Meininger Award Excellence in wine & spirit

Die begehrten Branchen Awards, die jährlich am Abend vor der ProWein Eröffnung in Düsseldorf verliehen werden, gehen in diesem Jahr an: Markus Molitor, Paul-François Vranken, Christophe Salin, die Familie Frescobaldi, Bernd G. Siebdrat und Nonino.

Alle Preisträger Meininger Award (v.l.n.r. Francesca, Elisabetta, Antonella und Giannola Nonino, Christophe Salin, Markus Molitor, Christoph Meininger, Andrea Meininger-Apfel, Paul-François Vranken, Nathalie Vranken, Lamberto und Leonardo Frescobaldi, Bernd Siebdrat


Bei der Auftaktveranstaltung der ProWein in Düsseldorf wurden beim 13. Meininger Award Excellence in wine & spirit herausragende Unternehmer und Persönlichkeiten der internationalen Wein- und Spirituosenbranche ausgezeichnet. In Anwesenheit von rund 600 geladenen Gästen wurden die Awards in sechs Kategorien vergeben. Den Preis „Weinunternehmer des Jahres national“ nahm der Spitzenwinzer Markus Molitor von der Mosel entgegen. Mit seinen Steillagenweinen und Qualitätsansprüchen macht er seit Jahren von sich reden. Christophe Salin, CEO von Domaines Baron de Rothschild (Lafite) wurde in der Kategorie „Weinunternehmer des Jahres international“ geehrt. Er hält seit Jahren erfolgreich die Zügel des Luxus-Unternehmens in der Hand. Das italienische Traditionshaus Frescobaldi, das seit 700 Jahren Weine produziert, wurde mit der Auszeichnung „Weinfamilie des Jahres“ bedacht. Für sein Lebenswerk wurde Paul-François Vranken prämiert. Der gebürtige Belgier hat mit Vranken-Pommery in nur einer Generation ein imposantes Champagne-Imperium geschaffen. Der „Sonderpreis der Jury“ wurde Bernd G. Siebdrat verliehen. Seit Jahren setzt er sich für die Restaurantkultur in Deutschland ein. „Spirituosenunternehmer des Jahres“ wurde die in Norditalien ansässige Destillerie Nonino. Die Frauen-Power aus dem Friaul nimmt seit Jahren eine Ausnahmestellung in der Grappa-Welt ein.

Weinunternehmer des Jahres national: Markus Molitor, Weingut Molitor
Markus Molitor ist ein Ausnahmewinzer. Mit gerade 20 Jahren übernahm er drei Hektar Rebfläche von seinem Vater und kaufte nach und nach Filetstücke in Toplagen an der Mittelmosel. Er bewirtschaftet fast ausschließlich Steillagen und schwört auf naturnahen Anbau, geringe Erträge und späte Lese. „Er ist ein Bewahrer des Kulturguts Wein, keiner hat mehr Steillagen rekultiviert als er“, so Laudatorin Ilka Lindemann, Chefredakteurin des Magazins Meiningers Weinwelt. Die Sensation folgt 2015. In diesem Jahr wurden drei seiner Weine mit 100 Parker Punkten ausgezeichnet. Sein jüngstes Projekt ist der Kauf der Staatlichen Weinbaudomäne Serrig an der Saar. Damit betreibt der zielstrebige Perfektionist zwei Weingüter, eines mit 70 Hektar an der Mosel, das andere an der Saar mit 30 Hektar.

Weinunternehmer des Jahres international: Christophe Salin, Domaines Baron de Rothschild (Lafite)
Christophe Salin managt seit über 30 Jahren ein Weingut, das einen der teuersten Weine der Welt produziert, Château Lafite. 1985 traf er Baron Eric de Rothschild, der in fünfter Generation an der Spitze von Château Lafite Rothschild steht. Noch im selben Jahr übernahm Salin die Geschäftsführung der Domaines Baron de Rothschild (Lafite) mit Sitz in Bordeaux und leitet seitdem mit großen Erfolgen die Geschicke des Unternehmens. Unter seiner Ägide kaufte Rothschild Lafite weitere Weingüter in Frankreich, Chile und Argentinien. Das letzte große Investment ist ein Projekt in China mit einem 25-Hektar-Weinberg. Heute erzeugen die Domaines Barons de Rothschild (Lafite) Weine auf insgesamt 1.200 Hektar eigenem Rebland.

Weinfamilie des Jahres: Lamberto Frescobaldi und Familie
Die Familie Frescobaldi kann auf eine mehr als 700-jährige Weingeschichte zurückblicken. Mit rund 1.200 Hektar Rebfläche in sechs weltbekannten Weingütern der Toskana sowie dem Spitzenerzeuger Ornellaia ist Frescobaldi einer der größten italienischen und europäischen Weinerzeuger. Die Marchesi Frescobaldi produzieren rund 11 Millionen Flaschen Wein, die in 90 Ländern der Welt verkauft werden. Hinter dem Erfolg steht eine Familie. Derzeit sind sieben Familienmitglieder in unterschiedlichen Verantwortungsbereichen – vom Präsidenten, Geschäftsführer, Exportleiter und Marketingmanager bis hin zum Geschäftsführer der Restaurants und Vertriebsgesellschaft – tätig. Geführt wird das Weinimperium heute in der 30. Generation von Marchese Lamberto Frescobaldi.

Ehrenpreis für das Lebenswerk: Paul-François Vranken, Vranken-Pommery Monopole
Dem gebürtigen Belgier ist es gelungen, in nur einer Generation ein Champagner-Imperium zu schaffen. 1976 gründete er mit 30 Jahren sein eigenes Unternehmen und produzierte den ersten Champagner mit der Marke Vranken. Er kaufte die Champagnermarken Veuve Monier und Heidsieck + Co. Monopole. Ein Meilenstein für die Entwicklung seiner Champagner-Gruppe war 2002 die Übernahme des renommierten Champagnerhauses Pommery in Reims. Mit knapp 300 Millionen Euro Jahresumsatz gehört Vranken-Pommery heute zu den führenden Champagnergruppen und zugleich zu den zehn größten Weinproduzenten Frankreichs.

Sonderpreis der Jury: Bernd G. Siebdrat, Wein Wolf Import
Bernd Siebdrat wurde für seine Verdienste in der Gastronomie geehrt. Von Anbeginn seiner beruflichen Laufbahn lag sein Focus auf Premiumweinen. Bis heute setzt er sich für die Restaurantkultur in Deutschland ein. Gemeinsam mit Karl-Heinz Wolf gründete er vor 35 Jahren das Unternehmen Wein Wolf, das heute für exklusiven Import internationaler Spitzenweine steht. Als Geschäftsführer hat Bernd Siebdrat Wein Wolf weiter aufgebaut und über Jahrzehnte geprägt, auch international. Nach wie vor hat für Siebdrat die Gastronomie als Mittelpunkt der Lebens- und Genusskultur absolute Priorität.

Spirituosenunternehmer des Jahres: Familie Nonino, Destillerie Nonino
Nonino mit Sitz in Friaul gehört zu den bedeutendsten Destillerien Italiens. Immer wieder hat das Unternehmen bahnbrechende Innovationen für den Grappa-Markt geliefert und seine Position als Qualitätspionier gefestigt. Giannola Bulfoni Nonino war die erste, die Trester verschiedener Weinberge getrennt destillierte und später in den 80er Jahren ganze Trauben zum Brennen verwendete. „Nonino hat den Grappa-Markt revolutioniert, eine neue Benchmark in Sachen Qualität gesetzt und mit unermüdlicher Leidenschaft eine ganze Getränkekategorie geadelt“, unterstreicht Barbara Becker, Chefredakteurin der Gastronomiezeitschrift fizzz in ihrer Laudatio. Inzwischen stehen Giannollas Töchter, Elisabetta, Cristina und Antonella Nonino, an der Spitze des norditalienischen Familienbetriebs und die nächste Generation setzt mit Francesca Bardelli Nonino bereits neue Akzente.

Weitere Informationen: www.meininger.de/meininger-award

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