Österreichs Wein 2012: Wenig, aber gut

Mit einer geschätzten Erntemenge von knapp 2,1 Millionen hl liegt das österreichische Weinjahr 2012 deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt, was vor allem auf den Spätfrost im Mai zurückzuführen ist, der insbesondere für Niederösterreich starke Einbußen mit sich gebracht hat. Die Qualität ist allerdings aufgrund des ansonsten günstigen Witterungsverlaufes durchgehend als sehr hoch zu bewerten, und zwar grundsätzlich für alle Anbaugebiete und Rebsorten. Das schöne, trockene Wetter gegen Ende der Vegetationszeit und während der Hauptlese hat dafür gesorgt, dass vollkommen gesundes und reifes Traubengut in weiß und rot eingebracht werden konnte.

Nach einem an sich ruhigen und warmen Frühlingsbeginn, der zu einem frühen Austrieb der Reben führte, ereignete sich in der Nacht vom 17. auf den 18. Mai 2012 ein seltenes Naturphänomen in Gestalt eines Spätfrost-Keils der sich von Norden über die niederösterreichischen Weinbaugebiete schob und vor allem im Pulkautal, aber auch in den Gebieten Kamptal und Kremstal für verheerende Frostschäden und Ernteeinbußen sorgte. Der weitere Frühling verlief dann wieder sehr ruhig und sonnig, wobei die ersten Temperaturspitzen mit bis zu 38 Grad bereits in der letzten Juniwoche auftraten.

Im Juli gab es eine rund zehn Tage andauernde kühle Periode, die zum Teil auch überraschend hohe Regenmengen brachte. Da sich das Wetter aber bald wieder zum Positiven wandelte und vor allem der August überaus heiß und trocken verlief, hatte diese Phase einen wahrhaft segensreichen Effekt für die bereits ausgedürsteten Rebpflanzen. Das trockene Wetter hielt in der Folge bis zum Abschluss der Haupternte Mitte Oktober an und wurde erst durch den plötzlichen Kälteeinbruch rund um den österreichischen Staatsfeiertag am 26. Oktober abgelöst. Zu diesem Zeitpunkt war die Lese jedoch zum allergrößten Teil bereits abgeschlossen.

Die Parameter der Inhaltsstoffe liegen für die Weißweine ähnlich wie im Vorgängerjahr, allerdings hat die gute Wasserversorgung im Juli und merklich kühlere Nachttemperaturen im September zu kompakteren und strukturierteren Weißweinqualitäten geführt. Der Alkoholgehalt liegt vergleichbar hoch wie im Vorjahr, die Säurewerte sind – wie wohl ebenfalls eher am unteren Limit – doch geringfügig höher. Dies kommt vor allem den leichteren Weißweinen, wie so manchen Grünen Veltlinern in Niederösterreich oder dem steirischen Welschrieslingen, aber auch Bukettsorten, wie dem Gelben Muskateller zugute, die sich durch feines, zartgliedriges Fruchtspiel und klare Konturen auszeichnen.

Speziell dem Grünen Veltliner können für alle Gewichtsklassen sehr gute bis ausgezeichnete Ergebnisse bereits vorhergesagt werden; etwas zurückhaltend und verschlossen geben sich im Spätwinter hingegen noch so manche Rieslinge, doch ist aufgrund der guten Voraussetzungen auch für die eine sehr positive Entwicklung zu erwarten.

Aufgrund der weitgehend unproblematischen Witterung sind dieses Jahr Befall mit Oidium oder Peronospera kaum aufgetreten, was ebenso für die Botrytisbelastung gilt. Die reintönigen Jungweine lassen diesmal die Sortencharakteristika und das für die österreichischen Weißweintypen so begehrte Fruchtspektrum schon frühzeitig erkennen.

In der Steiermark wurden die wichtigen Rebsorten Morillon und Sauvignon Blanc bei hohen Zuckerwerten in hoher Qualität, allerdings etwas geringerer Quantität gelesen. Der fruchtige Charakter konnte bei der hohen Reife weitgehend erhalten werden, was beispielsweise auch für die Weißweine vom Leithagebirge und aus den Wiener Hausbergen zutrifft.

In den Süßwein-Hochburgen Burgenland und Teilen Niederösterreichs konnten außerdem Prädikatsweine in ausreichender Menge eingebracht werden, wobei der erste markante Kälteeinbruch rund um den 8. Dezember endlich wieder einmal die Kelterung von Eisweinen erlaubte.

Die beschriebenen Grundvoraussetzungen, wie gesundes Traubengut mit hoher Reife und ausreichende Zeitfenster für eine sorgfältige Wahl des optimalen Lesetermins trafen selbstverständlich auch für die burgenländischen und niederösterreichischen Rotweinzentren zu. Damit gibt es nach 2009 und 2011 zum dritten Mal in vier Jahren eine Rotweinausbeute von hervorragender Güte für alle Rotweingebiete und Rebsorten. Unter diesen Bedingungen war auch eine perfekte Ausgangslage für die Erzeugung pikanter und fruchttiefer Roséweine und Schilcher gegeben.

Überwiegend sind die Rotweine vielleicht ein wenig niedriger im Alkohol, doch fallen sie dafür kompakter und kerniger aus als im großen Vorgängerjahr 2011. Im Allgemeinen sind die jungen Rotweine überaus farbtief und dicht verwoben, wobei sich der reife Tanninrahmen und der angenehme Säurefonds durchwegs in das Gesamtgefüge einordnen. Auch die Haltbarkeit der 2012er Premiumroten steht nicht in Frage; ob in einigen Jahren die 2009er, die 2011er oder die 2012er die Nase in der Gunst der Weinliebhaber vorne haben werden, wird erst die Zukunft weisen.

www.oesterreichwein.at

Kokzidiosebekämpfung bei Geflügel

Kokzidiosebekämpfung bei Geflügel
Nippeltränken eignen sich gut für Impfung

Die Kokzidose ist eine parasitäre Darmerkrankung, die besondere Bedeutung bei Geflügel hat. Der Vermehrungszyklus der parasitären Einzeller dauert nur wenige Tage und führt dazu, dass Kokzidien nahezu überall in der Umwelt vorkommen. Sie sind außergewöhnlich widerstandsfähig gegen Desinfektionsmittel und Umwelteinflüsse. Eine Möglichkeit zur Bekämpfung der Kokzidiose bietet die zur Vorbeugung beim Huhn zugelassene Impfung mit einem Lebendimpfstoff. Üblicherweise wird der Impfstoff über Stülptränken im Trinkwasser verabreicht. Eine Untersuchung in einem Geflügelbetrieb mit insgesamt 70.000 Broilerelterntieren in Sachsen ergab, dass mit der Verabreichung des Impfstoffs über Nippeltränken eine sichere und wirksame Impfung möglich ist. Die Impfung der Küken erfolgt am 6./7. Lebenstag. Die normale Wasserversorgung wird unterbrochen, bis die Tränken leer sind. Danach wird die Impfstofflösung über einen Vorlaufbehälter in die Nippeltränken einlaufen lassen. Nach kompletter Befüllung der Leitungen werden die Küken in Richtung Tränken getrieben und zur Wasseraufnahme angeregt. Ist die Impfstofflösung aufgebraucht, wird noch mit Leitungswasser nachgespült. Danach wird die normale Wasserversorgung wieder angeschlossen. Die klinischen Untersuchungen zeigten, dass in der ersten bis achten Lebenswoche keine ersichtlichen Herdenerkrankungen vorlagen und über die gesamte Aufzucht- und Produktionsperiode keine klinischen Erscheinungen der Kokzidiose auftraten. Das spricht nach Ansicht der betreuenden Tierärzte für die Zuverlässigkeit der Methode. Vorteil der Verabreichung über Nippeltränken ist, dass keine Zusatztränken benötigt werden und Arbeitszeit eingespart wird.
Über die Untersuchungen berichtete die Zeitschrift „Tierärztliche Umschau“.

aid, Renate Kessen

Fit dank Wasser

Fit dank Wasser

Wasser ist die Grundlage unseres Wohlbefindens, unserer Gesundheit und Vitalität. Ohne ausreichende Wasserversorgung würde der Wassergehalt unseres Körpers (ca. 70% je nach Alter, Gewicht und Geschlecht) gefährlich aus dem Gleichgewicht geraten; körperliche Funktionen beeinträchtigt werden.

Warum lesen Sie hier:

Blut

Unser Blut besteht zu ca. 90% aus Wasser. Das Wasser versorgt als Bestandteil des Blutes die Körperzellen mit Sauerstoff und allen wichtigen Nährstoffen. Wird dem Körper zu wenig Flüssigkeit zugeführt, wird das Blut dickflüssiger. Abfallprodukte des Stoffwechsels können dann nur unvollkommen ausgeschieden werden.

Zellen/Gewebe

Wasser ist wesentlicher Bestandteil von Zellen und Gewebe. Ständig wird unser Körper durchspült und die Zellen mit Nährstoffen versorgt. Allein durch unser Gehirn fließen täglich ca. 1.400 Liter Körperflüssigkeit und gewährleisten so Leistungsfähigkeit und Konzentration. Nur ausreichend mit Wasser versorgte Zellen können ihre entsprechende Funktion erfüllen. Die Muskeln arbeiten z.B. effektiver.

Wärmeregulierung

Wasser ist unser Temperaturregulator. Um die Körpertemperatur zwischen 36 – 37 C zu halten, wird Wasser durch Schwitzen abgegeben. Durch die auf der Haut stattfindende „Verdunstung“ wird insbesondere bei körperlicher Beanspruchung die Körpertemperatur im Gleichgewicht gehalten. Deshalb muss auf eine ausreichende zusätzliche Wasserzufuhr geachtet werden.

Lösungs-/Transportmittel

Nahezu alle wichtigen Stoffwechselvorgänge werden vom Wasser bedient. Wasser ist ein wichtiges Lösungs- und Transportmittel. Es löst Inhaltsstoffe unserer Nahrung und macht sie so erst verwertbar. Nährstoffe werden dank Wasser in die Zellen transportiert und überflüssige Stoffwechselprodukte abtransportiert.

Fazit:

Täglich verliert der Organismus ca. 1,5 bis 2 Liter Wasser. Um die Körperfunktionen aufrecht zu erhalten, muss ihm die gleiche Menge Wasser über Trinken und feste Nahrung wieder zugeführt werden. Als Faustregel für eine ausreichende Trinkmenge gilt: Pro Kilogramm Körpergewicht sollte man 30 ml zu sich nehmen. So bleibt man fit dank Wasser!

Wasser her!

Ki.Ka, Mittwoch, 13.08., 19:25 – 19:50 Uhr

130 Liter Wasser verbrauchen wir jeden Tag. Zum Trinken, Kochen, Waschen, Duschen usw. Ein Luxus, den man erst registriert, wenn der Wasserhahn abgedreht wird. Und genau das macht Familie A. aus Kerpen im pur+ Experiment. Eine Woche lang müssen Nils (8), Sven (12) und Hannah (14) ihr Wasser mühsam herbeischleppen, sich kalt und ohne Dusche reinigen, ihre Wäsche und das schmutzige Geschirr ohne Maschinenhilfe bewältigen. Wie werden sie das hinkriegen?Für die 14-jährige Kasyoka aus Kenia ist Wasserknappheit Alltag. Sie lebt in einer sehr wasserarmen Gegend, in der die Trockenheit als Folge des Klimawandels stark zugenommen hat. Kasyoka ist für die Wasserversorgung der Familie zuständig. Oft muss sie am Tag bis zu 15 Kilometer laufen, um eine Wasserstelle zu finden. pur+ zeigt, wie eine neue Technik neue Hoffnung bringt.pur+ – das Entdeckermagazin mit Andreas Korn. Mehr wissen macht nix!