Sterne-Gastronomie in Deutschland

Eine wissenschaftliche Arbeit von Annika Kruse – Diese Arbeit entstand im Rahmen des Studiengang Tourismus, Schwerpunkt Hotelmanagement, an der Hochschule Heilbronn, Professoren Dr. Christian Buer und Dr. Michael Ottenbacher – Teil 5

Fazit und Kritik

Die vorliegende Arbeit hat gezeigt, dass die Nachfrage nach Top-Gastronomie in
Deutschland in den letzten Jahren gleich geblieben, wenn nicht sogar gestiegen ist.
Das zeigt, dass die Sterne-Restaurants erfolgreich sind, es aber dennoch kein allgemeingültiges
Erfolgsrezept für Sterne-Restaurants gibt. Jedes Sterne-Restaurant
versucht sich durch eine ganz eigene Linie vom Wettbewerb abzuheben (dieses
zeigt auch der Restaurant-Vergleich in Kapitel 6). Wie in den Trends beschrieben
wird deutlich, dass ein Sterne-Restaurant allein mit seinen Speisen wirtschaftlich
nicht unbedingt existieren kann. Viele Restaurants haben sich in der Vergangenheit
ein zweites Standbein in Form vom Vertrieb von Produkten oder durch weitere
Restaurants aufgebaut. Die vorliegende Arbeit hat außerdem gezeigt, welche Auswirkungen
der Verlust eines Sternes haben kann. Das bedeutet, dass die Top-
Gastronomie einem hohen Druck ausgesetzt ist und ihr erreichtes Niveau unbedingt
halten sollte, um sich im Markt der Top-Restaurants behaupten zu können.
Betrachtet man die Nachfrager, so ist festzustellen, dass die Top-Gastronomie zum
einen eine einkommensstarke Zielgruppe hat, zum anderen aber auch diejenigen
anspricht, die ein außergewöhnliches kulinarisches Erlebnis suchen.
Bei der Recherche fällt auf, dass viele zur Top-Gastronomie zählenden Restaurants
in mindestens einem Ranking wie Marcellino’s Restaurantreport Deutschland aufgeführt
sind, oder in einem anderen Ranking unter die 50 besten Restaurants weltweit
fallen. Hier stellt sich allerdings die Frage wie subjektiv die Kriterien sind, nach denen
die Leistung eines Restaurants beurteilt wird? Der Gault Millau und der Guide Michelin
zum Beispiel veröffentlichen ihre Kriterien überhaupt nicht. Das macht das Bewertungssystem
für den Konsumenten nicht unbedingt transparent und lässt die Bewertung
teilweise willkürlich erscheinen, auch wenn Michelin beteuert, die Bewertungen
unabhängig und wiederholt vorzunehmen. Es stellt sich dem Verbraucher auch die
Frage, nach welchem der zahlreichen Führer er sich richten kann oder soll. Letztendlich wird er sich für oder gegen ein Restaurant nach persönlichen Vorlieben, aufgrund
einer Empfehlung durch Freunde oder Bekannte oder aufgrund der Nähe zum
Geschäfts- oder Wohnort entscheiden.
Der beschriebene Anstieg der Anzahl an Sterne-Restaurants in Deutschland im europäischen
Vergleich gesehen deutet darauf hin, dass die Zukunft der deutschen
Top-Gastronomie durch ihr großes Potential ein spannender Bereich der Gastronomie
bleiben wird.

Das ist der letzte Teil der wissenschaftlicne Arbeit von Annika Kruse.
Alle anderen Teile finden Sie hier:
http://www.gourmet-report.de/archiv/annika+kruse/

Die gesamte Arbeit von Annika Kruse umfasst sehr viele Tabellen und Statistiken. Insgesamt sind es 52 Seiten. Sie können sich die hochinteressante, komplette Arbeit bei der Autorin Annika Kruse für 49 Euro direkt bestellen: annika.kruse [at] gmx.de

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