Bärlauch verhindert gefährliche Blutgerinnsel

Bärlauch verhindert gefährliche Blutgerinnsel

Bärlauch wird oft als „kleiner Bruder des Knoblauchs“ bezeichnet. Die gerinnungshemmende medizinische Wirkung von Bärlauch und Knoblauch ist jedoch bei beiden Pflanzen gleich stark ausgeprägt – die Geschwister sind also ebenbürtig. Dies konnten jetzt erstmals Wissenschaftler am Herzzentrum der Universität Dresden nachweisen.

Bei den Studien der Forscher wurden verschiedene pflanzliche Extrakte von Bärlauch (Allium ursinum), Knoblauch (Allium sativum) und einem chemisch definierten Gerinnungshemmer (Clopidogrel) hinsichtlich ihrer gerinnungshemmenden Wirkung verglichen. Dabei bestätigte sich nicht nur, dass Knoblauch und Clopidogrel die Verklumpung von Blutplättchen in ähnlicher Weise hemmen („Thrombozyten-Aggregationshemmung“). Sondern dass Bärlauch dies in gleicher Stärke wie Knoblauch und ebenfalls dosisabhängig wie Clopidogrel vermag. Die Hemmstoffe der Blutgerinnung im Bärlauchextrakt noch nicht identifiziert.

Anders als oft zu hören, sind Heilpflanzen wie Bärlauch oder Medikamente wie Clopidogrel keine Blut-„Verdünner“, machen das Blut also nicht „flüssiger“. Sondern sie verhindern einen natürlichen Schritt der Blutgerinnung – die Verklumpung von Blutplättchen („Thrombozyten“) innerhalb der Blutgefäße. Vorbeugend ist dies wichtig, um im Verlauf von Operationen die Entstehung gefährlicher Blutgerinnsel („Thromben“) zu verhindern. Zudem sind gerinnungshemmende Medikamente („Antikoagulantien“) immer dann wichtig, wenn eine Grundkrankheit die Gefahr der Blutgerinnsel-Bildung erhöht (zum Beispiel Herzrhythmus-Störungen oder Thrombosen). Antikoagulantien senken dabei die Gefahr von Herzinfarkt oder Schlaganfall.


Die vorgelegten Forschungsergebnisse bestätigen die traditionelle Anwendung von Bärlauchextrakten im Bereich des Herz- und Kreislauf-Systems. Ähnlich wie Knoblauch hat Bärlauch cholesterinsenkende, antioxidative, antiarteriosklerotische und gerinnungshemmende Wirkungen. Das traditionelle Arzneimittel Lefteria® enthält neben Bärlauch die ebenfalls herzkreislaufwirksamen Pflanzen Mistel und Weißdorn.

www.urheimische-medizin.de

Print Friendly, PDF & Email
Sende
Benutzer-Bewertung
5 (1 Stimme)

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.