Markus Huber ist Falstaff Winzer des Jahres 2015

Der Traisentaler Winzer wurde bei der Falstaff Weißweingala in der Wiener Hofburg ausgezeichnet. Zudem wurde der Falstaff Weinguide 2015/16 präsentiert.
 
Es ist der begehrteste Titel der österreichischen Weinszene: Falstaff Winzer des Jahres. Dieser wurde heuer von der Falstaff-Weinredaktion Markus Huber aus dem Traisental zuerkannt. Der Niederösterreicher hat in wenigen Jahren den elterlichen Kleinbetrieb zu einem der bekanntesten Weingüter Österreichs weiterentwickelt und zählt heute zu den größten Exporteuren von heimischen Top-Weißweinen. Mit seinen exzellenten Grünen Veltlinern und Rieslingen hat er sich vor allem in den USA einen glänzenden Ruf erworben. Mehr als 70 Prozent seiner Weine gehen bereits ins Ausland. Und nebenbei hat er dem kleinen, vor Kurzem noch eher unbekannten Weinbaugebiet Traisental einen nachhaltigen Image-Anschub gegeben.
 
Unter tosendem Applaus nahm Markus Huber auf der Bühne im Großen Festsaal der Wiener Hofburg nicht nur eine Urkunde und Gratulationen entgegen. Peter Kellner, CEO von Breitling Austria & Eastern Europe, überreichte ihm eine Breitling Transocean Chronograph Edition im Wert von 8.670 Euro. Zudem durfte sich der frisch gebackene Winzer des Jahres über einen Gutschein für 3 Nächte im 5 Sterne Falkensteiner  Hotel & Spa Iadera in Kroatien freuen.
 
Weißwein-Elite in der Hofburg
Markus Huber war aber nur einer von 140 Top-Winzern, die bei der Falstaff Weißweingala in der Wiener Hofburg einige ihrer besten Weine ausgeschenkt haben. Mehr als 1.800 Gäste durften erfahren, dass der Jahrgang 2014 viel besser ist als sein Ruf. Jeder Winzer hatte aber auch gereifte Jahrgänge mit im Gepäck, die das gewaltige Potenzial österreichischer Weißweine eindrucksvoll unterstrichen.
 
Falstaff Grüner Veltliner Grand Prix 2015
Neben der Auszeichnung zum Winzer des Jahres war die Kür der Sieger des Falstaff Grüner Veltliner Grand Prix das Highlight des Abends, durch den Chefredakteur Peter Moser und die charmante Moderatorin Silvia Schneider geführt haben. Dr. Hubert Schultes, Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung und Otto Auer, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, überreichten Urkunde und Trophäe an den Erstplatzierten, Bernhard Ott aus Feuersbrunn am Wagram. Der zweite Platz ging an Franz Leth aus Fels am Wagram, während es über den dritten Platz gleich doppelte Freude gab: diesen teilten sich das Weingut Degn aus Hohenruppersdorf im Weinviertel und das Weingut Fischer aus Rossatz in der Wachau.
 
Kategorie-Sieger
Bei dem festlichen Akt im imperialen Ambiente wurden außerdem die Sieger der elf Weißwein-Kategorien prämiert:
 
·      Cuvée Weiß: Karl Fritsch (Oberstockstall, Wagram), Tausendweiss 2010
·      Chardonnay: Weingut Sattlerhof (Gamlitz, Südsteiermark), Morillon Pfarrweingarten G STK 2013
·      Gelber Muskateller: Weingut Wohlmuth (Kitzeck im Sausal, Südsteiermark), Gelber Muskateller Steinriegl 2014
·      Grüner Veltliner: Weingut Ludwig Neumayer (Inzersdorf ob der Traisen, Traisental), Grüner Veltliner Traisental DAC Reserve Ikon-Stein 2014
·      Pinot Gris: Weingut Hannes Harkamp (St. Nikolai im Sausal, Südsteiermark), Grauburgunder Oberburgstall 2013
·      Rotgipfler/Zierfandler: Weingut Alphart (Traiskirchen, Thermenregion), Rotgipfler Rodauner Top Selektion 2013
·      Riesling: Weingut Mantlerhof (Gedersdorf/Brunn im Felde, Kremstal), Riesling Kremstal DAC Reserve Wieland 1 ÖTW 2014
·      Sauvignon Blanc: Weingut Tement (Berghausen, Südsteiermark), Sauvignon Blanc Zieregg G STK 2013
·      Traminer: Weingut Andreas Gsellmann (Gols, Neusiedlersee), Traminer maischevergoren 2013
·      Weißburgunder: Weingut Sattlerhof (Gamlitz, Südsteiermark), Weißburgunder Pfarrweingarten Fassreserve 2007
·      Roter Veltliner: Weingut Josef Fritz (Zaussenberg, Wagram), Roter Veltliner Steinberg Privat 2013
·      Gemischter Satz: Weingut Wieninger (Wien), Wiener Gemischter Satz DAC Rosengartl 2014
 
Falstaff Weinguide 2015/16
Insgesamt hat Falstaff Wein-Chefredakteur Peter Moser für den Weinguide 2015/16 weit über 3000 Weine verkostet. 3174 österreichische und 265 Südtiroler Weine haben es in den wichtigsten Weinführer des Landes geschafft.
Der Falstaff Weinguide ist ab sofort zum Preis von 16,90 Euro am Kiosk und im gut sortierten Buchhandel sowie unter www.falstaff.at/guides erhältlich.

Gault&Millau WeinGuide 2015

Die Geehrten des Gault&Millau WeinGuide 2015 stehen fest: Thomas Haag (Schloss Lieser, Mosel) ist »Winzer des Jahres«, Karl Eugen Erbgraf zu Neipperg (Württemberg) wird als »Aufsteiger des Jahres« (Württemberg) prämiert, die »Kollektion des Jahres« stammt von Hanspeter Ziereisen (Baden) und die Sektmanufaktur Strauch (Rheinhessen) wird als »Entdeckung des Jahres« ausgezeichnet.

Der Jahrgang 2013 war für viele Winzer kein Honigschlecken. Ein feuchter Herbst, Regen und Fäulnis in den Weinbergen machten die Ernte zu einem risikoreichen Glücksspiel. Gerade im Basisbereich zeigen sich diese Schwierigkeiten des Jahrgangs recht deutlich. »An der Spitze jedoch war dieses Jahr ein Ausnahmejahr«, gibt Joel B. Payne – Herausgeber und Chefredakteur des Gault&Millau Weinguide 2015 – an. In seinen Grundzügen erinnere ihn der Jahrgang an Jahre wie 2010 und 2008: »Die gelungenen Weine im Basisbereich sind frisch und von großer Trinkigkeit und an der Spitze kehren die Weine zu mehr Leichtigkeit und Eleganz zurück.« Den Leiter des Verkostungsteams freuten besonders die niedrigen Alkoholwerte, selbst bei den trockenen Siegerweinen der Ausgabe 2015.

Unter Paynes strengster Aufsicht hat auch in diesem Jahr ein Team von über 25 renommierten Weinexperten beinahe 13.000 Gewächse von 1.250 deutschen Weingütern untersucht. Hat der WeinGuide in den vergangenen Jahren stetig an Umfang zugenommen, so entschloss sich Chefredakteur und Herausgeber Joel B. Payne für die Ausgabe 2015, die Auswahl auf die besten 1.000 deutschen Weingüter zu beschränken: »Der Liebhaber deutscher Weine findet so das Who is Who der Winzerszene mitsamt deren bester Weine in einem Buch«, meint Joel B. Payne, der mehrfach als bester Sommelier Deutschlands ausgezeichnet wurde.

Der 22. Gault&Millau WeinGuide – als Marktführer unter den deutschen Weinkompendien – ist das perfekte Werkzeug, um für sich selbst die besten Tropfen zu entdecken, egal ob luxuriöse Spitzenweine oder gut gemachte Gewächse für den Alltagsgenuss. Erfreut zeigte sich der weltweit gefragte Weinjournalist Joel B. Payne über die erfolgreiche Weiterentwicklung des WeinGuides für Nutzer von Smartphones und Tablet-Computern, die nun für die Suche nach deutschem Wein eine leistungsstarke App zur Verfügung haben. »Mit der englischsprachigen Version der App erreichen wir zudem erstmals die vielen Freunde des deutschen Weins im angelsächsischen Raum«, begeistert sich Joel B. Payne – selbst Spross einer amerikanischen Anwaltsfamilie.

Die Sieger 2015
Zum »Winzer des Jahres« der Ausgabe 2015 kürte die Gault&Millau-Redaktion Thomas Haag von Schloss Lieser an der Mittelmosel. »Vor 20 Jahren lag das einst weltberühmte Gut noch im Dornröschenschlaf. 20 Jahre hat Thomas Haag beharrlich und letztlich erfolgreich daran gearbeitet, das Gut wieder zu einem weltweit anerkannten Spitzenbetrieb zu machen«, jubelt der WeinGuide-Chef Joel Payne über den höchst talentierten Geschäftsmann.
Der Ehrentitel »Kollektion des Jahres« geht in diesem Jahr in den süd-westlichsten Zipfel Deutschlands an das badische Weingut Ziereisen. Chefredakteur und Herausgeber Joel B. Payne lobt Hanspeter Ziereisen für seinen »bewundernswert kompromisslosen Stil« – egal ob beim Syrah, dem Spätburgunder oder dem badischen Gutedel.

Der Titel »Entdeckung des Jahres« geht nach Württemberg in das traditionsreiche Haus von Karl Eugen Erbgraf zu Neipperg. »Die Weine des Renommierbetriebs wurden immer trinkanimierender«, erweist Joel B. Payne – bis 2009 Präsident der Internationalen Föderation der Weinjournalisten – bei der Präsentation des WeinGuide 2015 im Mainzer Stammhaus der Rheinland-Pfalz Bank Weingut und Weinmacher die Ehre.

Die »Entdeckung des Jahres« kommt 2015 mit der Sektmanufaktur Strauch – einem jungen Start-Up und Spezialisten für höchst feinen Sekt – aus dem rheinhessischen Osthofen: »2013 wurde dort der erste Sekt degorgiert und es war ein Traum-Start«, begeistert sich Joel B. Payne, Chefredakteur und Herausgeber des Gault&Millau WeinGuide.
»Sommelier des Jahres 2015« darf sich Daniel Kiowski aus dem Restaurant »Schloss Berg« in Perl-Nennig nennen. Als »wortgewandtem Herold der Region Mosel-Saar-Ruwer gelingen ihm perfekte Allianzen zwischen Asiens Aromen und gereiften Rieslingen«, feiert ihn gut gelaunt die Chefredaktion, das heißt Joel B. Payne.

Die »Weinkarte des Jahres« liegt 2015 im Düsseldorfer »Schorn« auf. Das Haus hat schon immer großen Wert auf den deutschen Wein gelegt und bietet, da schon Vater Franz Joseph Schorn den Keller klug bestückte, eine beeindruckende Auswahl und Jahrgangstiefe«, bekennt der Gault&Millau-WeinGuide Herausgeber Joel B. Payne.

Wie zuverlässig die Bewertungen des Gault&Millau sind, zeigt die Bernhard-Breuer-Trophy. Ein Wettbewerb für gereifte trockene Riesling-Gewächse, der nach 13 Jahren zu den wichtigsten Wettbewerben dieser Art in Deutschland zählt. Joel B. Payne, der sich als Marathonläufer – zuletzt auf der Großen Mauer in China – mit Ausdauer bestens auskennt, freut sich über den diesjährigen Sieger, den 2004er Kirchenstück Riesling trocken des Pfälzer Weinguts Bürklin-Wolf: »Ein schwebender Buddha, voller Strahlkraft und Eleganz.«

Den besten gereiften Spätburgunder tranken die Gault&Millau Tester rund um Joel B. Payne im Weingut des jüngst verstorbenen Starwinzers Bernhard Huber (Baden) mit dem 2004er Wildenstein »R«, den besten fruchtsüßen Riesling beim Joh. Jos. Prüm an der Mosel (2004 Wehlener Sonnenuhr Riesling Spätlese 15/05).

Der WeinGuide 2015
Der Gault&Millau WeinGuide 2015 ist DAS Standardwerk für Weingenießer. Kein Wein und kein Weingut von Bedeutung fehlen in diesem Buch. Dies unterscheidet den Gault&Millau entscheidend von anderen Publikationen und Wettbewerben.

Mit dem Gault&Millau WeinGuide 2015 findet jeder seinen persönlichen Lieblingstropfen: egal ob Prestigegewächs auf Weltklasseniveau oder Schnäppchen mit exzellentem Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben den Siegerlisten, die das Beste zeigen, was deutsche Winzer in ihren Preislisten aufführen, finden sich jede Menge Tipps für Schnäppchenjäger: günstigste Weißweine, Produzenten roter Schnäppchen und süffige Schoppen aus der Literflasche. Allesamt getestet, bewertet und für gut befunden von einem 25-köpfigen Team renommiertester Weinexperten rund um den deutschen Weinpapst Joel B. Payne.

In neun Kategorien – sechs dieser Kategorien sind fruchtigen und edelsüßen Weinen vorbehalten – listet der Gault&Millau WeinGuide 2015 die besten Weißweine des Jahrgangs 2013 und die vorzüglichsten 2012er Rotweine Deutschlands. Dabei stehen naturgemäß der Spätburgunder und der Riesling im Vordergrund, Klassiker, deren Pflege sich die Redaktion besonders verbunden fühlt.

Der Gault&Millau WeinGuide spiegelt dabei die neuen Trends der Weinszene wider. Die Modeweine vom Sauvignon Blanc bis zum Blanc de Noirs sind mit ihren besten Exemplaren gelistet, genauso wie ausgefallene Rotwein-Cuvées.

Erneut werden in einem eigenen Ranking leichter trockener Spielarten, einem vielfachen Genießerwunsch folgend, Riesling-Gewächse mit einem Alkoholanteil unter 12 Prozent des Volumens aufgeführt.
Bei der Bewertung der Weingüter steht die Weinqualität an erster Stelle. Der WeinGuide dient außerdem als touristisches Nachschlagewerk. Er zeigt dem Reisenden die Routen zu den Gütern, verzeichnet Anschriften und Öffnungszeiten sowie Hinweise auf Verkostungsmöglichkeiten, Vinotheken, Gutsausschank und Verkauf.

Beide Ausgaben des Gault&Millau 2015 – Restaurantführer wie WeinGuide – sind auch als App für iPhone und für Android-Smartphones erhältlich.
Der Gault&Millau WeinGuide steht in der Tradition des »Reiseführers für Genießer« Gault&Millau Deutschland, der seit über 30 Jahren fundierte Restaurantkritik und strenge Bewertungen mit Lesevergnügen verbindet.

WeinGuide Deutschland 2014

Gault Millau WeinGuide Deutschland 2014: Jahrgang 2012 – Viele gute Weine, aber kein Jahrhundertjahrgang – Der »Winzer des Jahres« kommt aus Rheinhessen, der »Aufsteiger« aus dem Rheingau, die »Entdeckung« aus Franken und die »Kollektion des Jahres« aus der Pfalz

Nach dem fast zu warmen Jahrgang 2011 brachte 2012 eine gewisse Erholung. Vor allem die Rieslinge hatten ein bisschen weniger Alkohol, dafür mehr Frische – eine erfreuliche Entwicklung. Aber die Klimaverschiebung bringt nicht nur eine kontinuierliche Erwärmung mit sich. »Auch die Schwankungsbreite zwischen den einzelnen Jahren nimmt zu und somit die Herausforderungen, vor denen die Winzer stehen«, stellt Joel B. Payne, Chefredakteur des Gault&Millau WeinGuide Deutschland, fest.

Unter seiner Leitung hat ein Team von über 20 Verkostern beinahe 13.000 Weine degustiert. »Jahr für Jahr bemerken wir ein steigendes Interesse an unserer Arbeit«, sagt Payne. Weinliebhaber haben mit dem Guide ein Werkzeug in der Hand, um für sich selbst die besten Tropfen zu entdecken – egal ob luxuriöse Spitzenweine oder gut gemachte Gewächse für den Alltagsgenuss. Besondere Trinktipps der Redaktion werden auch in diesem Jahr eigens ausgewiesen, so dass Leser in den Weinlisten nicht nur Schnäppchen sofort erkennen, sondern auch nicht alltägliche Entdeckungen machen können.

Erstmals in diesem Jahr werden – einem Leserwunsch entsprechend – auch Betriebe, die bisher nur als »empfehlenswert« geführt wurden, detailliert vorgestellt, ausführliche Weinbewertungen inklusive. Damit steigt mit der Ausgabe 2014 wieder einmal der Gesamtumfang des Buches:
Auf 1.008 Seiten werden in der 21. Ausgabe des Gault&Millau WeinGuide Deutschland inkl. der 328 empfehlenswerten Betrieben 1.093 Weingüter bewertet, besprochen und mit ihrem Sortiment vorgestellt.

Der Gault&Millau WeinGuide Deutschland 2014 spiegelt die neuen Trends der Weinszene wider. Modeweine vom Blanc de Noirs bis zum Sauvignon Blanc sind im Führer mit ihren besten Exemplaren gelistet. Ausgefallene Rotwein-Cuvées haben ebenso ihren Platz wie die Klassiker, deren Pflege sich die Redaktion besonders verbunden fühlt. Dabei stehen Spätburgunder und Riesling im Vordergrund.

Allein der Riesling bietet eine ungeheure Vielfalt. Im Gault&Millau WeinGuide wird sein facettenreiches Spektrum aufgeblättert.

Kein Weingut und kein Wein von Bedeutung soll im Buch fehlen – so lautet der Anspruch der Redaktion. Zudem werden in einer eigenen Liste »Leichter trockener Riesling« Weine mit einem Alkoholanteil unter 12 Prozent des Volumens aufgeführt.

Wie zuverlässig die Bewertungen des Gault&Millau sind, zeigt die Bernhard-Breuer-Trophy, ein Wettbewerb für gereifte trockene Riesling-Gewächse, der nach zwölf Jahren ein großes Renommee in der Weinbranche genießt. »2003 mit seinem unglaublich heißen Sommer war ein Ausnahmejahr«, erinnert sich Chefredakteur Joel B. Payne, »doch die Sorge vieler Winzer, dass die Weine zu früh reifen, galt nicht für alle Gewächse«. Vor allem nicht für den Sieger der Trophy, den 2003er »G-Max« des rheinhessischen Ausnahmeweingutes Keller in Flörsheim-Dalsheim. Den besten gereiften Spätburgunder entdeckte die Redaktion beim fränkischen Weingut Rudolf Fürst mit dem 2003er »Hundsrück«. Der beste fruchtige, reife Riesling kommt als 2003er Spätlese Saarburger Rausch »06/04« vom Weingut Zilliken an der Saar.

Zum »Winzer des Jahres« der Ausgabe 2014 kürt die Gault&Millau-Redaktion Philipp Wittmann vom Weingut Wittmann im rheinhessischen Westhofen. »Wittmann ist einer der Vorreiter des ökologischen Weinbaus und Motor der qualitativen Entwicklung im Wonnegau. Seit Jahren produziert er große trockene Rieslinge, die betörend heranreifen. Fast eigenhändig hat er den Morstein zur legendären Lage hervorgehoben«, heißt es in der Begründung der Jury.

Der Ehrentitel »Kollektion des Jahres« geht diesmal erneut in die Pfalz, an Bernhard Koch vom Weingut Bernhard Koch in Hainfeld. Das Lob der Redaktion: »Geradezu unglaublich ist die Qualitätsexplosion dieses Hainfelder Weinguts. Innerhalb kürzester Zeit hat man sich bei Sauvignon Blanc, Chardonnay und Pinot Noir an die absolute deutsche Spitze katapultiert. Die Südpfalz ist hierdurch um einen Stern reicher geworden«.

Der »Aufsteiger des Jahres« ist Chat Sauvage, das auf rote Burgunder spezialisierten Weingut Michel Städters im Rheingau. Die Redaktion: »Innerhalb weniger Jahre hat Michel Städter dieses burgundische Kleinod praktisch aus dem Nichts zu einem der führenden Spätburgundererzeuger im Rheingau gemacht. Selbst Sekt und Chardonnay gelingen ihm.«

Der Titel »Entdeckung des Jahres« geht an das Weingut Alte Grafschaft in Franken: »Mit Gebäuden von Fürst Löwenstein in Tauberfranken und Weinbergen vom Staatlichen Hofkeller haben Christoph Dinkel und Norbert Spielmann ihren eigenen Traum verwirklicht und auf Anhieb mit Bravour gezeigt, dass sie ihr Handwerk verstehen.«

»Sommelier des Jahres« darf sich Markus Berlinghof vom »Jacobs« in Hamburg nennen. Er empfiehlt mit weltweitem Weinwissen und subtilem Charme gerne nicht Alltägliches aus einem der besten deutschen Keller. Seine besondere Liebe gilt dem Champagner – auch als Menübegleiter.«

Die »Weinkarte des Jahres« liegt im Berliner »Rutz« auf. »Kaum eine Weinkarte ist von ihrem Sommelier so geprägt wie die von Billy Wagner: Das Enfant terrible der Berliner Weinszene biete seit Jahren seiner Kundschaft spannende Entdeckungen und die wichtigsten Klassiker in Magnumformat, lobt der Gault&Millau WeinGuide.

Der neue Gault&Millau WeinGuide macht es Genießern leicht, den Lieblingswein zu finden. Auf großes Interesse preisbewusster Weinfreunde stößt die Zusammenstellung der Betriebe mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben einer Liste der günstigsten Weißweingüter sind auch Produzenten roter Schnäppchen verzeichnet. Zudem haben die Autoren die süffigsten Schoppenweine in der Literflasche aufgeführt – alles Wegweiser zu guter Qualität, die nicht zu teuer ist. Außerdem erleichtert ein Verzeichnis von Fachhändlern den Weg zum deutschen Spitzenwein.

In neun Kategorien – drei davon sind den trockenen Weinen vorbehalten – listet der Gault&Millau WeinGuide 2014 die besten Weißweine des Jahrgangs 2012 und die besten 2011er Rotweine Deutschlands. Die Gruppenbesten werden als »Siegerweine des Jahres« ausgezeichnet.

Drei der Siegerweine 2014 kommen von der Saar (bester Riesling Kabinett, beste Riesling Spätlese und bester Riesling feinherb), zwei aus Rheinhessen (bester Winzersekt Brut und bester trockener Riesling), je einer aus der Pfalz (bester Weißburgunder), von der Mosel (beste Riesling Auslese), der Ahr (bester Spätburgunder) und aus dem Rheingau (bester Riesling edelsüß).

Der Gault&Millau WeinGuide steht in der Tradition des »Gault&Millau Deutschland«, dem »Reiseführer für Genießer«, der seit über 30 Jahren fundierte Restaurantkritik und strenge Bewertungen mit Lesevergnügen verbindet.

Bei der Bewertung der Weingüter steht die Weinqualität an erster Stelle. Der WeinGuide dient als Nachschlagewerk. Er zeigt dem Reisenden die Routen zu den Gütern, verzeichnet Anschriften und Öffnungszeiten sowie Hinweise auf Verkostungsmöglichkeiten, Vinotheken, Gutsausschank und Verkauf. Der Gault&Millau WeinGuide Deutschland 2014 ist für 7,99 Euro im AppStore für iPhone und iPad und im Google Play Store für Android erhältlich. Die jeweilige Vario App gibt es nur im AppStore. Sie kostet 1,79 Euro und enthält eine nach Wahl freizuschaltende Region in Deutschland (weitere Regionen per In-App-Purchase für 3,59 Euro). Außerdem ist der Weinführer als eBook erhältlich.

Gault Millau Deutschland App

Die gefürchteten Bewertungen des Gault Millau Deutschland 2013 und des Gault&Millau WeinGuide 2013 sind ab sofort als App erhältlich

Wer hat 2013 an Punkten dazu gewonnen? Wie heißen die Aufsteiger des Jahres des Gault&Millau Deutschland 2013 und des Gault&Millau WeinGuide 2013? Wo liegt das nächste gut bewertete Gourmetrestaurant und welches Weingut entspricht dem eigenen Geschmack? Diese und viele weitere aktuelle Informationen finden sich ab sofort in der App „Gault&Millau Gourmet Guide“ und in der App zum Gault&Millau WeinGuide mit den Inhalten aus 2013. Mit der App zum RestaurantGuide lassen sich schnell und einfach die ungekürzten Bewertungen aus dem Buch zu rund 1000 Restaurants und 350 Hotels in ganz Deutschland abrufen. Der passende Wein zum Weihnachtsmenü findet sich besonders einfach mit der Bestenliste 2013 aus der App zum Gault&Millau WeinGuide. Beide Anwendungen enthalten sämtliche Texte, Informationen und Bewertungen der Buchausgaben 2013. Dazu gibt es praktische Suchfunktionen, Kartenansichten sowie die Möglichkeit, die Websites interessanter Lokale und Weingüter gleich aufzurufen oder telefonisch zu kontaktieren.

Die App „Gault&Millau Gourmet Guide Deutschland“ und die App zum Gault&Millau WeinGuide sind für 7,99 Euro im AppStore für iPhone und iPad und im Google Play Store für Android erhältlich. Die jeweilige Vario App gibt es nur im AppStore. Sie kostet 1,79 Euro und enthält eine nach Wahl freizuschaltende Region in Deutschland (weitere Regionen per In-App-Purchase für 3,59 Euro). Ab sofort sind beide Bücher zudem als E-books erhältlich.

Inhalt und Funktionen im Überblick
– sämtliche ungekürzte Kritiken der Printausgaben 2013
– Bestenlisten 2013
– direkte Kontaktmöglichkeit via Mobiltelefon, Webadresse direkt aus der App
– vielfältige Suchfunktionen: nach PLZ, Ortsnamen, Bundesland, Punktezahl, Namen
– Gault&Millau Gourmetguide Deutschland: Adressangaben und Infos zu rund 1000 Restaurants (Küchenchefs, Öffnungszeiten, Zahlungsmöglichkeiten uvm.) und 350 Hotels in ganz Deutschland
– Gault&Millau WeinGuide Deutschland: Informationen zu rund 1000 Weingütern, 12.500 Weinen (Qualitätsstufe, Lagerfähigkeit, Preis uvm.) sowie ausgewählten Weinhändlern

GAULT MILLAU geht auf die Journalisten Henri Gault und Christian Millau zurück, die 1972 in Frankreich ihren ersten Führer durch die feine Küche herausbrachten. Neben Frankreich und Deutschland erscheint der GAULT MILLAU mittlerweile auch in Österreich, der Schweiz sowie in Belgien. In Deutschland werden die Standardwerke für anspruchsvolle Gourmets und Weinliebhaber vom Münchner Christian Verlag herausgebracht. Seit 2010 sind beide GAULT MILLAU Guides nicht nur als Buchausgaben erhältlich, sondern auch als Apps für iPhone und iPad. Neben praktischen Suchfunktionen und Kartenansichten bieten die Apps die Möglichkeit, interessante Websites zu besuchen, direkt Restaurant- oder Hotelbuchungen vorzunehmen sowie sich ausführlich über die Restaurants, Weine und Wein-güter informieren. Beide Bücher sind auch als E-books erhältlich.

Gault Millau WeinGuide Deutschland 2013

Jahrgang 2011: Viele gute Weine, aber kein Jahrhundertjahrgang. Der »Winzer des Jahres« kommt aus Baden, der Aufsteiger von der Nahe, die Entdeckung vom Mittelrhein/Ahr und die »Kollektion des Jahres« aus der Pfalz.

Hohe Temperaturen im Herbst, geradezu explodierende Mostgewichte – das machte den Jahrgang 2011 schon vor der Ernte fast zur Legende. Dass er ein Jahrhundertereignis werden würde, war schnell beschlossene Sache. Gar vom Kometenjahrgang war die Rede, von einer Reihe grandioser 11er Jahrgänge: Nach 1811 und 1911 nun der 2011er. »Es tut uns leid, dass wir nun etwas Wasser in den Wein gießen müssen. Sicherlich gab es auch in 2011 wieder große Weine, doch leider sind gerade die Spitzen oft von zuviel Alkohol geprägt und lassen vor allem Frische vermissen“, bedauert Joel Payne.

Unter der Aufsicht des Chefredakteurs des Gault&Millau WeinGuide hat ein Team von über 20 Verkostern mehr als 12.500 Weine auf die Zunge genommen – und kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Es sind oft die einfachen Erzeugnisse, die Basisweine der Güter, die in 2011 punkten können. »Selten gab es so einen Andrang in unseren Schnäppchen- und Gutsweinlisten, selbst zahlreiche Literweine können Trinkfreude auslösen“, so Payne. Die besten Weine aus einem unübersehbaren Angebot herauszufiltern, das gelingt mit dem neuen WeinGuide spielend.

Mit der Ausgabe für 2013 feiert der Gault&Millau WeinGuide ein kleines Jubiläum. Vor nunmehr 20 Jahren wurde die erste Nummer in Angriff genommen. Joel Payne dankt ausdrücklich seinem langjährigen Weggefährten Armin Diel, der mit ihm zusammen vor zwei Jahrzehnten Gründer des WeinGuide war. Der neue Weinführer ist fast doppelt so dick wie die Ausgabe vor zehn Jahren. Im Vergleich zur ersten Ausgabe vor 20 Jahren wird der Mehrwert noch deutlicher: Heute gibt es vier mal so viele Betriebe und sechs mal so viele Weine wie in der Ausgabe 1994. Damit der Weinfreund einfacher und schneller die besten und günstigsten Weine entdecken kann, helfen weitere Übersichten im Gault&Millau WeinGuide Deutschland 2013.

Auf 928 Seiten sind in der 20. Ausgabe des Gault&Millau WeinGuide nunmehr 721 Betriebe mit mindestens einer Traube verzeichnet, weitere 355 sind als empfehlenswert eingestuft. Mehr als 12.500 Weine wurden verkostet, rund 8.700 finden schließlich Erwähnung im Buch. Unter diesen Weinen ist manche Entdeckung zu machen. Die Redaktion hat zahlreiche Spitzenweine herausgefiltert, die für wenig Geld viel Trinkvergnügen bereiten.

Ein wesentliches Merkmal der deutschen Weinlandschaft ist ihre Vielfalt. Hierzulande findet der Konsument eigentlich Weine für jeden Geschmack – er muss nur wissen, wo. Dabei hilft der Gault&Millau WeinGuide, der auch die neuen Trends der Weinszene widerspiegelt. Die Modeweine vom Sauvignon blanc bis zum Blanc de Noirs sind im Führer mit ihren besten Exemplaren gelistet. Ausgefallene Rotwein-Cuvées haben ebenso ihren Platz wie die Klassiker, deren Pflege sich die Redaktion besonders verbunden führt. Dabei stehen der Spätburgunder und der Riesling im Vordergrund.

Der Riesling allein bietet eine ungeheure Vielfalt. Im Gault&Millau WeinGuide wird sein außerordentlich facettenreiches Spektrum aufgeblättert. Kein Weingut und kein Wein von Bedeutung fehlt im Buch. Dies unterscheidet den Gault&Millau entscheidend von anderen Publikationen und Wettbewerben. Erneut werden in einer eigenen Liste »Leichter trockener Riesling«, einem vielfachen Genießerwunsch folgend, auch Exemplare mit nur 11,5 und 11 Prozent Alkohol aufgeführt.

Dass die Bewertungen des Gault&Millau WeinGuide auch über längere Zeit Bestand haben, zeigt die Verkostung »Zehn Jahre danach – Bernhard Breuer Trophy«, in der vor einer Dekade getestete trockene Rieslinge nochmals auf den Prüfstand kommen, dieses Jahr zum elften Mal. »Vor allem Spitzenweine aus Rheinhessen, der Pfalz und von der Nahe des Jahrgangs 2002 haben sich eindeutig zu ihrem Vorteil entwickelt«, sagt Herausgeber Joel Payne. Erneuter Sieger wurde ein »Großes Gewächs« von Wittmann, diesmal aus dem Westhofener Morstein (94 Punkte). Bei der »Zehn-Jahre-danach«-Verkostung der 2002er Spätburgunder war die Spitze erheblich dünner besetzt. Letztlich machte der »R« von Bernhard Huber aus Baden (93 Punkte) das Rennen.

Der Jahrgang 2002 stand beim Riesling immer etwas im Schatten des sehr guten 2001ers. Bei der Nachverkostung der 2002er Riesling Spätlesen aber zeigte sich, dass überall gute bis sehr gute Qualitäten in der Flasche herangereift sind. »Wie sich bei unserer Probe herausstellte, überzeugt der Jahrgang vor allem mit seiner überragenden Frische«, urteilten die Verkoster rund um Chefredakteur Joel Payne. Sieben Moselweine finden sich unter den besten zehn, doch der Sieger kommt von der Nahe. Emrich-Schönlebers »Rutsch« aus dem Monzinger Frühlingsplätzchen war mit 94 Punkten nicht zu schlagen.

Zum »Winzer des Jahres« der Ausgabe 2013 kürt die Gault&Millau-Redaktion Joachim Heger vom Weingut Dr. Heger in Ihringen am Kaiserstuhl. »Seit Jahrzehnten holt er weiße Burgunder von allererster Güte aus dem fabelhaften Ihringer Winklerberg und dem großartigen Schlossberg in Achkarren. Nun haben auch seine Spätburgunder zur badischen Spitze aufgeschlossen«, lobt Joel Payne den sympathischen Winzer.

Der Ehrentitel »Kollektion des Jahres« geht diesmal in die Pfalz: an Hansjörg Rebholz, der in 2011 ein großartiges Sortiment erzeugt hat. »Ob Weißburgunder, Chardonnay, Riesling oder Spätburgunder – der Siebeldinger Ausnahmewinzer beherrscht die ganze Klaviatur par excellence. Und was im Jahrgang 2011 glänzt, ist wirklich pures Gold«, hebt die Redaktion hervor.

Der »Aufsteiger des Jahres« kommt von der Nahe: Betriebsleiter Karsten Peter vom Gut Hermannsberg in Niederhausen. »In nur drei Jahren führte er diesen ehedem weltberühmten Betrieb zurück in die Gebietsspitze. Vom Gutswein bis zur edelsüßen Rarität – ein Sortiment aus einem Guss. Der Leuchtturm an der Nahe brennt wieder«, erklärt Joel Payne während der Präsentation.

Der Titel »Entdeckung des Jahres« geht an das Weingut Josten und Klein: »Dies ist eine der wenigen Neugründungen im Lande. Gleich in zwei Gebieten starten die beiden Winzer durch: am Mittelrhein und an der Ahr. Mit Riesling, Spätburgunder und Sauvignon Blanc punktet das dynamische Duo«, sagt Joel Payne bei der Präsentation des WeinGuide in der Rheinland-Pfalz Bank in Mainz.

Zum »Sommelier des Jahres« wurde Thomas Sommer vom Schlosshotel Lerbach in Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) gekürt. »Sein Herz gehört dem deutschen Wein, vor allem großen Rieslingen. Dabei bleibt er offen für junge Winzertalente und weltweite Trends. Vorbildlich!« lobt die Chefredaktion.

Der Titel »Weinkarte des Jahres« geht an Jianhua Wu, der in Berlin das Restaurant Hot Spot betreibt. »Der Chinese verbindet auf ideale Weise die Liebe zu seiner Heimat mit der zum deutschen Riesling. Und er demonstriert beispielhaft, wie gut gereifte Weine mit der asiatischen Küche harmonieren. Selbst Winzer aus der ganzen Republik pilgern zu ihm«, bemerkt die Gault&Millau-Redaktion.

Mit dem neuen Gault&Millau WeinGuide wird es dem Genießer leicht gemacht, den Lieblingswein zu finden. Auf großes Interesse preisbewusster Weinfreunde stößt die Zusammenstellung der Betriebe mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben einer Liste der günstigsten Weißweingüter sind auch Produzenten roter Schnäppchen verzeichnet. Zudem haben die Autoren die süffigsten Schoppenweine in der Literflasche aufgeführt – alles Wegweiser zu guter Qualität, die nicht die Welt kostet. Außerdem erleichtert ein Verzeichnis von Fachhändlern den Weg zum deutschen Spitzenwein.

In neun Kategorien, wovon drei trockenen Weinen vorbehalten sind, listet der Gault&Millau WeinGuide die besten Weißweine des Jahrgangs 2011 und die vorzüglichsten 2010er Rotweine Deutschlands. Die Gruppenbesten werden als »Siegerweine des Jahres« ausgezeichnet. Zwei davon stammen von der Saar (bester Riesling
Kabinett und beste Riesling Auslese), zwei aus der Pfalz (bester Weißer Burgunder und bester trockener Riesling), zwei aus dem Rheingau (bester feinherber Riesling und bester edelsüßer Riesling), einer aus Rheinhessen (bester Winzersekt), einer von der Nahe (beste Riesling Spätlese) und einer aus Baden (bester Spätburgunder).

Der Gault&Millau WeinGuide steht in der Tradition des »Reiseführer für Genießer« Gault&Millau Deutschland, der seit 30 Jahren fundierte Restaurantkritik und strenge Bewertungen mit Lesevergnügen verbindet.

Bei der Bewertung der Weingüter steht die Weinqualität an erster Stelle. Der WeinGuide dient außerdem als touristisches Nachschlagewerk. Er zeigt dem Reisenden die Routen zu den Gütern, verzeichnet Anschriften und Öffnungszeiten sowie Hinweise auf Verkostungsmöglichkeiten, Vinotheken, Gutsausschank und Verkauf. Beide Ausgaben des Gault&Millau 2013 sind auch als App für iPhone und – neu – für Android-Smartphones erhältlich.

Der kompetente Guide durch die deutsche Weinlandschaft, herausgegeben von Chefredakteur Joel B. Payne. Ausführliche Artikel über mehr als 1.000 Winzer. Alle Weingüter mit Kontaktadressen, alle Weinbaugebiete mit Übersichtskarten; mit Weinhändlerlisten.

900 Seiten, Format 13,5 x 21,0 cm, Flexcover
ISBN-13: 978-3-86244-204-1 Portofrei Bestellink

Gault&Millau WeinGuide

Gault&Millau WeinGuide verkündet Nominierte der Jubiläumsausgabe 2013:

Rheinhessen stellt in den drei wichtigsten Kategorien Anwärter auf die begehrten Auszeichnungen

Die diesjährigen Nominierten von Deutschlands renommiertem Weinführer Gault&Millau WeinGuide stehen fest: In der Königs-Kategorie „Winzer des Jahres“ dürfen sich Hans-Joachim Zilliken (Weingut Forstmeister Geltz-Zilliken, Saar) Joachim Heger (Weingut Dr. Heger, Baden) und Philipp Wittmann (Weingut Wittmann, Rheinhessen) Hoffnungen machen. „Alle drei haben mit ihren 2011ern grandiose Kollektionen erzeugt und es gleichermaßen verdient den prestigeträchtigsten Titel abzuräumen“, erklärt der Chefredakteur des Gault&Millau WeinGuide, Joel Payne im Gourmet Report Gespräch.

Für den Titel „Aufsteiger des Jahres“ sind Karsten Peter (Weingut Hermannsberg, Nahe), das Gut Hermannsberg (Nahe), Boris Kranz (Weingut Kranz, Pfalz) sowie Hans Oliver Spanier und Carolin Spanier-Gillot (Battenfeld-Spanier, Rheinhessen) unter den Favoriten. „Mit ihren herausragenden 2011ern haben die drei es endgültig in die Spitzenriege der Gebiete geschafft“, so die offizielle Begründung des Verkostungsteams. Als „Entdeckung des Jahres“ kann sich vielleicht bald Katharina Wechsler (Weingut Wechsler, Rheinhessen) über eine Auszeichnung freuen. Ebenfalls nominiert sind Julian Haart mit seinem gleichnamigen Weingut (Mosel) sowie Marc Josten und Torsten Klein (Weingut Josten & Klein, Mittelrhein und Ahr). Nach Meinung der Jury zeigen diese Güter exemplarisch, wie viel Dynamik im deutschen Weinbau steckt.

Der Gault&Millau WeinGuide feiert in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum. Insgesamt 81 von über 1.000 vorgestellten Betrieben finden sich erstmals im Buch. Alle Gewinner werden bei der Präsentation am 8. November 2012 in der Rheinand-Pfalz Bank in Mainz bekanntgegeben.

Weingärtner Cleebronn-Güglingen

Weingärtner Cleebronn-Güglingen e.G. im Gault Millau WeinGuide 2012 zur „Entdeckung des Jahres“

Zu den aufsteigenden Winzergenossenschaften in Württemberger zählt die Weingärtner Cleebronn-Güglingen e. G. bereits seit der Änderung der Qualitätsstrategie im Jahr 2009. Dieses Jahr erhalten die erfolgsgekrönten Weingärtner den Titel „Entdeckung des Jahres 2012“ durch den Weinführer Gault Millau.

Die Tester des Gault Millau WeinGuide 2012 sind von der Qualität der Genossenschaft mehr als beeindruckt, das geht aus Ihrem Urteil klar hervor. „Es ist absolut vorbildlich, mit wie viel Sorgfalt in dieser immerhin 280 Hektar großen Genossenschaft selbst die »kleinen« Weine erzeugt werden. Schon die günstigen »St. Michael«-Abfüllungen bieten gutes Trinkvergnügen für jeden Tag. Aus der klug platzierten Mittelklasse »Herzog Christoph« ragten Lemberger und Spätburgunder mit tollem Preis-Genuss-Verhältnis hervor, doch auch die 2010er Weißweine können durchaus gefallen. Da man nun auch in der Rotwein-Spitzenklasse locker mit den »Großen Gewächsen« der Region mithalten kann, ist unsere Aufwertung auf zwei Trauben mehr als verdient. Wir sind tief beeindruckt, wie konsequent hier ein neues Qualitätsbewusstsein durchgesetzt wurde und gratulieren gerne zum Ehrentitel »Entdeckung des Jahres«“, so schreiben die Autoren im Gault Millau WeinGuide 2012 über die Weingärtner Cleebronn-Güglingen e. G.

Thomas Beyl (Vorstandvorsitzender), Andreas Reichert (Kellermeister) und Axel Gerst (Geschäftsführer) freuen sich sehr über den Ehrentitel und sind stolz darauf, dass man die hohe Qualität durchgängig bei allen Weinen schmecken kann. „Besonders in den Zeiten der vielen Zusammenschlüsse ist es uns wichtig, dass unsere Weine ein besonderes Preis-Genuss-Verhältnis mit einem hohen Qualitätsanspruch verbinden und unsere Weine als sehr gut bewertet werden. Seit 2009 arbeiten wir konsequent an der Qualitätsorientierung und es ist immer wieder schön, großes Lob von Fachleuten als auch von unseren Kunden zu erhalten“, so Axel Gerst.

Falstaff: Der Geschmack des Sommers

Der Sommer schmeckt anders! In der Titelgeschichte
„Gaumen auf Sommerfrische“ führt das Wein- und Genussmagazin durch
das in Österreich reiche Angebot an sehr lebendigen und rassigen
Weinen, die sich ideal für den Genuss im Freien eignen. Mit knackigem
Säurespiel und viel Frucht erweisen sich die leichten Weißweine, wie
die beliebte Wachauer Steinfeder, der feine Gelbe Muskateller,
prickelnder Frizzante oder kühle Roséweine als ideale Begleiter im
Sommer – auch so kann „light“ schmecken. Falstaff stellt in der
fünften Ausgabe des Jahres auch Nahrungsmittel in den Mittelpunkt,
die mit Sommer, Sonne und Ferienzeit in Verbindung gebracht werden
können. Konkret sind das: Olivenöle, die der Grandseigneur des
Lebensmittelhandels, Helmut Touzimsky, einem Vergleich unterzogen
hat, Tipps von Gourmetjournalist Severin Corti zum Braten von großen
Fischen, Pasta von Agnolotti bis Zitoni und die „Königin der Gemüse“
oder auch schlicht Artischocke, die zu den Highlights der
mediterranen Küche zählt.

Falstaff Weinguide 2011

Das umfassende Standardwerk in Sachen Spitzenkreszenzen – der
Falstaff Weinguide 2011 – ist ab 13. Juli im Buch- und
Zeitschriftenhandel erhältlich. Falstaff-Chefredakteur und
Weinguide-Autor Peter Moser legt mit der 14. Ausgabe wieder DEN
„Jahresbericht“ zum Thema „Wein in Österreich“ ab. Unterstützt wurde
das Werk von Falstaff Italien-Korrespondent Othmar Kiem, der die
besten Südtiroler Erzeuger kritisch unter die Lupe nahm In der
aktuellen Ausgabe bringt der Falstaff bereits einen ersten Vorabdruck
und die wichtigsten Ergebnisse aus dem neuen Guide „“Der Falstaff
Weinguide 2011 stellt den heimischen Winzern insgesamt ein gutes
Zeugnis aus“, resümieren die Falstaff-Experten und wecken die Neugier
der Weinliebhaber auf Weißweine mit prominenter Säurestruktur,
zunehmend charaktervolle und finessenreiche Rotweine, hervorragende
Süßweine und dazu das Beste aus Südtirol.

Falstaff Grüner Veltliner Gala 2011

Am 13. Juli findet die diesjährige Falstaff Grüner Veltliner Gala
im Palais Niederösterreich, in Wien, statt. Von 15 Uhr bis 20 Uhr
stehen etwa 100 besondere Weine zur Verkostung bereit, wenn rund 35
Topbetriebe ihre besten Veltliner präsentieren. Um 17 Uhr zeichnet
Falstaff beim Grüner Veltliner Grand Prix die besten Vertreter der
österreichischen Traditionsrebsorte aus. Nur eines sei heute
verraten: Wagram kann als idealer Veltlinerboden gesehen werden. Mehr
Informationen auch unter http://www.falstaff.at

Gault Millau lobt das Qualitätsniveau der Weingärtner Cleebronn-Güglingen

Hohe Qualitäten bei den Weingärtnern Cleebronn-Güglingen e. G.

Der neu erschienene Gault Millau WeinGuide Deutschland 2010 lobt das Qualitätsniveau der Weingärtner Cleebronn-Güglingen e. G. und verleiht ihnen auf Anhieb eine erste Traube. Auch der Weinführer Eichelmann 2010 Deutschlands Weine zeichnet die Genossenschaft erstmalig mit einem Stern als überdurchschnittlichen, zuverlässigen Erzeuger aus. Und neben einer Vielzahl von goldprämierten Weinen, erlangte die Genossenschaft dieses Jahr bei der Landesweinprämierung Württemberg mit zwei Weinen in der Top Ten eine besondere Leistung.

Die Verkoster des Gault Millau WeinGuide Deutschland 2010 bezeichnen „die Genossenschaft Cleebronn-Güglingen als die wohl größte Entdeckung.“ Sie zeigten sich von dem durchgängigen Qualitätsniveau der Weingärtner Cleebronn-Güglingen e. G. so stark beeindruckt, dass sie den Betrieb neu in den Weinführer aufnahmen und direkt mit einer Traube kürten. Nicht nur die Prestigeweine präsentieren eine sehr gute Qualität, „sondern vor allem die kleinen Weine für den täglichen Genuss. … Auch die kleineren Gewächse und Schoppenweine [sind] auffallend sorgfältig gemacht,“ so die Autoren des WeinGuides.

Im Eichelmann 2010 Deutschlands Weine erhielten die Weingärtner Cleebronn-Güglingen e. G. ihren ersten Stern. Der Aufstieg zu den besten deutschen Weinerzeugern ist somit besiegelt. Auch hier fallen die Weinlinien St. Michael (Basis-Segment) und Herzog Christoph (gehobenes Segment) neben der Toplinie Emotion CG stark positiv in Betracht.

Beim diesjährigen Gipfeltreffen des Württembergers in Heilbronn konnten sich die Weingärtner Cleebronn-Güglingen e. G. in den Top-Ten-Kategorien „Rieslinge trocken/halbtrocken“ und „Weiße Burgundersorten“ behaupten. Die Top-Ten-Weine repräsentieren die absolut zehn besten Weine des Prämierungswettbewerbs.
Mit dem 2008 Herzog Christoph Grauburgunder trocken und dem 2008 St. Michael Riesling trocken spielt die Winzergenossenschaft aus Cleebronn-Güglingen in der Top-Ten-Liga mit. Auch im Gault Millau WeinGuide Deutschland 2010 finden diese Weine spezielle Erwähnung.

Das Gipfeltreffen des Württembergers, eine Veranstaltung des Weinbauverbandes Württemberg, fand am Samstag den 14. und Sonntag den 15. November 2009 in der Harmonie in Heilbronn statt. Die 40 besten Betriebe aus Württemberg präsentierten dort ihre bei der Landesweinprämierung ausgezeichneten Weine.

Aus allen Weinen, die im Laufe des Jahres die Höchstpunktzahl von 5,0 Punkten bei der Qualitätsweinprüfung bzw. bei der Prämierung erreicht haben, gibt es noch zusätzlich eine Spitzen-Kategorie der Besten, die sogenannte Top-Ten-Gruppe. Aus den 5,0 Punkte Weinen eines Jahres werden dabei nochmals die besten Weine in den zehn Sortenkategorien prämiert. Die Gewinner-Weine werden in einem separaten Bereich in der Harmonie zur Verkostung angeboten.

Gebundene Ausgabe: 832 Seiten
Verlag: Christian Verlag (18. November 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3-88-472956-4
Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,6 x 4,6 cm

GAULT MILLAU WeinGuide Deutschland 2010

GAULT MILLAU WeinGuide Deutschland 2010

2008er Riesling brilliert vor allem mit trockenen Spitzen
Spätburgunder aus 2007 werden Geschichte schreiben

Der »Winzer des Jahres« kommt von der Nahe,
der Aufsteiger aus Baden, die Entdeckung aus Rheinhessen
und die »Kollektion des Jahres« aus der Pfalz

Der Wein-Jahrgang 2008 ist erheblich
besser ausgefallen, als es mancher Winzer zu Zeiten der Ernte im vergangenen
Herbst erwartet hat. Dies ist das Fazit ausgedehnter Verkostungen für den neuen
GAULT
MILLAU WeinGuide 2010. Lediglich bei den Auslesen und edelsüßen Rieslingen
muss man Abstriche machen, hier ist das hohe Niveau der Vorjahre nicht immer
erreicht worden. Dafür wird der Weinfreund mit einem Füllhorn allerbester trockener
Rieslinge entschädigt. »In dieser Kategorie ist uns die Auswahl der Besten
am schwersten gefallen«, erinnert sich Chefredakteur Joel Payne beim Rückblick
auf die Bundesfinalprobe. „Wir hatten selten eine solche Qualitätsdichte
auf dem Tisch.“

Einer der größten Jahrgänge bislang prägte die Verkostungen der Spätburgunder.
2007 hat grandiose Rotweine hervorgebracht. „Dieser Jahrgang kann Geschichte
schreiben“, ist sich Payne sicher. Man habe deshalb bei den Bewertungen
ganz hohe Noten zücken müssen. Nie zuvor in der 17-jährigen Geschichte
des WeinGuides erhielt ein Rotwein 97 Punkte, wie diesmal der Pinot Noir von
Friedrich Becker aus der Pfalz. Neu ist eine eigene Kategorie für Riesling Kabinett,
in der die Mosel mit acht von zehn Spitzenweinen das Sagen übernommen
hat. »Leicht, belebend, erfrischend – und dennoch intensiv und anhaltend: Dies
kann kein Wein sonst auf der Welt wie eben der Riesling Kabinett«, erläutert Joel
Payne.

GAULT MILLAU WeinGuide so stark wie nie
Im neuen WeinGuide werden zudem Dutzende von neuen Betrieben vorgestellt.

Die Talentdichte ist etwa in Baden oder Rheinhessen enorm hoch, hat die Redaktion
des GAULT MILLAU festgestellt. Dem trägt der WeinGuide Rechnung,
indem mehr Platz geschaffen wurde für diese Neulinge. Immerhin ist der neue
Weinführer fast doppelt so dick wie die Ausgabe vor zehn Jahren. Damit der
Weinfreund einfacher und schneller die besten und günstigsten Weine entdecken
kann, helfen neue Übersichten im GAULT MILLAU WeinGuide Deutschland
2010. Zudem ist Deutschlands Weinführer Nummer eins jetzt durchgängig farbig
gestaltet.

Auf exakt 900 Seiten sind in der 17. Ausgabe des GAULT MILLAU WeinGuide nunmehr
638 Betriebe mit mindestens einer Traube verzeichnet, weitere 300 sind
als empfehlenswert eingestuft. Und unter den mehr als 7.000 erwähnten Weinen
ist manche Entdeckung zu machen. Die Redaktion hat zahlreiche Spitzenweine
herausgefiltert, die für wenig Geld viel Trinkvergnügen bereiten.

Die ganze Vielfalt der deutschen Weine
Ein wesentliches Merkmal der deutschen Weinlandschaft ist ihre Vielfalt. Hier
findet der Konsument eigentlich Weine für jeden Geschmack – er muss nur wissen,
wo. Dabei hilft der GAULT MILLAU WeinGuide, der auch die neuen Trends
der Weinszene widerspiegelt. Modeweine vom Sauvignon blanc bis zum Blanc
de noirs sind in diesem Führer mit ihren besten Exemplaren gelistet.

Ausgefallene
Rotwein-Cuvées haben ebenso ihren Platz wie die Klassiker, deren Pflege
sich die Redaktion besonders verbunden führt. Dabei stehen der Spätburgunder
und der Riesling im Vordergrund. Der Riesling allein bietet eine ungeheure Vielfalt.

Im GAULT MILLAU WeinGuide wird sein außerordentlich facettenreiches
Spektrum aufgeblättert. Kein Wein von Bedeutung fehlt in diesem Buch. Und
dies unterscheidet den GAULT MILLAU von allen anderen Publikationen und
Wettbewerben.

Dass die Bewertungen des GAULT MILLAU WeinGuide auch über längere Zeit
Bestand haben, zeigt seit Jahren die Verkostung »Zehn Jahre danach«, in der vor
einer Dekade getestete Weine nochmals auf den Prüfstand kommen. »Von den
trockenen 1999er Rieslingen schnitt die Sonnenschein Spätlese »Großes Gewächs
« am besten ab. Diesmal stellte Hansjörg Rebholz vom Weingut Ökonomierat
Rebholz in Siebeldingen seine Ausnahmestellung unter Beweis«, berichtet
Autor Joel Payne. Bemerkenswert ist, dass unter den besten zehn mit Andreas
Laible und Schloss Neuweier auch zwei Weine aus Baden landeten, denen
man ein solches Entwicklungspotenzial nicht unbedingt zugetraut hätte. Die
restlichen Plätze teilen sich Weine aus der Pfalz, dem Rheingau und Rheinhessen.

Der Winzer des Jahres kommt von der Nahe
Zum »Winzer des Jahres« proklamiert die GAULT MILLAU Redaktion Tim Fröhlich
vom Weingut Schäfer-Fröhlich in Bockenau an der Nahe. »Seit Jahren ist das
mustergültige Riesling-Gut auf Gipfelkurs. Nur wenige stellen Jahr für Jahr
ein so großartige Reihe an trockenen und edelsüßen Spitzenweinen vor«, lobt
Joel Payne den aufstrebenden Nahewinzer, hinter dessen Erfolg die ganze Familie
steht.

Der »Aufsteiger des Jahres« kommt aus Baden. »Seit 1634 gehört das Weingut
Gleichenstein zur Familie. Unter Führung des jungen Freiherren Johannes von
Gleichenstein erfährt es gewaltigen Auftrieb. Zunehmend nutzt er das
große Potenzial der Spitzenlagen in Oberrotweil für exzellente Burgunder«, erklärte
Joel Payne während der Präsentation.

Die »Entdeckung des Jahres« hat die Redaktion in Rheinhessen gemacht.
Die
junge Eva Vollmer stellte mit 2008 erst ihren zweiten Jahrgang vor, »sie beherrscht
die Rebsortenpalette vom vitalen Riesling bis zum vibrierenden Weißburgunder
«, wie Joel Payne bei der Präsentation des WeinGuide in der Rheinland-
Pfalz Bank in Mainz am Dienstag betonte.

Der Ehrentitel »Kollektion des Jahres« geht diesmal in die Pfalz: an das Traditionsgut
Bürklin-Wolf. »Seit Jahren arbeiten Bettina Bürklin-von Guradze und Fritz
Knorr intensiv daran, die Eigenart der großartigen Riesling-Lagen in Deidesheim,
Forst und Wachenheim herauszuarbeiten. So entstehen einmalige Weinpersönlichkeiten
«, hebt die Redaktion hervor.

Zur »Sommelière des Jahres« wurde Melanie Wagner vom Restaurant Schwarzer
Adler in Oberbergen gekürt. Aus einem der fulminantesten deutschen Keller
empfiehlt sie kenntnisreich und unaufdringlich gern deutschen Riesling und
reifen Bordeaux, das hat die Chefredaktion beeindruckt. Der Titel »Weinkarte
des Jahres« geht an das Restaurant Alte Post in Heppingen an der Ahr, wo
Hans-Stefan Steinheuer und seine Frau Gabi einen enormen Fundus Spitzenweine
für ambitionierte Genießer pflegen.

Schnäppchentipps für preisbewusste Weinfreunde
Im GAULT MILLAU WeinGuide 2010 wird es dem Genießer einfach gemacht, seinen
Lieblingswein im Handumdrehen zu finden. Auf großes Interesse preisbewusster
Weinfreunde wird die Zusammenstellung der Betriebe mit dem besten
Preis-Leistungs-Verhältnis stoßen. Neben einer Liste der günstigsten Weißweingüter
werden auch Produzenten roter Schnäppchen verzeichnet. Zudem haben
die Autoren die süffigsten Schoppenweine in der Literflasche aufgeführt – alles
Wegweiser zu guter Qualität, die nicht die Welt kostet. Außerdem erleichtert ein
Verzeichnis von Fachhändlern den Weg zum deutschen Spitzenwein.

Erstmals
hat die Genießer-Vereinigung SlowFood Deutschland regionaltypische Weine
ausgewählt, die besonders hervorgehoben werden.

Siegerweine aus der Pfalz, von Nahe, Mosel und Saar
In neun Kategorien, wovon drei trockenen Weinen vorbehalten sind, listet der
GAULT MILLAU WeinGuide die besten Weißweine des Jahrgangs 2008 und die
vorzüglichsten 2007er Rotweine Deutschlands auf. Die Gruppenbesten werden
als »Siegerweine des Jahres« ausgezeichnet. Sie stammen dreimal aus der Pfalz
(bester trockener Rotwein, bester weißer Burgunder, bester trockener Riesling),
dreimal von der Nahe (bester Winzersekt Brut, beste Riesling Spätlese und bester
edelsüßer Riesling), zweimal von der Saar (bester feinherber Riesling, beste
Riesling Auslese), und einmal von der Mosel (bester Riesling Kabinett).

Der GAULT MILLAU WeinGuide steht in der kritischen Tradition des GAULT MILLAU
Reiseführers Deutschland, der seit mehr als einem Vierteljahrhundert die
Köche das Fürchten lehrt und den Gourmets eine Fülle von neuen Entdeckungen
beschert hat. Bei der Bewertung der Weingüter steht die Weinqualität an erster
Stelle.

Der WeinGuide dient außerdem als touristisches Nachschlagewerk. Er zeigt dem
Reisenden die Routen zu den Gütern, indem er die Anfahrtswege beschreibt,
Anschriften und Öffnungszeiten vermerkt, Hinweise auf Verkostungsmöglichkeiten,
Vinotheken, Gutsausschank und Verkauf enthält.

Die 13 deutschen Anbaugebiete im Überblick

Ahr: Frühburgunder an der Ahr immer charaktervoller
Bundesweit kommt er nicht einmal auf 100 Hektar Anbaufläche – doch er wird
immer interessanter: der Frühburgunder. An der Ahr haben die strengen Verkoster
des Gault Millau WeinGuide jetzt die besten Exemplare getestet, und sind
dabei auf manch schöne Überraschung gestoßen. Kein Wunder, denn allein zwei
Fünftel der deutschen Produktion dieser seltenen Sorte wird in dem kleinen,
nördlichen Rotweingebiet erzeugt.

Der Frühburgunder kann zu den interessantesten deutschen Rotweinsorten gehören.

Diese Einschätzung fand der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide,
Joel Payne, bei den diesjährigen Verkostungen vollauf bestätigt. „Der Frühburgunder
hat in den letzten Jahren rasant an Qualität zugelegt“, berichtet Payne.
Folglich gibt es eine eigene Hitliste für diese Sorte, deren Spitzenweine mit 89
bis 92 Punkten bewertet wurden. Stodden führt die Frühburgunder-Erzeuger an,
aber auch Meyer-Näkel, Deutzerhof, Kriechel, Kreuzberg und die Weinmanufaktur
Dagernova haben sehr schöne Exemplare vorgestellt.

Paul Schumacher aus Marienthal hat einen kometenhaften Aufstieg hinter sich
und ist in kürzester Zeit zu einer festen Größe an der Ahr geworden. Vor allem
die Gleichmäßigkeit der diesjährigen Kollektion auf hohem Niveau hat die Redaktion
beeindruckt und zur Verleihung der zweiten Traube animiert. Auch das
Weingut Klosterhof der Familie Gilles ist in Marienthal situiert. Dieser Erzeuger
kommt beim Ausbau ganz ohne junges Eichenholz aus. Für die sehr gute Kollektion
gab es die erste Traube.

Das Spitzenquartett, das die Ahr anführt, hat seine Stellung gefestigt. Jean
Stodden hat im Jahrgang 2007 am besten gearbeitet. Sein »Großes Gewächs«
aus dem Ahrweiler Rosenthal schaffte folglich als einziger Ahrwein den Sprung
unter die besten zehn Spätburgunder des Jahrgangs in Deutschland. Adeneuer,
Deutzerhof und Meyer-Näkel sind die anderen Spitzengüter.
Insgesamt 19 Betriebe mit einer und mehr Trauben werden ausführlich besprochen,
fünf weitere sind empfehlenswert.

Baden: »Aufsteiger des Jahres« ist Johannes Freiherr von Gleichenstein
Das Weingut Freiherr von Gleichenstein gibt es schon seit 1634. Doch erst in den
letzten Jahren hat der Betrieb in Oberrotweil unter dem jungen Freiherr Johannes
von Gleichenstein einen gewaltigen Aufschwung genommen. Grund genug für
die Redaktion des Gault Millau, ihn zum »Aufsteiger des Jahres« zu ernennen.

»Zunehmend nutzt er das große Potenzial der Spitzenlagen in Oberrotweil für
exzellente Burgunder«, lobt Chefredakteur Joel Payne den Winzer. Mit seinem
besten trockenen Spätburgunder aus 2007 dringt Gleichenstein ebenso in die
absolute deutsche Spitze vor wie mit seinem trockenen Grauburgunder aus dem
Oberrotweiler Henkenberg – mit 2008 schon zum zweiten Male in der Spitzenreiter-
Liste.

In Burkheim knüpfen Arne und Martin Bercher an glanzvolle Zeiten an. In einer
großen Kollektion fanden die strengen Tester einen durchgängig hohen Qualitätsstandard.

In der Spitze können die Bercher-Weine wieder mit den besten des
Landes mithalten. Die 2008er Großen Gewächse von Weiß- und Grauburgunder
sowie der 2007er Spätburgunder, alle aus dem Burkheimer Feuerberg, schafften
souverän den Sprung in die bundesdeutschen Spitzenreiter-Listen.

Die strengen Verkoster des WeinGuide sehen beim badischen Spätburgunder
mittlerweile eine Entwicklung hin zu mehr Eleganz, Schliff und Kontur, weg von
einseitiger Dichte, überreifer Süße und vordergründiger Gefälligkeit. Die Natur
spielte den Winzern im Jahrgang 2007 aber auch in die Karten: mit hoher Traubenreife
bei gleichzeitig feinen Gerbstoff- und Säurewerten. »Das Potenzial ist

noch nicht ausgeschöpft. Dennoch bleibt festzuhalten, dass in Baden noch nie
so herausragende Spätburgunder und Pinot Noirs erzeugt wurden wie in 2007 –
und dies in einer großen Bandbreite bis hin zu den Genossenschaften«, berichtet
Joel Payne.

Ähnlich Gutes lässt sich über die weißen Burgunder des Jahrgangs 2008 sagen.
Mehr Säure als im Vorjahr und ebenfalls gesundes, reifes Traubengut brachte
feingliedrige, gut strukturierte und langlebige Grauburgunder, Weißburgunder
und Chardonnays hervor. »Eine seltene Harmonie und Balance, auch was den
Holzeinsatz anbelangt«, haben die Tester bei zahlreichen Proben festgestellt.

Bernhard Huber führt als einziger Fünf-Trauben-Betrieb die Spitzengruppe in der
Region an. Ihm folgen nun sechs Erzeuger mit vier Trauben, wobei die Redaktion
Salwey in dieser Gruppe derzeit am stärksten einschätzt. Gleiches gilt bei den
Drei-Trauben-Güter für Bercher, Claus Schneider und Seeger. Zwei Winzer dürfen
sich über eine dritte Traube freuen: Holger Dütsch und Ewald Kopp. Mit zwei
Trauben werden nun das Hofgut Consequence, Otto und Martin Frey sowie das
Öko-Gut Pix geführt. Insgesamt zehn Neulinge begrüßt die Redaktion unter den
Traubenbetrieben.

Insgesamt werden im neuen Gault Millau WeinGuide 90 Erzeuger aus Baden
ausführlich dargestellt, weitere 39 Betriebe gelten als empfehlenswert.

Franken: Großartige Silvaner krönen den Jahrgang
Der Jahrgang 2008 hat offenbar vor allem dem Silvaner gut getan. Selten probierte
die Redaktion des Gault Millau WeinGuide in Franken eine so breite Palette
wirklich erstklassiger trockener Silvaner. Allein zehn davon verdienten sich
90 oder 91 Punkte. »In keinem anderen Gebiet konnte diese traditionsreiche
Sorte auch nur annähernd so gut abschneiden, wie wir auf der Bundesfinalprobe
festgestellt haben« erläutert Joel Payne, Chefredakteur des Gault Millau Wein-
Guide. Horst Sauer, Rainer Sauer und Fürst Castell stellten die besten Exemplare
mit jeweils 91 Punkten. Die besten Weine sind im neuen WeinGuide in einer besonderen
Hitliste verzeichnet.

Bei den Verkostungen fiel den strengen Tester ansonsten auf, dass die früher
einmal gebietstypischen, betont herben und gelegentlich auch liebenswert kantigen
Frankenweine etwas rar geworden sind. Vielfach werde durch moderne
Kellertechnik relativ viel Frucht bei den Weißweinen erhalten. Zwar stehe dann
»trocken« auf dem Etikett, aber die Weine präsentierten sich geschmacklich
recht süß und nicht selten uniform. Die Gault Millau-Redaktion bleibt zuversichtlich
und hofft auf eine Ausnahmeerscheinung.

Das Trio an der Spitze mit Castell, Fürst und Sauer hat keinen Zuwachs bekommen.
Paul Fürst und Horst Sauer sind Primus inter pares bei den Vier-Trauben-
Betrieben. Die Drei-Trauben-Kategorie verzeichnet gleich vier Neuzugänge.

Rückkehrer Schmitt’s Kinder gehört ebenso dazu wie Michael Fröhlich, Max Müller
I. und Öko-Pionier Gerhard Roth. Aufsteiger auf zwei Trauben ist das Weingut
Rudloff in Nordheim. Gleich fünf Neulinge verzeichnete die Klasse mit einer
Traube. Auffälligster Newcomer ist hier das mittelfränkische Schloss Frankenberg,
das sich vor einigen Jahren aus der Weinproduktion verabschiedet hatte,
aber jetzt nach einem Besitzerwechsel und neu durchstartet.

In Würzburg zeigt sich das Bürgerspital in deutlich besserer Form als vor einem
Jahr, das Juliusspital nutzt die Möglichkeiten im neuen Keller immer besser und
hat derzeit die Führungsposition in der fränkischen Metropole inne. Das Weingut
am Stein war nicht in Bestform. Außerhalb der Gebietshauptstadt konnten
die Iphöfer Ruck und Wirsching sowie Silvaner-Großmeister Rainer Sauer und
der Taubertäler Jürgen Hofmann überzeugen. Positives gibt es auch von den
Großbetrieben zu berichten: Die Genossenschaften haben in den letzten Jahren
deutlich an Qualität zugelegt.

Insgesamt werden 63 Güter und ihre Weine im neuen Gault Millau WeinGuide
ausführlich vorgestellt, 37 weitere schafften die Aufnahme in die Rubrik der
empfehlenswerten Betriebe.

Hessische Bergstraße: Weine von animierender Frucht
Das Zwingenberger Weingut Simon-Bürkle hat die Führung im mittlerweile wieder
kleinsten Anbaugebiet Deutschlands übernommen. Früher war das Hessische
Staatsweingut – Domaine Bergstraße – über viele Jahre eindeutig der Motor
der Region. Doch dann war der Glanz alter Tage verblasst. Um so erfreuter
war der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne, dass die Staatsdiener
sich mit dem Jahrgang 2008 verbessert zeigen.

Die Erzeuger profitieren in diesem Jahrgang von einer animierenden Frucht. Viele
Weine sind balanciert und klar, was in den Vorjahren nicht immer so war. Ein
längeres Lager auf der Feinhefe hat sich bei vielen Weinen vor allem im säurebetonten
Jahrgang 2008 positiv bemerkbar gemacht. Mehr Qualität fanden die
strengen Verkoster auch im Weingut der Stadt Bensheim. Und wieder einmal
konnten die Genossen der Bergsträßer Winzer mit einer erstaunlichen Palette
überzeugen. Das gilt ebenso für das Weingut Edling.

Gerade mal fünf Traubenbetriebe von der Hessischen Bergstraße sind im neuen
WeinGuide gelistet, lediglich zwei weitere Güter sind als empfehlenswert eingestuft.

Mittelrhein: Mit dem Jahrgang 2008 kehrt die Frische zurück
Nach zwei üppigen Weinjahren hat der Jahrgang 2008 die Frische an den Mittelrhein
zurückgebracht. Das ist das Fazit der umfangreichen Verkostungen für den
Gault Millau WeinGuide 2010. „Die Weingenießer können sich auf rassigelegante
Rieslinge freuen, die großen Trinkspaß bieten“, lautet die frohe Botschaft
von Chefredakteur Joel Payne.

Nach wie vor ist das Preis-Leistungs-Verhältnis am Mittelrhein unschlagbar,
findet die Gault Millau-Redaktion. Vor allem mit feinherben und halbtrockenen
Rieslingen haben die Spitzenwinzer auch im Jahrgang 2008 punkten können.
Dabei hätten sich die Spitzenbetriebe keine Blöße gegeben, aber auch im mittleren
Qualitätsbereich gab es kaum Ausrutscher, berichtet Payne.

Furore machte Spitzenwinzer Florian Weingart, als er zwei Trockenbeerenauslesen
aus 2007 und 2008 vermählte, ein bislang wohl einzigartiger Vorgang. Weil
der edelsüße Wein im Vorjahr nicht weit genug vergoren war (5,5 Prozent AlkoSeite

hol müssen es schon sein), verschnitt der Spayer Winzer den edelsüßen Tropfen
einfach mit dem 2008er. Jetzt hat er eine Trockenbeerenauslese ohne Jahrgang,
lediglich versehen mit dem kurzen Hinweis „7 und 8“.

An der Spitze des Gebietes setzte sich Florian Weingart auch dieses Mal als bester
Erzeuger am Mittelrhein mit einer überzeugenden Gesamtleistung vor seinem
Nachbarn und Kollegen Matthias Müller durch. Von den Drei-Trauben-
Betrieben zeigen sich Didinger und Jost deutlich verbessert. Die Überraschung
im Zwei-Trauben-Bereich ist das Weingut August und Thomas Perll, das gegenüber
dem Vorjahr deutlich zugelegt hat, insbesondere im trockenen Bereich.

Das von rund 450 Hektar Steillagen geprägte romantische Rheintal bleibt fest in
den Händen von einigen leistungsfähigen Familienbetrieben, wovon der neue
Gault Millau WeinGuide 17 in der Traubenklasse vorstellt. Dazu kommen immerhin
noch 12 »weitere empfehlenswerte Betriebe«.

Mosel: Mosel-Rieslinge bieten tolles Trinkvergnügen
In der Spitze bietet der Jahrgang 2008 an der Mosel ein Trinkvergnügen wie selten.
Das ist das Fazit der intensiven Verkostungen für den neuen Gault Millau
WeinGuide. »Zugleich war die qualitative Spannbreite der von uns verkoststeten
Weine so groß wie selten«, gibt Chefredakteur Joel Payne zu bedenken.
Von
dünn, grün und säuerlich einerseits bis hin zu feinster Reife und mineralischer
Tiefe erstreckte sich das Spektrum bei den monatelangen Tests der Moselweine.

Dass in keinem anderen Anbaugebiet es der Riesling in seiner fruchtsüßen Variante
so zur Vollkommenheit bringen kann wie eben an der Mosel, ist lange bekannt.

Nun scheint die Region auch bei der Qualität der trockenen Rieslinge
Boden gutzumachen. Das liegt laut Gault Millau auch daran, dass der Export
stark zurückgegangen sei und sich Winzer zum Ausgleich nun mehr dem inländischen
Publikum widmen. Und das fragt meist trockene Weine nach.

Einige Erzeuger stellen schon seit Jahren trockene Spitzengewächse vor. Doch
noch nie wurden dem Verkostungsteam des Gault Millau in einer solchen Breite
ansprechende trockene Rieslinge vorgestellt. »Auch die Weine vieler wenig oder
nicht bekannter Produzenten überzeugen uns mittlerweile«, berichtet Payne. Er
ist auch angetan von der Entwicklung an der Obermosel, an der Grenze zu Luxemburg.
Dort haben einige junge Winzer in den letzten Jahren deutlich an Qualität
zugelegt. Doch nicht mit Riesling, sondern mit Elbling und Burgundersorten,
die dort bevorzugt gedeihen.

Erstmals hat es ein Spätburgunder von der Mosel unter die besten zehn Rotweine
Deutschlands gepackt – auch diese große Überraschung steht im neuen
Gault Millau WeinGuide Deutschland.
Ansonsten spielen Mosel, Saar und Ruwer ihre bewährten Trümpfe auch im
Jahrgang 2008 mit der bekannten Souveränität aus. Ihre besten Rieslinge dominieren
gleich mehrere Spitzenreiter-Listen. Den Vogel schießt das Weingut van
Volxem ab, das gleich vier seiner feinherben Rieslinge unter die besten zehn
des Landes brachte: ein Rekord. Klare Dominanz herrscht auch in der neuen
Hitliste der besten Riesling-Kabinettweine: Acht von zehn Weinen kommen von

der Mosel. Einsam an der Spitze steht der Inbegriff eines großen Kabinetts – aus
der Wehlener Sonnenuhr, von Altmeister Joh. Jos. Prüm.

Fast in eine eigene Kategorie katapultierten die Verkoster der Bundesfinalprobe
einen grandiosen Saar-Riesling: Die Goldkapsel Auslese von Egon Müller –
Scharzhof, die zwei Punkte vor dem massierten Verfolgerfeld landete. Die Müller-
Auslese ist ein Phänomen, das der Redaktion 97 Punkte wert war: ein genial
leichter Wein, der zugleich dicht und gehaltvoll ist. Insgesamt sieben Mosel-
Auslesen kamen unter die besten zehn des Landes.

Kein anderes Anbaugebiet verfügt über eine solche Phalanx an Spitzen-
Weingütern wie die Mosel. Das gilt nach wie vor, obwohl mit Reinhold Haart und
Dr. Loosen zwei Erzeuger aus dem Olymp der Fünf-Trauben-Betriebe absteigen
mussten. Fritz Haag, Egon Müller und Joh. Jos. Prüm bilden nun das Triumvirat
der weltbesten Weinerzeuger an der Gebietsspitze. Ihm folgen elf Weingüter mit
vier Trauben, wobei Clemens Busch einziger Aufsteiger in diesen erlauchten
Kreis ist. Der Pündericher Winzer hatte bereits in den Vorjahren seine Klasse
gezeigt, als er die beste Riesling Auslese und den besten edelsüßen Riesling
des Landes stellte. Im Jahrgang 2008 überzeugte nun die gesamte Kollektion
ohne Ausnahme.

In keiner anderen Region ist das Mittelfeld im Traubenbereich so stark wie an
Mosel, Saar und Ruwer. 32 Erzeuger mit drei Trauben, sogar 42 Güter mit zwei
Trauben sind der Beleg für die hohe Qualitätsdichte in diesem Anbaugebiet.
Becker-Steinhauer und Weiser-Künstler freuen sich über drei Trauben, sechs
Güter sind neu in der Zwei-Trauben-Klasse. Gleich elf Erzeuger haben den Aufstieg
in die Traubenklasse geschafft, sechs mussten aber auch absteigen.
Insgesamt 119 Betriebe und ihre Weine haben die Autoren an Mosel, Saar und
Ruwer ausführlich besprochen, soviel wie in keiner anderen deutschen Weinregion.

Dazu kommen 52 als empfehlenswert eingestufte Güter.

Nahe: »Winzer des Jahres« ist Tim Fröhlich aus Bockenau
Der »Winzer des Jahres« kommt diesmal von der Nahe. 1995 übernahm Tim Fröhlich
im Bockenauer Weingut Schäfer-Fröhlich die Verantwortung im Keller. Seitdem
ist das mustergültige Riesling-Gut auf Gipfelkurs. »Nur wenige stellen Jahr
für Jahr eine so großartige Reihe an trockenen und edelsüßen Spitzenweinen
vor«, begründet Chefredakteur Joel Payne die hohe Auszeichnung. Sie gilt auch
der ganzen Familie Fröhlich, die das Gut vorbildlich nach vorn gebracht hat. Aus
der Hauslage Bockenauer Felseneck ist ein Juwel geworden, das Jahr für Jahr
durch phantastische Rieslinge neuen Glanz erhält.

Gäbe es den Titel »Einsteiger des Jahres«, so ging er an das Schlossgut Diel in
Burg Layen. Noch nie ist ein Weingut quasi aus dem Stand direkt in die Vier-
Trauben-Riege gesprungen. Die Erklärung ist einfach: Weil Weingutsbesitzer
Armin Diel Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide war, wurde 16 Jahre lang
auf die Bewertung seines Gutes und seiner Weine verzichtet. Nach Diels Rückzug
aus der Redaktion im Sommer diesen Jahres verstärkt das Schlossgut nun
die Nahe-Spitze im WeinGuide: Neben Dönnhoff und Emrich-Schönleber mit je
fünf Trauben gehören Dr. Crusius, Diel und Schäfer-Fröhlich zur Führungsgruppe.

Insgesamt 12 Weine konnten Nahegüter in diesem Jahr in den bundesdeutschen
Spitzenreiter-Listen platzieren. Aber es sind nur drei Weingüter, aus denen diese
Ausnahme-Gewächse kommen. Gleich mit zwei seiner grandiosen Sekte auf
Champagner-Niveau trumpfte das Schlossgut Diel auf: Die Cuvée »Mo« wurde
sogar Siegersekt des Jahres. Die beste Riesling Spätlese 2008 kommt vom
»Winzer des Jahres«. Die Goldkapsel-Spätlese aus dem Bockenauer Felseneck
setzte sich unangefochten an die Spitze. Doch stellt Schäfer-Fröhlich noch zwei
weitere Weine in der Top Ten. Emrich-Schönleber schoss den Vogel bei den Edelsüßen
ab. Mit seinem Monzinger Halenberg Eiswein Goldkapsel konnte nur
Schäfer-Fröhlich mithalten. Die beiden Nahe-Spitzenbetriebe verwiesen die
starke Konkurrenz vor allem aus dem Rheingau auf die Plätze.

Von Auf- und Abstiegen blieb das kleine Weinbaugebiet in diesem Jahr verschont.
Dennoch hat die Redaktion einige Extra-Lorbeeren verteilt. So gelten
Jakob Schneider in Niederhausen (drei Trauben), Bamberger in Meddersheim,
die Hahnmühle in Mannweiler-Cölln und die Gutsverwaltung in Niederhausen (je
zwei Trauben) sowie die Gebrüder Kauer in Windesheim (eine Traube) als besonders
engagiert in ihrer jeweiligen Klasse. Neu mit einer Traube sind Schild in
St. Katharinen, Karlheinz Schneider in Bad Sobernheim und Schömehl in Dorsheim.
Insgesamt 39 Betriebe haben die Autoren ausführlich beschrieben und deren
Weine bewertet, 20 weitere werden empfohlen.

Pfalz: Dr. Bürklin-Wolf stellt die »Kollektion des Jahres«
Die meisten trockenen Top-Rieslinge kommen im Jahrgang 2008 aus der Pfalz.
Das haben umfangreiche Verkostungen für den Gault Millau WeinGuide 2010
ergeben.

An der Spitze dieser außerordentlichen Qualitätsbewegung steht das Weingut
Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim, das für die beste »Kollektion des Jahres« ausgezeichnet
wurde. »Seit Jahren arbeitet man in diesem Pfälzer Traditionsgut
intensiv daran, die Eigenart der großartigen Riesling-Lagen in Deidesheim, Forst
und Wachenheim herauszuarbeiten. So entstehen einmalige Weinpersönlichkeiten
«, lobt Chefredakteur Joel Payne.

Nirgends ist es leichter, günstig an beste Qualitäten zu kommen, wie in
Deutschlands zweitgrößtem Anbaugebiet, das sich von Grünstadt im Norden bis
Schweigen an der französischen Grenze erstreckt. Der Jahrgang 2008 hat
zugleich einen Stilwechsel herbeigeführt. „Die besten trockenen Rieslinge wurden
endlich wieder zu reifen, aber zugleich auch eleganten Weinen, wie man es
vom Riesling erwartet“, berichtet Payne.

Während der Riesling also über weite Strecken brilliert hat, war 2008 nicht gerade
ein besonders gutes Burgunderjahr. Allenfalls einige Chardonnays genügen
gehobenen Ansprüchen. Anders sieht es bei den 2007 er Spätburgundern
aus. Zwar dominiert hier mehr denn je Friedrich Becker aus Schweigen mit seinen
Weltklasse-Weinen das Feld. Doch dahinter gruppieren sich zahlreiche Betriebe,
die mit immer besseren Spätburgundern auf den Markt drängen.

Erneut stellt die Pfalz den besten Rotwein in ganz Deutschland. Trotz aller Bemühungen
der badischen Konkurrenz trägt Friedrich Becker zum siebten Male in

Folge diese Ehrung nach Hause. Diese Leistung ist ohne Beispiel in der 17-
jährigen Geschichte des WeinGuide.

Weiterhin führt Hansjörg Rebholz in Siebeldingen die Phalanx der Spitzenbetriebe
der Pfalz alleine an. Dem einzigen Fünf-Trauben-Betrieb folgen zehn Vier-
Trauben-Güter, wobei Becker und Bürklin-Wolf die Nase in dieser Gruppe vorn
haben. Den Sprung in die Drei-Trauben-Kategorie schafften Schuhmacher in
Herxheim am Berg und Spindler in Forst. In die Zwei-Trauben-Klasse vorgerückt
sind Dengler-Seyler, Lidy, Rings und Wageck-Pfaffmann. Biffar und Siegrist
mussten leider absteigen. Insgesamt drei neue Betriebe wurden in die Traubenklasse
aufgenommen: der Bärenhof in Bad Dürkheim-Ungstein, Jürgen Heussler
in Rhodt und Rudi Möwes in Weyher.
Insgesamt zählen die Autoren 87 Erzeuger zu den Traubenbetrieben. Außerdem
werden 34 weitere Betriebe empfohlen.

Rheingau: Rheingau glänzt in den Berglagen
Die Verkostungen des Gault Millau-Teams im Rheingau glichen einer spannenden
Berg- und Talfahrt, berichtet Chefredakteur Joel Payne. Die vielfältigen Lagenunterschiede
seien im Jahrgang 2008 gut erkennbar gewesen – und vor allem
der Lesezeitpunkt. Nur wer die Trauben spät erntete, konnte auch im Rheingau
von Eleganz, Finesse und mineralischem Spiel geprägte Weine mit reifer
Säure keltern.

Generell waren die Berglagen den flussnahen Weinbergen im mittleren Rheingau
überlegen, da sie die feuchte Witterung besser wegstecken konnten als die
von Lösslehm geprägten Lagen in Nähe des Rheinufers. Besonders in den steilen
Hängen im Westen der Region konnten gesunde und vollreife Trauben gelesen
werden.

Endlich gab es wieder einmal trockene Rieslinge mit moderatem Alkoholgehalt.
Wann hatte man zuletzt so viele Erste Gewächse mit einem Alkoholgehalt von
12,5 Prozent probiert? Teilweise gehen die Gradationen bis auf elf Volumenprozent
zurück, in Einzelfällen sogar bis auf 10,5 Prozent Alkohol. Doch nicht alle
diese Weine gehören zur Gebietsspitze.

An der Spitze der Region festigt das Weingut Weil mit einer beachtlichen Kollektion
seine Führung, bei der die Edelsüßen mit zu den besten des Landes zählen.
In der Hitliste der besten Rheingauer Weine finden sich zudem viele aus Rüdesheim.

Allen voran konnten Leitz und Breuer aus ihren Steillagen großartige Rieslinge
keltern. Allein von diesen drei Gütern landeten neun Weine in den Spitzenreiterlisten.
Die Autoren sehen Leitz derzeit als Primus inter pares bei den Vier-
Trauben-Betrieben.
Schloss Schönborn bestätigt mit einer beachtlichen Anzahl hochwertiger trockener
und fruchtiger Rieslinge seinen Status. Ebenso konnte Schloss Johannisberg
in der Spitze Akzente. Der Rotweinspezialist Kesseler überzeugte auch mit
zwei Erste-Gewächs-Rieslingen. Gunter Künstler meldet sich mit einer Kollektion
ohne Schwächen in der Spitze der Region eindrucksvoll zurück. Auch Peter Jakob
Kühn kann mit seinen Lagen-Rieslingen sowie glanzvollen edelsüßen Spitzen
überzeugen.

Mit einer bemerkenswerten Kollektion schaffte das Staatsweingut Kloster Eberbach
den Aufstieg in die Drei-Trauben-Klasse, ebenso wie Graf von Kanitz, der
vor allem mit seinen Lorcher Kabinett- und Spätlese-Weinen Aufmerksamkeit
erregte.

Die Rückkehr auf zwei Trauben schaffte Altenkirch mit mineralisch betonten
Weinen.

Der Sprung in die Traubenwelt gelang gleich vier Weingütern: Laquai aus Lorch,
dem Weingut George aus Geisenheim (mit Rüdesheimer Lagen) sowie den beiden
Oestrich-Winkelern Hans Theo Eser und Manfred Egert.

Im neuen Gault Millau WeinGuide werden insgesamt 67 Güter und ihre Weine
ausführlich vorgestellt. Sechs weitere empfehlenswerte Betriebe runden das
Angebot aus dieser Region ab.

Rheinhessen: Eva Vollmer ist die »Entdeckung des Jahres«
Im Jahrgang 2008 sind die Spitzenwinzer im größten Anbaugebiet Deutschland
„dem Reiz der späten Reife“ verfallen, heißt es im Gault Millau WeinGuide 2010.
Nach zahlreichen Verkostungen steht für den Chefredakteur Joel Payne fest:
»Viele 2008er sind besser als ihre hoch gelobten Vorgänger aus dem Jahrgang
2007«. Wer Riesling mit beherztem Spiel und vitaler Frische suche, der sei beim
Jahrgang 2008 in Rheinhessen goldrichtig, haben die Verkoster in zahlreichen
Sitzungen herausgefunden.
Belohnt wurden im Herbst 2008 aber nur jene Winzer, die auch etwas riskierten.

Denn erst spät pendelte sich die meist noch hohe Säure auf ein optimales Niveau
ein. Wer die Geduld verlor, hat oft unreifes Lesegut zu Weinen verarbeitet,
denen die Aromatik fehlt und die apfelig-grün schmecken. Oft wurde deshalb im
Keller versucht, die Schwächen durch Eingriffe zu kaschieren. Den strengen Verkostern
des Gault Millau aber ist dies nicht entgangen.

Doch nicht nur viele 2008 Weißweine schnitten überdurchschnittlich ab, auch
etliche Rotweine aus dem Jahrgang 2007 haben die Verkoster beeindruckt.

»Beim Rotwein scheint dieser Jahrgang in Rheinhessen den Durchbruch in eine
neue Klasse zu markieren«, heißt es im neuen Gault Millau. Auch beim Silvaner,
einer alten Domäne dieser Region, hat das Team des Gault Millau viele erstaunliche
Exemplare probiert. Dazu sprießen zahlreiche talentierte Jungwinzer wie
Pilze aus dem Boden.

Noch nie wurden in dem Gebiet so viele erste Trauben vergeben wie in diesem
Jahr: 15 Stück. Unter den Neulingen ist auch Eva Vollmer aus Mainz, die »Entdeckung
des Jahres« im diesjährigen Gault Millau. »Die Mainzer Powerfrau geht
selbstbewusst zu Werke und beherrscht die Rebsortenpalette vom vitalen Riesling
bis zum vibrierenden Weißburgunder«, heißt es in der Laudatio.

Groß ist auch die Zahl der Aufsteiger in diesem Jahr. So konnten sich Manz, Riffel
und Sankt Antony auf drei Trauben verbessern, Brüder Dr. Becker, Fleischer,
Johanninger, Schembs, Stallmann-Hiestand, Teschke und Thörle sich jeweils
über die zweite Traube freuen. An der absoluten Spitze der Region haben sich
die Kräfteverhältnisse indes nicht verändert. Einsam vorne mit fünf Trauben
steht Keller aus Flörsheim-Dalsheim, mit vier Trauben folgen Wagner-Stempel
und Wittmann.

Insgesamt 82 Trauben-Betriebe werden ausführlich beschrieben. 52 weitere
sind als »empfehlenswert« eingestuft, darunter einige Neulinge.

Saale-Unstrut: Lützkendorf hat Boden gut gemacht
2008 ist einer der inhomogensten Jahrgänge der letzten Dekade. »Durch den
schwierigen Witterungsverlauf stehen an Saale und Unstrut dünne Weine mit
wenig Extrakt und kräftiger Säure Weinen mit reifer Struktur gegenüber«, hat
der Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne, ermittelt.

Platzhirsch im Gebiet bleibt Bernard Pawis, der in den letzten Jahren stets seine
Qualitäten verbessern konnte und mit den Großen Gewächsen zeigt, was momentan
in der Region möglich ist. Dieses Jahr hat nach Feststellung der Gault
Millau-Redaktion allerdings Uwe Lützkendorf mächtig Boden gut machen können.

Seine Kollektion bringt einen großen Qualitätssprung.
Aber auch André Gussek habe mit seinen Weinen die Bewertungen der letzten
Jahre bestätigt, wissen die Tester. Gussek erzeugt zudem die besten Rotweine
im Gebiet. Etwas schlankere Weine stellte Klaus Böhme vor, der sich auf gutem
Niveau behaupten konnte. »Leider gelang es diesmal keinem Betrieb in die Ein-
Trauben-Kategorie vorzudringen«, bedauert die Redaktion. Das Weingut Kirmann
am Harzrand bleibt einziger Vertreter dieser Klasse.

Insgesamt fünf Erzeuger wurden mit Trauben ausgezeichnet. Weitere zehn Betriebe
halten die Autoren für empfehlenswert. Den größten Qualitätssprung unter
den empfehlenswerten Betrieben hat sicherlich das Landesweingut Kloster
Pforta gemacht. Hier scheinen sich die personellen Veränderungen langsam
auszuwirken. Aber auch Betriebe wie Herzer oder Frank Böhme sind auf einem
gutem Wege.

Sachsen: Normaler Jahrgang mit einigen Gewinnern
Nach Jahren der guten und sehr guten Jahrgänge sahen sich viele Winzer Sachsens
einem eher normalen Jahrgang 2008 gegenüber. Viele früh gelesene Weine
zeigen zumeist wenig Extrakt und weisen mitunter kräftige Säure auf. Dies ist
das Fazit des Herausgebers des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne: »Nur wer
mit der Ernte gewartet hat, wurde mit mineralisch-fruchtigen Weinen von zwar
schlankerer Struktur, aber mit reiferer Säure belohnt.« Wer in diesem schwierigen
Jahrgang das Niveau von 2007 halten konnte, gehört zu den Gewinnern.

Die wohl beste Kollektion des Jahrgangs 2008 kommt vom Weingut Klaus Zimmerling.
Schon die Basisweine haben viel Nerv, loben die Tester des Gault Millau.

Das größte Privatweingut der Region, Schloss Proschwitz, konnte nach Überzeugung
der Redaktion das hohe Niveau der Basisweine halten, doch fehle in
der Spitze diesmal ein wenig der Glanz. Martin Schwarz konnte ebenso an den
Vorjahrgang anknüpfen wie das Staatsweingut Schloss Wackerbarth.

Bei den jungen Weingütern zeigen sich vor allem Friedrich Aust und Frederic
Fourré verbessert. Auch das Weingut Drei Herren hat seine gute Qualität gehalten.

Karl-Friedrich Aust und Vinzenz Richter runden die Ein-Trauben- Kategorie

ab. Es sind ingesamt sieben Güter, die in Sachsen mit einer oder mehr Trauben
ausgezeichnet wurden. Dazu kommen noch sechs empfehlenswerte Betriebe.

Württemberg: Staatsweingut und Genossen punkten
Im Ländle haben die strengen Tester des Gault Millau WeinGuide eine stattliche
Anzahl wirklich großer Rotweine aus 2007 probiert. Chefredakteur Joel Payne
weist aber auch auf ein Problem hin: Nahm man es früher mit der Reife der
Trauben nicht so genau, versuchten heute vor allem Winzer aus der zweiten Reihe
alles aus dem Lesegut herauszuholen. Das führt nicht selten zu Alkoholgehalten
jenseits von 14 Volumenprozent, was der Trinkfreude abträglich ist.

Auch ein übermäßiger Einsatz von neuem Holz steuert seinen Teil dazu bei,
dass mancher Rote aus Württemberg heute wirkt wie ein Wein aus der Neuen
Welt.

Die Phalanx der Top-Genossenschaften ist weiter gewachsen. Dort bekommt
man für weniger als fünf Euro animierende Trinkweine, die auch höheren Ansprüchen
durchaus genügen, heißt es im neuen WeinGuide. Bestes Beispiel
sind für die Redaktion die Weingärtner in Cleebronn-Güglingen, die erstmals mit
einer Traube ausgezeichnet wurden.

Neue Trends haben sich etabliert, aber auch Klassiker werden wiederbelebt. So
wird der Muskattrollinger, ausgebaut als frischer Rosé-Sommerwein, immer
beliebter. Und das Viertele Trollinger scheint wieder an Zuspruch zu gewinnen.

Im neuen WeinGuide werden die besten Trollinger und dazu die am höchsten
bewerteten Lemberger in eigenen Hitlisten zusammengestellt.

Gert Aldinger und Rainer Schnaitmann führen mit jeweils vier Trauben weiterhin
die Hitliste der Region an. Jürgen Ellwanger und Hans Haidle hält die Gault Millau-
Redaktion für die Spitze in der Drei-Trauben-Kategorie. Dorthin aufgeschlossen
hat das Staatsweingut Weinsberg. In die Riege mit zwei Trauben sind die
Güter Heid und Sonnenhof aufgestiegen. Und ihre erste Traube haben neben
Cleebronn-Güglingen Graf Bentzel-Sturmfeder und Birkert ergattert.

Die Autoren stellen die 38 besten Betriebe des Anbaugebietes ausführlich mitsamt
ihren Weinen vor und geben 24 weitere Empfehlungen, die oft zu interessanten
und auch preiswerten Weinen führen.

Gault Millau WeinGuide Deutschland 2010
17. Jahrgang, 902 Seiten
Euro 29,95,-
ISBN 978-3-88472-956-4
Christian Verlag, München