Palma de Mallorca bietet ein gastronomisches Angebot, das sich durch eine hohe Dichte an traditionellen Märkten und historischen Lebensmittelgeschäften auszeichnet. Die Stadt verfügt über mehrere Markthallen mit unterschiedlichen Profilen, die von regionalen Erzeugern bis zu gastronomischen Erlebnisangeboten reichen. Hinzu kommen Betriebe mit langer Kontinuität, die teils seit dem 18. Jahrhundert bestehen.

Gastronomie Palma de Mallorca
Markthallen als gastronomische Infrastruktur
Die städtischen Märkte Palmas bilden das Fundament des gastronomischen Alltags. Sie sind Orte des Lebensmitteleinkaufs, der Begegnung zwischen Erzeugern und Verbrauchern sowie zunehmend auch gastronomische Anlaufpunkte. Drei Markthallen prägen das Angebot der Stadt mit jeweils eigenem Charakter .
Mercat de l’Olivar
Der Mercat de l’Olivar, eröffnet 1951, gilt als der zentrale Lebensmittelmarkt Palmas. In einem zweigeschossigen Gebäude mit zwei Hallen sind über 100 Stände untergebracht . Das Angebot umfasst frischen Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch, saisonales Obst und Gemüse, Käse sowie Wurstwaren wie die mallorquinische Sobrasada.
Die obere Etage ist gastronomisch geprägt: Dort finden sich Tapas-Stände, Austernbars und Restaurants, die frische Produkte aus den unteren Ständen zubereiten . Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 7:00 bis 14:30 Uhr, samstags bis 15:00 Uhr .
Der Markt verzeichnet eine zunehmende touristische Nutzung. Einige Kunden berichten von inflationsbereinigten Preisstrukturen an bestimmten Ständen . Der Mercat de l’Olivar bleibt jedoch ein zentraler Anlaufpunkt für das gastronomische Angebot der Innenstadt.
Mercat de Santa Catalina
Der Mercat de Santa Catalina wurde etwa 1920 eröffnet und ist damit der älteste Markt Palmas . Er liegt im gleichnamigen Stadtviertel, einem ehemaligen Fischerviertel, und verfügt über etwa 50 Stände . Das Angebot umfasst Fisch, Fleisch sowie lokales Obst und Gemüse.
Besonderes Merkmal ist die Kombination von traditionellem Markthandel und gastronomischem Erlebnis: Einige Bars ermöglichen es, frische Produkte direkt an den Ständen zu erwerben und vor Ort zubereiten zu lassen . Die Atmosphäre wird als modern und kosmopolitisch beschrieben, wobei lokale Charakteristika erhalten bleiben . Öffnungszeiten sind Montag bis Samstag von 7:00 bis 17:00 Uhr .
Historische gastronomische Betriebe
Palma verfügt über mehrere gastronomische Betriebe mit langer Kontinuität, die als kulturelle Einrichtungen der Stadt gelten.
Ca’n Joan de s’Aigo
Das Café wurde um 1700 von Joan Thomàs gegründet und zählt zu den ältesten gastronomischen Betrieben Mallorcas . Ursprünglich vertrieb Thomàs in der Serra de Tramuntana gelagertes Schneeeis für gekühlte Getränke, später kamen heiße Schokolade, Ensaimadas und Gebäck hinzu .
Der Betrieb zog 1976 an den heutigen Standort in der Carrer Can Sanç um. Bei diesem Umzug wurden historische Einrichtungselemente wie das handbemalte La-Roqueta-Schild und hydraulische Fliesen mitgenommen . Das Café wird heute in dritter Generation von neun Cousins geführt und betreibt drei Standorte in Palma .
Das Angebot umfasst handwerkliches Speiseeis, heiße Schokolade, Ensaimadas sowie traditionelles Gebäck .
La Pajarita
Der Lebensmittelladen wurde 1872 als Kolonialwarengeschäft gegründet und ist damit der älteste Lebensmittelhandel der Stadt . Das Geschäft führte als erstes in Mallorca Champagner der Marke Moët & Chandon, Kaffee und Bananen ein .
1972 erfolgte eine Aufteilung in zwei eigenständige Betriebe: La Pajarita Bombonería und La Pajarita Charcutería . Die Bombonería führt bis zu 60 Pralinésorten sowie saisonale Spezialitäten wie Marzipan, Turrón und Panellets. Die Charcutería vertreibt Fleischwaren, Käse, Weine und Spirituosen, darunter eigenproduzierte Aufschnitte wie Kastanien-Pistazien-Fleischwaren .
Das Interieur ist weitgehend im Originalzustand der 1960er und 1970er Jahre erhalten. Der Betrieb wurde mit dem Prädikat „Establecimiento de Oro“ ausgezeichnet .
Saisonale Gastronomie
In den Wintermonaten verändert sich das gastronomische Angebot Palmas. Die Küche konzentriert sich dann stärker auf saisonale Produkte und lokal orientierte Betriebe. Die Märkte bleiben das Zentrum der Lebensmittelversorgung . Die Gastronomie wird in dieser Zeit von Einheimischen geprägt, das Essensrhythmus verlangsamt sich.
Kulinarische Route Cuines del Món
Vom 1. bis 15. Oktober 2026 findet die erste Ausgabe der kulinarischen Route „Cuines del Món a Palma“ statt. Etwa 50 auf internationale Küche spezialisierte Restaurants nehmen teil. Sie bieten während dieser 15 Tage spezielle Menüs zum Preis von 25 Euro (ohne Getränke) an. Organisiert wird die Route vom Gastronomieverband der Balearen (FERIB) in Zusammenarbeit mit TasteMallorca.es und der Stadtverwaltung über PalmaActiva. Ziel ist es, die gastronomische Aktivität im Herbst zu fördern und Besucherströme auf verschiedene Stadtteile zu verteilen.
Palma de Mallorca im Gourmet Report
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Zusammenfassung
Gastronomie Palma de Mallorca: Palma de Mallorca bietet ein gastronomisches Angebot, das sich durch eine hohe Dichte an traditionellen Märkten und historischen Lebensmittelgeschäften auszeichnet. Die Stadt verfügt über mehrere Markthallen mit unterschiedlichen Profilen

