ÖKO-TEST: Kinderlaufräder

Bei Kinderlaufrädern macht es sich bezahlt, auf teurere Produkte zu setzen. Denn wie ein neuer Test des Frankfurter Verbrauchermagazins ÖKO-TEST zeigt, hat Qualität ihren Preis. Einige der billigeren Modelle gingen im Praxis-Check schnell zu Bruch, während gleichzeitig die Griffe, Sitze und Lenkerpolster voller Schadstoffe stecken. Ein Laufrad erwies sich im Labor sogar als nicht verkehrsfähig.

Kinder sollten nun mal mit den Laufrädern über Stock und Stein fahren können, ohne dass etwas kaputtgeht. Doch einige Produkte halten diesen Belastungen nicht stand: So riss beispielsweise beim Laufrad von Jako-O auf dem Rollenprüfstand der Rahmen an, unter statischer Belastung verbog sich die Halteplatte am Sitzrohr. Das Rad von Hudora erlitt auf dem Rollenprüfstand sogar einen Totalschaden – der Rahmen brach. Nach dem Umkipp- und Falltest waren zudem der Prall- und Radschutz hinüber.

Problematisch sind bei vielen Laufrädern zudem die Griffe, der Sattel und die Lenkerpolster. In einigen Produkten fand das Labor die unterschiedlichsten Schadstoffe, darunter polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Phthalate, Dibutylzinn und Chlorparaffine. Sie können über die Haut aufgenommen werden und über längere Zeit gesundheitliche Schäden anrichten. Das Jako-O-Laufrad enthält in Spielzeug verbotene Phthalat-Weichmacher (DEHP). Da das Produkt als Spielzeug in Verkehr gebracht wurde, ist es laut Marktaufsicht nicht verkehrsfähig.

Das ÖKO-TEST-Magazin März 2012 gibt es seit dem 24. Februar 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

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