ÖKO-TEST Vergleichsportale

Falsche Freunde

Das ÖKO-TEST-Magazin hat in der aktuellen Februar-Ausgabe Internetportale für Kredite, Stromtarife und Kfz-Versicherungen unter die Lupe genommen. Es zeigte sich, dass bei den Angebotsvergleichen sehr viele Fallen auf den Verbraucher warten. Das Resümee der Untersuchung: Finger weg von den erstbesten Vergleichsergebnissen.

An Vergleichsportalen im Internet kommt heute keiner mehr vorbei, wenn man sich einen Überblick verschaffen und sparen will. Doch ÖKO-TEST macht darauf aufmerksam, dass Firmen wie Check24, Finanzcheck und Verivox keine Verbraucherschützer, sondern Wirtschaftsunternehmen sind, die sich über die Provisionen der Produktanbieter finanzieren. Es empfiehlt sich, unbedingt mehrere Portale zu nutzen und die Suchergebnisse zu vergleichen. Denn die ÖKO-TEST-Analyse bewies etwa, dass die Angebote sehr unterschiedlich ausfallen. Verbraucher sollten sich auch vor Lockangeboten in Acht nehmen. Beispiel Kreditvergleich: Hier listeten die Portale Superzinsen auf. Doch die Schnäppchen galten nur für Kunden mit kaum zu erreichender Topbonität. Tatsächlich wurde nach Eingabe der persönlichen Daten aus dem Zinssatz von 2,45 Prozent dann ein persönliches Angebot mit saftigen 4,15 Prozent.

Ärgerlich ist aber auch, wie mit persönlichen Daten umgegangen wird: So löste die Abfrage bei den fünf Vergleichsportalen eine Lawine von Angeboten aus, die von den Portalen oder direkt von den Banken kamen. Auf einer nur für einen Tester eingerichtete Handynummer gingen insgesamt 27 Telefonanrufe und Nachrichten ein. Zudem sank für beide Tester infolge der Kreditanfrage über die Vergleichsportale leicht der Schufa-Wert. Dafür ist eine Anfrage von Auxmoney verantwortlich.

ÖKO-TEST entdeckte des Weiteren einige Fehler. Bei den Stromtarif-Vergleichen stimmten etwa auf keinem Portal alle Preise mit denen der Stromanbieter überein. Auch bei den Kfz-Vergleichen wurde das Verbrauchermagazin fündig: Hier konnte der Kunde bei einem Anbieter etwa den Leistungsfilter auf „Neuwertentschädigung von mindesten 18 Monaten“ einstellen. Im Ergebnis erschienen aber auch Tarife, die bei einem Diebstahl des Fahrzeugs nur für zwölf Monate zahlen.

Das ÖKO-TEST-Magazin Februar 2016 gibt es seit dem 29. Januar 2016 im Zeitschriftenhandel.

Die Aromen-Süßstoff-Gentechnik-Diät

Für die aktuelle Februar-Ausgabe hat das ÖKO-TEST-Magazin 16 Diät-Shakes in Apotheken, Drogerien und Onlineshops gekauft und im Labor auf ihre Zusammensetzung sowie auf Schadstoffe untersuchen lassen. Es zeigte sich, dass die Pulverdiäten nicht zu empfehlen sind. Der Grund: Chlorat, Gentechnik, Süßstoffe, Aromen, eine unausgewogene Zusammensetzung sowie unseriöse Versprechungen der Hersteller.

Selbst wenn Anfang des Jahres viele Menschen hochmotiviert eine Diät starten, auf Pulverdiäten sollten sie besser nicht setzen, so die Empfehlung von ÖKO-TEST. Denn die Drinks helfen nicht bei der Umstellung auf eine kalorienärmere Ernährung. Sie sind Kunstprodukte, die nicht nur mit Aromen und Süßstoffen geschmacklich aufgepeppt werden, sondern teilweise auch noch Schadstoffe wie Chlorat und Perchlorat enthalten, welche die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse blockieren können. In drei Pulvern wies das von ÖKO-TEST beauftragte Labor gentechnisch veränderte Bestandteile von Sojabohnen nach – und zwar neben Roundup-Ready-Soja erstmals eine weitere modifizierte Sojasorte. Gentechnik ist mit diversen ökologischen Risiken verbunden und lässt sich nicht kontrollieren.

Formuladiäten müssen die Regularien der Diätverordnung erfüllen, was manche aber nicht tun. Almased Vitalkost und das apothekenexklusive Produkt Xlim Aktiv Mahlzeit etwa liefern in der Startphase weniger Kalorien als vorgeschrieben.

Gravierend ist die unzureichende Kennzeichnung der meisten Produkte. Denn: Falsch angewendet können Diät-Shakes zu gesundheitlichen Problemen führen. So sollte auf allen Produktverpackungen auf die Notwendigkeit einer ärztlichen Begleitung hingewiesen werden, was entweder gar nicht oder nur ansatzweise erfüllt wurde. Hinzu kommt, dass einige Hersteller zu wenig Hinweise zur Anwendung geben, dafür umso markantere Werbesprüche machen.

Das ÖKO-TEST-Magazin Februar 2016 gibt es seit dem 29. Januar 2016 im Zeitschriftenhandel.

Gute Laune durch Trinken

Studie unter jungen Frauen – Richtiges Trinken hebt die Stimmung

Wer viel Wasser trinkt, ist besser gelaunt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie aus der Fachzeitschrift Appetite, für die ein amerikanisch-französisches Forscherteam den Zusammenhang zwischen täglicher Wasseraufnahme und persönlichem Gemütszustand untersucht hat. Unter den Studienteilnehmerinnen zeigten diejenigen eine deutlich positivere Stimmung, deren tägliche Flüssigkeitsaufnahme über Getränke und Nahrung bei etwa drei Litern lag. „Die Studie unterstreicht den engen Zusammenhang von Ernährung und psychischem Wohlbefinden“, sagt Internist Dr. Johannes Naumann vom Universitätsklinikum Freiburg. „Wer sich ausgewogen ernährt und auf geeignete Durstlöscher wie natürliches Mineralwasser zurückgreift, tut auch seiner seelischen Verfassung etwas Gutes.“

Aus Sicht des Internisten habe die Studie eine besondere Relevanz, da neben der Wasseraufnahme noch weitere, die Stimmung beeinflussende Faktoren berücksichtigt wurden: „Unterm Strich zeigte sich deutlich: Eine leicht erhöhte Wasseraufnahme über Nahrung und Getränke erklärte die positivere Stimmung besser als andere Faktoren wie sportliche Aktivität oder Nährstoffaufnahme“, so Dr. Naumann. Damit greife die Studie ein wichtiges Gesundheitsthema auf, da schlechte persönliche Stimmung zu körperlichen Beschwerden wie Herzproblemen beitragen kann.

Für die Studie untersuchten die Forscher fünf Tage lang die durchschnittliche Wasseraufnahme von 120 jungen, gesunden Frauen. Parallel dazu wurde anhand eines psychologischen Stimmungstests der Gemütszustand der Frauen ermittelt. Mit diesen Daten konnten die Forscher feststellen, dass die Gruppe der Frauen, die eine hohe Wasseraufnahme zeigte (mehr als 3 Liter täglich), im Stimmungstest signifikant besser abschnitt als die „Wenigtrinker“, deren tägliche Wasseraufnahme unterhalb der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Mindestmenge von 2,65 Litern lag.

Die Studie: www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0195666315002287

Das war CHEF-SACHE 2015

27. & 28. September 2015 in Köln

Bereits zum siebten Mal konnten die Veranstalter das Cologne Avantgarde Cuisine Festival als vollen Erfolg verbuchen. Insgesamt ließen sich 3100 Besucher, darunter wurden weit mehr als 200 Michelinsterne gezählt, von den Kochshows der weltbesten Chefs beeindrucken. Daneben staunten sie über Produktneuheiten auf der Ausstellerfläche, genossen zahlreiche Tastings und fieberten mit den Teilnehmern der spannenden Kochwettbewerbe. Am Abend traf man sich auf zwei herausragenden Partys und ließ die Tage gemeinsam Revue passieren.

Sonntag, 27. September 2015
Als sich die Türen des Palladium in Köln um Punkt 11 Uhr am Sonntag öffneten, war es schon offensichtlich, dass die folgenden zwei Tage dem aktuellen Motto der CHEF- SACHE vollkommen gerecht wurden: The Culinary Revolution is now; daran blieben mit dem Blick auf das bevorstehende Programm und auf die beeindruckende Liste von innovativen Austellern keine Zweifel.
Der große Zuschauersaal, in dem die insgesamt zehn Bühnenshows stattfanden, leerte sich zu keinem Zeitpunkt der Veranstaltung und schon der erste Punkt des prall gefüllten Programms zog den Großteil der kulinarisch Interessierten in die Sitzreihen. Was auf der Bühne zwischen Ralf Bos, Thérèse und Jonnie Boer, Tim Raue, Sascha Stemberg, Frank Nagel und Mike Hoffmann diskutiert wurde, polarisierte nicht nur innerhalb dieser Talkrunde. Das Thema, in welche Richtung sich die Gastronomie entwickelt oder sich entwickeln sollte, wurde während der zweitägigen CHEF-SACHE immer wieder angeregt besprochen.

Als eine Möglichkeit, was ein Restaurantbesuch in der Zukunft bieten könnte, sieht Tim Raue, der mittlerweile mehrere Gastronomiekonzepte in Berlin betreibt, zum Beispiel in der virtuellen Realität. Das Publikum staunte nicht schlecht über die Idee, mithilfe einer entsprechenden Brille, für ganz besondere Erlebnisse zu sorgen.
Bei dem japanisch stämmigen Peruaner Mistuharau Tsumura, aus dem Maido in Lima, ging es dann um die Fusion beider Kulturen, die er in sich vereint. Auf der Bühne gab er tiefe Einblicke in sein Nikkei Food, das Japan und Peru miteinander kollidieren lässt. Dazu gehören viele Produkte, die in Europa kaum bekannt sind, wie beispielsweise Popeye Crab, Achatschnecken und Papa Seca.

Als im Anschluss an diese Vorführung das Catering von Transgourmet eingeläutet wurde, begann gerade die zweite Runde des Cru-de-Cao-Awards auf der AEG- Bühne. In diesem Rahmen bereiten Azubis und ausgebildete Patissiers im Wettstreit schokoladige Kreation zu. Die Fachkundige Jury zeigte sich von allen Teilnehmern des Dessert-Wettbewerbs sichtlich begeistert. Gewinnen konnte allerdings nur einer je Kategorie: Lukas Leisner bei den Junioren und Eric Lehr bei den Mastern.

Seit mittlerweile fünf Jahren ist CHEF-SACHE in Zusammenarbeit mit der Schokoladenmanufaktur Coppeneur bemüht, auch dem süßen Bereich die verdiente Beachtung einzuräumen. Deshalb ist es beinahe schon Tradition, dass sich auch auf der Hauptbühne ein Vortrag mit Dessertgängen beschäftigt.

In diesem Jahr übernahm das kein geringerer als Massimo Bottura, aus der Osteria Francescana in Modena. Er präsentierte neben weiteren Gerichten seinen signature dish „Oops! I dropped the Lemon tart!“. Wer den italienischen Koch kennt, weiß aber, dass er niemals nur Gerichte präsentiert, sondern immer auch einen Teil seiner Philosophie und so nahm er das Publikum mit nach Italien und in seine Welt. Zum Abschluss seiner Präsentation holte er das Publikum zu einem Massenselfie auf die Bühne.

Auch der Jock Zonfrillo, aus dem Orana in Adelaide, entführte die Besucher in seine Wahlheimat, nach Australien. Der gebürtige Schotte bereitete nicht nur Känguru Fleisch direkt in der Holzkohle zu, er zeigte auch sehr einleuchtend was es mit dem australischen Bush Food auf sich hat, welchen Stellenwert es einnimmt und warum er daran arbeitet, es in der allgemeingültigen Kultur des kleinen Kontinents zu etablieren.

Award Zeremonie: Den Abschluss des Programms am Sonntag bildete die große Zeremonie der Preisverleihung. Alle Teilnehmer des Coppeneur Cru-de-Cao-Awards konnten sich über tolle Preise freuen.

In der folgenden Bekanntgabe der Gewinner der großen Best oft the Best Wahl hagelte es Applaus für die Besten in der gesamten Gastronomie. Moderiert wurde das Spektakel von der Schauspielerin Michaela Schaffrath und Thomas Ruhl, dem als Initiator der CHEF-SACHE dieser Wettbewerb besonders am Herzen liegt. Die Wahl, die von der gesamten Branche vorgenommen wird, zählt mittlerweile zu einem der wichtigsten Auszeichnungen für Köche, Restaurants, Servicemitarbeiter und Unternehmer.

Die ersten Plätze des Rankings vergab die Branche an:
Bos Food als bestes Unternehmen, Ralf Bos als Grand Seigneur, Daniel Kiowski als Meister der Weine, Yildiz Bau als Mrs. Feel Good, The Table als Hot Spot, Christian Bau als Nationalheld und Joachim Wissler gemeinsam mit Christian Bau als Impulsgeber.

Im Anschluss trafen sich alle zum Get Together auf der großen Norge Fjordparty. Bei gutem Wein aus Österreich und Spanien gab es Kreationen von norwegischem Fisch, die von neun jungen und angesagten Köchen zubereitet wurden. Das waren: Sonja Baumann und Erik Scheffler, Jan Philipp Berner, Serkan Güzelcoban, Frédéric Morel, Benjamin Pfeifer, Jan Simon Reis, Anton Schmaus und Claudia Schröter.

Montag, 28. September 2015
Bei strahlendem Sonnenschein begann der zweite Tag der CHEF-SACHE. Trotzdem war das Palladium schon am frühen Morgen mit Besuchern gefüllt, als Sven Elverfeld, aus dem aqua in Wolfsburg, die Bühne betrat. Gekonnt bewies er in seinem Vortrag, warum er zu den besten Köchen Deutschlands zählt. Die Ergebnisse seiner Arbeit deuten in den letzten Jahren sicher darauf hin, dass seine Kreationen erwachsen geworden sind. Er gilt zwar immer noch als Meister der Interpretation von Klassikern, doch das ist nicht mehr mit einem Augenzwinkern zu verstehen, sondern als ernstzunehmende Weiterentwicklung.

Beinahe nahtlos ging es in die zweite Bühnenshow des Tages über, in der Eric Menchon, aus dem Le Moissonnier, eindrucksvoll darstellte, wie er mit der sogenannten Satellitentechnik seinen Weg gefunden hat. Seine Gerichte entspringen ohne Zweifel der französischen Kochkunst, ohne allerdings den gängigen Klischees zu entsprechen. Serviert werden sie auf einem Hauptteller, der von mehreren kleinen umkreist wird. Jeder für sich ein stimmiges Konzept, doch zusammen ergeben sie ein perfektes System.

Dann trat Christian Bau, aus dem Victor’s Fine Dining in Perl-Nenning, auf die Bühne. Davon abgesehen, dass er in beeindruckender Weise präsentierte, was ihn in seiner Küche derzeit inspiriert, nutzte er die Gunst der Stunde, sein Wort gezielt an das Publikum zu richten. Er appellierte an viele der Blogger, die sich doch bitte etwas seriöser in die Thematik des jeweiligen Restaurants einzuarbeiten hätten, wenn sie dort essen und darüber schreiben wollten. Auch dafür ist CHEF-SACHE da, denn wo sonst präsentiert sich die Branche in einem solchen Umfang und ist so direkt zu erreichen.

Zeitgleich mit diesen drei deutschen Köchen, die am Montagmorgen auf der Bühne standen, ging es auch auf der AEG-Bühne wieder richtig rund. Dort wurde der Sous Fresh Chefs Inspirations Award ausgetragen, den Lars Middendorf für sich gewinnen konnte. Moderiert und unterstützt wurde der Wettbewerb von Hanjo Wimmeroth und dem Spitzenkoch Christian Mittermeier von der Villa Mittermeier.

Gut gestärkt vom Transgourmet Catering nahm das Publikum am Mittag wieder im Saal Platz, in dem sich während der Pause einiges getan hatte. Mittlerweile stand auf der Bühne ein kleiner Wald, in dem offensichtlich gerade ein Reh von einem Jäger erlegt worden war. In diese Szenerie bettete Stefan Wiesner, aus dem Rössli in Echolzmatt, seine Show. Eindrucksvoll demonstrierte er seine kompromisslose Philosophie, die auch vor den ungewöhnlichsten Zutaten aus der Natur keinen halt macht. Eine Fichte, die er vor dem Publikum fällte, diente nicht bloß als Feuerholz.

Das mussten die meisten Zuschauer erst einmal auf sich wirken lassen. Nur gut, dass es ohnehin eine kleine Pause gab, um die Spuren des Waldes auf der Bühne zu beseitigen. Für Magnus Ek, aus dem Oaxen Krog aus Stockholm, war dann wieder alles in Ordnung gebracht. Er zeigte, dass er sich in den letzten zehn Jahren stark weiterentwickelt, sich aber niemals vom Grundgedanken seiner New Nordic Cuisine entfernt hat. Er ist eher einer der leisen, wenngleich doch sehr deutlichen Töne. Seine Kreationen irritieren nicht, er bindet den Gast förmlich in seine Kunst mit ein.

Den krönenden Abschluss der Chef-Sache bestritt dann Grant Achatz, aus dem Alinea in Chicago, der insbesondere für die unvergleichliche Präsentation seiner Gerichte bekannt ist. Er berichtete dem gebannten Publikum von seiner vergangenen Reise durch Spanien, wie ihn die Tapaskultur beeindruckt habe und ihn zu ganz eigenen Interpretationen inspirierte. Auf Bildern der spanischen Vorbilder platzierte er seine Auslegung der kulinarischen Kleinigkeiten. So wird Bezug und Differenz auf wunderschöne Art ganz deutlich. Als Grant Achatz dann zwei Damen aus dem Zuschauerraum auf die Bühne bat, die an einem eigens dafür aufgebauten Tisch Platz nahmen, und er ihnen ein Dessert wie ein Gemälde direkt auf den Tisch auftrug, waren restlos alle von seiner Kunst überzeugt.

Nur sehr langsam beruhigte sich der Ansturm auf den amerikanischen Koch, als der seine Vorführung beendet hatte, so dass die Bühne erst nach einiger Zeit für das große Finale freigegeben werden konnte. Mit einem großen Dank an das gesamte Team der CHEF-SACHE, insbesondere an die Bühnenchefs Nicole Grün, Bettina Seitz, Axel Heldmann, Thomas Hildebrand und Marcus Schneider und an alle, die dabei geholfen haben, dass die Veranstaltung so tadellos ablief, verabschiedete sich Thomas Ruhl bei allen Besuchern. Viele von ihnen erkundigten sich noch beim Verlassen des Palladiums nach dem Termin für die achte CHEF-SACHE. Im nächsten Jahr findet die Veranstaltung am 25. & 26. September 2016 statt.

Für einige der Besucher war die CHEF-SACHE aber immer noch nicht vorbei. Für diejenigen, die eine der hartumkämpften Karten für die abschließende Port Culinaire Shipwrecked Party ergattert hatten, stand der iSi-Shuttleservice vor der Veranstaltungshalle bereit. Das Fest ging nach mehrfachen Aussagen bis in die frühen Morgenstunden.

Energy Drinks – vor allem Zucker und Koffein

Gut nur für den Hersteller?
Leistungssteigerung durch Taurin und andere Zusatzstoffe nicht belegt

Jeder dritte Europäer konsumiert Energy Drinks, jeder zehnte sogar vier- bis fünfmal pro Woche oder öfter. Das ergab eine Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Die anregende Wirkung der Getränke basiert dabei auf der Kombination von Zucker und Koffein. Ein zusätzlicher Effekt durch Inhaltsstoffe wie Taurin, Inosit oder Glucuronolacton ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Wie hoch die Konzentration der exotisch anmutenden Substanzen ist, kann zudem von Produkt zu Produkte stark variieren. Das zeigte ein Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), bei dem die Zusammensetzung von 19 Energy Drinks genauer untersucht wurde.

Energy Drinks sollen die Leistungsfähigkeit steigern, die Konzentrationsfähigkeit erhöhen oder den Stoffwechsel anregen. Zurückgeführt werden diese und ähnliche Effekte u.a. auf die Zutat Taurin, die in vielen Getränken enthalten und von den Herstellern oft aktiv beworben wird. Die Mengen, in denen der Stoff enthalten ist, können dabei allerdings stark variieren, wie der VKI- Test zeigte. Unabhängig davon ist nach wie vor völlig unklar, wie Taurin wirkt. Ein leistungssteigernder Effekt konnte bisher nicht nachgewiesen werden.

Die anregende Wirkung der Energy Drinks ist damit vor allem auf eine hohe Konzentration an Zucker und Koffein zurückzuführen. Beides ist in Energy Drinks meist in großen Mengen enthalten. Den höchsten Koffeingehalt fanden die VKI-Tester im Produkt Full speed (307 mg/l), dicht gefolgt von Race sugarfree (306 mg/l). Beide Produkte bewegen sich damit allerdings immer noch im gesetzlich erlaubten Rahmen (320 mg/l).

Doch nicht nur der Koffein-, auch der Zuckergehalt ist bei Energy Drinks oft außerordentlich hoch. Den höchsten Wert wies hier mit 35g (bzw. 8 Stück Würfelzucker) pro 250ml das Getränk 28 Black Acai auf. Mit einer Dose Monster oder Rockstar (je 500 ml) werden gar 55 g bzw. 67 g Zucker aufgenommen. Generell gilt: Energy Drinks sind keine Durstlöscher. Sie enthalten deutlich mehr Koffein als Cola und mindestens genauso viel Süße. Auch als Sportgetränk sind sie aus diesem Grund völlig ungeeignet.

SERVICE: Den ausführlichen Test zu Energydrinks gibt es unter www.konsument.at sowie in der Maiausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.

Show-Küche im Olympiastadion Berlin

Deutschlands modernste Show-Küche, so der Betreiber, ist ein weiteres Event-Highlight im Olympiastadion Berlin. Dort finden künftig neben Fußballspielen, Leichtathletik-Wettbewerben, Konzerten, Tagungen und Trauungen auch Kochkurse und Küchenpartys statt, Produkt-Präsentationen und Gastronomie-Schulungen oder Themenabende zu Sport und gesunder Ernährung. Das Fünf-Sterne-Stadion unterstreicht damit seinen Führungsanspruch als multifunktionaler Veranstaltungsort der Branche.

Da es in Berlin anscheinend keine prominenten Köche gibt, eröffnete der fränkische Sternekoch Alexander Herrmann die Cooking Lounge. Erster Schüler war Schauspieler Axel Pape („Alarm für Cobra 11“, „Soko“ „Küstenwache“). Ihm zeigte Herrmann, wie ein Steak perfekt zubereitet wird – indem es nach dem Anbraten bei hundert Grad Ober- und Unterhitze für 35 Minuten im Backofen gart. „Ich habe hier wirklich was gelernt“, zeigte sich Pape begeistert. Er hatte sichtlich Spaß daran, an der Seite von Stadionchef Joachim E. Thomas ein Steak nach dem anderen zuzubereiten – sehr zur Freude der Gäste der Eröffnungsparty in der Cooking Lounge, die in den Genuss der Speisen kamen.

Erfreut über die Begeisterung, mit der die Cooking Lounge angenommen wurde, waren auch die Partner vom Olympiastadion Berlin; allen voran Miele. Der Gerätehersteller hat die Show-Küche mit 41 Geräten ausgestattet, darunter erstmals auch ein Salamander für Hobby-Köche (zum Gratinieren und Karamellisieren). Zudem wurden gemeinsam mit dem Möbelspezialisten Häcker einheitliche Fronten für Möbel und Geräte aus drei Millimeter starkem, brillantweißem Sicherheitsglas entwickelt. Und Cosentino, Hersteller besonders widerstandsfähigem Oberflächenmaterials, steuerte die zu neunzig Prozent aus Naturquarz bestehenden Arbeitsplatten bei, die über außergewöhnliche hygienische Eigenschaften verfügen.

Letzteres ist in einer Show-Küche, in der bis zu vierzig Teilnehmer gleichzeitig Menüs für fast zweihundert Gäste zubereiten können, von besonderer Bedeutung. Entsprechend begeistert zeigte sich auch Profi-Koch Alexander Herrmann: „Die Cooking Lounge lässt sowohl für Profis als auch für ambitionierte Laien keine Wünsche offen; das Konzept überzeugt mich.“

Davon will das Olympiastadion Berlin nun die Event-Szene, Firmen und Privatpersonen gleichermaßen begeistern. Denn die Cooking Lounge steht allen Menschen offen. Selbst wer kein Sterne-Koch wie Alexander Herrmann ist, kann sich dort am Herd ausprobieren. Dann stehen Köche von Stadion-Caterer Aramark zur Seite. Entscheidend sei, so Stadionchef Joachim E. Thomas, dass in der Cooking Lounge ebenso freudig gekocht, wie im Stadion begeistert gespielt und gekämpft werde.

„Insgesamt ist die Cooking Lounge eine wertvolle Bereicherung des ohnehin schon sehr vielfältigen Angebots im Stadion“, sagte Joachim E. Thomas gegenüber Gourmet Report. Der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft betonte, das Olympiastadion Berlin sei mehr als ein Fußballstadion, mehr als eine Arena für sportliche Höchstleistungen oder Großveranstaltungen auf Welt-Niveau. „So, wie sich hier einerseits den Papst und zigtausende Gläubige wohl gefühlt haben, nutzen auch Firmen mit nur zwanzig oder zweihundert Mitarbeitern unsere Seminarräume für Tagungen oder Produkt-präsentationen. Mit der Cooking Lounge bieten wir nun allen einen attraktiven Grund mehr, in unser Stadion zu kommen.“ Dabei, so Thomas im Gourmet Report Gespräch weiter, seien die Partner, deren Produkte und Dienstleistungen „eine hervorragende Basis für den Erfolg unserer Cooking Lounge.

www.olympiastadion-berlin.de

Stiftung Warentest: Fernseher

Beim Test der Frühjahrskollektionen der Fernseher hat Samsung die Nase vorn. Bei den LCD-Fernsehern mit einer Bilddiagonale von zirka 80 cm schnitt nur ein Modell mit „Gut“ ab, bei der Bildschirmdiagonale 102 bis 107 Zentimeter belegten gleich drei Samsung-Modell die vorderen Plätze. Alle punkteten mit ihrem „guten“ Bild. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der August-Ausgabe ihrer Zeitschrift test, für die sie insgesamt 18 LCD-Fernseher zu Preisen von 276 Euro bis 1.590 Euro geprüft hat.

Nach 3D und Internetnutzung folgt bei den Fernsehern nun die Sprach- und Gestensteuerung. Zum Umschalten oder zur Lautstärkenregulierung sollen Winks mit der Hand oder ausgesprochene Befehle reichen. Doch die Innovation ist noch nicht ausgereift und funktionierte im Test nur mäßig. Zudem zeigte sich, dass einige Modelle gerade bei den Kernfunktionen, speziell beim Ton schwächeln. Von den 18 Geräten waren daher nur acht „gut“, sieben „befriedigend“ und drei „ausreichend“.

Hauptkritikpunkt der Tester bei der Bildqualität waren Probleme bei der Darstellung schneller Bewegungen. Daran scheiterten etliche Geräte. Die größten Probleme hatte bei diesem Prüfpunkt der Peaq, ein Gerät der neuen Hausmarke von Media Markt und Saturn. Auch der Ton ließ bei vielen zu wünschen übrig. Von 18 Fernsehern klangen acht schrill, verzerrt oder dünn.

ÖKO-TEST: Spaghetti

In manchen Spaghetti-Marken steckt zu viel Schimmelpilzgift, nicht deklariertes Hühnereiprotein,
das Allergikern zu schaffen machen kann, oder Mineralöl. Das ist das Resümee, das das
Verbrauchermagazin ÖKO-TEST aus der Untersuchung von 25 Spaghetti-Marken zieht.
Ein Schwerpunkt der Laboranalysen waren Gifte von Schimmelpilzen, die das Getreide schon
auf dem Feld befallen und sich bei feuchter Witterung vermehrt bilden. In drei Produkten wurden
die Tester fündig. Wer eine 125-Gramm-Portion dieser belasteten Nudeln verzehrt, nimmt
bereits mehr als die Hälfte der von Fachleuten tolerierten Tagesdosis des Schimmelpilzgiftes
auf.

In einer weiteren Spaghetti-Marke wurde Mineralöl gefunden. Das stammt wahrscheinlich aus
der Kartonverpackung. In Tierstudien zeigte sich, dass sich Mineralöle im Körper ablagern und
Schäden an Leber, Lymphknoten und Herzklappen verursachen.

Kritisch für Menschen mit Hühnereiallergie ist zudem, dass in zehn Spaghettimarken Spuren von
Hühnereiklarprotein nachzuweisen waren, ohne dass auf der Verpackung darauf hingewiesen
wurde. Noch problematischer ist es, wenn Spaghetti als eifrei beworben werden, in Wirklichkeit
aber Ei-Allergene enthalten. Das war bei zwei Produkten der Fall.

Das ÖKO-TEST-Magazin August 2012 gibt es seit dem 27. Juli 2012 im
Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Falko Weiß

Herr Falko Weiß, Auszubildender im Berufsbild Koch in Brogsitter’s Historischem
Gasthaus Sanct Peter, erkochte sich nach dem Gewinn des Max-
Maier-Pokals 2012 nun den 1. Platz beim Landesentscheid zum begehrten
Rudolf-Achenbach-Preis, ausgetragen vom Verband der Köche Deutschlands
in Frankfurt. Damit wurde Falko Weiß zum besten Nachwuchskoch in Rheinland-
Pfalz und Saarland gekürt und wird am 15./16. Juni 2012 in Frankfurt
beim Bundesentscheid des Rudolf-Achenbach-Preises antreten, wo der beste
Nachwuchskoch Deutschlands ermittelt wird.

Die konsequente und auf höchstem Niveau etablierte Ausbildung im Sanct Peter
zu Walporzheim, Unterstützung und Förderung vom hochkarätigen Nachwuchs
durch Iris und Hans-Joachim Brogsitter sowie Direktor Klaus Jungmann
und den zwei hochmotivierten kreativen Sterneköchen Christian Schmidt und
Stefan Krupp zeigte sich wieder einmal als Garant für höchste Küchen-Auszeichnungen.
Mit berechtigtem Stolz kann das gesamte Sanct Peter-Team nicht nur auf diese
Leistung, sondern auch zuversichtlich in eine weiterhin vielversprechende
Zukunft blicken, die noch manchen kulinarischen und dabei sicherlich auch
preisgekrönten Höhepunkt bieten wird.

Felix Rommel

Für ihn lebt die Chance auf den begehrtesten Titel der Branche: Der 25-jährige Sous Chef des Restaurant Sturmhaube
auf Sylt löste als dritter und letzter Teilnehmer im Hotel Adlon Kempinski (Berlin) das begehrte Ticket für’s große
Finale der JUNGEN WILDEN 2012. Am 12. März trifft Felix Rommel in Karlheinz Hausers Süllberg in Hamburg auf seine
beiden Endrundengegner aus Deutschland und Österreich.

In Schloss Fuschl löste Marco D’Andrea aus Hamburg am 20.2.2012 das erste Ticket für das Finale der JUNGEN WILDEN
2012, am 23.2. setzte sich in Heinz Hanners Relais & Châteaux in Mayerling bei Wien der Niederösterreicher Manuel Hanser
durch, gestern dann schlug im Berliner Adlon die Stunde von Felix Rommel. Das Berliner Vorrundentrio, bestehend
aus Rommel, Markus Backers (La Distillerie, Luxemburg) und Eik Landfermann (Carpe Diem Finest Fingerfood, Salzburg)
lieferte sich von der ersten Sekunde an einen harten Kampf um die Gunst der hochkarätig besetzten Jury – am Ende
siegte der junge Nordeutsche mit hauchdünnen 20 Punkten Vorsprung vor Eik Landfermann.

Besonders viel Eindruck bei Cristiano Rienzner, Hendrik Otto & Co. hinterließ Rommel mit seinem Hauptgang. Seine
„Evergreens der Neuzeit“ – Schaufelstück geschmort, als Praline und Blankett – wurden durch die Bank für die perfekte
Kombination aus Handwerk und Innovationsgeist gelobt. Auch beim Dessert konnte Rommel punkten. Jurymitglied
Sauli Kemppainen zeigte sich „überrascht, wie wunderbar ein geschmacklich eigentlich recht dominantes Produkt wie
Ziegenkäse mit den anderen Komponenten des Gerichtes harmoniert“. Cristiano Rienzner verlieh seiner Begeisterung
für Rommels „Sylt meets Styria“ ein wenig frecher Ausdruck: „Das ist echt Porno!“

Der Sieger selbst zeigte sich vor der Verkündung der Ergebnisse noch zurückhaltend. „Für die Vorspeise habe ich nicht
so gute Kritiken bekommen, aber der Rest war eigentlich okay“, kommentierte er seine Leistung. Und bis zur Verkündung
der Ergebnisse war tatsächlich kaum auszumachen, ob Rommel oder Eik Landfermann die Nase vorn haben
würden. Umso größer war die Überraschung des erschöpften aber glücklichen Siegers: „Ich habe damit eigentlich nicht gerechnet,
vor allem weil ich aufgrund meiner Stelle als Sous Chef eigentlich kaum Zeit hatte, mich vorzubereiten“, erklärte
Rommel nach der Siegerehrung.

ROLLING PIN-Herausgeber und Veranstalter Jürgen Pichler zeigte sich nach der Veranstaltung im Adlon zufrieden mit
dem Verlauf der Vorrundenausscheidungen : „Wir von ROLLING PIN sehen es als unsere Aufgabe, junge Talente zu fördern.
Und diese drei Jungs sind Riesentalente, jeder von ihnen hat bis dato eine absolut beeindruckende Leistung gezeigt und
alle haben das Zeug dazu, JUNGER WILDER 2012 zu werden. Das Finale in Hamburg wird unendlich spannend!“
Sollte Felix Rommel sich beim Finale in Hamburg (am Süllberg, 12.3.2012) gegen Marco D’Andrea (Süllberg, Hamburg)
und Manuel Hanser (Landhaus Bacher, Niederösterreich) durchsetzen, so wartet auf ihn nicht nur der Titel sondern auch
eine ROLLING PIN-Coverstory und ein Praktikum bei 3-Sterne-Koch Sergio Herman.

DIE JURY IN BERLIN
Thomas Kammeier (Restaurant Hugos)
Marco Müller (Rutz Weinbar)
Cristiano Rienzner (Restaurant Maremoto)
Hendrik Otto (Gourmetrestaurant Lorenz Adlon)
Matthias Diether (First Floor)
Stefan Hartmann (Hartmanns)
Sauli Kemppainen (Die Quadriga)
Jörg Behrend (Hotel de Rome)

DAS SIEGERMENÜ
Vorspeise: „Sturmhauben Sushi-Set 2012“: Messerscheide-Maki, Muschelcarpaccio, Waller-Sashimi, Waller gebraten und
Asia-Salat
Hauptspeise: „Evergreens der Neuzeit”: 3erlei vom Schaufelstück – Geschmortes mit Roter Bete, Praline und Blankett
mit Karotte
Nachspeise: „Sylt meets Styria“: Apfel-Ziegenkäsestrudel, SteirerKren-Kaiserschmarren, Sanddorn-Sorbet mit steirischem
Kürbiskernöl