere bestimmt, die vom Hopfen stammt.

Alle DLG-prämierten Biere werden auch im DLG-Bier-Guide 2012 veröffentlicht, der Anfang Mai im Buchhandel erhältlich sein wird.

Yannick Alléno

Im Shangri-La Hotel, Beijing in China eröffnete das erste S.T.A.Y. Restaurant des französischen Sternekochs Yannick Alléno in Asien. Das kulinarische Erlebnis verbindet das moderne, stilvolle Ambiente eines französischen Feinschmeckerrestaurants mit der vergnüg-lichen Leichtigkeit einer privaten Dinnerparty. Als Küchenchef zeichnet sich Maxime Gilbert verantwortlich, der mit Alléno über viele Jahre im Pariser Le Meurice agierte. Der Meister selbst bestimmt mit seinen Kreationen das Menü. Im S.T.A.Y., das für „Simple Table Alléno Yannick“ steht, genießen Hotelgäste und Besucher französisch geprägte à la carte Gerichte oder folgen den tagesaktuellen Empfehlungen des Küchenchefs. Für das Menü ließ sich Alléno von saisonalen chinesischen Zutaten inspirieren, die klassisch-französischen Gerichten neuen Schwung verleihen. So schmeicheln Hummertorte mit Salat von jungem Spinat und getrocknetem Miso sowie süße Köstlichkeiten wie Erdbeer-Käsekuchen Gaumen und Sinnen. Ein Gemeinschaftstisch für Gästegruppen sowie die „Pastry Library“ – eine Dessertstation mitten im Raum – laden zu beschwingtem Austausch, Miteinander und Mitgestalten ein.

Das Restaurant bietet Platz für 86 Gäste und hat Dienstag bis Samstag von 11:30 bis 14:30 Uhr und von 17:30 bis 22:00 Uhr geöffnet sowie sonntags von 11:00 bis 16.00 Uhr. Tischreservierungen können unter der Telefonnummer +86 10 8882 6727 sowie per E-Mail an stay.slb@shangri-la.com vorgenommen werden. Mehr Informationen zum Hotel finden sich unter www.shangri-la.com/Beijing.

Anregungen für das neuartige Esskonzept sammelte der 40-jährige Gourmetchef auf seinen zahlreichen Reisen. Nach drei Jahren stand das Konzept vom feinen Dinieren in lockerer Atmosphäre. Herzstück ist der große Gemeinschaftstisch mit Platz für sechs bis zehn Personen. Wie bei einem privaten Essen unter Freunden tritt die förmliche Etiquette in den Hintergrund: Die Tischgäste wählen die Zusammensetzung ihrer Menüs selbst und teilen sich Vorspeisen und Weine.

Die eindrucksvolle Pastry-Library erlaubt es Gästen, dem Patissier bei der Zubereitung süßer Köstlichkeiten über die Schulter zu sehen und die finalen Zutaten selbst zu bestimmt. Kunstvoll gefertigte Servierplatten im Design der Einrichtung und geschwungene Desserttabletts beleben die Sinne und unterstützen den individuellen Charakter von S.T.A.Y. Alléno erkochte im Pariser Le Meurice drei Michelin Sterne und wurde 2008 vom Gault Millau als „Koch des Jahres“ ausgezeichnet.

Shangri-La Hotel, Beijing befindet sich im Westen der Stadt nahe des Finanz- und Technologieviertels sowie touristischer Sehenswürdigkeiten. Die 670 Zimmer sind mit allem Komfort für Freizeit- wie Geschäftsreisende ausgestattet. Zum Hotel gehören unter anderem ein Fitnessclub mit beheiztem Schwimmbad, ein CHI Spa, ein Business Center sowie ein Dachgarten mit herrlichem Blick auf die Stadt. Der Flughafen Beijing Capital Airport ist in 30 Minuten zu erreichen.

Die Luxushotelgruppe Shangri-La Hotels and Resorts mit Sitz in Hong Kong besitzt und betreibt derzeit weltweit 72 Hotels und Resorts mit mehr als 30.000 Zimmern unter den luxuriösen Premium-Marken Shangri-La und Kerry sowie der Vier-Sterne-Marke Traders. Shangri-La Hotels sind gehobene Fünf-Sterne-Häuser mit exzellenter Ausstattung und perfektem Service. Shangri-La Hotels gibt es bereits in Australien, Kanada, China, Fiji-Inseln, Frankreich, Hong Kong, Indien, Indonesien, Japan, Malaysia, Malediven, Philippinen, Singapur, Oman, Taiwan, Thailand und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Gruppe plant zahlreiche Neueröffnungen, darunter Projekte in Kanada, China, Indien, Malaysia, Philippinen, Mongolei, Russland, Katar, Sri Lanka, Türkei und U.K. Mehr Informationen finden sich unter www.shangri-la.com

Fugu-Fisch

Jedes Jahr sterben in Japan zahlreiche Personen nach dem Verzehr von unsachgemäss zubereitetem Fugu-Fisch. Nur unter kundigen Händen wird der giftige Kugelfisch zur Delikatesse. Ein spezialisierter Koch fungiert manchmal auch als Nothelfer.

Die Fugu-Fische (Kugelfische) sind Japans gefährlichste Delikatesse. Ihr Gift ist tödlich, immer wieder sterben Schlemmer an einer Fugu-Vergiftung, doch das mindert die Lust auf den Fisch nicht im Geringsten. Im Gegenteil, der giftige Fugu erfreut sich in Japan, dessen Speisekarte von Fisch bestimmt ist, weiterhin grösster Beliebtheit, obwohl oder weil jeder Feinschmecker wissen muss, dass eine falsch zubereitete Fugu-Mahlzeit seine letzte sein könnte.

Lesen Sie den gesamten Bericht bei der NZZ:
www.nzz.ch/nachrichten/panorama/japans_gefaehrlichste_delikatesse_1.8925642.html

THOMAS BALMER

Thomas Balmer schreibt einen Offnen Brief an die Macher von „Unser erstes Restaurant“ – Warum wird der Film über die Zipfelalm nicht gezeigt?

Sehr geehrter Herr Eppmann, sehr geehrte Mitarbeiter von Granada in Köln,

im Herbst 2009 entschied ich mich ein bereits seit drei Jahren leerstehendes Gasthaus in Rohrenfels bei Neuburg a.d. Donau zu restaurieren, zu sanieren, und damit zu neuem Leben zu erwecken. Mein Ziel war es dort die „Zipfelalm“ zu eröffnen – ein gutbürgerliches Wirtshaus und Restaurant mit bayerisch-schweizerisch-alpenländischer Küche. Wenige Wochen später bewarb ich mich bei Ihnen, um bei einer zukünftige Fernsehsendung über Existenzgründer in der Gastronomie dabei zu sein, die Sie zu diesem Zeitpunkt planten.

Ich schilderte Ihren Kollegen, was ich alles bauen und umbauen wollte, was anzuschaffen und zu entsorgen sei. Der Zeitplan bis zur Eröffnung war knapp bemessen und mein Projekt war Ihrer Aussage nach nicht nur aufgrund des Zeitdrucks, sondern auch aufgrund der Größe für Sie bzw. die Sendung interessant. Als dann im September 2009 ein Casting mit mir und meiner Lebensgefährtin Conny stattfand, hofften wir sehr auf eine gemeinsame Produktion mit Ihrem Unternehmen. Später kamen wir dann sehr gut mit dem gesamten Kamerateam zurecht, und wie ich später von dem Autoren Jens Tronicke erfahren habe, teilte er Ihnen oder Herrn Markus Schlich mehrmals mit, dass es bei der Zipfelalm um eine Neueröffnung ging, die nicht an zu wenig Eigenkapital scheitern könnte, sondern an meinem – wie oben bereits erwähnt – sehr ambitionierten Zeitplan und der entsprechend dieses Zeitplans veröffentlichten Werbung.

Problematisch wurden dann tatsächlich z.B. die termingerechte Beschaffung der Küche und deren Einbau, die Anstellung und Einarbeitung von Mitarbeitern, die Aufstellung der Menükarte und das notwendige Vorkochen usw. Oft war ich nach einem langen Arbeitstag selbst nicht mehr davon überzeugt, dass wir alles schaffen könnten. Trotzdem habe ich versucht auch für das Kamerateam immer alles möglich zu machen und immer möglichst viele Helfer vor Ort sein zu lassen. Vielleicht habe ich auch auch für einen späteren Film manches etwas dramatischer aussehen zu lassen als es war, und zwar ohne, dass es das Kamerateam merkte. Natürlich war ich interessiert an einem Film als Erinnerung an eine große Herausforderung in meinem Leben. Aber natürlich hatte ich diese Produktion mit Ihnen auch als großartige Werbung für die zukünftige Zipfelalm gesehen.

Irgendwann teilte man mir Ihrerseits jedoch mit, dass die Sendung nicht mehr im Jahr 2009 startet, sondern erst im Frühjahr 2010. Das war der erste Schlag, denn nach der fulminanten Eröffnung, in die ich ohne TV-Begleitung nicht so viel Geld investiert hätte, fragten mich ständig Gäste und auch Lokalpolitiker und regionale Unternehmen, die die Sanierung unterstützt hatten, wann denn der Film endlich im Fernsehen käme. Ich konnte alle Personen nur vertrösten, was mir schon bald peinlich wurde.

Die Sendung wurde nicht im Frühjahr ausgestrahlt, nicht im Sommer, und dann hörte ich vor einigen Wochen von Ihnen, dass der Film über meine „Zipfelalm“ gar nicht gesendet würde, weil zu wenig passiert sei, der Umbau nicht dramatisch genug verlaufen sei, und wir ja finanziell gar kein Risiko eingegangen wären. Ich kann dieses vernichtende Urteil über unseren Umbau, die vielen Hürden, die wir zu nehmen hatten, und die gemeinsame Produktion in keinster Weise nachvollziehen, zumal Sie ja auch von Anfang an wussten, dass es vor allem meine ambitionierten Ziele als Gastronom und der enge Zeitplan waren, der die Zipfelalm gefährden konnte. Abgesehen davon werden Sie sich erinnern, dass ich tatsächlich den Termin für die Eröffnung verschieben musste.

Wir sind im Herbst 2009 erfolgreich gestartet, und ich habe als Werbung für mein Haus fest mit dem Film über uns gerechnet. Seit Monaten allerdings lässt der Erfolg trotz gleichbleibend guter Küche und Preise nach. Mehr als zuvor könnte ich jetzt diesen Film „gebrauchen“. Aber Sie wollen ihn nicht senden. Versuchen Sie sich bitte in meine Lage zu versetzen: Wie stehe ich jetzt da? Alle haben die Produktion gesehen, waren dabei, waren beteiligt, haben mitgeholfen, und jetzt gibt es gar nichts? Das ist mir peinlich, und ich weiß schon nicht mehr was ich Gästen und Bekannten sagen soll.

Ich habe auch schon mehrfach mit Herrn Tronicke telefoniert, von dem nun vielleicht ebenfalls die Leute denken, es läge an seiner Arbeit oder der des Kameramannes. Also wissen Sie Herr Eppmann, ich kann die ganze Geschichte drehen und wenden wie ich will; ich sehe wirklich keinerlei Sinn und keinerlei nachvollziehbaren Grund für die Entscheidung, unseren Film nicht zu senden. Vor allem aber sehe ich in keiner Weise Schuld oder Versäumnisse auf unserer Seite. Und weil ich nicht wie ein Volldepp vor meinen Leuten und Gästen dastehen möchte, bitte ich Sie höflich aber bestimmt, einen Brief an mich zu schreiben, in dem Sie die Entscheidung ausführlich begründen. Ich werde diesen Brief dann auf meiner homepage veröffentlichen, damit sich jeder Besucher sein eigenes Urteil bilden kann. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie das bis Mitte Januar 2011 erledigen könnten.

Möglicherweise werde ich Ihr Schreiben dann auch einigen Gastro-Fachmagzinen und -Zeitschriften zur Verfügung stellen, von denen mich auch mehrfach schon Kollegen nach dem „Stand der Dinge“ gefragt haben.

Mit freundlichen Grüßen aus Rohrenfels,
THOMAS BALMER

www.zipfelalm.de

Gourmet Report meint: Unternehmer, verlass Dich nur auf Dich selber! Nie auf andere. Wenn Granada den Film nicht bringt, wird er zu langweilig sein. Dafür kann der Gastronom nichts. Das ist die Entscheidung der Film Leute, die auch ihr Business führen müssen.
Wenn es jetzt nicht mehr so gut läuft, dann liegt es bestimmt nicht am Film, sondern am Betrieb. Also, nicht Wehklagen, sondern packen Sie es an! Wo hakt es? Befragen Sie die Gäste? Machen Sie lokale Werbung etc.

Die Soße bestimmt den Wein

Die Wahl des passenden Weines kann ein Essen erst so richtig rund machen. Für viele wohl die Überraschung: Nicht das Fleisch, sondern die Soße bestimmt, welcher Wein am besten harmoniert, sagt Ernst Büscher, Experte vom Deutschen Weininstitut in Mainz im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Dunkle, geschmacksintensive Soßen harmonieren besser mit den Gerbstoffen des Rotweins, helle Soßen besser mit Weißwein. Bei einer scharfen Speise sollte er mild sein, denn Alkohol verstärkt die Schärfe. Allgemein vertragen sich süß und süß gut, aber sauer und sauer harmonieren schlecht.

„Zu einer Vinaigrette trinkt man am besten keinen Riesling“, sagt Büscher, „sondern etwas Mildes, etwa einen Silvaner oder einen Grau- oder Weißburgunder.“
Quelle:Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“

Der Gastronaut – Indien

Das Gesetz hat das Kastensystem in Indien längst abgeschafft. In der Realität bestimmt es jedoch noch immer viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, vor allem in ländlichen Regionen.

Einer der exzentrischsten und populärsten Köche Großbritanniens, Stefan Gates, besucht die Dalits, die Unberührbaren, und beschreibt die Auswirkungen der starren gesellschaftlichen Schranken des Kastensystems. Er begleitet die Dalits auf die Reisfelder der Großgrundbesitzer. Dort fangen sie Feldratten, die sie braten und verspeisen dürfen. Auf einer abenteuerlichen Zugreise gelangt Gates nach Mumbai. In der Millionenmetropole sind die Kastengrenzen schon sehr verwischt. Eine gut verdienende Mittelschicht ist entstanden, Luxuslokale sind nicht mehr den Touristen vorbehalten. Es zählt nicht länger die Herkunft eine Menschen, sondern sein Einkommen. In Mumbai verdienen Tausende Dalits ihren Lebensunterhalt mit der Zustellung warmer Mittagessen, die sie für wohlhabende Geschäftsleute und Beamte von deren Häusern abholen und per Fahrrad an den jeweiligen Schreibtisch bringen. Die sogenannten Dabbawalla arbeiten so effizient, dass laut einer Studie von sechs Millionen Essen nur ein einziges in die falschen Händen gelangt.

Animelles

Innereienküche

Der Begriff „Animelles“ ist ein kulinarischer Fachausdruck und benennt Hoden, die zum Verzehr bestimmt sind; ob vom Hengst, Stier, Widder oder Ziegenbock

Innereien sind in der feinen Küche verpönt. Allerdings entdecken neuerdings viele Feinschmecker in den tabuisierten Gerichten seltene Köstlichkeiten

Wenigen Feinschmeckern, die in der Innereienküche weit über Leber und Nieren fortgeschritten sind, sind die Tiertestikel weite Reisen wert!

Lesen Sie den gesamten, sehr interessanten Bericht über die Innereienküchen und Animelles in DIE ZEIT online:
http://www.zeit.de/2009/52/Innereinkueche?page=1