Verbotener Wein

Internet-Weinmagazin testet umstrittene Weine aus Israel nach Wiederaufnahme ins KADEWE-Sortiment. Fazit: Ordentlich gemacht, aber nichts Besonderes.

Das Berliner Kaufhaus KADEWE verbannte im November 8 Weine von den israelisch besetzten Golanhöhen aus seinem Sortiment. Anlass war eine von der EU beschlossene Kennzeichnung für Gemüse, Obst und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Kosmetika aus Siedlungen im Westjordanland, auf den Golanhöhen und aus Ost-Jerusalem. EU-Verbraucher sollen die Möglichkeit haben, israelische Siedlerprodukte aus besetzten arabischen Gebieten zu kaufen oder bewusst zu boykottieren.

Ein internationaler Proteststurm brach los. Sogar Israels Ministerpräsident Netanjahu schaltete sich ein. Seit zwei Wochen sind die KADEWE-Weine wieder im Angebot.

CaptainCork.com – Deutschlands großes digitales Weinmagazin – fragte sich: waren die 8 Flaschen die ganze Aufregung wert?

In ihrem Verkostungsbericht schreiben die Weintester von www.CaptainCork.com:
Diese Tropfen sind für sich genommen nichts Besonderes. Sauber gemacht und aromenstark. Aber das kann man über viele Weine sagen. Muss man die trinken? Nein. Außer es kommt einer, der sagt: „Das dürft ihr nicht trinken!“ Wir finden, dann soll man sich erst recht ein Gläschen einschenken.

Den gesamten Verkostungsbericht finden Sie unter:
http://www.captaincork.com/aufregung-viel-laerm-um-8-weine-aus-israel-aber-wie-schmecken-die-eigentlich

Stephane Gass – Beste Weinkarte des Jahres 2015

Auszeichnung Wine Trophy

Das französische Weinmagazin „La revue du vin de France“ kürt die Weinkarte der Traube Tonbach als beste des Jahres.

Das Fachmagazin „La revue du vin de France“ gilt als die wichtigste und einflussreichste Weinzeitschrift Frankreichs. Mit der aktuellen Ausgabe ist die jährliche Bestenliste des Leitmediums erschienen. Als einziger internationaler Gewinner in einer von sieben Kategorien wurde die Traube Tonbach mit dem Gourmetrestaurant Schwarzwaldstube für die beste Weinkarte geehrt. Das familiengeführte Feinschmeckerhotel ist auch im nahen Frankreich bekannt als eine der ersten Adressen für Genussreisende.

Die Expertenjury lobte bei der Verleihung in Paris die vinophile Weitsicht von Traube-Inhaber Heiner Finkbeiner. Mit viel Passion habe er bereits vor 30 Jahren begonnen, in den Aufbau des hoteleigenen Weinkellers zu investieren und damit eine hervorragende Basis für die Güte der heutigen Karte geschaffen. „Das ist eine wahrlich schöne Anerkennung“, so der Hotelier. „Wein ist stets eine Leidenschaft, die wir gerne fördern. Deshalb schätzen wir auch Stéphane Gass ausgeprägtes Faible für seltene oder außergewöhnliche Tropfen.“

Dem langjährigen Sommelier der Schwarzwaldstube attestierte das Fachmagazin großes Talent. „Dank dem Können des Elsässers und seinem virtuosen Händchen bei der Auswahl der rund 750 Positionen, hat die Weinkarte im Laufe der Jahre einen Grad der Perfektion erreicht, die der Küche von Drei-Sterne-Koch Harald Wohlfahrt absolut ebenbürtig ist und dem Gast zugleich mit bemerkenswerten Preisen Lust auf guten Wein macht“, hieß es in der Begründung der Jury. Gass verantwortet seit 1990 die Weinkeller des Traditionshotels, in denen mehr als 40.000 Flaschen, überwiegend aus europäischen Anbaugebieten, lagern. Zu den vorangegangenen Stationen des 43-jährigen gehören weltbekannte Restaurants wie das Louis XV von Alain Ducasse in Monte Carlo.

Gefragt danach, was die Weinkarte des Jahres besonders macht, zeigt sich Gass bescheiden: „Unsere Philosophie ist die eines jeden guten Sommeliers. Jahr für Jahr wollen wir ausdrucksstarke Weine für unsere Karte entdecken, um unsere Gäste mit einer spannenden Verkostung zu überraschen.“ Gemeinsam mit seinen drei Kollegen beobachte er interessante Weinregionen sehr aufmerksam. „Vom jungen bis zum charaktervollen Jahrgangswein gilt es jene zu finden, die ebenso spannend wie zugänglich sind. Auf große Namen zu setzen, ist dabei relativ einfach. Herausfordernder ist es, offen zu bleiben, jeden Jahrgang neu zu bewerten und gerade auch jungen oder unbekannten Winzern den Weg zu ebnen, wenn die Qualität stimmt“, erklärt Gass. Zusammen mit den renommierten Weingütern, einer soliden Jahrgangstiefe sowie einigen Exoten ergebe sind so ein starkes Portfolio. „Und ein faires Preisniveau ist uns wichtig, denn das animiert zum Probieren und gehört definitiv zu einer guten Weinkarte“, weiß der Franzose.

Als weitere Preisträger der Wine Trophy 2015 wurden u.a. Frankreichs Außenminister Laurent Fabius als „Mann des Jahres“, Emmanuel Reynaud vom Weingut Château Rayas als „Winzer des Jahres“ sowie Julien Sunier von der Domaine de Noisetiers als „Entdeckung des Jahres“ geehrt. Der Innovation-Award ging an Julien Worth für sein Crowdfunding-Projekt „Fundovino“, während der Weinblog „No wine is innocent“ den Titel „Blog des Jahres“ erhielt.

Alle Auszeichnungen und Preisträger auch unter: http://www.larvf.com.

FINE Das Weinmagazin

Das Weinland Franken steht im Fokus der Sommerausgabe von FINE Das Weinmagazin. Die klassische Weißweinregion ist besonders für ihre Silvaner bekannt, die die Franken seit Jahrhunderten in den traditionellen Bocksbeutel abfüllen. Auch der Müller-Thurgau erlebt vor allem bei den jungen Winzern eine Renaissance. Doch das Weinland Franken hat mehr zu bieten als nur Tradition. Junge Winzer und große alteingesessene Weingüter sorgen gemeinsam dafür, dass der idyllische Landstrich entlang des Mains mit großem Potenzial in die Zukunft startet.

Bürgerspital zum Hl. Geist: Ein Würzburger Musterbetrieb
Im Jahr 1316 gründete der Würzburger Patrizier Johann von Steren das Bürgerspital zum Hl. Geist. Mit seinen eindrucksvollen Hang- und Steillagen und dem größten Holzfasskeller Deutschlands gilt das Bürgerspital als Keimzelle der fränkischen Bocksbeutelkultur. Betriebsleiter Robert Haller erzählt FINE Autor Stephan Reinhardt, wie er das Stiftungsweingut binnen weniger Jahre zu einem Motor der fränkischen Erneuerung machte.

Frech, mutig und kühn: Fünf fränkische Winzer
FINE Autor Rainer Schäfer trifft auf fünf fränkische Vorzeigewinzer – Hansi Ruck, Paul Weltner, Martin Schmitt, Daniel Sauer und Ludwig Knoll. Ihre Weine – Silvaner, Spätburgunder oder Riesling – überraschen nicht nur, weil sie im traditionellen Bocksbeutel abgefüllt werden, sondern vor allem mit ihrer Qualität und Stilistik.

Frauen im Wein
Die fränkische Winzerin Sandra Sauer trifft FINE Autorin Caro Maurer MW. Seit 2005 führt sie gemeinsam mit ihrem Vater Horst Sauer das renommierte Familienweingut in die Zukunft.

Die Weinberge des Grafen Stephan von Neipperg: La Mondotte
FINE Autor Christian Volbracht besuchte in Bordeaux das Weingut La Mondotte. Ursprünglich wollte der Besitzer Stephan Graf von Neipperg dieses Weingut im Château Canon La Gaffelière (FINE 1/2014) aufgehen lassen. Die Winzer von Saint-Emilion waren mit diesem Vorhaben allerdings nicht einverstanden. Damit gaben sie ungewollt den Startschuss zum Aufstieg des Weinguts in den Kreis der besten Premiers Grands Crus Classés. Passend dazu konnte FINE Autor Stephan Reinhardt jeweils zehn Jahrgänge der beiden Châteaus im Ente Bistro im Nassauer Hof in Wiesbaden probieren.

Die Maison E. Guigal
Die Geschichte des Hauses Guigal ist keine gewöhnliche. Sie erzählt von einem der auszog, um sein Glück zu suchen. Das fand der Gründer Etienne Guigal schließlich in den Weinbergen von Ampuis im Rhônetal. FINE-Autor Armin Diel traf Philipp Guigal, der das Erbe seines Großvaters heute fortführt und die Maison Guigal mit seinen Spitzencuvées aus den Lagen La Mouline, La Landonne und La Turque weltbekannt gemacht hat.

Tignanello
Der Tignanello hat den Namen Antinori in die Welt getragen. FINE Autor Till Ehrlich hat Marchese Piero Antinori, den Initiator des italienischen Kultweins, in seiner toskanischen Residenz besucht. Im Gespräch mit Tignanello-Oenologe Paolo Nardo erfährt er: „Wenn der Wein gut ist, fragt der Marchese, wie es noch besser geht“. Dieses kompromisslose Denken ebnete den Weg des einzigartigen Ruhms des Ausnahmeweins Tignanello.

Mouton Rothschild: Kunst auf und in der Flasche
1924 schmückte ein Bild des Künstlers Jean Carlu das Etikett des Mouton Rothschild. Damit begann eine einzigartige Verbindung von Wein und Kunst, die – mit einer Unterbrechung durch den Weltkrieg – bis heute andauert. Für die Neuauflage des großen Bildbands „Weinprobe & Kunst 1924/1945-2011 Tasting Art“ aus dem Tre Torri Verlag wurden die aktuellen Jahrgänge 2004 bis 2011 verkostet. Die FINE Autoren Kristine Bäder und Michael Schmidt beschreiben die Verkostungsnotizen – und die dazu gehörenden neuen Künstleretiketten.

Das Sauternes-Weingut Château Rieussec
„Süßweine kann man immer trinken“ behauptet Charles Chevallier. Das Weingut Château Rieussec, dessen Weinmacher er ist, gehört seit rund dreißig Jahren zu den Domaines Barons de Rothschild. FINE Autor Christian Volbracht war zu Gast auf dem berühmten Sauternes-Weingut, das zwar die höchste Erhebung der Region mit dem berühmten Nachbarn Château d’Yquem teilt, aber sonst eine ganz eigene Süßweinphilosophie verfolgt.

Wein und Kritik: Erste Folge
Im neuen FINE-Essay betrachtet der Kulturwissenschaftler und FINE-Autor Stefan Pegatzky das Thema Wein aus philosophischer, wissenschaftlicher, kultureller und historischer Sicht. Der erste von vier Teilen widmet sich der großen Kunst des Verkostens und der Frage, warum wir uns dem Weinprobieren mit so viel Leidenschaft widmen.

FINE Das Weinmagazin sucht die besten Weinhändler in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Unter dem Betreff „Lieblingsweinhandlung“ können Leser Namen und Adresse ihrer bevorzugten Bezugsquelle per E-Mail an info@fine-magazines.de einsenden oder im Internet über www.fine-magazines.de/umfrage an der Abstimmung teilnehmen. Unter allen Einsendungen verlosen wir eine exklusive FINE-Verkostung sowie 10 Bücher im Gesamtwert von über 400 Euro. Einsendeschluss ist der 14. August 2014.

Dies und vieles mehr in der Ausgabe 2/2014 von FINE Das Weinmagazin.

FINE Das Weinmagazin 04/2012

Altes Geld und großer Wein:

On s’amuse«: Baron Eric de Rothschild vom Château Lafite-Rothschild in Pauillac ist der heiter-gelassene Souverän über zwei Welten.
Baron Eric erfreut sich an kleinen Späßen wie am großen Erfolg. Er ist einer der Chefs der berühmtesten Bankiersfamilie Europas, die den Wiederaufstieg nach der Enteignung durch den französischen Präsidenten François Mitterrand im Jahr 1982 geschafft hat. Und er hat Château Lafite-Rothschild, dessen Leitung er 1974 nach einigen problematischen Jahren übernahm, wieder an die Spitze geführt.

Weitere Themen in FINE Das Weinmagazin 04/2012:
So vielfältig wie die Landschaft, so abwechslungsreich wie die Böden, so unterschiedlich wie das Klima und so mannigfaltig wie seine Winzer:
Riesling von der Nahe.

Bewegte Vergangenheit, verheißungsvolle Zukunft:
Die Weine der Domaine Jacques Prieur in Meursault schließen zu den Größten der Bourgogne auf.

Nur ein Gehilfe der Natur:
Für Nicolas Joly, den Weinpionier von der Loire, ist Biodynamik weder Aberglaube noch illusorisches Weltbild, sondern gelebte Realität: Sein Clos de la Coulée de Serrant gibt ihm recht.

Großes Kino für einen großen Champagner:
In Los Angeles feierte Dom Pérignon den amerikanischen Starregisseur David Lynch und dessen Kampagne für die neuen Vintage-Editionen mit einer Mega-Party.

Wein und Speisen:
Jürgen Dollase bei Patrick Bittner und Franck Mouzon im Restaurant Français in Frankfurt.

Die Stuart Pigott Kolumne:
Große Gewächse. Taktik und Chance.

Dies und mehr in der Weihnachtsausgabe der FINE.

Unter folgendem Link finden Sie FINE Das Weinmagazin als blätterbares Buch: http://issuu.com/finemag/docs/fine_412.

Weitere Informationen zu FINE Das Weinmagazin finden Sie unter: www.fine-magazines.de

Fine Das Weinmagazin Sonderausgabe

Anlässlich des Deutschen Getränkekongresses am 27. und 28. August in Berlin widmet FINE den feinen Getränken dieser Welt eine neue Sonderbeilage in gewohnter Kompetenz.

Die Sonderbeilage des Tre Torri Verlags erscheint in einer Auflage von rund 81.000 Exemplaren und erreicht damit alle relevanten Entscheider.

Aus dem Inhalt der Sonderbeilage:

Stuart Pigott: Über deutschen Wein
Die Erfolgsstory, sein Image national und international. Deutscher Wein im Supermarkt, was man dort findet, wie er sich schlägt. Deutscher Wein an Bord der Lufthansa, bei der Deutschen Bahn oder in der Diplomatie etc.

Champagner für Millionen
Mindestens zehn Millionen Flaschen Moët & Chandon Brut Impérial werden jedes Jahr für den Markt weltweit produziert. Wie es möglich ist, bei solchen Volumina gleichbleibende Markenqualität zu sichern, beschreibt Christian Göldenboog.

Berliner Bar-Kultur
Man muss bis in die zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück­denken, um eine so blühende Landschaft von Bars und Cocktail-Lounges vorzufinden, wie sie heute in Berlin existiert. Wie sie entstehen konnte, wer die Promoter sind, die wichtigsten Barkeeper, wer das Publikum stellt – darüber schreibt Rolf Hosfeld.

Was lange gärt
Ja, es stimmt. Die Weinwerbung in Deutschland wird besser.
Es gibt da nur noch – ein kleines Problem. Anne Zielke über die Werbung für deutschen Wein.

Deutscher Sekt
Wenn die Deutschen Grund zum Feiern haben, ist Sekt immer noch ihr liebstes Getränk, seien es die großen Markensekte oder auch Sekte aus Winzerhand. Michael Freitag über Produktion und Markt der Schaumweine.

Die neue Ausgabe FINE Das Weinmagazin

Viel Lärm um nichts?
Das Rätsel um die teuerste Weinflasche der Welt.

Wein und Wahrheit – Rodenstock und Jefferson:
Ein Weinfälscher? Der Konrad Kujau gar der Weinwelt? Man könnte meinen, Hardy Rodenstock leide unter solchem Verdacht.
Doch wie er da sitzt, vor Weißwurst und Mineralwasser, erweckt er den Anschein, als könne er kein Wässerchen trüben – und schon gar keine zweihundert Jahre alten Weinflaschen manipulieren. Hardy Rodenstock gibt sich entspannt und plaudert mit unserem Autor Christian Volbracht über teure Flaschen, dunkle Geheimnisse und den kostspieligen Zorn eines Milliardärs.

Dies und mehr in FINE Das Weinmagazin, der Sommerausgabe des Jahres.
Weitere Themen in FINE Das Weinmagazin 02/2012:
Der kometenhafte Aufstieg des Weinguts MONTEVERRO:
Glückliche Hand: Bei Kauf und Anlage seines Weinguts Monteverro im toskanischen Weinland der Maremma hat sich Georg Weber akribisch von wissenschaftlichen Untersuchungen leiten lassen. Dass dem Winzer der Sprung in die Weltklasse des Weins auf Anhieb gelang, ist indessen auch seinem Naturell zu verdanken – er packt herzhaft an und freut sich am Erfolg seiner Arbeit.

In Südtirol blüht der Weinbau:
Auf alpinen Dolomiten-Hängen und in mediterranen Hochtälern werden seit zwei Dekaden zuverlässig edle Gewächse erzeugt.
Beharrlich arbeiten hier die besten Winzer an langlebigen Weinen.
Frei das Denken, groß die Neugier, sprudelnd die Ideen und eindeutig die Handschrift:
Der Moselwinzer Ernst Loosen und seine grenzenlose Weinwelt.

Pinot Noir in Oregon, Riesling in Washington State:
Vollendete Weine – mit Überzeugungskraft und Leidenschaft trägt der Moselwinzer Ernst Loosen, seine Botschaft in die Welt.

Frauen im Wein:
Nachdenken über Erde, Stein und Rebe. Lalou Bize-Leroy, die große alte Dame des burgundischen Weinbaus, hat ihren Besitz, die Domaine Leroy in Vosne-Romanée, nie als Last empfunden.

Wein und Speisen: Jürgen Dollase bei Eric Menchon und Vincent Moissonnier im Restaurant Le Moissonnier in Köln.
Stuart Pigott widmet sich in seiner Kolumne den „Grünen Weinen Deutschlands“.
Zielsicher auf verschlungenen Pfaden:
Anselm Selosse, der Champagner Winzer aus Avize im Herzen der Côte des Blancs, geht seinen eigenen Weg.

Die neue Ausgabe FINE Das Weinmagazin

Wer mit offenen Augen durch Burgund, diese Sehnsuchtslandschaft jedes Weinliebhabers reist, entdeckt, dass große Burgunder, wie bei der Domaine Comte de Georges Vogüé nicht nur Produkt inspirierter Schöpferkraft sind. Dass Weinbau vor allem schwere Arbeit und solides Handwerk ist, wird viel zu selten gewürdigt. Im Bordeaux lässt sich dies bei der Arbeit der Küfer beobachten. Ohne das Eichenfass sind die edelsten Weine unserer Zeit nicht mehr denkbar. Dies und mehr in FINE Das Weinmagazin, der ersten Ausgabe im neuen Jahr.

Mit seinen dreihundert Einwohnern ist Chambolle-Musigny das ursprünglichste burgundische Winzerdorf an der gesamten Côte de Nuits geblieben: eine Kirche, eine Schule, ein Kindergarten, gleich daneben das Rathaus, ein Hotel, zwei Restaurants und eine Spenglerei, sonst nichts. Von hier stammen die glanzvollen Burgunder der Domaine Comte de Georges Vogüé: Weine wie Samt und Seide. Nicht nur die Pinot Noirs des Weinguts sind Spitzenprodukte der Bourgogne, auch der Musigny Blanc spielt seine extravagante Rolle.

Die Fassmachereien in den Weinbaugebieten um Bordeaux liegen dicht an den legendären Gütern. Dort wird das Geheimnis um das noch immer mysteriöse Zusammenspiel von Wein und Holz gelüftet, welches beginnt wenn die Lese beendet ist und der Most in den Fässern gärt. Zwar wird das Holzfass schon seit zweieinhalb Jahrtausenden als Behälter und Transportmittel genutzt, aber erst in den letzten fünfzig Jahren wurde die Kunst der Küfer zum bewusst eingesetzten zentralen Werkzeug beim Ausbau der Weine. Die Qualität des Holzes und der Grad der Toastung, wie die Fässer also über offenem Feuer angeröstet werden, sind für die aromatische Tiefe, die Farbe und das Alterungspotential der Weine mit entscheidend.

Die Erste Lage Kirchspiel bei Westhofen in Rheinhessen spielt in der Champions League des Rieslings mit. FINE hatte zu einer verdeckten Vergleichsprobe von neun Jahrgängen Riesling Großes Gewächs eingeladen. In der Vertikale standen die Weine der drei wichtigsten VDP-Weingüter dieser Lage, Wittmann, Keller und K. F. Groebe. Blind verkostet, aus Karaffen eingeschenkt: Beherzt stellen sich die drei rheinhessischen Winzer Philipp Wittmann, Klaus-Peter Keller und Friedrich Groebe im Mainzer Restaurant Buchholz mit ihren Rieslingen aus dem Westhofener Kirchspiel dem Urteil der Verkoster.

Weitere Themen in FINE 01/2012:

Marchese Nicolò Incisa della Rocchetta hat auf der Tenuta San Guido in Bolgheri einst eine neue Epoche der italienischen Weingeschichte begonnen. Der Sassicaia ist einer der feinsten Weine Italiens, jahrzehntelang bewährt, ein Supertuscan.
Perfezione. Perfektion, das ist es, was Luciano Sandrones Arbeit und den Charakter seiner Weine auszeichnet. Sein Name ist Synonym für magische Barolos. Sandrone freilich ist ein bescheidener Mann geblieben, er weiß, dass man sich dem perfekten Barolo nur annähern kann.
Eine Semester-Abschlussfahrt des Staatlichen Weinbauinstituts in Freiburg hatte 1978 die nicht allzu ferne Bourgogne zum Ziel. Dort fand Bernhard Huber Gefallen an den faszinierenden Pinot Noirs. In den hochberühmten Weinbergen fand er Muschelkalkverwitterungsboden – wie zu Hause in Malterdingen, der Heimat seines Wildensteiner Spätburgunder R.
Sauvignon Blanc zwischen Euphorie und Kritik: Stuart Pigott über neuen Modewein im traditionsbelasteten Deutschland.
Wein und Speisen: Jürgen Dollase bei Andreas Krolik und Karl-Heinz Schopf im Park-Restaurant in Brenners Parkhotel in Baden Baden.
Wie Wein gedeiht (I): Im ersten Teil der neuen Serie berichtet Christian Göldenboog von der Kaltmazeration.

Riesling Renaissance

Weltweit gilt der Bernkasteler Doctor als der berühmteste Weinberg Deutschlands. In deutschen Landen hingegen ist er nur wenigen Weinliebhabern ein Begriff. Nach Jahrzehnten des „Vergessens“ erhält der legendäre Riesling aus dem Bernkasteler Doctorberg nun im auch im eigenen Land eine beachtliche Medienaufmerksamkeit.

Am Sonntag, den 26. Februar um 18.30 Uhr strahlt der Fernsehsender n-tv in seiner Serie „FINE – Das Weinmagazin“ einen 25-minütigen Beitrag über den Bernkasteler Doctor aus. Die mehrtägigen Dreharbeiten fanden im Herbst in den Weingütern Wegeler – Gutshaus Bernkastel und Witwe Dr. H. Thanisch – Erben Müller-Burggraef statt.

Am Sonntag, den 26. Februar um 18.30 Uhr, bei n-tv

Die neue Ausgabe FINE Das Weinmagazin ist da

Keine Zeit des Jahres bietet so viele Gelegenheiten, eine gute Flasche Wein zu öffnen, wie der Dezember. Sei es mit einem herrlichen Rotwein im Advent, einer festlichen Auslese am Weihnachtsabend oder einem prickelnden Glas Champagner an Silvester, wenn gestiegene Feierlaune danach verlangt. Beste Lesebegleitung dazu bietet die neue Ausgabe von FINE Das Weinmagazin.

  Siziliens Topwinzer setzen heutzutage auf autochthone Reben wie die Nero d’Avola, die sizilianische Rotrebe schlechthin, und das mit großem Erfolg. Das Ergebnis ist eine Renaissance sizilianischer Weinkultur . Voraussetzung dafür war der radikale Bruch mit der Vergangenheit, denn lange Zeit waren Siziliens Anbaugebiete heruntergekommen zu einer Produktionsstätte von Massenweinen. Auf insgesamt einhundertfünfzehntausend Hektar hat Sizilien mehr Rebfläche als alle Weinregionen Deutschlands zusammen. Erst das Engagement von Spitzenwinzern wie Tasca d’Almerita oder Planeta schufen ein neues Qualitätsbewusstsein.

 Wie kann mehrere Jahrzehnte alter vergorener Traubensaft so duften: nach den unterschiedlichsten reifen und getrockneten Früchten, nach vielerlei frisch gepflückten Kräutern und nach Blütenhonig? Diese Frage stellt sich Stuart Pigott bei der Verkostung von 100 Jahrgängen Riesling Auslese auf Kloster Eberbach. Star der Riesling-Zeitmaschine war der 1959er Steinberg, dem Stuart Pigott noch viele weitere Jahrzehnte prophezeit.

 Die Ursprünge von Jacquesson & Fils gehen zurück bis auf das Jahr 1798, als Memmie Jacquesson eine eigene Champagnerkellerei gründete und unter anderem Napoleon belieferte. In den letzten zwanzig Jahren haben die Brüder Laurent und Jean-Hervé Chiquet die Philosophie des traditionsreichen Champagner-Hauses komplett auf den Kopf gestellt. Waren sie bis dahin einer konsequenten Markenstrategie verpflichtet, so folgen sie in ihrem Betrieb nun den Prinzipien eines Weinguts. Über Jahre hinweg verfolgt Armin Diel den Stilwandel und die Neupositionierung der Cuvées im Hause Jacquesson und verkostet die Weine vor Ort.

  Weitere Themen in FINE Das Weinmagazin 04/2011 :

 Schweden? Das ist doch da, wo der Staat jeden Schluck kontrolliert und Alkohol sündhaft teuer ist? Weit gefehlt: Systembolaget , das schwedische Staatsmonopol auf den Verkauf von Alkohol, zählt zu den größten Weinkäufern der Welt, bietet die rarsten Tropfen an und ermutigt die Bevölkerung zu verantwortungsbewusstem Genuss.

 Benannt nach der Stadt einem sich hartnäckig gegen römische Eroberung wehrenden iberischen Kelten, kultiviert die Bodega Numanthia auf dem Rebstück Teso de los Carriles die neue spanische Wein-Ikone, den Termanthia.

 Die Brunellos von Pieve Santa Restituta : Spitzenwinzerin Gaia Gaja sorgt auch auf dem Weingut bei Montalcino für geschliffene, langlebige Weine.

 Lange war der sanfte rote Zweigelt die einzige bedeutende Rotweinrebe im Weißwein-Land Österreich. In den letzten Jahren avancierte erstaunlicherweise der Blaufränkisch zur zweitwichtigsten Rotweinrebe der Alpenrepublik. Christian Göldenboog beobachtet die Karriere des kraftvollen Blaufränkisch , von denen Lucia Schrampf 27 Spitzenweine verkostet.

 

Dazu:

Prestige- und Jahrgangschampagner: Empfehlungen zum Fest

Das Geschenk der Zeit: Champagne Krug

Riesling vom Nahe-Weingut Emrich-Schönleber

Frauen im Wein (IX):Therese Breuer

Die Reise zum Malbec

Wein und Zeit (III): Daniel Decker’s Entdeckungen auf Schloss Vollrads im Rheingau

Das große Dutzend: Opus One

Die Kolumnen:

Jürgen Dollase bei Karl-Josef Fuchs im Restaurant Spielweg

Stuart Pigott und die Magie der Zahl Elf

Anna Zielke erlaubt sich eine Verschwörungstheorie

Das Bier danach: Lein Trinklied für Bier

FINE Das Weinmagazin als TV-Ausgabe auf n-tv

Am 10. Dezember um 18.25 Uhr startet FINE Das Weinmagazin bei n-tv. Immer samstags macht das neue Fernseh-Magazin besonders edle Tropfen zum Hauptdarsteller, erzählt deren Geschichte und stellt die Menschen vor, die Trauben zu Prädikatserzeugnissen verwandeln.

FINE Das Weinmagazin lädt die Zuschauer ein auf eine Reise zu den erlesensten Anbaugebieten Europas. Nach einem Ausflug in die Weinberge öffnen sich die Türen der Weingüter. In deren Kellern wird seit Generationen die teilweise handverlesene Ernte auf allerhöchstem Niveau veredelt.

So reift zum Beispiel in den Fässern der Weingüter Wegeler und Witwe Dr. Thanisch, Erben Müller-Burggraef ein deutscher Riesling der absoluten Weltklasse, der Bernkasteler Doctor. Angelo Gaja, Patron des gleichnamigen Weinguts im Piemont, lüftet in FINE das Geheimnis seines legendären Barbarescos. Und der Kellermeister des Châteaus Cheval Blanc im französischen Bordelais verrät, warum die Flaschen mit dem aktuellen Jahrgang zu den besten und teuersten Bordeaux-Weinen zählen. Ein Wein, ein Champagner oder ein Whisky spiegeln immer auch den Charakter einer Region wider, in der sie hergestellt werden. Deshalb gewährt FINE dem Zuschauer mit viel Liebe zum Detail Einblicke in die Küchenstuben der Region, nimmt ihn mit auf Trüffelsuche und schaut Künstlern über die Schulter, die selbst aus der Glasflasche ein Luxus-Produkt machen.

FINE Das Weinmagazin erscheint seit 2008 im Tre Torri Verlag in Wiesbaden. Es ist der deutschsprachige Zweig der internationalen FINE-Familie für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Im vierten Erscheinungsjahr beträgt die reguläre Auflage 20.000 Exemplare, davon sind 12.000 Abonnenten. Chefredakteur von FINE ist Thomas Schröder, der u.a. das Frankfurter Allgemeine Magazin fast 20 Jahre in gleicher Position führte. Die TV-Ausgabe des erfolgreichen Printmagazins wird von der DEF Media produziert. Kurz vor Sendestart am 10. Dezember liegt der Süddeutschen Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eine weihnachtliche Sonderbeilage bei, die auchThemen des Printmagazins aufnimmt.