Kaktuswasser und Birkensaft

Energydrinks aus der Natur?

Kokoswasser ist längst vergessen. Heute greifen
Hollywoodstars zu Kaktus- und Birkenwasser, die deutlich weniger
Kalorien haben. Die Pflanzensäfte sollen sehr erfrischend sein und
noch dazu Gesundheit und Schönheit erhalten. Wissenschaftliche
Beweise gibt es dafür allerdings nicht.

Bereits seit Jahrhunderten trinkt man in der mexikanischen Wüste
Kaktuswasser. Das süßlich-zitronige Getränk, wird aus den Früchten
von Feigenkakteen gewonnen, die in kargen Gegenden wertvolle
Wasserspeicher sind. Im Innern der Pflanze sammeln sich Mineralien und
Vitamine wie Vitamin A und C, Magnesium, Eisen, Kalzium und
Omega-3-Fettsäuren. Kaktuswasser ist durch die Säure Taurin, die
auch in Energydrinks enthalten ist, ein natürlicher Wachmacher. Bei
regelmäßigem Genuss soll sogar die Haut straffer werden. Noch ist
das kalorienarme „Wunderwasser“ nicht im deutschen Handel
erhältlich. Das kann aber bei dem derzeitigen medialen Hype nur eine
Frage der Zeit sein.

Alternativ darf es etwas Birkensaft sein, den schon die Wikinger
schätzten. In Skandinavien und Osteuropa hat das „Melken“ der
Birke eine lange Tradition. Der Baum wird nur im zeitigen Frühjahr
angezapft, wenn er den nahrhaften Saft aus den Wurzeln in die Knospen
pumpt. Birkenwasser soll frisch und süß-säuerlich schmecken. Nach
dem Volksmund wirkt er belebend, unterstützt bei der Entgiftung und
lindert Kopfschmerzen. Positive Inhaltsstoffe sind unter anderem
Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Natrium. Der Kaloriengehalt
liegt bei nur 5 Kilokalorien pro 100 ml. Denn die Süße ist auf den
Birkenzucker Xylit zurückzuführen, der nur halb so viele Kalorien
wie gewöhnlicher Haushaltszucker hat. In Skandinavien wird
Birkenwasser nicht nur getrunken, sondern auch zum Süßen von Kaffee
und Müsli verwendet. Wer das Getränk kosten möchte, wird in
ausgewählten Biosupermärkten, Naturkostläden und im Internet
fündig. Es gibt den Baumsaft pur, aber auch aromatisiert. Ganz billig
ist das Modewasser aber nicht. Eine 0,3l-Flasche kostet mindestens
2,50 Euro.

Auch wenn Trends kommen und gehen, der gesündeste Durstlöscher ist
nach wie vor einfaches Wasser aus der Leitung oder Mineralwasser. Und
das garantiert kalorienfrei und kostengünstig.

/Heike Kreutz, www.aid.de

Urlaub in der eigenen Stadt

Heimat als neuer alter Reisetrend: Immer mehr Berliner, Münchner oder Hamburger entdecken ihre eigene Stadt und machen Ferien vor der Haustür. Dieser Trend, der laut Experten in Amsterdam seinen Anfang nahm, hat längst Einzug in deutsche Städte gefunden. In diesem Jahr verbringen laut der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. (FUR) knapp 30 Prozent der Deutschen ihren Urlaub in der Heimat. Davon wählen wiederum ein Drittel deutsche Städte als Reiseziel. Auch bei SecretEscapes.de, dem Online-Portal für bezahlbare Luxusreisen ist dieser Trend erkennbar: Beispielsweise werden überraschend viele Berliner Hotels auf dem Portal von Berlinern gebucht.
Tourismusexperten und Reisepsychologen erklären diesen Trend:
Stefan Menden, Geschäftsführer Deutschland, Österreich und Schweiz von Secret Escapes:
„Ich selbst habe mit meiner Frau schon einen Kurzurlaub in unserem Wohnort Berlin verbracht und war erstaunt, was so ein Tapetenwechsel bewirkt. Relaxen im Spa, rundum versorgt sein und die neue Umgebung des Hotels hat uns komplett den Alltag vergessen lassen. Wir haben unsere Heimat seit langer Zeit wieder einmal aus einer neuen Perspektive kennengelernt und der Sonntagabend fühlte sich so an, als wäre der stressige Montagmorgen noch ganz weit weg.“

Der Tapetenwechsel ohne Reise entspricht dem heutigen Zeitgeist
Prof. Dr. Alfred Gebert, Reisepsychologe für das Luxusreiseportal SecretEscapes.de:
„In Zeiten politischer Unruhen weltweit ist die eigene Stadt emotional sehr sicher. Hier kennt man sich aus, möchte aber auch gerne einmal eine Auszeit vom stressigen Beruf. Der Einzug in ein komfortables Hotel für einen Tag bietet dabei die Gelegenheit, aus dem Alltag auszubrechen. Dazu kommt natürlich echte Freizeit, da man sich beispielsweise auch nicht um den Haushalt kümmern muss.
Alltagsfrust und die To-do-Liste sind schnell vergessen. Und man hat es sich ja auch verdient. Man gönnt sich das Erlebnis eines Kurzurlaubs in der eigenen Stadt, notfalls ist man ja auch sofort wieder an seinem Arbeitsplatz, weil lange Anfahrtswege nicht anfallen. Wenn man dann feststellt, wieviel Neues es zu erleben gibt, dann plant man schon die neue Urlaubsreise in die eigene Heimat. Und freut sich über das Erlebte, von dem nicht alle Freunde etwas erzählen können. Man fühlt sich als kluger Trendsetter.”

Besondere Erlebnisse sind bei einem Urlaub in der eigenen Stadt neben einem schönen Hotel auch von Bedeutung. GetYourGuide bietet hierfür eine große Vielfalt an Touren und Erlebnissen, die neue Seiten der altbekannten Umgebung aufzeigen. Auch die Online-Buchungsplattform für Touren, Ausflüge sowie Tickets für Attraktionen und Museen verzeichnet eine hohe Nachfrage deutscher Nutzer nach Attraktionen in deutschen Städten.

Johannes Reck, CEO und Gründer von GetYourGuide:
„Auch zuhause ist es möglich, Entspannung und Abwechslung zu finden. Dabei ist wichtig, sich aus der bekannten Umgebung zu lösen und sich bewusst für neue Aspekte der Heimat zu entscheiden. Durch die fortschreitende Digitalisierung der Tourismusbranche wird es immer einfacher, auch spontan Aktivitäten zu buchen.“

Deutsche Städte greifen Trend auf
Zahlreiche Städte fördern diesen Trend aktiv. Sie bieten bereits seit mehreren Jahren Aktionen, die die Zielgruppe der Heimaturlauber anspricht. Hierunter beispielsweise München mit der Kampagne „Zu Gast in der eigenen Stadt“ initiiert von der Munich Hotel Alliance oder eine Aktion von Essen Marketing GmbH „ESSEN. Zu Gast in deiner Stadt.“. visitBerlin hat bereits 2010 die Kampagne „Erlebe Deine Stadt“ ins Leben gerufen. Diese fand Anfang des Jahres zum sechsten Mal statt und es nahmen 6.900 Berliner teil. Die Nachfrage steigt: Im Jahr 2010, als die Aktion das erste Mal stattfand, hatten sich 1.000 Gäste beteiligt.

Auszeit in der eigenen Stadt spontan buchbar
Mit Online-Anbietern wie SecretEscapes.de und GetYourGuide ist solch ein Urlaub in der eigenen Stadt auch kurzfristig möglich. www.SecretEscapes.de bietet seinen Mitgliedern wöchentlich eine handverlesene Auswahl an Hotels, bei deren Buchung bis zu 70 Prozent gespart werden kann. Eine passende Aktivität buchen Heimat-Touristen über www.getyourguide.de oder die kostenlose App. Hier finden sich über 27.900 Freizeitaktivitäten weltweit. Mit beiden Anbietern kann eine ganz auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmte Reise zusammengestellt werden.

Fabian Günzel

Mit Hauben kennt sich Fabian Günzel, der deutsche Küchenchef im Restaurant Das Loft des Sofitel Vienna Stephansdom, aus: Nach zahlreichen Stationen in den Topbetrieben der gehobenen Gastronomie entführt der 30-Jährige die Gäste des Loft seit Mai 2015 auf eine kulinarische Weltreise. Seine Kreativität und langjährige Expertise brachten ihm nun den Titel „Newcomer des Jahres“ des Restaurantführer Gault Millau 2016 ein. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung für Fabian und sind stolz, dass seine Kreationen solch tolle Resonanz finden“, zeigt sich Hoteldirektor Alexander Moj begeistert. „Dass wir uns von 12,5 Punkte auf 16 Punkte gesteigert und zwei Hauben haben – das ist eine schöne Leistung, die ohne meinem Team nicht möglich gewesen wäre“, setzt Fabian Günzel fort.

Günzels Küchenphilosophie im Loft steht ganz im Zeichen des kosmopolitischen Stils und lädt zu einer geschmacklichen Reise über die Kontinente ein. Die Gerichte sind international und innovativ, ohne die regionalen Wurzel zu vergessen. Das Restaurantkonzept des „Sharing“ richtet sich an alle, die es kulinarisch gern abwechslungsreich mögen: Die Speisen werden dabei in der Mitte des Tisches platziert und laden zum Teilen und Ausprobieren ein. Alle Gerichte werden aber natürlich auch pro Person angeboten.

www.sofitel.com

Ohne gültiges Ticket erwischt

Tipps für unfreiwillige Schwarzfahrer

Wer Bus oder Bahn ohne ein gültiges Ticket nutzt, wird nun bundesweit mit einem erhöhten Bußgeld von 60 Euro zur Kasse gebeten. Diese Regel gilt aber nicht, wenn Fahrgäste wegen eines defekten Fahrkartenautomaten ohne Ticket unterwegs sind oder ihr Abo-Ticket vergessen haben. „Wer unfreiwillig zum Schwarzfahrer wird, muss die Strafgebühr meist nicht zahlen, wenn er sein Unverschulden nachweisen kann“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW und erläutert im Einzelnen, was je nach Situation auf Ticket- und Abo-Nutzer zukommt:
Defekter Fahrkartenautomat: Fahrgäste brauchen keine Vertragsstrafe zu zahlen, wenn der Fahrkartenautomat oder Entwerter kaputt ist. Sind jedoch andere offene Schalter oder Automaten vorhanden, müssen sie sich an den übrigen Stellen eine Fahrkarte besorgen. Wer umsteigt, muss sich am Umsteigebahnhof um eine Fahrkarte bemühen. Betroffene sollten bei Ärger mit Automat oder Entwerter Uhrzeit, Standort und Gerätenummer der dort angegebenen Störungsstelle melden beziehungsweise notieren und den Defekt sofort dem Zugbegleiter melden.

Vergessene und verlorene Fahrscheine: In einem solchen Fall kommt es auf den Ticketkauf an. Nur ein persönliches Abo, das auf den Namen des Fahrtberechtigten ausgestellt ist, kann beim Verkehrsunternehmen, das die 60 Euro fordert, nachträglich vorgelegt werden. Hierbei wird dann lediglich eine geringfügige Bearbeitungsgebühr fällig. Wichtig: Nach Ablauf der auf dem Zahlschein genannten Frist wird ein nachträgliches Vorzeigen nicht mehr akzeptiert. Bei einem übertragbaren Ticket wird hingegen das volle erhöhte Beförderungsentgelt von 60 Euro verlangt. Dies gilt auch für Einzel- und Mehrfahrtentickets, die vergessen oder verloren wurden.

Unlesbares E-Ticket: Können ein Abo per Chip-Karte oder ein
E-Ticket bei der Kontrolle nicht eingelesen werden, wird ebenfalls ein erhöhtes Beförderungsentgelt erhoben. Wer allerdings innerhalb der Zahlungsfrist nachweisen kann, dass er ein gültiges Ticket hatte, muss nicht zahlen. Fahrgäste sollten sich die Gültigkeit des Tickets vom zuständigen Verkehrsunternehmen bescheinigen lassen und den Nachweis dann dem Verkehrsunternehmen vorlegen, das die 60 Euro verlangt.
Wichtig: Handytickets müssen schon vor dem Einsteigen gekauft werden. Fahrgäste, die ein Handyticket benutzen, sind dafür verantwortlich, dass der Akku geladen und das Ticket auch ohne Internetverbindung vorzeigbar ist.

Falsche und ungültige Tickets: Fahrgäste, die mit einem Fahrschein zum falschen Tarif unterwegs sind, müssen dafür einstehen. Es zahlt sich unter Umständen jedoch aus, beim zuständigen Verkehrsunternehmen um einen Nachlass bei der Strafgebühr zu bitten. Wer beim Ticketkauf unkorrekt informiert wurde, kann dies nur nachzuweisen, wenn ein Zeuge oder der Mitarbeiter am Schalter die Falschauskunft bestätigt. Nach einer Tarifänderung können alte Einzel- und Mehrfachtickets noch während einer Übergangszeit zur Fahrt benutzt werden. Wer darüber hinaus noch mit diesen Tickets unterwegs ist, riskiert hingegen ein erhöhtes Beförderungsentgelt. Wie lange Tickets nach Inkrafttreten der Preiserhöhung noch umgetauscht werden können, erfährt man beim jeweiligen Verkehrsunternehmen. Die aktuellen Preise hängen meist an den Haltestellen oder Bahnhöfen aus.

Reaktion bei Kontrolle: Wird man beim vermeintlichen Schwarzfahren erwischt, haben Kontrolleure wenig Entscheidungsspielraum. Fahrgäste sollten den Strafzettel des Kontrolleurs erst mal annehmen und sich anschließend zur Klärung an das Geld fordernde Verkehrsunternehmen wenden.
Achtung: Nur vor Fahrtantritt und auf keinen Fall mehr während einer Kontrolle kann das Mitfahren auf dem Ticket eines anderen Fahrgastes vereinbart und dem Kontrolleur angezeigt werden.

Einspruch und Prüfung: Gegen ein zu Unrecht verlangtes Beförderungsentgelt kann beim jeweiligen Verkehrsunternehmen Einspruch erhoben werden. Adresse, die einzuhaltende Frist sowie das erforderliche Aktenzeichen stehen auf dem Zahlschein, den der Fahrgast bei der Kontrolle erhält. Wichtig: Der Kontrolltag zählt bei der Frist mit! Lehnt das Verkehrsunternehmen den Einspruch ab, können Fahrgäste ihren Fall von einer Schlichtungsstelle prüfen lassen. In Nordrhein-Westfalen übernimmt dies kostenfrei die Schlichtungsstelle Nahverkehr in Düsseldorf – erreichbar online unter www.schlichtungsstelle-nahverkehr.de

Weitere Infos der Verbraucherzentrale NRW zum unfreiwilligen Schwarzfahren unter www.vz-nrw.de/unfreiwillig-schwarzfahren.

Tim Raue und Tim Mälzer

Am Herd haben sie schon so manche Schlacht geschlagen – doch jetzt stellen sich die beiden Starköche Tim Mälzer und Tim Raue dem kulinarischen Wettkampf ihres Lebens!
Denn in der neuen Kochcompetition „Kitchen Impossible: Mälzer vs. Raue“ (am 23.12. um 20:15 Uhr bei VOX) treten die befreundeten Köche gegeneinander an – unter härtesten Bedingungen. Getrennt voneinander ziehen die beiden in den Kampf – und zwar jeweils in zwei Länder, die ihr Kontrahent für sie aussucht. Für Tim Mälzer geht es in die Schweiz und nach Irland, für Tim Raue nach Polen und Spanien. An ihrem jeweiligen Ziel angekommen, wird ihnen dann von einem ortsansässigen Koch das Lieblingsgericht seiner Stammgäste serviert. Welches das ist und welche Zutaten verwendet wurden, müssen die Köche aus Deutschland dann selbst herausschmecken – und zwar so genau wie möglich! Im Anschluss müssen beide nämlich für diese Spezialität einkaufen. Und dabei sollten sie keine Zutat vergessen! Denn noch am selben Abend gilt es, genau dieses Gericht unter den strengen Blicken des einheimischen Kochs zuzubereiten. Der Erwartungsdruck ist enorm.

Die Juroren sind nämlich die Stammgäste selbst – und die sind bei ihrem Lieblingsgericht natürlich ganz besonders kritisch. Sie bewerten am Ende mit bis zu 10 Punkten, wie gut es ihnen geschmeckt hat. Welcher Koch bei diesem Wettstreit um Ruhm und Ehre am besten abgeschnitten hat, erfahren Tim Mälzer und Tim Raue aber erst nach ihrer Rückkehr. Denn dann werden die Bewertungskarten auf den Tisch gelegt – und erst dann ist klar, welcher der beiden Starköche aus der „Kitchen Impossible“ als Sieger hervorgeht.

23.12.14, 20:15 – VOX

Claus-Peter Lumpp

Claus-Peter Lumpp wurde in Baiersbronn ausgebildet und hat bei namhaften Köchen gearbeitet. Dazu gehören u.a. Heinz Winkler, Tantris
und Eckart Witzigmann, in der legendären „Aubergine“. Nicht zu vergessen: Alain Ducasse. Küchenchef im Restaurant Bareiss ist er seit 1992.

Er versteht es, seine Gäste zu beeindrucken. Mit großem Einfallsreichtum überrascht er sowohl handwerklich aber auch mit Fantasie und kreativen Ideen.
Er spielt mit Temperaturen und Texturen. Die Aromenbilder sind manchmal differenziert und feinfühlig, dann wieder kräftig und wuchtig. Immer ist die Produktqualität vorbildlich.

Die Amuse Bouches sind, wie immer, sehr interessant und geschmacklich beeindruckend.

Kartoffeln, Kapern, Meerrettich, Meerrettichschaum.
Intensiv, würzig und leicht.

Gebratenes Filet von Rascasse und Kohlrabicreme.
Die sehr feine Kohlrabicreme umschmeichelt den Fisch zart, sahnig und leicht.
Auf die Bezeichnung „leicht“ greife ich deshalb zurück, da Lumpp gerne auch üppig vorträgt, mit markanter Zugeneigtheit zur Reichhaltigkeit.

Rascasse, der Große Rote oder der Braune Drachenkopf schwimmt auch gerne in der Bouillabaisse. Diese Kreation kann man sich durchaus als regulären Gang im Menü vorstellen.

À la carte ist bei mir nach dem Genuss vieler Menüs wieder in den Blickpunkt geraten. Gerade bei der freien Auswahl der Speisen zeichnen sich so manche Köche besonders aus.
Eine herausragende Qualität legt dabei Pierre Gagnaire an den Tag, wie ich früher schon berichtet habe. Doch auch Claus-Peter Lumpp zeigt gerade hier besondere Fähigkeiten.

Terrine von marmorierter Gänseleber mit gesalzenem Karamell und Portwein
Crème Brulée mit Gänseleberschnee
Gänseleberschaum mit Kakaobohnen Streusel und Eis
Gebratene Leber mit Gänselebermaccaron und altem Balsamicoessig.
Brioche.

Die Variationen der Gänseleber sind von außerordentlicher Qualität. Textur und Akkorde sind kaum zu übertreffen. Hinzu kommt, dass Lumpp nicht mit Probierhäppchen aufwartet,
sondern Gelegenheit gibt, intensiv zu genießen und der Aromenfülle nachzuspüren und genüsslich auszukosten. Die komplette Präsentation zeigt neben den handwerklichen Großtaten der Küche auch eine zeitgemäße Umsetzung auf.

Besonders beeindruckt hat mich die gebratene Leber, die in Koalition mit dem süß-saueren Balsamicoessig für langen Nachhall sorgt.

Reh aus der Bareiss Jagd
Rehrücken mit Wildaromaten gebraten, auf Steinpilzpüree mit Wacholderglace.
Steinpilzrisotto mit geschmorter Schulter.
Rehkeule im Gewürzsud pochiert auf Steinpilzen à la Crème, Steinpilzflammkuchen mit geräuchertem Rehfilet.
Der opulente Gang ist aromatisch sensibel abgestimmt. Die Wacholderglace ergänzt vortrefflich und nimmt dem Umami-Aroma des Rehrückens die Wucht.
Eleganter präsentiert sich die geschmorte Schulter mit Steinpilzrisotto.
Die dritte Variation zeigt sich als wahres Feuerwerk an Aromen.
Außergewöhnlich!

Den ungekürzten Bericht finden Sie wie immer auf der Homepage des Berliner Foodbloggers Bernhard Steinmann:
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Wie bekomme ich einen Tisch im Eleven Madison Park?

Bei Küchenchef und Mitinhaber Daniel Humm geht es schweizerisch korrekt zu. Jeder, der ein wenig plant, kann einen der begehrten Tische bekommen.

28 Tage bevor man dort essen gehen möchte, ruft man ab 9 Uhr Ortszeit Mandy Laterveer vom Eleven Madison unter der Nummer 001-212-889-0905 an und reserviert. Wenn man durchkommt. Sonst weiter probieren. 9 Uhr New Yorker Zeit ist 15 Uhr unserer Zeit.
Wir hatten einen Alarm gestellt und dann ging die Reservierung ganz problemlos. Es wird eine Kreditkarte benötigt. Man bekommt einige Emails vor dem Termin mit diversen Hinweisen.
Man darf bis zu 48 Stunden vorab stornieren, spätere Storni oder einfach nicht kommen werden mit 125 $ pro Person berechnet.

Wenn man nun die Reservierung vergessen hat, kann man sich auf eine Warteliste setzen lassen indem man bei Mandy anruft. Wenn jetzt jemand storniert, bekommt man einen Anruf und der Tisch wird angeboten. Dazu braucht man eine lokale Telefonnummer.
Wir kauften bei AT&T eine SIM Karte mit Internet. Für einen relativ kleinen Aufpreis kann man inkl. nach D telefonieren.

Es gibt keine Kleiderordnung im Eleven Madison, aber wie Maitre Kevin Kessler sagt, tragen die meisten Herren ein Jackett. Man ist casual chic in der „Dining Hall“.

Es gibt nur ein Menü, das kostet 225 US$ + Tip (angemessen sind 50 $ pro Person – Amis geben auch mehr, aber nicht weniger!)

Das Restaurant hat jeden Tag geöffnet, es gibt zwei Schichten. Humm ist fast immer da. Lunch gibt es von 12 bis 13 Uhr (Ankunfstzeit) Donnerstag, Freitags und Samstags. gehen Sie mit Ihren Kindern hin, die werden es auch mögen! Aber vergessen Sie nicht ein iPad oder ähnliches Unterhaltungsprogramm in den Pausen!
Abendessen wird täglich ab 17.30 Uhr bis 22.00 Uhr (Ankunftszeit) serviert, es gibt also bis zu drei Seatings am Tag.

P.S.: Wenn Sie kein Weinliebhaber sind, Sie können auch bei im Elven Madison Park ein Bier trinken, ab acht Dollar die Flasche Pilsner. Sie können aber auch ein Schneider Bockbier für 105 $ oder spezielle flämische Biere für 150 $ (0,7l) ordern. Es gibt fast alles, Kölsch, Weisse, Hefweizen und viele internationale Biere.
Die Bierliste ist wirklich eindrucksvoll: http://chroma.elevenmadisonpark.com/pdfs/beer_list.pdf

Lesen Sie von unserem Besuch im Sommer 2013: www.gourmet-report.de/artikel/344512/Eleven-Madison-Park.html

High Line New York

Wo gibt’s denn so was: Ein Park auf Stelzen mitten im Hochhausgetümmel! In New York gibt’s das: die High Line. Auf einer ehemaligen Güterbahntrasse im Südwesten Manhattans, die 1980 stillgelegt wurde, entstand sozusagen im dritten Stock, in gut zehn Metern Höhe ein 2,3 km langer, schmaler Park mit Bäumen, Büschen und Blumen, mit Bienen, Vögeln und Käfern, mit Bänken und Liegen und mit einer Sicht auf die Stadt und den Hudson, auf Häuser, Menschen und Autos, die wirklich einmalig ist.

Die Geschichte der High Line beginnt 1832, als noch Pferde die Züge durch New Yorks Straßen zogen. Damals ließ man Schienen in der 10.,11. und 12. Avenue verlegen, um Waren quer durch Manhattan zur Südspitze zu bringen. Im Laufe der Jahre nahm der Verkehr so stark zu, dass Reiter, die West Side Cowboys, engagiert werden mussten, die mit roter Fahne oder nachts mit roter Laterne warnend vor den Zügen ritten. Trotzdem kam es immer wieder zu schweren Unfällen – die 10. Avenue wurde sogar „Death Avenue“ genannt -, und so beschloss man, ein Viadukt aus Stahlträgern zu bauen und die Züge darauf fahren zu lassen. 1934 wurde die High Line eingeweiht und diente 46 Jahre lang jeder Art von Waren als Transportweg. 1980 kam das Aus – angeblich wurden im letzten Güterzug Thanksgiving-Truthähne transportiert.

Bald waren findige Investoren und auch die Stadt der Meinung, die High Line müsse abgerissen werden, damit Platz für neue Apartmentblocks und Wolkenkratzer geschaffen werde. Dagegen protestierten die Anwohner, die die wuchernde Wildnis auf der High Line schnell als Kleinod erkannt hatten. Der Verein „Friends of the High Line“ wurde gegründet, sammelte Geld und prominente Unterstützung – zum Beispiel von den Schauspielern Edward Norton und Kevin Bacon und der Modedesignerin Diane von Fürstenberg – und erreichte, dass schließlich ein renommiertes Architektenbüro und der holländische Gartenbaumeister Piet Oudolf sich der High Line annahmen.

So kann man nun heute von der 30th Street in Chelsea neunzehn Blocks gen Süden bis in den Meatpacking District mal auf Steinfliesen, mal auf Holzbohlen wandeln. Vorbei geht es an spektakulärer Architektur wie etwa den „London Terrace Apartments“ (zwischen 23th und 24th Steet und 9. und 10. Avenue), einem gigantischen Apartmentblock von 1930 mit sagenhaften 1670 Wohnungen, die damals als die luxuriösesten der Welt galten. Oder am „HL23“ (High Line und 23th Street), dem Apartmenthaus des Architekten Neil Denari aus Los Angeles, das 2010 entstand. Es ist oben breiter und tiefer als unten, wächst also quasi über die High Line hinaus. Das erste Haus, das Frank Gehry in New York 2007 für den Medienmogul Barry Diller baute, steht an der 18th Street, das „IAC Building“ mit spektakulärer Glasfront. Und nicht zu vergessen „The Standard Hotel“ (zwischen 12th und 13th Street), das 2009 bewusst passend zur High Line entworfen wurde und von weitem wie ein gigantisches aufgeschlagenes Buch aussieht. Der Blick aus den 300 Räumen und von der Dachterrasse ist ziemlich grandios.

Aber ein Park wäre natürlich kein Park, gäbe es nicht auch jede Menge Pflanzen. Oudolf hat ganze Abschnitte mit unterschiedlichen Gräsern bepflanzt, die leise im Wind wispern. An anderen Stellen versperren mannshohe Bäume den Blick in private Fenster, oder Büsche blühen in allen Farben. Mal hängt ein würziger Duft über dem Weg, mal rankt Clematis eine Wand hinauf. Und überall Schmetterlinge und Bienen, kleine Singvögel und große Möwen. Jetzt haben Sie bestimmt gerade vergessen, dass wir mitten in Manhattan sind.

Zweimal sollte man die Highline bei jedem noch so kurzen New York-Trip bestimmt besuchen. Das zweite Mal muss abends sein, wenn die Skyline strahlt und die Freiheitsstatue in der Ferne in Licht getaucht ist. Die High Line selbst hat eine dezente Beleuchtung, gerade hell genug für einen sicheren Tritt, aber schön geheimnisvoll. Das ist mindestens so aufregend wie der obligate Gang über die Brooklyn Bridge.

Und wenn Sie dann so richtig glückselig in der Gansevoort Street die Treppe herunter steigen, dann sollten Sie sich ein Dinner im „Spice Market“ (403 w 13th Street) gönnen. New Yorks bekanntester Koch Jean-Georges Vongerichten serviert in sehenswertem Ambiente ein „Tasting Menu“. KuNo-KulturNotizen

Stefan Meyer

Dass man in der Pfalz vielerorts gut essen kann, ist allseits bekannt. Im beschaulichen Weinort Leinsweiler, direkt an der Deutschen Weinstraße, verwöhnt seit knapp einem Jahr das Restaurant „Zum Feuerstein“ seine Gäste. Hier ist der Name Programm, denn viele Stammgäste kommen vor allem wegen der exzellenten Steakgerichte vom Lavagrill.

Die ländlich-adretten Gaststuben vermitteln eine freundlich-warme Atmosphäre. Die Begrüßung ist herzlich. Auch ohne vorherige Reservierung bekommen wir einen schönen Tisch. So fühlt man sich doch gleich beim Betreten des Hauses wie heimgekehrt zu guten alten Freunden.

Die Speisekarte bietet ein recht umfangreiches Potpourri, das von bodenständig bis anspruchsvoll reicht, in allen Fällen aber eher klassisch daherkommt. Auf die Saison nimmt Küchenchef Stefan Meyer ebenso Rücksicht wie auf die entsprechend individuellen Garzeiten der verwendeten Viktualien. Sehr gut in Erinnerung blieb das butterzarte „Rancho- Entrecôte“ mit Speckbohnen im Westernstyle und Kräutertagliatelle. Aber auch Gerichte wie Pfälzer Landschweinfilet mit Champignonrahmsauce und Bratkartoffeln oder das „Leinsweiler Flammen Steak”, welches flambiert auf einer Steinplatte serviert wird, überzeugen durch die bemerkenswerte Fleischqualität. Das Fleisch bezieht man von der Firma Buchter in Kuppenheim, ein Betrieb, der bereits fünfter Generation geführt wird und erstklassige Produkte liefert. So unterscheiden sich beispielsweise die US-Filetsteaks vom Black Angus, für den Genießer deutlich schmeckbar, von den Massenprodukten üblicher Anbieter. Auch bei Wild setzt Stefan Meyer ausschließlich auf hiesige Jäger. Wer jedoch auf Fleisch gänzlich verzichten möchte, kann aus einem guten Angebot an vegetarischen Gerichten wählen.

Und nicht zu vergessen: Die äußerst fair kalkulierte Weinkarte präsentiert erlesene Tropfen von heimischen Winzern, z.B. vom benachbarten Weingut Schunck oder vom Weingut Meßmer aus Burrweiler. An der Gästefront wirkt Jasmin Großmann – stets präsent, fürsorglich und kompetent. Besonders nett sitzt man an lauen Sommerabenden im windgeschützten, mediterran gestalteten Innenhof. Der hauseigene Festsaal bietet für diverse Gelegenheiten wie Firmen- oder Familienfeiern Platz für bis zu 70 Personen.

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse unserer Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

www.zumfeuerstein.de

Vergissmeinnicht beim Kofferpacken! Was kommt mit, was bleibt liegen?

Das Online-Reiseportal Opodo befragte rund 1000 Reisende in Deutschland, England, Frankreich und Italien, welche Dinge sie auf dem Weg in den Urlaub schon einmal vergessen haben.

Wer kennt diese Situation nicht: Während der Fahrt zum Flughafen oder Bahnhof geht man in Gedanken noch einmal durch, ob man an alles Wichtige gedacht hat. Portemonnaie, Tickets, Reisepass, Gepäck?

Am häufigsten mussten die Urlauber bereits wegen ihres Reispasses umkehren: 12,2 % der Franzosen ließen ihn zu Hause liegen. Dicht gefolgt von den Italienern, hier vergaßen 11,8% aller Befragten dieses wichtige Dokument. Bei den Deutschen waren es immerhin rund 10%, die deswegen noch einmal umkehren mussten. Die Engländer waren in diesem Zusammenhang am wenigsten vergesslich: nur 7,8% haben ihren Reisepass schon mal vergessen.

VergissmeinnichtNachdem man nun vermeintlich alles dabei hat, beginnt die Reise. Mit dem Flugzeug oder Zug geht es in den wohlverdienten Urlaub, man lässt den Alltag hinter sich und kommt voller Vorfreude auf die Erholung am Urlaubsort an. Doch beim Auspacken im Hotel der Schreck…

In der Hektik der Reisevorbereitungen haben bereits 52,9% der Italiener, 38,6% der Franzosen, 37,8% der Engländer und 29,9% der Deutschen ihre Zahnbürste im heimatlichen Badezimmerschrank liegen gelassen. Damit ist die Zahnbürste der offiziell am häufigsten vergessene alltägliche Gebrauchsgegenstand in Europa!

Doch es gibt ja auch noch andere, etwas privater Gegenstände, auf die die Reisenden, sollte man zumindest meinen, selbst im Urlaub nicht verzichten können…

Unsere europäischen Nachbarn sind hier in Sachen Verhütungsmittel am vergesslichsten, wie sie Opodo verrieten: 19% der Franzosen, knapp 12% der Italiener und immerhin noch 7,8% der Engländer mussten hier unfreiwillig umdisponieren. Bei den Deutschen waren es immerhin noch 6,5%, allerdings wurde ein anderer, deutlich schwerer zu ersetzender Gegenstand am häufigsten zu Hause in Deutschland liegen gelassen: 7,5% aller Deutschen haben bereits ihre Kontaktlinsen oder die Brille zu Hause vergessen und konnten sich von Ihrer Umgebung im Urlaub leider nur ein sehr verschwommenes Bild machen.

Doch die Befragten haben der Vergesslichkeit den Kampf angesagt, die Herangehensweise dabei ist jedoch unterschiedlich: 82,4% der Italiener, 46,2% der Franzosen und 33,6% der Deutschen wollen in Zukunft eine eigene Checkliste führen, auf der die Dinge, die sie schon einmal vergessen haben, ganz besonders hervorgehoben werden. Die Franzosen gehen die Sache lieber anders an: Hier haben sich 43,8% der Reisenden fest vorgenommen, in Zukunft mindesten drei Tage vor Antritt der Reise mit dem Packen zu beginnen und so dem spontan einsetzenden Gedächtnisschwund ein Schnippchen zu schlagen.