kulinart 2016 Stuttgart

kulinart ist zurück in Stuttgart: Am 12. und 13. November erfreut die Genussmesse wieder die Freunde des guten Geschmacks mit Delikatessen und Design in der Phoenixhalle im Römerkastell Bad Cannstatt.

Wer kulinart kennt, weiß, was ihn erwartet – immer etwas Neues. Die Genussmesse ist bekannt für ihr ebenso abwechslungsreiches wie vielschichtiges Programm. Was Besucher und Aussteller an kulinart gleichermaßen schätzen, ist die gegenseitige Begegnung und das gehaltvolle Gespräch. Veranstalterin Conny Krenn weiß, warum: „Die Erzeuger, Händler und Besucher inspirieren sich gegenseitig bei diesem Austausch. Der Genuss verbindet. Am Ende haben beide das gute Gefühl, etwas Wertvolles mit nach Hause zu nehmen.“

Dass dieses „Wertvolle“ aus der Region stammen kann – aber nicht muss – ist bei kulinart Programm. Unter den rund 70 Ausstellern der Messe finden sich zahlreiche Spezialitäten und Entdeckungen aus Baden-Württemberg – von der familiengeführten Nudelmanufaktur „Nudelkontor Bracher“ bis zum Dry Age Beef süddeutscher Rinder von „Fleischeslust“.

Spannend sind dabei vielfach nicht nur die Produkte selbst, sondern auch ihre Hintergrundgeschichten. Zum Beispiel die Story der „Hamburger Deern“ Kerstin Luensee, die aus Liebe zur fernen Heimat Hamburg nun in ihrer Manufaktur in Rudersberg Brotaufstriche, Backrezepturen und Spirituosen als „Flaschenpost“ abfüllt. Oder die der ebenfalls maritim angehauchten „Seesucht Manufaktur“. Hier werden in traditioneller Handwerkskunst Bodensee-Andenken angefertigt, die der Masse handelsüblicher Souvenirs trotzen.

Einen hohen Stellenwert haben auf der Stuttgarter kulinart schon immer die edlen Tropfen aus der Region. Das Team der Weinmanufaktur Untertürkheim präsentiert ihre Weine dieses Jahr in Kooperation mit der Hofmetzgerei Greiß. Der Stuttgarter „Weinhandwerker“ Frank Haller serviert u. a. sein „Cannstatter Zuckerle“, während die Manufaktur Broch und die Marder Edelbrände aus dem Schwarzwald mit ganz besonderen Gins und Whiskys überraschen.

Natürlich gibt es auch Weine und Spirituosen aus Italien, Frankreich und Spanien zu entdecken, ebenso wie viele internationale Foodtrends und Spezialitäten. So z. B. die gefriergetrockneten Superfood-Smoothies „buah“, der Anislikör „Herbes de Mallorca“, die Naschereien von „Mister + Misses M“ sowie alpine Feinkost und Design von „alpenweit“, Käsespezialitäten aus der Schweiz, leckerer Aioli-Dip aus Portugal, hochwertiger Zuchtcaviar aus Russland und die „performa“ Designmöbel aus Heilbronn.

Wer den Genuss gerne mit einem entspannenden Kurzurlaub verbindet, steuert am besten den Stand vom „Schäfer“ Wellnesshotel aus Vorarlberg an oder lässt sich von der kleinen feinen Reiseagentur „tourgourmet“ zu einer individuellen Genussreise beraten.

Ob regionale oder internationale Spezialitäten – auf der kulinart findet jeder Besucher etwas für seinen besonderen Geschmack. Und kann sich gleich direkt bei den Händlern oder Erzeugern persönlich über Herkunft und faire Herstellungsbedingungen der Waren informieren. Dieses Konzept kommt hervorragend an: Im letzten Jahr waren es mehr als 6.500 Genießer, die zur kulinart gekommen waren, um „etwas Wertvolles mit nach Hause zu nehmen“.

www.kulinart-messe.de

Stuttgarter Frischeparadies feiert Neueröffnung

Größer, nachhaltiger und vor allem schöner ist das neue Frischeparadies in Stuttgart geworden. Die begrenzte Kapazität durch das Wachstum der letzten Jahre hat das Unternehmen dazu bewogen, am Standort Stuttgart über 10,5 Millionen Euro zu investieren und in der Ulmer Straße 159 einen Neubau zu beginnen. Genau ein Jahr nach Grundsteinlegung ist auf über 3.200 Quadratmetern Fläche ein ansprechender Markt mit Logistikabteilung entstanden, der nicht nur das Gastgewerbe in Baden-Württemberg beliefert, sondern auch privaten Genießern ein attraktives Einkaufserlebnis bietet. Ein langersehntes Bistro, das in anderen Niederlassungen von Frischeparadies Kommunikationszentrum und Kundenmagnet ist, wurde nun auch in Stuttgart integriert. Die offizielle Eröffnung fand letzte Woche statt.

Wie in einer Markthalle in Frankreich oder Spanien fühlen sich Kunden ab sofort im Stuttgarter Frischeparadies. Für den neuen Markt mit offener Dachkonstruktion wurden etliche Tonnen naturbelassenes Holz verbaut, durch Glaselemente fällt viel Licht ein und schafft eine angenehme, natürliche Atmosphäre. Vor allem auf Nachhaltigkeit wurde großen Wert gelegt. So sind etwa Teile des Daches begrünt, und neueste energiesparende Anlagentechnik sorgt vor und hinter den Kulissen für geringeren Energieverbrauch bei Kühltheken, Tiefkühlhäusern und Eismaschinen. Wer den früheren Markt in der Mercedesstraße kennt, freut sich beim Neubau vor allem auf eine Vielzahl von Neuerungen wie den sechs Meter langen Schinkenhimmel, wo sich Kunden Jamón und Prosciutto unterschiedlicher Reifegrade, Coppa, Salami und Co. hauchdünn aufschneiden lassen. Auch eine Käsetheke wurde im Stil eines Marktstandes geschaffen. Das Herzstück von Frischeparadies, die Fisch- und Seafood-Abteilung, fällt in Stuttgart besonders üppig aus, auf ganzen neun Metern Breite wird frische Topqualität aus dem Meer präsentiert. In die Verkaufsfläche von 1.100 Quadratmetern ist eine begehbare Obst- und Gemüseabteilung integriert, die regionale Produkte, aber auch seltene Sorten und Exoten optimal lagert.

Ob in Berlin oder München, in Frankfurt oder Hamburg: Im Frischeparadies halten sich zur Mittagszeit viele Kunden im Bistro auf, bestellen die berühmte Bouillabaisse oder einen Fischgrillteller und trinken ein Glas Wein dazu. Darauf mussten die Stuttgarter bisher verzichten. Im neuen Frischeparadies gibt es nun endlich ein Bistro mit über 40 Plätzen, von denen aus man an Bistrotischen oder direkt am Tresen sitzend in die offene Küche blickt und den Köchen zuschaut. Von der Auster bis zum Zander wird hochwertige Produktqualität serviert, und was nicht auf der wechselnden Karte steht, kann auf Wunsch individuell vom Koch zubereitet werden. Wer noch unsicher bei der Weinauswahl ist, findet in der deutlich vergrößerten Weinabteilung mit Verkostungstresen die perfekte Anlaufstelle und fachkundige Beratung. Hinter den Kulissen ist jede Menge Raum für Logistik entstanden. Vom Trockenlager über verschiedene Kühlräume für Fisch und Fleisch, Tiefkühllager und entsprechende Vorräume zur Kommissionierung der Waren sind optimale Voraussetzungen geschaffen worden, um Gastronomie und Hotellerie schnell mit dem eigenen Fuhrpark zu beliefern.

Das Frischeparadies in der Ulmer Straße 159 in Stuttgart hat von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr geöffnet, an Samstagen von 8 bis 17 Uhr. Das Bistro ist von Dienstag bis Samstag von 11 bis 15 Uhr in Betrieb. Jeder erste Montag im Monat ist Cash & Carry-Tag, dann gibt es 15 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment und das Bistro ist ebenfalls geöffnet. Für Kunden stehen 52 hauseigene Parkplätze zur Verfügung.

www.frischeparadies.de

Pascal Foechterlé

Pascal Foechterlé kehrt nach vier Jahren zurück in die „Zirbelstube“ des Althoff Hotel am Schlossgarten in Stuttgart und übernimmt ab dem 1.1.2016 die Rolle des Gastgebers in dem Sternerestaurant. Seit Mitte 2009 ist der bekannte Franzose in der Stuttgarter Spitzengastronomie tätig, zuletzt im Sterne-Restaurant „Olivo“ im Steigenberger Hotel Graf Zeppelin.

Der ausgewiesene Kenner der Haute Cuisine kann auf eine beeindruckende Vita zurückblicken. Sein Weg führte ihn vom Sternerestaurant Schwarzer Adler über die Traube Tonbach im Jahr 2006 nach Bergisch-Gladbach, wo er schon einmal für die Althoff Hotel Gruppe tätig war, damals im Gourmetrestaurant Vendôme, bei Joachim Wissler sowie im Anschluss von 2009 bis 2011 als Restaurantleiter im Althoff Hotel am Schlossgarten in Stuttgart. „Wir freuen uns sehr, Pascal Foechterlé wieder als Gastgeber in der „Zirbelstube“ und der Althoff Hotel Gruppe begrüßen zu dürfen“, so Thomas H. Althoff, Gründer und Inhaber des Unternehmens.

„Pascal Foechterlé steht für Gastlichkeit. Mit seiner weitreichenden Erfahrung im Bereich der Spitzengastronomie ist er ein anerkannter Experte der Branche. Im Althoff Hotel am Schlossgarten verbinden sich mit Sebastian Prüßmann und der „Zirbelstube“ Sterneküche und gemütliche Eleganz in einzigartiger Weise. Nun möchten wir mit Pascal Foechterlé als Maître darüber hinaus neue Maßstäbe für unser Hause setzten“, so Ulrich Schwer, Direktor des Althoff Hotel am Schlossgarten in Stuttgart.

Ende vergangenen Jahres ist Sebastian Prüßmann mit seiner Sterneküche in die „Zirbelstube“ zurückgezogen, die vorab behutsam renoviert wurde. Seine Küche ist aktuell mit einem Michelin-Stern und 16 Gault Millau Punkten ausgezeichnet. Ganz aktuell wurde Sebastian Prüßmann vom Schlemmer Atlas unter die TOP 50 Köche in Deutschland gewählt. Der Aufsteiger des Jahres 2015 (Der große Restaurant und Hotel Guide) freut sich über den Neuzugang im Team. Seine Kollegin Talisa Bernthaler verlässt Ende des Jahres das Stuttgarter Haus und die Althoff Hotel Gruppe, um sich außerhalb des Unternehmens neuen Aufgaben zu widmen.

39. Stuttgarter Weindorf

Zwölf Tage Gastlichkeit, Geselligkeit und Genuss

Mit Leidenschaft dekorierte Lauben, fröhliche Stimmen, klirrende Gläser, der Duft nach Maultaschen und Käsespätzle: Das Weindorf lebt von seinem besonderen Flair und weist eine große Beständigkeit auf: Die Hälfte der Wirtinnen und Wirte sind schon seit der Anfangszeit „tragende Säulen” des Festes.

Vom 26. August bis zum 6. September freuen sich 28 Weindorf-Gastronomiebetriebe sowie drei Süßwarenstationen auf Stammgäste, Besucher aus der Region und Touristen aus Nah und Fern.

Im Herzen Stuttgarts, nämlich auf dem Markt- und Schillerplatz sowie in der Kirchstraße, flanieren die Besucher an zwölf Tagen oder „hocken“ zusammen und freuen sich über landestypische Köstlichkeiten. Im Mittelpunkt steht dabei ein großes Angebot bester Weine aus Baden und Württemberg, bei dem insgesamt mehr als 500 Qualitätsweine verkostet werden können. So sind Weinfreunde in der Lage, neue Wengerter (Winzer), Rebsorten und Geschmacksvarianten für sich zu entdecken: „Unsere Wirtinnen und Wirte offerieren auf dem Weindorf ausschließlich Qualitätsweine, die von privaten Weingütern, von Weinerzeugern des VDP (Verein Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter e.V.) und von Genossenschaften stammen“, erläutert Axel Grau, Geschäftsführer des Veranstalters Pro Stuttgart.

Neue Wirte auf Markt- und Schillerplatz
Erstmals dabei sind die Brüder Maximilian und Ferdinand Trautwein mit der gegenüber dem Rathaus liegenden Laube 29 „Zur Linde“. Sie betreiben erfolgreich das gleichnamige Lokal in Möhringen und sind seit Jahren mit ihren Eltern auf dem Esslinger Zwiebelfest aktiv.

Für Furore sorgte vor einiger Zeit die Eröffnung des VfB-Vereinsrestaurants unter Leitung der Stuttgarter Gastronomen Christian List und Alexander Scholz. Eine ganz andere Atmosphäre, aber ebenfalls beste Qualität, darf man bei der neuen „1893 – Die VfB Laube“ (Nr. 3) am Alten Schloss erwarten.

„Weindorf-Treff“: Prominent besetzte Talkrunde
Bereits zum vierten Mal zieht es die Freunde gepflegter Unterhaltung zum „Weindorf-Treff“ in Laube 16, „Alte Kanzlei“. An fünf Terminen (27. und 31.8. und 1. bis 3.9., jeweils von 17 bis 18 Uhr,) plaudern und spielen die Moderatoren von SWR4 und Stuttgarter Nachrichten mit prominenten Personen. Dabei geht es um Kultur, Wein, Musik, Sport, Filme, Politik, Kabarett und Radio – mit Sicherheit interessante Themen und Leute. Die ausführliche Broschüre hierzu liegt an den bekannten Stellen aus, vor allem aber an der Info-Laube des Weindorfs. Die Publikation ist auch unter www.stuttgarter-weindorf.de unter dem Punkt Veranstaltungen per Download verfügbar. Bildergalerien und Videoclips findet man bei SWR4.de/weindorftreff und unter stn.de/weindorftreff.

Wissenswertes zu „Wein in der Bibel“
Am Samstag, den 29. August um 18 Uhr, gibt erstmals Pfarrerin Franziska Stocker-Schwarz beim Abendgottesdienst in der Stiftskirche Gelegenheit, sich über die Aussagen in der Bibel Gedanken zu machen, die in Zusammenhang mit Wein stehen. Den Wein-Gottesdienst begleitet Stiftskantor Kay Johannsen auf musikalisch höchstem Niveau. Und beim Abendmahl wird neben dem Brot selbstverständlich auch Wein gereicht.

Sonntags: Familien-Angebote
An den beiden Sonntagen sollen zahlreiche Aktionen für die ganze Familie das gemeinsame Erlebnis begleiten. Natürlich haben die Wirte alles vorbereitet, was Kinder gerne essen. Und „Knoba-Sörwiss“, die bekannten und vielgeliebten Comedy-Kellner, begeistern kleine und große Weindorf-Gäste gleich am ersten Sonntag (30. August). Beste Unterhaltung garantiert die Puppenbühne „Mini-Max“ (14.30 und 16.30 Uhr, Rathaustreppe/ Marktplatz) und das Kinderschminken (12 bis 17 Uhr, Kirchstraße). Außerdem ist in Laube 32 eine Kinderecke eingerichtet – dort ziehen sie spannende Märchen in ihren Bann (ab 11.30 Uhr, Obertürkheimer Weinlaube). Und wer einen Sterntaler mitbringt, darf sich ein Märchen wünschen! Der Sterntaler steht auf der Facebook-Seite (www.facebook.com/StuttgarterWeindorf) und auf der Website (www.stuttgarter-weindorf.de) zum Download bereit. Bei „1893 – Die VfB Laube“ (Nr. 3) ermöglicht ein mobiler Fotostand, vorher gemachte Bilder gleich vor Ort auszudrucken. Die beliebten und sympathischen Figuren „Äffle & Pferdle“ sorgen an beiden Wochenenden (freitags bis sonntags) für Spaß und lustige Fotomotive. Sie sind auf dem gesamten Weindorf unterwegs, aber man findet sie meist in der Nähe des EnBW-Zeltes und der InfoLaube.

Klingt gut: Musikalische Unterhaltung
Musikalisch sind beide Sonntage sehr unterschiedlich gestaltet: Der erste Sonntag (30.8.) gehört den Fans der traditionellen Musik mit historischen Trachten und Original-Instrumenten. Die Volksmusikgruppen spielen an wechselnden Orten auf dem Weindorf.
Am zweiten Sonntag (6.9.) erheben die Gäste ihre Gläser zu „Gute-Laune-Jazz“ mit den „ES-music-fans“ oder erfreuen sich an einer neuen Formation der Musikschule „Young Trumpets Stuttgart“ sowie anderer Jazzmusiker aus der Region.

Lohnt sich: Anreise mit Bus & Bahn – ein Viertele “geht auf’s Haus”
Für die Anreise per Bus und Bahn gibt es einen besonderen Anreiz: Mit tagesaktuell gültigem VVS-Fahrausweis erhalten die Besucher an der Pro Stuttgart Info-Laube an den Sonntagen ab 11.30 Uhr pro Person einen Wert-Gutschein für ein zweites Viertele Wein (maximal 6 Euro). Unbedingt beachten: Bereits vor der Erstbestellung bekommt der Wirt den Gutschein!

Blick hinter die Kulissen
Wer das Fest mal von einer anderen Seite erleben und sein Wissen über das Weindorf und Wein vertiefen möchte, hat die Möglichkeit an einem der Weindorf-Rundgänge (ab 30. August, täglich 15 Uhr) teilzunehmen. Info und Anmeldung über www.translang.de oder Telefon 0711-67445750.

Wissenswertes für den Weindorf-Besuch:
Termin: Mittwoch, 26. August bis Sonntag, 6. September 2015

Geänderte Öffnungszeiten:
Täglich von 11.30 bis 23 Uhr, Donnerstag, Freitag, Samstag bis 24 Uhr.

Reservierungen nehmen die Weindorfwirte gerne entgegen!
Telefonnummern sowie weitere Informationen zum Weindorf: www.stuttgarter-weindorf.de

Ralf Pinzenscham

“Als guter Sommelier muss ich auch ein guter Psychologe sein”

Seit 20 Jahren arbeitet der gebürtige Franke Ralf Pinzenscham als Sommelier im Sternerestaurant „top air“ am Stuttgarter Flughafen. In der ansonsten schnelllebigen Gastronomie ist er eine Konstante für Mitarbeiter und Gäste – wohl kaum ein Sommelier in Deutschland kann auf so viele Dienstjahre im selben Betrieb zurückblicken. Mit seiner unnachahmlich charmanten und angenehm ruhigen Art ist er der ideale Gastgeber, der nicht nur alles von Wein, sondern auch von den Vorlieben seiner Gäste versteht.

Wenn der Patron des „restaurant top air“, Claus Wöllhaf, am Stuttgarter Flughafen anruft, um Ralf Pinzenscham zu sprechen, kann das nur zwei Gründe haben: Entweder möchte er einen Tisch reservieren oder eine Weinempfehlung bekommen – auch wenn er im Ausland über der Weinkarte brütet und sich nicht entscheiden kann. Er weiß, dass auf Pinzenscham immer Verlass ist. Seit 20 Jahren arbeitet der Restaurantleiter und Sommelier bereits im „top air“, vier Küchenchefs hat er erlebt, Gäste und Mitarbeiter kamen und gingen, Pinzenscham blieb eine Konstante im sich immer schneller drehenden Personalkarussell der Gastronomie. Dabei hatte der gebürtige Franke anfangs gar nicht vor, solange in Stuttgart zu bleiben: „Als ich im Juli 1995 hier anfing, sollte das top air für mich nur als Übergangsstation dienen. Dass ich jetzt schon 20 Jahre hier bin, zeigt doch, wie sehr mich die besondere Atmosphäre des Restaurants, das seit fast 25 Jahren mit einem Michelin-Stern dekoriert ist, gefesselt hat.“

Keine Liebe auf den ersten Schluck
Ralf Pinzenscham hat eine klassische Ausbildung zum Restaurantfachmann absolviert. In der renommierten „Ente“ in Wiesbaden erlernte er sein Handwerkszeug zum Sommelier. Weinkenner konnte er sich zu dieser Zeit noch nicht nennen. Bier trank er sehr gerne, Wein, vor allem Rotwein, war für ihn noch ein Buch mit sieben Siegeln. „Erst als der dortige Sommelier mir einiges darüber erzählte und mich immer wieder verschiedene Reben probieren ließ, da wurde mein Gaumen angeregt und so entwickelte sich meine Leidenschaft für das Produkt Wein“, berichtet der 46-jährige Pinzenscham. „Es war nicht Liebe auf den ersten Schluck, vielmehr hat sich diese Liebe über Jahre hinweg verfestigt. Keiner kann auf Anhieb zum Weinkenner avancieren, man muss daran arbeiten, das ist wie mit einer Beziehung, aber das kann man lernen. Um in die Tiefe zu gehen bedarf es Wissbegierde, Faszination, Offenheit und Toleranz.“

Auch Pinzenschams Vorlieben haben sich im Laufe der Jahre verändert. Waren es anfangs noch schwere Weine mit viel Holz, Vanille und Beerenaromen, sind es jetzt Weine, die er aufgrund von Eleganz, Feinheit, Finesse, Terroir und Subtilität präferiert. „Weinliebhaber zu sein ist auch immer ein Entwicklungsprozess. Der Geschmack ändert sich mit der Zeit. Wichtigste Prämisse ist jedoch, dass man neugierig bleibt und aufgeschlossen gegenüber Weinen, die man sonst nicht trinken würde“, so Pinzenscham. Womit wir wieder bei seinem Beruf als Sommelier im „top air“ wären. Die Karte dort umfasst rund 350 Positionen mit Weinen, deren Auswahl allein Ralf Pinzenscham obliegt. Nicht alle, aber die meisten davon hat er probiert, bei den teuren verlässt er sich auf die Empfehlungen des Winzers. „Man darf die Karte natürlich nicht so gestalten, dass darauf nur Weine zu finden sind, die man selber gerne trinkt. Die Gäste können und sollen nicht mit dem Geschmack des Sommeliers konkurrieren müssen“, so Pinzenscham.

Perfekte Harmonie von Speisen und Wein
„Sommelier ist ein Dienstleistungsberuf. Das bedeutet, dass ich dem Gast helfen sollte, den richtigen Wein zum Essen zu wählen. Maßgeblich sind dabei die Vorlieben des Gastes und nicht meine Präferenzen. Vielmehr möchte ich im Gespräch herausfinden, was er gerne trinkt oder ihn behutsam an einen neuen Stil oder Geschmack heranführen. Erst das macht einen guten Sommelier aus“, erklärt der Restaurantleiter. Die Handschrift von Ralf Pinzenscham erkennt man in „top air“ auch daran, wie er eine glasweise Weinbegleitung zu einem Menü zusammenstellt. Er kennt die Gerichte von Sternekoch Marco Akuzun, hat sie alle probiert und weiß genau, mit welchen Weinen sie am besten zur Geltung kommen. „Selbstverständlich steht bei uns immer das Essen im Vordergrund. Die Gäste kommen aufgrund von Marcos Kreationen und nicht, um explizit einen Wein zu trinken. Ich muss versuchen, bei der Empfehlung dann die perfekte Mischung zu finden, damit der Wein nicht zu aufdringlich ist, aber auch nicht zu flach“, erklärt Ralf Pinzenscham. Und so konnten sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Gäste immer darauf verlassen, im „top air“ vorzüglich bedient und beraten zu werden. Für Ralf Pinzenscham eine Selbstverständlichkeit und eine schöne Aufgabe: „Die letzten 20 Jahre hier waren eine tolle Zeit, eine aufregende und zufriedene Zeit. Ich bin hier fachlich und menschlich sehr gereift und freue mich auf weitere 20 Jahre.“

www.woellhaf-airport.de

Ein neues Frischeparadies für Stuttgart

Neuer, größer und schöner wird das Frischeparadies in Stuttgart. Da der Mietvertrag für das bisherige Gebäude ausläuft, das noch hauptsächlich für Kunden aus dem Gastronomiebereich konzipiert war, wird nun ein ansprechender Markt gestaltet, in dem auch Endverbraucher beste Produkte finden. Die Grundsteinlegung für den Neubau mit einer Investitionssumme von 10,5 Millionen Euro erfolgt am Dienstag, dem 14. Juli 2015, um 10 Uhr in der Ulmer Straße 159. Die Fertigstellung ist bereits für Mai 2016 geplant.

Stefan Hagge und Stephanie Klause, beide Betriebsleiter im Stuttgarter Frischeparadies, steht viel Arbeit bevor. In weniger als einem Jahr werden sie mit 51 Mitarbeitern und einem Warensortiment, das etwa 8.000 Lebensmittel umfasst, auf die andere Seite des Neckars umziehen: „Der Umzug wird eine Herausforderung, aber wir freuen uns, unseren Kunden bald einen ganz neu gestalteten Markt zu präsentieren. Außerdem schaffen wir mehr Arbeitsplätze, wir werden etwa 10 bis 20 Prozent mehr Mitarbeiter einstellen, und unser Sortiment auf knapp 12.000 Produkte erweitern“, erklärt Stefan Hagge. Durch den Neubau gibt es im Stuttgarter Markt verschiedene Änderungen. Ein Bistro eröffnet, in dem zur Mittagszeit wechselnde Gerichte serviert werden. In anderen Niederlassungen wie Frankfurt oder München ist das Bistro ein beliebter Treffpunkt und immer gut besucht. Außerdem ist eine Schinkentheke mit „Schinkenhimmel“ nach dem Vorbild spanischer Markthallen geplant, am üppig bestückten Tresen können sich Kunden Jamón und Prosciutto unterschiedlicher Reifegrade, Coppa, Salami und Co. hauchdünn aufschneiden lassen.

Mit dem Schlüsselfertigbau hat die Frischeparadies KG das Stuttgarter Bauunternehmen Wolff & Müller beauftragt. „Ausschlaggebend waren vor allem die technische Kompetenz und die Erfahrung des hiesigen Unternehmens im Industrie- und Gewerbebau für den Mittelstand“, sagt Dietmar Mükusch, Geschäftsführer der Frischeparadies-Gruppe. „Der Neubau hat eine komplexe Holzdachkonstruktion und, bedingt durch das Sortiment von Frischeparadies, eine anspruchsvolle Gebäude- und Kältetechnik mit unterschiedlichen Temperaturbereichen, die eine individuelle Umsetzung im Bau erfordern“, erklärt Roger Ludwig, Projektleiter bei Wolff & Müller. Die Kosten für den Neubau betragen etwa 10,5 Millionen Euro. Das familiengeführte Bauunternehmen wird die Halle inklusive Technikanbau und Außenanlagen in nur knapp einem Jahr fertigstellen. Mitte Mai 2016 soll der Bau schlüsselfertig übergeben werden.

Der Neubau erstreckt sich auf einer Grundfläche von 3.150 Quadratmetern in der Ulmer Straße 159 und ist als eingeschossige Halle mit teils verglasten, teils geschlossenen Fassaden mit vorgesetztem Klinkermauerwerk und aufwendiger Dachkonstruktion konzipiert. Im Bereich der Warenanlieferung wird ein Obergeschoss mit Büro- und Sozialräumen errichtet.

Der Grundstein wird morgen, am Dienstag, dem 14. Juli 2015, um 10 Uhr in der Ulmer Straße 159, gelegt. Passend zu Frischeparadies, dessen Kernkompetenz im Bereich Seafood und frischer Fisch liegt, wird als Zeitkapsel ein ausgedientes Matjesfässchen bei der Grundsteinlegung vergraben. Die Frischeparadies KG ist eine Tochter der Oetker-Gruppe, deren Beiratsvorsitzende Rosely Schweizer wird an der Veranstaltung teilnehmen.

www.frischeparadies.de

kulinart, Stuttgart

Zehn Jahre kulinart, Messe für Genuss und Stil, gehören für OB Fritz Kuhn zu dem, „was wirklich wesentlich ist im Leben“


Wer wie die Stuttgarter „bereit ist, sich auf Neues und Unbekanntes einzulassen wird erfahren, wie vielfältig und außergewöhnlich das Leben ist“, sagt Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn. Die zehnte kulinart, Messe für Genuss und Stil, als Marktplatz erlesener Köstlichkeiten und der Kunst ästhetischen Erlebens gehört für Kuhn „zu dem, was wirklich wesentlich ist im Leben. Dahinter verbirgt sich eine tief verwurzelte Wertschätzung für Qualität und Nachhaltigkeit, mit der die Stuttgarter seit jeher ihre Stadt zu einem ganz besonderen Ort machen“. kulinart Stuttgart gastiert am 15. und 16. November 2014 in der Phoenixhalle im Römerkastell in Bad Cannstatt.

Seit Jahren wie Familie
„kulinart fühlt sich längst wie Familie an“, hört Veranstalterin Conny Krenn von ihren Messe-Besuchern immer wieder. Die Frage nach den besonderen Highlights bleibt auch im zehnten Jahr offen: „Jedes Produkt ist einzigartig, steht für sich und ist mit einer ganz individuellen Geschichte verbunden“.

Auch für Food-Scout Sandro Fazio von Sanviva ist kulinart längst Zuhause: „Man trifft sich, tauscht sich aus, schickt die Besucher von einem zum nächsten. Man mag sich einfach. Das gibt`s so auf keiner anderen Messe. Wenn ein Produkt durch die kulinart geht“, erklärt der bekennende Genussmensch, „verkauft es sich wie frisches Brot. Unser ganzes Online-Geschäft baut auf kulinart auf“.

Tabacum-Inhaber Siegfried Schäuble ist für kulinart seit zehn Jahren ein Meilenstein: bei der Qualität der Spirituosen, beim Selbstverständnis, beim Preis-Leistungs-Verhältnis und in der Liebe zu ganz besonderen Raritäten: „Die kleinen, feinen Spezialitätenhändler haben nach einem Publikum gesucht, das ihren exklusiven Produkten Wertschätzung entgegenbringt. Das hat sich bis heute erhalten. Es wird schwierig sein, auf diesem hohen Level noch etwas drauf zu setzen, das bezahlbar ist“. Begeistert ist der Stuttgarter von dem, was nachwächst: „Unter den Besuchern sind immer mehr junge Menschen, die sehr bewusst mit Lebensmitteln umgehen und selbst fantastische Köche und Genießer sind. Eine tolle Entwicklung!“

„Eine Welt des Staunens und der Magie“, sagt der Stuttgarter Meister-Zauberer Thorsten Strotmann, „kulinart ist ein Genuss für den Gaumen und die Seele“. Für ihn passt das wunderbar zusammen.
„Leben, Wohnen und Genießen sind eine Einheit“. Bei Uhl Schöner Leben in Ludwigsburg und Stuttgart ist das ein Grundprinzip, das von Anfang kulinart begleitet. In der Uhl-Show-Küche zaubert Markus Eberhardinger von der Stuttgarter Speisemeisterei am Samstag: „Tatar vom Uria-Rind“. Am Sonntag erleben die Messe-Besucher Kochkunst der Spitzenklasse mit Bastian Pfeifer bei „Entenbrust Sous Vide“. 

Eine tolle Entwicklung!
Mit dem Blick für das Besondere hat es sich die exklusive Verkaufs- und Verbrauchermesse zur Aufgabe gemacht, neue Trends, Talente und Spezialitäten zu entdecken. Wie „Tarte & Törtchen“ aus dem Stuttgarter Westen. Vom „Feinschmecker“ umworben und von Naschkatzen vergöttert hat es Genre-Konditorin Aline John im zweiten Jahr ihrer Existenz geschafft, den unverwechselbaren Anspruch an echte, faire Zutaten und den eigenen unverbauten Style hoch zu halten: „Es gibt nichts, was wir nicht selbst machen“. Sogar die exklusiven Frühstücks-Croissants mit Demeter-Tourierbutter oder die geheimen Tagestörtchen „Verwandeldich“.

„Mit meinem Thema werde ich nie auf eine andere Messe gehen als kulinart“, betont Aline John, „enorm viele Leute haben uns dort entdeckt und sind extra von weit her gekommen. Das macht die persönliche Atmosphäre zwischen Publikum und anderen Ausstellern und diese tolle Location. Das muss auch so bleiben!“

Eine der Neuentdeckungen in diesem Jahr ist „Chocqlate“: Mit einem Set aus Form, Rezeptur und Zutaten wie ungerösteten handgemahlenen Kakaonüssen direkt von den Urwald-Plantagen hat das junge Münchner Unternehmen ein Netzwerk an Heim-Schoko-Manufakturen ins Leben gerufen. Auf bio-veganer Basis und ganz ohne Zucker.

In köstlicher Nachbarschaft
: Regionale Delikatessen erfahren bei kulinart eine ganz besondere Wertschätzung: La Fattorias Premium-Produkte aus Italien und Kalabrien zählen in Stuttgart zum nachhaltigen urbanen Lebensstil wie das ehrliche Brot aus der Fellbacher Familienmanufaktur Grau und Esther Wiemanns Frischkäse aus dem Nürtinger Gewölbekeller. Imker Pfeifles Ur-Stuttgarter „Stäffeleshonig“, Metzgermeister Stefan Bless` gewagte Kreationen unterm Fernsehturm, die kulinarische Hausmannskost aus den Food-Trucks von Erna & Co. oder Mauls & More. Der saftige schwäbische Hinterschinken namens „Rosalie“ mit ganzen Trüffeln aus der Offinger Manufaktur Göschle oder Sandners erntefrische Früchte direkt aus den Gärten Italiens.

Aus geheimen Genusswinkeln
Die Reise der kulinart-Aussteller geht zurück zu über hundertjährigen Olivenbäumen und uralten Tomatensorten. Liebhaber unverfälschter Lebensart entdecken an zwei Tagen in der Phoenixhalle Vintage aus Nashville, Tennessee und „Ras el Hanout“ der Extraklasse, ganz nah am Originalschauplatz. Ariane Schaubs Feiner Pfeffer ist eines der Startups der kulinart. Die Marke zählt heute zu den 20 besten Küchenprodukten überhaupt.

Echter Turrón-Nougat mit ganzen Marcona-Mandeln aus Ana de la Rubias Heimat Alicante hat eine über 300-Jahre-alte Tradition. Dazu kredenzt kulinart einen überraschenden Secco von der Untertürkheimer Weinmanufaktur, lachsfarbenen Boutique-Champagner von La Vie und bretonische Austern vom Stuttgarter Frische Paradies: „kulinart passt wunderbar zu uns, weil man hier mit den Menschen reden kann und weil die Nachfrage immer wieder alles übertrifft, was man sich so vorstellt“, sagt Betriebsleiter Stefan Hagge und er verspricht: „Da es für kulinart ein ganz besonderes Jahr ist, werden wir uns noch was Schönes einfallen lassen“. 


Am Gipfel der Trinkkultur
Die Gin-Parade der kulinart wird in diesem Jahr angeführt von der Distellerie Marder aus dem Südschwarzwald, die auf saubere handwerkliche Arbeit und kompromisslose Qualität setzt. „Monkey 47“ ist wieder am Laufsteg, die Weltpremiere im Club-Style vom vergangenen Jahr. Echter Insel-Gin ist eine ganz besondere Rarität: „Für viele Mallorca-Kenner sind die urwüchsigen landwirtschaftlichen Produkte von der spanischen Sonneninsel ein Stück vom Paradies“, sagen Sandra und Patrick Lohfink von Can Gourmet. Das Feinkostgeschäft der Schwaben im Herzen von Palma ist beliebter Treffpunkt für Genießer mit einem exklusiven Sortiment.

Seit Jahren eine unwiderstehliche Versuchung der kulinart: die prominent besetzte Wein- und Champagnertheke mit Nischenweinen aus Europa, Neuseeland, Spanien, Südtirol und von den Spitzenlagen der Region. Dazu Weltklasse-Whiskys von Tabacum, Rhum-Agricol aus traditionsreichen Destillen der Karibikinsel Martinique, meisterliche Destillate aus heimischen Obstsorten von der Hofbrennerei Broch und die Spitzenbiere aus der Allgäuer Braumanufaktur „Meckatzer Löwenbräu“.

Prägnant und ausdrucksstark
Prägnantes Design in klarer Sprache, ausdrucksstarke Accessoires und anschmiegsame Wohnlichkeit gehören zum gehobe
nen Standard der Stuttgarter Messe für Genuss und Stil. Zwei Überraschungen zur zehnten kulinart: 8Pandas nimmt das Bedürfnis nach Nachhaltigkeit in der Welt des Brand-Designs auf. Das Stuttgarter Startup lässt seine hundert Prozent biologisch abbaubaren Geschirr-Kollektionen von Künstlern in Form bringen, die mit ihrem Namen für ganz großes Industriedesign stehen. Der Rohstoff: Bambus pulverisiert, eine der am schnellsten nachwachsenden Pflanzen und dennoch härter als Eiche. Das Ergebnis: Mehrfach prämiert.

99,9 Prozent Silizium auf 2 200 Grad erhitzt – ergibt ein reines Naturprodukt mit virtuosen Eigenschaften: Das oberbayrische Unternehmen Living Wine hat ein Glas entwickelt, das Wein in den höchsten Tönen zum Klingen bringt. So lenkt die Frequenz eines samtschweren Roten in D-Moll die Wahrnehmung feinstofflich zum Bauch und die eines leichten Sommerweins in G-Dur vom Herzen in den Kopf. „Es ist tatsächlich so, dass man meint, im Vergleich zwei unterschiedliche Weine zu schmecken“, erklärt Rudi Doster aus Stuttgart. Für das junge Unternehmen ist kulinart die Preview zur Premiere.

Mehr Informationen gibt es unter www.kulinart-messe.de

kulinart 2014 – Messe für Genuss und Stil

15. und 16. November 2014        Stuttgart im Römerkastell, Phoenixhalle
Öffnungszeiten:   Samstag 12-22 Uhr und Sonntag 10-19 Uhr
Eintritt für Besucher:    € 10,-

Marco Akuzun

10 best airport restaurants around the world

Amerikanischer Nachrichtensender CNN Travel kürt das Stuttgarter
„restaurant top air“ zu einem der besten Flughafenrestaurants der Welt

Redakteure der amerikanischen CNN Travel-Website kürten das Stuttgarter „restaurant top air“ kürzlich zu einem der besten Flughafenrestaurants der Welt. Auch wenn seit einiger Zeit viele hochdekorierte Köche den Trend mitmachen und Restaurants auf internationalen Flughäfen eröffnen, das „top air“ mit seinem Patron Claus Wöllhaf auf dem Flughafen Stuttgart ist dieser Entwicklung Jahrzehnte voraus gewesen: Seit 1984 gibt es das Gourmetrestaurant bereits, seit 22 Jahren in Folge mit einem Michelin-Stern dekoriert. Zudem ist es das einzige Sternerestaurant auf einem europäischen Flughafen überhaupt.

Flughäfen sind heutzutage längst nicht mehr nur Start- und Landeplätze. Neben Abflug und Ankunft profilieren sie sich als Einkaufs-, Erlebnis- und eben auch Gastronomiestätten. Überwogen in den letzten Jahren noch Schnellimbisse in der Gunst der Reisenden zur flotten Nahrungsaufnahme vor oder nach den Flug, gönnen sich die Menschen heutzutage dafür mehr Zeit. Es gibt immer mehr Passagiere, für die der Aufenthalt auf einem Flughafen mehr ist, als das Warten auf den Abflug und die gerne etwas Besonderes genießen möchten.
Das weiß man auch im „restaurant top air“. Der aktuelle Küchenchef ist der 32-jährige Marco Akuzun, der seit Anfang 2013 im „top air“ kocht. Er gilt nicht nur in der Stuttgarter Gourmetszene als Überflieger und als einer der aufregendsten und aufstrebendsten Köche. Seine moderne und sehr aufwändige Küche kommt nicht mit den üblichen drei oder vier Komponenten aus. Schon die Amuse gueules bestehen aus einem Dutzend Komponenten. Die Speisen sind wahre Geschmacksexplosionen, die durch ihre nahezu künstlerische Präsentation bestechen. Das finden nicht nur die Gäste, die während des Essens einen phantastischen Blick auf die Start- und Landebahn des Stuttgarter Flughafens haben und dabei von einem Team von einem halben Dutzend Köchen und drei Servicemitarbeitern vorzüglich umsorgt werden. Das fanden auch die Redakteure der CNN Travel-Website.

„Diese Auszeichnung ist das Ergebnis aus Können, Perfektion, Fleiß und natürlich Teamleistung. Ich freue mich und bin stolz darauf, dass unser Restaurant Redakteuren einer solch renommierten Seite aufgefallen ist“, sagt Marco Akuzun im Gourmet Report Gespräch. Doch Akuzun wäre nicht der ehrgeizige Koch, der er eben ist, wenn er sich nicht noch ein hehres Ziel gesetzt hätte: sein zweiter Michelin-Stern soll in diesem Jahr auf dem Flughafen erstrahlen. Wo auch sonst, denn hier ist man den Sternen einfach etwas näher.

Marco Akuzun hat neu einen weiteren Grund zum Feiern. Akuzun hat am Pfingstwochenende die stellvertretende Restaurantleiterin des top air, Nadine Koch, geheiratet. Das Hochzeitsessen und das anschließende Fest wurden am Flughafen ausgerichtet. Gourmet Report gratuliert dem Paar.

Hier können Sie den CNN Bericht lesen:
http://edition.cnn.com/2014/04/27/travel/best-airport-restaurants

www.restaurant-top-air.de
www.facebook.com/marco.akuzun

Slow Food Messe in Stuttgart

Kochwerkstatt auf dem Stuttgarter „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“ – Buchung der Kochkurse ab sofort möglich

Hobbyköche und Genießer aufgepasst: Küchenkünstler – vom Sternekoch bis zur erfahrenen Hauswirtschafterin – verraten ihre Geheimnisse! Auf dem Stuttgarter „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“ können die Besucher vom 10. bis 13. April 2014 die kulinarische Schulbank drücken. Frontalunterricht ist hier jedoch Fehlanzeige: In der „Kochwerkstatt“ haben neugierige Anfänger und leidenschaftliche Hobbyköche die Möglichkeit, unter der Anleitung von erfahrenen Köchen ein komplettes Gericht selbst zuzubereiten. Einzige Teilnahmevoraussetzung: Spaß am Kochen.

Gemäß dem erklärten Slow Food Ziel, kulinarische Traditionen zu bewahren und zu fördern, liegt der Schwerpunkt auf regionaler und authentischer Küche. In den 90 minütigen Kursen vermitteln die Köche Basiswissen der Küchenkunst und Informationen zu den Lebensmitteln, die in den Topf kommen.

Gemeinsam Leck’res zaubern

Die Kochwerkstatt auf dem „Markt des guten Geschmacks“ wird in enger Zusammenarbeit mit den Jeunes Restaurateurs d’Europe Deutschland, einer Vereinigung von Spitzenköchen, durchgeführt: Die so genannte Eliteklasse der Jeunes Restaurateurs – ausgewählte Auszubildende, die zusätzlich in einer Schule auf die Spitzengastronomie vorbereitet werden – übernimmt vier Tage lang die komplette Organisation und Logistik der Kochwerkstatt. Auch am Herd stehen unter anderem Köche aus den Reihen der Jeunes Restaurateurs. Ein kurzer Auszug aus der Speisekarte während der Messetage:

 Hans-Harald Reber, Sternekoch, Mitglied der Jeunes Restaurateurs, Reber’s Pflug Schwäbisch Hall: Tartar vom Limpurger Ochsen im Knuspermantel auf Alblinsencreme, Liebstöckel und Senfsalat
Johannes King, Zweisternekoch, Mitglied der Jeunes Restaurateurs, Söl’ring Hof Sylt: Gebratener Wittling auf Kartoffelrisotto mit Petersiliensalat
Bernd Werner, Sternekoch, Mitglied der Jeunes Restaurateurs, Hotel Schloss Eberstein, Gernsbach: Murgtal Zander auf Frühlingsgemüsesalat mit Gartenkräutern und Bernd Werners gebratenen Bamberger Hörnla
Eliteklasse der Jeunes Restaurateurs mit Detlev Ueter: Felchen aus dem Laacher See auf lauwarmem Salat von Wurzel und Rüben mit Grünkern-Blinis
Jacqueline Amirfallah, ARD-Buffet Köchin, Aufsteigerin des Jahres 2014 (Gault Millau), Restaurant Gauss, Göttingen: Nudelblatt mit ‚pebre vermell de tap de corti‘ – fünf Mal rote Paprika und Mandel
Jens Dannenfeld, Sternekoch, Mitglied der Jeunes Restaurateur, Le Cuisinier, Köln: Schmorgurken mit Runkelrübe und Borretsch
Simon Tress, Bio- Spitzenkoch, Rose Biohotel-Restaurant, Hayingen-Ehestetten: Rund ums Rind – ganz oder gar nicht!
Jürgen Andruschkewitsch, Bio-Spitzenkoch, Eurotoques-Küchenchef, Bioland-Restaurant Rose, Vellberg-Eschenau: Bio-Gockelbrust gefüllt mit Grünkern an Estragonsauce mit Kartoffeltalern vom Bamberger Hörnla
Stefan Rottner, Mitglied der Jeunes Restaurateurs, Romantikhotel Gasthaus Rottner, Nürnberg: Gebratener Saibling mit fränkischem Grünkernrisotto und Tauberschwarz-Schalotten-Butter
Michael Oettinger, Mitglied der Jeunes Restaurateurs, Oettinger’s Restaurant im Hotel Hirsch, Fellbach-Schmiden: Nierenzapfen vom Albbüffel 63°SLOWcooked mit Sauce Hollandaise, dreimal Steckrübe (Bodenkohlrabi) cremig/knackig/rauchig und Thymianstreusel, dazu Bamberger Hörnla
Flora Hohmann, Regionale Gastronomie Konzepte, Küchenmeisterin und ARD Buffet-Köchin, München und Hendrik Haase, Designer und kulinarischer Aktivist, Berlin: Großes Wurst-Theater

Weitere Informationen zu den Köchen und Gerichten sowie die Buchung aller im Rahmen der „Kochwerkstatt“ angebotenen Kurse unter www.messe-stuttgart.de/slowfood/rahmenprogramm. Im Preis für den Kochkurs ist der Eintritt zum „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“ bereits enthalten.

www.slowfood.de

SMØGEN, Stuttgart

Das Restaurant SMØGEN liegt am Rande der Stuttgarter Altstadt. Im ehemaligen Irma la Douce wurde der Kitsch abgetragen und eine schnörkellose wie detailverliebte Einrichtung und eine helle, sanfte Farbgebung bringen Fjörd-Gefühle ins Stuttgarter Rotlichtviertel. Müllers Anspruch ist es, gehobene Küche mit Lockerheit zu vereinen und die Lässigkeit und Lebensfreude der skandinavischen Gourmetküche in die schwäbische Gastronomieszene zu transportieren.

Küchenchef Marc Müller kocht nach den Grundsätzen einer frischen, reinen und regionalen Küche, die unter leichtem skandinavischem und avantgardistischen Einfluss steht. Die SMØGEN-Gerichte reflektieren die wechselnden Jahreszeiten und Müller unterstützt die Vielfalt der regionalen Produkte und die der regionalen Erzeuger. Artgerechte Tierhaltung Müller und seinem Team ein besonderes Anliegen.

Marc Müller wurde bereits mit einem Guide Michelin Stern ausgezeichnet. Während seiner Laufbahn stand der ungelernte Koch in namhaften Gourmethäusern im elBulli (Roses / Spanien), Noma (Kopenhagen / Dänemark), La Canard (Hamburg), Villa am See (Tegernsee) oder im 5 (Stuttgart, 1 Stern) am Herd. Wie viele Sterneköche arbeitet auch Müller mit CHROMA type 301 – Design by F.A. Porsche.

www.restaurantsmoegen.de