Bierfestival in Brügge

Flüssiges Weltkulturerbe

Erst vor wenigen Wochen wurde die belgische Bierkultur mit dem Prädikat des immateriellen Weltkulturerbes geadelt. Wer dies zum Anlass nehmen möchte sich mit der Vielfalt der Gerstensäfte vertraut zu machen, findet in Brügge einen perfekten Rahmen: Beim örtlichen Bier-Festival stellen am 4. und 5. Februar rund 100 Brauereien ihre Kreationen vor.

Die zehnte Auflage des Brügger Bierfestivals findet in den historischen Stadthallen im Belfort sowie auf dem angrenzenden Marktplatz statt. Dort werden nach aktuellem Stand nicht weniger als 456 verschiedene Bierspezialitäten ausgeschenkt. Die Vielfalt klassischer Varianten reicht vom kühlen Blonden über das Kriek bis zu in Klöstern gebrauten Trappistenbieren und spontan vergorenem Lambiek. Doch auch Modeprodukte wie das IPA oder das Stout sind in großer Vielfalt vorhanden. Das ultimative Schwergewicht hört auf den Namen Leviathan und hat 14 Prozent Alkohol.

Der Zutritt zum Bierfestival ist kostenlos, zur Verkostung können zu Preisen ab 15 Euro verschiedenen Pakete erworben werden.

4. und 5. Februar 2017

www.brugsbierfestival.be

Enrique Serván

von Bernhard Steinmann

„The Worlds 50 Best Restaurants“ erregt Jahr für Jahr die Gemüter der Gourmets.
Es gibt Beifall aber auch grundsätzliche Ablehnung. Kritik kommt hauptsächlich aus der „alten“ Welt, die Probleme damit hat, dass auch in anderen Teilen der Welt kreative Köche Felder für sich erobern, die europäische Klassiker und Avantgardisten für sich reserviert halten.

Gut, an Highend-Food-Restaurants in Japan hat man sich schnell gewöhnt. Auch in Deutschland sind die Liebhaber von rohem Fisch auf klebrigem Reis auf dem Vormarsch. Begeistert nimmt man zur Kenntnis, dass irgendwo in Asien ein Michelinstern für ein Restaurant vergeben wird, welches für umgerechnet 1 € 30 oder etwas mehr, Speisen für „Feinschmecker“ anbietet.

Meiner Meinung nach nimmt die Toleranz jedoch gehörig ab, wenn man nach Südamerika schaut. Die dortigen Spitzenrestaurants sind anscheinend nur schwer einzuordnen und auf der Reiseagenda deutscher Gourmets nicht verzeichnet.
Die oben genannte Liste führt unter den 20 besten Restaurants der Welt vier Mittel- und Südamerikaner auf.

Auf Platz 4 finden wir Virgilio Martinez vom Restaurant Central in Lima, Peru.
Nr. 11 D.O.M. Sao Paulo, mit Alex Atala.
Nr. 12 Quintonil, Mexiko City, mit Jorge Vallejo
und
Nr. 13 Maido, Lima, Peru, mit Mitsuharu Tsumura.

All dies weckt in mir den Wunsch, sich den Küchen dieser Region einmal vorsichtig anzunähern. Es ist ein großes Glück, dass in Berlin Vielfalt großgeschrieben wird und Restaurants aus aller Welt angesiedelt sind. Auch Peru ist vertreten.
Nun will ich nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, doch wenn man schon die Gelegenheit hat einem Koch aus Peru, der sich zudem den Genüssen seines Heimatlandes verschrieben hat, in den Kochtopf zu schauen, sollte man diese nicht ungenutzt verstreichen lassen.

Enrique Serván kam 1989 mit 18 Jahren nach Berlin. Über Umwege kam er zum Beruf des Koches. In Wilmersdorf betreibt er das Restaurant Serrano.

Das Ambiente des Restaurants ist eher schlicht, dafür ist das Personal ausgesprochen gut gelaunt und auskunftsfreudig. Schnell sind die Plätze eingenommen und die Speisekarte liegt vor uns. Erleichtert stellen wir fest, dass die Nationalspeise Cuy nicht vertreten ist. Den zarten deutschen Gemütern möchte man die Meerschweinchen nicht offerieren.
Dafür ist die Kartoffel allgegenwärtig, schließlich hat sie ihren Ursprung in der Andenregion. Auf der chilenischen Insel Chiloé (Isla Grande de Chiloé) fand man Spuren von wilden Kartoffeln, deren Alter auf 13 000 Jahre geschätzt wird.
Im Ursprungsland der Kartoffel, Peru, gibt es ungefähr 3 000 verschiedene Arten.

Das aus Peru stammende Ceviche, hat sich längst in Deutschland etabliert und darf hier natürlich auch nicht fehlen. Meine Frau und ich haben in schöner Arbeitsteilung zwei Varianten gewählt.

Meine Frau entscheidet sich für das peruanische Nationalgericht Ceviche de Corvina:

Kaltes mariniertes Adlerfischfilet mit Limettensaft, Zwiebeln und Rocoto, Koriander, Süßkartoffeln und gekochtem Riesenmais.

Nicht überraschend dominieren Schärfe- und Säurenoten das kalt gegarte „Andensushi“.
Das Fischfilet ist überaus zart. Die Schärfe des Rocoto hält erfreulicherweise nicht lange an und lässt so den begleitenden Aromen ausreichend Raum. Ein perfekter Einstieg in die peruanische Küche.

Dreierlei modernes Ceviche,

gelber Chili, Octopus mit Rocotoemulsion
Thunfisch mit Maracuja und Minze
Großgarnelen mit Avocado

Der moderne Gegenentwurf zum peruanischen Klassiker.
Alleine schon diese Kreationen lohnen den Besuch des Restaurants und gewähren einen Einblick in die Ideenwelt von Enrique Serván. Die unverzichtbaren Säurenoten werden mal von süssem Paprika und mal von Avocados begleitet.
Kalte Kartoffel-Limetten-Masse aus lila und gelben Kartoffeln, gefüllt mit Garnelensalat und Avocado

Die „Causa“ ist ein in Peru sehr beliebtes Gericht, welches in unglaublicher Vielzahl abgewandelt wird. Der gefüllte Kartoffelbrei verträgt so ziemlich alles an Zutaten.
Diesmal ist es ein herrlicher Garnelensalat mit Avocado. Garniert mit Kartoffelchips
und einer gellben Cili-Rocotosauce.

Rosa gebratener Lammrücken mit Koriandersauce, Reis und gebackenen rosa Bohnen

Ein sehr schönes und vor allem sättigendes Hauptgericht.

In eigenem Schmalz gebackenes Schweinefleisch an geschmorten luftgetrockneten Kartoffeln

Das deftige Gericht ist für den großen Hunger konzipiert. Allerdings hat es mir nicht das gebackene Schweinefleisch angetan, welches im Übrigen sehr gemundet hat, sondern die Kartoffel.

Die „gequälte“ Kartoffel.
Sie wird gekocht, geschnitten, erkaltet, luftgetrocknet, wieder aufgewärmt, gewürzt, erneut gekocht und aufgegessen. Ob Nahrungsquelle für den täglichen Bedarf oder zum Festessen, die Kartoffel darf in Peru nicht fehlen.

Das „einfache“ Gericht ist überaus schmackhaft. Ein auffällig rauchiges Aroma bleibt mir nachhaltig in Erinnerung.

Milchkaramellcreme aus Lima mit gebranntem Eischnee dazu warmer Schokoladenkuchen

Ein gelungener leichter Abschluss.

Wein und Service:

Wir haben einen Cabernet Sauvignon aus dem Jahre 2014, Intipalka, Valle del Sol, Peru,
durchgetrunken. Sehr gefällig.

Der Service ist freundlich, sachkundig und hilfsbereit.

FAZIT:
Wir haben im Restaurant Serrano einen interessanten und kulinarisch sehr zufriedenstellenden Abend verbracht. Eine Wiederholung ist mehr als wahrscheinlich.

Natürlich kann ich hier mangels Vergleiche keine weiteren Aussagen zur Authentizität der peruanischen Küche von Enrique Serván machen. Die Produktqualität ist allerdings tadellos, die Küche performt handwerklich bestens und die Aromenbilder sind vielschichtig.
Die Speisen kommen gut gewürzt auf den Teller ohne überstrapaziert zu wirken.
Es ist alles für einen hervorragenden Restaurantbesuch bereitet.

Die Fotos gibt es wie immer auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Genussmeile Wienerwald

Die längste Schank der Welt ist in diesem Jahr wieder erste Anlaufstelle für Freunde herzhafter Genüsse. Zwölf Weinbaugemeinden und über 80 Winzerinnen und Winzer präsentieren auf der über zehn Kilometer langen Genussmeile zum zweiten September-Wochenende ihre aromareichsten Gewächse. Wandern. Verkosten. Genießen – die Thermenregion Wienerwald zeigt sich den rund 50.000 vinophilen Gästen vor Ort von ihrer kulinarisch ergiebigsten Seite.

Der Spätsommer in der Thermenregion Wienerwald bringt eine ungeahnte Vielfalt, nicht nur in landschaftlicher Hinsicht. „Es geht um die Vielfalt unserer eigenen Sinne. Diese zu verwöhnen und zu fordern haben wir uns mit der Genussmeile zum Ziel gesetzt, die sich jährlich, und das bereits zum sechsten Mal, zur geschmackvollsten Freiluftmeile sowie längsten Schank der Welt verwandelt“, sagt Mag. Mario Gruber, Geschäftsführer Wienerwald Tourismus. Nach dem erfolgreichen Start der Genussmeile letzten Samstag (3. September) wird seitens Organisatoren mit rund 50.000 weininteressierten und naturverbundenen Gästen gerechnet. Über 80 regionale Winzerinnen und Winzer machen den Wasserleitungswanderweg von Mödling bis nach Bad Vöslau noch bis zum zweiten September-Wochenende zu Österreichs größter kulinarischen Spielwiese. Ganz fleißige Wanderer können entlang der Genussmeile bis zu zehn Kilometer zurücklegen und von Stand zu Stand erlesene Produkte wie Most, Sturm und regionale Weine probieren, die sich hervorragend mit „Edis Winzerspitz“, dem neuen Genussmeilengebäck von der Bäckerei Eder, kombinieren lassen. Verfolgt wird ohnehin nur ein Ziel: „Eben und gemütlich wandern, verkosten und reichlich genießen“, ergänzt Gruber. Herzhafte Schmankerln von Gastronomiebetrieben der Niederösterreichischen Wirtshauskultur und einzelnen regionalen Produzenten, wie beispielsweise dem Verein „Gutes zum Genießen“ und „so schmeckt Niederösterreich“, runden das kulinarische Angebot auf eine passende Art und Weise ab.

Ehrliche Produkte, gelebte Gastlichkeit. Wie man in der Thermenregion Wienerwald Gaumen und Geist erfreut, lässt sich bei der Genussmeile noch am 10. und 11. September jeweils am Samstag ab 14:00 Uhr und Sonntag ab 11:00 Uhr erleben. Die wichtigsten Akteure im Weintourismus der Region ziehen dabei gemeinsam an einem Strang. „Brauchtum zu leben heißt Tradition und Moderne zu verbinden. Besonders gut spürbar ist diese Symbiose bei der Genussmeile in der Thermenregion Wienerwald, die als inoffizieller Start für den Weinherbst Niederösterreich gilt. Die einzigartige Atmosphäre, Gastfreundlichkeit und unsere ehrlich produzierten und qualitativ hochwertigen Produkte aus der Region sorgen dafür, dass wir Jahr für Jahr mehr Gäste begrüßen dürfen“, sagt LAbg. Christoph Kainz, Bürgermeister Pfaffstätten.

Leichte Anfahrt zur längsten Schank. Um die Genussmeile in vollen Zügen genießen zu können, bietet sich eine Anreise mit der ÖBB-Südbahn, etwa über die nahegelegenen Stationen Guntramsdorf, Gumpoldskirchen oder Pfaffstätten an. Quer durch Baden fährt während der Genussmeile mehrmals am Tag der Genussmeile-Bummelzug, der direkt zwischen dem Bahnhof und den beiden Einstiegspunkten der Genussmeile in Sooß und Pfaffstätten verkehrt. Auch von den Bahnhöfen Traiskirchen (Badnerbahn), Pfaffstätten, Mödling und Gumpoldskirchen (ÖBB) fahren während der Genussmeilezeiten gratis Zubringershuttles. Wer dennoch mit dem Auto zur Genussmeile kommt, kann auf der Weinbergstraße zwischen Gumpoldskirchen und Pfaffstätten, sowie zwischen Baden und Bad Vöslau auf der zweiten Spur parken.

Termin Genussmeile Wienerwald: 10.-11. September 2016 (Samstag ab 14:00 Uhr, Sonntag ab 11:00 Uhr).

Mehr Informationen zur Genussmeile unter:
www.thermenregion-wienerwald.at/genussmeile

Die peruanische Gastronomie feiert weltweit Erfolge

Im Juni wurden erneut die 50 besten Restaurants der Welt gewählt. Das Restaurant Central in Lima unter Leitung von Virgilio Martínez hält sich auf dem vierten Platz, das Nikkei-Restaurat Maido steigt von Platz 44 auf 13 und Astrid & Gastón landet auf Platz 30.

Das britische Magazin Restaurant hat erneut sein jährliches Ranking der 50 besten Restaurants veröffentlicht. Insgesamt sind drei peruanische Restaurants vertreten: Das Central unter Leitung des Starkochs Virgilio Martínez auf Platz 4, das von Mitsuharu Tsumara geführte Maido als Aufsteiger des Jahres auf Platz 13 und Astrid & Gastón von Gastón Acurio auf Rang 30. Drei der fünf südamerikanischen Restaurants im Ranking befinden sich in Peru, zudem ist Peru als einziges lateinamerikanisches Land unter den Top 10 vertreten.

Das Besondere an der Küche des Central ist die Verwendung von Zutaten aus den höheren Lagen des Landes. Die Gerichte nehmen die Gäste mit auf eine Reise, die 20 Meter unter der Meeresoberfläche beginnt und bis auf 4.100 Meter führt. Die kulinarische Reise ist eine Hommage an die Vielfalt peruanischer Zutaten, die in unterschiedlichen Höhenlagen wachsen. Chefkoch Virgilio Martínez hat im Zuge dessen auch die Initiative ‘Mater’ ins Leben gerufen, mit der er quer durch Peru reist, dabei neue Gewürze und Pflanzen entdeckt und mehr über ihre Geschichte sowie die Hintergründe ihrer Produzenten erfährt.

Das Maido zeichnet sich aus durch die kreative Kombination peruanischer und japanischer Aromen. Die geschmackliche Vielfalt entsteht durch die Verwendung verschiedenster Zutaten, die dem einzigartigen und exotischen Reichtum der peruanischen Natur entspringen. Insbesondere Zutaten aus dem peruanischen Amazonasgebiet garantierten dem Genießer ein exquisites Geschmackserlebnis.

Tourismusministerin Magali Silva Velarde-Àlvarez freut sich über die neuerliche Auszeichnung: “Die Wahl unserer Restaurants unter die besten der Welt ist ein Zeichen für die hervorragende Positionierung peruanischer Restaurants. Drei der fünf südamerikanischen Restaurants im Ranking liegen in Peru – ein guter Grund, um stolz auf unsere Küche zu sein sowie ein Ansporn, um uns weiterhin für unsere kulinarische Vielfalt einzusetzen, diese weltweit bekannt zu machen und so alle Produzenten innerhalb der langen, gastronomischen Wertschöpfungskette von dieser positiven Entwicklung profitieren zu lassen.“

www.peru.travel/de

St. Moritz Gourmet Festival 2017

USA – „Discover THE Best from the West“ 30. Januar – 3. Februar 2017

Das St. Moritz Gourmet Festival 2017 lockt mit hochkarätigen Köchen aus den Vereinigten Staaten, die in der letzten Januarwoche Feinschmecker aus aller Welt auf 1’800 m ü. M. vor der grandiosen Kulisse der schneebedeckten Oberengadiner Bergwelt verwöhnen werden.
Die amerikanische Gourmetküche, durch unterschiedlichste Kulturen beeinflusst und geprägt, garantiert beim St. Moritz Gourmet Festival 2017 vom 30. Januar bis 3. Februar unter dem Motto: USA – „Discover THE Best from the West“ eine überraschende Vielfalt an Genusserlebnissen. All diejenigen Feinschmecker, die solch aussergewöhnliche Vielfalt, verbunden mit einer unvergleichlichen Eventkultur, nicht verpassen wollen, sollten sich dieses Datum bereits in der Agenda vormerken!

Die Namen der Spitzenköche aus den Vereinigten Staaten werden im Herbst bekannt gegeben. Bereits garantiert ist: „Feinschmecker erwartet ein kulinarisch spannender Mix hochkarätiger Vertreter aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten im Oberengadin“, so Reto Mathis, Präsident der Event-Organisation. Mit den amerikanischen Spitzenköchen und den ebenfalls mehrfach ausgezeichneten Küchenchefs der Partnerhotels wird das St. Moritz Gourmet Festival 2017 ein gewohnt vielfältiges Eventprogramm bieten: Den genussvollen Auftakt macht das Grand Julius Bär Opening im Kempinski Grand Hotel des Bains, gefolgt von den individuellen Gourmet Dîners und den Gourmet Safaris, der legendären Kitchen Party im Badrutt’s Palace Hotel sowie Tastings, Weinanlässen und weiteren Special Events in den Partnerhotels und Eventlocations. Beim Great BMW Gourmet Finale im Kulm Hotel St. Moritz werden alle Gastköche und Küchenchefs gemeinsam für den fulminanten Abschluss dieser Festivalwoche sorgen.

Den Kreis der langjährigen Partnerhotels, die gemeinsam mit den Eventlocations im Verein St. Moritz Gourmet Festival zusammengeschlossen sind und das Festival ausrichten, ergänzt neu das Vier-Sterne-Superior-Hotel Nira Alpina in Silvaplana-Surlej.
Der Vorverkauf für die Eventtickets startet am 1. Dezember 2016.

www.stmoritz-gourmetfestival.ch

Deutsche schlecken am liebsten zu Hause

Mit den Temperaturen steigt auch die Lust auf Eis. In der
Saison 2016 gibt es wieder eine große Vielfalt an Form,
Verpackungsgrößen und Geschmacksrichtungen. So wird Speiseeis mit
unterschiedlichen Zutaten wie Schokolade- und Walnussstückchen,
Karamellkernen, Erdnüssen im Schokomantel oder Ahornsirup kombiniert.
Immer häufiger kommen Kakao, Früchte und Vanille aus nachhaltiger
Erzeugung zum Einsatz, meldet der Eis Info Service der deutschen
Markeneishersteller. Alternativ kann man ein „Frozen Joghurt“
schlecken, was übrigens aber nicht unbedingt kalorienärmer ist als
Speiseeis.

„Weiße Vanille Maracuja“, „Double Peanut Butter“, „Sanfte
Erdbeere“, „Dolci Cantuccini“ oder „Red Fruit Cookie“ werden
auf den deutschen Markt losgelassen. Die Hersteller haben den
Snacking-Trend aufgegriffen und bieten mehr sogenanntes
„Impulseis“ wie Stieleis, Hörnchen, Sandwiches, Becher und Riegel
an. Generell sind kleine Portionen gefragt. Immer häufiger findet der
Eiskonsum zu Hause statt. Auch hier wird gesnackt mit Multipackungen,
die Minieis am Stiel oder im Hörnchen enthalten. Nur noch jedes
zehnte Eis wird außer Haus gegessen.

Im vergangenen Jahr hat jeder Bürger durchschnittlich 7,9 Liter Eis,
einschließlich Eisdieleneis und Softeis, gegessen. Das entspricht
etwa 110 Kugeln. Im Jahr 2014 lag der Pro-Kopf-Verzehr noch bei 7,6
Litern. Der Marktanteil der Haushaltspackungen (241,8 Mio. l) und der
Mulipackungen (213,5 Mio. l) lag im vergangenen Jahr bei 87 Prozent.
„Impulseis“ hat um 2,5 Prozent zugelegt.

Heike Kreutz, www.aid.de

Berlin BBQ für Genießer

Tagesspiegel Genuss erscheint mit Sommerausgabe

Pünktlich zur Sommersaison erscheint das aktuelle Genuss Magazin zum Thema Grillen und anderen schönen sommerlichen Genuss-Momenten und berichtet über die Vielfalt der Sommerküche. Berliner Genuss Experten verraten, was sie auf den Rost legen und Barbecue-Weltrekordinhaber Josh Jabs verrät, wie man Fisch, Steak, Krustentier und Gemüse einfach besser grillt.

Chefredakteur Kai Röger hat sich mit Schauspielerin Eva Matthes auf ein Glas Wein getroffen und mit ihr über Träume, Skandale und ihre schauspielerische Karriere gesprochen: „Meine Naivität schützt mich vor der großen Angst, die Rollen anzunehmen“, so Matthes.

Weitere Themen im aktuellen Heft sind: Fischeiweiß mit Säure „kaltgaren“ ist nach Sous-Vide- und Niedertemperaturgaren der neueste Küchentrend, der Berliner Spitzenköche beschäftigt.
Zudem berichtet Tagesspiegel Genuss, wie peruanisches Ceviche die Küchen Berlin erobert und nennen die besten südamerikanischen Restaurants der Stadt.

Und wie immer die wichtigsten Neueröffnungen im Genuss-Check, Weinempfehlungen diesmal von der Mosel, Vorschau auf die nächsten „Genuss Menü“-Stationen und alle wichtigen Termine für Genießer.

Tagesspiegel Genuss, das Premium Magazin für gutes Essen und Trinken, zeigt die kulinarische Vielfalt der Hauptstadt auf und blickt hinter die Kulissen der Feinschmecker-Metropole Berlin.

Tagesspiegel Genuss umfasst 68 Seiten und erscheint in einer Auflage von 15.000 Exemplaren. Das Magazin ist ab sofort für 6,50 Euro im Handel erhältlich.

Käsetour im Tennengau im Salzburgerland

Wenn Berge kulinarische Höhenflüge auslösen, ist man im Salzburger Tennengau gelandet. Die Region zwischen der Seenlandschaft des Salzkammerguts und dem Dachstein-Massiv ist bekannt für seine kulinarischen Köstlichkeiten. Dank ihres einzigartigen Heumilchkäses ist sie mit dem Prädikat „Genuss Region für Almkäse“ ausgezeichnet.

Nicht nur Naturfreunde schätzen die wohltuende Landschaft des Tennengau mit naturbelassenen Almen und Wiesen mit würzigen Kräutern. Hunderte von aromatischen Kräutern und Gräsern dienen Kühen als Futter und sind die Grundlage für die schmackhafte, würzige Heumilch – und diese wiederum für den Tennengauer Heumilchkäse. Sieben Tennengauer Almkäsereien stellen hochwertigen, feinsten Almkäse her, der weit über die Grenzen des Tennengau bekannt ist.

Die Vielfalt des Tennengauer Almkäse probiert man am besten direkt auf den Käsealmen oder in den Almkäsereien. Dort erfährt man, wie aus der Milch der würzige Käse hergestellt wird. Im „Fürstenhof“ von Käsermacher Niki Rettenbacher dürfen Gäste täglich um 10.00 Uhr ihren eigenen Bio-Frischkäse herstellen. Wo früher die Stallung der erzbischöflichen Pferde war, wird heute in feinster Handarbeit Käse aus der Milch der Jersey-Rinder gefertigt. Die extrafette Milch der Kühe wird in 36 Käsesorten verarbeitet, die der Käsesommelier Rettenbacher im Hofladen in Puchl mit selbstgemachten Chutneys verkauft.

Eine idealer Anlass, Käsesorten wie Keltengold, Alpenperle, Magdalenenkäse oder Heublumenkäse zu kosten, ist das Tennengauer Almkäsefest am 10. Juli auf der Rottenhofhütte in Annaberg-Lungötz. Das kulinarische Angebot wird mit Volksmusik und Tanz untermalt.

Arrangement: Wandern zu den Käsealmen
3 Übernachtungen inkl. Frühstück beim GenussWirt***, Wanderung zur Loseggalm, Genuss-Gutscheine im Wert von 20 € für die Almkäsejause, Genuss-Menü oder Genuss-Einkauf, Führung durch die Bio-Hofkäserei Fürstenhof, Genussplaner, ab € 150,- pro Person im Doppelzimmer, Buchungszeitraum: bis 30.09.2016

Information & Buchung: Tel. +43 6245/700 50, info@tennengau.com, www.tennengau.com

Markt des guten Geschmacks 2016

Bei der jährlichen Slow-Food-Leitmesse vom 31. März bis 3. April 2016 in Stuttgart steht das bewusste Erleben von Lebensmitteln mit allen Sinnen im Vordergrund. So bietet der Markt des guten Geschmacks – Die Slow Food Messe z.B. Mitmach-Veranstaltungen zum Thema Ganztierverarbeitung und Vielfalt schmecken.

„Beim Markt des guten Geschmacks geht es uns vor allem darum, die Menschen wieder an das Essen und alle damit verbundenen Prozesses heranzuführen. Die Industrialisierung der Lebensmittelindustrie hat zu einer Entfremdung von Mensch und Speise geführt. Viele Verbraucher wissen nicht mehr, auf welcher Weide ‚ihr Steak‘ stand, wie der Bauer das Tier behandelte, womit es gefüttert wurde, oder welcher Metzger wie die Schlachtung vollführte. Das oft fehlende Wissen um die Lebensmittelproduktion und die Speise macht es für viele schwer, ‚gute‘ von ’schlechten‘ Produkten zu unterscheiden“, so Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

Gerade beim Fleisch tragen wir eine große Verantwortung, das Erzeugnis wertzuschätzen, zum Beispiel durch eine möglichst ganzheitliche Verwertung des geschlachteten Tieres – von Kopf bis Schwanz. Die Erzeugung von Fleisch und tierischen Produkten erfordert viel Arbeit, Kosten und natürliche Ressourcen, aber es geht dabei auch um die Würde des für uns geschlachteten Tieres. Bei der Slow Food Messe widmen sich deshalb mehrere Kochwerkstatt-Termine der Ganztierverarbeitung, um zu zeigen, wie man auch weniger edler oder bekannte Teile in leckere Gerichte verwandelt:

Leberknödelsuppe in der Gemüsebrühe – von A – Z selbstgemacht! (K 3): Zwei junge Vollblutgastronomen schlagen mit Produkten vom eigenen Acker eine Brücke zwischen klassischer Kochkunst und zeitgemäßer jahreszeitlicher Ausrichtung. „Herz &Niere“ steht für Respekt vor dem Lebewesen und daher werden ganze Tiere verwendet und verwertet. Christoph Hauser („Herz & Niere“ -das nose to tail Restaurantkonzept in Berlin) wendet hierbei u.a. klassische Konservierungstechniken an und verbindet diese gekonnt mit seiner jahrelangen Erfahrung in der deutschen Spitzengastronomie. (Freitag, 01.04.2016, 11:00 – 12:30 Uhr)

Feines Lammragout aus Bries, Zunge und Keule mit Steckrübe und Kartoffeln (K7): Ursula Hudson und Detlev Ueter kochen ganz traditionell Innereien vom Lamm. Sie wollen mit frischen Innereien von Tieren kochen, deren Leben ein gutes war, die extensiv gehalten und aufgezogen wurden und einen so guten wie nur möglichen Tod hatten. Aus Respekt vor dem Lebewesen wollen Ursula Hudson und Detlev Ueter gezielt das als Köstlichkeit auf den Tisch bringen, was aus dem Repertoire der Zubereitungen verschwindet, weil es nicht mehr geschätzt wird oder weil die Tiere aus industriellen Haltungsformen kommen und damit deren Innereien nicht gut auf den Tisch zu bringen sind. Und die Küchenphilosophie? Sie ist einfach, traditionell. Ziel ist, für Sie erfahrbar zu machen, wie wunderbar Inneren zu verarbeiten sind, wie köstlich sie unsere Mahlzeiten bereichern und abwechseln. (Samstag, 02.04.2016, 13:30 – 15:00 Uhr)

Lamm – ganz oder gar nicht (K 10): Über das Putzen von Artischocken und Innereien bis hin zur Zubereitung von frischer Pasta erleben wir vier traditionelle römische Rezepte. Andrea und Marcello Gallotti bringen in ihr junges Restaurant viel ein: tiefes Wissen und Erfahrungen, die sie in ihrem Studium an der Slow-Food-Universität in Italien erworben haben, ihre Verwurzelung in verschiedensten europäischen Kulturen, die Überzeugung, dass Essen Identität und Freude stiftet, und ihren Ansatz, die Vielfalt der Regionalküchen Europas authentisch erlebbar zu machen. (Sonntag, 03.04.2016, 13:30 – 15:00 Uhr)

Das Zweinutzungshuhn – eine nachhaltige Alternative zu den ausgebeuteten Hochleistungstierrassen der Massentierhaltung – findet wiederum Verwendung in der Kochwerkstatt Caesar’s Salad à la Sonja Frühsammer mit Hähnchenbrust vom Zweinutzungshuhn (K 9): Sie ist die beste Köchin in Berlin und eine der besten bundesweit. Die gebürtige Australierin kreiert aromenreiche Gerichte, die mit verschiedenen Konsistenzen und Geschmacksrichtungen spielen. (Sonntag, 03.04.2016, 11:00 – 12:30 Uhr)

Dass Fleisch nicht unbedingt für ein gehaltvolles und deliziöses Mahl notwendig ist zeigt die vegetarisch ausgerichtete Kochwerkstatt Emmer- Ravioli mit Ziegenfrischkäse, Salbei-Schalotten-Butter und Wasserkressesalat mit Stefan Rottner (K4): Sein Handwerk hat Stefan Rottner in verschiedenen Spitzenrestaurants in Deutschland und der Schweiz erlernt. Regionale Spezialitäten sowie die Kräuter aus dem hauseigenen Garten bilden die Grundlage für seine gehobene und zugleich bodenständige Küche. (Freitag, 01.04.2016, 13:30 – 15:00 Uhr)

Slow Food Messe

Stuttgarter „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“ feiert im Frühjahr zehnjähriges Jubiläum – Rund 500 Genusshandwerker erwartet

Vom 31. März bis 3. April öffnet eine außergewöhnliche Genussmesse in Stuttgart ihre Tore: der „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“. Zum zehnten Jubiläum belegt die Messe zwei komplette Messehallen. Auf insgesamt 21.000 Quadratmetern präsentieren rund 500 Aussteller eine einzigartige Vielfalt regionaler, traditionell handwerklich hergestellter Spezialitäten, die den strengen Qualitätskriterien von Slow Food genügen.

Dies bedeutet insbesondere, dass die angebotenen Produkte gemäß dem Slow Food Motto „gut, sauber, fair“ hohe Ansprüche an Geschmack und Qualität erfüllen. Sie werden in traditionell handwerklicher Art, weitgehend frei von Zusatzstoffen sowie umwelt- und ressourcenschonend hergestellt. Dominieren im Regal heute normalerweise standardisierte Lebensmittel aus industrieller Massenfertigung, so hat der „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“ den kulinarischen Reichtum in- und ausländischer Regionen sowie den unverfälschten Geschmack zu seinem Programm erklärt.

Genussvolles und informatives Rahmenprogramm garantiert
Daneben können sich die Besucher auf ein umfangreiches und genussvolles Rahmenprogramm freuen. Sie erwarten spannende und informative Podiumsdiskussionen, einzigartige Geschmackserlebnisse, die große Vielfalt deutscher Weine in der Vinothek und viele Köstlichkeiten in der Kochwerkstatt.

Ergänzt werden die Klassiker durch die Angebote auf dem „Marktplatz Brauerhandwerk“ sowie dem „Continental Whisky Market“. Auf dem „Marktplatz Brauerhandwerk“ steht „Bier mit regionalen Wurzeln“ im Mittelpunkt. Er ist die Plattform für kleine und mittlere Brauereien, die mit ihrer jährlichen Produktion die Grenze von 100.000 Hektolitern nicht überschreiten und die sich die Bewahrung der traditionellen Braukunst auf die Fahnen geschrieben haben.

Der weltweit einzigartige „Continental Whisky Market“ ist die exklusive Bühne für alle traditionell arbeitenden Whisky-Brennereien des „alten Kontinents“. Whisky-Destillerien des Festlands präsentieren hier ihre Produkte, die aus regionalen Rohstoffen gewonnen wurden. Brennereien, die keinen eigenen Messeauftritt stemmen können, stellen ihre Produkte analog zur seit vielen Jahren etablierten „Vinothek“ in der „Whiskythek“ ein. Ausgebildete Edelbrand- und Whisky-Sommeliers übernehmen dort die Beratung und den Ausschank.

Natürlich warten bei Brauern, Brennern und Winzern auch immer die passenden Seminare, um die Nuancen der einzelnen Produkte zu erschmecken und den Aromen hinterher zu spüren.

Die Übersicht über das vollständige Rahmenprogramm sowie die Möglichkeit zur Buchung der einzelnen Seminare gibt es ab Februar unter: www.messe-stuttgart.de/slowfood/rahmenprogramm