Risikofaktor Übergewicht

Fit sein ist gut, schlanker sein ist besser

Wer stark übergewichtig ist, kann die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit offenbar auch durch eine sehr gute Fitness nicht ausgleichen. Das lässt eine Studie aus Schweden vermuten, an der 1,3 Millionen Männer teilnahmen. Die Probanden waren zu Untersuchungsbeginn durchschnittlich 18 Jahre alt. Das Körpergewicht wurde anhand des Körpermassenindex (BMI) beurteilt, der sich aus dem Verhältnis von Gewicht zu Körpergröße ergibt. Die Mediziner bestimmten den Fitnesslevel anhand eines Leistungstests auf einem Fahrradergometer und teilten ihn in eine 5-Punkte-Skala ein.

Männer in der höchsten Fitnesskategorie hatten statistisch ein um 48 Prozent geringeres Sterberisiko im Vergleich zu Probanden im niedrigsten Fünftel. Die Auswertung der Daten zeigte, dass sich der positive Effekt einer guten sportlichen Leistungsfähigkeit mit steigendem Übergewicht reduziert. Bei Adipositas ließ sich ein positiver Effekt gar nicht mehr nachweisen. Bei Normalgewichtigen war die Sterbewahrscheinlichkeit – unabhängig von ihrer Fitness – geringer als bei stark Übergewichtigen auf einem hohen Fitnesslevel.

Die Wissenschaftler geben allerdings zu bedenken, dass nur die Daten von Männern und relativ frühe Todesfälle in die Auswertung eingegangen sind. Zudem können sich Körpergewicht und Fitnesslevel im Laufe der Jahre ändern. Weitere Studien sollen folgen, um auch die Auswirkungen im höheren Alter zu untersuchen.

Übergewicht ist kein unabänderliches Schicksal. „Wer im neuen Jahr ein paar Kilo abnehmen möchte, erreicht das am besten durch eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung im Alltag.“, erklärt Ernährungswissenschaftler Harald Seitz vom aid infodienst. Das muss nicht das Fitnessstudio sein. Es hilft bereits, häufiger die Treppe statt den Aufzug und das Fahrrad statt das Auto zu nehmen. „Crash-Diäten sind für eine langfristige Gewichtsabnahme nicht geeignet“, so Seitz. Häufig liegt das Gewicht nach der Diät höher als vorher, und die einseitige Lebensmittelauswahl kann zu Nährstoffdefiziten führen. Und allemal besser für den Geist und verkrampftes Kalorienzählen ist laut Harald Seitz ein gerüttelt Maß an Gelassenheit: „Wichtiger als eine Zahl auf der Waage ist aber immer das eigene Wohlfühlgewicht. Man sollte sich selbst nicht zu sehr unter Druck setzen und immer noch genießen können“.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

http://ije.oxfordjournals.org/content/early/2015/12/20/ije.dyv321

Studie zum Mindestlohn im Gastgewerbe

Positive Effekte bislang nicht vermittelt
– Mindestlohn als Haupttreiber für Personalkostensteigerung
– Kleinbetriebe und Betriebe im Osten stärker ökonomisch betroffen
– Preiserhöhungen sollen Mindestlohn kompensieren

Das Heilbronner Institut für angewandte Marktforschung (H-InfaM) hat mit Unterstützung des DEHOGA und der IHA Deutschland die erwarteten betriebswirtschaftlichen Konsequenzen und die Einstellung zum Mindestlohn der Hotellerie und Gastronomie im Rahmen einer Studie erhoben. Unter der Leitung von Prof. Dr. Franziska Drescher und Prof. Dr. Christian Buer wurden dazu Hoteliers und Gastronomen in Deutschland befragt. Die Studie konzentrierte sich dabei auf die Bereiche ökonomische Auswirkung und deren Effekte im Sinne von Mehrkosten durch den Mindestlohn, Auswirkungen auf die Beschäftigungsstruktur in den Betrieben, Maßnahmen zur Finanzierung des Mindestlohns, Dokumentationspflicht der Arbeitszeit und Bewertung des Mindestlohns. An der Online-Befragung nahmen deutschlandweit 1.512 Personen teil, davon 49 % Hoteliers und 51 % Gastronomen. In der Hotellerie setzt sich die Stichprobe aus 90 % Individualhotels und 10 % zu Hotelketten gehörenden Betrieben zusammen. In der Gastronomie beteiligten sich 95 % Individual- und 5 % Systemgastronomen.

Mindestlohn als Haupttreiber für Personalkostensteigerung
Die Auswirkungen des Mindestlohns sind in Relation zu Umsatz und Personalkosten zu bewerten. Laut der branchenüblichen Faustformel machen Personalkosten ca. ein Drittel des Umsatzes aus. Dies gilt auch in der vorliegenden Studie. Von 2014 auf 2015 steigen die Personalkosten in der Hotellerie im Schnitt um 9 % und in der Gastronomie um 13 %. Ca. zwei Drittel der Personalkostensteigerung in der Hotellerie und 82 % in der Gastronomie sind dem Mindestlohn zuzurechnen. Diese Mehrkosten durch den Mindestlohn entsprechen in der Hotellerie durchschnittlich 2 % des für 2015 erwarteten Umsatzes und in der Gastronomie 3 % des Umsatzes.

Kleinbetriebe und Betriebe im Osten stärker ökonomisch betroffen
„Die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen durch die Einführung des Mindestlohns sind je nach Betriebsart, -typ, Region und Unternehmensgröße unterschiedlich“, so Prof. Dr. Drescher. Mit zunehmender Betriebsgröße bzw. steigendem Umsatz haben die zu erwartenden Mehrkosten durch den Mindestlohn in Relation zu den Gesamtkosten für Personal bzw. zum Umsatz eine geringere Bedeutung. Vor allem Kleinst- und Kleinbetriebe sind von der Einführung des Mindestlohns ökonomisch stärker betroffen. So liegt beispielsweise der Anteil Mehrkosten durch den Mindestlohn an den Personalkosten bei Kleinst- und Kleinbetrieben (unter 100.000 Euro Umsatz) bei 13 %, während er bei Großbetrieben mit 5 Mio. Euro Umsatz und mehr bei 3 % liegt.
Das regionale Gefälle zeigt auf, dass vor allem gastronomische Betriebe in Ostdeutschland unter den Folgen des Mindestlohns leiden: Die Gastronomie dort erwartet 15 % Mehrkosten durch den Mindestlohn an den Personalkosten und insgesamt eine Steigerung der Personalkosten von 21 %. „Die Kernfrage ist“, so Prof. Dr. Buer, „wie diese Mehrkosten und Steigerungen ausgeglichen werden können. Es ist zu erwarten, dass die Hotels und Restaurants die Preise erhöhen werden, um so einen Teil der Mehrkosten abzudecken“. Dementsprechend erwarten Gastronomiebetriebe in Ostdeutschland auch die mit Abstand höchste Umsatzsteigerung von 25 % von 2014 auf 2015.

Generell geben Betriebe, die mit höheren Mehrkosten durch den Mindestlohn rechnen, auch eine im Verhältnis größere Umsatzsteigerung an. Dies könnte das durch den Mindestlohn entstehende Defizit ausgleichen. Die Ausnahme in der vorliegenden Erhebung sind Hotels im Osten und Süden, welche die höheren Kosten durch Mindestlohn und Personalkosten nicht analog durch einen höheren Umsatz auszugleichen erwarten.
Wenn die von den Betrieben erwartete Umsatzsteigerung eintritt, so fallen je nach Region und Betriebsgröße im Schnitt Mehrkosten durch den Mindestlohn zwischen 1 % und 4 % des Umsatzes an, so Prof. Dr. Drescher.

Preiserhöhungen sollen Mindestlohn kompensieren
Die betriebswirtschaftlich notwendige Handlung der Betriebe zur Kompensation des Mindestlohns zeigt sich auch in der direkten Abfrage geplanter oder umgesetzter Maßnahmen: 75 % der Hoteliers und 88 % der Gastronomen haben bereits einen Teil der Mehrkosten über eine Erhöhung der Verkaufspreise kompensiert oder planen dies. Zweidrittel der Gastronomen wird oder hat bereits die Speisekarten angepasst. Des Weiteren wird mindestens jeder zweite Gastronomie- oder Hotelbetrieb die Mitarbeiterstruktur überprüfen und anpassen, um die Personalkosten zu optimieren. Allerdings erwartet die Branche auf die Gesamtzahl der Mitarbeiter bezogen keine negativen Beschäftigungseffekte. Je nach Anstellungsverhältnis ergeben sich Unterschiede: So wird ein geringer Anstieg an Teilzeitkräften und Auszubildenden erwartet, dem eine geringe Reduktion an Mini-Jobbern gegenübersteht.

Die Branche steht dem Mindestlohn kritisch gegenüber
Rund jeder zweite Hotelier und Gastronom bewertet den Mindestlohn als ein negatives Ereignis, nicht notwendig, sinnlos und ökonomisch nicht bewältigbar. Die andere Hälfte steht dem Mindestlohn neutral oder positiv gegenüber. Die größten Herausforderungen sehen Hoteliers wie Gastronomen nicht in den Mehrkosten durch den Mindestlohn, sondern in der Dokumentationspflicht und im Aufwand zur Umsetzung. 70 % der befragten Hoteliers und 78 % der Gastronomen sehen in der Dokumentationspflicht eine große oder sehr große Herausforderung. Der Aufwand zur Umsetzung wird von 66 % der Hoteliers und 75 % der Gastronomen als große oder sehr große Herausforderung erlebt.
Insgesamt ist festzustellen, dass Hoteliers dem Grundgedanken des Mindestlohnes im Verhältnis zu den Gastronomen eher folgen. Auch regional unterscheidet sich die Einstellung zum Mindestlohn. Betriebe im Norden und Westen der Bundesrepublik sind dem Mindestlohn und seinen Auswirkungen gegenüber aufgeschlossener als dies die Betriebe im Süden und Osten sind.

In der Gesamtbewertung ist festzuhalten, dass die Politik den positiven Effekt des Mindestlohnes in dieser Branche nicht vermitteln konnte. Die Folgen des Mindestlohnes wurden anfangs ökonomisch diskutiert. Mittlerweile hat sich der Schwerpunkt zur Frage der bürokratischen Bewältigung verlagert. Dies spiegeln die Ergebnisse der Studie ebenfalls wieder.

www.hs-heilbronn.de/h-infam

Heiko Antoniewicz

An den vergangene Dienstag werden die Kinder der Astrid-Lindgren-Grundschule in Köln wohl noch lange zurück denken: Sternekoch Heiko Antoniewicz (46) aus Dortmund hat fürsie leckere und gesunde Pausenbrote entwickelt. Gemeinsam mit den kleinen Helfern aus der Grundschule schmierte der Brotexperte Antoniewicz 300 gesunde und buntePausenbrote. Die Kinder erhielten an diesem Tage die Gelegenheit, ihr Wissen über gesunde Ernährung an ihre Mitschüler weiterzugeben.

Das Ziel der Aktion: Gesunde Ernährung soll wieder eine größere Rolle in der Schule spielen. Denn jedes dritte Kind geht ohne Frühstück in die Schule.Der Sternekoch zeigte den Grundschülern, dass in einem klassischen Pausenbrot sehr viel gesunde Energie stecken kann. Die Aktion an der Astrid-Lindgren-Grundschule in Köln wurdevon der irischen Buttermarke Kerrygold und dem Lebensmittelhändler Netto mit Lebensmitteln unterstützt.

Forscher an der Technischen Hochschule Zürich fanden in einer Studie heraus, dass Schüler die morgens regelmäßig ein gesundes Frühstück zu sich nehmen, motorisch sehr vielleistungsstärker sind und seltener an Übergewicht leiden. Dies hat beispielsweise positive Auswirkungen auf den Sportunterricht in der Schule. „Ein ausgewogenes Frühstück am Morgenist für Kinder in der Wachstumsphase gerade nach der langen Nachtruhe wichtig, damit der Körper wieder Kraft tanken kann. Dadurch steigern sich die Konzentrationsfähigkeit und dasgenerelle Leistungsvermögen der Kleinen. Der gesunde Start in den Schultag wird vor allem durch nahrhafte Milch- und Vollkornprodukte und frisches Obst erreicht“, weiß dieErnährungswissenschaftlerin und Buchautorin Franca Mangiameli (35) aus Hamburg.
Mehr Informationen zur Aktion unter www.gesundespausenbrot.de

Süße Limos: Genussmittel statt Durstlöscher

Im April verkündete der größte Hersteller von Cola- und Erfrischungsgetränken ein deutliches Absatzplus im ersten Jahresquartal. Dabei häufen sich von wissenschaftlicher Seite die Meldungen über die gesundheitsschädlichen Wirkungen eines dauerhaften Konsums von Soft-Drinks.

Über hundert Studien befassten sich in den letzten zehn Jahren mit den Auswirkungen eines regelmäßigen Konsums zuckerhaltiger Erfrischungsgetränke auf die Gesundheit. Die Liste der hiermit in Verbindung gebrachten Erkrankungen liest sich wie eine Übersicht über unsere modernen Gesundheitsprobleme: Adipositas, Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Metabolisches Syndrom. Erst kürzlich belegten US-amerikanische Wissenschaftler, dass das Risiko eines Herzinfarktes mit der Konsummenge steigt.

Die Ursachen für die nachgewiesenen Gesundheitsauswirkungen sind in erster Linie im hohen Zuckergehalt der Getränke begründet. Typische Soft-Drinks wie Cola oder Orangenlimonade enthalten umgerechnet etwa sechs bis sieben Stück Würfelzucker pro Glas. Wer jeden Tag hiervon eine 1,5 Literflasche trinkt, konsumiert pro Woche eine komplette Packung Zucker. Auch die beliebten Apfelschorlen schlagen mit etwa vier Würfelzuckern pro Glas erheblich auf das Zuckerkonto. Wer sich die zugesetzte Menge persönlich verdeutlichen möchte, kann Mineralwasser mit Zitronensaft mischen und so lange Zucker zugeben, bis ein vergleichbarer Süßgeschmack erreicht ist. Das Experiment dürfte zum Nachdenken anregen.

Da der Zucker in den Getränken schnell verfügbar ist, reagiert der Körper bei jedem Glas mit einer hohen Insulinfreisetzung. Das Hormon fördert die Anlage von Fettdepots und auf Dauer die Entstehung von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. Dänische Forscher wiesen erst kürzlich nach, dass der Konsum gezuckerter Getränke vor allem die Fetteinlagerung in Leber, Muskelzellen und im Bereich der Bauchorgane fördert [2]. Ablagerungen in diesen Geweben führen zum zunehmenden Funktionsverlust der Organe, etwa wenn der Herzmuskel verfettet.

Erfrischungsgetränke wie Limonaden und Brausen aber auch Fruchtsäfte sind nicht als Durstlöscher geeignet. Diese gehören aufgrund des hohen Zuckergehaltes vielmehr in die Kategorie Genussmittel. Ein Glas Cola für den Genuss ab und an ist durchaus vertretbar, vom täglichen Konsum mehrerer Liter ist hingegen abzuraten. Auch der Zuckergehalt in Fruchtsäften, egal ob rein natürlich oder zusätzlich zugesetzt, ist ähnlich hoch. Die besten Durstlöscher sind nach wie vor Mineralwässer und Tees. Eine geschmackvolle Alternative bieten selbstgemixte Frucht- oder Gemüsesaftschorlen im Verhältnis von etwa eins zu vier.

Fettsteuer hat auch Schattenseiten

Die Einführung einer Fettsteuer nach dänischem Vorbild hätte in Deutschland durchaus auch negative Auswirkungen. Darauf wies Privatdozentin Dr. Silke Thiele vom Institut für Ernährungswirtschaft und Verbrauchslehre an der Kieler Christian-Albrechts-Universität hin.

Seit dem 1. Oktober 2011 gilt in Dänemark die so genannte Fettsteuer, durch die sich die Politik eine Verbesserung der Essgewohnheiten verspricht. Lebensmittel, die als primäre Quellen von gesättigten Fettsäuren gelten, werden zusätzlich mit 16 Dänischen Kronen (ca. 2,15 Euro) pro Kilo gesättigte Fettsäuren besteuert.
Laut jüngster OECD-Statistik gelten 49,6 Prozent aller Deutschen als übergewichtig; insofern sei zu erwarten, dass auch hierzulande über eine entsprechende Steuer nachgedacht werde, erklärte Thiele in einem Vortrag im Rahmen der 62. Öffentlichen Hochschultagung.

Zur Reduzierung ernährungsbedingter Erkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen habe die Politik bislang vor allem durch eine verbesserte Informationspolitik reagiert. Trotz dieser Anstrengungen sei die Zahl Übergewichtiger in den letzten Jahren stetig angestiegen. Das zeigt, dass die Vermittlung von Information allein nicht ausreicht, um dem Problem der ungünstigen Ernährungsgewohnheiten zu begegnen.

Auf Basis einer Haushaltsbefragung von 12.000 deutschen Haushalten wurde berechnet, welche Effekte die Einführung einer Fettsteuer in Deutschland gemäß dem dänischen Vorgehen hätte. So würde sich das beispielsweise bei dem Päckchen Butter in einer Preiserhöhung von etwa 30 Cent bemerkbar machen, ein halber Liter Sahne würde sich um etwa 20 Cent verteuern. Sicherlich würden Preiserhöhungen bei fetthaltigen Lebensmitteln zu einer geringfügigen Senkung der Energieaufnahme führen, so Thiele. Gleichzeitig werde es aber auch zu einer verringerten Aufnahme von Nährstoffen kommen, bei denen in Deutschland ohnehin bereits eine Unterversorgung vorliegt. Zudem äußerte die Ernährungsökonomin Bedenken um die einkommenspolitischen Konsequenzen. Die finanzielle Belastung träfe insbesondere ärmere Haushalte.

Zudem kritisierte Thiele eine Fettsteuer als nicht zielgerichtet und wies darauf hin, dass Fett nicht der einzige Grund für das Problem Übergewicht darstelle. Deshalb sei eine Fettsteuer derzeit kein geeignetes Instrument zur Verbesserung der Gesundheit.
Dr. Uwe Scheper, www.aid.de

Spekulation mit Nahrungsmitteln

Ursachen, Wirkungen und Konsequenzen

Die Lebensmittelkrise von 2007 und 2008 wurde nicht nur durch die gestiegene Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln in Indien und China, die Konkurrenz um Anbauflächen für Nahrungspflanzen mit nachwachsenden Rohstoffen oder die Auswirkungen des Klimawandels verursacht. Vielmehr wurde nach einer Untersuchung des International Food Policy and Research Institute (IFPRI) in Washington D.C. die Krise vor allem durch die schlecht funktionierenden Getreidemärkte verschlimmert. Dutzende Länder haben Restriktionen auf Getreideexporte verhängt und damit die Preisspirale nach oben getrieben. Einige führten Preiskontrollen ein und schafften somit widernatürliche Anreize für Produzenten. Spekulative Preisspitzen bildeten sich, was wiederum die Überregulierung in einigen Ländern zur Folge hatte. Sogar die Nahrungsmittelprogramme des World Food Programs (WFP) der Vereinten Nationen hatten nun Schwierigkeiten, schnell und genügend Nahrungsmittel für dringend notwendige Hilfslieferungen zu erhalten.

Diese Entwicklungen seien zwar nicht die Ursache der Preiskrise gewesen, aber sie verstärkten die Krise und machten die Risiken hoher Nahrungsmittelpreise deutlich, so IFPRI. Eine Spirale positiver Anreize durch hohe Preise bekäme plötzlich ein Eigenleben mit unmittelbar negativen Auswirkungen für die ärmere Bevölkerung und die langfristige landwirtschaftliche Erzeugung von Nahrungsmitteln. IFPRI betont in seiner Studie, dass nicht nur Veränderungen in der Angebots- und Nachfragestruktur verantwortlich seien. Vielmehr spielten erhöhte Erwartungen, Spekulation und Hysterie eine wichtige Rolle für das gestiegene Preisniveau und dessen Schwankungen. Um das Vertrauen in die globalen Lebensmittelmärkte zu stabilisieren und mehr Preisstabilität herzustellen empfiehlt IFPRI, eine globale Lösung zu finden, um exzessive Spekulationen zu verhindern.
aid, Friederike Eversheim

Fachmesse COTECA Hamburg

Internationale Spitzen-Referenten sprechen beim Kongress COTECA Hamburg über die Zukunft der Märkte für Kaffee, Tee und Kakao –
COTECA Hamburg, International Trade Show for the Coffee, Tea & Cocoa Business – Vom 4. bis 6. Juni auf dem Hamburger Messegelände

Top-Referenten von mehreren Kontinenten sprechen auf dem Kongress der COTECA Hamburg, The International Trade Show for the Coffee, Tea & Cocoa Business: Unter dem Titel „Märkte im Wandel“ beleuchten die hochrangigen Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Ministerien und Gesellschaft die Herausforderungen und Chancen in den Märkten von morgen für Kaffee, Kakao und Tee. Sie stellen aktuelle Entwicklungen in den drei Branchen vor, zeigen Trends auf und entwerfen Zukunftsszenarien. Die zentralen Themen sind die Auswirkungen des Klimawandels, nachhaltiger Anbau sowie Preisentwicklung und Konsumtrends. Der internationale Kongress am 4. und 5. Juni findet im Rahmen der Fachmesse COTECA Hamburg statt, die vom 4. bis 6. Juni auf dem Hamburger Messegelände Premiere hat.

Der erste Kongresstag widmet sich dem Kakao und dem Tee. Eröffnet wird der Reigen renommierter Redner von John J. Mason aus Ghana. Der Gründer und Geschäftsführer des Chief Executive Nature Conservation Research Centre, der wichtigsten nicht staatlichen Umweltschutz-Organisation in Ghana, spricht über die Zukunft des globalen Kakaosektors unter dem Einfluss des Klimawandels. Mason war einer der ersten, der sich mit den langfristigen Auswirkungen veränderter Klimabedingungen auf den Kakaoanbau in seiner Heimat auseinandergesetzt hat.

Die Chancen und Potenziale der Nachhaltigkeit im Kakaoanbau erörtern Elena Mihaylova vom internationalen Zertifizierer UTZ Certified und Alex Arnaud Assanvo von Fairtrade Labelling Organisations International (FLO), einer Gruppe von Organisationen, die den fairen Welthandel unterstützen. Außerdem sprechen dazu Joachim Prey von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und Nicola Oppermann von Kraft Foods. Die Referenten stellen die aktuelle Situation dar und geben einen Ausblick auf künftige Entwicklungen. Über die Preisgestaltung im Kakaosektor informiert Andreas Christiansen vom Verein der am Rohkakaohandel beteiligten Firmen. Fausto Moncayo, Kakao- und Schokoladenproduzent aus Ecuador, stellt den Markt für Edelkakao vor, das derzeit am stärksten wachsende Segment im Kakaobereich.

Im zweiten Themenblock steht der Tee im Fokus. Ali Raja Rizvi vom Tea Board of India, einer Organisation, die der Regierung unterstellt ist und den indischen Teehandel reguliert, und Kerstin Linne von der GTZ untersuchen die Folgen des Klimawandels für den Teeanbau. Dabei geht es auch darum, Wege aufzuzeigen, wie sich kleine und große Produzenten darauf einstellen und welche Annpassungsmaßnahmen sie ergreifen können.

Neue Konsumtrends präsentieren Kai Ellerbroock von Market Grounds, einem führenden Anbieter von Getränkespezialitäten, und Thomas M. Grömer von Aiya Europe, Japans führendem Produzenten von hochwertigem Matcha Tee. Mit der Frage, ob zertifizierter Tee eher Nischenprodukt oder Zukunftstrend ist, beschäftigen sich Imke van Gasselt von UTZ Certified, Mieke van Rennen von Tropical Commodity Coalition (TCC), einem Zusammenschluss von Nicht-Regierungs-Organisationen, die die globalen Anbau-Bedingungen verbessern wollen, und Lee Byers von FLO.

Am Samstag, dem zweiten Kongresstag, dreht sich alles um den Kaffee. Er ist nach Erdöl der zweitwichtigste Rohstoff weltweit. Viele Millionen Menschen leben direkt oder indirekt vom Kaffeeanbau. Aktuell steht die Branche vor gewaltigen Herausforderungen: Zunehmende Dürren, Überschwemmungen und andere extreme Wetterereignisse machen den Anbauregionen immer stärker zu schaffen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage aus bevölkerungsreichen Ländern wie China, Russland und Brasilien.

Der erste Themenblock widmet sich den Auswirkungen des Klimawandels auf den Kaffeeanbau. Dabei werden die potenziellen Gefahren ebenso dargelegt wie Strategien zur Anpassung. Auskunft geben Experten wie der Agrarwissenschaftler Prof. Jürgen Pohlan von der Universität Bonn, Peter Baker von der internationalen Organisation Commonwealth Agricultural Bureaux International, Kerstin Linne von der GTZ und Christoph Schmitz vom Potsdam Institute for Climate Impact Research. Die Energiebilanz des Kaffees betrachtet Stefan Dierks von Tchibo, während Michael Opitz von der Hanns R. Neumann Stiftung über die wirtschaftlichen Aspekte des Klimawandels referiert.

Mit den globalen Konsumtrends beim Kaffee setzen sich Nils Erichsen, Präsident des europäischen Spezialitätenkaffeeverbands SCAE (Specialty Coffee Association of Europe) und Tentscho Brandenburger vom Kaffeehersteller Viva Coffee auseinander. Keynote-Speaker ist hier Andreas Steinle vom Zukunftsinstitut in Kelkheim.

Ausblicke in die Zukunft der weltweiten Kaffeeproduktion wagt Keynote Speaker José Dauster Sette vom Branchenverband International Coffee Association aus Großbritannien. Einsichten in die Kaffeewelt Brasiliens gewährt Robério Oliveira Silva, ein hochrangiger Vertreter des Landwirtschaftsministeriums, dessen Vorhersagen zum Umfang der heimischen Kaffee-Ernte erheblichen Einfluss auf die internationalen Börsenpreise haben. Das Land am Zuckerhut ist der größte Kaffeeproduzent der Welt. Weitere Redner zum Thema „Kaffeemärkte der Zukunft“ sind Allen Onzima von der East African Fine Coffee Association aus Uganda, einer Non-Profit-Organisation für den Kaffeesektor, der sich zehn afrikanische Länder angeschlossen haben, und Wolfgang Heinricy von der Neumann Kaffee Gruppe, einem weltweit führenden Rohkaffee-Handelsunternehmen.

Die abschließende Podiumsdiskussion beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit nachhaltiger Kaffeeanbau der Weg der Zukunft ist. Daran teil nehmen Vertreter internationaler Zertifizierungs-Unternehmen und Organisationen wie Rainforest Alliance, UTZ Certified, 4C Assosiation, TCC und FLO.

Die Fachmesse COTECA Hamburg, The International Trade Show for the Coffee, Tea & Cocoa Business, bildet die vollständigen Wertschöpfungsketten aller drei Segmente Kaffee, Tee und Kakao von der Rohware bis zum fertigen Produkt ab. Sie feiert vom 4. bis 6. Juni auf dem Hamburger Messegelände Premiere und findet alle zwei Jahre statt. Ideeller Träger der COTECA Hamburg ist der Deutsche Kaffeeverband. Weitere Informationen sowie das komplette Kongressprogramm stehen im Internet unter www.coteca-hamburg.com

COTECA

Internationale Spitzen-Referenten sprechen beim Kongress COTECA Hamburg über die Zukunft der Märkte für Kaffee, Tee und Kakao – Vom 4. bis 6. Juni auf dem Hamburger Messegelände

Top-Referenten von mehreren Kontinenten sprechen auf dem Kongress der COTECA Hamburg, The International Trade Show for the Coffee, Tea & Cocoa Business: Unter dem Titel „Märkte im Wandel“ beleuchten die hochrangigen Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Ministerien und Gesellschaft die Herausforderungen und Chancen in den Märkten von morgen für Kaffee, Kakao und Tee. Sie stellen aktuelle Entwicklungen in den drei Branchen vor, zeigen Trends auf und entwerfen Zukunftsszenarien. Die zentralen Themen sind die Auswirkungen des Klimawandels, nachhaltiger Anbau sowie Preisentwicklung und Konsumtrends. Der internationale Kongress am 4. und 5. Juni findet im Rahmen der Fachmesse COTECA Hamburg statt, die vom 4. bis 6. Juni auf dem Hamburger Messegelände Premiere hat.

Der erste Kongresstag widmet sich dem Kakao und dem Tee. Eröffnet wird der Reigen renommierter Redner von John J. Mason aus Ghana. Der Gründer und Geschäftsführer des Chief Executive Nature Conservation Research Centre, der wichtigsten nicht staatlichen Umweltschutz-Organisation in Ghana, spricht über die Zukunft des globalen Kakaosektors unter dem Einfluss des Klimawandels. Mason war einer der ersten, der sich mit den langfristigen Auswirkungen veränderter Klimabedingungen auf den Kakaoanbau in seiner Heimat auseinandergesetzt hat.

Die Chancen und Potenziale der Nachhaltigkeit im Kakaoanbau erörtern Elena Mihaylova vom internationalen Zertifizierer UTZ Certified und Alex Arnaud Assanvo von Fairtrade Labelling Organisations International (FLO), einer Gruppe von Organisationen, die den fairen Welthandel unterstützen. Außerdem sprechen dazu Joachim Prey von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und Nicola Oppermann von Kraft Foods. Die Referenten stellen die aktuelle Situation dar und geben einen Ausblick auf künftige Entwicklungen. Über die Preisgestaltung im Kakaosektor informiert Andreas Christiansen vom Verein der am Rohkakaohandel beteiligten Firmen. Fausto Moncayo, Kakao- und Schokoladenproduzent aus Ecuador, stellt den Markt für Edelkakao vor, das derzeit am stärksten wachsende Segment im Kakaobereich.

Im zweiten Themenblock steht der Tee im Fokus. Ali Raja Rizvi vom Tea Board of India, einer Organisation, die der Regierung unterstellt ist und den indischen Teehandel reguliert, und Kerstin Linne von der GTZ untersuchen die Folgen des Klimawandels für den Teeanbau. Dabei geht es auch darum, Wege aufzuzeigen, wie sich kleine und große Produzenten darauf einstellen und welche Annpassungsmaßnahmen sie ergreifen können.

Neue Konsumtrends präsentieren Kai Ellerbroock von Market Grounds, einem führenden Anbieter von Getränkespezialitäten, und Thomas M. Grömer von Aiya Europe, Japans führendem Produzenten von hochwertigem Matcha Tee. Mit der Frage, ob zertifizierter Tee eher Nischenprodukt oder Zukunftstrend ist, beschäftigen sich Imke van Gasselt von UTZ Certified, Mieke van Rennen von Tropical Commodity Coalition (TCC), einem Zusammenschluss von Nicht-Regierungs-Organisationen, die die globalen Anbau-Bedingungen verbessern wollen, und Lee Byers von FLO.

Am Samstag, dem zweiten Kongresstag, dreht sich alles um den Kaffee. Er ist nach Erdöl der zweitwichtigste Rohstoff weltweit. Viele Millionen Menschen leben direkt oder indirekt vom Kaffeeanbau. Aktuell steht die Branche vor gewaltigen Herausforderungen: Zunehmende Dürren, Überschwemmungen und andere extreme Wetterereignisse machen den Anbauregionen immer stärker zu schaffen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage aus bevölkerungsreichen Ländern wie China, Russland und Brasilien.

Der erste Themenblock widmet sich den Auswirkungen des Klimawandels auf den Kaffeeanbau. Dabei werden die potenziellen Gefahren ebenso dargelegt wie Strategien zur Anpassung. Auskunft geben Experten wie der Agrarwissenschaftler Prof. Jürgen Pohlan von der Universität Bonn, Peter Baker von der internationalen Organisation Commonwealth Agricultural Bureaux International, Kerstin Linne von der GTZ und Christoph Schmitz vom Potsdam Institute for Climate Impact Research. Die Energiebilanz des Kaffees betrachtet Stefan Dierks von Tchibo, während Michael Opitz von der Hanns R. Neumann Stiftung über die wirtschaftlichen Aspekte des Klimawandels referiert.

Mit den globalen Konsumtrends beim Kaffee setzen sich Nils Erichsen, Präsident des europäischen Spezialitätenkaffeeverbands SCAE (Specialty Coffee Association of Europe) und Tentscho Brandenburger vom Kaffeehersteller Viva Coffee auseinander. Keynote-Speaker ist hier Andreas Steinle vom Trend Research Institute.

Ausblicke in die Zukunft der weltweiten Kaffeeproduktion wagt Keynote Speaker José Dauster Sette vom Branchenverband International Coffee Association aus Großbritannien. Einsichten in die Kaffeewelt Brasiliens gewährt Robério Oliveira Silva, ein hochrangiger Vertreter des Landwirtschaftsministeriums, dessen Vorhersagen zum Umfang der heimischen Kaffee-Ernte erheblichen Einfluss auf die internationalen Börsenpreise haben. Das Land am Zuckerhut ist der größte Kaffeeproduzent der Welt. Weitere Redner zum Thema „Kaffeemärkte der Zukunft“ sind Allen Onzima von der East African Fine Coffee Association aus Uganda, einer Non-Profit-Organisation für den Kaffeesektor, der sich zehn afrikanische Länder angeschlossen haben, und Wolfgang Heinricy von der Neumann Kaffee Gruppe, einem weltweit führenden Rohkaffee-Handelsunternehmen.

Die abschließende Podiumsdiskussion beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit nachhaltiger Kaffeeanbau der Weg der Zukunft ist. Daran teil nehmen Vertreter internationaler Zertifizierungs-Unternehmen und Organisationen wie Rainforest Alliance, UTZ Certified, 4C Assosiation, TCC und FLO.

Die Fachmesse COTECA Hamburg, The International Trade Show for the Coffee, Tea & Cocoa Business, bildet die vollständigen Wertschöpfungsketten aller drei Segmente Kaffee, Tee und Kakao von der Rohware bis zum fertigen Produkt ab. Sie feiert vom 4. bis 6. Juni auf dem Hamburger Messegelände Premiere und findet alle zwei Jahre statt. Ideeller Träger der COTECA Hamburg ist der Deutsche Kaffeeverband. Weitere Informationen sowie das komplette Kongressprogramm stehen im Internet unter www.coteca-hamburg.com

Trinkende Männer haben seltener Herzinfarkt

Spanische Studie unter Experten-Beschuss –

Gegen ein kleines Bier oder ein Glas Wein gibt es nichts einzuwenden

Der tägliche Alkoholkonsum von
Männern reduziert das Risiko eines Herzinfarkts um ein Drittel. Das
haben Forscher bei mehr als 15.500 Männern und 26.000 Frauen in Spanien
herausgefunden. Andere Experten äußerten sich sehr kritisch gegenüber
der Studie, denn sie verweisen auf andere Erkrankungen, die auf
Alkoholkonsum zurückzuführen sind und jährlich 1,8 Mio. Todesopfer
fordern.

Frauen hatten aber deutlich weniger Vorteile vom täglichen Trinken,
kommen die Forscher zum Schluss. Die Studie, die im Fachmagazin Heart
http://heart.bmj.com publiziert wurde, wurde in Spanien – einem Land mit
relativ hohem Alkoholkonsum, aber einer geringen Zahl an Herzinfarkten –
durchgeführt. Dazu wurden Frauen und Männer zwischen 29 und 69 Jahren
über die Trinkgewohnheiten während der vergangenen zehn Jahre befragt.

Mediziner: Alkohol schadet besonders Männern

„Alkohol ist hyperkalorisch, das heißt, dass Männer, die Alkohol
trinken, eine große Menge von Kalorien zuführen und das führt zu
Übergewicht mit den bekannten negativen Auswirkungen auf Körper und
Geist“, meint der Sexualmediziner Georg Pfau
www.maennerarzt-linz.at . Zudem sei Alkohol
ein Risikofaktor für Krebs des gesamten Verdauungstraktes, von der Zunge
bis zum Enddarm. „Alkohol fördert die Entstehung des Prostatakarzinoms,
den Muskelabbau und Fettaufbau.“

„Der vielleicht einzige Vorteil von Alkohol ist seine psychotrope
Wirkung. Das heißt, dass durch die veränderte Wahrnehmung Hemmungen
wegfallen“, so der Mediziner. Doch auch diese Wirkung sei nicht
uneingeschränkt positiv zu beurteilen. „Denn Alkohol vermindert die
kognitive Leistungsfähigkeit und ist grundsätzlich kontraproduktiv für
die Sexualität“, erklärt Pfau.

„Alkohol ist zudem eine hormonell aktive Substanz. Er greift in den
Hormonhaushalt des Männerkörpers ein. Konkret kommt es zur Aktivierung
eines Enzyms namens Aromatase, das das Männerhormon Testosteron in das
Frauenhormon Östradiol umwandelt. Die Auswirkungen sind leicht
auszumalen“, so der Mediziner. Die antioxidative Wirkung des Alkohols –
vor allem Wein – könne auch durch andere Maßnahmen erreicht werden.

Großer Alkoholkonsum besserer Herzinfarktschutz

Die Forscher haben die Probanden in sechs Grundtypen nach Alkoholkonsum
gestaffelt, eingeteilt. Bei jenen, die täglich weniger als einen Schuss
Wodka zu sich genommen hatten, verringerte sich das Herzinfarktrisiko um
35 Prozent. Jene, die täglich drei bis elf solche Portionen tranken
sogar um 50 Prozent. Bei Frauen konnte kein positiver Effekt
festgestellt werden. Möglicherweise habe das mit der unterschiedlichen
Art des Abbaus zu tun.

Die Art des Getränks schien eine geringere Rolle zu spielen. Der Schutz
vor Herzkrankheiten war bei jenen, die große Mengen verschiedener Drinks
zu sich nahmen, deutlich größer. Die genauen Mechanismen sind unklar.
Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Alkohol die
HD-Lipoprotein-Werte – auch „gutes Cholesterin“ genannt – ansteigen
lässt und so verhindert, dass sich das „schlechte“ Cholesterin in den
Arterien aufbauen kann.

Die Studie ist unter
http://press.psprings.co.uk/heart/november/ht173419.pdf abrufbar. Wolfgang Weitlaner

Die Weißen Nächte von St. Petersburg

Die Weißen Nächte von St. Petersburg

In den Sommermonaten verzaubert die russische Metropole ihre Besucher durch das einzigartige Naturphänomen eines nie enden wollenden Tages

Sie beginnen Anfang Juni und dauern bis Mitte Juli. Und auch im August sind die Auswirkungen dieses einzigartigen Naturphänomens noch zu spüren. Gemeint sind die Weißen Nächte in St. Petersburg.
Begünstigt durch die nördliche Lage, bleibt es zur Zeit der Sommersonnenwende auch nach Mitternacht in der Stadt an der Newa noch taghell. Und nur ein kurzzeitiges silbrig-graues Glühen lässt eine Ahnung von Dämmerung aufkommen. Der Zauber der Weißen Nächte mag es auch gewesen sein, der den russischen Schriftsteller Dostojewski zu seiner gleichnamigen Erzählung inspirierte, eine der schönsten Liebesgeschichten der Weltliteratur.

Aber es sind nicht nur die nie enden wollenden Tage in den Sommermonaten, die St. Petersburg zu einem lohnenswerten Reiseziel machen. Fast genau auf dem 60. Breitengrad gelegen und mit einer Fläche, die zu einem Großteil aus Wasser besteht, ist St. Petersburg die nördlichste Millionenstadt der Welt. Und sie gehört mit ihrem barock-klassizistischen Zentrum zu den attraktivsten Metropolen Europas. Da mag auch die Eremitage ihren Teil dazu beitragen. Russlands größte Gemäldegalerie beherbergt Kunstwerke aller großen Epochen.

Höhepunkt einer Städtereise des Bonner Veranstalters B & T Touristik ist St. Petersburg – auch zur Zeit der Weißen Nächte. Zwei Tage der Reise sind dabei jedoch der russischen Hauptstadt vorbehalten, die mit ihren zahlreichen Palästen und Kunstschätzen der Zarenzeit Besucher immer wieder fasziniert.

Detaillierte Informationen zur der 8-tägigen Reise nach St. Petersburg und Moskau, inklusive Linienflug ab 1.455 Euro pro Person, gibt es bei: B & T Touristik, Graurheindorfer Str. 73, 53111 Bonn, Tel. (0228) 3904382, Fax (0228) 3904383, mailto:info@bt-touristik.de, www.bt-touristik.de .