Fast nur Billigmilch im Kaffee

Verbraucherzentrale Hamburg macht Marktcheck in Bäckereien, Kaffeebars und Cafés

In Bäckereien, Kaffeebars und Cafés wird größtenteils billige Milch eingesetzt, obwohl der Durchschnittspreis für einen Milchkaffee mit 2,80 Euro pro Tasse sehr hoch ist. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherzentrale Hamburg, die in einem Marktcheck das Angebot bei insgesamt 23 Kaffeeanbietern überprüft hat.

In 19 Verkaufsstätten stand demnach konventionelle H-Milch in der Kaffee-Ecke. Die Produkte im Marktcheck stammten vor allem von Frischli (40 %), Muh (16 %), Arla Foodservice (8 %) und Milbona (4 %). Die billige Milch verwenden sowohl Bäckereien wie Dat Backhus oder Kamps als auch Kaffeebars wie Starbucks, World Coffee oder Balzac Coffee für die Zubereitung ihrer Kaffeegetränke. „Das ist kein gutes Signal mit Blick auf die aktuelle Milchkrise“, meint Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. Viele Kaffeeanbieter unterstützten mit ihrem Einkaufsverhalten die Preisspirale nach unten.

Trotz der hohen Preise für Milchkaffee wurden in nur vier Verkaufsstätten Kaffeegetränke mit Biomilch angeboten und zwar bei Cuccis, im Mutterland, in der Bar Katze und bei den Bio-Höfeladen Sülldorf. „Dabei macht Biomilch den Kaffee gar nicht so viel teurer. Höchstens 10 Cent pro Portion Milchkaffee müssen die Kaffeeanbieter mehr einkalkulieren. Billigmilch kostet sie rund 5 Cent pro Tasse, Biomilch hingegen 15 Cent“, rechnet Schwartau vor. Einen Zusammenhang zwischen der verwendeten Milch und dem Preis für das Kaffeegetränk konnten die Verbraucherschützer im Rahmen ihres Marktchecks nicht feststellen. Der Milchkaffee mit konventioneller Milch kostete ungefähr genauso viel wie der Milchkaffee mit Biomilch.

„Viele Kaffeetrinker wünschen sich angesichts der hohen Preise für Kaffeegetränke, dass die Gastronomie Biomilch für deren Zubereitung einsetzt und Verantwortung für eine nachhaltige Landwirtschaft und mehr Tierwohl übernimmt“, so Schwartau. Denn Biobauern müssten strengere Auflagen erfüllen und bekämen einen festen und fairen Preis für ihre Milch.

Eine ausführliche Auswertung des Marktchecks mit Fotos und Bewertungen zu den einzelnen Verkaufsstätten ist veröffentlicht auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de

Die besten Bäcker

DER FEINSCHMECKER empfiehlt 600 Bäckereien in Deutschland

Zum dritten Mal kürt DER FEINSCHMECKER aus dem Hamburger JAHRESZEITEN VERLAG die besten deutschen Bäcker: 600 Betriebe aus ganz Deutschland haben eine aufwändige Recherche- und Prüfphase überstanden und dürfen die Urkunde „vom Feinschmecker ausgezeichnet“ in ihr Schaufenster stellen. Die Adressen der Bäcker sind in einem informativen Taschenbuch zusammengefasst, das der Dezember-Ausgabe beiliegt. Ergänzt werden die alphabetisch nach Bundesland und Ort sortierten Bäckereien von einem Glossar der wichtigsten Fachbegriffe, einer Übersicht über gängige Backmischungen und Tipps zur besten Aufbewahrung von Brot.

Bereits im März hatte DER FEINSCHMECKER seine Leser aufgerufen, der Redaktion ihren Lieblingsbäcker zu nennen. Rund 1000 Zuschriften erreichten hierzu die Redaktion. Zusammen mit Vorschlägen der Redakteure und freien Mitarbeiter sowie des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks Berlin kamen so etwa zweitausend Adressen in die engere Auswahl. Die Bäckereien wurden daraufhin von freien Mitarbeitern und Redakteuren in ganz Deutschland anonym besucht und anhand von Testkäufen von Brot und Brötchen geprüft. 600 Bäcker wurden nach den Tests für das Taschenbuch ausgewählt.

Neben der rein handwerklichen Qualität von Brot uns Brötchen spielte auch die Freundlichkeit und Kompetenz des Verkaufspersonals eine Rolle, die Atmosphäre im Geschäft und das Gesamtsortiment: Manche Bäcker täuschen handwerkliche Kreativität nur vor, indem sie Brote aus industriellen Backmischungen verkaufen, zum Beispiel „Bernd das Brot“. Bei einer Vielzahl dieser Backmischungen führte das zu einer Abwertung des Betriebes.

Für die Bewertung der Bäckereien wurden die Mitarbeiter und Redakteure von der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim geschult: Die Journalisten lernten dort nicht nur die wichtigsten Qualitätskriterien für gute Backwaren, sondern übten sich auch selbst im Teig kneten und Backen von Brot und Baguettes. Rund 200 der 600 Adressen finden sich in Baden-Württemberg und Bayern, traditionell die Hochburgen des deutschen Bäckerhandwerks. Aber auch die Hauptstadt hat gutes Brot zu bieten: 19 Bäcker zählen hier zu den besten in Deutschland.

DER FEINSCHMECKER mit dem beigelegten Taschenbuch ist jetzt am Kiosk und kostet 9,95 Euro.

Die aktuelle Studie Bäckerei-Ketten 2012

Coffee to go und Selbstbedienung für den eiligen
Kunden oder nette Café-Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt – Bäckereien
haben sich den Bedürfnissen der Konsumenten angepasst. Doch wo ist das Angebot
vielfältig und schmackhaft? Und wo sind Mitarbeiter freundlich und kompetent?
Das Deutsche Institut für Service-Qualität wollte es genau wissen und untersuchte
jetzt 17 große Bäckerei-Ketten mit und ohne Bedienung anhand von 170 verdeckten
Testbesuchen.

Im Durchschnitt erzielte die Branche ein gutes Qualitätsurteil. Die Anbieter
mit Selbstbedienung (SB) schnitten jedoch in fast allen Teilbereichen schlechter
ab als die traditionellen Bäckereien und zeigten nur eine befriedigende Leistung.
Vor allem in Bezug auf die Kompetenz der Mitarbeiter sowie die Schmackhaftigkeit
und Qualität der Speisen waren die klassischen Bäckerei-Ketten klar führend.
„In punkto Schnelligkeit hoben sich die SB-Bäckereien positiv hervor“, kommentiert
Markus Hamer, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts.

Insgesamt zeichneten sich die Mitarbeiter durch Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft
aus. „In 84 Prozent der Filialen ließen die Angestellten ihren Kunden bei
der Bestellung genügend Zeit“, so Hamer. Im Umgang mit Beschwerden bestand
allerdings Verbesserungspotenzial. Gut 40 Prozent der Reaktionen auf vorgebrachte
Ärgernisse waren nicht professionell genug, lediglich in 54 Prozent der Fälle
erfolgte eine Entschuldigung durch die Mitarbeiter.

Defizite zeigten die Bäckerei-Ketten auch hinsichtlich der Beratungskompetenz
und des Angebots an speziellen Backwaren. Nur bei 71 Prozent der Besuche
beantworteten die Angestellten alle Fragen vollständig. Vor allem zu Themen
wie Laktose- oder Kaloriengehalt der Backprodukte waren die Mitarbeiter weniger
gut informiert. Insgesamt boten die Ketten zwar eine sehr große Vielfalt
an klassischen Backwaren wie Brote, Brötchen oder süße Teilchen. Spezielle
Angebote wie Bio- oder Diätprodukte standen allerdings in den seltensten
Fällen zur Auswahl.

Testsieger wurde Stadtbäckerei Junge. Der norddeutsche Bäcker erzielte in
allen analysierten Teilbereichen ein sehr gutes Ergebnis. Nicht nur das Angebot
überzeugte durch sehr schmackhafte und vielfältige Backwaren, die Mitarbeiter
zeigten sich am freundlichsten und kompetentesten. Emil Reimann auf Rang
zwei überzeugte durch das qualitativ hochwertige Umfeld sowie die kommunikationsstarken
Mitarbeiter. K&U Bäckerei punktete durch kurze Wartezeiten und gut informierte
Angestellte. Back-Factory war die beste SB-Bäckerei und bestach durch die
kürzesten Wartezeiten im Test.

Insgesamt wurden zwölf Bäckereien mit Bedienung und fünf SB-Bäckereien untersucht.
Jedes Unternehmen wurde zehn Mal von Testern in verschiedenen Städten und
Filialen verdeckt besucht. Im Fokus der Analyse standen die Gestaltung und
die Sauberkeit der Räumlichkeiten, die Angebotsbreite, die Kompetenz und
Freundlichkeit der Mitarbeiter sowie die Warte- und Öffnungszeiten.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität prüft unabhängig anhand von mehrdimensionalen
Analysen die Dienstleistungsqualität von Unternehmen und Branchen. Dem Verbraucher
liefert das Institut bedeutende Anhaltspunkte für Kaufentscheidungen. Unternehmen
gewinnen wertvolle Informationen für ihr Qualitätsmanagement.

"betrifft: Billige Brötchen"

In ganz Deutschland gibt es sie: Backshops, die billige
Brötchen anbieten. Die Selbstbedienung lockt mit tiefen
Preisen und stellt eine enorme Konkurrenz für die
traditionellen Bäckereien dar. Manche sind diesem Druck
nicht mehr gewachsen, wie das Ehepaar Müller aus Karlsruhe.
Ihr Familienbetrieb weicht dem Druck der Billigkonkurrenten.
„betrifft“ begibt sich auf die Spur der Teiglinge, am 14.
Dezember um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen.

Susanne und Peter Müller aus Karlsruhe schließen ihre
Bäckerei. Jahrelang hatte das Ehepaar täglich 13 Stunden
geschuftet – jetzt müssen sie dem Druck der Billigbäcker
weichen. Wie den Müllers erging es im vergangenen Jahr 1.300
Bäckereibetrieben in Deutschland. Das traditionelle Handwerk
scheint am Ende zu sein. Doch wer backt anstelle der Müllers
und der anderen Betriebe mittlerweile die Ware? Die Branche
der Billigbäcker müht sich, nach außen ein Image von
Tradition und Handwerk zu wahren. In Wirklichkeit aber legen
ihre Produkte Tausende von Kilometern zurück. Tiefgefrorene
Teiglinge, irgendwo in Europa produziert, werden in
Backshops oder Bäckereien vom Verkaufspersonal fertig
gebacken. Die Branche lässt sich ungern in die Karten
schauen. Moderne Backwaren sind zunehmend auch High-Tech-
Produkte der Lebensmitteltechnik. Um den komplexen
Anforderungen industrieller Massenproduktion zu genügen,
muss die Branche zu raffinierten Tricks und Techniken
greifen. Auf der Spur der Teiglinge reist „betrifft“ durch
Großbäckereien in Deutschland und Polen, durch die Labore
der Hamburger Mühlenchemie sowie des dänischen
Backmittelherstellers Novozymes. Und begleitet den
Karlsruher Bäcker Peter Müller nach 30 Berufsjahren bei der
Abwicklung seines Betriebes.

Die Dokumentation „betrifft: Billige Brötchen“ läuft am
Mittwoch, den 14. Dezember um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen.
Journalisten finden den Film vorab im passwortgeschützten
Vorführraum im SWR-Presseportal unter:
www.presseportal.swr.de

Die SWR-Dokumentationsreihe „betrifft“ ist immer mittwochs
um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen zu sehen. Die 45-minütigen
Filme befassen sich intensiv mit gesellschaftlich relevanten
Themen, die zugleich ein breites Publikum ansprechen.

Die Spur der Teiglinge – Am 14. Dezember um 20.15 Uhr im SWR
Fernsehen

Gesucht und gefunden: Brot mit Charakter

Tiefkühlteiglinge vom Discounter, Fertigmischungen vom
Bäcker. Wer heute Brot mit Charakter essen möchte, hat es schwer. Die gute
Nachricht: Zusatzstofffreie Rezepte und traditionelles Bäckerhandwerk kommen wieder
in Mode. Der Trend geht wieder zu mehr Geschmack und zum sogenannten
SlowBaking. Das berichtet jetzt die aktuelle Ausgabe von BEEF!.
Seit langem arbeiten Bäckereiketten, Lebensmitteldiscounter und auch viele
selbstständige Bäcker mit Fertigbackmischungen und Teig aus der Tiefkühltruhe.

Den
Weg zurück zu gutem Brot zeigt die neueste Ausgabe von Beef!.

Das Kochmagazin für
Männer stellt die traditionelle Herstellungsweise des SlowBaking vor, die in ganz
Deutschland immer mehr Anhänger findet. Bundesweit haben sich im Verein
SlowBaking mehr als 100 Bäckereien zusammengetan. Ihr Konzept: Beste natürliche
Zutaten, innovative Rezepte und die auf langer Teigführung und Teigruhe basierende
traditionelle Backweise. Das Gebäck soll gut schmecken und länger frisch bleiben. Die
Bäckereien, die ihre Teige mit nichts als Wasser, Sauerteig, Hefe und Salz herstellen,
bieten ein ausgesuchtes Sortiment an. Mit dem „Slow-Baking“-Siegel werben darf ein
Bäcker erst nach bestandener Qualitätskontrolle des Instituts für Getreideverarbeitung
(IGV) in Potsdam. SlowBaking-Bäckereien in Ihrer Nähe finden Sie unter
www.slowbaking.de

Bäckereien verkaufen JunkFood

Eat Smarter deckt versteckte Fett-Fallen beim Bäcker auf

Die neue Zeitschrift zum Web-Angebot EatSmarter.de hat in einer groß angelegten, chemischen Untersuchung typische Bäcker-Snacks auf ihre Bestandteile untersuchen lassen. Das renommierte Hamburger Eurofins-Labor hat Bäckerei-Snacks aus Köln, München und Hamburg untersucht. Erschreckendes Ergebnis: Sehr viele „Teilchen“ beim Bäcker von nebenan sind nicht nur wahre Kalorienbomben, sie enthalten oftmals auch extreme hohe Anteile der ungesunden Transfette. So bringt es ein einziger Streuseltaler der Bäckereikette Kamps bei rund 288 Gramm auf satte 1.210 Kalorien. Das ist bereits die Hälfte des Kalorien-Tagesbedarfs in einem einzigen Teilchen.

Oftmals liegen ungesunde Transfett-Kracher in Bäckereien direkt neben gesünderen Backwaren. So brachte es ein Apfel-Zimt-Ring im Eat-Smarter-Test auf über 12 Gramm an ungesunden Transfettsäuren bei nur 130 Gramm Gesamtgewicht. Transfette stehen bei Ernährungswissenschaftlern im Verdacht, ungesundes Cholesterin und Krankheiten wie Diabetes zu fördern.

Bedenklich: Transfette und andere Bestandteile müssen bei offen verkauften Nahrungsmitteln nicht ausgewiesen werden. Ohne chemische Analyse ist es für Verbraucher nicht nachvollziehbar, was in den süßen Teilchen von der Bäckertheke drin steckt. Eat Smarter hat herausgefunden: Die Werte der offiziellen Datenbank Bundeslebensmittelschlüssel stimmen nicht mit der fetten Wirklichkeit überein. In der Realität kann der Gehalt an gesättigten Fettsäuren um bis zu 30 Prozent höher liegen. Teilweise liegt der Kalorien- und Fettgehalt einzelner Back-Snacks sogar höher als bei einem Bic Mac von McDonald’s. Bäckereien sind so unbemerkt zu Junk-Food-Anbietern geworden.

www.eatsmarter.de

Butterbrezeln und Pizza-Snacks stark im Kommen bei Bäckereien

CHD-Expert-Studie über F&B-Trends: Noch dominiert das belegte Brötchen

Pizza „to go“ ist ein Renner in Bäckereien. Fast drei Viertel aller Bäckerfachgeschäfte mit heißen Snacks im Sortiment führen dieses bei Jung und Alt beliebte Produkt. Bei den kalten Speisen zum Mitnehmen dominieren das (klassische) belegte halbe Brötchen und – das ist neu in ganz Deutschland – Butterbrezeln. Das Snackangebot in den deutschen Bäckerfilialen wächst stetig und ist neben dem Verkauf von Brot und Backwaren zu einem stabilen Umsatzfaktor geworden. Dies geht aus der Studie „Backgewerbe 2009“ des internationalen, auf den Außer-Haus-Markt spezialisierten Marktforschungsinstituts CHD Expert hervor. Für den aktuellen Branchenreport wurden knapp 700 Bäckereifachgeschäfte in ganz Deutschland befragt.

„Kalte Snacks auf dem Web von oder zur Arbeitsstelle sind für viele Bäcker ein wichtiger Faktor zur Kundenbindung geworden“, erläutert Thilo Lambracht, Geschäftsführender Gesellschafter der CHD Expert (Deutschland) GmbH. Dagegen bieten derzeit nur 36 Prozent der Bäckerfilialen auch warme bzw. heiße Snacks an. Entsprechend geringer ist der Anteil der Stammkäufer.

Im Snackangebot dominiert das klassische, belegt halbe Brötchen. „Die Käse- oder Salamistulle trifft eben den allgemeinen Geschmack immer noch am Besten“, konstatiert Lambracht. Im Trend liegen Butterbrezeln – der herzhafte Snack aus Süddeutschland ist mittlerweile in ganz Deutschland zu haben. 43 Prozent der Bäcker haben Butterbrezeln ständig im Angebot. Der oft hervor gehobene Boom von gemischtem Salat findet in den Bäckereien nicht statt. Lediglich ein Viertel der Betriebe bieten verzehrfertige Salate.

Beim Getränkeangebot vertrauen die Bäcker auf etablierte Standards wie Mineralwasser, Säfte, Schorlen und Milch. Lediglich elf Prozent haben auch moderne Wellnessgetränke oder Bio-Limonaden im Sortiment. Auch beim Kaffee wird auf das Normalangebot eines Vollautomaten vertraut. Nur vier Prozent der Bäckereifilialen setzen auch auf Espresso aus speziellen Siebträgermaschinen.

„Wichtig für den Bäcker ist die breite Akzeptanz bei seiner Zielgruppe. Trendige Neuheiten werden mit Zurückhaltung betrachtet“, analysiert Lambracht. Bei neuen F&B-Ideen komme es darauf an, ob eine Mindestmenge abverkauft werden könne. Aufwendige Speisen in geringer Stückzahl seien nicht interessant.

Über die Publikation: Der Branchenreport „Backgewerbe 2009“ erschien im Februar und beinhaltet die Ergebnisse aus einer umfassenden Befragung unter 683 Bäckereifachgeschäften in Deutschland. Umfang: 81 Seiten. Kosten: 750 Euro. Bestellbar unter www.foodservice-shop.com

Über CHD Expert (Deutschland) GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und ist heute als CHD Expert (Deutschland) GmbH international tätig mit Partnern in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA, Kanada und Asien. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien. Mehr unter: www.chd-expert.de

INTERNORGA zeigt neue Trends und Produkte

Snacks als Umsatzbringer für Bäckereien

INTERNORGA zeigt neue Trends und Produkte

INTERNORGA 2010 – Die Leitmesse für den Außer-Haus-Markt

Vom 12. bis 17. März 2010 auf dem Hamburger Messegelände

Der stetig wachsende Anteil kleinerer Haushalte und berufstätiger Frauen sowie die rückläufige Zahl an Kindern beeinflussen das Konsumverhalten seit Jahren. Hinzu kommt ein verändertes Arbeits- und Freizeitmuster der Menschen, die immer häufiger außer Haus essen. Davon profitieren Bäckereien und Backshops mit eigenem Snack-Sortiment. Die INTERNORGA zeigt vom 12. bis 17. März 2010 auf dem Hamburger Messegelände die neuen Trends und Produkte, mit denen Bäcker, Konditoren und Backshop-Betreiber ihren Umsatz steigern können. Neben dem kompletten Angebot für Bäckereien und Konditoreien, das auch die technische Ausstattung der Betriebe sowie den Ladenbau beinhaltet, präsentieren die rund 1.000 ausstellenden Unternehmen auf der internationalen Fachmesse Innovationen, Konzepte und Komplettlösungen aus allen Bereichen des Außer-Haus-Marktes.

Dem seit einigen Jahren in den meisten europäischen Ländern zu verzeichnenden Rückgang des Verzehrs von Backwaren zu Hause stehen deutliche Steigerungsraten im Außer-Haus-Verzehr gegenüber. Dies hat zu Verschiebungen im Sortiment der Backwarenbranche geführt. So zeigt der Absatz von ganzen Broten eine stagnierende bis leicht rückläufige Tendenz, während der Snackbereich deutliche Zuwächse erzielt und neue Produkte boomen. Neben belegten Brötchen, Wraps und Ciabatti haben immer mehr Betriebe auch internationale Spezialitäten wie Donuts, Bagels, Muffins oder Fladenbrote im Angebot.

Die steigende Bedeutung von Snacks für die Branche belegen Zahlen vom Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerks. „Von April 2007 bis März 2008 misst CRESTonline (Consumer Reports on Eating Share Trends, der Gold-Standard für Markt-Informationen im Foodservice-Markt der npdgroup GmbH) in Deutschland ein Umsatzvolumen von 63,73 Milliarden Euro für den Außer-Haus-Markt. Davon entfallen 91,3 Prozent auf kommerzielle Gastronomie und 8,7 Prozent auf die Arbeitsplatzverpflegung“, erläutert Diplom-Volkswirtin Anna Markowski vom Zentralverband. Im Quickservice-Bereich haben Bäckereien inzwischen einen Anteil von 3,7 Prozent am Gesamtumsatzvolumen des Außer-Haus-Marktes. Im März 2007 waren es noch lediglich 1,8 Prozent gewesen.

Diese Verdopplung des Marktanteils binnen zwölf Monaten bewirkt, dass drei Viertel der Entscheider in Backfilialen und mittelständischen Bäckereien mittlerweile auf den profitablen Geschäftsbereich mit warmen Speisen zum Mitnehmen setzen und diesen kontinuierlich ausbauen. Dabei steht der Convenience-Charakter der Waren stark im Vordergrund. Rund 75 Prozent der Bäcker bieten ihre Snacks für den Unterwegsverzehr an. Knapp 60 Prozent stellen die rasche Speisenausgabe und Verzehrfertigkeit der Snacks in den Vordergrund. Dies geht aus einer kürzlich erstellten Untersuchung des Marktforschungsinstitutes CHD Expert Deutschland hervor.

„Die Bäckerei streicht ihre Snack-Kompetenz deutlicher heraus“, analysiert Thilo Lambracht, Außer-Haus-Markt-Experte bei CHD Expert. Snacks vom Bäcker sind quasi für die Multi-Tasking-Generation ausgerichtet: in der linken Hand das iPhone, in der rechten Hand das lecker belegte Brötchen. „Take away“ spielt vor allem bei den Filialisten eine herausragende Rolle. Warme Snacks müssen besonders morgens und mittags zur schnellen Mitnahme geeignet sein. Für die meisten Betriebe ist neben der Qualität des Snackangebots auch eine ansprechende Präsentation der Ware von Bedeutung. „Der moderne Bäcker kann mit einer Auswahl von drei bis fünf verschiedenen warmen Snacks ordentlich Umsatz und Gewinn machen“, konstatiert Lambracht.

Einen umfassenden Überblick über aktuelle Trends und neue Produkte im Snackbereich gibt die INTERNORGA. Die Bandbreite reicht von TK-Backwaren und -Konditoreiprodukten über Frischteigwaren bis hin zu Fingerfood und Pizza sowie Zwiebel- und Flammkuchenspezialitäten. Bäcker und Konditoren erhalten auf der internationalen Fachmesse auch Anregungen, wie frisches Gemüse und Obst das Angebot von Bagels, Wraps oder Muffins ergänzen können. Neben den Zwischenmahlzeiten wünscht der Kunde ebenfalls ein breites Sortiment an Soft- und Heißgetränken, insbesondere Kaffee in allen Variationen. Auch hier präsentiert die INTERNORGA als Leitmesse für den Außer-Haus-Markt ein vielfältiges Angebot mit Kaffee- und Espressomaschinen, Röstungen und Zubehör sowie Fruchtsäften, Soft- und Energy-Drinks.

Die INTERNORGA, 84. Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien ist vom 12. bis 17. März 2010 täglich von 10 bis 18 Uhr auf dem Hamburger Messegelände geöffnet. Das Angebot für Bäcker und Konditoren findet sich in der Halle B6. Eintritt: 26 Euro (Zweitageskarte 36 Euro), Fachschüler: 12,50 Euro. Der Einlass erfolgt nur nach Legitimation als Fachbesucher.

www.internorga.com

Entdeckungsreise durch das kulinarische North Carolina

Entdeckungsreise durch das kulinarische North Carolina

Die neuen „Taste Carolina Gourmet Food Tours“ gewähren Besuchern exklusive Einblicke in die Kulinarik der Triangle Region

Ab sofort bietet North Carolina eine neue kulinarische Attraktion: Die Taste Carolina Gourmet Food Tours führen Besucher zu Fuß oder mit dem Bus zu sagenumwobenen Restaurants, Bauernhöfen, Bauernmärkten, Bäckereien und Fachgeschäften der Region. Ein erfahrener Guide versorgt die Teilnehmer mit umfassenden Informationen zur Geschichte, Architektur und Kulinarik der Region. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem historischen Hintergrund der Nahrungsmittel und auf der Zubereitung und Herkunft der Köstlichkeiten.

Die Touren gewähren den Besuchern einen Blick hinter die Kulissen, da Restaurantbesitzer, Chefköche, Kunsthandwerker und Bauern bereitwillig alle Fragen beantworten.

Taste Carolina bietet dreistündige geführte Wanderungen für umgerechnet rund 25 Euro pro Person, eine halbtägige Barbecue Tour für circa 42 Euro pro Person sowie Happy Hour Tapas Touren zu verschiedenen Hot Spot Restaurants in Raleigh, Durham and Chapell Hill an. Zudem gibt es private Touren, die auf individuelle Wünsche eingehen, wie zum Beispiel ein Kochkurs zu zweit oder eine Party für 200 Personen.

Weitere Einzelheiten zu den Taste Carolina Gourmet Food Tours auf www.tastecarolina.net

Allgemeine Informationen zum US-Bundesstaat unter www.visitnc.de

10. Tag des Butterbrotes

Am 26. September 2008 steht wieder Deutschlands beliebter Snack im Mittelpunkt

»Achtung, fertig, Butterbrot!« heißt es am 26. September, wenn deutschlandweit in rund 5.000 Bäckereien wieder der Tag des Butterbrotes gefeiert wird. Dieses von der CMA seit zehn Jahren durchgeführte Event wird auch 2008 von »meine Familie & ich«, Deutschlands größter Food- und Genusszeitschrift, sowie vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks als Kooperationspartner unterstützt.

Im Vorfeld des Aktionstages rief die CMA zusammen mit »meine Familie & ich« Butterbrotliebhaber auf, ihre Lieblingsrezepte einzusenden. Gesucht waren entsprechend dem Aktionsmotto leckere Butterbrotrezepte, die schnell zuzubereiten sind. Die fünf Siegerrezepte werden nun im Rezept-Booklet veröffentlicht, das in den teilnehmenden Bäckereien am 26. September 2008 ausliegt. Im Booklet lockt zusätzlich ein attraktives Gewinnspiel: Zu gewinnen ist 3x ein Familienurlaub auf einem Milchbauernhof in Deutschland. Bäckereien aus ganz Deutschland nehmen auch in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Aktionen am Tag des Butterbrotes teil und präsentieren ausgefallene Butterbrot-Kreationen. Welche Bäckereien teil nehmen, erfahren Interessierte ab 25.08.2008 unter www.cma.de und auf www.lustaufgenuss.de .

Der enorme Zuspruch, den der »Tag des Butterbrotes« jedes Jahr genießt, zeigt, wie beliebt dieser traditionelle deutsche Snack auch heutzutage ist. Dies belegt auch eine gemeinsame Online-Befragung von CMA und »meine Familie & ich«: »Butterbrot« weckt äußerst positive Assoziationen: etwa ein Drittel denkt bei »Butterbrot« an puren Genuss, ein weiteres Drittel an die eigene Kindheit zurück. Zuhause schlemmen ist angesagt: 40% essen ihr Butterbrot am liebsten zu Hause an ihrem Lieblingsplatz; etwa die Hälfte der Befragten zieht den heimischen Esstisch vor. Und Butter gehört zum Leben dazu: Über 61% der Befragten können sich eine Leben ohne Butter nur schwerlich vorstellen, für fast 22% ist es undenkbar, auf den Genuss von Butter zu verzichten. »Ein knuspriges Bauernbrot mit kühler, zart schmelzender Butter ist nicht nur ein geschmackliches Highlight, sondern »Fast-Food« der gesunden Art«, sagt die Diplom-Ökotrophologin Ulrike Gonder.

Butter gibt es in Deutschland in drei Sorten: als Süßrahmbutter, Sauerrahmbutter und mildgesäuerte Butter. Diese drei Buttersorten bilden die Grundlage für viele köstliche Variationen. Mit den rund 300 Brotsorten, die in Deutschlands Bäckereien erhältlich sind, lässt sich für jeden Geschmack und jede Gelegenheit das passende Butterbrot kreieren. Butter nimmt verschiedenste Farben, Formen und Geschmacksnoten an – je nach Rezeptur und Zubereitung. Sie bietet Vielfalt und ist ein wichtiger Geschmacksträger in der guten Küche, denn sie verfeinert warme und kalte Speisen. Ob süß, ob mild oder pikant: Butter schmeckt einfach einzigartig.