Fleisch aus fernen Ländern

Reisende, die illegal Fleisch aus Nicht-EU-Staaten in Deutschland einführen, können zur Verbreitung von potentiell gefährlichen Krankheitserregern beitragen: In Proben von zwei deutschen Flughäfen wurden jetzt multiresistente Stämme des Bakteriums Staphylococcus aureus nachgewiesen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von Forschern der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und des InfectoGnostics Forschungscampus, die kürzlich in der Fachzeitschrift PLOS ONE (DOI: 10.1371/journal.pone.0167864) veröffentlicht wurde.

Die unkontrollierte Einfuhr von Fleisch kann eine große Gefahr für die Gesundheit bedeuten und die Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien begünstigen. Forscher der TiHo und des InfectoGnostics Partners Alere Technologies GmbH, Jena, konnten zeigen, dass Fleischwaren, die von Flugpassagieren illegal importiert wurden, mit multiresistenten Bakterien kontaminiert waren. Die Wissenschaftler identifizierten Bakterien-Stämme, die bereits gegen mehrere Antibiotika resistent waren und verschiedene Virulenzfaktoren – also krankmachende Merkmale – aufwiesen. Das Forscherteam stellte zudem fest, dass die Keime nicht vom Tier selbst stammten, sondern menschlichen Ursprungs waren und somit auf mangelnde Hygiene-Standards bei der Schlachtung und Verarbeitung hindeuten.

Bakterien tauschen genetische Informationen aus
Werden kontaminierte Nahrungsmittel aus Nicht-EU-Staaten importiert, können sich Menschen und Tiere auch in der EU mit diesen Bakterienstämmen infizieren, die mit vielfältigen Resistenz- und Virulenzfaktoren ausgestattet sind. Diese Faktoren können sie dann außerdem auf hiesige Erreger übertragen. Eine besondere Rolle spiele dabei der sogenannte horizontale Gentransfer, erläutert Dr. Ralf Ehricht, Leiter für Machbarkeitsstudien in Forschung und Entwicklung bei Alere Technologies: „Viele Bakterien sind in der Lage, genetische Informationen nicht nur durch Vermehrung, sondern auch innerhalb einer Generation – sozusagen mit ihren Nachbarn – auszutauschen. Sobald ein solcher übertragbarer Resistenzfaktor etabliert wurde, kann er auf diese Weise sehr rasch auf andere Bakterienstämme übertragen werden.“

Für ihre Untersuchung isolierten die Wissenschaftler die Bakterien und bestimmten anschließend durch Gen-Analysen deren Abstammung, Virulenzfaktoren sowie vorhandene Antibiotika-Resistenzdeterminanten. Für die Erfassung und Analyse der genetischen Eigenschaften der Bakterien nutzten die Forscher ein spezielles Alere-Microarray. Mit diesem molekularbiologischen Testverfahren lassen sich mehrere hundert molekulare Parameter gleichzeitig auf einer winzigen Testfläche bestimmen.

Flughäfen Frankfurt und Berlin-Schönefeld: 2,8 Tonnen illegal importiertes Fleisch in einem Jahr
Grundlage für die Studie waren Proben von den Flughäfen Frankfurt und Berlin-Schönefeld. Allein im Jahr 2014 wurden an diesen beiden Flughäfen insgesamt 2,8 Tonnen Fleisch illegal von Passagieren mitgeführt. Solche illegalen Importe – oftmals unter mangelnden Hygiene-Standards außerhalb der EU produziert und ungekühlt im Gepäck transportiert – erhöhen nach Ansicht der Forscher das Risiko einer aktuellen Verbreitung multiresistenter Bakterien in Europa.

http://www.infectognostics.de/infektionsdiagnostik/aktuelles/details/news/fleisch-aus-fernen-laendern-multiresistente-keime-reisen-mit.html

Steve Karlsch,

Steve Karlsch, langjähriger Weggefährte von Spitzenkoch Tim Raue,ist Kulinarischer Direktor der Tertianum Premium Residences

Mit der Eröffnung der Brasserie „Colette Tim Raue“ in München ist die Isarstadt im Dezember 2015 um eine kulinarische Institution reicher geworden. Das neue Gastronomiekonzept, an dessen Spitze Sternekoch Tim Raue als kulinarischer Berater steht, ist ein Projekt der Tertianum Premium Residences, das in diesem Jahr nun auch in Berlin und Konstanz umgesetzt werden soll. Angelehnt an die französische Küche und im Stil einer klassischen Brasserie eingerichtet, ist das „Colette“ damit das erste Tim Raue Restaurant außerhalb Berlins. Eine besondere, vor allem aber neue Situation für den inzwischen zum Unternehmer avancierten Raue. Um seine hohen Qualitäts-Standards auch außerhalb der Hauptstadt kompromisslos umgesetzt zu wissen, hat er daher schon vor Monaten einen langjährigen Weggefährten zurückgewinnen können: Seit dem Sommer 2015 ist Steve Karlsch als Kulinarischer Direktor an Bord der Tertianum Premium Residences und kümmert sich sowohl um die operative Umsetzung aller Colette-Konzepte als auch um die Einhaltung der neu gesetzten Standards in den Bewohner-Restaurants.

Dass Tim Raue mit dem Engagement von Steve Karlsch einen echten Gewinn verzeichnen kann, zeigt ein Blick auf die gemeinsame Vergangenheit der beiden: Geboren und aufgewachsen in Berlin, lernte Steve Karlsch sein Handwerkszeug zunächst in Bayern, wo er im Landhotel Rappenhof im Bayerischen Wald seine Lehre absolvierte. Nach drei Jahren Ausbildung zog es ihn zurück in die alte Heimat, um im renommierten Kempinski Hotel Adlon seine erste Anstellung anzutreten und sein Wissen unter der Regie von Küchenchef Rainer Sigg weiter auszubauen. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Rahmen seines Wehrdiensts, den der junge Berliner im Casino des Verteidigungsministerium ableistete, folgte 2004 dann die erste Begegnung mit Tim Raue im Restaurant 44 des Berliner Swissôtel. Dort agierte Raue als Küchenchef und Global Culinary Advisor für Swissôtel & Resorts Worldwide. Drei Jahre später dann der erste große Erfolg: Die beiden Köche, Karlsch war damals Sous Chef, holen den ersten Michelin Stern des Restaurants und sichern sich obendrein 18 Punkte im Gault&Millau. Nach insgesamt vier Jahren dann der gemeinsame Wechsel zur Adlon Holding, wo sich Karlsch zunächst als Sous Chef und kurze Zeit später als Küchenchef für die MÂ Restaurants verantwortlich zeichnete. Und auch dort ließ der Erfolg des Duos nicht lange auf sich warten: Ein Michelin Stern und 18 Gault&Millau Punkte für das Team Raue/Karlsch. Mit Eröffnung des Restaurant Tim Raue zwei Jahre später folgte dann der nächste Meilenstein, der schließlich mit zwei Michelin Sternen und 19 Gault&Millau Punkten belohnt wurde. Im Mai 2013 zog es Karlsch dann nach Österreich, wo er die Position des Küchenchefs im Restaurant Petit Tirolia des Grand Tirolia Kitzbühel übernahm und als Küchendirektor des Hauses auch alle anderen gastronomischen Bereiche kulinarisch betreute. Die berufliche Trennung der beiden Berliner währte jedoch nicht lang: 2015 folgte Karlsch dem Ruf seines langjährigen Weggefährten und unterschrieb seinen Vertrag bei den Tertianum Premium Residences.

In seiner Position als Kulinarischer Direktor reportiert er zum Regionaldirektor Holger König und arbeitet eng mit den Küchenchefs der Bewohner-Restaurants und der Colette Tim Raue Brasserien zusammen. Inspiration findet der Familienvater übrigens vor allem auf Reisen und in der Natur – denn dort kann er abschalten und neue Energie für das nächste große Projekt tanken.

Anton Schmaus

Dieser Tag wurde mit Spannung erwartet: Sternekoch Anton Schmaus hat sein neues Restaurant Storstad im Zentrum Regensburgs eröffnet und verwirklicht damit seine ganz eigene gastronomische Vision. In nur zehn Wochen Umbauphase entstand im fünften Stock des geschichtsträchtigen Goliath-Hauses ein gastronomisches Konzept, das puristisch, skandinavisches Design und aufgeschlossenes Großstadtflair verbindet. Gäste erwarten drei ineinander übergehende Genussbereiche (Restaurant, Bar, Lounge). Das absolute Highlight ist dabei der Skyframe im Restaurantbereich mit atemberaubendem Blick über die Altstadt und den Dom.

Obwohl das Storstad hoch über den Dächern der UNESCO Weltkulturerbe-Stadt liegt, möchte Anton Schmaus damit bewusst Schwellen abbauen. Storstad heißt auf Schwedisch Großstadt und es ist genau die offene, großstädtische Denkweise, die Konventionen prüft und verwirft, auch mal provoziert und verschiedenste Kulturen einfließen lässt, die Anton Schmaus hier auf allen Ebenen verwirklichen möchte. „Großstadt ist das, was in Deinem Kopf passiert“, sagt der junge Spitzenkoch. „Ich möchte hier zeitgemäße, unangestrengte Küche bieten, casual fine dining auf höchstem Niveau, ganz ohne Krawattenzwang.“

So soll das Storstad höchsten Standards gerecht werden, ohne ein „Gourmettempel“ im herkömmlichen Sinne zu sein. „Wichtig ist zunächst einmal geiles, leckeres Essen – „Foodporn“ eben“, so Anton Schmaus weiter. Deshalb werden im Storstad nicht nur gehobene Mehrgang-Menüs angeboten, auch Burger und Bar-Food können kredenzt werden oder einfach nur ein feiner Cocktail auf der Loungeterrasse. Das Storstad steht allen offen, die gutes Essen und guten Service lieben – egal ob sie nun im Anzug oder in Jeans und Turnschuhen aufschlagen.

www.storstad.de

Sergio Sanz Blanco

“Ametsa with Arzak Instruction”, im The Halkin by COMO, London bekommt ersten Michelin Stern und drei Rosetten im AA Restaurant Führer 2014

„Das Team des ‘Ametsa with Arzak Instruction’ fühlt sich geehrt binnen einer Woche mit zwei Auszeichnungen für seine innovative spanische Küche belohnt zu werden,“ so Küchenchef Sergio Sanz Blanco. Das Ametsa erhielt drei Rosetten im “AA Restaurant Guide” 2014 sowie einen ersten Michelin-Stern. Beide Auszeichnungen stehen für herausragende Standards in Kulinarik und Service – Standards, die das in der Londoner Gastro-Szene noch junge Restaurant innerhalb von sechs Monaten zu erfüllen vermochte.

‚Ametsa‘ wird im Belgravia Hotel, The Halkin by COMO beherbergt, das auch in der Vergangheit als Zuhause prämierter Gourmet-Lokale von Stefano Cavallini bis hin zu David Thompsons berühmtem Thai-Restaurant ‚nahm‘ fungierte. Fortgesetzt wird die Tradition der Michelin-Sterne mit ‚Ametsa with Arzak Instruction‘ in der einzigartigen Kooperation von COMO Hotels & Resorts und einem Küchenteam, das von Elena Arzak
zusammen mit ihrem Vater Juan Mari Arzak, Mikel Sorazu, Igor Zalakain und Xabier Gutierrez geleitet wird. Das Mutter-Restaurant der Arzaks in San Sebastian, Spanien verzeichnet drei Michelin Sterne und Platz acht auf der Liste der „World’s 50 Best Restaurants“. Elena Arzak selbst wurde zudem im letzten Jahr zu „Veuve Clicquot World’s Best Female Chef“ gekürt.

Sergio Sanz Blanco, der Küchenchef des Ametsa kreiert baskisch geprägte Speisen-Variationen, so in seinem Signature Degustationsmenü (£105 pro Person) mit Highlights wie Gambas und Nordische Spinne mit Mais, Taube mit Schuss und Schokoladen Fondant mit Piquillo Paprika Eiscreme. Seine modern interpretierten Tapas werden zu hausgemachter Sangria in der Halkin Bar serviert.

Das Restaurant hat täglich zum Mittag- und Abendessen geöffnet (Sonntags: kein Mittagessen).

Website: http://www.comohotels.com/thehalkin/dining/ametsa
Adresse: The Halkin Hotel, Halkin Street, London, Greater London SW1X 7DJ
Reservierungen: 0044 20 7333 1234

Foto: Arzaks & Marvin Böhm: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10151750941648124

Christina Merz

Neue Köche an alten Herden. Wer kocht denn da so mustergültig, kann man sich fragen, wenn die älteste Gourmetvereinigung der Welt zum Wettbewerb ruft. Zum 35. Mal veranstaltete die Chaîne des Rôtisseurs den Wettbewerb Concours National des Jeunes Chefs Rôtisseurs in Deutschland. Dazu werden jungen Chef Köche unter 27 Jahren eingeladen, sich über regionale Wettbewerbe zu qualifizieren. Das Niveau unter dem kreiert, gekocht und präsentiert wird, ist von Anbeginn sehr hoch und erfüllt höchste internationale Standards. Christina Merz vom Lufthansa Trainings & Conference Center konnte sich knapp gegen 10 hervorragende Kollegen durchsetzen.

Der Zweck des Wettbewerbs ist die Förderung der kulinarischen Expertise der jungen Chef-Köche. So sind aus diesem Wettbewerb viele große Namen der Gastronomieszene hervorgegangen. Dieser jährliche Wettbewerb gibt den jungen Chef-Köchen die Möglichkeit ihr Talent und Fachwissen international zur Schau zu stellen. Jeder Wettbewerber darf nur zwei Mal an einem nationalen und nur einmal an einer internationalen Ausscheidung teilnehmen, es gilt somit genau zu überlegen wann man sich diesem Wettbewerb stellt.

Über viele Jahrhunderte pflegte und entwickelte die 1248 gegründete Confrérie oder Bruderschaft, die kulinarische Kunst und setzte hohe Standards beruflicher und qualitativer Art. Heute wird der Wettbewerb als so genannter „Blinder Wettbewerb“ durchgeführt, dabei erfahren die Teilnehmer kurz vor Beginn die Zutaten, haben dann 30 Minuten um ein 3-Gang-Menü zu kreieren und 3 Stunden um es für vier Personen zu erstellen.

Mitglieder der Jury waren in diesem Jahr: Hans Stefan Steinheuer, Wolfgang Becker, Sebastian Hadrys, Jens Kommerau, Markus Medler, Carsten Neutmann und Thea Nothnagel.
Das Siegermenü von Christina Merz lautet wie folgt: Vorspeise – Angebeitzter St. Pierre mit gebratenem Kaisergranat und Venusmuscheln mit Frühlingslauch, Hauptgang – Gebratenes Kalbsfilet und Ragoût vom Ochsenschwanz und Morcheln mit Spargel und Kartoffel-Bärlauchpüree, Dessert – Schokoladenmoussetörtchen und gebackenes Schokoladentamarinsäckchen mit griechischer Joghurtcreme mit Olivenöl.

Deutschland wird bei der Weltmeisterschaft, die 2012 im September in Berlin ausgetragen wird, von Christina Merz vertreten.

Qualität versagt als Kompass im Lebensmittelmarkt

Im Supermarkt schlägt der Preis die Qualität, weil Verbraucher Qualität nicht bewerten, vergleichen und überprüfen können. Hersteller und Gesetzgeber sind gefordert, Bedingungen für einen funktionierenden Qualitätswettbewerb zu schaffen. Das ist das Ergebnis der Studie „Trends in der Lebensmittelvermarktung“, die die Agrifood Consulting GmbH im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) erstellt hat. Sie ist Teil der begleitenden Verbraucherforschung des vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geförderten Portals www.lebensmittelklarheit.de .

„Im Lebensmittelmarkt läuft etwas grundlegend schief. Zwischen Werbe- und Produktrealität klafft oft eine große Lücke, die Politik und Hersteller schließen müssen“, fordert Vorstand Gerd Billen. Die Trendstudie diagnostiziert ein folgenschweres Marktversagen: Verbraucher interessieren sich zunehmend dafür, ob ein Produkt biologisch und regional hergestellt wurde oder Hersteller den Tierschutz achten. Doch solche Qualitätsmerkmale sind am fertigen Produkt schwer überprüfbar, denn die Regeln für die Kennzeichnung und Aufmachungen sind unklar. Und es mangelt an verlässlichen Siegeln. Diese Lücke füllen Hersteller mit plakativen Werbeaussagen, die einem Realitätscheck häufig nicht standhalten, wie zahlreiche auf dem Portal www.lebensmittelklarheit.de dokumentierte Fälle belegen.

Funktionieren ausgelobte Qualitätsmerkmale nicht als Orientierungshilfe, wird der Preis zum einzig relevanten Merkmal für die Kaufentscheidung. Die Folge: Qualitätshersteller werden aus dem Markt gedrängt, es droht ein ruinöses Preis- und schlussendlich Qualitätsdumping. „Klare Regeln und Standards sind deshalb im Interesse von Verbrauchern und Anbietern“, sagt Billen. Damit Verbraucher unter über 100.000 Lebensmittelprodukten bewusst entscheiden können, sei ein verlässliches „zweites Preisschild“ erforderlich, das Produkt- und Prozessqualität sichtbar macht.

Auf Grundlage der Studienergebnisse sind aus Sicht des vzbv und der Verbraucherzentralen folgende Maßnahmen notwendig:

Mehr Orientierung durch verlässliche Labels: Wenn sich die Wirtschaft nicht eigenständig auf verbindliche Kriterien für wichtige Vertrauenseigenschaften von Produkten einigen kann, muss der Staat analog zum Biolabel unabhängige Siegel einführen. Sie müssen Standards für die sozialen und ökologischen Produkt- und Herstellungsbedingungen definieren und deren Einhaltung garantieren.
Mehr Klarheit und Wahrheit: Lebensmittelhersteller müssen Qualitätseigenschaften auf der Produktvorderseite klar kennzeichnen. Auf der Hauptschauseite ausgelobte Zutaten, ob negativ oder positiv, müssen den Verbrauchererwartungen entsprechen, die sie wecken. Dies ist von den Herstellern zu belegen.
Mehr Gewicht für Verbraucherinteressen: Dies betrifft insbesondere die Deutsche Lebensmittelbuchkommission (DLBK), die in ihren Leitsätzen Herstellung, Beschaffenheit und sonstige Merkmale von Lebensmitteln beschreiben, die für ihre Verkehrsfähigkeit von Bedeutung sind. Insbesondere fordert der vzbv eine Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuchs (LFGB) und der Geschäftsordnung der DLBK. Derzeit können Wirtschaftsvertreter unliebsame Reformen blocken, soweit sie geschlossen abstimmen.
Mehr Unabhängigkeit: Der Gesetzgeber muss der Lebensmittelbuchkommission ein angemessenes Budget für eigene Marktrecherchen bereitstellen, damit diese unabhängige Expertisen über Verbrauchererwartungen einholen kann.
Mehr Verbraucher fragen: Lebensmittelhersteller sollten dazu verpflichtet werden, Produkte vor der Markteinführung empirisch daraufhin zu prüfen, ob sie von den Verbrauchern verstanden werden. Dadurch würden irreführende Produktnamen und eine unverständliche Aufmachung und Kennzeichnung frühzeitig verhindert.

Das Seaside Grand Hotel Residencia erhält "sechsten Stern”

Das Seaside Grand Hotel Residencia erhielt als bisher einziges Hotel von der Inselbehörde Gran Canarias die höchst mögliche Hotelklassifizierung der Kanaren „Gran Lujo“ (höchster Luxus). Die von der kanarischen Regierung im Oktober 2010 neu geschaffene Kategorie ermöglicht eine explizitere qualitative Unterscheidung im Bereich der exklusiven Fünf-Sterne Hotels und entspricht der Auszeichnung durch einen „sechsten Stern“.

Das erste und bislang einzige Mitglied der „Leading Hotels of the World“ auf Gran Canaria hebt sich damit noch stärker von allen weiteren Fünf-Sterne Hotels der klimatisch verwöhnten Insel ab. Die Voraussetzungen sind in genauen Kriterien und Standards geregelt. So ist das Hotel unter anderem verpflichtet, bestimmte exklusive Serviceleistungen wie beispielsweise die Wahl antiallergischer Bettwäsche, kostenlos zu erbringen und eine Vielzahl hochwertiger Amenities für den täglichen Bedarf zur Verfügung zu stellen.

Auch die Restaurantküche eines mit dem kanarischen “sechsten Stern“ ausgezeichneten Hotels muss durch tägliche Spitzenleistung punkten und für Gäste mit Lebensmittelunverträglichkeiten oder Diabetes mellitus kulinarisch hochwertige Alternativen zubereiten können.

Zu buchen bei Opodo

„University of Fish“: Was bedeutet Bio in der Fischereiwirtschaft?

Bio-Lebensmittel haben unvermindert Konjunktur. Deutschland ist mit einem Jahresumsatz von 5,9 Milliarden Euro in 2009 der größte Markt für Bio-Lebensmittel in Europa und führt weltweit beim Absatz von Bio-Fisch und -Meeresfrüchten. Der Markt entwickelt sich seit Jahren positiv und birgt auch für die Zukunft enormes Wachstumspotenzial. Entgegen der landläufigen Meinung handelt es sich bei Bio-Fisch nicht um „wild“ heranwachsende Tiere. Vielmehr stammen BIO-Fische ausschließlich aus ökologischer Aquakultur. Andreas Lippmann, Category Manager BIO bei „Deutsche See“ und ausgewiesener Bio-Fisch-Experte, hat seine Vorlesung im Rahmen der „University of Fish“ am Montagabend diesem Thema gewidmet.

Die zentralen Kriterien für die Zertifizierung von Bio-Fisch und -Meeresfrüchten sind Abstammung sowie Haltung und Fütterung. „Bei Wildfängen ist der Nachweis eines Bio-Standards nicht möglich, da in der Regel nicht festzustellen ist, wo die Tiere sich im Laufe ihres Lebens aufgehalten und wie beziehungsweise wovon sie sich ernährt haben“, erklärte Andreas Lippmann den Besuchern der „University of Fish“. Ökologische Aquakulturen hingegen unterliegen strengen, gesetzlichen Richtlinien. Ein wichtiges Kriterium ist die sehr niedrige Besatzdichte. Ein zweites ist das Futter: Es wird aus Fischen hergestellt, die für den menschlichen Verzehr gefangen wurden. Die ebenfalls im Futter verwendeten vegetarischen Zutaten stammen aus ökologischer Landwirtschaft. „Deutsche See“ geht über die gesetzlich in der EU-Bio-Verordnung festgesetzten Standards für ökologische Aquakulturen weit hinaus. Die Einhaltung festgelegter Standards beispielsweise bezüglich Arbeitsrecht, Altersvorsorge sowie Hygiene in den Erzeugerländern gehören neben dem Verbot von synthetischen Farbstoffen im Futtermittel zu wichtigen Bestandteilen der ökologischen Produktion von „Deutsche See“-Lieferanten.

„Deutsche See“ erhält Bio-Fisch von ökologischen Aquakulturen aus der ganzen Welt. Mit dem weltweit größten BIO-Sortiment bezieht die Manufaktur beispielsweise den BIO-Lachs aus Schottland, von den Äußeren Hebriden, den Orkney- und den Shetland-Inseln. Die BIO-Dorade und der BIO-Wolfsbarsch kommen aus Griechenland. Das Unternehmen wirkt zudem aktiv an Projekten ökologischer Aquakultur mit. So wird ein weltweit einzigartiges BIO-Pangasius-Projekt in Vietnam unterstützt, wo die Fische in fließenden Gewässern, so genannten „Floating Ponds“, aufwachsen. Ebenso eine ökologische Garnelen-Aquakultur in Ecuador, die den Schutz der Mangrovenwälder sicherstellt. Zusammen mit einem thailändischen Erzeuger hat „Deutsche See“ an einer weltweit vorbildlichen Anlage für die Zucht von BIO-Black Tiger Garnelen mit einem besonderen Wassermanagement mitgewirkt. Durch das vielseitige Engagement in Sachen ökologischer Aquakultur wurde das BIO-Sortiment bereits mehrfach ausgezeichnet. Ferner erhielt „Deutsche See“ den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2010 als „Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen“.

Bereits zum fünften Mal veranstaltet „Deutsche See“ Fischmanufaktur die beliebte Vorlesungsreihe „University of Fish“ rund um Fisch und Meeresfrüchte. Von November 2010 bis März 2011 erwarten die Zuhörer spannende und abwechslungsreiche Vorlesungen. Ob zum Thema Aquakulturen, Nachhaltigkeit, Food Blogs oder Kochen mit Fisch – an vier Terminen wird an der Universität Hamburg nicht nur referiert, sondern auch diskutiert.

„Deutsche See“ mit Hauptsitz in Bremerhaven ist in Deutschland die Nummer Eins bei der Vermarktung von Fisch und Meeresfrüchten. In bundesweit mehr als 20 Niederlassungen beschäftigt das Unternehmen rund 1.700 Mitarbeiter und beliefert mehr als 35.000 Kunden vom Lebensmitteleinzelhandel, der Gastronomie und Top-Gastronomie über Caterer bis hin zur Betriebs- und Sozialgastronomie. Der weltweite Einkauf hochwertiger Rohwaren, die sorgfältige und kundenindividuelle Produktion und Veredelung in der Bremerhavener Manufaktur, das überdurchschnittliche Qualitätsmanagement und die im Markt einzigartige Logistik zeichnen das Unternehmen aus. Seit November 2003 gehört die Feinkostmarke BEECK zu „Deutsche See“. Als Marktführer ist sich das Unternehmen der ökologischen, gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung zum nachhaltigen Schutz der natürlichen Ressourcen bewusst. „Deutsche See“ engagiert sich schon lange aktiv für den Erhalt der Fischbestände und den Umweltschutz und wurde dafür im November 2010 als „Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen“ mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

„University of Fish“: Bio-Produkte aus dem Meer

„University of Fish“: Bio-Produkte aus dem Meer – Grundsätze, Standards und wirtschaftliche Aspekte der ökologischen Aquakultur

„Deutsche See“ Fischmanufaktur lädt am 28. Februar zur Vorlesung “Was bedeutet Bio-Qualität in der Fischereiwirtschaft?“ im Rahmen der „University of Fish“ ein.

Bio-Fisch ist nicht etwa der Fisch, der im Meer „wild“ heranwächst. Vielmehr erhalten ausschließlich Tiere aus ökologischer Aquakultur die Bio-Zertifizierung. Warum das so ist und welchen Standards und Kontrollen die in zahlreichen Ländern der Erde angesiedelten Betriebe unterliegen, erläutert Andreas Lippmann, Category Manager BIO bei „Deutsche See“ und ausgewiesener Bio-Fisch-Experte, in seinem Vortrag „Was bedeutet Bio-Qualität in der Fischereiwirtschaft?“. Anhand konkreter Produkte und Projekte zeigt er außerdem, wie sich die ökologische Aquakultur in jüngster Zeit zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelte und gibt einen Ausblick in die Zukunft.

Thema: „Was bedeutet Bio-Qualität in der Fischereiwirtschaft?“
Referent: Andreas Lippmann, Category Manager BIO bei „Deutsche See“
Termin: Montag, 28. Februar 2011, 18:15 Uhr bis 20:00 Uhr
Ort: Hauptgebäude der Universität Hamburg, Hörsaal K, Edmund-Siemers-Allee 1

Die „University of Fish“ konnte in den vergangenen fünf Jahren eine breite Hörerschaft für die unterschiedlichsten Themen aus der faszinierenden Welt der Fische und Meeresfrüchte begeistern. Zu den Referenten zählen Experten aus Wissenschaft, Verbänden und der Wirtschaft. Die Reihe richtet sich nicht nur an Fischexperten, sondern an alle, die sich für aktuelle Trends aus der Fischereiwirtschaft, Wissenschaft, Warenkunde oder Kochen mit Fisch interessieren.

„Deutsche See“ mit Hauptsitz in Bremerhaven ist in Deutschland die Nummer Eins bei der Vermarktung von Fisch und Meeresfrüchten. In bundesweit mehr als 20 Niederlassungen beschäftigt das Unternehmen rund 1.700 Mitarbeiter und beliefert mehr als 35.000 Kunden vom Lebensmitteleinzelhandel, der Gastronomie und Top-Gastronomie über Caterer bis hin zur Betriebs- und Sozialgastronomie. Der weltweite Einkauf hochwertiger Rohwaren, die sorgfältige und kundenindividuelle Produktion und Veredelung in der Bremerhavener Manufaktur, das überdurchschnittliche Qualitätsmanagement und die im Markt einzigartige Logistik zeichnen das Unternehmen aus. Seit November 2003 gehört die Feinkostmarke BEECK zu „Deutsche See“. Als Marktführer ist sich das Unternehmen der ökologischen, gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung zum nachhaltigen Schutz der natürlichen Ressourcen bewusst. „Deutsche See“ engagiert sich schon lange aktiv für den Erhalt der Fischbestände und den Umweltschutz und wurde dafür im November 2010 als „Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen“ mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Weitere Informationen: Auf www.deutschesee.de finden Sie alles Wissenswerte rund um Fisch und Fischgenuss.

Fortbildungsveranstaltung zu Risiken beim Lebensmittel Fisch

Risiken beim Lebensmittel Fisch: LAVES-Institut für Fische und Fischereierzeugnisse Cuxhaven veranstaltet Fortbildung
Fisch ist ein sensibles Lebensmittel. Bei Aufzucht, Verarbeitung und Lagerung müssen höchste Standards eingehalten werden. Eine stetige amtliche Lebensmittelkontrolle ist unerlässlich. Um sich über aktuelle Trends in der Fischbranche, Anforderungen bei der amtlichen Kontrolle von Betrieben und Untersuchungstechniken zu informieren, kamen darum vom 26. bis zum 28. Mai Lebensmittelkontrolleure aus Niedersachsen und weiteren Bundesländern zu einer Fortbildung nach Cuxhaven. Eingeladen zu dem Seminar hat das Institut für Fische und Fischereierzeugnisse Cuxhaven des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES).

Im Mittelpunkt des Seminars steht die Vorstellung und Diskussion von Konzepten für amtliche Kontrollen von Betrieben, die Fisch in jeder nur denkbaren Form zu Lebensmitteln verarbeiten, sowie aktuelle Gefahrenpotenziale und Risiken bei Herstellungsprozessen und Produkten. Die Fachvorträge behandeln unter anderem die Grundsätze der risikoorientierten Untersuchung von Fischereierzeugnissen, Anforderungen des EU-Rechts zu Probenahmen vor Ort, die Risikobeurteilung von Surimi, Kohlenmonoxid-Belastung in Tilapia, praxisbezogene Ausführungen für die Kontrolle von Aquakultursystemen vor Ort sowie neue Strategien für den Antibiotika-Nachweis in Krustentieren und Fischen aus Aquakulturen. Das Themenfeld Aquakultur findet besondere Beachtung, da die Bedeutung der Aquakultur bei der globalen Versorgung mit Fisch, Krusten-, Schalen- und Weichtieren kontinuierlich zunimmt, während das Fangvolumen der Meeresfischerei seine Grenzen erreicht hat. Erzeugnisse aus Aquakultur bestimmen mittlerweile den Alltag der amtlichen Untersuchung.
Praktische Übungen und Besichtigungen von fischverarbeitenden Betrieben runden das Seminarprogramm ab.

Weitere Informationen finden Sie unter
www.niedersachsen.de/master/C63319931_N15510401_L20_D0_I826