Gault Millau 2017 – Sachsen

Wie zuvor in Berlin bietet der zu Jahresbeginn 2016 umgezogene Philipp Liebisch auch im „Juwel“ in Schirgiswalde-Kirschau „eine ausgefeilte, geschmacksstarke Küche“ lobt die französische Gourmetbibel Gault&Millau in ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2017. Der „Aromenkünstler lässt es in dem Luxusrestaurant mit kostspieligen Accessoires nicht an Edelviktualien fehlen. Sehr schön präsentiert bietet er getauchte Jakobsmuschel, ringförmig gefächert als Carpaccio angerichtet, farbenfroh mit Wildkräutern und -blüten bestreut und in einem erfrischend fruchtigen Ahorn-Limettensud von leichter Süße oder den gebratenen Stör mit Osietra-Kaviar, Salzbirne und Bauchspeck“. Dafür erhält er im Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, weiterhin 16 von 20 möglichen Punkten. Sie stehen für „hohe Kochkunst und Kreativität”.

Dieselbe Note erreicht erstmals Marcel Kube vom „Atelier Sanssouci“ in Radebeul. „Er lässt dem Gast die Wahl, ob er das Menü im Stil klassischer Landhausküche oder in modern-kreativer Ausrichtung zubereitet haben möchte. In der Landhaus-Version bekommt man den Wolfsbarsch  gebraten mit geschmorten und durch Basilikum und Safranschaum dezent bereicherten Ochsen- und Flaschentomaten, in der Alternative als sanft gar gezogene Würfel in würziger Tomatencreme mit kleinen Tomaten-Gel-Würfeln von toller Aromentiefe und gepufftem Safranknusper.“

Sachsens beste Köche
Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Sachsen verteidigt souverän und unangefochten Peter Maria Schnurr vom Leipziger Restaurant „Falco“: „Die Gerichte des Temperamentsbündels, das kräftige Aromen, überraschende Kombinationen und ausgefeilte Tellerarrangements liebt, sind kraftvoll und laut, bleiben aber stets im Rahmen des Harmonischen. Butterzart geschmorten Schweinebauch, der als dünne Scheibe auf dem Teller liegt, und mit roher Jacobsmuschel belegt ist, die für einen schönen Schmelz sorgt, aromatisiert Schnurr mit Kokosspänen, rohem Rotkohl, feinen Apfelwürfelchen, knuspriger Schwarte, gehackten Pistazien, Sauerklee und Pistazienöl. Die reinste mediterrane Aromenbombe ist der auf der Haut gebratene Knurrhahn, der mit einem Püree aus gegrillter Pimiento, Palourdemuscheln, einer mit Tomatenkernöl aufgeschlagenen Mayonnaise und Essigbutter serviert wird – alles höchst subtil austariert.“

Für solche Gerichte erhält Schnurr wieder 19 Punkte und kommt damit in den Rang der „weltbesten Restaurants”.

Platz 2 teilen sich wie im Vorjahr mit jeweils 17 Punkten für ihre inspirierten Gerichte
Benjamin Unger vom „St. Andreas“ in Aue dank „seiner für die Region außergewöhnlichen Aromenküche. Saucen, Gelees, Schäume und Gemüse-Mosaike lassen die Teller als Kunstwerke erscheinen. Taube gurrt mal als Filet mit Sternanis und Trockenaprikose, mal seziert in Brust, Schenkel und Leber mit Artischocken und anderem Gemüse“);
Benjamin Biedlingmaier vom „Caroussel“ in Dresden, der „dem Luxus der Großen Küche ohne preistreibende Edelprodukte huldigt. Der Rücken und das in seinem Fett confierte Filet vom Lamm kommen mit Miniauberginen in ihrer Creme, die apart mit Miso abgeschmeckt ist, und als Marmelade, die mit frischer Kamille parfümiert ist, sowie mit Bohnen, die als Spaghetti geschnitten sind, und Bohnensud mit dem feinen Säure-Touch eines Schafsmolkeschaums“;
Marcus Langer vom „Bean & Beluga“ in Dresden, dessen „Tellerarrangements allesamt Augenweiden sind und selbst kleine Applikationen großen Geschmack haben. Die zarte Königskrabbe ruht auf Erbsensprossen, Erbsencouscous und einer Mousse von rohen Erbsen; dazu gibt‘s einen knusprigen kleinen Krabbenburger auf getrockneten Erbsen in Holunderblüten-Kapernvinaigrette“;
Detlef Schlegel vom „Stadtpfeiffer“ in Leipzig, der „als bildschöne Bescherung einen bunten Teller mit gemüsereichen Ravioli (geröstete Artischocke, grüner Spargel, gebackene Petersilie) in der dekorativen Pracht von Trüffeln, gebackenem Eigelb, Kräuterbläschen und Lärchensorbet bot“.

Dem Quartett folgt mit 16 Punkten, gemeinsam mit Liebisch und Kube, André Oelsner vom „Heine“ in Leipzig, bei dem es „rosa gebratenen Kalbstafelspitz überraschend fruchtig, aber angenehm mit Himbeeren und Apfelperlen sowie Zitronen-Sauerrahm-Krapfen und Roter Bete gab“.

15 Punkte erreichen wieder Stephan Mießner vom  „Elements“ in Dresden dank „stets ideenreicher Küche wie Sashimi vom Kaiserschnapper mit Fencheljoghurt und süß-sauer eingelegtem Fenchelsamen“ und Olav Seidel vom „Gasthof Bärwalde” in Radeburg bei Dresden, „in dessen unscheinbarem Gasthof Gerichte voller Wohlgeschmack und Saucen zum Niederknien verblüffen”.

Besondere Ehre für Stefan Hermann
Der gebürtige Schwabe Hermann, schon seit 20 Jahren in Dresden und mit seinem „Bean & Beluga“ bekanntgeworden, wird zum „Gastronom des Jahres“ gekürt, weil er „mit besonnener Kreativität und unternehmerischem Mut in und um Dresden ein Gastro-Imperium mit mittlerweile sechs Outlets aufbaute – vom Gourmetrestaurant bis zum Boutiquehotel“ (der Villa Sorgenfrei in Radebeul).
Die Tester beschreiben und bewerten insgesamt 32 Restaurants in Sachsen. 23 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus.

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Sachsen
19 Punkte
Falco in Leipzig
17 Punkte
St. Andreas in Aue
Bean & Beluga und Caroussel in Dresden
Stadtpfeiffer in Leipzig
16 Punkte
Heine in Leipzig
**Atelier Sanssouci in Radebeul
*Juwel in Schirgiswalde-Kirschau
15 Punkte
Elements in Dresden
Gasthof Bärwalde in Radeburg bei Dresden
14 Punkte
Villa Esche in Chemnitz
Feengarten in Hartenstein
**Campus, Die Brennerei und Stelzenhaus in Leipzig
Schillerstuben in Schkeuditz

*Newcomer  **Aufsteiger  

Der Guide erscheint im Münchner Christian Verlag (752 Seiten, 34.99 Euro),
ISBN 978-3-95961-001-8 

 

Berichte aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/347794/Gault-Millau-2017-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/347795/Gault-Millau-2017-Baden-Wuertemberg/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/347796/Gault-Millau-2017-Bayern/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/347797/Gault-Millau-2017-Hessen/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/347798/Gault-Millau-2017-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/347799/Gault-Millau-2017-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/347800/Gault-Millau-2017-Hamburg/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/347801/Gault-Millau-2017-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347802/Gault-Millau-2017-Niedersachsen/
NRW: www.gourmet-report.de/artikel/347803/Gault-Millau-2017-NRW
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/347804/Gault-Millau-2017-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/347805/Gault-Millau-2017-Saarland/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347806/Gault-Millau-2017-Sachsen/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/347807/Gault-Millau-2017-Sachsen-Anhalt/
Thüringen: www.gourmet-report.de/artikel/347808/Gault-Millau-2017-Thueringen/
Schlewsig-Holsten: www.gourmet-report.de/artikel/347809/Gault-Millau-2017-Schleswig-Holstein/

Hauptbericht: www.gourmet-report.de/artikel/347793/Koch-des-Jahres-Andreas-Krolik-in-Frankfurt/

Alle Restaurants mit 15 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319696743124
Alle Restaurants mit 16 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319689593124
Alle Restaurants mit 17 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319683638124/?type=3
Alles Restaurants mit 18 Punkten:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319679138124/?type=3
Restaurants mit mehr als 18 Punkten – die Besten in Deutschland:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319673603124/?type=3

Marcus Langer & Nils Henkel

Marcus Langer, Küchenchef des Dresdner Sternerestaurants, lädt zu einem besonderen Abend mit Freund und Kollege Nils Henkel

Mit einem Michelin Stern und 17 Punkten im Gault&Millau ausgezeichnet, gehört das unter der Führung von Spitzenkoch Stefan Hermann stehende Restaurant bean&beluga mit seiner saisonal inspirierten, klassischen Küche zu den Top Adressen der sächsischen Hauptstadt. Am 27. August 2016 dürfen sich Genießer und Freunde des Dresdner Restaurants nun auf einen außergewöhnlichen Abend freuen, denn in der Küche des bean&beluga findet ein ganz besonderes Doppel statt: Küchenchef Marcus Langer hat Freund und Kollege Nils Henkel eingeladen, um mit ihm zusammen ein eigens für diesen Abend kreiertes 6-Gang Menü zu zaubern. Die beiden Köche lernten sich bereits im Jahr 2009 bei ihrer Arbeit im renommierten Schlosshotel Lehrbach kennen, wo sie fünf Jahre lang Seite an Seite gekocht haben. Im Menüpreis von 195 Euro sind neben dem Menü auch der Aperitif, Wasser und die Weinbegleitung inkludiert. Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr. Reservierungen werden telefonisch unter 0351-44 00 88 00 oder per Email unter info@bean-and-beluga.de entgegen genommen. Weitere Informationen und aktuelle Angebote sind unter www.bean-and-beluga.de zu finden.

Marcus Langer
Geboren und aufgewachsen in Görlitz, war für Marcus Langer nach Abschluss der Schule schnell klar, dass er sein Hobby – das Kochen – zum Beruf machen möchte. Er absolvierte daher zunächst eine Lehre im Görlitzer Restaurant Le-Trou Normand. Es folgten Stationen wie das 5-Sterne-Superior-Schlosshotel Kronberg im Taunus, das mit zwei Michelin Sternen ausgezeichnete Restaurant Beckers in Trier sowie das mit einem Michelin Stern ausgezeichnete Restaurant Restaurant La Societé in Köln. 2009 führte Langers Weg nach Bergisch Gladbach, wo er unter der Führung von Küchenchef Nils Henkel im mehrfach ausgezeichneten Schlosshotel Lehrbach als Sous Chef anheuerte. 2012 belegte er in dieser Position den dritten Platz im Rahmen des bekannten Wettbewerbes „ANUGA Koch des Jahres“. 2015 zog es den jungen Familienvater schließlich zurück in seine alte Heimat, wo er seit Januar als Küchenchef im bean&beluga Regie führt. In enger Abstimmung mit Stefan Hermann präsentiert Langer dort eine saisonal inspirierte, klassische Küche mit Fokus auf leichte Saucen und Fonds. Der Name bean&beluga macht dabei klar, worum es bei der Zusammenstellung der Gerichte geht: um die qualitativ besten Produkte, egal ob „einfache“ Bohne oder „edler“ Kaviar. Wichtig ist Marcus Langer der möglichst unverfälschte Eigengeschmack der Produkte, eine moderne Präsentation und Raffinesse bei der Zusammenstellung der Aromen.

Nils Henkel
Mit seiner „Pure Nature Küche“ hat sich Nils Henkel in den vergangenen Jahren eine ganz eigene kulinarische Handschrift angeeignet. Vor allem die Beschäftigung mit einer innovativen deutschen Küche spielt für den Norddeutschen dabei eine wichtige Rolle. Besonders gut gelingt ihm dies durch das Wechselspiel unterschiedlicher Texturen, die er immer wieder in seine Gerichte einbindet. Aber auch die Fokussierung auf saisonale und regionale Produkte sowie die Verwendung alter Gemüsesorten gehören für Henkel zum Teil seines kulinarischen Handwerks. Dass dieser Ansatz überzeugt, zeigen auch Auszeichnungen wie die Ernennung vom Gault&Millau zum „Koch des Jahres 2009“ oder die Ehrung „Koch des Jahres“, die der Familienvater im Rahmen der „Leaders of the Year Awards“ im Jahr 2012 vom renommierten Magazin RollingPin entgegennehmen durfte. Seine Ausbildung als Koch begann er im Romantikhotel Voss-Haus in Eutin. 1997 ging es für Henkel dann nach Bergisch Gladbach, wo er eine Stelle im renommierten Schlosshotel Lehrbach annahm und bald schon zum Küchenchef avancierte. Heute arbeitet Henkel als Freiberufler, gibt unter anderem Kochseminare und Coachings im Bereich Gastronomie und ist als Autor tätig.

Jens Pietzonka

Sagen Sie mal, Herr Sommelier: Welcher Wein passt am besten zu Parmigiano Reggiano?

Käse & Wein gehören zusammen wie Salz & Pfeffer oder Brot & Butter. Aber nicht jeder Wein passt zu jedem Käse, der je nach Reifegrad unterschiedliche Aromen erfordert. Parmigiano Reggiano hat ein Reifespektrum von mindestens 12 Monaten bis hin zu 72 Monaten und mehr und variiert dadurch in Geschmack, Konsistenz und Geruch. Bei der richtigen Weinbegleitung kommt es deshalb auf feine Nuancen an, die ein geschulter Sommelier schmecken und erklären kann. Deshalb befragt Parmigiano Reggiano fünf ausgewählte Sommeliers, die ihre ganz persönliche Weinempfehlung zu Parmesan geben.

Nachdem Silvio Nitzsche aus der Dresdner Weinzentrale und Jérôme Pourchère aus dem Drei-Sterne-Restaurant Gästehaus Erfort bereits ihre Vorlieben in Bezug auf Wein und Parmesan verraten haben, erklärt Jens Pietzonka im dritten Teil, wie für ihn die perfekte Harmonie aus Parmigiano Reggiano und Wein entsteht. Der Restaurantleiter und Sommelier eröffnete 2015 erfolgreich die Weinzentrale in Dresden und arbeite zuvor lange Jahre in der Villa Merton in Frankfurt und im Dean & Beluga in Dresden.

Herr Pietzonka, welcher Wein passt am besten zu mittelgereiftem, also etwa 24 Monate altem Parmesan?
Ich persönlich scheue mich, dem gereiften Parmesan einen Rotwein entgegen zu setzen. Sehr schön finde ich dazu Maischevergorene Weißweine oder gereifte Riesling-Spätlesen mit sanfter Frucht.
Macht es in Bezug auf die Weinauswahl einen Unterschied, ob Parmigiano Reggiano in der Vorspeise oder im Dessert vorkommt?
Auf jeden Fall, zu Beginn des Menüs sind die Geschmacksnerven sozusagen noch „jungfräulich“ und gegen Ende schon etwas „betagt“. Daher sind meiner Meinung nach experimentelle Weine eher gegen Ende zu empfehlen, um den Sinnen noch mal einen Kick oder Muntermacher zu geben.

Passt Parmesan auch als Apéro zu Champagner?
Sicherlich, ich würde in diesem Fall einen Champagner mit einer höheren Dosage empfehlen, um die Salzigkeit des Parmesans abzufedern.

Wie essen Sie Parmesan am liebsten?
Mit saftiger Foccacia und etwas Schinken.

Stefan Hermann

Stefan Hermann lädt zum kulinarischen Sommerfest aller Betriebe

Unter dem Motto „Sanssouci – ein Sommerfest für alle Sinne“ lädt der Dresdner Spitzenkoch und Unternehmer Stefan Hermann am Montag, den 24. August 2015 ab 19 Uhr zu einem großen kulinarischen Sommerfest ein. Aus diesem Anlass verwandelt sich die 7.000 Quadratmeter große Gartenanlage seines neuesten Projektes, dem Hotel Villa Sorgenfrei in Radebeul, in ein Paradies für Feinschmecker. Denn erstmals seit Bestehen des Unternehmens präsentiert Stefan Hermann seine mittlerweile sieben Betriebe an einem Abend. Neben dem über die Landesgrenzen hinaus bekannten Gourmetrestaurant bean&beluga, ausgezeichnet mit einem Michelin Stern, und der dazugehörigen Weinbar, Kochschule und dem Feinkostladen, können Gäste an eigens kreierten Ständen kulinarische Spezialitäten aus den Restaurants william und Sanssouci probieren. Natürlich darf auch die beliebte bean&beluga Bratwurst aus dem Biergarten auf dem Konzertplatz Weißer Hirsch nicht fehlen, die nach eigenem Rezept des Sternekochs extra für den Hermann`schen Betrieb hergestellt wird. Für die passenden Weinbegleitungen sorgen namhafte befreundete Winzer. Und auch beim Entertainment wird dank Live-Musik der Rock`n`Roll-Band „Krüger Rockt!“ aus Heidelberg an nichts gespart. Tickets für diesen besonderen Abend sind ab 129 Euro pro Person inklusive aller Speisen, Weine, Wasser und Kaffee buchbar. Wer zusätzlich vom 24. auf den 25. August 2015 in der Villa Sorgenfrei übernachten und dort am nächsten Tag frühstücken möchte, bezahlt 198 Euro pro Person. Karten für das Sommerfest können bei Corina Waldeck telefonisch unter +49 351 44 00 88 00 oder per E-Mail an sommerfest@bean-and-beluga.de gebucht werden.

STEFAN HERMANN – vom Spitzenkoch zur erfolgreichen kulinarischen Marke
Bereits zu Beginn seiner Selbständigkeit hatte Stefan Hermann die Vision, ein Ensemble unterschiedlicher Betriebe zu etablieren, in denen er gekonnt und mit leichter Hand auf der gesamten Klaviatur kulinarischer Möglichkeiten spielen kann. Dass er dieses Ziel erreicht hat, zeigt neben dem wirtschaftlichen Erfolg vor allem das organische Wachstum seines Unternehmens, das man inzwischen guten Gewissens als „kleines Genussimperium“ bezeichnen kann. Denn zum Unternehmen STEFAN HERMANN gehören inzwischen der Biergarten Konzertplatz Weißer Hirsch, das Restaurant bean&beluga, ausgezeichnet mit einem Michelin Stern und 17 Gault&Millau Punkten, eine Weinbar, die STEFAN HERMANN Kochschule und der STEFAN HERMANN Feinkostladen, das Restaurant william im Dresdner Schauspielhaus, das Romantikhotel Villa Sorgenfrei mit 16 Zimmern in Radebeul sowie ein eigener Stand auf dem Dresdner Striezelmarkt. Außerdem verantwortet die Gruppe die gesamte Gastronomie in der Semperoper sowie im Schauspielhaus.

Weitere Informationen sind unter www.bean-and-beluga.de zu finden.

Stefan Hermann

Das Romantik Hotel Villa Sorgenfrei ist ein Artefakt aus längst vergessenen Zeiten und steht doch mitten im gesellschaftlichen Leben unserer Zeit: Die zwischen 1783 und 1789 errichtete Villa Sorgenfrei in Radebeul. Einst schlossartiges Herrenhaus und repräsentativer Sommersitz des Freiherrn von Gregory, heute beliebtes Romantik Hotel mit 14 Zimmern, zwei Suiten, Restaurant und Veranstaltungsräumen für bis zu 30 Personen. Seit dem 1. Mai 2015 wird das in eine knapp 7.000 Quadratmeter große Garten- bzw. Parkanlage eingebettete Kleinod vom Dresdner Spitzenkoch Stefan Hermann betrieben, der sich bisher auch über die Grenzen der Stadt hinaus mit seinem Sterne-Restaurant bean&beluga einen Namen gemacht hat.

Mit ihrer Lage in der Villen- und Gartenstadt Radebeul, zwischen Elbe und Weinbergen und nur neun Kilometer von Dresdens Innenstadt entfernt, sowie der beeindruckenden Architektur im Dresdner Zopfstil, gilt die Villa Sorgenfrei als eines der schönsten und repräsentativsten ehemaligen Weingüter der Lößnitz. Zwei Weltkriege hat die Villa im Laufe der Jahrhunderte unbeschadet überstanden und so nagte lediglich der Zahn der Zeit an ihr. Welch großes Glück, dass dieses kulturhistorisch so wertvolle Ensemble dank der Reprivatisierung in den 1990-er Jahren dann mit viel Liebe und Geschick original- und detailgetreu rekonstruiert und restauriert wurde.

Heute erstrahlt das unter der höchsten Stufe des Denkmalschutzes stehende Hotel in neuem Glanz: Das zweigeschossige Herrenhaus mit seinem ausdrucksvollen Dachreiter, der von zwei Fullhörnern geschmückten Uhr, dem Belvederetürmchen und dem vergoldeten Greif als Wetterfahne, erreichen Gäste über die herrschaftliche Zufahrt der Lindenallee. Im Inneren stehen insgesamt 14 individuell und im Stil des ausgehenden 18. Jahrhunderts eingerichtete Doppelzimmer zur Verfügung. Wieder freigelegte Wandmalereien, gemütliche Holzdielen und fußschmeichelnde Sandsteinböden verleihen ihnen einen einzigartigen Charakter, darüber hinaus garantiert moderne Technik Komfort in jedem Zimmer. Um die Wünsche der Gäste kümmern sich Gastgeberin Antje Kirsch und ihr Team mit ganz persönlichem Charme.

Im Winzerhaus befinden sich die beiden rund 40 Quadratmeter großen Suiten mit einem eigenen kleinen Garten und privater Terrasse. Das ehemalige Kutscherhaus, gleich hinter dem Herrenhaus gelegen, ist der perfekte Ort für Veranstaltungen mit bis zu 30 Personen. Dank des direkten Zugangs zum „verwunschenen Garten“ mit seinen alten Eichen und Kastanien finden hier insbesondere Brautpaare die ideale Kulisse für romantische Hochzeiten.

Kulinarisches Herzstück des Ensembles ist das Restaurant „Atelier Sorgenfrei“ im ehemaligen Fest- und Gartensaal mit seinen rund sieben Meter hohen Decken und den an eine Orangerie erinnernden bodentiefen Fenstern. In diesem historischen Saal, der auch heute noch mit Sandsteinfußboden, Stuckdecke, kostbaren Wandmalereien und einem über 200 Jahre alten Bleikristall-Lüster besticht, präsentiert das Küchenteam eine von Stefan Hermann konzipierte, moderne Landhausküche. Auf der Karte finden sich zwei Menüs sowie ein à la Carte Angebot mit Gerichten wie, „In Aromaten gebratenes Milchkalbskotelett mit Spargel“, „Rotbarbe auf Safranrisotto und Pesto“ sowie „Lauwarmer Schokoladen-Guglhupf mit Vanille und Erdbeerkompott“. In den Sommermonaten wird zusätzlich auf der Restaurantterrasse eingedeckt, von der Gäste einen wunderschönen Blick auf den nach historischem Vorbild rekonstruierten Barockgarten mit seinem Sandsteinbrunnen und den mehr als hundert Jahre alten Baumbestand haben.

Das Hotel Villa Sorgenfrei befindet sich im Augustusweg 48 in 01445 Radebeul. Nähere Informationen sind unter www.hotel-villa-sorgenfrei.de zu finden.

Stefan Hermann – vom Spitzenkoch zur erfolgreichen kulinarischen Marke
Bereits zu Beginn seiner Selbständigkeit hatte Stefan Hermann die Vision, ein Ensemble
unterschiedlicher Betriebe zu etablieren, in denen er gekonnt und mit leichter Hand auf der gesamten Klaviatur kulinarischer Möglichkeiten spielen kann. Dass er dieses Ziel erreicht hat, zeigt neben dem wirtschaftlichen Erfolg vor allem das organische Wachstum seines Unternehmens, das man inzwischen guten Gewissens als “kleines Genussimperium“ bezeichnen kann. Denn neben der Villa Sorgenfrei gehören auch das mit einem Michelin Stern ausgezeichnete Restaurant bean&beluga, der Biergarten Konzertplatz Weißer Hirsch, das Restaurant william im Dresdner Schauspielhaus sowie ein eigener Stand auf dem Dresdner Striezelmarkt zum Unternehmen. Außerdem verantwortet die Gruppe die gesamte Gastronomie in der Semperoper sowie im Schauspielhaus. Weitere Informationen sind unter www.bean-and-beluga.de zu finden.

Jens Pietzonka ist "Sommelier des Jahres 2014"

 

Die Liebe zum Wein entdeckte er Anfang der 90er Jahre, als sein beruflicher Weg ihn ins Schlosshotel Bühlerhöhe und das Hotel Traube Tonbach führte. Dort war der direkte Kontakt zur Natur, sprich den Weinbergen und das fast Haus-an-Haus-Wohnen mit den Winzern, für den gebürtigen Dresdner faszinierend und animierend zugleich.

Das mag erklären, warum sich die Vita von Jens Pietzonka heute liest, wie die eines echten Durchstarters. Zu den weiteren, beeindruckenden Stationen seiner Karriere zählen das Grand Hotel Esplanade Berlin, das Restaurant Söl’ring Hof auf Sylt oder die Villa Merton in Frankfurt am Main. Seit 2007 wirkt er Seite an Seite von bean & beluga-Gründer Stefan Hermann und knüpfte damit an eine alte Freundschaft aus Tonbach-Zeiten an.

Im bean & beluga sorgt der charmante und kompetente Weinexperte Pietzonka bis heute für den passenden Tropfen in den Gläsern der Gäste. 400 Positionen umfasst die Weinkarte, welche ihre Schwerpunkte auf deutschen Wein und die großen Weinnationen Europas legt, hinzu kommen punktuelle „Ausflüge“ nach Südafrika und Kalifornien. „Junge aufstrebende Winzer, die sich an der Wein- bautradition orientieren und auch offen sind für neue, naturnahe Wege, liegen mir sehr am Herzen“, sagt der zweifache Familienvater.

Auch wenn die Weinkarte im bean & beluga mittlerweile in interaktiver iPad-Form — mit umfassenden Infos über Regionen, Winzer und Weine — gereicht wird, so möchte und sollte man auf die fachkundige Beratung von Sommelier Jens Pietzonka keinesfalls verzichten! Herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung „Sommelier des Jahres 2014“!

Die Auszeichnung „Sommelier / Sommelière des Jahres“ von der Schlemmer Atlas-Redaktion der Busche Verlagsgesellschaft erhielten:

2014 Jens Pietzonka, Restaurant bean & beluga, Dresden
2013 Holger Schramm, Restaurant Christophorus, Stuttgart-Zuffenhausen
2012 Magdalena Brandstätter, Waldhotel Sonnora, Dreis
2011 Noreen Rudolph, Romantik Hotel Goldene Traube, Coburg
2010 Gerhard Lucian, Burg Hotel – Lechtaler Stuben, Lech, Österrreich
2009 Renaud Kieffer, Residenz Heinz Winkler, Aschau
2008 Gunnar Tietz, Hotel Palace Berlin – „first floor“, Berlin
2007 Jürgen Fendt, Hotel Bareiss – Restaurant Bareiss, Baiersbronn
2006 Gianluca Picca, Johann Lafer’s Stromburg – Le Val d’Or, Stromberg
2005 Matthias Jürgen Emmert, Romantik Hotel Goldene Traube – Meer & mehr, Coburg
2004 Milos Vucelja, Parkhotel – Parkrestaurant, Gütersloh
2003 Catherine Thévenot, Restaurant Waldhotel Sonnora, Dreis

www.schlemmer-atlas.de

Koch des Jahres: Johannes King, Sylt

Die besten Restaurants in Deutschland 2013/2014

Das sind die besten Adressen für Genießer: Der Septemberausgabe des Magazins DER FEINSCHMECKER aus dem Hamburger JAHRESZEITEN VERLAG, die am heutigen Mittwoch, dem 14. August 2013, im Handel sein wird, liegt wieder der große Guide “Die 800 besten Restaurants in Deutschland 2013/2014″ bei. Die handliche Taschenbuchausgabe enthält detaillierte Informationen zu allen Restaurants, beschreibende Kurztexte, übersichtliche Symbole und alle Daten, die man für eine Reservierung braucht. Dazu wurden alle Adressen getestet und neu bewertet: Ein bis maximal fünf Feinschmecker-Punkte zeigen auf einen Blick, was den Gast in einem Lokal erwartet – ob Spitzenrestaurant oder Dorfgasthaus, Italiener oder Szenelokal. Insgesamt hat DER FEINSCHMECKER auch in diesem Jahr wieder rund 1000 Restaurants in ganz Deutschland besucht.

Der Feinschmecker 2013

Zwei von ihnen wird eine besondere Ehre zuteil:
Zum “Restaurant des Jahres 2013″ erklärte die Redaktion das “bean & beluga” von Stefan Hermann in Dresden. In angespannten wirtschaftlichen Zeiten und dazu in einer kulinarisch wenig gesegneten Region pflegt Stefan Hermann unbeirrt die Gourmetküche und ebnet ihr erfolgreich den Weg in die Zukunft. Beispielhaft gut gelingt ihm die Balance zwischen Küche und Finanzmanagement mit einem kleinen Genussimperium, dessen Keimzelle das 2007 eröffnete Gourmetrestaurant “bean & beluga” ist. Mit Tages- und neuerdings Weinbar, Feinkostladen, Kochschule und Cateringzentrale, der Bewirtschaftung der Semperoper und jetzt auch des Schauspielhauses sowie im Sommer des Konzertplatzes Weißer Hirsch legt er ein genussvolles Fundament für die große Kür im Obergeschoss der Gründerzeitvilla. Ein Musterbeispiel eines modernen Lokals!

Zum “Koch des Jahres 2013″ kürt das Magazin Johannes King. Er hat den Begriff der regionalen Küche im “Söl’ring Hof” auf Sylt neu definiert. Konsequent zog er den Kreis seiner Quellen für gute Zutaten immer enger: Ein eigener Bauernhof in Morsum liefert Kräuter, Obst und Gemüse, Gänse, außerdem Honig von eigenen Bienen. Der Fisch kommt zum Teil vom eigenen Kutter, Muscheln sammelt das Team aus der Nordsee – näher am Ursprung kann man nicht sein. Daraus macht King eine moderne, nachhaltige Küche: Wer einmal den meeresfrischen Muschelsalat mit Gurkengelee und Meerrettichschnee gekostet hat, dankt der Natur für ihre grandiose Speisekammer; und Johannes King dafür, dass er sie so köstlich auf die Teller bringt. Sein dreigängiges Menü wird in der Dezember-Ausgabe vorgestellt.

Details zu den Bewertungen und Rankings
Die Höchstnote von fünf Punkten (“In jeder Hinsicht perfekt”)
errangen diesmal insgesamt zwölf Adressen:

Schwarzwaldstube im Hotel Traube-Tonbach, Baiersbronn
Gästehaus Erfort, Saarbrücken
Gourmetrestaurant Überfahrt, Rottach-Egern
Victor’s Gourmet-Restaurant, Nennig
Vendôme im Hotel Schloss Bensberg, Bergisch Gladbach
Aqua im Hotel “The Ritz-Carlton”, Wolfsburg
Steinheuers Restaurant, Bad Neuenahr
Bareiss, Baiersbronn
La Vie, Osnabrück
Sonnora, Dreis/Eifel
Tantris, München
Amador, Mannheim

Top Ten-Listen in sechs Kategorien
Bester Koch: Harald Wohlfahrt, Schwarzwaldstube, Baiersbronn, teilt sich die Spitze mit Joachim Wissler, Vendôme, Bergisch Gladbach
Beste Trendküche: Tim Raue, Berlin
Bestes Restaurant auf dem Land: Gourmetrestaurant Lerbach, Bergisch Gladbach
Bestes Serviceteam: Schwarzwaldstube, Baiersbronn
Bestes Szenerestaurant: Sansibar, Sylt
Bester Patissier: Pierre Lingelser, Schwarzwaldstube, Baiersbronn

Stefan Hermann

Zum dritten Mal in Folge verwöhnt Sternekoch Stefan Hermann, Inhaber des bean&beluga in Dresden, die Gäste des SemperOpernballs mit seinen kulinarischen Köstlichkeiten. An den Tischen werden in diesem Jahr erstmals auch fünf – statt wie in den Vorjahren drei – miteinander harmonierende Gänge serviert. „In den letzten Jahren wurde unser Menü so gut angenommen, dass ich in diesem Jahr noch weitere kulinarische Akzente setzen wollte“, kommentiert Stefan Hermann.

Hermann blickt auf 26 Jahre Kocherfahrung zurück. Im Juni 2007 eröffnete er sein Restaurant bean&beluga in Dresden, das kurz darauf einen Michelin-Stern verliehen bekam und vom Gault Millau mit 17 Punkten bewertet wurde.
Vor diesem Hintergrund können sich die Gäste in der Semperoper am 1. Februar besonders auf erlesene Köstlichkeiten freuen. Das Fünf-Gang-Menü eröffnet mit einer Vorspeise von Lachs und Sauerrahm. Darauf folgen Hummer mit Safranrisotto, Kalbstafelspitz mit Wurzelgemüse und orientalisch gewürzte Reh-Praline mit Sellerie. Zum Dessert wird ein erfrischendes Zitrusfrüchte-Süppchen mit Limonenparfait gereicht. Auch die Flaniergäste kommen in den Genuss dieser Gerichte – in Häppchenform. Auf diesem Weg, dem sogenannten „Flying Menu“, werden zusätzlich auch noch Gänseleber-Pralinen auf Pumpernickel mit Sauternes-Gelee serviert. Verschiedene kulinarische Stationen halten außerdem noch vorzügliche Überraschungen aus dem Meer, von Austern bis Prunier-Kaviar, bereit.

Am Ballabend sind 300 Servicekräfte und 50 Köche in 8 Küchen im Einsatz, in denen u. a. 200 kg Hummer, 16 kg Kaviar und 1000 Austern verarbeitet werden. „Die größte Herausforderung ist die umfangreiche Vorbereitung auf das Event und die Koordination der vielen Mitarbeiter“, erklärt Hermann. „Ich freue mich sehr auf die einzigartige Atmosphäre des SemperOpernballs. Wenn das Konzept aufgeht und ein reibungsloser Service sowie vorzügliche Speisen die Gäste zufrieden stellen, bin ich glücklich.“

www.semperopernball.de

Gault Millau Sachsen 2013

Mit seinen „verblüffenden, fast immer komplizierten, aber auch sinnenfrohen Kompositionen“ kocht sich der 43jährigen Peter Maria Schnurr vom Restaurant „Falco“ in Leipzig nach dem Geschmack der französischen Gourmet-Bibel Gault&Millau in die kulinarische Spitze der Bundesrepublik. In ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2013 preisen ihn die Tester: „Er arbeitet auf seine ganz wundervolle Weise wie ein Besessener daran, seine Gäste zu überraschen. Dank seines Ideenreichtums wechseln Aromenwelten und Texturen, Formen und Farben unablässig, immerzu nimmt einen etwas gefangen.“

Für Gerichte wie „geräucherten Saibling mit Kalbsschwanzgelee, Asia- Mayonnaise und Schweineschwarte à la Popcorn oder Täubchen in Nektarinen- Fluid mit Senfkohl, der in Apfelmost und grünem Curry gegart wurde,“ bekommt er vom Gault&Millau, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 18 von 20 möglichen Punkten. Sie stehen für „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung”. Eine höhere Note als Schnurr haben nur 13 Köche in Deutschland.

17 Punkte erkocht sich erstmals Benjamin Unger vom „St. Andreas“ in Aue. Er beeindruckte „als Feinzeichner der Aromaküche und kombiniert Hummer behutsam mit Guave, Papayasalsa und Vanille oder Salzwiesenlamm kräftig mit Pfifferlingen und Aprikose“.

16 Punkte und damit jene Klasse, in der nach Gault&Millau-Verständnis Kochen zur Kunst wird, erreichen mit „herausragenden Gerichten“ André Tienelt vom „Sendig“ in Bad Schandau („saftig gebratenes Maishähnchen mit Polentaschnitte, honiggesüßten Silberzwiebeln und Petersilien-Bisquit“) und Till Weiß vom „Villers“ in Leipzig („frisch geräucherter Waller mit Gurkengelee, Dillpesto und einem Ofenkartöffelchen, das mit dezenter Speckcreme gefüllt ist“).

Auf 15 Punkte verbessert sich André Oelsner im Leipziger „Heine“ durch „Gerichte seiner saisonal geprägten Aromenküche wie Entrecôte mit Sellerie- Mangold-Cannelloni und Rote Bete-Mousseline“.

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Sachsen teilen sich nun Aufsteiger Schnurr und Dirk Schröer vom „Caroussel“ in Dresden, der seine 18 Punkte des Vorjahrs „souverän verteidigte und klassische Produkte in modischer Präsentation glänzen lässt. Bestes Beispiel sind gleich zum Auftakt gerollte Gillardeau-Austern, gefüllt mit einer Austernmousse, für die die Austernbärte mit Wasser und Sahne vermischt und aufgekocht werden. Dazu sind Kaviar, kleine Kugeln aus weißer Schokolade und Basilikumgeleewürfel dekoriert – klingt befremdlich, schmeckt aber köstlich. Sogar der hauchdünne, gebratene Speck, der sich wie ein Sonnensegel darüber wölbt, stärkt den Spannungsbogen. Dem Zeitgeist huldigt hierzulande selten so perfekt gebratenes Karree vom Iberico- Schwein mit Zwiebelpüree, Kirschen und einem knusprigen (zunächst gekochten, dann getrockneten und schließlich gerösteten) Mix aus Beluga- Linsen, schwarzem und weißem Reis sowie Haferflocken.

Den beiden sächsischen Kochkönigen folgen mit je 17 Punkten neben Unger zwei weitere Kronprinzen: Stefan Hermann vom „Bean & Beluga“ in Dresden und Detlef Schlegel vom „Stadtpfeiffer“ in Leipzig. Bei Hermann steckt „hinter der knapp gefassten Ankündigung geschmacklich voll überzeugender Gerichte wie ‚Wilder Steinbutt, Sieglinde, Barbarakraut‘ eine fantasievolle Kreation von großer Aromenvielfalt und Harmonie: Zum bretonischen Butt gesellen sich Tapioka und Schwamm von der Brunnenkresse und ein Löffel Apfel-Selleriesalat sowie Schaum von der Sieglinde-Kartoffel, in den er einen Fischfond mit Kräutern und Tomaten mischt, der mit Kalbsfußjus abgelöscht wird“. Schlegel „scheut keinen Aufwand, auf klassisch schöner Basis mit wohlüberlegten Kreationen und stimmiger Aromenfülle zu begeistern. Schlicht klingende Gerichte wie das Arrangement von butterzartem Stubenküken, gebackenen Hahnenkämmen und vollfleischigen Flusskrebsen in einer leichten Velouté mit dreierlei bissfesten Spargeln und Pastatäschchen bieten eine ganz unerwartete Aromenvielfalt.“

Dass in Sachsen nicht nur vortrefflich gekocht, sondern auch gastfreundlich bewirtet wird, demonstriert die Ehrung von Antje Kirsch aus dem „Caroussel“ in Dresden als „Oberkellner des Jahres“. Aus der Laudatio: „Herzlich und detailbewusst gibt sie jedem Gast das Gefühl, willkommen und geschätzt zu sein. Diesen Charme und hohe Professionalität vermittelt sie sehr erfolgreich dem Nachwuchs.“

Die Tester beschrieben und bewerteten dieses Jahr insgesamt 30 Restaurants in Sachsen. 23 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen müssen, was einem Michelin-Stern nahe kommt. Im Vergleich zur Vorjahresausgabe serviert der wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Gourmets mit Spannung erwartete Gault&Millau im Freistaat fünf langweilig gewordene Restaurants ab und bewertet vier höher. sechs Küchenchefs verlieren die begehrte Kochmütze.

Ferner beschreibt und klassifiziert der im Münchner Christian Verlag erscheinende Reiseführer für Genießer (808 Seiten, 29.95 €) 350 Hotels. Als zusätzliches Schmankerl bietet er auf 50 Seiten Restaurants und Hotels in Südtirol.

Für unterwegs gibt es den Gault&Millau auch als App fürs iPhone, iPad und bald auch für Android (7,99 €). Die App enthält den gesamten Inhalt der Buchausgabe und bietet Zusatzfunktionen zur Suche, Anfahrt und direkten Anwahl interessanter Restaurants.

Gault&Millau Deutschland 2013 – Der Reiseführer für Genießer 30. Jahrgang, Jubiläums-Ausgabe, 808 Seiten, Euro 29,95 ISBN 978-3-86244-203-4  Christian Verlag München

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Sachsen

18 Punkte
Caroussel in Dresden Falco* in Leipzig

17 Punkte
St. Andreas in Aue*
Bean & Beluga in Dresden Stadtpfeiffer in Leipzig

16 Punkte
Villers* in Leipzig Sendig* in Bad Schandau

15 Punkte
Heine* in Leipzig
Gasthof Bärwalde in Moritzburg Drei Schwäne in Zwickau

14 Punkte
Elements in Dresden
Feengarten in Hartenstein
Drogerie und Niemanns Tresor* in Leipzig Schillerstuben in Schkeuditz

Aufsteiger **Newcomer

Alles zum Gault Millau 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343565/Gault-Millau-2013-Deutschland/

Gault Millau Berlin 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343566/GM-Berlin-Tim-Raue-ist-Bester/

Gault Millau Thüringen
www.gourmet-report.de/artikel/343568/GM-Marcello-Fabbri-ist-die-Nr1-in-Thuerigen/

Gault Millau Schleswig Holstein 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343569/Gault-Millau-Schleswig-Holstein-2013/

Gault Millau Sachsen Anhalt:
www.gourmet-report.de/artikel/343570/Gault-Millau-Sachsen-Anhalt/

Gault Millau Sachsen 2013:
/www.gourmet-report.de/artikel/343571/Gault-Millau-Sachsen-2013/

Gault Millau Saarland 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343572/GM-Saarland-Klaus-Erfort-05-Punkte-vor-Christian-Bau/

Gault&Millau Rheinland-Pfalz 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343573/Gault-Millau-Rheinland-Pfalz-2013/

NRW: Der neue Gault&Millau 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343574/NRW-Der-neue-Gault-Millau-2013/

Gault Millau Niedersachsen 2013
www.gourmet-report.de/artikel/343575/Gault-Millau-Niedersachsen-2013/

Gault&Millau in Mecklenburg-Vorpommern:
www.gourmet-report.de/artikel/343576/Gault-Millau-in-Mecklenburg-Vorpommern/

Gault&Millau in Hessen:
www.gourmet-report.de/artikel/343577/Gault-Millau-in-Hessen/

Gault Millau Hamburg 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343578/Gault-Millau-Hamburg-2013/

Gault Millau Bremen:
www.gourmet-report.de/artikel/343579/GM-Bremen-Norman-Fischer-ist-die-neue-Nr1/

Gault Millau Baden-Würtemberg 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343581/Gault-Millau-Baden-Wuertemberg-2013/

Gault Millau Bayern 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343580/Gault-Millau-Bayern-2013/

Gault Millau Historisch – 30. Jubiläum:
www.gourmet-report.de/artikel/343567/30-Jahre-Gault-Millau-in-Deutschland/

Gault&Millau Deutschland 2013 – Der Reiseführer für Genießer 30. Jahrgang, Jubiläums-Ausgabe, 808 Seiten, Euro 29,95 ISBN 978-3-86244-203-4 Bestellink portofrei Christian Verlag München

Wir gratulieren allen ausgezeichneten Köchen und freuen uns ganz besonders, dass so viele ausgezeichnete Köche wieder mit CHROMA Cnife arbeiteten!

Kaviar Geschichten von Christoph Moeskes

Manchmal muss es Kaviar sein!

Kaviar ist der pure Luxus und steht wie kein anderes Lebensmittel für vollkommenen Genuss und Eleganz. Auch der Autor Christoph Moeskes konnte sich der Faszination der „schwarzen Perlen“ nicht entziehen und hat die spannenden Geschichten des Kaviars unterhaltsam und atemberaubend aufgeschrieben.

Kaviar, das schwarze Gold, ist der gesalzene Rogen des Störs und der Inbegriff für Luxus und kompromisslosen Genuss. Aber wussten Sie auch, dass er noch bis Ende des 19. Jahrhunderts als eine „Arme-Leute-Speise“ galt? Dass zu Zeiten des „Kaviar-Rushs“ in den USA die schwarzen Störeier wie Erdnüsse in New Yorker Kneipen kostenlos verteilt wurden? Dass man sich im Iran vor Stör meist ekelte? Dass in der Sowjetunion Menschen wegen Kaviar hingerichtet wurden? Das und vieles mehr, hat der Journalist Christoph Moeskes herausgefunden.

Erfahren Sie, wie Kaviar überhaupt hergestellt wird und was sich hinter Osietra, Sevruga und Beluga alles verbirgt. Moeskes Kaviar Geschichten liefern Wissenswertes und Unterhaltsames, informieren über politische und wirtschaftliche Hintergründe. Sie stimmen nachdenklich und amüsieren. Eine packende Geschichte in einem besonderen Buch, dessen ausführliche Bibliographie zu weiteren Entdeckungen einlädt. Für einen schnellen Überblick sind die wichtigsten Begriffe zum Kaviar schnell erklärt, und eine Auswahl renommierter Händler vervollständigt das Buch. Kurz: Die perfekte Lektüre für Kaviar-Liebhaber und solche, die es dadurch werden!

Der Autor:
Es sollte eine Recherche über das Kaspische Meer werden. Herausgekommen ist dabei ein Buch über Kaviar. Christoph Moeskes wurde erst im Laufe seiner Arbeit zum Liebhaber der „schwarzen Perlen“. Der Osteuropa-Experte findet, die Geschichte des Kaviars spiegelt auch eine Menge über die Verhaltensweise der Gattung Homo sapiens wider. Über ihre Gier, ihren Erfindungsreichtum, ihren Wagemut und noch manch andere Eigenschaften. In Wilhelmshaven geboren und aufgewachsen, lebt Moeskes heute in Berlin. Er ist Herausgeber verschiedener Bücher, freier Autor der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Fotograf.

Christoph Moeskes – Kaviar Geschichten
Bestellink: ISBN 978-3-941641-60-0 (portofrei)