ÖKO-TEST Donuts

Do nut eat: Zu den Schlechtesten unter den Schlechten gehören die Donuts von McDonald‘s.

Donuts sind zwar Homer Simpsons Lieblingsspeise, doch alle anderen sollten besser die Finger von ihnen lassen. Denn die Hefekringel stecken voller Schadstoffe, wie eine aktuelle Untersuchung von ÖKO-TEST zeigt. Das Verbrauchermagazin kritisiert unter anderem die hohen Gehalte an Fettschadstoffen, die durch den Einsatz von Palmöl in die Donuts gelangen und als besonders gefährlich gelten. Dazu sind alle getesteten Produkte mit Mineralöl belastet.

ÖKO-TEST hat 15 Kringel von Donutketten, Backshops sowie aus den Tiefkühltruhen verschiedener Märkte ins Labor geschickt. Das Ergebnis: Alle Marken sind mit „ungenügend“ durchgerasselt. Der Grund für diese Abwertung liegt zum einen an den Fettschadstoffen. Donuts werden bevorzugt in heißem Palmöl ausgebacken. Das hat zwar den Vorteil, dass dieses Fett frei von ungesunden Transfettsäuren ist. Doch der Rohstoff aus den Früchten der Ölpalme ist oftmals sehr stark mit Glycidyl-Fettsäureestern belastet. Diese Fettschadstoffe werden als erbgutschädigend und möglicherweise krebserregend eingestuft, schon kleine Mengen können die DNA schädigen.

Ein anderer Grund für die schlechte ÖKO-TEST-Bewertung ist Mineralöl. Dieses kann sich im Körper anreichern und hat im Tierversuch Organe geschädigt. Vermutlich sind diese Schadstoffe aus den Verpackungen oder durch den Produktionsprozess auf die Donuts übergegangen.

Dazu kommen noch weitere Kritikpunkte: Fünf Donuts im Test waren nicht mehr frisch. Mehrere Hersteller setzen Aromen und umstrittene Phosphate ein. Keine Überraschung sind die hohen Fett- und Zuckergehalte der meisten Donuts.

Das ÖKO-TEST-Magazin Oktober 2016 gibt es aktuell im Zeitschriftenhandel.

Die Aromen-Süßstoff-Gentechnik-Diät

Für die aktuelle Februar-Ausgabe hat das ÖKO-TEST-Magazin 16 Diät-Shakes in Apotheken, Drogerien und Onlineshops gekauft und im Labor auf ihre Zusammensetzung sowie auf Schadstoffe untersuchen lassen. Es zeigte sich, dass die Pulverdiäten nicht zu empfehlen sind. Der Grund: Chlorat, Gentechnik, Süßstoffe, Aromen, eine unausgewogene Zusammensetzung sowie unseriöse Versprechungen der Hersteller.

Selbst wenn Anfang des Jahres viele Menschen hochmotiviert eine Diät starten, auf Pulverdiäten sollten sie besser nicht setzen, so die Empfehlung von ÖKO-TEST. Denn die Drinks helfen nicht bei der Umstellung auf eine kalorienärmere Ernährung. Sie sind Kunstprodukte, die nicht nur mit Aromen und Süßstoffen geschmacklich aufgepeppt werden, sondern teilweise auch noch Schadstoffe wie Chlorat und Perchlorat enthalten, welche die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse blockieren können. In drei Pulvern wies das von ÖKO-TEST beauftragte Labor gentechnisch veränderte Bestandteile von Sojabohnen nach – und zwar neben Roundup-Ready-Soja erstmals eine weitere modifizierte Sojasorte. Gentechnik ist mit diversen ökologischen Risiken verbunden und lässt sich nicht kontrollieren.

Formuladiäten müssen die Regularien der Diätverordnung erfüllen, was manche aber nicht tun. Almased Vitalkost und das apothekenexklusive Produkt Xlim Aktiv Mahlzeit etwa liefern in der Startphase weniger Kalorien als vorgeschrieben.

Gravierend ist die unzureichende Kennzeichnung der meisten Produkte. Denn: Falsch angewendet können Diät-Shakes zu gesundheitlichen Problemen führen. So sollte auf allen Produktverpackungen auf die Notwendigkeit einer ärztlichen Begleitung hingewiesen werden, was entweder gar nicht oder nur ansatzweise erfüllt wurde. Hinzu kommt, dass einige Hersteller zu wenig Hinweise zur Anwendung geben, dafür umso markantere Werbesprüche machen.

Das ÖKO-TEST-Magazin Februar 2016 gibt es seit dem 29. Januar 2016 im Zeitschriftenhandel.

ÖKO-TEST Schwarzer Tee

Problemstoffe in der Tasse:

Das Labor fand in den schwarzen Tees bis zu 20 Pestizidrückstände!

Schwarze Tees stecken oft voller Pestizide und anderer Schadstoffe. Dieses Resümee zieht das ÖKO-TEST-Magazin in der neuen September-Ausgabe. Ein türkischer Tee ist sogar so hoch belastet, dass er nicht hätte verkauft werden dürfen. Das Verbrauchermagazin kritisiert zudem, dass viele Anbieter nicht ausreichend belegen konnten oder wollten, dass sie sich um faire Löhne und menschenwürdige Verhältnisse in den Anbauländern bemühen.

Die Arbeit auf den Teeplantagen in den klassischen Anbaugebieten ist eine Schufterei und noch immer Handarbeit, die vor allem von Frauen durchgeführt wird. Die Löhne sind oftmals nicht existenzsichernd. ÖKO-TEST wollte wissen, was Teehersteller tun, um die Menschen in den Ursprungsländern zu unterstützen. Es zeigte sich, dass nur wenige bereit oder in der Lage waren, konkrete Fakten zu den Arbeits- und Anbaubedingungen vorzulegen. Einige Anbieter führten Unternehmensgrundsätze, Lieferantenkodizes oder den Verhaltenskodex des Deutschen Teeverbandes als Nachweis für ihre Anstrengungen ins Feld. Keines dieser Papiere sieht jedoch eine unabhängige, externe Kontrolle vor.

Verbraucher, denen faire Löhne und menschenwürdige Verhältnisse wichtig sind, können sich aber laut ÖKO-TEST an bestimmten Labels orientieren. So wiesen acht Tees im Test Siegel wie Fairtrade oder Naturland aus, die die Einhaltung und unabhängige Kontrolle von sozialen und ökologischen Standards vorschreiben.

Ein bitteres Fazit zieht ÖKO-TEST zudem aufseiten der Inhaltsstoffe. Knapp die Hälfte der Produkte fällt durch. Einer der Gründe dafür sind Pestizide. Die Marke Öztürk Tee Yaprak Filiz Cayi Schwarzer Tee enthielt mehr als 20 Rückstände verschiedener Insekten- und Unkrautvernichter, darunter zwei Stoffe in so hohen Mengen, dass gesetzliche Grenzwerte überschritten wurden. Das Labor fand in einigen Tees aber auch das krebsverdächtige Anthrachinon, das sich allerdings nur schlecht im Teegetränk löst, sowie giftige Pflanzenstoffe, sogenannte Pyrrolizidinalkaloide. Zwei Marken wiesen eine deutliche Belastung mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) auf. Auch Aluminium ist, gerade in Beuteltee, ein Thema.

Das ÖKO-TEST-Magazin September 2015 gibt im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

ÖKO-TEST Bierbrausets

Bierbrausets versprechen Laien, in relativ kurzer Zeit mit überschaubarem Aufwand eigenhändig Bier zu brauen. Eine neue Untersuchung des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST zeigt, dass keines der getesteten Sets seinen Preis wert ist. Das Gebraute enttäuscht geschmacklich. Ebenso ist die Hälfte der Anleitungen schwer verständlich und das Labor analysierte in vielen Brau-Equipments Schadstoffe.

Mehr als die Hälfte der von ÖKO-TEST untersuchten Bierbrausets ist „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Das liegt unter anderem daran, dass das Gebraute nicht nach dem schmeckt, was die Deklaration verspricht. Die ausgebildeten Sensoriker, die die Biere verkosteten, bemängelten, dass diese unter anderem „lösungsmittelartig“ oder „muffig“ rochen. Andere schmeckten untypisch fruchtig oder nach verbranntem Karamell. Ein Produkt lieferte sogar einen ungenießbaren Trunk, weil die mitgelieferte Hefe keine hinreichende Gärung zuließ.

Auch die Anleitungen sind oftmals für Laien schwer verständlich und unübersichtlich. Zudem fehlen darin wichtige Informationen wie zum Beispiel, dass man kaltes Wasser abkochen sollte, bevor man damit braut; denn im Leitungswasser können sich Milchsäurebakterien befinden, die das Bier sauer machen.

Würde das Gebraute gewerblich verkauft, dürfte dies in vielen Fällen nicht unter dem Namen „Bier“ geschehen, weil es das Reinheitsgebot nicht erfüllt. Wenigstens hat ÖKO-TEST keine problematischen Mengen an Schadstoffen im Bier nachgewiesen. Dafür stecken im Material der Sets häufig Schadstoffe wie Phthalate, die im Verdacht stehen, Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen und wie ein Hormon zu wirken.

Das ÖKO-TEST-Magazin August 2015 gibt es im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

Stiftung Warentest : Toastbrot

Erfreulich: Im großen Toastbrot-Test von insgesamt 28 Produkten gab es nur die test-Qualitätsurteile „Gut“ und „Befriedigend“. Schadstoffe und Keime waren kein Problem, Unterschiede gab es aber im Geruch und Geschmack. Nachzulesen in der August-Ausgabe von test, für die Buttertoast, Mehrkorntoast und Toast mit Saaten sowie Vollkorntoast und zwei Toastbrötchen untersucht wurden.

Beim Buttertoast lag der Golden Toast Buttertoast für 1,29 Euro pro 500-Gramm-Packung ganz vorn; der Goldähren Buttertoast von Aldi (Nord) für 0,49 Euro war aber fast genauso gut. Bester Toast mit Saaten ist der Harry Balance Toast aus Weizen mit Sonnenblumenkernen und Leinsamen, die auch im „guten“ Golden Toast Körnerharmonie stecken. Beim Vollkorntoast landeten Golden Toast, Lidl/Grafschafter und Netto Markendiscount/Kornmühle auf den vorderen Plätzen. Auch hier waren die Produkte von den Discountern deutlich preiswerter als die Markenprodukte.

Erstaunlich ist, dass Buttertoast weniger Fett enthält als Toast mit Saaten. Vollkorntoast liefert am meisten gesunde Ballaststoffe und macht so nicht nur länger satt als Buttertoast, sondern ist auch gut für die Verdauung. Bei den Saatentoastbroten im Test wurde bei der Farbe nachgeholfen. Um diese dunkler aussehen zu lassen, kommen beim Harry Balance Toast Gerstenmalzextrakt und Weizenröstmalzmehl zum Einsatz, bei Golden Toast Körnerharmonie Gerstenröstmalz und Karamellsirup.

Untersucht wurden Aussehen, Geschmack, Geruch, Textur und Mundgefühl, sowie Schadstoffe, die mikrobiologische Qualität, Verpackung und Deklaration.

Stiftung Warentest: Reisekoffer

Jeder zweite Griff der getesteten Reisekoffer enthält Schadstoffe. Vier sind sogar sehr stark belastet, darunter zwei Modelle des Branchenriesen Samsonite. Die meisten Koffer sind zudem nicht wasserdicht. Für die Juni-Ausgabe der Zeitschrift test hat die Stiftung Warentest 17 Hart- und Weichschalenkoffer geprüft und nur drei mit „Gut“ bewertet.

Der Tragegriff des American Tourister Tokyo Chic steckt dermaßen voller Schadstoffe, dass eine Reise zum Gesundheitsrisiko werden kann. Mit dem Ergebnis konfrontiert, erklärt Samsonite, das Modell vom Markt zu nehmen. Restbestände werden aber noch verkauft. Drei weitere Koffer sind ebenfalls stark mit Schadstoffen belastet. Darunter auch der Travelite Elbe One, der K-Classic von Kaufland sowie der teuerste im Test, der Samsonite Cubelite für 370 Euro. Bei den Schadstoffen handelt es sich um gefährliche Phthalat-Weichmacher und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Enthält ein Griff zum Beispiel mehr als 10 Milligramm PAK pro Kilogramm Kunststoff vergaben die Tester ein „Mangelhaft“. Im Tragegriff des American Tourister fanden sie sogar 18.000 Milligramm PAK pro Kilogramm Kunststoff. Beim Anfassen der Griffe können die Stoffe über die Haut in den Körper gelangen. Im schlimmsten Fall können sie Krebs erzeugen, das Erbgut verändern, die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen.

Ein guter Koffer muss auch mal einen Regenguss aushalten, doch nur einer ist wirklich wasserdicht. Bei allen anderen dringt mehr oder weniger Wasser ein, über die Öffnungen der Teleskopgriffe oder die Reisverschlüsse. Bei der Haltbarkeit gab es keine Kritik: Die Dauertests für Räder, Riemen und Griffe haben alle tadellos bestanden. Nähte, Reißverschlüsse und Schlösser halten ebenfalls. Auch beim Falltest erweisen sich die meisten Koffer als stabil.

Gourmet Report mag die Koffer von Tumi und Briggs & Riley, weil sie sehr stabil sind und Jahrzehnte halten (zumindestens die alten Tumis)

Tag des Wassers

Der Glaube, dass Leitungswasser Krankheitserreger oder Schadstoffe enthält, lässt viele verunsicherte Verbraucher lieber Mineralwasser aus der Flasche statt Rohrperlen aus dem Wasserhahn trinken. In punkto Qualität gibt es jedoch bei beiden Varianten keinen Unterschied: „Lei­tungswasser ist als Durstlöscher genauso gut geeignet wie abgefülltes Prickelwasser aus dem Handel“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Die örtlichen Wasserwerke bereiten Grundwasser als Basis des Trink­wassers so auf, dass nahezu alle Schadstoffe herausgefiltert werden. Erst wenn es geprüft und für unbedenklich befunden ist, gelangt das Leitungswasser vom Wasserwerk in die Haushalte.

Zum Tag des Was­sers am 22. März zählt die Verbraucherzentrale NRW weitere Vorzüge des „Kranenbergers“ auf:
Gesundes und Ökologisches aus der Leitung: Um den Durst mit einem kühlen, kalorienfreien und kostengünstigen Getränk zu stillen, brauchen Verbraucher nur den Wasserhahn aufzudrehen. Vom Schluck aus der Leitung profitiert nicht nur der Mensch, sondern auch die Umwelt. Aufbereitetes Wasser aus der Flasche ist hinge­gen deutlich teurer. Denn der Aufwand für Herstellung, Abfüllung und Transport der Mineralwasserflaschen hat seinen Preis.

Sauberes Wasser: Das örtliche Wasserwerk steht dafür gerade, dass die Qualität von Leitungswasser den Vorschriften der Trinkwas­serverordnung entspricht. Das Nass aus dem Rohr enthält – wenn überhaupt – nur winzige, unbedenkliche Spuren von Pestiziden, Altöl und Chemikalien. Das Risiko, sich Schadstoffe über Lebensmittel einzuverleiben, ist um ein Vielfaches höher als die Aufnahme über Leitungswasser.

Selfmade-Sprudel keine Zauberei: Durch das Hinzufügen von Kohlensäure verwandelt sich Leitungswasser in Sprudel. Mixt man noch Sirup hinzu, wird das Prickelwasser zur leckeren Limonade. Das selbstgemachte Sodawasser ist nicht nur günstiger, sondern spart auch den Weg zum Getränkemarkt. Damit die Qualität stimmt, sollten bei der Zubereitung von Sodagetränken stets saubere Fla­schen und frisches Wasser zum Einsatz kommen. Die Aufbewah­rung des Selfmade-Mixes im Kühlschrank hilft, einer Verkeimung vorzubeugen.

Trinkwasser auch für Babys okay: Beim Anrühren von Babynah­rung mit Leitungswasser sollten folgende Dinge beachtet werden: Den Strahl aus dem Wasserhahn am besten erst bis zu drei Minuten laufen lassen, bevor er ins Fläschchen wandert. Um auch die letzten Restkeime abzutöten, sollte das erforderliche Leitungswasser zu­nächst abgekocht werden. Achtung: Wasser aus Hausbrunnen oder Bleileitungen können die Gesundheit von Säuglingen gefährden. Auch neue Kupferleitungen geben im ersten halben Jahr eine fürs Baby schädliche Kupfermenge ans Wasser ab. Wer auf Nummer sicher gehen will, informiert sich beim Vermieter über erfolgte Bau­maßnahmen an den Wasserleitungen oder beauftragt ein Labor mit einer Leitungswasseranalyse, die Aufschluss gibt über Bestandteile und Zusammensetzung des Trinkwassers. Sind die Grenzwerte überschritten, ist die Verwendung von abgefülltem Trinkwasser am sichersten.

Sorgsamer Umgang mit Haushaltschemikalien: Um die Trinkwas­serqualität weiterhin zu gewährleisten, sollten schädliche Flüssigkei­ten wie Pestizide oder Altöl, aber auch Medikamente verantwor­tungsbewusst bei der Schadstoffsammelstelle der Kommune ent­sorgt werden. Pestizide dürfen nur in Ausnahmefällen im Garten ver­wendet werden, da die gesundheitsschädlichen Chemikalien über den Untergrund ins Abwasser gelangen können. Ein Tropfen Mine­ralöl verschmutzt gar 1000 Liter Wasser – eine Menge, die sechs vollen Badewannen entspricht.

Bei Fragen zur sinnvollen Trinkwassernutzung sind die Umweltbera­tungsstellen der Verbraucherzentrale NRW die richtigen Anlaufstellen. Adressen und Öffnungszeiten gibt’s im Internet unter
www.vz-nrw.de/umweltberatung.

ÖKO-TEST: Kinderlaufräder

Bei Kinderlaufrädern macht es sich bezahlt, auf teurere Produkte zu setzen. Denn wie ein neuer Test des Frankfurter Verbrauchermagazins ÖKO-TEST zeigt, hat Qualität ihren Preis. Einige der billigeren Modelle gingen im Praxis-Check schnell zu Bruch, während gleichzeitig die Griffe, Sitze und Lenkerpolster voller Schadstoffe stecken. Ein Laufrad erwies sich im Labor sogar als nicht verkehrsfähig.

Kinder sollten nun mal mit den Laufrädern über Stock und Stein fahren können, ohne dass etwas kaputtgeht. Doch einige Produkte halten diesen Belastungen nicht stand: So riss beispielsweise beim Laufrad von Jako-O auf dem Rollenprüfstand der Rahmen an, unter statischer Belastung verbog sich die Halteplatte am Sitzrohr. Das Rad von Hudora erlitt auf dem Rollenprüfstand sogar einen Totalschaden – der Rahmen brach. Nach dem Umkipp- und Falltest waren zudem der Prall- und Radschutz hinüber.

Problematisch sind bei vielen Laufrädern zudem die Griffe, der Sattel und die Lenkerpolster. In einigen Produkten fand das Labor die unterschiedlichsten Schadstoffe, darunter polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Phthalate, Dibutylzinn und Chlorparaffine. Sie können über die Haut aufgenommen werden und über längere Zeit gesundheitliche Schäden anrichten. Das Jako-O-Laufrad enthält in Spielzeug verbotene Phthalat-Weichmacher (DEHP). Da das Produkt als Spielzeug in Verkehr gebracht wurde, ist es laut Marktaufsicht nicht verkehrsfähig.

Das ÖKO-TEST-Magazin März 2012 gibt es seit dem 24. Februar 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Stiftung Warentest: Spielzeug

Schadstoffe, verschluckbare Kleinteile, Strangulationsgefahr: Die Stiftung Warentest hat die Sicherheit von 40 Spielzeugen für 3– bis 6-jährige Kinder geprüft. Die Hälfte der Puppen, Ritterburgen und Bagger schnitten „sehr gut“ oder „gut“ ab. Sieben Spielzeuge sind „mangelhaft“, weil sie Schadstoffe enthalten, Strangulationsgefahr besteht oder Kleinteile verschluckt werden können. Die Ergebnisse sind in der November-Ausgabe der Zeitschrift test veröffentlicht.

Ein wichtiges Thema bei der Sicherheitsprüfung von Spielzeug sind die Schadstoffe. Die wurden auch in Markenprodukten wie der Holzeisenbahn von Brio gefunden. Die Metallräder der Lok setzen Nickel frei. Die Kunststoffschienen des TEDi Modellzugs enthalten krebserzeugende PAK. Bei sieben von elf Puppen steckt Nonylphenol im Kunststoff. Dieser Stoff kann in das empfindliche Hormonsystem von Kindern eingreifen und es langfristig schädigen.

Der Test zeigt aber auch, dass es sicheres und weitestgehend schadstofffreies Spielzeug für Kinder gibt. Darunter sind auch bekannte Marken wie Lego, Haba, Plantoys, Playmobil und Schleich. Die Stiftung rät beim Kauf von Spielzeug auf den Geruch zu achten, sich lieber für unlackiertes Holzspielzeug zu entscheiden, Spielzeuge aus hartem Plastik dem weichen vorzuziehen und die Kleider von Puppen vor dem ersten Spielen zu waschen.

ÖKO-TEST Ratgeber Kosmetik & Wellness

Den aktuellen ÖKO-TEST Ratgeber Kosmetik & Wellness gibt es seit dem 16. September 2011 zum Preis von 5,90 Euro im Handel. Alternativ ist der Ratgeber auch in Kombination mit der CD Jahrbuch Kosmetik & Wellness für 6,90 Euro erhältlich.

Immer natürlich: Makellose Schönheit, die nur mit vielen Botoxspritzen und Schönheitsoperationen erreicht werden kann, ist eher unmenschlich als schön. Falten gehören nun mal ab einem gewissen Alter zum Leben. Trotzdem braucht die Haut Pflege – und zwar ohne Schadstoffe, die Krebs erregen oder Allergien auslösen können. Welche Cremes und sonstige Kosmetika der Haut geben, was sie braucht, verrät Ihnen der neue ÖKO-TEST Ratgeber Kosmetik & Wellness. Erfahren Sie auch, wie Sie die perfekte Jeans finden und warum Sie lieber die Finger von Hosen lassen sollten, die per Sandstrahlverfahren bearbeitet werden. Ein weiteres Thema ist die neue Lust am Selbermachen: Im Ratgeber finden Sie zahlreiche Tipps zum Stricken, Häkeln und Nähen.

Übrigens ist der ÖKO-TEST Ratgeber Kosmetik & Wellness auch inklusive der CD Jahrbuch Kosmetik & Wellness erhältlich. Dort finden Sie mehr als 1.100 getestete Produkte.

Die Tests
• TEST Allzweckcremes: Wer von all den Tuben und Tiegeln im Bad die Nase voll hat, kann auch auf eine gute Allzweckcreme zurückgreifen. Aber ausgerechnet die bekannten Marken, darunter Nivea, Creme 21 und Dove, konnten im Test nicht rundum überzeugen. Sie enthalten allergiesierende Duftstoffe und künstliche Öle.

• TEST Lippenpflege: Lippen haben nur vereinzelt Talgdrüsen – daher ist das Bedürfnis, hier nachzufetten, oft groß. Von den 18 Lippenpflegemitteln im Test sind mehr als ein Drittel empfehlenswert.

• TEST Gesichtscremes: Viele der Cremes haben im Test „sehr gut“ abgeschnitten. Doch es gibt auch Produkte, die mit Formaldehyd/-abspalter konservieren und umstrittene Parabene verwenden.

• TEST Pseudonaturkosmetik: Verbraucher, die denken, dass sie bei sogenannter Pflanzenkosmetik auch Natürliches bekommen, irren sich. Denn in diesen steckt nur eine Minidosis Natur. So sind etwa bei der Biotherm Multi Recharge Ginseng-Gesichtspflege 28 der 59 enthaltenen Stoffe rein chemisch, darunter Fette auf Erdölbasis und künstliche Farbstoffe. Von dem Ginsengextrakt steckt dagegen nur ein Prozent oder sogar weniger in der Creme.

• TEST Feuchtigkeitsmasken: Die Haut soll glatt, weich und sogar jünger wirken, wenn man eine Feuchtigkeitsmaske aufträgt. ÖKO-TEST kann in der Tat einige Produkte für die Extraportion Pflege empfehlen. Doch es gibt einige, die voller Schadstoffe stecken.

• TEST getönte Tagescremes: Ein gutes Produkt zaubert aus einem fahlen Teint ein frisches, leicht gebräuntes Gesicht. Leider enthalten aber viele Produkte bedenkliche Stoffe wie polyzyklische Moschus-Verbindungen, die im Tierversuch teilweise hormonelle Wirkungen gezeigt haben, und halogenorganische Konservierungsmittel, die Allergien auslösen können.

• TEST Wattepads: Fast alle Pads sind aus reiner Baumwolle. Doch beim Anbau von Baumwolle als auch bei der Reinigung und Aufbereitung der Fasern kommt jede Menge Chemie zum Einsatz. ÖKO-TEST wollte deshalb wissen, ob die Schadstoffe auch in den Pads stecken, die schließlich direkt mit der empfindlichen Haut in Berührung kommen.

• Kosmetik zum Verschenken: Eine besondere Creme oder zertifizierte Naturkosmetik sind Mitbringsel, die immer gut ankommen. Schließlich zieht mit solchen Produkten immer ein Stück Wellness ins Bad ein. ÖKO-TEST stellt Produkte vor, die im Labortest überzeugt haben.

Außerdem
• Subjektive Wirksamkeitstests von Kosmetik: Die Werbung verspricht uns, dass unsere Haut glatter aussieht, wenn wir sie mit der richtigen Creme pflegen. Bewiesen wird diese Aussage an Wirksamkeitstests. Doch die Hersteller haben hier ihre Tricks, wie sie ihre Creme im besten Licht erscheinen lassen können.

• Der helle Wahnsinn: Helle Jeans gelten als cool, schick und lässig. Doch manche Jeans werden per Sandstrahl auf alt getrimmt, was für die Arbeiter in den Jeansfabriken tödlich enden kann. Das Sandstrahlverfahren zerstört ihre Lungen. Dabei gibt es schon saubere Alternativen. Die Textilindustrie führt die Produktion dennoch fort – weil sie billig ist.

• Die neuesten Maschen: Stricken ist in, aber trendige Frauen stricken keine Socken, sondern sind weitaus origineller. Im neuen Ratgeber finden Sie einige Anregungen, was man so alles mit Wolle anstellen kann.