Ausreichend Obst und Gemüse senkt das Sterberisiko

Flavonoide sind Pflanzenstoffe, die in jeder Pflanze vorkommen. Sie werden nach ihrer chemischen Struktur in verschiedene Untergruppen unterteilt. Den Flavonoiden wird eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen. Mehrere Studien geben unter anderem Hinweise darauf, dass das Risiko für die koronare Herzkrankheit (KHK) oder für andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt, wenn die Personen mehr Flavonoide zu sich nehmen. Auch über den Zusammenhang zwischen dem Sterberisiko und der Flavonoid-Aufnahme wurde schon viel geforscht.

Gesünder Essen

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Nach Herzinfarkt besonders auf Ernährung achten

Mehr Ballaststoffe

Nach einem Herzinfarkt ist eine ausgewogene Ernährung besonders wichtig. Wer reichlich Ballaststoffe isst – vor allem aus Getreide -, kann das Sterberisiko deutlich senken. Das lassen die Resultate einer US-amerikanischen Studie um eine Wissenschaftsgruppe der Universität Harvard vermuten. Für die Untersuchung wurden Daten von rund 4.000 Menschen ausgewertet, die einen ersten Herzinfarkt erlitten hatten. Die Probanden machten regelmäßig in Fragebögen ausführliche Angaben zu ihren Lebensgewohnheiten. In den folgenden neun Jahren starben 1.133 Patienten, davon 558 an einem Herzinfarkt oder anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wer nach einem Herzinfarkt besonders auf eine ballaststoffreiche Kost achtete, hatte ein um 25 Prozent geringeres Sterberisiko. Eine Steigerung des Ballaststoffverzehrs um täglich 10 g verringerte die Sterbewahrscheinlichkeit im Untersuchungszeitraum um 15 Prozent. Für Herzkreislauferkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, koronare Herzkrankheit) war die Mortalität um 13 Prozent geringer – unabhängig von weiteren Faktoren wie Alter, medizinische Vorgeschichte und andere Ernährungs- und Lebensgewohnheiten.

Ballaststoffe können aus Getreideprodukten wie Frühstückscerealien, Obst und Gemüse stammen. Laut Studie stand vor allem die Aufnahme von Getreideballaststoffen mit einer erhöhten Überlebenswahrscheinlichkeit nach einem Herzinfarkt in Zusammenhang. Zukünftige Forschungen müssen aber klären, ob weitere Lebensstiländerungen neben einer guten medikamentösen Versorgung das Sterberisiko senken.

Ballaststoffe sind unverdauliche Pflanzenbestandteile, die keine Energie liefern. Trotzdem sind sie nicht nutzlos, sondern ein wichtiger Bestandteil der gesunden Ernährung. Sie regen beispielsweise zum Kauen an, sättigen anhaltend und unterstützen die Darmfunktion. Die US-Forscher vermuten, dass eine ballaststoffreiche Kost die Blutfettwerte verbessert und das Risiko für Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes verringert.
Heike Kreutz

Quelle: British Medical Journal (BMJ), Online-Veröffentlichung (BMJ 2014;348:g2659)

Weitere Informationen:
aid-Heft „Herzgesund leben – cholesterinbewusst essen“, Bestell-Nr. 1301, Preis: 1,50 Euro, www.aid-medienshop.de

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Eins Plus, Donnerstag, 25.02. um 11:30 Uhr

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Thema: Klosterprodukte: Originale von Mönchen gemacht?

Rotes Fleisch – Wirklich ungesünder als Geflügel?: Ernährungsexperten haben Wurst und Fleisch schon lange auf dem Kieker. Studien zeigen: Wer besonders viel Fleisch von Rind, Schwein oder Lamm isst, hat ein erhöhtes Sterberisiko. Woran liegt das? Die Forschung läuft auf Hochtouren, und Servicezeit: Essen & Trinken sucht nach aktuellen Ergebnissen.

Kinder essen und schmecken anders: Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Das, was Kinder gern mögen, sorgt bei vielen Erwachsenen für Entsetzen. Doch man sollte sich nicht zu viele Sorgen machen, auch, wenn mal ein „Berg“ Zucker auf einer Gurkenscheibe landet. Kinder haben einen anderen Geschmackssinn als Erwachsene und präzisieren diesen mit den Jahren. Die Eltern können sie hierbei positiv unterstützen. Ketchup – Die Geschichte der roten Soße: Glibberig, klebrig und süß: Alle lieben Ketchup, aber keiner kennt ihn wirklich. So wurde er nicht, wie viele annehmen, in den USA erfunden. Und Tomaten gehörten ursprünglich auch nicht zum Rezept. Servicezeit: Essen & Trinken begibt sich auf die Spuren der Erfinder der beliebten roten Soße.

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Rotes Fleisch – Wirklich ungesünder als Geflügel?: Ernährungsexperten haben Wurst und Fleisch schon lange auf dem Kieker. Studien zeigen: Wer besonders viel Fleisch von Rind, Schwein oder Lamm isst, hat ein erhöhtes Sterberisiko. Woran liegt das? Die Forschung läuft auf Hochtouren, und Servicezeit: Essen & Trinken sucht nach aktuellen Ergebnissen.

Kinder essen und schmecken anders: Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Das, was Kinder gern mögen, sorgt bei vielen Erwachsenen für Entsetzen. Doch man sollte sich nicht zu viele Sorgen machen, auch, wenn mal ein „Berg“ Zucker auf einer Gurkenscheibe landet. Kinder haben einen anderen Geschmackssinn als Erwachsene und präzisieren diesen mit den Jahren. Die Eltern können sie hierbei positiv unterstützen. Ketchup – Die Geschichte der roten Soße: Glibberig, klebrig und süß: Alle lieben Ketchup, aber keiner kennt ihn wirklich. So wurde er nicht, wie viele annehmen, in den USA erfunden. Und Tomaten gehörten ursprünglich auch nicht zum Rezept. Servicezeit: Essen & Trinken begibt sich auf die Spuren der Erfinder der beliebten roten Soße.

Rotes Fleisch erhöht vermutlich Sterberisiko

Rotes Fleisch erhöht vermutlich Sterberisiko

Studie: Der hohe Verzehr von rotem Fleisch ließ die Wahrscheinlichkeit für einen Tod infolge einer Krebserkrankung bzw. eines Herz-Kreislauf-Leidens ansteigen.

Wer reichlich rotes Fleisch und Fleischerzeugnisse wie Würstchen oder Speck verzehrt, hat offenbar ein höheres Risiko für Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So lautet das Fazit einer US-amerikanischen Studie mit mehr als einer halben Million Teilnehmern. Rotes Fleisch ist beispielsweise Fleisch von Rind, Schwein und Schaf, während das Fleisch von Geflügel und Fisch als weißes Fleisch bezeichnet wird. Die Probanden im Alter von 50 bis 71 Jahre machten in Fragebögen Angaben zu ihren Ernährungsgewohnheiten.
In den folgenden zehn Jahren kam es zu 71.000 Todesfällen.

Die Auswertung der Daten zeigte, dass bei Männern, die täglich 125 Gramm rotes Fleisch aßen, im Vergleich zu denen, die rund 20 Gramm täglich verzehrten, die Wahrscheinlichkeit für einen Tod infolge einer Krebserkrankung um 22 Prozent (Frauen: 20 Prozent) und infolge eines Herz-Kreislauf-Leidens um 27 Prozent (Frauen: 50 Prozent) stieg. Diese Zahlen beziehen sich auf einen durchschnittlichen Energiebedarf von 2.000 Kilokalorien pro Tag. Der hohe Verzehr von weißem Fleisch hingegen schien das Sterblichkeits- und Krebsrisiko leicht zu senken.

11 Prozent der Todesfälle unter den Männern und 16 Prozent unter den Frauen hätten durch den geringeren Verzehr von rotem Fleisch verhindert werden können, rechnen die Wissenschaftler vor. Weitere Studien sind jedoch notwendig, um die Resultate zu untermauern. Laut dem Weltkrebsforschungsfond sollten nicht mehr als 300 Gramm rotes Fleisch wöchentlich auf dem Speiseplan stehen.

Fettpolster um die Taille

Fettpolster um die Taille
Auch für Normalgewichtige ein Risiko

Nicht nur das Körpergewicht, sondern auch die Verteilung des Körperfetts ist für das Sterblichkeitsrisiko von Bedeutung. So sind schlanke Menschen mit viel Bauchfett offenbar ähnlich gefährdet wie stark Übergewichtige. Das lassen jüngste Ergebnisse der Potsdamer EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)-Studie vermuten. Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) hatten die Daten von knapp 360.000 Menschen mittleren Alters ausgewertet. Für die Untersuchung wurden unter anderem der Körpermassenindex (BMI), der Taillenumfang und das Verhältnis von Taille zur Hüfte bestimmt. In 14.723 Fällen stellten die Mediziner im Laufe von zehn Jahren den Tod fest. Die Auswertung zeigte, dass der Taillenumfang unabhängig vom Körpergewicht ein wichtiger Risikofaktor ist. So hatten auch normalgewichtige Menschen mit Fettpolstern am Bauch eine geringere Lebenserwartung. Ein Anstieg des Taillenumfangs um fünf Zentimeter erhöhte das Sterberisiko bei Männern um 17 Prozent und bei Frauen um 13 Prozent. Vermutlich produziert das Bauchfett Botenstoffe, welche die Entwicklung von chronischen Erkrankungen fördern. Das geringste Sterberisiko hatten Frauen mit einem BMI von 24,3 und Männer mit einem BMI von 25,3. Bei Adipösen (BMI über 30), aber auch bei Untergewichtigen (BMI unter 18,5) war die Lebenserwartung geringer. Möglicherweise liegt bei Probanden mit Untergewicht die Ursache für diesen Zusammenhang in einem durch Alter oder Krankheit bedingten Verlust von Muskelmasse, erklären die Forscher.

aid, Heike Kreutz

Weitere Informationen im Expertenforum „Rund ums Gewicht“ unter www.was-wir-essen.de