VEGANfasten & Yoga

So wie die Liebe durch den Magen geht, beginnt
Gesundheit in der Küche. Entsprechend dieser Weisheit wurde im
Kurhaus Schärding ein einzigartiges und neues Konzept der Achtsamkeit
entwickelt: VEGANfasten. Einer internationalen Studie (1) zufolge
sind Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren, schlanker, gesünder
und leben länger. Warum ist das so?

Gemüse, Obst Trockenfrüchte und Sojaprodukte haben deutlich
weniger Kalorien, fördern durch die Zufuhr von Ballaststoffen besser
die Verdauung sowie die Darmgesundheit und versorgen den Körper mit
hochwertigem Eiweiß. Im Kurhaus Schärding – ausgezeichnet mit der
Grünen Haube für biologische Naturküche – legt Küchenchef Gernot
Flieher auf Saisonalität, Regionalität und biologische Herkunft der
Lebensmittel besonderen Wert. „Ein liebevoller Umgang in der
Zubereitung ist für mich selbstverständlich, denn nur so kann sich
ein besonderer Geschmack voller Raffinesse entfalten“, erklärt der
Diät- und Ayurvedakoch. Kurärztin Dr. Christa Kleestorfer betont den
präventiven Fokus des Angebots und meint: „VEGANfasten hat mit
Verzicht zu tun, sei es aus gesundheitlichen, ökonomischen oder
ethischen Gründen. Yoga bedingt Achtsamkeit und Bewusstsein – all das
sind Voraussetzungen für ein gesundheitsbewusstes Leben. Gewicht,
Aussehen und Haut verändern sich – nicht oberflächlich, sondern
nachhaltig und von innen heraus.“

Hatha Yoga
Im Kurhaus Schärding bieten indische Yogi Hatha-Yoga an. Hatha
steht dabei für Ausdauer, Kraft sowie Energie und soll die
verschiedenen Hohlräume des Körpers, wie zB den Bauch, reinigen und
entgiften. Es beinhaltet nicht nur Asanas (ruhende Körperstellungen),
die den physischen Körper befreien und heilen können, sondern es ist
auch eine komplexe Wissenschaft über die Funktionen der
Energiesysteme im menschlichen Körper. Empfehlungen zum Lebensstil
und der Ernährung gehören daher unbedingt dazu.

Schöne Haut durch Ayurveda.
Wer sich nachhaltig ausgewogen gesund ernährt, pflegt zudem seine
Haut, denn die gefürchtete „Orangenhaut“ (Cellulite) entsteht durch
eine latente Übersäuerung und somit einer mangelnden Versorgung mit
Nährstoffen. Indische Ayurveda-Experten rund um Meister Nijo
Sebastian empfehlen Udvartana, ayurvedische Pulvermassagen. „Die
Volksheiler Indiens haben vor Jahrtausenden die wertvollsten
Körperreinigungstechniken zusammen mit den Vorzügen der Massage zu
einer zeitlosen Therapieform entwickelt“, erklärt Nijo. Diese
belebende Form der ayurvedischen Massage verbindet Tiefenreinigung
und Aktivierung des Stoffwechsels und lässt sich lokal zur
Beseitigung von Fettpolstern oder zur Behandlung von Cellulite
einsetzen.

(1) Die amerikanische Vereinigung der ErnährungsexpertInnen
(American Dietetic Association, ADA) haben ein gemeinsames
Positionspapier zur vegetarischen Ernährung veröffentlicht: Das
zentrale Statement dieses Papiers ist: „Es ist die Position der ADA,
dass eine entsprechend geplante vegane oder andere Art der
vegetarischen Ernährung für jede Lebensphase geeignet ist und
gesundheitliche Vorteile bei der Vorbeugung und Behandlung bestimmter
Krankheiten bietet. Zudem bietet sie die perfekte Vorbeugung gegen
Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin, Darm- und Prostatakrebs,
Fettleibigkeit und Diabetes.

www.barmherzige-brueder.at/mag/veganfasten/home

Tomate macht gesund

Immer mehr wissenschaftliche Studien bestätigen: Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Inhaltsstoffen von Tomaten und der Vorbeugung von Erkrankungen wie Herzinfarkt, Osteoporose oder Krebs. Verantwortlich sind der Zauberstoff Lycopin und weitere Pflanzennährstoffe. Da unser Körper Lycopin nicht selbst herstellen kann, muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Reife Tomaten besitzen einen sehr hohen Anteil: Pro 100 g Frucht enthalten sie ca.

3,9 bis 5,6 mg des Antioxidants. Außerdem haben Tomaten einen hohen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und wichtigen Spurenelementen. Inzwischen gibt es sogar Hinweise darauf, dass der Verzehr von Tomaten auch bei Asthma und Alzheimer positive Effekte zeigt. Des Deutschen Lieblingsgemüse ist also nicht nur lecker, sondern auch gesund!
Weitere Informationen rund um die Tomate finden sich auf www.tomateninfo.de

Alfons Schuhbeck

Alfons Schuhbeck gart auf der „Diabetes 2008“ ganz sanft – 6.000 Besucher schauen zu

Meisterkoch lässt nichts anbrennen

Fett als Geschmacksträger? Nicht in der Küche von Alfons Schuhbeck. „Gewürze geben den richtigen Drive und regen den Stoffwechsel an“, erklärte der Meisterkoch heute (10. Februar) auf der „Diabetes 2008“ in der Halle Münsterland – und führte am Herd in der Messehalle Mitte vor großem Publikum gleich vor, wie es richtig geht. Mehr als 6.000 Besucher strömten zum Abschluss der dreitägigen Messe zum „Tag für Patienten und Interessierte“.

Zwei Tage, am Freitag und Samstag, diskutierten gut 2.000 Experten auf einem Fachkongress, welche neuen Ansätze in der Behandlung und vor allem in der Prävention des Diabetes möglich sind. Ein deutliches Zeichen wurde in Richtung Interdisziplinarität gesetzt: Verschiedene Fachrichtungen sollen zusammen arbeiten, um Diabetes schneller diagnostizieren und ganzheitlich behandeln zu können. „Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt“, zog Dr. Ursula Paschke, ein positives Fazit. „Die Messe und der Kongress sind in der Fachwelt etabliert“, unterstrich sie.

Am Sonntag hatten dann Patienten und sonstige Interessierte Gelegenheit, die Messe zu besuchen. 100 Aussteller zeigten neue Produkte für Diabetiker, darunter Blutzuckermessgeräte und Stechhilfen, die eine schmerzfreie Blutentnahme ermöglichen. Das Interesse war enorm – nicht nur bei Diabetikern. Der „Tag für Patienten und Interessierte“ stand im Zeichen der Vorbeugung. Die „Assmann-Stiftung“ unterstützte eine „Präventionsstraße“, auf der sich Besucher untersuchen lassen konnten. Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko wurden ebenso ermittelt wie die Lungenfunktion. Auch eine Ernährungsberatung war vertreten.

Gesunde und schmackhafte Ernährung liegt Alfons Schuhbeck am Herzen. In drei Vorführungen ließ der Sternekoch nichts anbrennen: „Dämpfen und gescheit würzen sind viel besser als scharfes Anbraten“, empfahl er bei der Zubereitung eines Truthahnchilis. „Denn so bleiben die wichtigen Inhaltsstoffe erhalten.“ Gesunde können mit einer richtigen Zubereitung ihrer Speisen Krankheiten vorbeugen, „und Diabetiker müssen nichts entbehren“, freute sich Prof. Dr. med. Dr. hc. Diethelm Tschöpe, wissenschaftlicher Leiter des Kongresses und gleichzeitig Partner im Kochduett mit Alfons Schuhbeck.

Wie kann man Allergien vorbeugen?

Durch sinnvolle Maßnahmen lässt sich das Auftreten von Lebensmittel-Allergien und Neurodermitis in den ersten drei bis fünf Lebensjahren aber um etwa die Hälfte verringern. Eine wichtige Empfehlung für Eltern lautet: Nicht rauchen, vor allem auch während der Schwangerschaft. Allergiegefährdete Säuglinge sollten die ersten sechs Monate ausschließlich gestillt werden. Beginnen Sie langsam und schrittweise mit der Beikost und führen Sie nur ein neues Lebensmittel pro Woche ein.

Weitere Maßnahmen zur Vorbeugung von Allergien finden Sie unter
www.was-wir-essen.de in der Rubrik Ernährungsinfos/Allergien

Frucht & Saft

Ernährungsphysiologische Wirkungen von Fruchtsäften und ihr Beitrag im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung

Dr. Ute Gola, Ernährungsmedizinerin und Lehrbeauftragte für Ernährungspsychologie an der Universität Stuttgart-Hohenheim
Anlässlich der Presseaktion des VdF Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. am 30.10.2007 in Hamburg

In keinem anderen Land wird so viel Fruchtsaft getrunken wie in Deutschland. Und dies bereits seit vielen Jahren. Ein Umstand, der von Ernährungsexperten sehr begrüßt wird. Erfrischend und wohlschmeckend versorgen Fruchtsäfte den Körper mit Flüssigkeit und lebensnotwendigen Nährstoffen. Und sie können noch viel mehr: Fruchtsäfte sind hervorragende Lieferanten sekundärer Pflanzenstoffe. Dieser Gruppe von Substanzen gilt schon lange das Augenmerk der Forscher, insbesondere im Hinblick auf die Vorbeugung von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Apfelsaft – naturtrüb oder klar ist nicht nur eine Frage des Geschmacks

In Fruchtsäften sind vor allem die so genannten Polyphenole enthalten. Sie sorgen bei Obst ebenso wie bei Gemüse für die Farbgebung. Rot, blau, violett oder gelb leuchten Fruchtsäfte, die einen hohen Gehalt dieser Substanzen aufweisen. Polyphenole sind unter anderem wegen ihrer möglichen krebsvorbeugenden Wirkungen für Ernährungswissenschaftler von Interesse. Wie hoch die Konzentration dieser hochwirksamen Stoffe in Obst und Gemüse ist, wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst. Bei Äpfeln zum Beispiel sind dies Sorte, Reifegrad, Sonneneinstrahlung und Düngung. Auch das Keltern der Früchte zu Apfelsaft verändert ihr Muster und ihren Gehalt. Von besonderem Interesse bei der Apfelsaftherstellung ist das gewählte Herstellungsverfahren. So haben Untersuchungen gezeigt, dass naturtrübe Apfelsäfte nachweislich mehr krebsvorbeugende Wirkungen entfalten können.

Traubensaft – Genauso wirksam wie Rotwein, aber andere Inhaltsstoffe

Absoluter Spitzenreiter in Sachen Polyphenolgehalte ist der rote Traubensaft. Seine antioxidativen Wirkungen sind dreimal höher als die von Orangen-, Apfel- und Grapefruitsaft. Diese Tatsache ist nicht nur bei der möglichen Vorbeugung gegen bestimmte Krebsarten, sondern auch im Hinblick auf die Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen von Bedeutung.
Dass Rotwein ein hohes Schutzpotenzial gegenüber Herzkrankheiten entfalten kann, ist bereits lange bekannt. Neuere Untersuchungen befassen sich nun mit der Frage, ob Traubensaft ähnliche Wirkungen hat. Denn der Alkohol im Wein hat die bekannten negativen Begleiterscheinungen. Der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen unterscheidet sich bei Wein und Traubensaft aufgrund der Produktions- und Fermentationsprozesse zum Teil deutlich. So ist der Gehalt an Polyphenolen in rotem Traubensaft höher als in Rotwein. Gleichzeitig ist auch die Bioverfügbarkeit deutlich besser, was wahrscheinlich auf eine verbesserte Aufnahme in den Körper durch den höheren Zuckergehalt im Traubensaft zurückzuführen ist.
Besonders interessant ist die Tatsache, dass die Polyphenole des Traubensafts den „bösen“ LDL-Cholesterinspiegel senken können und dadurch vor Arteriosklerose schützen können. Ähnliche Wirkungen konnten auch für weißen Traubensaft nachgewiesen werden.
Eine andere mittlerweile sehr bekannte Substanz im Rotwein ist das Resveratrol. Es ist maßgeblich für die herzschützende Wirkung des Rotweins verantwortlich, denn es kann die Fließfähigkeit des Blutes verbessern. Dieser Stoff ist auch in rotem Traubensaft in nennenswerten Mengen enthalten, doch ist die Konzentration niedriger als in Rotwein. Weißwein und weißer Traubensaft schneiden im Vergleich zu ihren roten Pendants deutlich schlechter ab: Sie enthalten eine circa 10-fach niedrigere Menge als Rotwein bzw. roter Traubensaft.

Orangen- und Grapefruitsaft
Vitamin-C-Bomben mit herzschützenden Eigenschaften

Neben sekundären Pflanzenstoffen sind Fruchtsäfte hervorragende Lieferanten für Vitamine und Mineralstoffe. Hier ist insbesondere Vitamin-C hervorzuheben. Nahezu alle Fruchtsäfte enthalten Vitamin-C. Durch einen besonders hohen Gehalt zeichnen sich die Zitrussäfte, wie Orangen- oder Grapefruitsaft aus. Vitamin-C ist für viele körpereigene Funktionen unverzichtbar, z. B. innerhalb des Immunsystems oder bei der Bildung von Bindegewebe. Seine antioxidative Wirkung spielt aber auch insbesondere beim Schutz vor Herz- und Gefäßerkrankungen eine wichtige Rolle. Bereits mit einem Glas (0,2 Liter) Orangensaft wird circa 60 Prozent der täglich empfohlenen Zufuhrmenge aufgenommen.
Vitamin-C erhöht auch die Verfügbarkeit des lebenswichtigen Spurenelements Eisen aus pflanzlicher Nahrung um das Doppelte. Mit einem Glas Orangensaft zum Essen kann man die Eisenaufnahme aus Lebensmitteln wie Gemüse oder Vollkornbrot nachhaltig verbessern. Insbesondere für Kleinkinder ist dies besonders wichtig. So empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund, die ersten Milch- und Gemüsebreie mit Fruchtsäften anzureichern, die wie Orangensaft mindestens 40 mg Vitamin C/100 ml enthalten.

5 am Tag – Fruchtsaft gehört dazu!

Alle Fruchtsäfte enthalten außerdem Mineralstoffe – vor allem Kalium. Im Durchschnitt enthält ein Glas Fruchtsaft (0,2 Liter) etwa 300 mg und deckt damit ca. 15 Prozent der täglich erwünschten Zufuhr. Kalium ist wichtig für den Flüssigkeitshaushalt sowie die Reizleitung. Als Gegenspieler von Natrium ist Kalium eine wichtige Größe bei der Regulierung des Blutdrucks. Ebenso wie für Obst und Gemüse konnte auch für Fruchtsaft nachgewiesen werden, dass er den Blutdruck senken kann.

Ob als Vitaminspender zum Frühstück, als flüssige nährstoffreiche Zwischenmahlzeit, als schneller Energiespender nach dem Sport oder als wohlschmeckender Fruchtsaft zu jeder Tageszeit – Fruchtsäfte haben es in sich. Grund genug, sie im Rahmen der Kampagne „5 am Tag“ als gute Alternative zu frischem Obst zu empfehlen. So können sie eine Portion der geforderten fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag ersetzen.

www.fruchtsaft.org

Fleisch und Rotwein sind gut gegen Herzkrankheiten und Krebs

Ein Florentiner Steak vom Chianina-Rind und dazu ein Glas Vino Nobile di Montepulciano: Dies ist nach einer neuen Studie die beste Vorbeugung gegen Herzkrankheiten und Krebs. Der Mediziner Bruno Freudiani von der Universität Siena hat zusammen mit Experten der Weinqualitätskontrolle ISVEA die Zusammenhänge zwischen Fleisch und bestimmten Rotweinen der Sangiovese-Familie untersucht. Ergebnis: Die im Wein enthaltenen Polyphenole reinigen die Körperzellen von schädlichen Substanzen wie „freien Radikale“ und verhindern, dass sich Cholesterin auf die Arterien auswirkt und zur Arteriosklerose führt.

Bei der Untersuchung der verschiedenen Sangiovese-Klone stellte sich heraus, dass beim Prugnolo Gentile, der traditionell in Montepulciano angebaut wird, die positiv wirkenden Substanzen mit 3,1 Prozent pro Liter am stärksten enthalten sind, gefolgt vom Brunello di Montalcino mit 2,8 g/l und dem Chianti mit 2,5 g/l.

Das besonders wertvolle Fleisch des Chianina-Rindes enthält einen hohen Anteil von Omega-3-Säuren, die ihrerseits gegen Arterienverkalkung wirken. Die Wissenschaftler der Universtität Siena jedenfalls sind überzeugt, dass es ein Irrglaube sei, das Fleisch ungesund sein müsse.

(Quelle: agricultura.it)

Strategien zur Verbesserung der Folatversorgung in Deutschland

Fast alle Deutschen nehmen über die Nahrung zu wenig Folat
auf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e V. (DGE) hat sich
deshalb mit anerkannten Wissenschaftlern kritisch mit Strategien
zu einer verbesserten Folatversorgung in Deutschland
auseinandergesetzt. Die Ergebnisse über den möglichen Nutzen
sowie eventuelle Risiken einer Folsäure-Anreicherung von
Grundlebensmitteln sind in einem Positionspapier der DGE
zusammengestellt. Dieses ist ab sofort im Internet unter
http://www.dge.de abrufbar.

Laut Ernährungsbericht 2004 liegt die Folatzufuhr unterhalb der
von der DGE empfohlenen Menge von 400 µg Folat-Äquivalenten. Im
Durchschnitt werden nur 55 % der D-A-CH-Referenzwerte erreicht.
Als Folat werden die in der Nahrung vorkommenden, natürlichen
Vitaminverbindungen bezeichnet. Davon abzugrenzen ist die
synthetisch hergestellte und in Nahrungsergänzungsmitteln sowie
Medikamenten enthaltene Folsäure. Das wasserlösliche B-Vitamin
hat wichtige Aufgaben bei der Zellteilung und Blutbildung. Ferner
werden Folat/Folsäure positive Wirkungen zur Prävention von
Neuralrohr-Fehlbildungen (offener Rücken) und
Herz-Kreislauf-Krankheiten zugesprochen. Zur Vorbeugung von
Neuralrohrdefekten sollen Frauen, die beabsichtigen, schwanger zu
werden, zusätzlich 400 µg Folsäure in Form von Supplementen
aufnehmen. Während der Schwangerschaft wird eine Zulage von 200
µg/Tag empfohlen, um den Folatbedarf des Feten zu decken.

Die geringe Bioverfügbarkeit von Folat aus der Nahrung (50 %)
sowie Zubereitungsverluste (35 %) erschweren es, die empfohlene
Zufuhrmenge zu erreichen. Dies ist nur über eine gezielte
Lebensmittelauswahl – reichlich Obst, Gemüse sowie
Vollkornprodukte – möglich. Die empfohle Folsäuremenge zur
Vorbeugung von Neuralrohrdefekten kann nur über entsprechend
angereicherte Lebensmittel bzw. über Supplemente erreicht werden.
Neben den erwarteten positiven Wirkungen einer Erhöhung der
Folataufnahme werden auch mögliche negative Wirkungen einer (zu)
hohen Folsäureaufnahme diskutiert.

http://www.dge.de

Gefährliche Souvenirs aus dem Urlaub

Immer mehr Reisende kommen mit Hauterkrankungen heim

Eine Zunahme von Hauterkrankungen wie
„Orientbeule“, „Loa loa“ oder „Kala-Azar“ beklagt die Deutsche
Dermatologische Gesellschaft (DDG). Immer mehr Urlauber bringen
solche teils nur lästigen, teils aber auch gefährlichen Souvenirs aus
Afrika, Asien, Mittelamerika und auch aus dem europäischen
Mittelmeerraum mit, berichtet die „Apotheken Umschau“. Verursacht
werden die Erkrankungen meistens von Parasiten, die von Mücken und
Flöhen, aber auch von Hunden und Katzen übertragen werden. Da
Impfungen nicht möglich sind, rät die DDG zu konsequenter Vorbeugung:
Insektenschutzmittel benutzen, körperbedeckende Kleidung tragen,
unter Moskitonetzen schlafen und Zurückhaltung bei herrenlosen Tieren
üben, auch wenn diese noch so niedlich und anhänglich sind. Mit
schmerzenden und juckenden Hautveränderungen sollten Heimkehrer
sofort zum Arzt gehen.

Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 7/2006 B liegt in den
meisten Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.