Galgant

Ein Aromenfeuerwerk für die Küche

Ingwer ist beliebt und inzwischen in jeder Gemüseabteilung
zu finden. Seinen „kleinen Bruder“, den Galgant, muss man dagegen
suchen. Dabei überzeugt das Gewürz durch eine einzigartige
Kombination an Aromen, von fruchtig-frisch bis leicht zitronig,
gleichzeitig aber auch pfeffrig-scharf und herb.

Der „Thai-Ingwer“ wird häufig in der thailändischen Küche
eingesetzt, um Suppen, Currypasten und Gerichte aus dem Wok zu
verfeinern. Galgant harmoniert sehr gut zu Kokosmilch und Knoblauch
und gibt Geflügel und Fisch eine frische Note. Für das indonesische
Reisgericht „Nasi Goreng“ ist sein Aroma unverzichtbar. Im
Mittelalter diente Galgant in Deutschland als Pfefferersatz. Die
Benediktinerin Hildegard von Bingen war von seiner Heilkraft
überzeugt und empfahl das „Gewürz des Lebens“ als Mittel gegen
Herz- und Magen-Darm-Beschwerden. Bei Erkältungen und Fieber kann ein
Galgant-Tee helfen, die Abwehrkräfte zu steigern.

In Deutschland sind zwei Arten erhältlich, die zur Familie der
Ingwergewächse gehören und eng miteinander verwandt sind: der milde
„Große Galgant“ (/Alpinia galanga/) und der etwas schärfere
„Kleine Galgant“ (/Alpinia officinarum/). Die Pflanzen wachsen
krautig mit großen Laubblättern und weißen Blüten. Unter der Erde
werden sogenannte Rhizome gebildet, die bis zu ein Meter lang und zwei
Zentimeter breit werden können. Das sind übrigens keine Wurzeln,
sondern unterirdische Sprosse. Optisch sehen sie dem Ingwer ähnlich,
haben aber eine durchscheinende Haut und dunkle Ringe.

Der Galgant hat seine Heimat in China und Thailand. Während der
„Große Galgant“ inzwischen in ganz Südostasien verbreitet ist,
wird der „Kleine Galgant“ fast nur in Malaysia, Singapur und
Indonesien verwendet. Die Anbauregionen liegen in den Tropen
Indochinas, Thailands, Malaysias und Indonesiens. Nach mehreren
Monaten Wachstum gräbt man die Rhizome aus und schneidet sie in
wenige Zentimeter lange Stücke. So kommen sie frisch, aber auch
eingelegt oder getrocknet in Scheiben und als Pulver in den Handel.

Im Asialaden und in gut sortierten Supermärkten wird meist der
„Große Galgant“ angeboten. Frischware hält sich, in Folie
verpackt, im Gemüsefach des Kühlschranks zwei bis drei Wochen.
Galgant wird geschält und dann in Scheiben geschnitten, gehackt oder
gerieben. Die getrockneten Scheiben lässt man eine halbe Stunde vor
der Verwendung in heißem Wasser einweichen. Vor dem Servieren werden
sie wieder entfernt.

/Heike Kreutz, www.aid.de/

DIE FASTFOOD-REVOLUTION – SO ISST DEUTSCHLAND

McDonald’s, Burger King und Co.: Die Riesen der Fastfood-Branche stehen unter enormem Druck. Denn während sie vor einigen Jahren noch überaus beliebt waren, machen ihnen andere Unternehmen in Sachen Kundenbindung nun Konkurrenz – mit schnellem und gesundem Essen. Denn das ist heute immer stärker gefragt! Die große Samstags-Dokumentation „Die Fastfood-Revolution – So isst Deutschland“ beleuchtet, wie sich das Essverhalten der Deutschen über die Zeit entwickelt hat, zeigt die Gründe dafür auf und gibt einen umfassenden Überblick über neue Food-Trends und Gastro-Konzepte. Was genau essen die Deutschen heute und wie versuchen die Fastfood-Anbieter sich auf den sinkenden Fleischkonsum und das wachsende Bedürfnis nach bewusster Ernährung einzustellen? Experten wie die Starköche Tim Raue und Nelson Müller, Verbraucherexpertin Yvonne Willicks, Carsten Otte, Autor des Buches „Der gastrosexuelle Mann“ sowie Gesundheitsberaterin und Moderatorin Ruth Moschner und der ehemalige Gewichtheber Matthias Steiner kommentieren die Fastfood-Revolution und deren Auswirkungen und geben ganz persönliche Einblicke in ihr eigenes Essverhalten.
Am 15. April 1955 eröffnete das erste McDonald’s-Franchise-Restaurant. Über 60 Jahre später ist das Unternehmen die erfolgreichste Fastfood-Kette der Welt. 2012 steuerten nach Angaben des Unternehmens allein in Deutschland täglich etwa 2,7 Millionen Besucher die Burger-Restaurants an. Doch nun kommen neuartige Konzepte ins Spiel; immer mehr Restaurants und Bistros setzen auf gesunde Schnellkost und bewirken einen Umschwung im Markt.

Die vierstündige Dokumentation nimmt den heutigen Ernährungs-Wandel genau unter die Lupe. Wer produziert und profitiert mittlerweile in der Branche? Die Firma Rügenwalder hat zum Beispiel den vegetarischen Trend erkannt und stellt jetzt auch vegetarische Wurst her. Geht das Konzept auf? Der Döner gehört immer noch zu den beliebtesten Fastfood-Produkten. Ein erfolgreicher Dönerfleisch-Produzent erklärt, wie der perfekte Döner gemacht wird und warum er so beliebt ist. Außerdem zeigt die Dokumentation eine Vapiano-Eröffnung in Mönchengladbach und lässt den Gründer der Salat-Manufaktur „dean&david“ über seine gesunde Food-Vision zu Wort kommen. Der Klassiker unter den Fastfood-Gastronomen ist natürlich auch mit von der Partie: VOX ist dabei, als McDonald’s seinen neuen Flagshipstore am Frankfurter Flughafen eröffnet und erhält spannende Einblicke, wie der Konzern dem Kundenschwund in Deutschland entgegenwirken will.

Außerdem zeigt die Dokumentation, wie selbst die heimische Küche zum gesunden Fastfood-Tempel mutiert. Denn laut einer Studie des Marktforschungsinstituts GfK von 2015 in 22 Ländern verbringen die Deutschen nur noch knapp fünfeinhalb Stunden pro Woche mit Kochen. Der Durchschnittswert aller untersuchten Länder lag bei sechseinhalb Stunden. Der Dreh auf einer Thermomix-Party bestätigt den Drang der Deutschen zur Eile: Mit dem sündhaft teuren Küchengerät werden komplette frische Mahlzeiten innerhalb weniger Minuten auf den Tisch gezaubert.

Die Diskussion über die richtige Ernährung sorgt heute schnell für Gesprächsstoff, denn nie zuvor gab es so viele Ernährungsvarianten! In Leipzig schickt VOX deswegen zwei Veganerinnen mit ihren „fleisch(fr)essenden“ Freunden auf Shoppingtour in den Supermarkt, begleitet sie beim anschließenden Kochen und schaut, wie beide Spezies ihren Lebensstil gestalten. Noch extremer wird es, als die Freunde gemeinsam eine Paleofood-Messe und ein Paleo-Restaurant besuchen. Diese Ernährung geht zurück auf die Lebensmittel, die unseren Urahnen als Jägern und Sammlern zur Verfügung standen. Im Kontrast dazu nimmt in der Dokumentation eine Familie Convenience-Food, sprich Fertigprodukte, unter die Lupe. Drei Generationen testen verschiedene Produkte auf Preis, Konsistenz und Geschmack. Wie werden ihre Ergebnisse ausfallen – pro oder contra?

Glutenfreie Ernährung

Nachdem in Deutschland glutenfreie Ernährung im Mainstream angekommen ist, richten nun viele deutsche Hersteller ihre Aufmerksamkeit auf getreidefreie Produkte. Laut einer neuen Untersuchung der Marktforschungsagentur Mintel hat sich dieser Trend bei Mehlprodukten besonders verdeutlicht: so hat sich in diesem Bereich die Anzahl neuer getreidefreier Produkte im vergangenen Jahr in Deutschland mehr als verdoppelt. Getreidefreies Mehl machte im Jahr 2015 23 % aller neuen Mehlprodukte aus – im Jahr 2014 waren es noch lediglich 10 %.

Auch bei Brot- und Backwaren sind getreidefreie Produkte laut der Mintel-Untersuchung eine zunehmend beliebte Option; in dieser Kategorie haben im Jahr 2015 neu eingeführte Produkte ohne Getreideanteil von 6 % im Jahr 2011 auf 9 % aller neuen Brot- und Backwaren in Deutschland zugenommen.

Gegenwärtig sind die Werbeversprechen, die betonen, dass bestimmte Inhaltsstoffe nicht enthalten sind, in Deutschland sehr beliebt, was wiederum für die weitere Verbreitung des Trends in Richtung „getreidefrei“ spricht. Einer von zehn (10 %) Deutschen zwischen 25 und 34 Jahren gibt an, in den vergangenen sechs Monaten vor April 2015 glutenfreies Brot gegessen zu haben, während nun durchschnittlich 7 % der Deutschen aussagen, sich glutenfrei zu ernähren – bei Verbrauchern im Alter zwischen 16 und 24 Jahren sind es sogar 11 %.

Obwohl der deutsche Markt für verpacktes Brot und Brotprodukte nach Großbritannien immer noch der größte in Europa ist, ist er seit Jahren rückläufig. Gemäß Marktprognosen von Mintel konsumierte der durchschnittliche Deutsche im Jahr 2015 11,7 kg an Brot und Brotprodukten; im Jahr 2008 lag diese Zahl noch bei insgesamt 14,2 kg. Außerdem wird der Umsatz für verpacktes Brot und Brotprodukte Erwartungen zufolge erstmals unter die 2-Milliarden-Euro-Marke fallen, von 2,04 Mrd. Euro im Jahr 2014 auf 1,99 Mrd. Euro im Jahr 2018.

Katya Witham, Senior Food and Drink Analyst bei Mintel, sagte:
„Der wachsende Markt für glutenfreie Produkte und das zunehmende Gesundheitsbewusstsein unter Verbrauchern ebnen den Weg für getreidefreie Innovationen. Da Mehl ohne Getreide in der Regel einen höheren Proteinanteil hat als Weizenmehl, könnte dies wesentlich dazu beitragen, dass sich Verbraucher, die sich proteinreich und kohlenhydratarm ernähren, von diesem Werbeversprechen angesprochen fühlen.“

Proteinreiche Ernährungsweisen scheinen in Deutschland beliebt zu sein, was vielversprechend für getreidefreie Produkte ist. Laut einer Mintel-Untersuchung gibt ein Viertel (25 %) der Deutschen an, mehr Eiweiß in ihre Ernährung zu integrieren als noch vor einem Jahr; unter den Verbrauchern zwischen 16 und 24 Jahren sind das sogar 42 %. Außerdem gibt einer von fünf (20 %) Deutschen an, weniger Kohlenhydrate zu essen oder Kohlenhydrate zu meiden; bei den Verbrauchern im Alter zwischen 16 und 24 Jahren steigt der Prozentsatz auf 23 % an.

In Sachen Inhaltsstoffe für getreidefreie Mehlsorten scheinen Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen oder Sojabohnen die am häufigsten verwendeten Inhaltsstoffe für getreidefreies Mehl zu sein; derzeit stehen sie hinter zwei Dritteln (67 %) aller neuen getreidefreien Produkteinführungen des Jahres 2015.
Während Hersteller auf eine steigende Nachfrage nach pflanzenbasierten Lebensmitteln und neuartigen Proteinquellen reagieren, ist Lupinenmehl ein weiterer Inhaltsstoff, der an Beliebtheit gewinnt. Deutschland scheint unter den ersten Märkten zu sein, auf denen der Lupinen-Trend ankommt: Von allen im Jahr 2015 eingeführten Backwaren mit Lupinenmehl kamen 22 % in Deutschland auf den Markt, dicht gefolgt von Frankreich (21 %) und Italien (11 %).

„Die Lupine ist in einigen mediterranen Küchen beliebt; es handelt sich um eine Hülsenfrucht, die ballaststoff- und proteinreiche Samen erzeugt, jedoch – im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten – relativ wenige Kohlenhydrate enthält. Lupinenhülsenfrüchte enthalten auch viele essentielle Aminosäuren und Mineralien, wodurch sie nicht einfach nur glutenfrei sind, sondern auch sehr nährstoffreich und leicht verdaulich. Neben Lupinenmehl liegen Mandel- und die Kokosnussmehl aufgrund ihrer potenziellen gesundheitlichen Vorteile ebenfalls im Trend“, so Witham.

Das Comeback der vergessenen Körner
Neben getreidefreien Mehlsorten zeigt ein genauerer Blick auf den deutschen Markt, dass in einer zunehmenden Anzahl an Mehlprodukten Urgetreide als Alternative zum Weizen enthalten sind. Gemäß einer Untersuchung von Mintel war Hirse, mit einem Anteil von 14 % aller im Jahr 2015 neu auf den Markt gebrachten Mehlprodukte, am beliebtesten, dicht gefolgt von Quinoa (10 %), Buchweizen (5 %) und Zwerghirse (5 %).

Doch Urgetreidesorten kommen nicht nur in deutschen Küchen zum Einsatz, sie werden auch zunehmend vom LEH bei Brot- und Backwaren verwendet, damit Produkte aus dem Massenangebot herausstechen und als gesunde Nahrungsmittel positioniert werden können. Die Anzahl der neu eingeführten Brot- und Backwaren mit Quinoa- und Chiasamen hat sich zwischen dem Jahr 2013 und dem Jahr 2015 mehr als verfünffacht (jeweils +550 % und +600 %), während sich der Einsatz von Buchweizen und Hirse mehr als verdoppelt hat (+100 % und +138 %).

Zwei von fünf (39 %) Deutschen geben an, sie seien an süßen Backwaren interessiert, die aus anderem Getreide als Weizen hergestellt wurden, wie zum Beispiel Dinkel, Amarant oder Quinoa. Unter den Verbrauchern zwischen 25 und 34 Jahren äußert sich die Hälfte (50 %) entsprechend. Darüber hinaus sind 44 % der deutschen Frauen an Backwaren interessiert, die mehr Ballaststoffe enthalten, während die Hälfte (50 %) der Deutschen erklärt, es lohne sich, für hochqualitative Brot- oder Backwaren mehr Geld auszugeben.

„Als Alternative zu Weizen sind Urgetreide reich an Nährstoffen und weisen interessante Geschmacksrichtungen und Texturen auf. Da Urgetreidesorten die zunehmende Zahl gesundheitsbewusster Verbraucher durch ihren „Superfood“-Faktor ansprechen, werden diese in verschiedenen Produkten verwendet werden, von Brot- und Backwaren bis hin zu Pizza und Pasta sowie Snacks und Fertiggerichten“, fasst Witham zusammen.

44 Prozent essen an Heiligabend Kartoffelsalat und Würstchen

Weihnachtszeit ist Schlemmerzeit und das lassen sich die Deutschen etwas kosten: Für Essen und Getränke an den Feiertagen geben sie pro Haushalt 224 Euro aus – immerhin ein Drittel der kompletten Weihnachtsausgaben. Das ergab eine repräsentative Studie von RetailMeNot.
Bei dem, was an Heiligabend aufgetischt wird, lassen sich die Deutschen aber auf keine Experimente ein: 44 Prozent entscheiden sich für den Klassiker Kartoffelsalat und Würstchen. Besonders beliebt ist das Duo in den neuen Bundesländern (59 Prozent) ¬– in der restlichen Republik kommt es nur bei knapp jedem Vierten (23 Prozent) auf den Tisch. Am zweithäufigsten entscheiden sich die Deutschen für Gans oder Ente (34 Prozent). Dem drittplatzierten Raclette frönen an Heiligabend immerhin 18 Prozent – in den alten Bundesländern sogar fast jeder Vierte (23 Prozent).

Traditionell deftig wird auch am ersten Weihnachtstag gegessen: An erster Stelle stehen hierzulande Geflügelgerichte (54 Prozent). Der Rinderbraten landet auf dem gesamtdeutschen zweiten Platz (16 Prozent). Bei 15 Prozent der Deutschen geht es mit Hirsch und Wildschwein dagegen kulinarisch wild zu. Ganz ohne Gans & Co. ist Weihnachten für die meisten aber nicht denkbar: Nur sieben Prozent essen an Heiligabend und vier Prozent am ersten Weihnachtstag fleischlos.

Weihnachtsstress-Prophylaxe: Jeder Zehnte lässt Essen liefern – ein Viertel trinkt sich das Fest schön
Der Festtagsgenuss kann schnell ins Geld gehen, deswegen spart die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) beim Essenskauf mit Sonderangeboten. Alternativ verzichtet fast jeder dritte Bundesbürger (30 Prozent) auf das Kochen und geht während der Feiertage ins Restaurant. Neun Prozent der Deutschen sparen sich auch den Fahrtweg und lassen sich das Weihnachtsmenü liefern.

Zum üppigen Menü darf der Alkohol natürlich nicht fehlen. Jeder Vierte (25 Prozent) übertreibt es aber gelegentlich mit dem heiligen Geist und schaut zu tief ins Glas. Männer (33 Prozent) erleben dabei häufiger feuchtfröhliche Weihnachten als Frauen (18 Prozent). Die meisten beschwipsten Weihnachtsgäste findet man bundesweit in Baden-Württemberg (43 Prozent), in Mecklenburg-Vorpommern ist es dagegen nur jeder Zehnte (elf Prozent).

Top 3 Gerichte zur Weihnachtszeit
Heiligabend Erster Weihnachtstag
1. Würstchen und Kartoffelsalat 44 % 1. Geflügel, z.B. Gans oder Ente 54 %
2. Geflügel, z.B. Gans oder Ente 34 % 2. Rind 16 %
3. Raclette 18 % 3. Wild 15 %

Süße Weihnachten: Plätzchen und Lebkuchen am beliebtesten – Stollen verliert
Alleine für Weihnachtssüßigkeiten gibt jeder Deutsche in diesem Jahr durchschnittlich sparsame 37 Euro aus. Die größten Schlemmermäuler sind dabei die Thüringer mit 47 Euro pro Kopf – in Sachsen reichen hingegen 31 Euro für weihnachtliche Zuckerwaren aus. Trotzdem bleibt der Genuss dabei nicht auf der Strecke: Die große Mehrheit der Deutschen (84 Prozent) schlemmt ohne Rücksicht auf Kalorien. Am häufigsten greifen sie bei Plätzchen und Keksen (86 Prozent) zu, gefolgt von Lebkuchen (78 Prozent) und Nüssen (70 Prozent). Selbstgebackenes steht bei deutschen Schlemmermäulern hoch im Kurs:
77 Prozent der Frauen und über die Hälfte der Männer (54 Prozent) greift selbst zum Plätzchen-Ausstecher. Auf die meisten Gabenteller gehört außerdem Schokolade (65 Prozent), aber nicht unbedingt der Weihnachtsklassiker Stollen: Nur bei den Über-50-Jährigen (75 Prozent) und in den neuen Bundesländern (75 Prozent) ist das traditionelle Gebäck sehr beliebt. Weniger Anklang findet es hingegen bei den Unter-30-Jährigen (46 Prozent) und in den alten Bundesländern (55 Prozent).

Top 10 der Weihnachtssüßigkeiten (Mehrfachantworten möglich)
1. Plätzchen & Kekse 86 %
2. Lebkuchen 78 %
3. Nüsse 70 %
4. Schokolade (außer Weihnachtsmännern) 65 %
5. Schoko-Weihnachtsmänner 64 %
6. Stollen 64 %
7. Domino-Steine 59 %
8. Marzipanbrot/- kartoffeln 53 %
9. Andere Teigwaren wie Baumkuchen
und Quarkbällchen 45 %
10. Sonstiges 13 %

Die repräsentative Umfrage wurde von RetailMeNot unter 1.000 deutschen Verbrauchern durchgeführt. Alle Ergebnisse sind unter folgendem Link einzusehen:
http://www.retailmenot.de/weihnachten-essen-suessigkeiten-2015

Ungeliebte Sitznachbarn während des Fluges

Bei deutschen Passagieren sind Quasselstrippen am wenigsten beliebt

Nicht immer können Passagiere während des Fluges neben ihrer Reisebegleitung sitzen. Welche Typen von unfreiwilligen Sitznachbarn dann am wenigsten beliebt sind, hat die Flugsuchmaschine Jetcost.de untersucht. Ganz oben bei den Briten: übergewichtige Sitznachbarn. Bei den Deutschen hingegen verbreitet der plaudernde Sitznachbar Schrecken: Personen, die auf dem Flug ununterbrochen reden, sind der Horror der Deutschen.

Das Team von Jetcost.de führte die Befragung im Rahmen einer laufenden Studie über Flugerfahrungen durch. Befragt wurden 2.548 Briten im Alter von mindestens 18 Jahren, die laut eigenen Angaben mindestens einmal innerhalb der letzten beiden Jahre geflogen sind.

Allen Befragten wurde zunächst folgende Ausgangsfrage gestellt: „Wenn Sie zusammen mit anderen eine Flugreise antreten, sitzen Sie dann meist nebeneinander oder auf getrennten Plätzen?“ Mehr als die Hälfte (57 %) gab an, meist getrennt zu sitzen. Auf die Bitte, „getrennt“ genauer zu erläutern, gaben die Befragten an, entweder „durch einen Gang getrennt” (47 %), „in unterschiedlichen Reihen“ (40 %) oder „am anderen Ende des Flugzeuges“ (13 %) zu sitzen.

Von denjenigen die das Glück hatten, zusammen zu sitzen, gaben drei Viertel (65 %) an, Extrakosten übernommen zu haben, um die Sitzplätze vorab zu reservieren.

Diejenigen die angaben, meist von ihrem Reisepartner getrennt zu sitzen, wurden gefragt, wie sie mit dieser Situation umgegangen sind. 41 % meinten, sie hätten das Personal wegen einer Lösung angesprochen. 31 % gaben an, dass sie Mitreisende nach einem Tausch der Sitzplätze gefragt hätten und die restlichen 28 % verhielten sich einfach ruhig während des Fluges, obwohl sie nicht glücklich mit der Situation waren. Nur 26 % waren erfolgreich mit ihrem Versuch, sich umzusetzen.

Anschließend wurden die Teilnehmer befragt, neben welchen Personen sie denn am wenigsten gern sitzen würden, wenn schon getrennt von ihrer Reisebegleitung. Sie erhielten eine Liste möglicher Antworten. Die fünf Meistgenannten waren:

1. Eine übergewichtige/fettleibige Person (32 %)
2. Ein schreiendes Kleinkind (29 %)
3. Eine ungepflegte Person (21 %)
4. Eine Person mit Flugangst (17 %)
5. Eine Person, die den gesamten Flug über redet (16 %)

Von den Teilnehmern die angaben, am wenigstens gern neben einer übergewichtigen Person zu sitzen, gab die Mehrheit (73 %) als Begründung an, die Sitzfläche für sich haben zu wollen, ohne dass sie jemand bedränge.

Um herauszufinden, ob dies ein typisch britisches Empfinden ist oder sich diese Ansicht auch im übrigen Europa verbreitet, wurden weitere 1.000 Reisende aus anderen europäischen Ländern befragt. Von den Spaniern empfanden 26 % und von den Franzosen 23 % ebenfalls die übergewichtige Person als unangenehmsten Sitznachbarn. In Italien war die meistgenannte Antwort mit 18 % das schreiende Kind. Die befragten Deutschen dagegen störten sich am meisten an den Quasselstrippen: „eine Person, die den ganzen Flug über redet“ wurde am häufigsten genannt (16 %).

Antoine Michelat, Mitbegründer von Jetcost.de, kommentierte:
„Es ist traurig zu hören, dass Menschen nur auf Grund des Gewichtes einer bestimmten Person nicht neben ihr sitzen möchten. Allerdings ist es verständlich, dass Menschen einen gewissen Komfort während des Flugs haben möchten, für den sie auch bezahlt haben. Wir dachten immer, schreiende Säuglinge seien für die Passagiere am Lästigsten, aber Menschen gehen immer besser mit dieser Situation um. Sie verstehen, dass es sich nunmal um Babies handelt und es nicht möglich ist sie während eines Fluges zu beruhigen, wenn die Ohren knacken oder die Klimaanlage zu stark für sie ist.
Manche Airlines überlegen, einen separaten Bereich für Personen über einer bestimmten Gewichtsgrenze in ihren Flugzeugen einzurichten. Während dies auf der einen Seite angenehm ist für diejenigen, die nicht die Hälfte ihres eigenen Sitzes teilen möchten, besteht zum anderen das Risiko, dass Übergewichtige, die beispielsweise ihr Gewicht nicht kontrollieren können, sich diskriminiert fühlen.“

Teuer & gefährlich: Energy Drinks

Gefährliche Wachmacher von Red Bull, Monster & Co.: Nach Verbot in Litauen fordert foodwatch auch in Deutschland Verkaufsstopp von Energydrinks an Minderjährige – Bundesregierung muss Empfehlungen von WHO-Forschern umsetzen

Nachdem koffeinhaltige Energydrinks in Litauen nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden dürfen, fordert die Verbraucherorganisation foodwatch auch in Deutschland ein Verkaufsverbot für Red Bull, Monster & Co. an Minderjährige. Erst im Oktober warnten Wissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor den Risiken der aufputschenden Getränke und empfahlen ein Verbot des Verkaufs an Jugendliche unter 18 Jahren. Energydrinks sind vor allem bei jungen Leuten sehr beliebt, stehen aber im Verdacht Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle, Nierenversagen und sogar Todesfälle zu verursachen.

„Litauen zeigt den EU-Partnern, wie es geht – in Deutschland verhindert die Lebensmittellobby noch immer einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen“, erklärte Oliver Huizinga von foodwatch. „Ernährungsminister Christian Schmidt muss endlich auf die eindringlichen Warnungen der Wissenschaftler reagieren und den Verkauf von Energydrinks an Kinder und Jugendliche unterbinden.“

Über eine E-Mail-Protestaktion unter www.foodwatch.de/aktion-energyshots unterstützen bereits mehr als 15.000 Verbraucher die foodwatch-Forderung.

Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatten im Oktober 2014 eine Studie zu den Gesundheitsrisiken veröffentlicht, in der erneut vor Energydrinks gewarnt und ein Verkaufsverbot an Kinder und Jugendliche ausdrücklich empfohlen wurde. Wissenschaftler verweisen seit längerem auf mögliche Gefahren der stark koffein- und taurinhaltigen Getränke, sie werden mit Herzrhythmusstörungen, Krampfanfällen, Nierenversagen und sogar Todesfällen in Verbindung gebracht. Problematisch ist dabei nicht allein der erhöhte Koffeingehalt: Gesundheitliche Risiken werden auch mit möglichen Wechselwirkungen mit dem hochkonzentriert zugesetzten Inhaltsstoff Taurin sowie mit begleitend konsumiertem Alkohol und in Zusammenhang mit ausgiebiger sportlicher Betätigung begründet. Hinzu kommt: Durch den süßen Geschmack und das gezielte Marketing sind die Produkte – anders als etwa Kaffee – gerade bei Kindern und Jugendlichen beliebt.

Die Bundesregierung erkennt die Risiken zwar an, handelt aber nicht. So hatte sich die frühere Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner für einen Warnhinweis auf Energydrinks ausgesprochen, wonach der „Verzehr größerer Mengen, insbesondere bei ausgiebiger sportlicher Betätigung, sowie ein gleichzeitiger Genuss alkoholischer Getränke vermieden werden sollte“. Doch Initiativen für einen solchen Warnhinweis scheiterten. Die Lebensmittellobby hatte sich vehement dagegen ausgesprochen.

Als weltweit erstes Land greift Litauen durch. In dem EU-Staat dürfen seit vergangenem Samstag Energydrinks nicht mehr an Minderjährige verkauft werden.

foodwatch fordert auch in Deutschland eine Altersbeschränkung für Energydrinks ab 18 Jahren, um Minderjährige vor den gesundheitlichen Risiken zu schützen. Zudem sollten nach Ansicht von foodwatch die besonders hoch konzentrierten sogenannten Energy-„Shots“ generell verboten werden. Diese im Vergleich zu herkömmlichen Energydrinks kleineren Fläschchen enthalten Koffein und Taurin in noch stärkerer Konzentration als herkömmliche Energydrinks – die Gefahr einer Überdosierung ist daher besonders groß.

Einer Studie der EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) zufolge konsumiert fast jeder dritte Erwachsene Energydrinks, besonders beliebt sind sie jedoch bei Kindern und Jugendlichen: 68 Prozent der Teenager greifen zu den Getränken. Davon sind laut der Behörde 12 Prozent „high cronic consumers“ (Konsum mindestens viermal wöchentlich) sowie 12 Prozent „high acute consumers“ (mehr als ein Liter pro Konsum).

Schweizer Emmentaler AOP

Kaum ein Käse ist weltweit so beliebt wie Emmentaler – das führt auch dazu, dass der Emmentaler der meistkopierte Käse ist. Aber es gibt nur ein Original: Der König der Käse stammt aus dem idyllischen Emmental im Kanton Bern. Damit Käseliebhaber sicher sein können, dass sie echten Emmentaler genießen, sorgen die Schweizer Käsermeister dafür, dass sich die Herkunft des Schweizer Emmentalers AOP bis in die Käserei zurückverfolgen lässt und schützen ihre hochwertigen Spezialitäten mithilfe spezieller Käsekulturen vor Fälschungen.

Eine sanfte Hügellandschaft, saftig-grüne Wiesen und eine Leidenschaft für Käse, die ihresgleichen sucht: Original Schweizer Emmentaler AOP wird in nur knapp 180 Dorfkäsereien hergestellt. Sie sind zum großen Teil familiengeführt und produzieren die großen Laibe in echter Handarbeit – ganz anders als industrielle Großbetriebe, die Emmentaler als Massenware und in unterschiedlicher Qualität herstellen.

So entsteht in der Schweiz ein Emmentaler AOP, der herzhaft und charaktervoll schmeckt. Sein einzigartiger Geschmack und seine hohe Qualität bringen dem Schweizer Emmentaler AOP jährlich eine Reihe von Auszeichnungen und machen ihn damit zum meistprämierten Emmentaler der Welt. Käsegenießer können sogar zurückverfolgen, in welcher Käserei „ihr“ Stück Schweizer Emmentaler hergestellt wurde. Jeder Laib trägt auf der Rinde eine Käserei-Nummer, die unter www.emmentaler.ch/mein-emmentaler zu der Käserei führt, die das Unikat hergestellt hat. Um das hochwertige Original beim Einkauf zu erkennen, sollten Käseliebhaber am besten auf das Emmentaler-Logo mit dem runden Prüfsiegel mit Schweizerkreuz auf der Verpackung achten – dann sind eine ausgezeichnete Qualität und genussvolle Momente garantiert.

Denn die Beliebtheit des Emmentalers hat auch zur Folge, dass das Schweizer Original mit geschützter Ursprungsbezeichnung gefälscht und nicht nach den strengen Vorgaben des Pflichtenheftes hergestellt wird. Deshalb hat die Schweizer Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux (ALP) eine Methode entwickelt, mit der sich Emmentaler-Fälschungen nachweisen lassen. Sie nutzen spezielle Milchsäurebakterien, um den Käse auf natürliche Weise zu kennzeichnen und ihm eine Art genetischen Fingerabdruck zu verleihen. So ist das erlesene Qualitätsprodukt besser vor Fälschungen geschützt.

Das macht den original Schweizer Emmentaler AOP so besonders:
Das Original aus dem Schweizer Emmental kann auf eine über 700-jährige Geschichte zurückblicken und wird nach den strengen Regeln des sogenannten „Pflichtenheftes“ auf traditionelle Weise hergestellt. Die Milch darf ausschließlich aus Betrieben kommen, die maximal 30 Kilometer von der Käserei entfernt liegen. Sie wird von den Landwirten täglich frisch angeliefert und stammt von Kühen, die ganz natürlich nur mit frischem Gras und Heu gefüttert werden. Jegliche Zusatzstoffe sind bei den Schweizer Käsermeistern absolut verboten. Sie verpflichten sich in einer freiwilligen Verzichtserklärung, dass ihre Käsespezialitäten rein natürlich und garantiert frei von Konservierungs- und Farbstoffen, zugesetzten Aromen oder Geschmacksverstärkern sowie frei von Gentechnik sind. Gemäß dem „Schweizer Reinheitsgebot“ wird der Schweizer Emmentaler AOP nur aus Milch, natürlichen Milchsäurekulturen, reinem Lab, Salz und Wasser hergestellt – 100 Prozent Natur. Bei der Reifung zählt vor allem eines: Zeit. Schweizer Emmentaler AOP bekommt mindestens 120 Tage Reifezeit und Pflege, damit sich sein nussig-würziges Aroma langsam entwickeln kann – dabei entstehen auch die großen Löcher, die den Käse so berühmt gemacht haben. Schweizer Emmentaler AOP ist in verschiedenen Reifegraden erhältlich.

www.schweizerkaese.de

Garmethoden der Kartoffel

Eine Kartoffel, vielfältige Zubereitungsmöglichkeiten

Die Kartoffel ist ein echter Alleskönner, der sich auf verschiedenste Arten zubereiten lässt. Kein Wunder, dass sie in der Sterneküche ebenso beliebt ist wie bei Kocheinsteigern. Ein Überblick über die grundlegenden Zubereitungsarten.

1. Kochen
Die wohl bekannteste Zubereitungsmethode ist das Kochen. Mit nur wenigen Hilfsmitteln lassen sich so etwa Salz- und Pellkartoffeln oder gekochte Kartoffeln als Basis für Kartoffelsalate und -suppen herstellen. Hierfür die geschälten und gründlich gewaschenen Kartoffeln in gleichgroße Stücke (nicht dicker als 3 cm) schneiden und in reichlich Salzwasser geben. Wie lange Kartoffeln kochen müssen, hängt von der Sorte ab. Allgemein reichen 20 Minuten ab dem Siedezeitpunkt des Wassers aus. Sicherheit verschafft hier neben der Erfahrung aber nur die Garprobe: Stechen Sie mit einem spitzen Messer in die dickste Knolle. Wenn sich das Messer ganz leicht herausziehen lässt, ist die Kartoffel gar.

Der höchste Nährstoffgehalt bleibt beim Kochen erhalten, wenn die Kartoffeln ungeschält aber gut gewaschen und unzerkleinert gekocht und als Pellkartoffeln gegessen werden.

2. Braten
Sowohl rohe als auch bereits gekochte Kartoffeln können gebraten und so zum Beispiel zu Reibekuchen, Rösti oder Bratkartoffeln verarbeitet werden. Eine beschichtete Pfanne und nur wenig Öl sorgen dabei für einen niedrigen Fettgehalt: Das Öl erhitzen und die festkochenden Kartoffelscheiben oder -Würfel zugeben und die Pfanne mit dem Deckel verschließen. Nach ca. 5 Minuten können die Kartoffeln das erste Mal gewendet werden. Den Vorgang wiederholen bis die Kartoffeln von allen Seiten gleichmäßig und nach persönlichem Geschmack gebräunt sind.

3. Im Backofen
Die Zubereitung im Backofen ist häufig weniger aufwendig und ermöglicht – wie das Kochen – viele fettarme Gerichte. Neben Aufläufen und Gratins sind Ofenkartoffeln, die „Baked Potato“ oder auch Kartoffelspalten typische Kartoffelgerichte aus dem Backofen. Für die Kartoffelspalten gewaschene, festkochende Kartoffeln vierteln und leicht mit Olivenöl einstreichen. Alles auf das Backblech geben und nach Belieben mit Salz, Pfeffer und Rosmarin würzen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad Celsius kross backen.

4. Stampfen
Neben dem klassischen Püree lassen sich aus gestampften Kartoffeln auch beispielsweise Gnocchi, Knödel oder Kartoffelplätzchen herstellen. Zum Stampfen kann entweder eine Kartoffelpresse oder ein Kartoffelstampfer verwendet werden. Die mehligkochenden Kartoffeln hierfür erst einmal im Salzwasser wie oben beschrieben garen.

5. Frittieren
Pommes frites sind ein echter Klassiker, eine Alternative sind – speziell für festliche Anlässe – Kroketten. Auch Kartoffelchips zählen zu den frittierten Kartoffelprodukten, wenngleich heute auch im Ofen gebackene und damit wesentlich fettärmere Varianten erhältlich sind. Zum Frittieren werden die mehligkochenden Kartoffeln in über 100 Grad Celsius heißem Fett schwimmend ausgebacken.

Prinzipiell lässt sich die Schale von Kartoffeln mitverzehren. Allerdings sollte dann darauf geachtet werden, Frühkartoffeln zu verwenden. Sie wird in Deutschland im März gepflanzt und ab Ende Mai, Anfang Juni geerntet. Erhältlich sind sie dann bis Anfang August.

Tipp: Zubereiten lässt sich die Frühkartoffel zum Beispiel mit Kräuterquark. Hierzu die Kartoffel gründlich waschen, samt Schale kochen und dann – als Pellkartoffel oder mitsamt ihrer dünnen Schale – genießen. Für den Quark einfach Speisequark und Sauerrahm nach Belieben mit klein geschnittenen Zwiebeln und frisch gehackten Kräutern wie Petersilie, Schnittlauch oder Sellerie sowie Salz und Pfeffer verrühren.

Aussteuer und Hochzeitstisch noch zeitgemäß?

Jahrhundertelang war es üblich, dass junge Mädchen schon frühzeitig mit Aussteuer bedacht wurden, damit sie, wenn sie einmal heiraten, allerlei Nützliches in den Haushalt mitbringen. Zugleich war es noch bis vor einigen Jahrzehnten ganz normal, dass es anlässlich einer Heirat einen sogenannten Hochzeitstisch im Kaufhaus gab – etwa beim vornehmen Harrods. Dort konnten sich die Gäste dann für nützliche Geschenke entscheiden: Töpfe, Pfannen, Services oder feines Silber und hochwertige Messer.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mitgift ) ist die Frage recht schnell beantwortet: das ist nicht mehr zeitgemäß. Vor allem wer bereits in jungen Jahren seiner Nichte/Enkelin/Taufpatin mit einem Tafelservice oder hochwertigen Pfannen eine Freude machen will, der wird nur ein langes Gesicht ernten. Kommunion oder auch Firmung sind heute keine Feste mehr, bei denen solche Geschenke gemacht werden. Später, wenn dann die erste eigene Wohnung ansteht, sind solche Geschenke allerdings immer noch beliebt und kommen gut an. Auch ein hochwertiger Messerblock oder ein schönes Marken-Besteckset sind dann tolle Geschenke.

Bei Hochzeiten gibt es in den letzten Jahren eine Art Revival des Hochzeitstisches: in digitaler Form! Online lassen sich dann Wunschlisten finden, auf denen das Brautpaar angibt, welche Haushaltswaren ihnen noch fehlen. Oft wird darauf schon in der Einladung zur Hochzeit ( http://www.kartenmacherei.de/hochzeit-karten/hochzeitseinladungen.html ) hingewiesen – ebenfalls steht hier aber auch, falls nur Geldgeschenke gewünscht sind. Daran sollte man sich dann als Gast auch halten, denn viele Paare leben schon lange vor der Hochzeit zusammen und haben bereits einen großen Haushalt.

Ein Gag kann es natürlich sein, dem Brautpaar ein Messer als Geschenk zu überreichen, bevor die Torte angeschnitten wird. Schließlich ist das mit viel Symbolik verbunden und das Ehepaar kann dann daheim immer mal wieder testen, wer nun die Hand oben hat.