Die Restaurants der Zukunft

Die technischen Möglichkeiten entwickeln sich immer rasanter – was gestern noch innovatives Must-Have war, ist heute schon ein alter Hut. Den Fortschritt bei neuen Geräten und Erfindungen, die uns begeistern oder manchmal auch nerven, spürt man in verschiedensten Lebenslangen: Sei es im 3D-Kinofilm, an der Selbstbedienungskasse oder am neuen Betriebssystem auf der Arbeit. Bislang haben sich Restaurants in diesem Bereich jedoch weitgehend zurückgehalten. Welche technischen Neuerungen sich die Deutschen beim Essengehen wünschen würden, hat nun das Markenforschungsinstitut Ipsos in einer repräsentativen Umfrage mit über 1.100 Befragten für OpenTable, den führenden Anbieter von Online-Restaurantreservierungen, herausgefunden.
 
Es gibt durchaus einige Technologien, die gerne gesehen wären – genau genommen all jene, die es den Gästen ermöglichen, ihren Restaurantbesuch auf ihre eigenen Bedürfnisse abzustimmen: Immerhin fänden knapp 30 Prozent der Befragten die Installation von interaktiven Restaurant-Tischen äußerst attraktiv. Mit ihrer Hilfe könnten Bestellungen entgegengenommen und Unterhaltungsprogramme wie TV, Spiele oder Internet abgerufen werden. Digitale Jukeboxen zur Beeinflussung der Musik und Beleuchtung während des Restaurantbesuchs würden sogar 39 Prozent der Gäste gerne nutzen. Ganz besonders begeistert wären die Deutschen allerdings von der Option einer Mitgestaltungs-App: Mehr als die Hälfte aller Befragten würde gerne die eigenen Gerichte und Getränke via iPad aus einer Auswahl von Zutaten selbst zusammenzustellen. Essengehen, um selbst keine Mühe mehr zu haben und einfach mal die anderen machen zu lassen? Schon längst nicht mehr. Die Deutschen wollen mitgestalten.
 
Einige andere Technologien stoßen bei den Deutschen hingegen eher auf Skepsis. Vor allem, wenn der Mensch durch eine Maschine ersetzt werden soll, zeigen sich die Deutschen empfindlich. Dementsprechend standen die folgenden Features deutlich weiter unten auf der Wunschliste:
·         Essbare QR-Codes auf den Gerichten (beispielsweise auf Reispapier gedruckt), die Informationen zur Herkunft der Zutaten liefern (25 Prozent)
·         Echtzeit-Webkameras über die mit den Lebensmittel-Produzenten, Winzern oder Köchen kommuniziert werden kann (12 Prozent)
·         Drohnen, die das Essen liefern (8 Prozent)
·         Unterbewusstes Bestellen – also eine Technologie, die analysiert, welches Gericht auf der Menükarte die Aufmerksamkeit des Gastes erregt und dieses Gericht für ihn bestellt (7 Prozent)
·         Eine Software zur Gesichtserkennung am Restauranteingang, die persönliche Details, wie z.B. die letzten Bestellungen oder besondere Ernährungsbedürfnisse der Gäste speichert und für weitere Restaurantbesuche erinnert (7 Prozent)
·         Der Einsatz von Robotern, die das Essen zubereiten und bedienen (5 Prozent)
 
Man kann gespannt sein, was die Zukunft bringen wird. Alle, die mit dem Essengehen nicht bis zum Einsatz der mehr oder minder skurrilen Technologien warten wollen, können auch jetzt schon unter www.opentable.de fantastische Restaurants finden.

INTERNORGA Zukunftspreis

Die Bewerbung für den begehrten INTERNORGA Zukunftspreis ist unter www.internorga.com gestartet. Der Preis ist im kommenden Jahr erneutes Highlight zum Auftakt der INTERNORGA und wird im Rahmen der festlichen Eröffnungsfeier am Vorabend der Messe verliehen. Zum ersten Mal wird er auch in der Preiskategorie „Trendsetter Unternehmen – Artisan“ ausgelobt. Hier werden Handwerksbetriebe ausgezeichnet, die traditionelles Handwerk mit dem Einsatz innovativer Technologien und nachhaltigem Wirtschaften verbinden. Der unabhängige Preis hat sich in den vergangenen Jahren zu einer anerkannten Branchen-Auszeichnung entwickelt.

Mit dem INTERNORGA Zukunftspreis werden Produkte, Dienstleistungen oder Strategien belohnt, die besonders zukunftsverträglich sind. Damit bietet die Hamburg Messe und Congress GmbH allen Unternehmen und Institutionen, die der INTERNORGA als Aussteller oder Besucher verbunden sind, eine exklusive Bühne zur Präsentation ihrer Leistungsstärke und rückt dieses Thema noch stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Eine Expertenjury aus renommierten und unabhängigen Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft entscheidet über die Gewinner.

Die Kategorien
Der INTERNORGA Zukunftspreis wird erstmals in vier Kategorien verliehen. In den Kategorien „Trendsetter Produkt – Nahrungsmittel & Getränke“ und „Trendsetter Produkt – Technik & Ausstattung“ werden Produkte prämiert, die z.B. durch Innovativität, Umweltfreundlichkeit, Ressourcenschonung, Qualität oder Funktion besonders zukunftsverträglich sind. In der Kategorie „Trendsetter Unternehmen – Gastronomie & Hotellerie“ wird ein Unternehmen ausgezeichnet, das mit einem Best-Practice-Beispiel wegweisend demonstriert, wie Unternehmertum und nachhaltiges Wirtschaften Hand in Hand gehen. Dies kann zum Beispiel durch die Anwendung zukunftsfähiger Technologien sein, die Ressourcen und Energie schonen, durch die Verwendung von Rohstoffen aus ökologischer Produktion und fairem Handel, durch eine hohe Transparenz in Bezug auf Herstellungsverfahren oder durch sozial besonders verantwortliches Handeln. Neu hinzugekommen ist die Kategorie „Trendsetter Unternehmen – Artisan“. Hier wird beispielsweise geschaut, ob ein Bäcker heimisches Biogetreide oder natürliche Zutaten verwendet, lange Teigruhen zulässt oder doppelte Backphasen durchführt. Beim Fleischer kommt es auf regionale Vermarktungsstrukturen zwischen Fleischerhandwerk und Landwirtschaft oder regional-typische Vielfalt an.

Eigenbewerbungen und Empfehlungen für den INTERNORGA Zukunftspreis 2015 sind ab sofort unter www.internorga.com/zukunftspreis/ möglich. Dort können die Bewerbungsunterlagen und das Bewertungsverfahren heruntergeladen werden. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Januar 2015. Zur Einreichung sind alle Unternehmen und Institutionen berechtigt, die der INTERNORGA als Aussteller (Kategorien „Trendsetter Produkt“) oder Besucher (Kategorie „Trendsetter Unternehmen“) verbunden sind. Aus allen Bewerbern werden die drei Finalisten in der jeweiligen Kategorie von der unabhängigen Jury ausgewählt und geehrt. Die Sieger des INTERNORGA Zukunftspreises werden im Rahmen einer festlichen Gala prämiert. Die Preisträger 2014 waren in der Kategorie Trendsetter Unternehmen das südafrikanische Hotel Verde in Kapstadt, in der Kategorie Trendsetter Produkt Nahrungsmittel & Getränke die Herbafood Ingredients GmbH, und die ECOLAB Deutschland GmbH gewann in der Kategorie Trendsetter Produkt Technik & Ausstattung.

Die Mitglieder der Experten-Jury
Über die Vergabe des INTERNORGA Zukunftspreises entscheidet eine Fachjury mit hochkarätigen Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft unter Vorsitz von
Dr. J. Daniel Dahm. Der international anerkannte Experte für nachhaltige Entwicklung ist unter anderem Beirat der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler sowie Geschäftsführer des Ethisch-Ökologischen Ratings an der Goethe-Universität. Weitere Jury-Mitglieder sind Dipl. Ing. Carl-Otto Gensch, ein Experte im Bereich der Nachhaltigkeitsbewertung von Technologien und Unternehmensstrategien am renommierten Öko-Institut in Freiburg und Rainer Roehl, der Fachmann für Bio-Zertifizierung von Großküchen und Restaurants. Seit letztem Jahr dabei ist die Foodtrendforscherin und Buchautorin Hanni Rützler. Vervollständigt wird die Jury von Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH.

Hightech im Weinberg

Um Weinreben in Steillagen künftig noch effektiver und schonender vor Schädlingen zu schützen, fördert das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Erforschung neuer Technologien. Ziel des Förderprojektes an der Mosel ist es, einen unbemannten Kleinhubschrauber für die zielgenaue Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln zu entwickeln. „Weinberge in Steillagen bringen nicht nur hervorragende Weine hervor, sondern sind auch Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Sie prägen die einzigartige Kulturlandschaft entlang deutscher Flüsse und tragen maßgeblich zur touristischen Attraktivität der Regionen bei. Damit der Weinbau in diesen schwer zu bewirtschaftenden Lagen weiterhin Zukunft hat, brauchen die Erzeuger neue Entwicklungen und Technologien, die den wirtschaftlichen und ökologischen Anforderungen der heutigen Zeit gerecht werden“, sagte Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, am Mittwoch bei der Übergabe der Förderbescheide in Bernkastel-Kues.

Zurzeit erfolgt der Pflanzenschutz von rund 3.000 Hektar Steillagenweinbergen mit bemannten Hubschraubern aus der Luft. „Mit dem Einsatz von unbemannten Kleinhubschraubern wollen wir die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln qualitativ und wirtschaftlich verbessern. Wir wollen die technischen Vorraussetzungen schaffen, damit diese umweltschonende und zielgenaue Technologie schon bald in allen Steillagen zum Einsatz kommen kann“, sagte Bleser.

Die modernen, unbemannten Hubschrauber können tiefer und präziser über die Weinberge fliegen und belasten dadurch die Umgebung weniger mit Lärm und Abdrift. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass Pflanzenschutzmittel mit dieser Technik zielgenauer und effektiver als mit herkömmlichen Hubschraubern auf die Weinreben aufgebracht werden können und so ein besserer Schutz durch ein umweltschonenderes Verfahren erzielt wird. Um die neuen Geräte zur Marktreife zu bringen, besteht jedoch noch Forschungsbedarf. Neben der dreidimensionalen Kartierung der Steillagen und der entsprechend technischen Umsetzung der Flug- und Spritzmöglichkeiten muss auch das Problem von unerwarteten Windstößen und der hohen zu befördernden Lasten gelöst werden. „Mit der Entwicklung neuer Technologien tragen wir maßgeblich zum Erhalt der Weinbausteillagen bei, die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch landeskulturell und touristisch eine große Bedeutung haben. Das Projekt zeigt, wie wir mit der Förderungen von Forschung und Know-how gerade auch in kleinteiligen Gebieten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Kulturlandschaft und zur Erleichterung der Bewirtschaftung leisten können“, sagte Bleser.

Hintergrundinformationen zum Forschungsprojekt
Das Forschungsprojekt „Entwicklung eines unbemannten Hubschraubers als umweltschonendes und abdriftminderndes Rebschutz-Applikationsgerät für den Steillagenweinbau“ ist ein Verbundprojekt des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Mosel, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, der Firma CAD+Modelltechnik Jung und der Laserpluss Aktiengesellschaft. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstützt das Vorhaben mit rund 800.000 Euro aus seinem Programm zur Innovationsförderung. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

Für die Anwendung mit Luftfahrzeugen dürfen nur noch solche Pflanzenschutzmittel genehmigt werden, die beispielsweise für den Schutz der Kulturpflanze Wein unbedingt notwendig sind, wenn also keine praktikablen Bekämpfungsalternativen vorhanden sind. Risiken für die menschliche Gesundheit und den Naturhaushalt müssen für die Anwendung mit Luftfahrzeugen in besonderer Weise geprüft werden. Die Pflanzenschutzmittel müssen daher für die Anwendung mit Luftfahrzeugen vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zugelassen oder genehmigt sein. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) entscheidet dabei im Benehmen mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), dem Julius Kühn-Institut (JKI) und dem Umweltbundesamt (UBA).

Müritz-Fischtage

Müritz-Fischtage erhöhen Bekanntheitsgrad von Spezialitäten der Binnenfischerei

„Veranstaltungen wie die Müritz-Fischtage sind hervorragend dafür geeignet, den Bekanntheitsgrad zahlreicher Spezialitäten der Binnenfischerei maßgeblich zu erhöhen“, sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute in Waren anlässlich der Abschlussveranstaltung der Müritz-Fischtage. Dadurch könne die für die Binnenfischerei so wichtige regionale Vermarktung spürbare Impulse erhalten.

Durch innovative und schmackhafte Rezepte und ein breit gefächertes Sortiment an Fischarten, hätten sich für den Verbraucher die Möglichkeiten fangfrischen Fisch zu genießen erheblich verbessert.

Doch nicht nur das vielseitige Angebot von Erzeugnissen, sondern auch die Ausstellung „Von Fischern und Fischen“ im Müritzeum und die praktischen Präsentationen des traditionellen Fischfanges, bei dem der Besucher einen bleibenden Eindruck über den Umgang mit Fanggeräten erhält, sind ein wichtiger Bestandteil der Müritz- Fischtage.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Veranstaltungen der vergangenen Tage dazu führen werden, dass sich die positive Entwicklung bei der regionalen Vermarktung von Fisch auch künftig fortsetzen wird“, betonte der Minister.

Im Hinblick auf die zunehmenden Probleme der Meeresfischerei machte Minister Backhaus deutlich, dass die Binnenfischerei mit ihrer Seen- und Flussfischerei sowie Aquakultur eine immer größere Bedeutung erhält.
Das Gesamtaufkommen der Erwerbs- und Freizeitfischerei aus den Binnengewässern Deutschlands liegt bereits bei 56.000 t, wovon etwa 18.000 t exportiert werden. Der in Deutschland erwirtschaftete Erlös der Erwerbsfischerei hat die Marke von 200 Mio. EUR mittlerweile überschritten.

„Dennoch wird der deutsche Markt für Süßwasserfisch mit einem Volumen von 103.000 t pro Jahr immer noch von Importen dominiert. Hier sind also noch einige Reserven zu erschließen. Die Entwicklung neuer Aufzuchttechnologien oder neuer Bewirtschaftungsformen, aber auch die Erzeugnisentwicklung und eine bessere Vermarktung von Süßwasserfisch können maßgeblich das Potenzial der Binnenfischerei erhöhen“, so der Minister.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern versuche diesen Prozess beispielsweise durch eine langfristige und ertragsorientierte Verpachtung von Fischereirechten oder durch eine weitreichende Investitionsförderung, aber auch durch die Entwicklung neuer Technologien oder gezielte Besatzmaßnahmen sinnvoll zu begleiten.

So wurden seit 1994 für 22 Investitionsvorhaben der Aquakultur 3,5 Mio. EUR Fördermittel ausgereicht. Gegenwärtig werden für die Entwicklung neuer Technologien wie beispielweise zur Aufzucht von Zandern, Forellen oder Großmaränen knapp 10,0 Mio. EUR eingesetzt. Für Aalbesatzmaßnahmen wird das Land Mecklenburg-Vorpommern bis zum Jahr 2015 etwa 2,3 Mio. EUR ausreichen.

„Durch die in diesem Jahr geschaffenen neuen Möglichkeiten für den Erwerb eines Touristenfischereischeines verspricht sich das Land einen zusätzlichen touristischen Anreiz, der sich letztlich auch bei dem Absatz von Erzeugnissen der Binnenfischerei wiederspiegeln wird“, hob Minister Backhaus hervor.

Verbraucherschutz wird Uni-Fach

Verbraucherschutz wird Uni-Fach
Neuer Studiengang an der TU München

Wie verhalten sich Verbraucher? Welches Konsumverhalten haben sie? Welche Technologien im Dienste der Verbraucher gibt es? Alles Fragen, die für Unternehmen, Politik und Wissenschaft eine zunehmend große Rolle spielen. Dieses weltweit aufstrebende Lehr- und Forschungsgebiet, das den Verbraucher in seiner wirtschaftlichen, sozialen und natürlichen Umwelt betrachtet, wird daher künftig in einem eigenen Studiengang verankert.
Die Technische Universität München bietet zum Wintersemester 2009/2010 den neuen Studiengang Consumer Affairs oder Verbraucherwissenschaften an. Der Master-Studiengang am Lehrstuhl „BWL – Marketing und Konsumforschung“ bietet vor allem Absolventen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften eine Zusatzqualifikation mit verbraucherwissenschaftlicher Orientierung. Neben Grundlagen der Verbraucherwissenschaften stehen u. a. Management, Ernährungspolitik, Marketing und nachhaltiger Konsum auf dem Studienplan. Der ausschließlich in Englisch durchgeführte Studiengang über vier Semester ist in das „European Master’s Programme in Consumer Affairs“ (EURECA) eingebunden und wird von der Europäischen Union gefördert. In Europa wird Consumer Affairs an 13 Hochschulen angeboten. Die TU München koordiniert den Studiengang mit den Universitäten Aarhus, Warschau und Wageningen. Fester Bestandteil des Studiums ist ein Auslandssemester an einer dieser Partnerhochschulen.

aid, Renate Kessen

Weitere Informationen: www.tum.de und www.eureca-online.de

inCome! Gastro-Tagung am 16. April 2008

Aus diesem Grund hat GMS großen Wert auf
ein interessantes und außergewöhnliches Programm gelegt. Neue
Technologien und Innovationen für die Effizienzsteigerung der
Betriebe werden ebenso vorgestellt wie Aussichten für die Zukunft.
GMS ist es gelungen für inCome! auch diesmal wieder namhafte Partner
und Referenten, wie Lohninger & Partner, Leuchtwurm, SiTech, Aastra
DeTeWe, yogesh.parfum, ncm Checkeffekt, Rimix, VingCard, Siemens,
Orderman, Controlling Service, Morandell und Gerhard Gugg zu
gewinnen.

Was inCome! noch einzigartig macht ist der kleine Rahmen der
Veranstaltung. Es wird bewusst auf eine begrenzte Teilnehmerzahl
geachtet, damit den Gästen persönliche Information und Beratung
geboten werden kann.

Am 16. April 2008 ist es wieder soweit! GMS präsentiert Ihnen zum
fünften Mal inCome!, die Gastro-Tagung in neuem Format.

Technologie & Innovation – nur hier erfahren Sie aus erster Hand,
wie Sie die neuesten Technologien erfolgbringend einsetzen.
Erlebniswelt & Showroom – testen und erleben Sie die besten Systeme
für Hotellerie und Gastronomie im realen Hotelbetrieb –
unverbindliche und fundierte Beratung inklusive! Visionen &
Perspektiven – erfahren Sie schon heute, welche Technologien Sie
morgen für Ihren Erfolg nutzen können. Und planen Sie so Ihre
Investitionen gezielt und langfristig. Kulinarik & Geselligkeit –
lassen Sie sich kulinarisch verwöhnen – vom Frühstücksbuffet bis zum
abendlichen 4-Gängemenü. Und nutzen Sie neu geknüpfte Kontakte mit
Branchenkollegen für Ihren Erfolg!

inCome! Erlebniswelt & Showroom steht Ihnen das ganze Jahr über
zur Verfügung. Schaffen Sie sich also genau dann die fundierte
Grundlage für Ihre Investitionsentscheidungen, wenn Sie sie
brauchen! Nähere Informa-tionen über inCome! Das Musterhotel
erhalten Sie bei der Gastro-Tagung und auf www.musterhotel.at

Milchschäumer

Es gibt sie handbetrieben, mit Stecker, Batterie oder auch Solarzellen. Aber 160 Euro für einen Milchschäumer?

Invasion der Schaumschläger

KOLUMNE VON JÖRN KABISCH

Es musste ja so kommen. Die Küchenindustrie ist gerade dabei, den Latte-macchiato-Trend auf einen ganz abscheulichen Zenit zu führen. Aus allen Ecken der Weihnachtsauslagen in Kaufhäusern und Küchenstudios blitzt einen ohnehin schon immer unsinniger werdender Krams entgegen. Leider auch noch mit den Namen Jamie Oliver, Tim Mälzer oder Johann Lafer versehen – wie Olivenölverkostungs-Dip-Schälchen oder handgeschmiedete Kräuter-Hängeböden.

Da denke ich es mir noch im Stillen – als ich aber neulich vor einer Auslage stand und ausschließlich Utensilien zur Herstellung von Milchschaum sah, brach es laut aus mir heraus: Gehts noch? Es gibt da ganz unterschiedliche Technologien: Töpfe, Milchbesen, Drück-und Zieh-Geräte, ja so was Ähnliches wie Zapfstationen für die aufgeschäumte Milch. Ich glaube nicht, dass was Vernünftiges rauskommt. Fast alle diese Geräte gibt es handbetrieben, mit Stecker, Batterie oder auch Solarzelle. Amazon – inzwischen der bestbestückte Onlineversandhandel für Küchenzubehör – listet für „Milchaufschäumer“, sage und schreibe 65 Produkte.

Lesen Sie in der TAZ die gesamte Kolumne:
www.taz.de/1/debatte/kolumnen/artikel/1/invasion-der-schaumschlaeger/?src=MT&cHash=28e7c3242f

Erste Öko-Region der Welt soll in Libyen entstehen

Die erste Ökoregion der Welt
soll auf einer Fläche von 550.000 Hektar im nordafrikanischen Libyen
entstehen. Die Region Green Mountains umfasst neben der Mittelmeer-Küste
auch noch Wälder, die sich landeinwärts erstrecken. Für das Vorhaben
zeichnet das renommierte Architekturbüro von Norman Foster
verantwortlich, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in
seiner Online-Ausgabe.

Wirtschaftlich arm, aber kulturell reich – mit diesen Worten wird Jabal
al Akhdar, das antike griechische Handelszentrum, beschrieben. Heute
herrschen in der Region bittere Armut, Arbeitslosigkeit um 30 Prozent
und extreme Trockenheit. Der Grundwasserspiegel ist hier in den
vergangenen 15 Jahren um 200 bis 600 Meter gesunken. Zu schaffen macht
der Region auch der Verlust der Vegetation: 500.000 Hektar Wald gab es
hier einst, 20 Jahre später waren es nur noch 180.000 Hektar. Die
antiken Ruinen der einstigen Wirtschaftsmetropole, die zum
UNESCO-Weltkulturerbe erhoben wurden, sind nicht bewacht und dadurch
häufig Opfer von Dieben. Geht es nach den Plänen von Saif al-Islam
Gadaffi, dem Sohn des Revolutionsführers, soll das schon bald der
Vergangenheit angehören.

Anfang der Woche wurden die Pläne der Green Mountain Conservation and
Development Authority, die Schirmherr über das Projekt ist, in der
antiken Stadt Cyrene im Herzen der Green Mountains vorgestellt. Foster
and Partners http://www.fosterandpartners.com , die schon Meilensteine
wie etwa das „Gherkin“-Gebäude in London oder den Berliner Reichstag
gestaltet haben, sind beauftragt worden hier tätig zu werden. In den
kommenden Jahren soll ein Nationalpark, ein Ökokraftwerk basierend auf
erneuerbare Energien, eine nachhaltige Landwirtschaft auf Basis einer
Meerwasserentsalzungsanlage sowie ein nachhaltiges öffentliches
Verkehrskonzept entstehen. Zudem setzt Libyen zunehmend auf
Fremdenverkehr, daher gehört in dieses Konzept auch eine ökologische
Hotelanlage, die zum Teil sogar in den Berg gebaut wird, um die
Landschaft zu erhalten und energetisch günstiger zu sein.

„Bis die regionalen Pläne von Fosters nicht fertig gestellt sind, können
wir gar nichts sagen“, meint Anthony Kleanthous, Sprecher des Green
Mountain Projekts. Anhand des Konzepts von Fosters soll deutlich gezeigt
werden, dass ein solches nachhaltiges Projekt in jedem afrikanischen
Land errichtet werden kann. Experten wie etwa Gordon McGranahan vom
International Institute for Environment and Development
http://www.iied.org in London ist nicht dieser Meinung. „Ein Projekt
dieser Größe kann kein Modell für andere afrikanische Länder sein, denn
es macht riesige Investitionen erforderlich und arme Länder können sich
das nicht leisten.“

Das gesamte Green Mountain Projekt wird von der libyschen Regierung
unterstützt. Laut New Scientist könnte das Projekt mehrere Milliarden
Dollar kosten. Partner werden aber auch die UNESCO sowie das
UNO-Umweltprogramm UNEP sowie private Unternehmen, die aufgerufen
werden, sich daran zu beteiligen. McGrahanan meint, dass trotz der
immensen Kosten ein solches Umweltprojekt nicht als unwürdig abzutun
sei. „Daraus kann man sowohl hinsichtlich der Technologien als auch der
Anwendungen für andere Projekte lernen“, stimmt Kleanthous zu. Dazu
gehöre etwa auch die Errichtung eines nachhaltigen öffentlichen
Transportsystems und die optimale Anwendung erneuerbarer Technologien
wie die Wahl der richtigen Biotreibstoffe. Nach Berichten in der
deutschen Zeitung „Die Zeit“ plant Libyen in den kommenden Jahren 26
Mrd. Euro in die Entwicklung des Tourismus zu investieren. (Wolfgang Weitlaner)

Smart Labels für frischen Fisch – „Chill-on“ Projekt

Das Gesamtbudget für dieses Integrierte Projekt (IP) namens CHILL-ON beläuft sich auf die Rekordsumme von ca. 16 Millionen Euro, wovon ca. 2,4 Millionen nach Bremerhaven fließen werden. Verschiedene Problemstellungen rund um die Transport- und Kühlkette werden innerhalb von vier Jahren unter der Koordination des ttz mit 23 Partnern aus 13 Ländern bearbeitet.

„CHILL-ON steht am Ende einer langen Reihe erfolgreicher EU-Projekte, die das ttz Bremerhaven im 6. EU-Forschungsrahmenprogramm bearbeitet hat. Das Projekt ist aufgrund seiner Größe bislang einzigartig in der Geschichte des ttz Bremerhaven: Hier werden verschiedene innovative Ansätze verfolgt, die, integriert in ein riesiges Projekt, letztlich eine Lösung für eine komplexe Problemstellung der Lebensmittelwirtschaft generieren können“, erklärt Matthias Kück, Projektleiter von CHILL-ON. Im 6. EU-Rahmenforschungsprogramm (2002-2006) konnten vom ttz Bremerhaven Projekte in einer Gesamthöhe von 90 Millionen Euro erfolgreich akquiriert werden, wovon rund 15,5 Millionen nach Bremen und Bremerhaven flossen.

Auf der Pressekonferenz CHILL-ON am 13. Juli betonte Frau Riechers-Kuhlmann, Geschäftsführerin der FBG (Fischereihafen Betriebsgesellschaft mbH) die Wichtigkeit des Gründerzentrums Bionord als Wissenschaftsstandort im Fischereihafen: „Das Projekt CHILL-ON demonstriert beispielhaft den Wissenstransfer durch das ttz Bremerhaven in die Region. Bremerhaven als Produktionsstandort für Tiefkühlkost und Fisch-Convenience profitiert vom Know-how, das im Rahmen dieses Projektes erarbeitet wird.“ Im Laufe des Projektes werden in Workshops und Seminaren die Forschungsergebnisse praxisorientiert weitervermittelt.

Herzstück des Projektes ist das Smart Label: Verschiedene Technologien, kombiniert mit GPS- und GSM-Überwachung sollen per „eCHILL-ON Smart Label“ die Temperaturgeschichte des Fisches vom Fang bis zum Einzelhandel lückenlos überwachen. Ein weiterer Bereich wird die Erstellung eines umfassenden Konzeptes zum „Chain Information Management“ sein. Hierbei sollen alle Informationen der Lieferkette in einer Art Kommunikationsplattform („Chain Collaboration Platform“) zusammenlaufen. Der wichtigste Aspekt dabei ist, dass alle an der Lieferkette Beteiligten nicht nur zu jedem Zeitpunkt Ort und Zustand ihrer Ware abrufen können, sondern gleichzeitig einen Einblick in Quantität, Warenfluss, Bestand und Produktion haben. Die Firma Chainfood aus den Niederlanden, auf der Pressekonferenz vertreten durch Johann Zandbergen, wird ein integratives Konzept entwickeln, welches die Grundsätze des Supply Chain Management (Lieferkettenmanagement) mit dem Einsatz neuester Technologien verbindet. Weitere Aspekte sind die Optimierung von Kühlmethoden oder die Etablierung eines präzisen und schnellen Verfahrens zum Nachweis möglicher Qualitätsmängel in Lebensmitteln. Sowohl der Bereich Molekulargenetik des ttz Bremerhaven als auch die Firma Q-Bioanalytic aus Bremerhaven werden an diesen Entwicklungen beteiligt sein.

„Ein Projekt dieser Dimension ist eine ganz neue Herausforderung für uns. Wir freuen uns als Koordinator dieses Großprojektes auf eine spannende Zusammenarbeit mit Partnern aus der Region und auf internationaler Ebene“, erklärt Werner Mlodzianowski, Geschäftsführer des ttz Bremerhaven.

www.ttz-bremerhaven.de

Asien-Tourismus steht vor Revolution

Die Tourismusindustrie im
asiatisch-pazifischen Raum steht vor einer Revolution. Zu diesem Urteil
sind mehr als 1.100 Delegierte, darunter auch zahlreiche Staats- und
Regierungschefs bei der 55. PATA (Pacific And Asia Travel
Association)-Konferenz http://www.pata.org , die derzeit in
Pattaya/Thailand über die Bühne geht, gekommen. „Die Konvergenz der
wirtschaftlichen, demografischen und kulturellen Trends werden die
Tourismusindustrie weiter revolutionieren“, zeigten sich die
Keynote-Speaker einstimmig überzeugt.

„Die kommenden zwei Dekaden werden mehr Lifestyle-Änderungen
hervorbringen als das gesamte vergangene Jahrhundert“, meinte Ho Kwon
Ping, CEO der Luxus-Hotelgruppe Banyan Tree. Die drei Gründe für Ho
sind: die Babyboomer-Generation kommt ins Alter, der Aufstieg des
urbanen Mittelstands in China und Indien und „Reisen wird praktisch zum
menschlichen Bedürfnis.“ „Die modernen Technologien wirken dabei wie
Prozessbeschleuniger.“ Das gelte sowohl für die neue und vor allem
günstigere Generation von Flugzeugen, als auch für die nicht unmittelbar
tourismusbedingten Technologien wie Internet, Telefon und Fernsehen.

Die Geschwindigkeit der Informationsweitergabe, der „Tod der Distanzen“
und die Möglichkeit Kunden rund um den Globus zu erreichen – gehören zu
den Folgen der digitalen Konvergenz. „Das wird in Zukunft die gesamte
Tourismusbranche beeinflussen“, so Ho. Diese Informationsflut treffe
nicht nur den Anbieter, sondern auch den Kunden. „Und sie beginnt lange
bevor der Reisende ins Flugzeug einsteigt.“

Thailand http://www.tourismthailand.org kristallisiert sich zunehmend
als Tourismus-Magnet im indopazifischen Raum heraus. 2004 kamen rund 12
Mio. Besucher ins Land. Die verheerende Tsunami-Katastrophe reduzierte
die Zahl auf elf Millionen. „Im Vorjahr hatten wir als Ziel 13,8 Mio.
Besucher. Durch den Tsunami wurde das Ergebnis etwas gebremst“, so
Juthamas Siriwan, Gouveneur der Tourism Authority of Thailand (TAT). Das
Ziel von 13,8 Mio. bleibe daher auch für das laufende Jahr bestehen.
Tatsächlich legten die Passagierzahlen im ersten Halbjahr 2006 im
Vergleich zu 2005 erneut kräftig zu: Und zwar um 37 Prozent im Januar,
um 30 Prozent im Februar und um 20 Prozent im März. Für Thailand ist der
Fremdenverkehr einer der Haupteinnahmequellen für Devisen. Thailand
setze alles darauf die Tourismusbranche weiter auszubauen. „Wir sind
überzeugt davon, dass der Fremdenverkehr die wirtschaftlichen Kluft der
Staaten der Region verringern kann“, so Suwat Liptapanlop thailändischer
Premierminister-Stellvertreter.

„Die PATA-Staaten konnten 2005 als erfolgreichstes Tourismusjahr
verbuchen: Mehr als 330 Mio. internationale Gäste bereisten die Region“,
berichtet John Koldowski, Direktor des PATA-Strategic Intelligence
Centre. Die Gründe dafür liegen neben der Stärkung der wirtschaftlichen
Voraussetzungen der Staaten in der Deregulierung der Luftfahrtbranche,
der Zunahme von Billigfluglinien und speziellen Sonderangeboten, die in
erster Linie im Internet angeboten wurden“, so Koldowski. Wolfgang Weitlaner