arcona eröffnet WEINWIRTSCHAFT in Sellin

Martin Schneidereit übernimmt Leitung der WEINWIRTSCHAFT und der arcona LIVING APPARTEMENTS FIRST SELLIN

Die WEINWIRTSCHAFT in Sellin auf Rügen ist eröffnet – und die arcona LIVING APPARTEMENTS FIRST SELLIN sind buchbar ab Dezember 2017. Die Geschäftsführung der Appartements und der WEINWIRTSCHAFT übernimmt Martin Schneidereit (34).

Die ersten Gäste haben sich bereits von der Weinwirtschaft direkt am Hochufer über der Ostsee und der weltbekannten Selliner Seebrücke selbst überzeugt. Direkt am Meer gelegen stehen fangfrischer Fisch sowie regionale Speisen modern interpretiert auf der Speisekarte. „Kabeljau mit Kartoffel-Blutwurst-Kruste“, gedünstetes Lachsfilet aber auch Spanferkelbäckchen oder ein klassisches knuspriges Kalbsschnitzel sind nur ein kleiner Auszug aus dem Angebot. Auch vegetarische, vegane und Low-Carb-Gerichte sowie Tapas werden angeboten. Bekannt und beliebt ist das Weinwirtschaftskonzept der arcona HOTELS & RESORTS für seine große Auswahl an nationalen und internationalen Weinen, dafür wurde die WEINWIRTSCHAFT 2017 vom Deutschen Weininstitut (DWI) als beste Hotelgastronomie ausgezeichnet. Mit Blick auf die Kulisse der Selliner Seebrücke und der Ostsee genießen die Gäste eine herausragende Auswahl an rund 60 verschiedenen Rot- und Weißweinen zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Weine sind auch zum Mitnehmen.

Für hohe Qualität und eine ausgewogene Speisekarte sorgen künftig Geschäftsführer Martin Schneidereit und seine acht Mitarbeiter. Der gelernte Koch hat seine Ausbildung in renommierten Häusern in und um München absolviert. Nach Stationen im Bayerischen Hof, bei Käfer und den „Jungen Wilden“ mit Stefan Marquard bildete sich Schneidereit parallel zum Ausbilder und Diätkoch fort. Sein organisatorisches Geschick vervollständigte er daraufhin auf der schönen Insel Rügen als Küchenchef, bevor es ihn für einige Jahre in die erfolgreiche Selbstständigkeit zog. Mit seinem Team arbeitet der gebürtige Greifswalder schon viele Jahre erfolgreich zusammen.

Neben der Leitung der Weinwirtschaft verantwortet Schneidereit auch die Koordination der Aparthotel-Leistungen für die Gäste vor Ort. Das Gesamtensemble auf der beliebten Ferieninsel umfasst drei Villen: First Sellin, Villa Philine und Villa Claire. Direkt vor der Selliner Seebrücke gelegen, beherbergt das First Sellin 47 Ferienappartements mit einer Größe von ca. 53 bis 214 m². Errichtet wurden die Appartements von der KapHag Architektur und Baugesellschaft in hochwertiger Bauweise im Stil der klassischen Bäderarchitektur. Die Appartements sind ab sofort buchbar für Dezember 2017, über die eigene Website http://www.sellin.arcona.de oder über Buchungsportale.

Neue WineSafari in Südtirols Süden

Begegnungen mit starken Frauen und unkonventionellen Weingütern

Sinnliche Erlebnisse und überraschende Begegnungen: Die neu konzipierte WineSafari für alle Sinne von 2. bis 6. Mai 2016 im Rahmen der 10. Südtiroler WeinstraßenWochen überrascht auch altgediente Experten mit ganz besonderen Geschichten und speziellen Schwerpunkten. Das Besondere an diesen eintägigen Entdeckungsreisen: Dem Besucher werden mit unkonventionellen Themen und Exkursionen faszinierende Perspektiven zum Südtiroler Wein eröffnet. Die Highlights: Geballte Frauenpower von renommierten Weinexpertinnen, Weingüter mit zukunftsweisenden ökologischen Qualitäten und architektonische Schätze der klassischen und modernen Art.

Wein & Frau
Weinbau ist eine Männerdomäne? Von wegen. In Südtirols Süden gibt es einige starke Frauen, die ganz außergewöhnliche Weine produzieren. Bei der WineSafari Wein&Frau am 3. Mai 2016 steht die Frauenpower im Mittelpunkt. Eine Natur- und Landschaftsführerin begleitet die Teilnehmer zu ausgewählten Weingütern und Kellereien, die ausschließlich von herausragenden Frauen der Südtiroler Weinwirtschaft geführt werden und die ihre ganz persönlichen Geschichten erzählen. Dazu gehört ein Besuch bei Elena Walch in Tramin. Die gelernte Architektin brachte Ende der 80er Jahre einen künstlerischen Ansatz in die Weinwirtschaft ein. Die beiden Töchter Julia und Karoline sollen dieses Erbe nun weiterführen. Außerdem auf dem Programm: Ein Besuch bei Christine Ochsenreiter in der Sektkellerei Haderburg in Salurn und in der Vinothek Enovit in Bozen.

Green WineSafari
Einen ganz anderen, hochinteressanten Zugang zum Südtiroler Wein offeriert die Green WineSafari am 2. Mai 2016. Bei dieser Tour geht es um Kellereien und Weingüter, die die Vorteile der nachhaltigen Wirtschaftsweise bereits früh erkannten und diese konsequent bei der täglichen Arbeit im Weinberg und in der Kellerei anwenden wie zum Beispiel Alois Lageder, das Bio-Weingut von Othmar Sanin in Margreid und das Weingut Schwarhof. Dabei erfahren die Teilnehmer viel über Konzepte des biodynamischen Weinbaus, der Geothermie, Wasserkraftenergie und KlimaHaus Wine und ihre tägliche Anwendung in den Kellereien der Südtiroler Weinstraße.

Wein & Architektur
Seit jeher trafen sich in Südtirol Händler aus dem Norden und Süden und machten Geschäfte. Italienische und deutsche Lebensstile fanden so Eingang in die Gesellschaft von Südtirol. Das spiegelt sich besonders in der Architektur der Weinregion wider. Zwischen 1550 und 1650 entstanden Weinhöfe und Ansitze, deren Formen als Überetscher Baustil bezeichnet werden und Elemente der deutschen Gotik und der italienischen Renaissance vereinen: Erker, Loggien, Freitreppen, Doppelbogenfenster. Längst haben Südtiroler Architekten die alten Baumeister aus Venedig und der Lombardei abgelöst und einen eigenen zeitgemäßen Stil entwickelt. Viel beachtet sind Projekte, in denen neue Ideen im Dialog mit Altbauten stehen. Einige Weinkellereien wie z.B. die Kellerei Tramin gehen mit gutem Beispiel voran und sind, neben dem Ansitz Romani und dem Winecenter Kaltern, Teil der Tour Wein & Architektur, die am 5. Mai 2016 stattfindet.

Eine Anmeldung zur WineSafari ist bis Donnerstag, den 28. April 2016 unter Südtiroler Weinstraße, Tel. +39 0471 860 659, info@suedtiroler-weinstrasse.it möglich. Im Preis von 110,00 Euro sind inklusive der Bustransfer von und zum Hotel, Radverleih, Weingutsbesichtigungen, Degustations-Mittagessen mit Weinbegleitung, die Begleitung der Landschafts- und Naturführerin und ein Imbiss zum Ausklang.

Weitere Informationen zu den WeinstraßenWochen finden sich unter www.suedtiroler-weinstrasse.it oder unter www.suedtirols-sueden.info.

Weinhändler des Jahres 2014

Winery Heilbronn, Heilbronn, und Ludwig von Kapff, Bremen, wurden zum »Weinhändler des Jahres 2014« gekürt. Die Auszeichnung »Weinabteilung des Jahres« geht an Rewe Rahmati in Köln. In der Kategorie Weinfachgroßhandel wurde Vendis Gastro, Saarbrücken, ausgezeichnet. Einen Sonderpreis erhält die Firma Wein Wolff, Leer, für ihre herausragenden Weinabteilungen in den Famila-Märkten der Bünting-Gruppe.

Die begehrten Auszeichnungen »Weinhändler des Jahres 2014« wurden wieder an bekannte und erfolgreiche Unternehmen der Weinbranche vergeben. Zahlreiche Unternehmen aus allen Sparten des Handels, vom Facheinzel- über den Filialeinzelhandel, den Fachgroßhandel bis zu Weinabteilungen aus dem Lebensmittelhandel haben ihre Bewerbungen eingereicht. »Die Wettbewerbe der WEINWIRTSCHAFT in den verschiedenen Kategorien des Weinhandels sind bereits gute Tradition und ein fester Bestandteil des Jahresprogramms der WEINWIRTSCHAFT und in aller Bescheidenheit auch der Weinbranche in Deutschland«, erklärt Dr. Hermann Pilz, Chefredakteur der WEINWIRTSCHAFT dem Gourmet Report zu der Bedeutung des Wettbewerbs. »Wein verkaufen, läuft nicht von selbst und lebt in ganz entscheidendem Maße von der Begeisterung Einzelner für das Thema Wein«. Feste Bestandteile eines Geschäftskonzeptes im Weinhandel sind Sortiment, Umfang, Ausrichtung oder Spezialisierung auf bestimmte Weinländer, Regionen oder Weinkategorien und die Preisgestaltung. Die Darbietung in physischer und virtueller Form, sprich über Internet-basierte Plattformen, sind ebenso wichtige Bestandteile wie der große Bereich der Service-, Marketing- und Beratungsleistungen, die mit dem Thema Wein verbunden sind und einen großen Teil des geschäftlichen Erfolgs ausmachen. Diese Kriterien werden daher auch für die Beurteilung der Bewerbungen im Wettbewerb herangezogen.

Rewe Rahmati. Kategorie: Selbstständiger Lebensmitteleinzelhandel
Eine Weinabteilung, die keinen Vergleich mit den besten Weinfachhandlungen Deutschlands zu scheuen braucht. Hier ist das eigentliche Reich von Thorsten Kiss, innovativer Kopf, Ideengeber und als Grafiker talentierter Gestalter von Weinaktionen sowie Weinberater und Gastrospezialist Ahmet Aydin, die ihren Kunden eine tolle Auswahl und exzellente individuelle Weinqualitäten bieten. Wichtigste Herkünfte sind Weine aus Deutschland, daneben gut sortierte Schwerpunktsortimente aus Portugal, Spanien sowie den Weinklassiker-Ländern Frankreich und Italien sowie aus Übersee, die wie die deutschen Weine in einem separaten Block präsentiert werden. »Der Griff ins Regal darf bei uns kein Griff daneben sein, unser Ziel ist es den Kunden vor allem im Preisbereich zwischen 5 und 12 Euro ein bestes Preisleistungsverhältnis zu bieten«, so Thorsten Kiss. Über 1.100 Weine bietet die Weinabteilung, die sich nun mit dem Titel »Weinabteilung des Jahres 2014« in der Kategorie »Selbstständiger Lebensmitteleinzelhandel« schmücken darf.

Ludwig von Kapff. Kategorie Filialisierter Weinfacheinzelhandel
1692 gegründet, zählt Ludwig von Kapff zu den ältesten Weinadressen Deutschlands. Das zur Bremer Eggers & Franke-Gruppe gehörende Unternehmen machte in den letzten Jahren insbesondere als Versandhändler auf sich aufmerksam. Das änderte sich mit der Übernahme der neun Facheinzelhandelsfilialen des Weinhaus Stratmann. Binnen kurzer Zeit verwandelten die Bremer die Filialen, eröffneten weitere und schlossen manche, die nicht zu ihrem Konzept passten.
Heute erstrahlen alle acht Weinlager in einem edlen Design, welches das Einkaufserlebnis aufwertet. Gleichzeitig wurde die Individualität der Filialen erhalten, indem jede ein eigenes architektonisches Konzept erhält und auch das Sortiment modifizieren kann. Von größter Bedeutung ist dafür die Kompetenz der Berater im Weinlager. So gelingt es, Kunden aus dem Versandhandel in die Filialen zu locken und einen direkten Kontakt mit ihnen aufzubauen. Das Fachmagazin WEINWIRTSCHAFT würdigt Ludwig von Kapff als »Filialisierten Weinfacheinzelhändler des Jahres 2014«.

Winery Heilbronn. Kategorie Weinfacheinzelhandel
Nicht nur in der Immobilienwirtschaft, sondern auch im Facheinzelhandel für Wein hat der Grundsatz »Lage, Lage, Lage« große Bedeutung. Die Winery Heilbronn liegt
am südlichen Rand der Stadt – ein Stück vom Zentrum entfernt, aber dafür mit großzügigem Gelände und den für Weinhändler und -käufer so wichtigen Parkmöglichkeiten. Beim Weinhandel reicht es allerdings nicht aus, wenn nur die Lage stimmt. Ohne ein überzeugendes Konzept und ein qualifiziertes Team geht es nicht.
Sonja Löffelhardt übernahm 2009 als Geschäftsführerin die Winery von ihrer Mutter, die Anfänge des familiären Weingeschäfts reichen bis in die 60er-Jahre zurück. In der 1.200 Quadratmeter großen Fachhandlung demonstriert die Württembergerin, was die Branche braucht, um sich gegenüber Internet, Lebensmittehandel & Co. zu behaupten: Ein umfangreiches, aber klar konzipiertes und spannend besetztes Weinsortiment, kompetente und feinfühlige Beratung sowie attraktive Aktionen für die Kunden. Weine und Hintergründe kann man an der Tasting-Theke, bei regelmäßigen Verkostungen oder beim jährlichen Hausmesse-Highlight, dem »Winzerforum« entdecken. Außerdem finden Genießer ein überzeugendes Zusatzsortiment mit Schaumweinen, Spirituosen, Feinkost und Accessoires – auch dies wird liebevoll gepflegt und präsentiert. Mit einem monatlichen Wein-Abo (drei verschiedene Weine für insgesamt 20 €) holt man auch Wein-Neulinge ab. Und für die Zukunft ist bereits ein »Kundenforum« in Planung, bei dem Winery-Kunden Weine mitbringen, die sie persönlich gerne mögen, die aber noch nicht unbedingt im Sortiment laufen. Lage wie Konzept stimmen hier voll und ganz – die Winery Heilbronn ist damit ein verdienter Preisträger in der Kategorie Weinfacheinzelhandel.

Vendis Gastro. Kategorie Weinfachgroßhandel
In der Kategorie Weinfachgroßhändler des Jahres wurde das Unternehmen Vendis Gastro GmbH & Co KG, Homburg, Saarland, ausgezeichnet. Vendis entstand 2008 als Zusammenschluss aus den vier Getränkefachgroßhandlungen der Karlsberg Verbund Gruppe: Schneider in Tholey, Werthan in Trier, SWG Südwestgetränke Plus in Neunkirchen und Hausmann in Ramstein, wo sich das heutige Zentrallager befindet. Im Saarland, im Raum Trier und in der Westpfalz liegen noch immer die Hauptabsatzregionen. Vendis Weine & Spirituose überzeugt mit einem straffen Sortiment, das gezielt auf die klassische bis mittlere Gastronomie ausgerichtet ist, inklusive starken Marken wie Schneider, Meffre, dem Top-Seller Emile Boeckel und einem breiten Italien-Sortiment mit Marken wie Villa Sandi und Le Contesse, Rocca delle Macie oder Tinazzi, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Zahlen sind erstklassig: Mit 2.800 Kunden werden 42 Mill. Euro Jahresumsatz erzielt. Das Sortiment umfasst aktuell rund 1.450 Weine und 450 Spirituosen. Frank Roeder, Master of Wine betreut den Weinbereich des Unternehmens, der rund 10 Prozent zum Gesamtumsatz beiträgt.

Wein Wolff. Sonderpreis der WEINWIRTSCHAFT
Wein Wolff ist es gelungen, den gordischen Knoten zu zerschlagen und zu beweisen, dass Lebensmittelhandel im Supermarkt und Weinfacheinzelhandel doch zusammenpassen. Die Innovationskraft des im Jahr 1800 im äußersten Nordwesten Deutschlands, in Leer an der Ems, gegründeten Unternehmens ist bemerkenswert. Das Shop-in-Shop-Konzept, das Wein Wolff mittlerweile in zehn Famila- und zwei Multi-Märkten umgesetzt hat, sucht in Deutschland seinesgleichen.
Die Kooperation mit dem Lebensmittelhandel ist so einzigartig wie Wein Wolff selbst. Durchgängig in Familienbesitz wird das Unternehmen heute in siebter Generation von Jan Wolff geleitet. Noch immer residiert Wein Wolff im historischen Haus Samson in der Leerer Innenstadt. Hier befindet sich auch die Spirituosenfabrik der Wolffs. Zugleich erfolgt von hier die Belieferung der Gastronomie, durch die Wein Wolff auch als Großhändler Bedeutung besitzt. Mit seinem Unternehmensprofil sprengt Wein Wolff die Kategorien des reinen Facheinzelhändlers. Für die herausragende Stellung erhält Wein Wolff den »Sonderpreis der WEINWIRTSCHAFT“.

Fachzeitschrift WEINWIRTSCHAFT prämiert die besten Dornfelderweine

Dornfelder ist die in Deutschland meistangebaute Rotweinsorte und erfreut sich bei den Verbrauchern seit Jahren einer immensen Nachfrage. Grund genug für die Fachzeitschrift WEINWIRTSCHAFT aus dem MEININGER VERLAG, die Qualität der Weine auf den Prüfstand zu stellen. Daher hatte die Redaktion Erzeuger aufgerufen, ihre Weine zum Dornfelder Cup einzureichen.

Insgesamt waren 225 Dornfelderweine zum Wettbewerb eingeschickt worden, davon 16 Prozent halbtrocken oder feinherb und 11 Prozent lieblich. „Dornfelder ist mit knapp 10.000 Hektar Rebfläche in Deutschland die Nr. 2 bei den Rotweinsorten. Vor allem in den Anbaugebieten Pfalz und Rheinhessen besitzt die Rebsorte große Bedeutung. Wirtschaftlich stellt sie seit Jahrzehnten die Brot- und Buttersorte bei den Rotweinen dar, die trinkbare, beim Publikum beliebte und kräftige Rotweine liefert. Deshalb haben wir der Rebsorte und ihren Weinen mit dem Dornfelder Cup eine Vergleichsplattform geschaffen, die den Erzeugern und Weinen einen qualitativen Vergleich und Wettbewerb bietet“, erläutert Dr. Hermann Pilz, Chefredakteur der WEINWIRTSCHAFT, die Beweggründe für die Verkostung.

Die Ergebnisse der Blindverkostung, die nach dem 100-Punkte-Schema erfolgte, beweisen dem Dornfelder ein solides Niveau. 139 Weine schnitten mit „gut“ ab, 14 davon mit „sehr gut“. 81 Weine wurden als “zufriedenstellend“ beurteilt. „Die Weine sind unkompliziert und gut zugänglich, qualitativ ist jedoch auch eine klare Grenze nach oben gesetzt. Besonders im Preissegment zwischen vier und zehn Euro findet man oftmals viel massenkompatiblen Wein für faires Geld“, so das Fazit der Redaktion.

Weinhändler des Jahres 2011/12"

Fachzeitschrift WEINWIRTSCHAFT kürt „Weinhändler des Jahres 2011/12“
Kölner Weinkeller und Stephan Pellegrini als „Fachhändler des Jahres 2011/12“ ausgezeichnet

Die Entscheidungen im Wettbewerb um den Titel „Weinhändler des Jahres 2011/12“ beziehungsweise „Weinabteilung des Jahres 2011/12“ sind gefallen. Zahlreiche bekannte Unternehmen aus dem Facheinzel-, Fachgroß- und Lebensmittelhandel hatten sich am Wettbewerb beteiligt und ihre Bewerbung eingereicht. „Wir haben wieder exzellente Bewerbungen bekommen, die allesamt eine Auszeichnung verdient hätten“, so Chefredakteur Dr. Hermann Pilz.

Für die Jurymitglieder der Redaktion war es keine leichte Aufgabe, die Besten aus der Vielzahl der Bewerber herauszufiltern. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren wurden die eingereichten Bewerbungen von den Juroren geprüft und bei einem persönlichen Besuch in Augenschein genommen. Zu den entscheidenden Kriterien für die endgültige Bewertung zählten neben Qualität und Sortimentsgestaltung, einer stimmigen und kundengerechten Präsentation sowie den angebotenen Serviceleistungen rund um die Waren und Weine auch wirtschaftliche Fakten wie Preisstruktur, Ab- und Umsatzzahlen.

Als „Fachhändler des Jahres 2011/12“ in der Kategorie „Weinfacheinzelhandel“ konnte sich der traditionsreiche Kölner Weinkeller durchsetzen. Das Unternehmen ist ein Paradebeispiel für engagierten Weinfachhandel. Er vereint eine der bestsortierten Weinhandlungen mit einem bundesweit beachteten Versand- und Internetgeschäft. Zusammen mit seinem Team von 13 Mitarbeitern kümmert sich Geschäftsführer Andreas Brensing um die Sortimentsgestaltung, die Präsentation und die Vertriebskanäle und hat den Kölner Weinkeller zu einer zukunftsorientierten Weinfachhandlung auf höchstem Niveau ausgebaut.

Den Schwerpunkt bilden Weine aus den großen klassischen Weinregionen Frankreichs – rund 100 französische Weingüter und Chateaus dominieren das Sortiment. Daneben findet der Kunde eine repräsentative Auswahl von Weinen aus Deutschland und Italien sowie ein ansehnliches Spektrum an spanischen, portugiesischen und österreichischen Weinen. Auch etliche Weine aus Übersee ergänzen das insgesamt auf die klassischen europäischen Herkünfte zugeschnittene Portfolio. Mit einem Umsatz von 4,3 Mill. Euro zählt der Kölner Weinkeller zu den umsatzstärksten deutschen Weinhandlungen.

Mit dem Titel „Fachhändler des Jahres 2011/12“ in der Kategorie „Weinfachgroßhandel“ wurde die Stephan Pellegrini GmbH ausgezeichnet. In dem Landauer Unternehmen, das sich in großem Maße auf das Weinland Italien spezialisiert hat, ist alles konsequent auf das Ziel Kundenzufriedenheit ausgerichtet. Das fängt an bei der Investition in qualifiziertes Personal, der Bedürfnisanalyse der Kunden, der Durchleuchtung der Strukturen und Prozesse bis hin zur Optimierung der Prozessorganisation.

Auch die Sortimentsstruktur des Unternehmens ist vorbildlich, und das nicht nur in qualitativer Hinsicht. Im Blick steht die Zufriedenheit der rund 400 Kunden des Unternehmens. Das überraschend schlanke Sortiment von 270 Weinen ist längst nicht mehr allein auf Italien ausgerichtet. Mittlerweile sind im Sortiment auch 60 Artikel aus Frankreich sowie Weine aus Südafrika und Österreich.

„Die klare Ausrichtung seines Vertriebs auf die Belieferung des Fachhandels macht Pellegrini zu einem engagierten Vorkämpfer für den Weinfachhandel als qualifizierte Quelle für individuelle Weine“, so das abschließende Resümee der Juroren.

Zur „Weinabteilung des Jahres 2011/12“ in der Kategorie „Selbständiger Einzelhandel“ wählten die Juroren Zurheide Feine Kost in Düsseldorf. Der im März 2009 eröffnete Feinkostmarkt ist nur einer von sieben Märkten des Genuss-Imperiums Zurheide, das von der Zentrale in Bottrop dirigiert wird. Neben einem umfassenden Lebensmittelsortiment finden Kunden hier eine 280 Quadratmeter große Weinabteilung mit mehr als 600 Weinen sowie eine umfangreiche Auswahl an Spirituosen, Schaumwein und Champagner – und das alles in einer sehr gepflegten Atmosphäre mit edlem Holz, Stein und ansprechender Dekoration.

Auch der Service ist außergewöhnlich und bis ins letzte Detail durchdacht. In einem in der Weinabteilung platzierten Ausschank-Automat stehen ständig acht Weine zum Probieren bereit. Und auch sonst ist Probieren ausdrücklich erwünscht. Ein ebenso wichtiger Aspekt wie Frische, Qualität und Atmosphäre im Zurheide-Konzept ist das Personal. Hier kann man sich in der Weinabteilung von Zurheide Düsseldorf auf drei ausgewiesene Weinfachleute verlassen, die sich mit jeweils eigenen Schwerpunkten um Einkauf, Disposition, Werbung, Regalpflege und Kundenberatung kümmern sowie Weinabende und -verkostungen veranstalten und moderieren.

In der Kategorie „Filialisierter Einzelhandel“ trug der Standa Supermercato in Köln den Titel „Weinabteilung des Jahres 2011/12“ davon. Der Markt, mitten in der Stadt im Souterrain des DuMont-Carré gelegen, bietet alles für den Liebhaber italienischer Genuss- und Weinkultur. Das Sortiment umfasst rund 23.500 Artikel, darunter rund 800 verschiedene Weine. In der über 225 Quadratmeter großen Weinabteilung dominieren selbstredend italienische Tropfen. Daneben umfasst das gut gepflegte Sortiment aber auch Weine aus Deutschland, Frankreich und Spanien. Service und Beratung werden im Standa Supermercato groß geschrieben. Daher wird die Weinabteilung, auf die cirka 10 Prozent des Gesamtumsatzes entfallen, ständig von drei erfahrenen und gut ausgebildeten Mitarbeitern betreut.

Obwohl der Markt an das Warenwirtschaftssystem der REWE angedockt ist, lässt er sich zusätzlich von etlichen Lieferanten beliefern und kauft selbst ein, zum Teil direkt ab Weingut. Auf Wunsch werden bestimmte Weine speziell für den Kunden besorgt. Das Fazit der Jury: „Der Standa Supermercato ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich und einzigartig und angesichts der gebotenen Leistungen in Sortiment, Präsentation, Service sowie Ab- und Umsatzzahlen ein verdienter Gewinner.“

25 Jahre ÖWM – 25 Jahre Erfolgsgeschichte des österreichischen Weins

„A New Austrian Empire?“ titelt Jancis Robinson, die weltweit einflussreichste Weinkritikerin in der Financial Times im Februar 2011. Sie stellt die Frage, ob nach dem zweifelsfreien Siegeszug österreichischer Weißweine weltweit nun die Welt schon reif für Österreichs Rotweine sei. Wer hätte das vor 25 Jahren gedacht, im Jahr 1986, als Österreichs Weinwirtschaft am Boden lag – ohne erfolgreiche Strukturen, ohne Image, ohne Vision. Alle bisherigen Weinvermarktungsinstitutionen, wie z.B. die Österreichische Weinwerbung (1952-1968) und der Österreichische Weinwirtschaftsfonds (1969-1986), leisteten zwar wertvolle Arbeit (Weingütesiegel, amtliche Weinkostkommission), den Weinskandal konnten sie letztendlich nicht verhindern. Die Entwicklungen 1985 und das daraus folgende neue, strenge Weingesetz 1986 machten den Weg frei für die Gründung der Österreichischen Weinmarketing Servicegesellschaft (ÖWM) „zur Förderung des Absatzes und der Qualitätsweinproduktion“.

Erfolgreiches Weinmarketing seit 1986

Die ÖWM stellte für viele den Neuanfang nach dem Weinskandal dar und verstand sich von Beginn an als unbürokratische Dachmarketing-Organisation. Wolfgang Lusak startete als erster ÖWM-Geschäftsführer mit Werbemaßnahmen zur Neupositionierung des österreichischen Weinimages. Die erfolgreiche Kampagne unter dem Slogan „Ich lade Sie ein – Ihr Österreichischer Wein“ erinnerte viele treue Weinliebhaber an die Qualität österreichischer Weine und zielte auf den heimischen Markt und das deutschsprachige Ausland ab. Unter Lusak (1986-1989) und Engelbert Prassl (1990) wurde damit das Vertrauen wieder aufgebaut und die Sympathie für den heimischen Wein neu belebt. Für sie, aber auch für alle weiteren Geschäftsführer war und ist eine intensive Pressearbeit ausschlaggebend. Kompakte Informationen, ständiger Kontakt mit Meinungsmachern und gute Medienkooperationen garantieren, dass der österreichische Wein im Gespräch bleibt.

Walter Kutscher (1991-1993) förderte die beginnende Internationalisierung mit Auslandspräsentationen, die unter Bertold Salomon (1994-2001) und Michael Thurner (2002-2006) erfolgreich fortgesetzt wurden. Viele Imageerfolge belohnten die Arbeit, wie z.B. das London-Tasting 2002, bei dem Österreichs Weißweine im Vergleich mit großen Burgundern und Chardonnays aus aller Welt brillierten. Unter Salomons Geschäftsführung wurden auch die Grundlagen für die Einführung herkunftstypischer Weine (DAC) gelegt.
Seit 2007 leitet Willi Klinger die Geschicke der ÖWM und unter seiner Führung wurden große neue Projekte und Änderungen eingeführt. Seit seinem Amtsantritt ist ihm die Weiterentwicklung der herkunftstypischen Weine ein besonderes Anliegen. Er leitete 2009 die Einführung der neuentwickelten Werbelinie mit neuem Logo, den umfassenden Relaunch der ÖWM-Website und die Erarbeitung neuer Werbebroschüren (mit besonderem Fokus auf Wein & Essen). Seit 2009 nimmt die ÖWM auch an umfassenden Förderprogrammen der EU teil und begann 2010 mit neuen Kommunikationskanälen via Social Media.
„Unsere Arbeit ist oft Guerilla-Marketing“, meint Willi Klinger. „Das heißt, dass wir mit einem kleinen, schlagkräftigen Team eine große Zahl von Personen betreuen und vor allem immer wieder überraschen. Besonders im Ausland ist das ausschlaggebend für ein kleines Weinland wie Österreich. Dafür ist es ungemein wichtig, immer am Puls der neuesten Entwicklungen zu sein, Trends vorzugeben, mit allen Kontakt zu halten und dabei authentisch und kreativ zu bleiben.“

Die größten Erfolge und Highlights

Der aussagekräftigste Beweis des Weinwunders Österreich sind die Exportzahlen der letzten 25 Jahre und deren Entwicklung hin zum Exportrekord 2010 (123 Mio. €, 62 Mio. lt.). „Noch nie hat die österreichische Weinwirtschaft eine höhere Wertschöpfung erzielt als 2010“, freut sich Klinger. „Wir sehen jetzt, dass sich in den wichtigsten Exportländern unser hochwertiges Image langsam in Geschäftserfolge verwandelt“.
Unterstützt wird diese Entwicklung seit Mitte der 90er Jahre mit Presse- und Händlerreisen auf Einladung der ÖWM, die das Weinland Österreich, unsere Weine und Winzer präsentieren und erklären. Ein Highlight ist die alle zwei Jahre stattfindende VieVinum (erstmals 1998), mit dem ÖWM-Besucherrekord im Jahr 2010 (850 internationale Weinspezialisten aus 43 Ländern). Seit 1999 besuchen ca. 150 internationale Weinfachleute den Weingipfel, der in Nicht-VieVinum Jahren jeweils von der ÖWM organisiert wird.
Zur Aufbauarbeit der ÖWM gehört es auch Marken zu etablieren, wie z.B. G´Spritzter (seit 1995), Junger Österreicher (seit 1995) und SALON Österreich Wein (seit 1988), die Staatsmeisterschaft des österreichischen Weins.

Die Organisation von Österreich-Events für Winzer und lokale Weinhändler gehören zu den wichtigsten Imageveranstaltungen im Ausland. Die größten darunter sind die Prowein in Düsseldorf mit mehr als 300 Winzern und die Präsentation „Österreichs große Weine“ im Zürcher Kongresshaus mit etwa 200 Winzern und 60 Schweizer Weinhändlern. Dazu gibt es mehr als 50 weitere Präsentationen in Form von Sommelier-Workshops, Masterclasses, aber auch viele Lifestyle-Präsentation wie z.B. Austria uncorked in New York und Los Angeles.
Auch weinbezogene Großveranstaltungen werden von der ÖWM regelmäßig unterstützt und sogar selbst organisiert, wie die Sommelierweltmeisterschaft 1998, das Master of Wine Symposium 2002, der OIV Kongress 2004 oder die European Wine Bloggers Conference im Jahr 2010.
Für die Weinbranche liefert die ÖWM aktuelle Zahlen zur Marktentwicklung, einen Exportleitfaden für Winzer und produziert Werbemittel, die über die Tochterfirma Österreich Wein Institut (ÖWI) vertrieben werden. Eine enge Kooperation besteht mit der 50% Tochter Weinakademie Österreich, die sich zu einer wichtigen Ausbildungsstätte für Winzer, Gastronomen, Weinhändler und Weinliebhaber entwickelt hat.
Richtungsweisend ist die ÖWM auch in ihrem Online-Auftritt in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Russisch, Japanisch, Mandarin-Chinesisch) und dem integrierten Servicetool für Winzer.

„Als Dienstleister der Weinwirtschaft ist die ÖWM ein echtes Paradebeispiel für effiziente und zielgerichtete Arbeit“, freut sich Josef Pleil, Präsident des Österreichischen Weinbauverbandes anlässlich des Jubiläums. „Besonders erfreulich ist auch, dass wir international von vielen Weinländern um die Weitsicht und Professionalität der ÖWM beneidet werden. Dazu kommt noch die notwendige Portion österreichischer Charme.“

Finanzierung der ÖWM
Seit ihrer Gründung 1986 hat die ÖWM in ihrer Eigentümer- und Finanzierungsstruktur viele Veränderungen erlebt. Josef Pleil war von Anfang mit dabei und führte selbst viele Budget Verhandlungen, die ÖWM betreffend, mit Ministerien und den weinbautreibenden Bundesländern.
Ursprünglich war die ÖWM im Eigentum des Bundes, der Länder Wien, Niederösterreich, Burgenland und Steiermark und den Interessensvertretungen Landwirtschaftskammer und Wirtschaftskammer. Das Budget der ÖWM betrug ca. 80 Mio. Schilling (5,8 Mio. €). Im Zuge des EU-Beitritts 1995 zog sich der Bund aus der Eigentümerschaft zurück und die Finanzierung der ÖWM wurde neu aufgestellt. Das neue Modell, das bis heute besteht, umfasst neben den Zahlungen der Bundesländer (in Summe derzeit 3,2 Mio. €, adäquat ihrer Rebfläche) auch Beiträge der Weinbranche (55 €/ha für Winzer, 1 €/hl des Weinhandels, in Summe ca. 3,5 Mio. €), die durch die AMA eingehoben werden. Aufgrund der damals noch bestehenden Sektsteuer war und ist bis heute der Sektgrundwein im Inland von den Literbeiträgen des Weinhandels befreit. Die Beiträge der Winzer und des Weinhandels wurden seit der Umstrukturierung 1997 nicht erhöht, die Bundesländerbeiträge 2009 erstmals der Inflation angepasst. Aufgrund des Landwirtschaftsgesetzes erhält die ÖWM seit 2000 auch Mittel des Landwirtschaftsministeriums als Gegenüberstellungsbetrag zu den Bundesländern, derzeit rund 1,4 Mio. €.
Budgetherausforderungen der Zukunft

Die laufenden Sparmaßnahmen in allen öffentlichen Bereichen machen auch vor der ÖWM nicht halt. Aus dem Topf der Bundesbeiträge wird in Zukunft weniger Geld fließen. „Aber gutes Marketing braucht Geld“, erklärt Gerhard Wohlmuth, Vorsitzender des Ausschusses für Wein- und Spirituosenhandel der WKO und derzeit turnusgemäß Aufsichtsratsvorsitzender der ÖWM. „Die Branchenbeiträge wurden seit ihrer Einführung nicht valorisiert. Langfristig müssen die Einnahmen jedoch steigen, damit die ÖWM den neuen Anforderungen gerecht werden kann.“

Um sich der Herausforderung neuer Absatzmärkte stellen zu können, nimmt die ÖWM seit 2009 an neuen EU-Förderprogrammen teil, die Maßnahmen in Nicht-Mitgliedsstaaten unterstützen. Bis 2013 fließen damit jährlich zusätzlich ca. 800.000 € in das Budget der ÖWM. Aus einer weiteren EU-Förderung mit dem Ziel der Binnenmarktförderung erhält die ÖWM von 2012 bis 2014 jährlich weitere ca. 300.000 Euro. Beide Förderprogramme verlangen eine 50%ige Mitfinanzierung des Antragstellers. Der bürokratische Aufwand der Förderungsabwicklung für die ÖWM ist dabei allerdings enorm.
Der Fokus dieser Förderprojekte liegt einerseits auf der Erschließung neuer Märkte wie Asien, Russland, Brasilien, etc., die mittel- bis langfristig hohe Wachstumschancen aufweisen. Andererseits werden damit sonst kaum zu finanzierende Projekte, wie z.B. Filmprojekte und besonders die Weinausbildung im Inland unterstützt.

Winzer des Jahres 2011

 

   

 
Deutsche Spitzenwinzer prämiert – Höchste Auszeichnungen der deutschen Weinwirtschaft vergeben – DLG zeichnet außerdem die besten Sekterzeuger aus

Im Rahmen der Bundesweinprämierung 2011 der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) jetzt die Bundesehrenpreise an deutsche Spitzenwinzer vergeben. Die feierliche Preisverleihung der höchsten Auszeichnung der deutschen Weinwirtschaft fand am 20. Oktober in Berlin statt.

 
 
In Anwesenheit der deutschen Weinkönigin Annika Strebel, des Präsidenten des Deutschen Weinbauverbandes Norbert Weber sowie zahlreicher Weinbau-Präsidenten aus den verschiedenen Anbauregionen überreichten der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, Dr. Gerd Müller, sowie DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer die höchsten Auszeichnungen der deutschen Weinwirtschaft. „Die ausgezeichneten Weingüter und Winzergenossenschaften stehen für eine Genusskultur, die weltweit ihresgleichen sucht. Die Vielfalt der heimischen Weinkultur verdanken wir dem fachlichen Können unserer Winzer. Die mit dem Bundesehrenpreis ausgezeichneten Betriebe gehören zu dieser Qualitätselite. Sie dürfen sich zu Recht zu den Qualitätsbotschaftern des deutschen Weins zählen“, unterstrich Dr. Gerd Müller den hohen Qualitätsstandard und die konsequente Qualitätsorientierung der Preisträger.
 
An der DLG-Bundesweinprämierung, der traditionsreichsten Qualitätsprüfung für deutsche Weine und Sekte, beteiligten sich   rund 350 Winzerbetriebe mit insgesamt 4.700 Weinen und Sekten aus allen 13 deutschen Anbauregionen. „Aus diesem großen Teilnehmerkreis als einer der Besten hervorzugehen, unterstreicht den sehr hohen Qualitätsstandard der ausgezeichneten Winzer. Der Bundesehrenpreis bestätigt die nachhaltige Orientierung auf Qualität, Geschmack und Genuss. Die Preisträger setzen Qualitätsmaßstäbe für die gesamte Branche“, lobte DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer die Bundesehrenpreisträger.
 
„Winzer des Jahres 2011“ für die beste Gesamtleistung in der diesjährigen Bundesweinprämierung sind Günter, Jürgen und Holger Willy vom Winzerbetrieb Privatkellerei-Weinbau Rolf Willy aus Nordheim (Württemberg). Die Winzer erhielten den Bundesehrenpreis in Gold des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Den Bundesehrenpreis in Silber für den zweiten Platz in der DLG-Bundesweinprämierung erzielte die Durbacher Winzergenossenschaft (Baden). Weitere 19 Betriebe erhielten als herausragende Winzerbetriebe ihrer jeweiligen Anbauregion ebenfalls einen Bundesehrenpreis.
 
DLG-Ehrenpreis „Bester Sekterzeuger“
 
Als „Sekterzeuger des Jahres 2011“ wurden die Sektkellerei Deidesheim aus Deidesheim (Pfalz) und das Weingut Acker – Martinushof aus Bodenheim (Rheinhessen) ausgezeichnet.
 
Alle Preisträger sind im Internet unter   http://www.wein.de/   veröffentlicht.
 
 
Bundesehrenpreis in Gold und „Winzer des Jahres 2011“ (1. Platz)

·                   Privatkellerei-Weinbau Rolf Willy,   Nordheim (Württemberg)

 
Bundesehrenpreis in Silber 2011 (2. Platz)

·                   Durbacher Winzergenossenschaft , Durbach (Baden)

 

Weitere Bundesehrenpreise 2011

·                   Winzergenossenschaft Mayschoss-Altenahr eG , Mayschoss (Ahr)

·                   Badischer Winzerkeller,   Breisach (Baden)

·                   Oberkircher Winzergenossenschaft eG,   Oberkirch (Baden)

·                   Weingut Alexander Laible,   Durbach (Baden)

·                   Weingut Horst Sauer,   Volkach-Escherndorf (Franken)

·                   Weingut Juliusspital , Würzburg (Franken)

·                   Vinum Autmundis Odenwälder Winzergenossenschaft eG ,  
         Groß-Umstadt (Hessische Bergstraße)

·                   Weingut Eisenbach-Korn,   Oberheimbach (Mittelrhein)

·                   Weingut Josef Bernard-Kieren,   Graach (Mosel)

·                   Weingut Emmerich-Koebernik,   Waldböckelheim (Nahe)

·                   Weingut August Ziegler,   Maikammer (Pfalz)

·                   Wein- und Sektkellerei Gebrüder Anselmann,   Edesheim (Pfalz)

·                   Weingut Werner Anselmann,   Edesheim (Pfalz)

·                   Weingut Georg Müller Stiftung , Eltville-Hattenheim (Rheingau)

·                   Weingut Manz , Weinolsheim (Rheinhessen)

·                   Weingut Bungert-Mauer , Ockenheim (Rheinhessen)

·                   Weingut Drei Herren,   Radebeul (Sachsen)

·                   Weingut Sonnenhof,   Vaihingen-Gündelbach (Württemberg)

·                   Lauffener Weingärtner eG , Lauffen (Württemberg)

 

Fachzeitschrift WEINWIRTSCHAFT

In der vergangenen Woche überreichte die Fachzeitschrift WEIN-WIRTSCHAFT im Kelterhaus des Deidesheimer Hofes in Deidesheim die Urkunden und Preise an die besten Winzergenossenschaften aus Deutschland, Italien und Frankreich des alljährlichen „Leistungswettbewerbs für Winzer und Weingärtnergenossenschaften“. Insgesamt 79 Genossenschaften aus Deutschland, 28 Kooperativen aus Frankreich und 28 Betriebe aus Italien nahmen mit ihren Weinen am Leistungstest teil.

Der Wettbewerb wurde vor mehr als zehn Jahren von der Redaktion ins Leben gerufen, um die Leistungsfähigkeit und das Qualitätsniveau deutscher Winzergenossenschaften unter die Lupe zu nehmen. Bewertet wird dabei jeweils das Kernsortiment. Dazu müssen sechs Proben im Verkauf befindlicher Jahrgänge zur Verkostung eingereicht werden: je ein QbA-Wein trocken rot und weiß, zwei Premiumweine trocken, ein Prädikats- oder Premiumwein halbtrocken oder lieblich sowie ein Rosé, Weißherbst oder Blanc de noirs trocken oder halbtrocken.

Seit dem vergangenen Jahr sind auch die führenden italienischen und französischen Winzergenossenschaften aufgerufen, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Hier werden Weine in den folgenden Kategorien verkostet: je ein trockener Weiß-, Rot- und Roséwein mit einem Importpreis ab Kellerei von 3 bis 5 Euro, ein trockener Wein mit einem Importpreis ab Kellerei von 5 bis 8 Euro, ein trockener Wein aus dem Top-Segment sowie eine regionaltypische Weinspezialität.

Die Ergebnisse aus allen drei Wettbewerbsländern demonstrierten ein herausragendes Qualitätsniveau vieler Genossenschaften und sind sichtbarer Beweis, dass in den Betrieben kontinuierlich daran gearbeitet wird.

Die Preisträger im Einzelnen:

Deutschland
Platz 1: Winzergenossenschaft Lauffen (Baden)
Platz 2: Weinmanufaktur Untertürkheim (Württemberg)
Platz 3: DIVINO Nordheim (Franken)

Beste Winzergenossenschaft Baden: Winzergenossenschaft Lauffen
Beste Winzergenossenschaft Württemberg: Weinmanufaktur Untertürkheim
Beste Winzergenossenschaft Pfalz: Niederkirchner Weinmacher
Beste Winzergenossenschaft Franken: DIVINO Nordheim
Top-Gebietswinzergenossenschaft: Moselland eG

Italien
Platz 1: Kellerei Tramin (Südtirol)
Platz 2: Kellerei Andrian (Südtirol)
Platz 3: Cantina Tollo (Abruzzen)

Frankreich
Platz 1: Abbe Rous (Roussillon)
Platz 2: Mont Tauch (Languedoc)
Platz 3: Caves le Vins de Roquebrun (Languedoc)

Fachzeitschrift WEINWIRTSCHAFT präsentiert die „Top 100 Weine 2010“

Seit 1996 ist es mittlerweile gute Tradition, dass die Fachzeitschrift WEINWIRTSCHAFT zu Jahresbeginn die 100 erfolgreichsten Weine des Vorjahres präsentiert. Die Vorbereitungen dazu hatten bereits im Oktober begonnen als Weinhändler, Importeure und die führenden nationalen und internationalen Erzeuger gebeten wurden, ihre bestverkauften Weine zu nominieren. Insgesamt kämpften 550 Weine um einen Platz auf dem Siegertreppchen. Letztlich konnten sich 40 Weiß- und 60 Rotweine gegen ihre Konkurrenten durchsetzen. Sie überzeugten die Redaktion mit tadelloser Qualität, stimmigem Preis-Leistungs-Verhältnis, einer klaren Vertriebsstruktur und vorbildlichem Marketing.

Deutsche Rieslinge sind Spitzenreiter

Knapp 60 Prozent der ausgezeichneten Weißweine stammen von deutschen Betrieben, darunter ausgesprochen namhafte deutsche Rieslingerzeuger, die mit ihren Weinen die Spitze des Feldes bilden. Der Titel Weißwein des Jahres geht an den 2009 Saar Riesling von Weingut Van Volxem in Wiltingen (Mosel). Auf dem zweiten Platz folgt der 2009 Schloss Johannisberger Riesling Silberlack Erstes Gewächs der Fürst von Metternich-Winneburg’sche Domäne im Rheingau. Den dritten Platz belegt der 2009 Riesling Deidesheimer Paradiesgarten Dr. Deinhard Kabinett trocken vom pfälzischen Weingut Von Winning.

Konkurrenz für Italiens Rotweine in Sicht?

Im Rotwein-Sektor konnten Spanien und Frankreich deutlich zulegen. Beide Weinnationen sind in diesem Jahr mit je zehn Weinen vertreten – eine Steigerung von knapp 50% zum Vorjahr. Doch die Vormachtstellung der italienischen Produzenten bei den Rotweinen blieb unangetastet. Insgesamt 25 Rotweine aus Italien sind unter den besten 100 Weinen des Jahres zu finden. Da überrascht es kaum, dass sich drei Italo-Rotweine das Siegertreppchen teilen. Zum besten Rotwein des Jahres wurde der 2006 Vigna Pedale Castel del Monte Rosso Riserva DOC von Torrevento (GES Sorrentino) gewählt. Auf den Plätzen folgen der 2006 Poggio Delle Faine Rosso Toscano IGT von Francesco Minini Cantina (Weinkontor Freund) und der 2007 Nipozzano Riserva Chianti Rúfina DOCG von Marchesi de‘ Frescobaldi (Schlumberger Vertriebsgesellschaft).

Den Titel Deutscher Rotwein des Jahres trägt das Weingut Knipser für seinen 2008 Blauer Spätburgunder trocken davon. Das pfälzische Weingut ist eines der wenigen deutschen Erzeuger, die in diesem Jahr bei den Rotweinen punkten konnten. „Eine Spätfolge des schwierigen Jahrgangs 2008, der in der absoluten Spitze in Deutschland zwar tolle Pinot Noirs hervorbrachte, auf der Stufe darunter den Rotweinwinzern jedoch eher das Leben schwer machte“, resümiert die Redaktion der Weinwirtschaft.

Die Ergebnisse im Detail

Weißwein des Jahres
2009 Saar Riesling trocken, Mosel

Weingut Van Volxem (10,60 Euro)

Rotwein des Jahres
2006 Vigna Pedale Castel del Monte Rosso Riserva DOC

Torrevento, GES Sorrentino (7,95 Euro)

Deutscher Rotwein des Jahres:
2008 Blauer Spätburgunder trocken, Pfalz

Weingut Knipser (9,80 Euro)

Prosecco des Jahres
Il Fresco Prosecco Spumante DOC brut

Villa Sandi, Stephan Pellegrini (8,95 Euro)

Neue europäische Standards für Weinwerbung

Neue europäische Standards für Weinwerbung

Die europäische Weinbranche hat neue Standards für die kommerzielle Kommunikation für Wein definiert, die sich unmissverständlich gegen einen übermäßigen oder missbräuchlichen Konsum von Wein beziehungsweise Sekt richten. Sie orientieren sich an den Verhaltensregeln des Deutschen Werberats über die kommerzielle Kommunikation für alkoholhaltige Getränke.

In elf Punkten verpflichten sich die Unternehmen unter anderem, dass durch kommerzielle Kommunikation Kinder oder Jugendliche nicht zum Trinken von Wein aufgefordert oder animiert werden dürfen. Es darf auch nicht der Eindruck erweckt werden, dass ein niedriger Alkoholgehalt von Wein missbräuchlichen Konsum verhindere oder dass Wein­konsum zur gesellschaftlichen Akzeptanz oder zum sozialen Erfolg nötig sei. Selbstverständlich ist auch jede werbliche Verbindung zum Weinkonsum im Straßenverkehr, am Arbeitsplatz und während der Schwangerschaft untersagt.

Redaktionelle Medieninhalte sowie allgemeine Informationen, die auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse über gesundheitliche Wirkungen des Weinkonsums im Positiven wie im Negativen aufklären, sind von den neuen Standards nicht betroffen.

Zuwiderhandlungen können als Verstöße gegen die Verhaltensregeln des Deutschen Werberats geahndet und mit Sanktionen versehen werden. Jeder Verbraucher kann sich über Werbemaßnahmen beim Deutschen Werberat beschweren.

Die Etablierung der neuen Kommunikationsstandards erfolgt im Rahmen der europäischen Initiative WINEinMODERATION (WiM). Mit dieser Initiative hat sich die europäische Weinwirtschaft gegenüber der EU-Kommission verpflichtet, durch umfassende Aufklärung sowohl der Verbraucher als auch der eigenen Branche einen aktiven Beitrag zur Verminderung alkoholbedingter Schäden zu liefern. Dieses Programm wird hierzulande vom Forum der Deutschen Weinwirtschaft getragen, deren Mitglieder den Weinsektor weitgehend repräsentieren, sowie vom Verband der Deutschen Sektkellereien. Der Deutschen Weinakademie (DWA) obliegt die Federführung und Koordination.

Das umfassende Regelwerk ist als Leitlinie für die neun EU-Länder zu sehen, die die WiM-Initiative unterstützen. Dazu zählen neben Deutschland bislang Spanien, Frankreich, Italien, Portugal, Großbritannien, Zypern, Griechenland und Österreich.

Im Rahmen von WINEinMODERATION hat die Weinwirtschaft außerdem ein europäisches wissenschaftliches und politisches Informationszentrum (Wine Information Council WIC) geschaffen, das von der DWA europaweit koordiniert wird.

Die vollständigen Kommunikationsstandards für Wein sowie weitere Informationen gibt es unter www.wineinmoderation.eu. Sie können außerdem bei der Deutschen Weinakademie angefordert werden. E-Mail: laux@deutscheweinakademie.de, Fax: 06131-282910.