Gault Millau Niedersachsen 2013

 

In die Klasse der Köche mit „höchster Kreativität und bestmöglicher Zubereitung” verbessern sich Götz Knauer vom „Torschreiberhaus“ in Stadthagen und David Mottl vom Wilhelmshavener „Marco Polo“ in der jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2013 der französischen Gourmet-Bibel Gault&Millau.

Knauer beeindruckte „als ebenso kreativer wie sensibler Aromakünstler, dessen schön grob geschnittenes Tatar von US-Beef und Lachsforelle mit den Düften eines Rhabarber-Oliven-Suds und der kühlen Frische des Ziegenkäse-Schnees noch sehr lange in Erinnerung bleibt“. Der bei Kochstars wie Heinz Winkler und Joachim Wissler geschulte Mottl „versteckt im knappen Vokabular seiner Speisekarte viele wohlüberlegte Details und aromaintensive Zubereitungen wie sein Tatar vom US-Prime Rind, auf dem Senf-Eis thront und das frappant garniert ist mit geraspeltem Pumpernickel, Gewürzgurken-Schaum, Blumenkohlcreme und Hühnerei-Aufstrich“. Für solch inspirierte Gerichte erhalten beide im Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 17 von 20 möglichen Punkten. Eine höhere Note haben in Niedersachsen nur zwei Köche.

16 Punkte und damit jene Klasse, in der nach Gault&Millau-Verständnis Kochen zur Kunst wird, erreichten Ernst-August Gehrke vom „La Forge“ in Bad Nenndorf („kunstvoller Quader aus perfekt gebratener Entenbrust, die Fettseite mit einer orientalischen Gewürzmischung „lackiert“, mit ausgestochenen säuerlichen Äpfeln, Fenchelwürfelchen und Walnuss-Gnocchi“) und Christian Richter vom „Perior“ in Leer („handwerklich perfekte und kompositorisch gelungene Gerichte wie Kabeljau mit Sugo von Wasserkresse, milder Lammwurst, Kartoffeln und Bohnen oder Entenleber mit Joghurtschaum, pikanten Würfeln von Essiggelee, Ingwer-Apfel-Chutney und Macadamianüssen“).

15 Punkte erkochten sich erstmals
• Damian Konwissorz vom „Gaudí“ in Göttingen, „dessen Tapas-Variation, die für ganze 8 € u.a. Hackbällchen (Albondigas), Krustade mit Olivenpaste, maurischen Spieß mit marinierten Lammfiletstückchen, Aprikose im Speckmantel und Tortillahappen bietet, auch über den Tresen einer Bar in San Sebastián gereicht werden könnte“,
• Alexander Melicker von der „Kokenstube“ in Burgwedel, weil aus „seiner Küche kein Gedöns, sondern Geschmacksfülle kommt, etwa ein Kalbskotelett mit allerlei Gemüse, possierlich wie für einen Kochwettbewerb dekoriert, und famoser Sauce“,
• Andreas Tuffentsammer vom „Ole Deele“ in Burgwedel, „dessen Juvenil-Ferkel ein perfektes Vergnügen ist: Zart gegarte Schulter wird von Süßkirschen, einer Rotweinreduktion, Blutwurstcreme
und Schalotten trefflich begleitet.“

Der aus dem Cuhavener „Sterneck“ in den „Seesteg“ auf Norderney gewechselte Markus Kebschull, der bislang für 17 Punkte kochte, „setzt im Küchenkonzept die gekonnte Restaurantmischung aus Minimalismus und Luxus fort. Er bietet lediglich ein Menü mit edlen Produkten an, das keinen Gast fordert oder gar überfordert, typisch der marinierte Lachs mit schwarzen Sepia-Gnocchi, Safranschaum und Kräuterjoghurt. Dafür bekam er 15 Punkte, die auch sein Cuxhavener Nachfolger Marc Rennhack erkochte, „der aus Stuttgart kam und sich hier offenbar noch von fremden Vorgaben emanzipieren und dann zu eigenem, mutigerem Stil finden muss.“

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Niedersachsen teilen sich mit 19 Punkten, die Weltklasse bedeuten, Thomas Bühner vom „La Vie“ in Osnabrück und Sven Elverfeld vom Restaurant „Aqua“ in Wolfsburg. Bühner „auf dessen Tellern ein dekoratives Durcheinander herrscht, das ein wenig willkürlich wirkt, aber ganz genau kalkuliert ist und jeden Bissen zur sinnlichen Offenbarung steigert. Seine ‚marinierte Sardine‘ ist aus 16 Elementen komponiert, bis hin zu Erdmandelmilch und spanischem Gemüsesalat, seine Lasagne von St-Pierre und Königskrabbe begleiten köstliches Ragout von den Fischbäckchen, Wasserkresse-Erbsenpüree und witziger Erbsenkaviar (bei dem es sich um in Erbsenpuder gewendeten Forellenkaviar handelt).“

Dem Duo folgt mit den Aufsteigern Knauer und Mottl ein Trio, das seine 17 Punkte aus dem Vorjahr souverän mit inspirierten Gerichten verteidigte:

• Stephan Schilling vom „Schillingshof“ in Friedland („fast mondän der mit frischer Mango gefüllte, perfekt gebratene große Steinbutt auf hausgemachten Zitronennudeln und feiner Orangen-Ingwersauce“),
• Achim Schwekendiek vom „Schlosshotel Münchhausen“ in Aerzen („die perfekt gebratene Tranche einer exzellenten Seezunge, hergerichtet wie ein Karree und begleitet von ein paar geschmorten Schalotten, roter Butter und kleinen piemontesischen Nocken passt in den glanzvollen Rahmen des Schlossrestaurants“),

• Hans Sobotka vom „Endtenfang“ in Celle („perfekte Langostinos, schwarzer Trüffel, in Limonenöl marinierte Spargelstreifen und mild-säuerliches Apfelcoulis bilden einen Zusammenklang mit sehr langem Nachhall im kulinarischen Gedächtnis“).

Eine besondere Ehre wurde Bühners Dessertkünstler René Frank zuteil. Weil er „von San Sebastián bis Tokio die weltweite Lust auf Süßes erkundete, und sich nun im Niedersächsischen als wahrer Artist mit Dessert- und Pralinenkreationen auf der Höhe der Zeit erweist“, kürt ihn der Guide zum „Pâtissier des Jahres“. Er lässt zum Beispiel Walderdbeeren zu einer stickstoffgefrorenen Christbaumkugel mit schaumiger Füllung erstarren und kontrastiert ihr leuchtendes Rot mit dem Grün von Gartengurken und Apfel, beschwipst durch Gin.

Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 61 Restaurants in Niedersachsen. 50 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen müssen, was einem Michelin-Stern nahe kommt. Das schaffen auch das neueröffnete „Le Monde“ in Hannover und das nach einer Pause wieder bewertete „Nordlicht“ in Seevetal (13 Punkte).

Im Vergleich zur Vorjahresausgabe serviert der wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Gourmets mit Spannung erwartete Gault&Millau in Niedersachsen sieben langweilig gewordene Restaurants ab und nimmt drei neu auf, elf werden höher, zwölf niedriger bewertet.

Ferner beschreibt und klassifiziert der im Münchner Christian Verlag erscheinende Reiseführer für Genießer (808 Seiten, 29.95 €) 350 Hotels. Als zusätzliches Schmankerl bietet er auf 50 Seiten Restaurants und Hotels in Südtirol.

Für unterwegs gibt es den Gault&Millau auch als App fürs iPhone, iPad und bald auch für Android (7,99 €). Die App enthält den gesamten Inhalt der Buchausgabe und bietet Zusatzfunktionen zur Suche, Anfahrt und direkten Anwahl interessanter Restaurants.

Gault&Millau Deutschland 2013 – Der Reiseführer für Genießer 30. Jahrgang, Jubiläums-Ausgabe, 808 Seiten, Euro 29,95 ISBN 978-3-86244-203-4 Christian Verlag München

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Niedersachsen

19 Punkte
La Vie in Osnabrück Aqua** in Wolfsburg

17 Punkte
Schlosshotel Münchhausen in Aerzen
Endtenfang in Celle
Schillingshof in Friedland
Torschreiberhaus* in Stadthagen
Marco Polo* in Wilhelmshaven

16 Punkte
Allerkrug in Celle
Palio in Celle
Schäferstuben in Fassberg
Genießer Stube in Friedland
Gauß in Göttingen
Berggasthaus Niedersachsen, Die Insel, Titus** und Tropeano di Vino in Hannover
Perior* in Leer
Zum Heidkrug in Lüneburg
La Forge* in Bad Nenndorf
Vila Real in Osnabrück
La Fontaine in Wolfsburg

15 Punkte
Keilings** in Bad Bentheim
Gasthaus Lege, Kokenstube* und Ole Deele* in Burgwedel Sterneck** in Cuxhaven
Gaudí* in Göttingen
Gastwirtschaft Wichmann** in Hannover
Seesteg*** auf Norderney
Das weiße Haus in Rastede
Apicius** in Bad Zwischenahn

* Aufsteiger **Absteiger ***Newcomer

 

Alles zum Gault Millau 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343565/Gault-Millau-2013-Deutschland/

Gault Millau Berlin 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343566/GM-Berlin-Tim-Raue-ist-Bester/

Gault Millau Thüringen
www.gourmet-report.de/artikel/343568/GM-Marcello-Fabbri-ist-die-Nr1-in-Thuerigen/

Gault Millau Schleswig Holstein 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343569/Gault-Millau-Schleswig-Holstein-2013/

Gault Millau Sachsen Anhalt:
www.gourmet-report.de/artikel/343570/Gault-Millau-Sachsen-Anhalt/

Gault Millau Sachsen 2013:
/www.gourmet-report.de/artikel/343571/Gault-Millau-Sachsen-2013/

Gault Millau Saarland 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343572/GM-Saarland-Klaus-Erfort-05-Punkte-vor-Christian-Bau/

Gault&Millau Rheinland-Pfalz 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343573/Gault-Millau-Rheinland-Pfalz-2013/

NRW: Der neue Gault&Millau 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343574/NRW-Der-neue-Gault-Millau-2013/

Gault Millau Niedersachsen 2013
www.gourmet-report.de/artikel/343575/Gault-Millau-Niedersachsen-2013/

Gault&Millau in Mecklenburg-Vorpommern:
www.gourmet-report.de/artikel/343576/Gault-Millau-in-Mecklenburg-Vorpommern/

Gault&Millau in Hessen:
www.gourmet-report.de/artikel/343577/Gault-Millau-in-Hessen/

Gault Millau Hamburg 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343578/Gault-Millau-Hamburg-2013/

Gault Millau Bremen:
www.gourmet-report.de/artikel/343579/GM-Bremen-Norman-Fischer-ist-die-neue-Nr1/

Gault Millau Baden-Würtemberg 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343581/Gault-Millau-Baden-Wuertemberg-2013/

Gault Millau Bayern 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343580/Gault-Millau-Bayern-2013/

Gault Millau Historisch – 30. Jubiläum:
www.gourmet-report.de/artikel/343567/30-Jahre-Gault-Millau-in-Deutschland/

Gault&Millau Deutschland 2013 – Der Reiseführer für Genießer 30. Jahrgang, Jubiläums-Ausgabe, 808 Seiten, Euro 29,95 ISBN 978-3-86244-203-4 Bestellink portofrei Christian Verlag München

Wir gratulieren allen ausgezeichneten Köchen und freuen uns ganz besonders, dass so viele ausgezeichnete Köche wieder mit CHROMA Cnife arbeiteten!

Göttinger Gourmet Festival, Restaurant Planea

Göttinger Gourmet Festival: gelungener Auftakt für noch mehr große Küche
Vorbereitungen für Köche-Treffen im Juni 2012 laufen bereits

Taittinger-Champagner, „Fine de claire“-Austern
und ganz große Küche: Das erste „Göttingen Gourmet Festival“ war mit rund
120 Gästen und fünf Spitzenköchen ein gelungener Erfolg. Im Park des Fine-
Dining-Restaurant „Planea“ versammelten sich die Liebhaber
außergewöhnlicher Küche aus Göttingen, Südniedersachsen und Nordhessen. Die
hochsommerlichen Temperaturen, Sonnenhüte und Sommerkleider erinnerten an
den Filmklassiker „Pretty Woman“ und verbreiteten eine entspannte
Atmosphäre auf Loungemöbeln im Garten bei kühlem Champagner, fantastischem
Riesling und wunderbaren Kleinigkeiten aus den Töpfen der Küchenchefs, die
sich im Laufe des Nachmittags zu den Gästen gesellten. Auch im nächsten
Jahr wird das „Göttingen Gourmet Festival“ wieder stattfinden. Der Termin
wird voraussichtlich im Juni 2012 sein und wird rechtzeitig bekannt gegeben.

„Mit dem Köche- und Genuss-Festival haben wir einen erfolgreichen Auftakt
zu zahlreichen weiteren Veranstaltungen der besonderen Art erlebt“, sagte
Olaf Feuerstein, Geschäftsführender Gesellschafter der Freizeit In
Unternehmensgruppe, zu der das „Planea“ gehört. Im nächsten Jahr soll das
„Göttinger Gourmet Festival“ weiter ausgebaut werden – mit noch mehr
Gastköchen, Lieferantenpartnern und zusätzlich einem attraktiv gestaltetem
Rahmenprogramm.

Aktuelle Fotos vom „Göttingen Gourmet Festival“ sind hier abrufbar:
http://www.planea.de/de/bildergalerien/

Ein Exklusivvideo von Branchensender „Hotelier TV“ ist bei Youtube
erschienen:
http://www.youtube.com/watch?v=zp1zZN89Tvo&feature=player_profilepage

Und das war das erste „Göttinger Gourmet Festival“:
Ingo Bockler, Chefkoch im Relais & Chateaux Hotel Hohenhaus Herleshausen,
kochte:
Lackierter Bauch vom Milchferkel mit Flusskrebsschaum und Ingwer
Mediterranes Gemüse mit Pecorino dolce im Sariette-Brotmantel

Jürgen Reidt, Küchendirektor im Hotel Traube Tonbach, ließ servieren:
Filet vom Schwäbisch Hällischem Eichelmastschein mit Speck und Heu gegart
Sandwich von Zander und geräuchertem Schwarzwälder Bachsaibling mit
Senfeierschaum auf Iffezheimer Stangenspargel

Alexander Frien, „Chef“ im Schloss Wilkinghege Münster, kredenzte:
Froschschenkel mit Aal, Pfifferlingen und Mandarine
Jacobsmuschel Wellington mit Krustentiergel

Peter Scharff, Kräuterexperte, TV-Koch und Patissier, brillierte mit:
Hausgebeizter Wildkräuterlachs mit Limonenkaviarcreme an
Wiesenkräutersalat, Meeresluft
Dessert: gelierte Waldmeisterbowle mit zweierlei von der Erdbeere und
Mandelmilch als Gläserfood serviert

Kirill Kinfelt, Chefkoch im „Planea“ in Göttingen und Gastgeber beim ersten
„Göttinger Gourmet Festival“, empfahl mit seinem Team:
Rinder Tartar
Gazpacho Thunfisch
Tomaten Luft
Ochsenbacke – Spargel – Kerbel
Perlhuhn Consommé – Ravioli – Erbsen
Minz Granite (Mojito)
„Planea“-Torte
Marzipan ° Schoko

Weitere Spitzen-Genüsse waren (Auswahl):
Vier ausgewählte Tropfen von Starwinzerin Tina Pfaffmann (2009 STEINGUT
Riesling trocken / 2010 T Cuvée weiss trocken / 2010 Ü 40 Riesling trocken
/ 2010 Weisser Burgunder trocken)
Champagner von Taittinger
„Fine de claire“-Austern von Herrscher Impex
Feine Backwaren von Bäckerei Hildebrand
Erlesene Weinspezielitäten vom Weingut Dressigacker

Das Fine-Dining-Restaurant „Planea“ wurde Ende Mai 2010 eröffnet und ist
ein Unternehmen der Hotel Freizeit In GmbH, Göttingen. Über 400.000 Euro
wurden in den kubus-artigen Neubau neben der historischen Sternwarte am
Rander der Innenstadt investiert. Das Team des „Planea“ umfasst rund 18
Mitarbeiter.

Weitere Informationen: http://www.planea.de/

Kirill Kinfelt & Friends

Göttingen Gourmet Festival: Genuss-Gipfel mit „Chef“ Kirill Kinfelt & Friends

Besternte und hoch ausgezeichnete Köche zu Gast im „Planea“ – Start für eine Gourmet-Eventserie in Göttingen

 

Es ist ein Achtungserfolg: Kirill Kinfelt, Chefkoch des „Planea“ in Göttingen, schafft es auf Anhieb, zum ersten „Göttingen Gourmet Festival“ am 05. Juni namhafte Gastköche einzuladen. Mit Ingo Bockler vom Relais & Chateaux Hotel Hohenhaus und Jürgen Reidt vom Hotel Traube Tonbach Baiersbronn sind zwei Stars der Sterneküche mit dabei. Mit TV-Koch Peter Scharff und „Chef“ Alexander Frien von Schloss Wilinghege ist das „Dream Team“ perfekt.

 

Ingo Bockler, der mit einem Stern Michelin und 14 Punkten Gault Millau prämierte Chef, darf sich rühmen, beste Produkte in feines Essen zu verwandeln – das ist sein ebenso einfaches wie erfolgreiches Motto. Nach einer grundsoliden Kochausbildung in Braunschweig durchlief er Stationen wie das Relais & Chateaux Hotel Alpenhof Murnau, Schlossrestaurant „Schöningen“ und Restaurant „Jörg Müller“ auf Sylt – eine langjährige Station, die sein Verständnis von Kochkunst maßgeblich geprägt hat. Als Küchenchef des Restaurant „Merlin“ in Burgwedel erkochte er sich 2002 erstmals einen der begehrten Michelinsterne. Im Sommer 2004 wechselte der symathische Niedersachse in das Relais & Chateaux Hotel Hohenhaus im nordhessischen Herleshausen. Die moderne Klassik bildet die Basis für seine kreativen Gerichte, die jedes für sich als individuelle Highlights seine Küche verlassen. Die erfolgreiche Arbeit des 41-Jährigen spiegelt sich in der Begeisterung seiner Gäste sowie hohen Auszeichnungen aller gängigen Restaurantführer wieder.

 

Ingo Bockler kocht beim 1. Göttingen Gourmet Festival:

Lackierter Bauch vom Milchferkel mit Flusskrebsschaum und Ingwer

Mediterranes Gemüse mit Pecorino dolce im Sariette-Brotmantel

 

Jürgen Reidt ist seit rund zwölf Jahren als Küchendirektor des unter Gourmets geradezu gerühmten Hotels Traube Tonbach in Baiersbronn tätig. Kurz nach seiner Meisterprüfung im Jahre 1988 fing er als Küchenchef in den Restaurants „Köhlerstube“ und „Silberberg“ an und erarbeitete sich seine eigene Spitzenposition neben Drei-Sterne-Koch Harald Wohlfahrt, der in der „Schwarwaldstube“ im Hause seinen Kochlöffel rührt. Reidt hat in etlichen Sternerestaurants gearbeitet und zahlreichen Jungköchen die Leviten gelesen und die besten davon auf ihrer eigenen Gourmetkarriere begleitet.

 

Jürgen Reidt kocht beim 1. Göttingen Gourmet Festival:

Filet vom Schwäbisch Hällischem Eichelmastschein mit Speck und Heu gegart 

Sandwich von Zander und geräuchertem Schwarzwälder Bachsaibling mit Senfeierschaum auf Iffezheimer Stangenspargel

 

Alexander Frien ist seit über zwölf Jahren Chef der weißen Brigade auf Schloss Wilkinghege in Münster. Der gebürtige Pfälzer erlernte sein Handwerk bei Altmeister Harald Wohlfahrt in der „Schwarzwaldstube“ (Traube Tonbach in Baiersbronn) und war drei Jahre lang Küchenchef im „Silberberg“ im selben Hotel. Dann zog es ihn in deutsche Spitzengastronomie: Zu seinen Stationen zählen der „Erbprinz“ in Ettlingen, das Restaurant „Da Gianni“ in Mannheim, das „Imperial“ in Schloss Bühlerhöhe, das Kloster Hornbach sowie das Hotel Restaurant Deidesheimer Hof in Deidesheim.

 

Alexander Frien kocht beim 1. Göttingen Gourmet Festival:

Froschschenkel mit Aal, Pfifferlingen und Mandarine

Jacobsmuschel Wellingten mit Krustentiergel

 

Peter Scharff (42) war nach seiner Ausbildung als Koch und Konditor 14 Jahre auf Wanderschaft im In- und Ausland und lernte unter anderem bei den großen Köchen Harald Wohlfahrt und Dieter Müller. Er war von 2001 bis 2007 aktiver Sternekoch. Bevor er 2007 seine eigene Firma Kulinarische Kompetenz gründete, war er mit einem Stern Michelin und 16 Punkten Gault Millau ausgezeichnet. Außerdem gewann der bei der Weltmeisterschafts-Qualifikation der Köche den Titel „ Bester Fischkoch Deutschlands“. Einem breiten Publikum ist er durch die SWR-Fernsehsendung „Kaffee oder Tee“ bekannt – hier tritt er seit 2001 regelmäßig mit neuen Kreationen aus der Patisserie auf. Scharff ist Kräuterexperte, mehrfacher Buchautor und veranstaltet Geschmacks-, Sinnes- und Aromenschulungen in ganz Deutschland. Mit über 200 Sorten Küchenkräutern im Eigenanbau der Gartenkräutergärtnerei Simon entwickelt Peter Scharff die Aromenküche „ Cuisina herba barone“. Auch Gastro-Consulting Projekte im In- und Ausland gehören zu seinem Repertoire. Seine neueste Entwicklung ist die Erfindung von „Corporate Identity Food“ und „Gläserfood“. Damit hat er sich auf Event-, Roadshow- und Messecatering spezialisiert.

 

Peter Scharff kocht beim 1. Göttingen Gourmet Festival

Hausgebeizter Wildkräuterlachs mit Limonenkaviarcreme an Wiesenkräutersalat, Meeresluft

Dessert: gelierte Waldmeisterbowle mit zweierlei von der Erdbeere und Mandelmilch als Gläserfood serviert

 

Gastgeber Kirill Kinfelt startete im Göttinger Restaurant „Gauß“ seine Karriere als Restaurantfachmann und Koch. Der Wunsch zu kochen wurde ihm in die Wiege gelegt: In seinen Augen bereitet sein Vater noch heute die besten Suppen zu. Anschließend arbeitete er im Hotel Louis C. Jacob Hamburg bei Thomas Martin und hat zuletzt im „La Vie“ Osnabrück in der Aromenküche von Thomas Bühner gewirkt. Der aufstrebende Chefkoch des Fine-Dining-Restaurants „Planea“ in Göttingen steht wie kein anderer als „Aufsteiger“ in der Top-Cuisine für moderne Küche und kocht weit über die Grenzen des bisher Erreichten hinaus. Das hat nichts mit „Cucina moleculare“ zu tun, sondern mit feinem Sinn für zahllose Möglichkeiten mit Top-Produkten aus regionaler Herkunft. Also: Neue Grenzen testen, ohne Bodenhaftung zu verlieren. Ein enormes Potential darf sich entfalten: Kinfelt ist einer der ganz wenigen, die es schafften, kaum nach der Eröffnung bereits für die renommierte „S.Pellegrino Kulinarische Auslese“ nominiert zu werden.

 

Das „Planea“-Team um Elena Bax, Thilo Radermacher und Kirill Kinfelt kocht beim 1. Göttingen Gourmet Festival:

Rinder Tartar 

Gazpacho- Thunfisch

Tomaten Luft

 

Warm: 

Ochsenbacke mit Spargel und Kerbel 

Perlhuhn Consomé (Ravioli und Erbsen)

 

Kalt: 

Minz Granite (Mojito)

„Planea“-Torte 

Marzipan Schoko

 

Mit dabei beim „1. Göttingen Gourmet Festival“ ist auch Starwinzerin Tina Pfaffmann: „Das bin ich“ oder „Das bin ich nicht“ sind zwei Sätze, die sie am häufigsten benutzt. Die Juniorchefin des gleichnamigen Weinguts aus Frankweiler wie die Heisenberg’sche Unschärferelation in der Physik: Man weiß eigentlich nie genau, wo sie diesmal steht. Mal ist ihr Muskateller mit null Gramm Restzucker der trockenste Wein in ihrem Sortiment, ein Jahr später mit 22 Gramm Restzucker pro Liter genau das Gegenteil. „Ich will jedes Jahr neu entscheiden, wie ein Wein wird. Das ist meine Handschrift. Das bin ich.“ Denn die Natur ist jedes Jahr ein wenig anders, und dieser natürlichen Veränderung paßt sie ihren Wein an. Eins jedoch ist beständig bei Tina Pfaffmann: Qualität! Und sie weiß, daß Qualität von Quälen kommt. Aber auch von Emotion: Sie schreibt den Weinen in lieben Sprüchen auf das Faß, was mit ihnen werden soll. Oder klebt ein Herz drauf, wenn er nicht mehr so recht gären will. Und siehe da: Bei ihrem Riesling „Herzglück“ kam es durch viel Herz zum Glück und er wurde einer der besten aus ihrem Sortiment. Verrückt? Nein, Leidenschaft! Schon mit 16 Jahren wusste sie „als Mädel, daß ich genau das machen will“ und begann eine Winzerlehre. Gegen manche Vorurteile und Umwege – selbst über Australien – hat sie es dann geschafft und übernahm den 15 Hektar großen Betrieb ihrer Eltern. Dieser soll nicht weiter wachsen, sie will kein Massenprodukt, sie will ihren Charakter in ihre Weine legen. Und bei Tina Pfaffmann darf man auf alles gefaßt sein …

 

Tina Pfaffmann schenkt beim 1. „Göttingen Gourmet Festival“ aus:

2009 STEINGUT Riesling trocken

2010 T Cuvée weiss trocken

2010 Ü 40 Riesling trocken

2010 Weisser Burgunder trocken

 

Das „Göttingen Gourmet Festival“ wird am Sonntag, 05. Juni 2011, erstmals anlässlich des einjährigen Bestehens des „Planea“ veranstaltet und soll künftig jedes Jahr stattfinden. Unter dem Slogan „Die Essenz der Lebensfreude“ präsentieren Kirill Kinfelt und seine Gastköche etliche kleine Gerichte an verschiedenen Verwöhnstationen auf hohem Gourmetniveau. Ausgeschenkt werden ausgewählte Weine, Taittinger Champagner und „Planea“ Sommer-Drinks. Das „Göttingen Gourmet Festival“ findet im „Planea“ und bei schönem Wetter auf der sonnigen Terrasse und im Park neben der historischen Sternwarte in Göttingen statt. Die Karte kostet 99 Euro.

 

Das Fine-Dining-Restaurant „Planea“ wurde Ende Mai 2010 eröffnet und ist ein Unternehmen der Hotel Freizeit In GmbH, Göttingen. Über 400.000 Euro wurden in den kubus-artigen Neubau neben der historischen Sternwarte am Rander der Innenstadt investiert. Das Team des „Planea“ umfasst rund 30 Mitarbeiter.

Weitere Informationen: http://www.planea.de/