Frischeparadies Berlin-Charlottenburg mit 15 % Rabatt am Azubi-Tag

Für 22 Auszubildende wird Donnerstag, der 28. April 2016, ein großer Tag und eine neue Herausforderung. Dann nämlich tragen sie selbst die Verantwortung im Frischeparadies Berlin-Charlottenburg. Die knapp zwei Dutzend Azubis aus den Niederlassungen in Stuttgart, Hamburg, Köln, Essen, Berlin und Innsbruck wurden von den Betriebsleitern ihrer Ausbildungsorte im Vorfeld nominiert. Damit haben sie sich qualifiziert, einen Tag lang sämtliche Positionen und Prozesse in einer Filiale von Deutschlands größtem Lieferanten für Feinkost und Delikatessen eigenständig zu leiten. Alle Posten im Markt, von der Gemüseabteilung über die Fischtheke und von den Weinregalen bis hin zu den Kassen, werden mit Nachwuchsmitarbeitern besetzt. „Die letzten Jahre haben uns gezeigt, dass es sich lohnt, wenn unsere Azubis selbstbestimmt arbeiten und auch mal auf sich gestellt sind“, erklärt Matthias Rechel, Betriebsleiter im Frischeparadies Berlin-Charlottenburg. „Die Auszubildenden haben den Markt nicht nur im Griff, sondern auch noch jede Menge Spaß. Das sorgt an diesem Tag auch bei den Kunden für ein neues Einkaufserlebnis.“

Damit die Auszubildenden gut vorbereitet in den Tag starten, haben sie gemeinsam mit Matthias Rechel den Aktionstag im Voraus genau geplant. Der Betriebsleiter stand ihnen dabei beratend zur Seite, versuchte aber, sich nicht zu sehr einzumischen. „Wir geben unseren Auszubildenden die Chance, ihre eigenen Ideen umzusetzen, und sind für sie da, wenn sie unsere Hilfe brauchen. Damit zeigen wir den jungen Leuten, dass wir ihnen absolut vertrauen“, so Rechel.

Der Azubi-Tag findet am Donnerstag, dem 28. April 2016, im Frischeparadies Berlin-Charlottenburg in der Morsestraße 2 statt. Der Markt ist an diesem Tag von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Die Kunden erhalten 15 Prozent Cash & Carry Rabatt auf das gesamte Sortiment, mit Ausnahme von Angeboten. Zusätzlich haben die Azubis zehn Lieblingsprodukte aus dem Sortiment ausgewählt, auf die es noch einmal einen gesonderten Rabatt gibt. Verschiedene Frischeparadies-Lieferanten laden außerdem zu Verkostungen im Markt ein.

www.frischeparadies.de

Hotelschool The Hague

Die Fachhochschule für Hotelmanagement in Den Haag erhält immer mehr Zulauf aus Deutschland.
Besonders das International Fast Track Programme ist bei Auszubildenden gefragt.

Mit fast 180 Studenten aus Deutschland ist die Hotelschool The Hague einer der größten Ausbilder im Ausland für deutsche Nachwuchskräfte der Hotellerie. Der Grund für die Beliebtheit der Fachhochschule für Hotel Management in Den Haag ist schnell gefunden: Immer mehr Spitzenpositionen der Branche werden durch Absolventen der Niederländischen Business School besetzt. Zudem ist das (excellent beurteilte) Studium deutlich günstiger als an den teuren Ausbildungsinstituten in der Schweiz oder an den privaten Hochschulen für Hotelmanagement in Deutschland.

Mit zirka 40% an ausländischen Studenten, aus rund vierzig verschiedenen Staaten der ganzen Welt besitzt die Hotelschool The Hague einen ausgesprochen internationalen Charakter. Dieser ergibt sich jedoch nicht nur aus den vielen Herkunftsländern der Absolventen und Dozenten; die Schule konnte in jahrelanger Arbeit ein globales Netzwerk erschaffen, das den Studenten die Möglichkeit gibt weltweit die beiden vorgeschriebenen Praktika auf operativer sowie auf Management Ebene zu absolvieren. Zudem wird der anspruchsvolle Lehrplan stetig auf die Entwicklungen der Branche angepasst, wodurch eine optimale Vorbereitung für den Weltmarkt gewährleistet ist.

Herausragende Beispiele für Karrieren in Deutschland von Absolventen der Hotelschool The Hague sind der Managing Director Central Europe bei NH Hotels Deutschland, aber auch der Generaldirektor des Hilton Berlin sowie der Generaldirector Swissotel Berlin. Sie sorgen selbst wiederum für interessante Praktika und sind wichtige Vorbilder für die Zukunftsgestaltung der jungen Absolventen.

Seit 2007 bietet die Fachhochschule (mit Niederlassungen in Den Haag und Amsterdam) ein intensiviertes und zeitlich verkürztes Bachelor Programm an: Der International Fast Track (IFT). Dieses 2- jährige Curriculum ist für Studenten gedacht, die bereits einen Abschluss im Gastgewerbe absolviert haben und ist besonders bei den deutschen Auszubildenden sehr beliebt.

Paul von Schnurbein, ein deutscher Fast Track Student im 2. Semester, erklärt:
„Das International Fast Track Programme der Hotelschool The Hague ist für einen Auszubildenden in Deutschland wie maßgeschneidert: Sämtliche Lehrinhalte auf operativer Ebene fallen in diesem Programm weg, so dass die Kurse genau auf das fokussiert sind, was einem deutschen Auszubildenden mit (Fach-)Abitur fehlt: Business Management im Gastgewerbe. Darüber hinaus ist die Hotelschool The Hague die einzige Business School weltweit, die einen Bachelor Abschluss in so kurzer Zeit ermöglicht. Neben dem durch die Reputation in der Industrie bestätigten hohen Niveau besticht die Hotelschule durch einzigartig günstige Studiengebühren.“

Die 84-jährige Fachhochschule hat jedes Jahr zirka 40 deutsche Erstsemester. Susanne Stolte, Präsidentin der Hochschule, stellt heraus, dass die deutschen Studenten durch hohe Motivation herausstechen und durchschnittlich sehr gute Leistungen erbringen. Auch werden sie später als Mitarbeiter der vielen Hotelketten sehr geschätzt. „Die Hotelketten schicken fast wöchentlich Vertreter zu uns, um Praktikanten anzuwerben.“.

www.hdh.nl

Christoph Behrens

Zum 22. Mal fand der Wettbewerb um den „Maritim Pokal für Auszubildende“ statt. 24 Maritim Azubis des dritten Lehrjahres, acht Köche und je acht angehende Restaurant- und Hotelfachleute, hatten sich bereits im vergangenen Jahr für die Endausscheidung des jährlich stattfindenden Pokals qualifiziert. Nun wurden im Maritim Hotel Bremen die Sieger ermittelt.

An zwei Tagen kämpften die Finalisten um den begehrten Pokal in ihrem Fachbereich und mussten ihr Können in Theorie und Praxis unter Beweis stellen. Der Ablauf glich dem der IHK-Abschlussprüfung, die für die Auszubildenden bald bevorsteht – der „Azubi Pokal“ eignete sich somit als perfekte Vorbereitung.

Den Titel des besten angehenden Restaurantfachmann sicherte sich Christoph Behrens aus dem Maritim Hotel Magdeburg, der hier 2010 seine Lehre begann.

www.maritim.de

Charlene Arendt

Hiltons beste Azubis 2012: „Hilton Champs“ am vergangenen Wochenende im Hilton Berlin gekürt: Charlene Arendt und Luise Hänsel

Charlene Arendt, Koch-Azubi des Hilton Berlin, und Luise Hänsel, Hotelfach-Azubi des Hilton Dresden, sind die „Hilton Champs 2012“ – die Besten unter allen Auszubildenden von Hilton Worldwide aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bei dem Wettbewerb vom 17. bis zum 18. November 2012 im Hilton Berlin suchte – und fand – die Hotelgruppe im zweiten Jahr in Folge ihre Super-Azubis, die am vergangenen Sonntag in einer feierlichen Siegerehrung gekürt wurden. Ihnen winkt jetzt der Hauptpreis: jeweils eine Reise für zwei Personen in das berühmte Waldorf Astoria nach New York.

„Mit ‚Hilton Champs‘ haben wir einen weiteren Motivationsanreiz für unsere Auszubildenden geschaffen“, sagt Sabine Lohri, HR Director Northern & Central Europe von Hilton Worldwide. „Nicht nur der attraktive Preis, sondern auch die Möglichkeit, sein Können vor namhaften Experten zu zeigen und sich mit Kollegen aus anderen Häusern auszutauschen, macht diesen Wettbewerb so interessant.“
Insgesamt 27 engagierte Nachwuchskräfte traten am vergangenen Wochenende gegeneinander an, um ihr Wissen und ihre Fertigkeiten vor einer hochkarätigen Jury unter Beweis zu stellen. Der Wettbewerb teilt sich in zwei Gruppen: in angehende Köche und in Auszubildende aus Hotel– und Restaurantfach sowie aus dem kaufmännischen Bereich.

Am ersten Tag des Wettbewerbs ermittelte die Jury aus allen Teilnehmern die Finalisten, die bei einem von den Auszubildenden des Hilton Berlin organisierten Gala-Abend unter dem Motto „Flug in Richtung Erfolg“ bekannt gegeben wurden. Am Folgetag wurde dann ein Sieger je Kategorie ausgezeichnet.

Pro Hotel und Kategorie konnte sich jeweils ein Auszubildender im zweiten Lehrjahr für den Wettbewerb in Berlin qualifizieren. Voraussetzung waren hervorragende Leistungen im Hotel und in der Berufsschule sowie ein überdurchschnittliches Engagement wie zum Beispiel die aktive Teilnahme an internen Schulungen und Projekten. An den beiden Wettbewerbstagen wurde Hotellerie-Know-how in Theorie und Praxis abgefragt – von der Warenkunde über einen theoretischen Test zu Hilton Worldwide bis hin zur Zubereitung von Speisen oder zum Umgang mit Reklamationen. In einer Präsentation zum Thema „Executive Lounge – exklusiv genießen“ war außerdem die Kreativität der Kandidaten gefragt. Die Fachjury, der unter anderem Olivier Harnisch, Area Vice President Northern and Central Europe für Hilton Worldwide, angehört, zeigte sich beeindruckt von dem Wissen und dem Eifer der Kandidaten.

Der „Hilton Champ“-Wettbewerb ist nur ein Beispiel für das Engagement von Hilton Worldwide im Bereich der Nachwuchsförderung. Nicht ohne Grund wurde die Hotelgruppe beim Schülerbarometer Ranking 2012 im zweiten Jahr in Folge von Schülerinnen und Schülern unter die 100 beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands gewählt. Eine weitere Ausbildungs-Offensive heißt „Job Garantie 3+“. Sie garantiert allen Auszubildenden, die ihre Lehre in einem der Häuser von Hilton Worldwide mindestens mit der Note 3+ beenden, eine Übernahme in ein festes Anstellungsverhältnis. So möchte die Hotelgruppe auch zukünftig höchste Servicequalität und langfristige Mitarbeiterbindung sicherstellen.

Carolin Krüger

Meisterlicher Erfolg für Carolin Krüger, Auszubildende im Dorint Am Goethepark Weimar: Bei den 21. Thüringer Jugendmeisterschaften im Gastgewerbe errang die 21-Jährige den Sieg im Ausbildungsbereich Hotelfach. Und noch über einen zweiten Erfolg konnten sich Hoteldirektor Stefan Seiler und sein Team freuen: Der Auszubildende Peter Neutag kochte sich ebenfalls auf das Siegertreppchen. Er wurde Dritter bei den Köchen.

In jeder Berufsgruppe hatten sich acht Auszubildende für die Teilnahme an der Thüringer Jugendmeisterschaft qualifiziert. An zwei Tagen mussten sie sowohl ihr theoretisches Wissen als auch ihr fachliches Können unter Beweis stellen. Bezugnehmend zum bevorstehenden Messe-Event in Erfurt erstellten die Auszubildenden im Hotelfach eine Schautafel zum Thema „Olympiade der Köche IKA 2012“. Zur gleichen Thematik musste darüber hinaus ein Angebot für ein Wochenend-Package erarbeitet und in englischer Sprache ein Verkaufsgespräch geführt werden. Carolin Krüger meisterte die geforderten Aufgaben am besten und freute sich am Ende des zweitägigen Wettkampfes über den Titel Thüringer Jugendmeisterin. Sie vertritt nun den Freistaat auf nationaler Ebene bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Herbst in Bonn.

Für die Nachwuchsköche galt es, aus einem vorgegebenen geschlossenen Warenkorb, unter anderem gefüllt mit Forelle, Spargel, Kalbshaxe, Erdbeeren und dunkler Kuvertüre, ein Vier-Gang-Menü für acht Personen zusammenzustellen und zuzubereiten. Punkte von der Jury gab es nicht nur für Geschmack, Kreativität und Präsentation des Menüs, bewertet wurden auch Sauberkeit, Zeiteinteilung, Rohstoffverarbeitung und Arbeitstechniken. Peter Neutag freute sich am Ende der Meisterschaft über die Bronzemedaille.
Hoteldirektor Stefan Seiler ist stolz und glücklich über die hervorragenden Leistungen der beiden Auszubildenden. „Es ist zugleich eine Bestätigung der guten Ausbildungsarbeit, die das gesamte Team insbesondere aber die Abteilungsleiter und Ausbildungskoordinatoren in unserem Haus leisten“, sagte Seiler. Nach der IHK Auszeichnung zum hervorragenden Ausbildungsbetrieb vom vergangenen Jahr sei das ein weiterer schöner Erfolg für das Hotel. Jetzt heißt es für das gesamte Team Daumen drücken für Carolin Krügers Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften.

Dorint Hotels & Resorts: 140 neue Auszubildende starten in den Beruf

Gute Zukunftsperspektiven nach erfolgreichem Abschluss

Beruflicher Nachwuchs für die Dorint Hotels & Resorts: Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind in den 29 deutschen Hotels & Resorts insgesamt rund 140 junge Menschen in ihre berufliche Zukunft gestartet. Sie werden unter anderem zu Köchen, Hotelkaufleuten, Hotelfachleuten und Restaurantfachleuten ausgebildet. Zudem absolvieren in einigen Häusern Studenten der Tourismusbetriebswirtschaft ihr praktisches Studiensemester.

„Alle Hoteldirektoren der Dorint Hotels & Resorts nehmen die gesellschaftliche Verantwortung, für beruflichen Nachwuchs zu sorgen, sehr ernst“, sagt Guido Riepe, Mitglied der Dorint-Geschäftsführung und unter anderem zuständig für Personal. „Es ist für uns eine Verpflichtung, gesammeltes Wissen und Erfahrung an die junge Generation weiterzugeben. Davon profitieren langfristig auch die Dorint Hotels & Resorts.“

Nach dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss besitzen die Auszubildenden eine gute Zukunftsperspektive. Auch die Chance einer Übernahme ist vorhanden. „Wenn im Hotel keine feste Stelle frei ist, haben die Absolventen natürlich immer noch die Möglichkeit, in einem unserer 34 Dorint Hotels & Resorts einen interessanten Arbeitsplatz zu finden“, sagt Riepe. Nicht selten wollen die Berufseinsteiger aber nach ihrer Ausbildung erst einmal ins Ausland oder in eine andere Stadt, um neue Einblicke zu bekommen. „Erfahrungsgemäß stehen ihnen nach der Ausbildung bei Dorint alle Türen offen“, so Riepe.

Marco Ehrt hat sich aufs Siegertreppchen gekocht

Pächter Rothenberger freut sich über engagierten Auszubildenden

Marco Ehrt, Koch-Auszubildender in Auerbachs Keller Leipzig, belegte beim Bundesfinale der „Kochkronen der Regionen“ den dritten Platz und schaffte es damit von 177 Teilnehmern unter die besten Drei. „Ich freue mich sehr über die gute Platzierung“, sagt der 20-Jährige. „Damit hätte ich nie gerechnet.“ Auch sein Chef Bernhard Rothenberger ist mächtig stolz auf seinen engagierten Auszubildenden. Im Finale überzeugte Marco Ehrt die Jury, in der unter anderem Spitzengastronom Hans-Peter Wodarz saß, mit einer Apfel-Selleriesuppe mit Walnuss-Schmand, Entenbrust an eigener Soße mit Rotkohl und Kartoffelknödel sowie Birnen-Pumpernickelstrudel an Vanille-Eis.

„Es war eine tolle Erfahrung bei diesem Wettbewerb mitzumachen und hat mir Lust auf mehr gemacht“, sagt Ehrt, der bereits eine abgeschlossene Bäckerlehre vorweisen kann. Derzeit trainiert der 20-Jährige im Küchenteam seiner Berufsschule für die nächsten Wettkämpfe. Auch an seiner Arbeitsstelle, dem Traditionsgasthaus Auerbachs Keller, hat der angehende Koch viel zu tun, denn in der Restaurantküche hat das vorweihnachtliche Backen bereits seit einiger Zeit begonnen. Das Ergebnis der fleißigen Küchencrew: 30 hausgemachte Stollen sowie zwei Lebkuchenhexenhäuser zur Ergänzung der weihnachtlichen Dekoration in den festlich geschmückten Restauranträumen.

Pächter Bernhard Rothenberger wünschte, er hätte noch mehr so engagierte Auszubildende. „Trotz vieler Bewerbungen ist es leider im Moment schwierig, überhaupt ausbildungsfähige junge Leute für eine Ausbildung in der Gastronomie zu bekommen.“ Von den 18 möglichen Lehrstellen in Auerbachs Keller Leipzig, sind aktuell nur sechs belegt.

Der Auerbachs Keller in der Mädler-Passage ist die berühmteste Traditionsgaststätte in Leipzig. Bereits 1525 wurde hier an Studenten Wein ausgeschenkt. Seinen Namen erhielt das Lokal von seinem Gründer, dem Mediziner und Universitätsprofessor Heinrich Stromer von Auerbach (Oberpfalz). 1625 ließ sein Urenkel Johann Vetzer den Fassritt Fausts auf zwei Tafeln im Kellergewölbe malen. Diese inspirierten später Johann Wolfgang Goethe zur Faustdichtung und verhalfen der einstigen Studentenkneipe zu Weltruhm. Während der DDR-Zeit war der Auerbachs Keller vorwiegend eine Messegaststätte für westliche Besucher, die in Devisen zahlen mussten. Nach der Wende kam es unter neuem Investor zum Konkurs und zeitweiliger Schließung des Hauses. 1996 wurden die Türen des Kellers für die Leipziger und ihre Gäste wiedereröffnet. Seit dem Bestehen des Auerbachs Keller sind hier schätzungsweise rund 92 Millionen Menschen bewirtet worden. Einer amerikanischen Studie zur Folge rangiert Auerbachs Keller unter den zehn bekanntesten Gaststätten der Welt derzeit auf Rang fünf.

www.auerbachs-keller-leipzig.de

Fachkräftemangel und fehlender Nachwuchs in der Hotellerie und Gastronomie

Fataler und negativer konnte die Meldung nicht wirken, die als Resultat einer Fachbefragung aus dem Hotel– und Gaststättengewerbe erst jüngst veröffentlicht wurde. Die Antwort lieferte, so in der Mitteilung, die Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der „Fraktion die Linke“ im Bundestag. Vor zwei Jahren haben sage und schreibe 45,3 Prozent der Auszubildenden als Koch oder Köchin ihren Vertrag aufgelöst. Ebenfalls im Jahr 2008 schlossen 43,8 Prozent der Auszubildenden zum zur Hotelfachfrau, bzw. Hotelfachmann ihre Ausbildung nicht ab. Knapp über 42 Prozent der Restaurantfachleute wechselten den Ausbildungsberuf. Im Gastgewerbe waren es immer noch 34,6 Prozent der Fachkräfte, und über 33 Prozent in der Systemgastronomie. Wenigstens sinkt die Prozentzahl der „Absprünge“ im Bereich der Hotelfachkaufleuten (26 Prozent). Nachzulesen ist diese Studie auch in „Top Hotel“.

Eingeschlagen hat diese Meldung vor allem auch im Schwäbischen Wald, wo die Euro-Toques-Organisation ihren Hauptsitz hat – von je her ein Unternehmen, dass ich für Betriebs- und Fachleute-Zertifizierungen engagiert, wenn sich Köche wie Betriebe an die Euro-Toques-Philosophie einer einfachen aber hochwertigen Küche und Arbeitsweise halten. Saisonale und regionale Produkte müssen verarbeitet werden, chemische Zusatzstoffe und Stabilisatoren sind strikt untersagt. Außerdem, so schreibt es der Kodex für ausgezeichnete Sterneköche und Betriebe vor, müsse Fachwissen an den Nachwuchs weitergegeben werden. Nachhaltigkeit in allen Belangen müsse geachtet und vorgelebt werden. Die Euro-Toques-Bewegung erfreut sich steigender Präsenz bei den zertifizierten Sterne-Restaurants und Chefköchen, und die Verbraucher machen Vorschläge für Küchen und Betriebe, die als „auszeichnungswürdig“ gehalten werden. Euro-Toques-Geschäftsführer, Ernst-Ulrich W. Schassberger, selbst Sternekoch und Diplom-Hotellier,(ausgezeichnet mit dem French Food Spirit Award der frz. Regierung) hob es immer wieder hervor: „Der Wert der Berufe in der Hotellerie und Gastronomie muss wieder steigen. Köche und Ausbilder müssen mit gutem und seriösem Beispiel voran gehen. Die Basis in der Ausbildung muss stimmen, natürlich auch die Bedingungen besser, der Job allgemein attraktiver werden.“ Mitstreiter in der Sache, wenn es um Verbesserungen im Beruf der Köche und Hotelfachleute geht, hat Schassberger allemal.

Auch das Institute of Culinary Art, mit seinem geschäftsführenden Gesellschafter, Gerhard Bruder, sieht sich in der Pflicht, die Berufe im Hotel- und Gaststättengewerbe attraktiver und tiefer zu gestalten. Schassberger wie Bruder sind sich einig, „mit einem gelungenen Einstieg in der Basis fängt alles an“, dies aber würde zu oft, aus welchen Gründen auch immer, vernachlässigt. Manchmal „mangele“ es schon an der richtigen Ansprache und im Wirken der Ausbilder, aber natürlich auch in der Auswahl geeigneter Azubis, halten beide Experten fest. Es gehe auch nicht darum, gegen das Establishment der Verbände anzukämpfen, sondern gemeinsam müsse man nach neuen Lösungswegen und Ergänzungen zur herkömmlichen Ausbildung suchen. Die Fort- und Weiterbildungs-Academy des Institutes of Culinary Art hat mit einem Experten-Gremium Lehrpläne für einige Ausbildungsberufe erstellt – die Seminare werden rege gebucht. ICA-Ehrenpräsident Schassberger wie Geschäftsführer Gerhard Bruder sind sich auch hier einig, „manchmal muss man über den Tellerrand blicken, auch ins Ausland…“ – dort kriselt die Branche im Hotel-und Gaststättengewerbe nicht so stark.

 

www.eurotoques.org

Paul von Schnurbein

Paul von Schnurbein gewinnt den Azubi-Pokal

Diese Woche wurde innerhalb der
Selektion Deutscher Luxushotels der Beste der Besten bei den
Auszubildenden ermittelt. The winner is: Paul von Schnurbein (21)
aus dem Brenner’s Park Hotel & Spa. Der einzige Koch unter den
Prüflingen hat sich gegen seine neun Konkurrenten durchgesetzt und
nimmt den vergoldeten Pokal, gestiftet von Henkell & Söhnlein, mit
nach Baden-Baden.

Während die angehenden Hotel- und Restaurantfachleute sowie der
Gewinner bei der Vorausscheidung Fragen aus den Bereichen Food &
Beverage, Rooms, Allgemeinbildung und Mathematik beantwortet
haben, ging es heute neben einer theoretischen Prüfungen über die
einzelnen Hotels und einer schriftlichen, auf einen Fachbereich
bezogenen Aufgabe, um praktische Fertigkeiten. Unter den strengen
Augen der Jury, bestehend aus den Personaldirektoren der zehn
Selektions-Häuser, mussten sie vier Aufgaben meistern: Bei einer
Blindverkostung Gewürze, Kräuter, Gemüse und Obst geschmacklich
unterscheiden, bei einer Materialprüfung Fleisch, Fisch, und Kräuter
erkennen, Champagner richtig servieren, Fehler bei einer Bankett-
Tafel finden oder ein Zimmer vor Anreise des Gastes checken. Da war
der Nachwuchs wirklich gefordert!

„Ich gratuliere Paul von Schnurbein ganz herzlich zu seinem ersten
Platz. Freue mich aber auch, dass sich unsere Auszubildende, Anna
Weinekötter, tapfer geschlagen hat“, so Cyrus Heydarian, General
Manager vom Breidenbacher Hof. „Denn eines steht fest: Alle zehn
sind große Talente und haben hervorragende Leistungen erbracht,
schließlich haben sie sich im Vorfeld gegen ihre Kollegen in den
Häusern bereits behauptet“, so der engagierte Hotelier weiter.
Zusammen mit der Personaldirektorin Ursula Beyer hat er den Azubi-
Contest 2010 in Düsseldorf mit Leidenschaft ausgerichtet und
begleitet.

Bereits seit 2003 findet der so in seiner Art weltweit einmalige Azubi-
Contest alljährlich in einem der zugehörigen Luxushotels statt. Denn
nirgendwo rücken Mitarbeiter der großen internationalen Hotel-Ketten
oder -Kooperationen enger zusammen als bei diesem Wettbewerb.
Dieser stellt daher nicht nur eine motivierende Herausforderung für
die Auszubildenden dar. Er bietet gleichzeitig Raum für den Austausch
zwischen den Teilnehmern und den Mitarbeitern der Spitzen-Häuser.
Die Auszubildenden erlangen Einblicke in das Geschehen und die
Abläufe der jeweils anderen Hotels. So kann der Nachwuchs wertvolle
neue Erfahrungen und zusätzliches Know How erlangen und
bestenfalls seine berufliche Laufbahn innerhalb der Selektion oder der
jeweiligen Hotelkette beginnen.

Zur Selektion Deutscher Luxushotels gehören neben dem
Breidenbacher Hof – A Capella Hotel, das Grand Hotel Heiligendamm,
das Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg, das Park Hotel
Bremen, das Ritz-Carlton Hotel in Berlin, das Hotel Excelsior Ernst in
Köln, das Hotel Nassauer Hof in Wiesbaden, das Mandarin Oriental in
München, Brenner’s Park Hotel & Spa in Baden-Baden und Schloss
Fuschl Resort & Spa in Salzburg.

Eine weitere Initiative der Selektion Deutscher Luxushotels: Nach der
Ausbildung haben die Azubis die Möglichkeit, sich um den Platz eines
Selektions-Trainees zu bewerben, und innerhalb von 15 Monaten fünf
der internationalen Luxushotels kennenzulernen. Der erste Platz beim
heutigen Wettbewerb ist hierbei sicherlich ein Vorteil und noch mehr
eine weitere Qualifikation auf dem Weg ins Berufsleben.

Jetzt freut sich Paul von Schnurbein erst einmal über seinen Preis: Ein
Wochenende für Zwei inklusive Abendessen und Frühstück in einem
der Spitzenhäuser. Die angehende Restaurantfachfrau Ramona
Leinweber (2. Platz), zweites Lehrjahr im Hotel Nassauer Hof in
Wiesbaden und die kurz vor ihrem Abschluss stehende
Hotelfachauszubildende Katharina Koop (3. Platz), drittes Lehrjahr im
Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg, sind ebenfalls sehr stolz
auf Ihre Platzierung und den dazugehörigen Aufenthalt in einem der
Selektionshäuser.

Rachs Restaurantschule

„Rachs Restaurantschule“:
Christian Rach eröffnet seine Restaurantschule und gibt zwölf jungen Leuten eine Chance im Berufsleben – Lesen Sie das Interview mit Christian Rach

Restauranttester Christian Rach hat einen neuen Job: Ab morgen, Montag, 30. August, 20.15 Uhr, wird er zum Ausbilder von zwölf Menschen im Alter von 17 bis 44 Jahren, die alle nach einer neuen Perspektive in ihrem Leben suchen und jetzt ihre einmalige Chance auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz erhalten. Sternekoch Christian Rach bildet die jungen Menschen in allen wichtigen Berufssparten auf dem Weg zu einem erfolgreichen Restaurant aus. Gemeinsam mit ihnen wird das Restaurant zuerst renoviert, dann ein Konzept erarbeitet – so erleben die Arbeitssuchenden jeden Schritt bis zur Eröffnung des Restaurants „Slowman“ mitten in Hamburg.

Christian Rach bietet den Leuten eine echte Jobperspektive – es wird hart gearbeitet, damit das neue Restaurant auch Erfolg hat. Die Auszubildenden bekommen nichts geschenkt – sie erhalten eine Chance, die sie nutzen müssen. Sonst kann ihre Zeit in Rachs Restaurantschule auch beendet werden.

Wir haben Christian Rach gefragt, was ihm seine neue Sendung bedeutet und warum er den Auszubildenden eine Chance im Leben bieten möchte.

Christian, Ihre neue Show heißt ‚Rachs Restaurantschule‘. Worum geht es?

Christian Rach: Es geht um zwölf junge Menschen, denen wir die berufliche Chance geben wollen, die sich ihnen bislang nicht geboten hat. Die Auszubildenden stellen einen gewissen Querschnitt unserer Jugend dar: der angehende Abiturient, der nach der Schule keine weitere Perspektive mehr sieht; die 18-jährige Mutter eines einjährigen Kindes, die etwas in ihrem Leben schaffen will; der schüchterne und dennoch aggressive Berliner Junge, der alleine schon wegen seiner Postanschrift schlechteste Chancen auf ein Vorstellungsgespräch hat; die schwergewichtige junge Frau, die auf Grund ihrer Körperfülle mit den Anstrengungen des Jobs zu kämpfen hat; oder auch der Ex-Häftling, der den Weg in ein straffreies Leben finden will. Wir geben diesen zwölf jungen Leuten mit unserer Qualifikationsmaßnahme eine große und vor allem nachhaltige Perspektive: die Chance auf eine Ausbildungsstelle in einem Restaurant in Hamburg, ein Restaurant, das die jungen Menschen von Anfang an mit aufbauen können. Wir wollen bei unserem Projekt mit gutem Beispiel voran gehen.

Gab es auch Probleme während dieser Zeit?

Rach: Es sind alles junge Menschen, die nicht leicht zu führen sind und die viel Aufmerksamkeit und Unterstützung brauchen. Natürlich war es nicht immer einfach. Manch einem muss erst gezeigt werden, wie wichtig Chancen, Hilfestellungen, Verständnis, Verantwortung und Respekt für unsere Gesellschaft sind.

Sie sind selbst Arbeitgeber und TV-Unternehmensberater. Wo sehen Sie eine Chance, einen Beitrag für die Jugend zu leisten?

Rach: Unternehmer stehen in der Verantwortung, und zwar Jugendlichen und anderen Arbeitslosen mehr als nur eine Chance zu geben. Unsere gesamte Gesellschaft muss ein wenig zurückgeführt werden, zurück zu gegenseitigem Respekt und Vertrauen und vor allem zurück in die Realität. Denn oft sind Träume groß, der Erfolg aber ist nur von kurzer Dauer. Wir können Jugendliche ohne Ziel und Perspektive nicht einfach aussortieren. Es würde ein Berg von jungen, ungebildeten Arbeitslosen wachsen, den wir schon bald nicht mehr abtragen könnten. Wir würden auf eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Katastrophe zusteuern.

Warum gibt es trotz der hohen Jugend-Arbeitslosigkeit und den fehlenden Perspektiven so viele freie Ausbildungsstellen?

Rach: Warum? Weil viele Berufe leider uncool sind. Die jungen Menschen brauchen Leidenschaft für ihren Beruf. Dann sind sie zu großen Leistungen fähig und geben ihr Bestes. Wer will heute zum Beispiel noch Bäcker werden? Da muss man schließlich schon um 4 Uhr in der Backstube stehen. Also nichts mit Partynächten und Ausschlafen. Es ist eben nicht nur cool Bäcker zu sein. Es muss wieder attraktiv sein und einen Wert haben Bäcker, Schneider, Krankenschwester, Chemikerin oder Friseur zu sein. Und um hier mal das Fernsehen zu loben: Der Stellenwert des Kochs hat sich seit diverser TV-Sendungen zu einem neuen Lieblingsberuf entwickelt.

Was kann man sonst noch tun, um gewisse Berufe wieder attraktiver zu machen?

Rach: Nicht nur der gesellschaftliche Stellenwert vieler Berufe muss sich wieder verbessern. Auch der reale Wert, der Lohn für die erbrachte Arbeit, muss besser werden. Und das schon in der Ausbildung. Wie soll zum Beispiel ein Kind aus sozial schwachen Verhältnissen eine Ausbildung in einer anderen Stadt annehmen können? In einer Stadt wie Hamburg kostet ein Zimmer in einer WG mindestens 250 Euro pro Monat. Es ist schlichtweg nicht finanzierbar für die jungen Erwachsenen und ihre Familien. Unternehmer müssen ihre Arbeit wieder attraktiv machen und für sie werben.

Mo., 30.8., 20:15 Uhr, RTL