Beim Ferienjob gesetzlich unfallversichert

Viele Schüler und Studenten nutzen die Ferien, um als Aushilfen in Betrieben ihre Finanzen aufzubessern. Beliebt sind zum Beispiel Jobs in Hotellerie und Gastronomie. Wie steht es mit dem Versicherungsschutz während des Ferienjobs? Hier gilt ganz klar: Wie alle anderen Beschäftigten des Betriebes stehen Ferienjobber unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Damit gelten für sie auch die selben Regeln:
Hat ein Ferienjobber bei der Arbeit oder auf dem Weg zwischen Wohnung und Arbeits- stätte einen Unfall, dann ist für ihn der sogenannte „Durchgangsarzt“ (D-Arzt) die erste Anlaufstelle. Bundesweit stellen rund 3.500 unfallmedizinisch eigens qualifizierte Chirurgen und Orthopäden in medizinisch-technisch besonders ausgestatteten Einrichtungen nach einem Unfall die bestmögliche medizinische Erstversorgung sicher und entscheiden über die weitere Behandlung.
Und auch bei Aushilfen muss der Unternehmer einen Arbeitsunfall nach spätestens drei Tagen der Berufsgenossenschaft melden. Denn hier laufen alle Informationen über den Stand des Heilungsprozesses und die eingeleiteten Maßnahmen ein. Die BG steuert das Heilverfahren und trägt alle finanziellen Lasten, die durch Heilbehandlung oder sonstige Ansprüche aus dem Arbeitsunfall entstehen. Die Berufsgenossenschaft kümmert sich wenn notwendig auch um die Rehabilitation und Wiedereingliederung.

Zur D-Arzt-Suche: http://lviweb.dguv.de

Tipps zum Silvesterabend

Sicher ins neue Jahr: Tipps zum Silvesterabend

Damit es beim bevorstehenden Jahreswechsel nicht durch eventuelle Unachtsamkeiten zu schlimmen Unfällen oder Schäden kommen kann, möchte der Schadenverhütungsexperte der Grundeigentümer-Versicherung, Andreas Hackbarth, einige Gefahrenquellen aufzeigen.

Fondue-Topf, Raclette-Gerät und Co.

Ob nun Fondue oder Raclette, beides lässt sich für eine Silvesterparty gut vorbereiten und ist sehr gesellig. Doch leider sind diese Geräte nicht ungefährlich. Beim Kauf eines Raclette-Gerätes sollte auf eine ausreichende Hitzeregulierung, Kontrollleuchten bei Inbetriebnahme und eine gute Isolierung geachtet werden, sonst kann es bereits beim Anfassen der Grillpfannen zu Verbrennungen kommen. Nach Ingebrauchnahme nicht nur die Hitzezufuhr stoppen, sondern lieber auch den Stecker ziehen. Vorsicht bei der Nutzung von Fondue-Töpfen. Kippt der Topf, kann die heiße Flüssigkeit (meist Öl, Brühe, Käse oder Schokolade) starke Verbrennungen verursachen. Eine zusätzliche Gefahr können Brennpasten darstellen. Diese sind von Kindern fernzuhalten.

Experten-Tipp: Nehmen Sie Sicherheitsvorkehrungen nicht auf die leichte Schulter. Am Besten bereits unter das Tischgerät eine hitzebeständige Unterlage legen und Stromkabel so verlegen, dass sie nicht zur Stolperfalle werden. Bevor das Gerät wieder verpackt wird, gut abkühlen lassen und reinigen. Falls ein Brand entsteht, nur mit einer Decke das Feuer löschen. Besonders heiße Öle reagieren extrem auf Wasser, da dieses explosionsartig verdampft und das dabei herausspritzende Fett nicht nur für schwere Verletzungen sorgt, sondern sich auch entzünden kann.

Feuerwerkskörper

„Leider wird die Wirkung von Feuerwerkskörper häufig unterschätzt,“ weiß Andreas Hackbarth, „deshalb passieren jedes Jahr zahlreiche Verletzungen.“ In besonders schlimmen Fällen können sogar Gliedmaße durch die Sprengkraft abgetrennt werden. Deshalb sollten auf jeden Fall die Gebrauchs- und Altershinweise gelesen und beachtet werden. Auf ungeprüfte Böller, Raketen und Knallfrösche ist generell zu verzichten. Diese explodieren sehr unkontrolliert und Querschläger können ebenfalls schwere Verletzungen verursachen. Außerdem sollten in der Silvesternacht Fenster und Türen geschlossen gehalten werden, damit keine Raketen in den Wohnraum eindringen und dort beispielsweise einen Brand verursachen. Brennbare Gegenstände lieber von Balkonen und Terrassen entfernen.

Experten-Tipp: Kommt es zu einer Verletzung oder einem Brand, heißt es vor allem Ruhe bewahren. Verbrennungen mit Wasser kühlen (bis der Schmerz nach lässt), bei offenen Wunden, diese nicht kühlen, sondern versorgen und natürlich den Rettungsdienst rufen. Kleine Brände eigenständig löschen, wenn der Brand bereits außer Kontrolle geraten ist, unbedingt die Feuerwehr unter 112 rufen.

Versicherungsfrage

Kommt es zu einem Feuer und wird dadurch das Wohnungseigentum beschädigt oder zerstört, kommt die Hausratversicherung zum Tragen. Bei Schäden am Gebäude, die jeweilige Wohngebäudeversicherung. Wird der Schaden nicht in den eigenen vier Wänden, sondern bei Dritten verursacht, hilft die Privathaftpflichtversicherung weiter. Passieren Verletzungen in der Freizeit, die eine Invalidität zu Folge haben, kommt die gesetzliche Unfallversicherung nicht für die finanziellen Folgen auf. Diese zahlt nämlich nur, wenn sich der Unfall auf dem Hin- oder Rückweg bzw. während der Arbeit ereignet. Geschieht der Unfall nun außerhalb dieses Zeitrahmens, ist derjenige im Vorteil, der eine private Unfallversicherung abgeschlossen hat.

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Versicherungsschutz beim Wintersport

Nur mit Unfall- und Haftpflichtversicherung auf die Piste

Jedes Jahr verunglücken in Deutschland 60.000 Wintersportler. Die Stiftung Warentest empfiehlt Ski- und Snowboardfahrern deshalb eine private Unfallversicherung. Sie übernimmt die Kosten für die Bergung eines Verunglückten und bietet finanzielle Absicherung im Falle von Invalidität nach einem Unfall. Außerdem sei eine private Haftpflichtversicherung für Schäden, die man anderen zufügt, und im Ausland eine Reisekrankenversicherung für den Rücktransport notwendig, heißt es in der Februar-Ausgabe von FINANZtest.

Private Unfallversicherungen mit einer Versicherungssumme von 100.000 Euro gibt es ab 100 Euro pro Jahr. Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat, benötigt diesen Schutz nicht. Auslandsurlauber sollten eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abschließen. Die gibt es für unter 10 Euro Beitrag im Jahr. Die gesetzliche Krankenversicherung bezahlt für einen Krankenrücktransport aus dem Ausland nie.

Verursacht ein Skifahrer einen Unfall auf der Piste, ist er für die Folgen verantwortlich. Verletzt er dabei einen Menschen schwer, können Kosten in Millionenhöhe auf ihn zukommen. Dieses Risiko lässt sich mit einer privaten Haftpflichtversicherung absichern, die nicht nur im Winterurlaub, sondern in allen Lebenslagen unerlässlich ist.

FINANZtest prüfte auch die Versicherungspakete, die der Deutsche Alpenverein (DAV) und der Deutsche Skiverband (DSV) ihren Mitgliedern anbieten: Das Paket des DAV eignet sich aufgrund seiner weltweiten Deckung von Bergungskosten bis zu 25.000 Euro für Wintersportler, die den Urlaub in anspruchsvollen und abgelegenen Skigebieten verbringen. Bei den Angeboten des DSV sind die Deckungssummen der Unfall-, Kranken- und Haftpflichtversicherung zu niedrig. Interessant für Wintersportler, die ihre Ausrüstung versichern wollen, ist höchstens die enthaltene Sportgeräteversicherung. Der ausführliche Bericht findet sich in der Februar-Ausgabe von FINANZest oder im Internet unter www.test.de .

Neurodermitis bei Kindern erfolgreich behandeln

Neurodermitis muss kein Dauerschicksal sein. Vor

allem bei Kindern bessert sich die Hauterkrankung, wenn sie älter

werden. Die richtige Pflege kann die Abheilung unterstützen. Darauf

weisen Bestseller-Autorin Hera Lind und die Präventionskampagne Haut

der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung zum Hauttag am 9.

Mai hin.

Experten zufolge leiden mehr als drei Millionen Menschen in

Deutschland unter Neurodermitis. Besonders häufig tritt die

anlagebedingte Hauterkrankung bei Kindern auf: Bereits jedes zehnte

Kind im Vorschulalter hat mit den schuppigen, juckenden Hautstellen

zu kämpfen. „Etwa 80 Prozent der erkrankten Kinder haben es mit einer

leichten Neurodermitis zu tun“, erklärt Prof. Dr. Dietrich Abeck,

niedergelassener Dermatologe aus München. „Wer in diesem Fall die vom

Dermatologen empfohlene Hautpflege regelmäßig anwendet, kann die

Krankheit erfolgreich besiegen.“

Bestseller-Autorin Hera Lind kann das bestätigen: Ihr erster Sohn

Florian erkrankte bereits als Säugling an der chronischen

Hauterkrankung. Mittlerweile hat der 17-Jährige die Neurodermitis in

den Griff bekommen, „mit Vernunft und Willensstärke“, wie Lind sagt.

Betroffene leiden jedoch nicht nur unter der Krankheit, sondern auch

unter der damit einhergehenden Stigmatisierung. Betroffenen Eltern

rät Hera Lind daher offen mit der Krankheit umzugehen – auch um

Missverständnisse zu vermeiden. Denn Neurodermitis ist nicht

ansteckend. „Man sollte sich nicht im Schneckenhaus verkriechen –

lieber auf die anderen Mütter zugehen und ihnen die Sache erklären.

Kinder lernen sehr schnell, einander mit allen Besonderheiten zu

akzeptieren, solange man kein Tabu-Thema daraus macht“, so Lind.

Hintergrund: Neurodermitis
Das Risiko, an Neurodermitis zu erkranken, wird durch verschiedene

Faktoren bestimmt. Wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass die

Krankheit familiär gehäuft vorkommt. Vererbt wird die Neigung zu

einer übermäßigen Abwehrreaktion des Immunsystems.

In mehr als der Hälfte der Fälle tritt Neurodermitis bei Kindern

bereits im Säuglingsalter auf. Erstes Zeichen kann der sogenannte

„Milchschorf“ sein, eine Rötung und Schuppenbildung an der Kopfhaut

und den Wangen des Säuglings. Später zeigt sich Neurodermitis vor

allem als extreme Trockenheit der Haut an Arm- und Kniebeugen,

Gesicht und Hals, die mit quälendem Juckreiz einhergeht.

Besonders Kindern fällt es schwer, die Haut an den trockenen

Stellen nicht aufzukratzen. Geschieht dies, sind weitere Entzündungen

die Folge. Drei einfache Tricks schaffen erste Abhilfe:

– Ablenkung schaffen durch körperliche Aktivität bei Sport und

Spiel oder durch entspannende Musik,
– Alternativen zum Kratzen einüben, etwa die juckende Hautpartie

nur drücken und kneifen oder kalte Packungen auflegen,
– auf kurze und saubere Fingernägel achten, um Entzündungen

vorzubeugen.

Präventionskampagne Haut zum bundesweiten Hauttag am 9. Mai Die

Präventionskampagne Haut ist eine gemeinsame Aktion von gesetzlicher

Kranken- und Unfallversicherung. Unter dem Motto „Deine Haut. Die

wichtigsten 2qm Deines Lebens.“ werben rund 120 Krankenkassen und

Unfallversicherungsträger gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern

des öffentlichen Lebens dafür, das größte Organ des Menschen zu

schützen. Dabei ist auch der Bundesverband der Deutschen Dermatologen

(BVDD), der in Kooperation mit anderen Organisationen den

bundesweiten Hauttag am 9. Mai initiiert. Inhaltliche Schwerpunkte an

diesem Tag sind die Hautkrebsvorsorge sowie berufsbedingte

Hauterkrankungen.

Wer zahlt bei einem Skiunfall?

Wer in den Skiurlaub fährt, sollte auf einen ausreichenden Versicherungsschutz achten, rät die AK. „Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt bei einem Skiunfall lediglich die Kosten der medizinischen Behandlung“, sagt AK Konsumentenschützer Thomas Eisenmenger. Darüber hinaus bietet eine klassische Reiseversicherung oder eine private Unfallversicherung entsprechenden Schutz. „Prüfen Sie zuerst, ob Risiken des Skifahrens nicht bereits durch eine bestehende Versicherung oder Kreditkarten abgedeckt sind“, rät Eisenmenger.

Klassische Reiseversicherungsprodukte bieten einen umfassenden Schutz für alle Familienmitglieder. Auch die medizinischen Leistungen sind sehr umfangreich.

Kreditkarten bieten einen eingeschränkten Schutz. „Es gibt oft nur einen Versicherungsschutz, wenn die Kreditkarte in den letzten Monaten vor Reiseantritt benutzt oder die Reise damit bezahlt wurde“, erklärt Eisenmenger. Einzelne Leistungen gelten nur für den Karteninhaber und nicht für Mitreisende. Lücken müssen daher mit Zusatzversicherungen abgedeckt werden.

Schutzbrief oder Sicherheitspass der Autofahrerclubs bieten ebenfalls nur begrenzten Schutz. So müssen die angebotenen Versicherungssummen für den Fall ambulanter oder stationärer Behandlungen oder bei häufig vorkommenden Urlaubsunterbrechungen eingehend geprüft werden.

Wer beispielsweise so schlimm stürzt, dass er von der Piste mit einem Hubschrauber abtransportiert werden muss, dem kann das ohne hinlänglichen Versicherungsschutz teuer kommen. Diese Kosten übernimmt eine klassische Reise- genauso wie eine private Unfallversicherung. Bleiben durch den Unfall dauerhafte Schäden zurück oder wird der Verunglückte zumindest teilweise arbeitsunfähig, zahlt nur eine private Unfallversicherung eine Rente.

Wenn jemand etwa eine andere Person beim Wintersport verletzt oder seine Sachen beschädigt, ist er zum Schadenersatz verpflichtet. Damit der Schädiger nicht in den finanziellen Ruin gestürzt wird, braucht er eine Haftpflichtversicherung. Eine Haftpflichtversicherung ist Bestandteil der Haushaltsversicherung, aber auch einer Reiseversicherung oder eigenen Haftpflichtversicherung.

Eisenmenger warnt davor, „sich nur auf die Versicherung zu verlassen und Pistenregeln zu brechen.“ Die Versicherung zahlt nichts, wenn der Unfall oder Schaden vorsätzlich verursacht wurde oder auf Grund einer beeinträchtigten psychischen Leistungsfähigkeit durch Alkohol, Suchtgifte oder Medikamente.

Fettbrände können gefährlich werden!

Dass fettiges Essen dick macht, wissen wir schon längst. Weniger bekannt ist, dass Fett auch zu schweren Brandverletzungen führen kann, zum Beispiel durch Fettbrände. Was Fettbrände sind und wie beim
alltäglichen Kochen gefährliche Situationen entstehen, schildert
Susanne Woelk von der „Aktion DAS SICHERE HAUS“:

„Zum Beispiel, wenn auf dem Herd eine Pfanne mit heißem Fett steht,
das Telefon klingelt, man geht ganz schnell hin und vergisst, die
Pfanne vom Herd zu nehmen. Dann kann schon dieses heiße Fett, was
sich in der Pfanne befindet, gefährlich werden, zum Beispiel für
Kinder, die nach der Pfanne greifen und die Pfanne zu sich herunter
ziehen. Grundsätzlich entstehen Fettbrände, wenn man Wasser in
kochendes heißes Fett oder Öl hineingießt. Das Wasser verdampft dann
schlagartig und das brennende Fett wird aus der Pfanne geschleudert
und das Fett-Wasser-Gemisch explodiert.“

Man braucht nicht viel Fantasie, um sich die möglichen Folgen
vorzustellen: Die Wohnung liegt in Schutt und Asche, oder, genau so
schlimm, die Explosion verbrennt Arme und Gesicht. Die
Sicherheits-Expertin erklärt, wie man qualmendes Fett oder Öl löscht,
ohne dass es zu Fettbränden kommt.

„Also, entweder den passenden Deckel auf die Pfanne legen oder den
Brand mit einer Löschdecke ersticken. Am besten ist es auch, man
schiebt die Pfanne sofort auf eine kalte hintere Herdplatte, und
zwar so, dass die Kinder nicht an den Pfannenstiel kommen können.
Übrigens können Fettbrände auch schon beim Fondue-Essen entstehen.
Wenn zum Beispiel jemand aus Spaß einen Eiswürfel in das heiße
Fonduefett wirft, kann das schon zu einem schweren Brand führen.“

Wenn man sich trotz aller Vorsicht verbrannt hat, sollte man
sofort ärztliche Hilfe holen. Gegen die finanziellen Verlust hilft
die private Unfallversicherung, sagt Katrin Rüter de Escobar vom
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

„Verbrennungs-Unfälle geschehen ja oft zu Hause, im Haushalt, in der
Küche. Und da hilft nur die private Unfallversicherung. Übrigens sind
ja oft Kinder Opfer dieser Verbrennungs-Unfälle im Haushalt, für sie
ist der Schutz der privaten Unfallversicherung, der so genannten
Kinder-Unfallversicherung, besonders wichtig. Mit der
Kapitalleistung, der Kernleistung der Unfallversicherung, können zum
Beispiel Rehabilitationsmaßnahmen finanziert werden, die auch über
die normale Versorgung hinausgehen.“

Manche Versicherungen übernehmen übrigens auch die Kosten für eine
kosmetische Operation, wenn das zum Beispiel nach einem Fettbrand
nötig ist – darauf sollte man achten.
Besser ist es, wenn Brände gar nicht erst entstehen, deswegen: Bitte
immer auf Nummer sicher gehen! Schalten Sie den Herd ab, wenn das
Telefon oder die Türglocke klingelt.

Wenn beim Grillen nicht nur die Kohle Feuer fängt

Zurzeit ist Grill-Hochsaison. Besonders am Wochenende
treffen sich die Deutschen zum Essen gern draußen – Würstchen,
Koteletts und Folienkartoffeln stehen dabei hoch im Kurs. Favorit der
Bundesbürger ist nach wie vor das Grillen mit Holzkohle oder
Briketts.

Doch so stimmungsvoll das offene Feuer ist, es birgt
Risiken – vor allem, wenn Kinder dabei sind: Eine kurze Unachtsamkeit
kann schnell zu schweren Verletzungen oder Sachschäden führen. Um
sich für solche Fälle finanziell abzusichern, sind private
Haftpflicht- und Unfallversicherungen wichtig.

Experten schätzen, dass sich in Deutschland jährlich rund 4.000
Menschen bei Grillunfällen verletzen – etwa 500 davon schwer. Dabei
ist nicht nur das eigene Verletzungsrisiko hoch, schnell kann der
Grillmeister auch anderen Personen Schaden zufügen. Von dem
Verursacher wird dann unter Umständen ein hohes Schmerzensgeld
verlangt. Gut, wenn er eine private Haftpflichtversicherung
abgeschlossen hat, denn sie gewährt im Unglücksfall
Versicherungsschutz. „AXA bietet bei der Haftpflicht einen
Familientarif an. Damit besteht Versicherungsschutz auch für die
Kinder und den Ehepartner“, sagt Norbert Klein, Experte für
Haftpflichtversicherungen. „Das gilt übrigens nicht nur bei
Verletzungen, sondern natürlich auch bei Sachschäden.“ Verursachen
Sohn oder Tochter beispielsweise einen Brand auf der Terrasse des
Nachbarn, ist das über die Haftpflichtversicherung abgedeckt.

Doch was, wenn man selbst geschädigt wurde, aber der Verursacher
nicht haftpflichtversichert ist? In diesem Fall greift die sogenannte
Forderungsausfallversicherung, die in der Haftpflichtversicherung von
AXA kostenlos eingeschlossen ist: Wer diesen Schutz hat, geht auch
als Geschädigter nicht leer aus.

Grillen ist Freizeitvergnügen – deswegen kommt bei einem Unfall
auch die gesetzliche Unfallversicherung nicht für die finanziellen
Folgen auf. Die private Unfallversicherung hingegen schützt rund um
die Uhr und überall auf der Welt – also auch beim Grillfest. Verletzt
sich der Versicherte so schwer, dass bleibende Schäden entstehen,
zahlt die Versicherung eine einmalige Summe, die sich nach dem Grad
der Invalidität richtet. Auch monatliche Rentenzahlungen können
vereinbart werden. Für Kinder gibt es spezielle Unfallversicherungen,
die zum Beispiel dafür aufkommen, dass Eltern bei einem längeren
Krankenhausaufenthalt den Nachwuchs begleiten können. Kinder können
aber auch im Rahmen einer Familienversicherung versichert werden. Der
Schutz der Kleinen ist besonders wichtig, denn sie können das Risiko
eines offenen Grills oft nicht einschätzen.

Tipps für sicheres Grillen

– Kinder: Sie sollten ausreichend Abstand zum Grill halten und
niemals ohne Aufsicht in die Nähe der Feuerstelle kommen.
– Grill: Er sollte stabil sein und das Material darf nicht zu heiß
werden. Ein guter Anhaltspunkt beim Kauf ist ein DIN-Siegel oder
das GS-Prüfzeichen.
– Standort: Einen festen und nicht entflammbaren Untergrund wählen
– beispielsweise die Terrasse oder ein ebenes Stück Rasen. Über
dem Grill sollte sich weder eine Markise noch ein Sonnenschirm
befinden, sonst besteht Brandgefahr.
– Anzünder: Niemals Benzin oder Spiritus verwenden, denn diese
sind hochentzündlich. Sicherheits-Grillanzünder hingegen
verursachen keine Stichflammen und wirken sich auch nicht
negativ auf den Geschmack des Grillguts aus.
– Fettspritzer: Herabtropfendes Öl fängt schnell Feuer. Das lässt
sich durch Grillschalen vermeiden. Zusätzlich ist es sinnvoll,
Grillschürze und -handschuhe zu tragen.
– Restglut: Die noch heißen Kohlen mit Sand löschen und erst nach
dem endgültigen Erkalten in den Abfall werfen. Kohle nie zum
Abkühlen ins Beet kippen: Kinder könnten hineintreten oder
danach greifen und sich verbrennen.

Wer zahlt bei Unfällen am Grill?

Laue Sommernächte sind ideal, um eine Grillparty zu veranstalten. Doch aufgepasst: Rund 4.000 Unfälle jährlich belegen, dass das heiße Vergnügen nicht ungefährlich ist. Wer kommt für den Schaden auf, wenn der Feuerteufel zugeschlagen hat? Die HUK-COBURG Versicherungsgruppe gibt wichtige Hinweise, welche Versicherung im Schadenfall greift.
Hausratversicherung
Geraten durch ein Grillfeuer versehentlich die Gartenmöbel in Brand, so ist dies ein Fall für die Hausratversicherung. Hier sind alle Gegenstände, die zum Haushalt gehören, gegen ein Feuer finanziell abgesichert. Versicherungsschutz besteht auch dann, wenn außerhalb des eigenen Grundstücks, beispielsweise auf einem Campingplatz, gegrillt wird. Springt ein Funke auf die mitgebrachten Utensilien über und sie fangen Feuer, dann greift die Außenversicherung der Hausratversicherung.

Haftpflichtversicherung
Werden durch eine Unvorsichtigkeit sogar Dritte verletzt, dann greift die eigene Haftpflichtversicherung. Diese kann bei Schadenersatzforderungen aus Personen-, Sach- oder Vermögensschäden in Anspruch genommen werden. Dazu gehören beispielsweise Krankenhausaufenthalt, Schmerzensgeld oder Verdienstausfall.

Private Unfallversicherung
Eine private Unfallversicherung hilft dann weiter, wenn man bei einem Brand selbst verletzt wird und einen dauerhaften körperlichen Schaden davonträgt. Je nach vereinbarter Leistung erhält man aus dieser Versicherung eine Einmalzahlung.

Am besten ist es jedoch, den Feuerteufel gar nicht erst zum Zuge kommen zu lassen.