Kulinarische Erlebnisse in Garmisch-Partenkirchen

Einmal im Leben Patissier sein? Seit Februar 2016 können Schokoladenfreunde ihre Pralinen in der neueröffneten Gläsernen Manufaktur der Chocolaterie nach Anleitung selber herstellen. In Garmisch-Partenkirchen gibt es wahre Genusskleinode, die es zu entdecken und erleben gilt: Von der Chocolaterie Amelie über Hobi’s Bäckerei hin zur Kaffeerösterei „Wildkaffee“ werden die Gaumen mit erlesenen Zutaten und außergewöhnlichen Kreationen verwöhnt. In der Ganzjahresdestination am Fuße der Zug- und Alpspitze erwarten die Besucher sowohl regionale Spezialitäten als auch internationale Kochkunst, denn die frische Luft und die vielen Freizeitangebote machen hungrig und Appetit auf mehr.

Alpenglühen, Richard-Strauss-Trüffel und gläserne Manufaktur
Über 50 Sorten hausgemachter Schokoladenbruch, 30 Sorten handgeschöpfte Tafelschokoladen und mehr als 50 Sorten Pralinen – die Chocolaterie Amelie ist ein Schlaraffenland für alle Schokoladenliebhaber und Naschkatzen. Seit 2003 bringt der Inhaber Franz Kässer sowohl Einheimische als auch Urlauber in seinen Ladengeschäften in Garmisch-Partenkirchen zum Dahinschmelzen. Seit Februar 2016 ist das Schokoladenparadies mit noch größerem Platzangebot in der traditionellen Ludwigstraße im Ortsteil Partenkirchen heimisch. Die neue Lokalität beherbergt auch die Gläserne Manufaktur: Die Besucher können dem Team um die Inhaberfamilie Kässer beim Kreieren der schokoladigen Wunderwerke durch eine Glaswand über die Schultern blicken. Hier können Interessierte auch selber bei Pralinen- oder Schokoladendessertkursen ihre Patisserie-Fähigkeiten testen. Die Besonderheit bei den Schokoladen ist beispielsweise die Einbindung von regionalen Produkten wie speziellen Kräutern. Franz Kässer hat als Hommage an Garmisch-Partenkirchen die Gapalade sowie Gapaline erschaffen: Feinste Schokolade und Pralinen mit Alpenkräutern verfeinert. Die Produkte werden sowohl für den eigenen Genuss und besonders gerne als Geschenk oder Souvenir gekauft. Alle Infos zu Öffnungszeiten und Seminaren gibt es hier: www.chocolaterie-gap.de

Dosenbrot, Marssemmeln und Hanfstangen in Hobi’s Backstube
In der Backstube von Inhaber Heinrich Hobmeier, genannt Hobi, können die Gäste immer auf eine Überraschung gespannt sein. Bereits die Geschäftseinrichtung mit Alienfiguren und fliegenden Untertassen in den Auslagen kündet von ungewöhnlichen Produkten. Der Bäckermeister stellt originelle und regionale Brot- und Semmelspezialitäten her und verwendet dabei heimische Kräuter. Sein wechselndes Sortiment reicht von rotgefärbten Marssemmeln über grüne Neptunwecken hin zu Aloe-Vera-Brötchen und vielem mehr. Eine besondere Kreation ist ein Dosenkuchen, den er mit sehr viel Einfallsreichtum und Erfindergeist geplant und umgesetzt hat – nachdem das Dosenbrot bei den Kunden rege Begeisterung gefunden hat. Hobi’s Backstube gilt bereits als echter Geheimtipp und wird sowohl von Einheimischen als auch von Gästen der beliebten Alpenregion rege besucht.

Wildkaffee, Hofladen und gläserne Küche
Der bekannte Ort in den Alpen hat noch viel mehr für den besonderen Geschmack zu bieten: Im „Wildkaffee“ können sich die Besucher von den Barista-Kunstfertigkeiten des ehemaligen Eishockey-Profis Leonhard „Hardi“ Wild und hausgemachten Köstlichkeiten verwöhnen lassen. Darüber hinaus bietet Hardi Baristakurse in der eigenen Rösterei außerhalb Garmisch-Partenkirchens an. Mit seinem Team verarbeitet er hochwertigen Rohkaffee, kauft diesen direkt bei den Kaffeebauern ein und sorgt damit für hochwertige Kaffeequalität. Auch beim Metzgerei Hofladen „Jochala“ in der Ludwigstraße oder dem Werdenfelser Hofladen in Garmisch erwarten die Gäste beste Qualität und regionale Produkten mit intensiven Geschmackserlebnissen von Wurst- bis hin zu Käsespezialitäten. Fast auf Sterneniveau zubereitet werden die Menükreationen im Restaurant „koch’s“ um den Küchenchef Steffen Koch in der zentral gelegenen Bankgasse. Eine Besonderheit des Restaurants ist die gläserne Küche, durch die man dem leidenschaftlichen Koch und seinem Team bei der Zubereitung der Speisen zusehen kann.
Weitere Informationen unter:
www.wild-kaffee.de
www.kochs-garmisch.de

Informationen zu Garmisch-Partenkirchen: www.gapa.de

Heinrich Wächter

Kochen, Backen, Rühren und Kneten hieß es für die Aldiana Miniköche Anfang April im Aldiana Fuerteventura. Miniköche-Chef Heinrich Wächter zeigte den Kleinen, worauf es in der Küche ankommt. Ebenfalls hinter dem Herd stand die Tochter von Mickie Krause. Begeistert schwang die Achtjährige gemeinsam mit den Nachwuchsköchen den Kochlöffel. Entertainer Mickie Krause war von der Kochkunst seiner „Mini-Köchin“ angetan und naschte gerne von den kulinarischen Köstlichkeiten der Sprösslinge.

Die nächste Runde der Aldiana Miniköche finden vom 6. bis 10. August und vom
13. bis 17. August 2012 im Aldiana Alcaidesa sowie vom 8. bis 12. Oktober und
15. bis 19. Oktober 2012 im Aldiana Tunesien statt. Dann rühren die Sechs- bis Elfjährigen wieder in den Kochtöpfen und lernen Wissenswertes rund um Ernährung. An fünf aufeinanderfolgenden Tagen erhalten die kleinen Chef de Cuisine in 60- bis 90-minütigen Kursen einen interessanten Einblick in die Welt des Kochens und Backens. Nach einer Einführung im Umgang mit Lebensmitteln machen die Kids einen Geschmackstest und gehen auf eine Tour durch die clubeigenen Kräutergärten. Danach bereiten sie in der Backstube leckere Süßspeisen zu und erfahren, wie man für die eigene Geburtstagsparty ein mehrgängiges Menü zaubert oder den Tag mit einem gesunden Power-Frühstück beginnt. Höhepunkt des Kurses ist die „Gala der Miniköche“, in der gemeinsam kleine Köstlichkeiten und Snacks kredenzt werden.

Wer nicht nur den Kochlöffel, sondern auch die Hüften schwingen will, ist bei den „Aldiana Dancing Mini Chefs“ vom 6. bis 10. August und vom 13. bis 17. August 2012 im Aldiana Alcaidesa richtig. Hier können die Kids parallel zum Kochkurs coole Choreografien zu Hip-Hop und Pop-Songs einstudieren. Gemeinsam mit den La Vida Loca Holiday Dancers und unter Anleitung der mehrfachen Europa- und Weltmeisterin im Latin, Hip-Hop und Showtanz, Sille Tischtau, erlebt der Nachwuchs eine unvergessliche Urlaubswoche.

Für 25 Euro pro Kind buchen Eltern beide Events für ihren Nachwuchs.

Heinrich Wächter arbeitet mit CHROMA type 301, die Aldiana Miniköche mit CHROMA Captain Cook Professional cnives for small hands

Backen für die Fassenacht

Was wäre die Fassenacht ohne Kreppel? Nach der Erstürmung des Rathauses in Laubach geht es immer ins alteingesessenen Café Göbel zum Kreppelkaffee.

Die kleine Stadt am Fuße des Vogelbergs hat Glück: der Prinz ist auch Bäcker und hat 300 Kreppel gebacken
– und die gehen alle weg – sie sind einfach zu gut.
In seiner Backstube zeigt er, wie das unwiderstehliche Schmalzgebäck gebacken und gefüllt wird.
Eine richtige Kunst!

Nina Thomas von Hessen à la Carte hat alles mit der Kamera festgehalten.
Der Konditor Gregor Gall steuert etwas Deftiges bei: zweierlei Quiche.
Zum Beispiel eine rote feurige mit Chili con Carne.
Eine gute Grundlage für das ein oder andere Gläschen Bier.
Ein altes Hausrezept von Oma Berta sind die Apfelsträubchen aus Brandteig.
Da hat Diddi ganz schön zu rühren und Zeit, ein bisschen zu erzählen.
Diese Fastnachtszeit ist sehr anstrengend für ihn:
abends auf die Sitzungen und in aller Herrgottsfrühe in die Backstube.
Aber er ist eben Karnevalist und Bäcker mit Leib und Seele.

HR-Fernsehen, 26.2.2011, 13 Uhr

Der Bäcker: Jochen Gaues

Jochen Gaues – der Bäcker der schönen und der Reichen. Für diesen Titel musste der Mann aus Hannover hart arbeiten. Nicht nur Filmstars wie Jack Nicholson oder Leonardo di Caprio lieben sein Brot, auch gekrönte Häupter wie König Juan Carlos mögen seine Backwaren.

Besonders stolz macht Jochen Gaues aber die Tatsache, dass die Sternegastronomie in ganz Deutschland auf ihn schwört. Diese Kunden wollen natürlich auch besonders betreut sein. Und so ist der Bäckermeister regelmäßig im Land unterwegs und besucht die Spitzenköche in ihren Luxusrestaurants.

Also raus aus der Backstube und hin zu Johann Lafer auf die Stromburg. Zum Schluss noch zur Küchenparty des 2-Sternekochs Christian Lohse nach Berlin und eine ‚anstrengende‘ Arbeitswoche ist zu Ende.

NDR, Mittwoch, heute, 18:15 – 18:45 Uhr

Von Honig bis Lebkuchen – in Gyula und Zalaegerszeg, Ungarn

Auch wer über Land reist, wird in der Weihnachtszeit das ein oder andere winterliche Festival in Ungarn entdecken. Etwa in Gyula in der südlichen Tiefebene oder in Zalaegerszeg in Westtransdanubien, nordwestlich des Balaton gelegen.

Vom 3. bis 5. Dezember 2010 geht es in Zalaegerszeg nämlich sehr süß zu – dann wird dort am 2. Adventwochenende das Honigfestival gefeiert. Auch wenn das breit gefächerte Programm unter anderem Fachprogramme rund um den Bienennektar enthält, es vor allem Honig- und Imkerprodukte zu bestaunen gibt und der Zug des Honig-Ordens durch den Ort zieht; es geht an den drei Tagen auch lockererer zu. Passenderweise gibt es etwa eine Ausstellung rund um Lebkuchen und einen Adventswettbewerb des Lebkuches. Gefeiert wird auf dem Ball des Ritterordens.

Eine Woche später stehen Honig und Lebkuchen dann auch im Südosten Ungarns im Mittelpunkt. Am 3. Advent (10. bis 12. Dezember 2010) lädt Gyula, unweit der rumänischen Grenze gelegen, ein, in die Fußstapfen von Hänsel und Gretel zu treten. Während der drei Festtage kommen aber nicht nur Honig und Lebkuchen als Leckereien zu Ehren, auch Kosmetika und Wettspiele rund um den Honig sowie Geschmacks- und Schönheitswettbewerbe zum Lebkuchen sind eingeplant. Für Kids gibt es zudem eine Backstube und eine Spekulatius-Werkstatt, für Abwechslung sorgt ein Marionettentheater. Die Großen informieren sich auf der Imker-Messe oder bei den Fachvorträgen und Ausstellungen.

Für auswärtige Besucher gibt es ein Adventsprogramm im Burgmuseum sowie Ausstellungen und Kostproben im Erkel-Haus (erinnert an den ungarischen Komponisten), Ladics-Haus (bekannt für den Zopfstil von Antal Czigler), Hentes Museum und der 100-jährigen Feinbäckerei (ebenfalls erbaut von Czigler, zum Teil noch mit Originalausstattung wie alten Thonetstühlen oder Tischen mit weißen Karrara-Marmorplatten). Außerdem wird extra eine Gyulaer Honigwurst kreiert.

Stollen Produktion

Unser Leser Henrik Schellhoss meldet uns:
Durch einen glücklichen Zufall sind wir in den Besitz einer voll funktionsfähigen Backstube gekommen und bieten nun unsere Stollenproduktion an. Stolle ist nicht gleich Stolle und aus diesem Grund haben wir uns einen Fachmann mit ins Boot geholt. Diese Person ist der ehemalige Eigner der Backstube und Konditormeister in Person (Er war ebenfalls Jahrzehnte Lang im Prüfungsausschuss der Konditoren und hilft uns bei der Umsetzung).

Was uns begeisterte, war der Geschmack der Stolle und die Art der Zubereitung und der Reifung dieser süßen Delikatesse.
Mittlerweile haben wir, ohne das wir viel Werbung machen, 600 Stollen als Vorbestellung für dieses Jahr. Viele Firmen die die Qualität dieser Stolle schätzten, konnten wir begeistern auch dieses Jahr wieder zu bestellen.

Wir starten Ende September mit einer kleinen Proben Produktion und werden dann ab Mitte Oktober in die Produktion einsteigen.
Wir bieten den Stollen als Versand-Präsent oder zur Abholung an.

Unter www.kochmuetzen.net erfahren alle Interessenten demnächst mehr.

Traditions-Bäckerei Schaan wird 200 Jahre alt

Ein Fest in der Backstube für die ganze Familie

Es gibt sie noch: Familien-Unternehmen, die erfolgreich ihren Weg gehen. Auch die Familien Stockmann und Grieshaber aus Frankfurt gehören dazu: Grundsolide fleißige Bäckersleut‘, die durch ihrer Hände Arbeit viel erreicht haben. Genau 200 Jahre ist es her, dass Johannes Schaan die Gemeinde-Bäckerei in Frankfurt Seckbach erwarb und dort 1810 den Grundstein für ein erfolgreiches Unternehmen legte. Sein Name wurde beibehalten und steht heute für ein kleines Imperium. Mittlerweile gibt es in und um Frankfurt 36 Schaan-Filialen und zahlreiche Verkaufsstellen mit über 250 Mitarbeitern. Sie alle gehören zur großen Familie der Traditions-Bäckerei Schaan. Das Herz der Bäckermeister schlägt in jedem Brot, das die Backstube in Niederdorfelden bei Bad Vilbel verlässt. Hier läuft alles zusammen, hier stehen die Backöfen und auch neue Ideen werden hier entwickelt. Und deshalb war es auch keine Frage, wo die große Geburtstagsparty zum 200. Bestehen ausgerichtet werden soll: Mittendrin – dort, wo von früh bis spät gebacken wird. Am Sonntag, den 2. Mai sind alle eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und kräftig mit zu feiern. Um 10.30 Uhr geht’s los, und um 17.00 Uhr endet das Fest. Dann zieht wieder der Alltag ein, und der beginnt ziemlich früh in Niederdorfelden, An der Rosenhelle 4a. Doch zuvor wird gefeiert – mit vielen Attraktionen .

Auf Spiel und Spaß, zahlreiche Info-Parts sowie auf Süßes und Herzhaftes aus der Backstube darf man sich freuen. Der Eintritt ist frei. Für alle Speisen und Getränke wird ein symbolischer Preis erhoben. Die Einnahmen kommen in Form von Spenden sozialen Einrichtungen zugute. Mit dabei sind Starkoch Mirko Reeh, die Spieler der Eintracht, das Spielmobil vom Abenteuerspielplatz Riederwald und viele gute Geister. Auch der Entertainer und Travestie-Künstler Thomas „Bäppi“ Bäppler schaut vorbei. Alle zusammen tragen sie dazu bei, dass dieser Geburtstag unvergesslich wird. Ein professioneller Moderator führt durch den Tag. In drei Kochshows präsentiert Mirko Reeh sommerlich leichte Gerichte mit hessischem Anklang. Viele Tipps und Kniffe für den Küchenalltag sind mit dabei. Eintracht-Fans dürfen sich auf Autogramme freuen. Die kleinen Gäste werden liebevoll betreut und können sich beim Kinderbacken mit Cookies und Hefegebäck aus eigener Hand versorgen.

Wer sich für die Arbeit der Bäckermeister interessiert, schließt sich dem Rundgang auf der Spur von Brot und Brötchen, Kuchen und Gebäck an. Hier erfährt man dann auch alles über die Herstellung einer Brot-Spezialität auf die man bei den Schaans ganz besonders stolz ist: Das „Ausgehobene“. Es wird wie vieles im Backhaus in handwerklicher Tradition hergestellt. Das ist einer von vielen Faktoren, die zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben. Mittlerweile ist bereits die 7. Generation aktiv. Und genauso soll es weitergehen.

Weitere Infos über die Firmengeschichte auch unter: www.schaan.de

Törtchen, Torten, Hochzeitstorten

In der Reihe Hessen à la Carte
Von Nina Thomas
11.4.2010, 12:45, HR-Fernsehen

In Laubach am Fuße des Vogelsbergs steht ein Schloss, das sich wunderbar für Hochzeitsfeiern eignet. Im Cafè Göbel direkt daneben kreiert der Konditor Didi dafür die schönsten Hochzeitstorten. Aber nicht nur die – Torten für alle Gelegenheiten und die süßen kleinen Cup-Cakes entstehen hier. Hessen à la Carte war in der Backstube und beim Anschneiden der Torte dabei.

Erste Obstbrennerei im Oderbruch

Erste Obstbrennerei im Oderbruch

Jeden Monat stellt das Brandenburger Landwirtschaftsministerium ein Förderprojekt in den Mittelpunkt, das im Land im Rahmen des EU-Agrarfonds ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes) umgesetzt wird. Das ELER-Projekt des Monats Februar ist die Hofmanufaktur im Landkreis Märkisch-Oderland: Hier werden 22 Hektar Streuobstwiesen bewirtschaftet, Schafe gehalten sowie eine Mosterei und die Erste Oderbruchbrennerei betrieben.

Ein Förderziel im Rahmen der ländlichen Entwicklung ist die Stärkung von Landwirtschaftsbetrieben, aber auch die Wiederinbetriebnahme ehemals landwirtschaftlicher Betriebe, betont Brandenburgs Agrarministerin Jutta Lieske: „Dabei stehen wirtschaftlich stabile Projekte ebenso im Fokus wie Landschaftsentwicklung und die Bewahrung regionaler Spezialitäten.“

Säfte, Obstbrände und Schafe bilden seit 2007 die wirtschaftliche Grundlage der Hofmanufaktur Neurüdnitz. Zu den 22 Hektar bewirtschafteten Streuobstwiesen, der Mosterei und der Schafherde kam Mitte 2009 die Erste Oderbruchbrennerei hinzu. Neben der Herstellung hochwertiger Obstsäfte, wird nach der Sanierung in einem früheren Stallgebäude ein Teil der Äpfel und andere Obstarten zu feinem Obstbrand veredelt. Die Hofmanufaktur entstand auf einer Mittelbauernwirtschaft, die der Inhaber Christian Filter mit seinem Betrieb wieder landwirtschaftlich nutzte. Dabei kamen dem Architekten, der schon viele Projekte der ländlichen Entwicklung betreut hat, seine breiten Erfahrungen zugute. Angefangen hat es mit der Sanierung des Bauernhauses aus dem 19. Jahrhundert, der Erweiterung der Schafherde und der Anlage neuer Streuobstwiesen. 2008 wurde eine große alte Presse angeschafft und mit der Vermarktung der Lohnmosterei begonnen. Mittlerweile werden jährlich rund 50 Tonnen Obst verarbeitet. Die hochwertigen Obstsäfte sind weit über die Grenzen der Region hinaus beliebt – zu den Kunden gehören Bio-Läden, Feinkostgeschäfte und Restaurants.

Sortenreine Edelobstbrände in limitierter Auflage

Ziel der Hofmanufaktur ist der Erhalt alter Obstsorten und regionaler Streuobstwiesen.
Mit einem hohen Anspruch an Qualität und handwerkliche Verarbeitung, werden aus aromatischen alten Obstsorten hochwertige regionale Spezialitäten hergestellt.

Mit ELER-Mitteln konnte der ehemalige Schweinestall saniert werden und beherbergt heute die Brennerei sowie eine Backstube und ein Büro. In der Brennerei wird ausschließlich vollreifes und gesundes Obst zu sortenreinen Destillaten veredelt. Handarbeit von der Ernte bis zur Verarbeitung sichert die hohe Qualität der Brände. Im Herbst 2009 wurde der erste Obstbrand destilliert, der nun bis zur Erlangung seiner endgültigen Trinkreife etwa ein Jahr im Keller der Hofmanufaktur lagert.

Ingesamt wurden für die Gebäudesanierung und den Ausbau des ehemaligen Schweinestalls mit Einbau einer Brennereianlage, Backstube, Hofladen und Büro Euro 156.296 investiert. Die Gesamtzuwendung belief sich auf Euro 70.333 davon Euro 52.750 aus dem ELER und Euro 17.583 vom Land Brandenburg.

Dem Projekt lag die Richtlinie zur Integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) und LEADER des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg zugrunde.

Weitere Informationen zum ELER unter:

www.eler.brandenburg.de

Essgeschichten

NDR, Montag, 13.07. um 13:00 Uhr

Essgeschichte(n)

Emmer und Einkorn – Artenvielfalt in der Backstube

Emmer und Einkorn sind uralte Weizensorten. Mit ihnen begann der Ackerbau in Europa. Das alte Getreide erlebt inzwischen eine kleine Renaissance. Es wächst gut auf mageren Böden, braucht wenig Dünger und ist resistent gegen einige Krankheiten. Ein der Region „angepasstes“ Getreide also. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft und durch veränderte Ernährungsgewohnheiten wurden diese Sorten vom Weichweizen verdrängt. Inzwischen widmen sich vor allem Biolandwirte wieder dem „Urgetreide“, so wie eine Erzeugergemeinschaft in Hohenlohe. Und auch die Verbraucher schätzen den aromatischen nussigen Geschmack der Produkte, vor allem Weizenallergiker. Das Hohenloher Getreide wandert über die Backstube von Bernd Sigel aus Weilheim/Teck als Brot bevorzugt in den Großraum Stuttgart. Gasthäuser verwenden das Getreide in bäuerlicher Kochtradition für eine moderne Vollwertküche. Und selbst Brauereien entdecken den Emmer als Grundstoff für ihr Bier.