Patrik Somweber

Nachwuchs-Weinkenner im Wettbewerb – Sieger des 7. Jungsommeliercup Arlberg im Hotel Goldener Berg in Oberlech gekürt

Bereits zum siebten Mal fand am 11. April 2012 am Österreichischen Arlberg der Jungsommeliercup statt. Gastgeber in diesem Jahr: Das Hotel Goldener Berg in Oberlech. Zu dem Wettbewerb traten elf Jungsommeliers aus diversen namhaften Häusern am Arlberg an. Als strahlender Sieger nach Punkten ging Patrik Somweber vom Hotel Almhof Schneider hervor, der demnächst mit dem örtlichen „Weinpapst” Adolf Werner zu einer Weinreise ins Bordeaux fährt. Der nächste Jungsommeliercup ist für April 2013 geplant.

Alfons Weiß (Arlberg Hospiz Hotel, 2. Platz) sowie Jan Buchholz aus dem Hotel Austria in Lech (3. Platz) schafften es ebenfalls aufs Siegertreppchen. Der Weg dorthin war jedoch hürdenreich: In Runde eins wurden 15 Weiß- und Rotweine verkostet, gefolgt von einem Katalog aus 20 theoretischen Fragen, bevor abschließend die zuvor verkosteten Tropfen blind zuzuweisen waren. Die sechs besten Kandidaten hatten in der zweiten Runde bei einem Beratungsgespräch ihr Know-how und ihre Service­orientiertheit unter Beweis zu stellen. Als Tester fungierte die erfahrene Jury bestehend aus Adolf Werner, Franz Pfefferkorn, Hermann Lankmaier und Horst Grlic, ihres Zeichens Sommeliers und Wirte der Region. Zum Abschluss prüfte Sommelier und Weinprofi Johannes Pfefferkorn die Finalisten in einem individuellen Gespräch mit zehn Fachragen auf Herz und Nieren.

Neben der Reise ins Bordeaux in Begleitung von Adolf Werner, Seniorchef im Arlberg Hospiz Hotel, durfte sich der Wettbewerbssieger Patrik Somweber über eine Doppelmagnum-Flasche Wein nach Wahl sowie einen Wanderpokal mit Namensgravur als Lohn für die Anstrengungen freuen. In der Teilnahmegebühr von 45 Euro inkludiert waren die zu verkostenden Weine, Brot und eine Brettljause zwischendurch sowie ein Abendessen für die sechs Finalisten. Auch die übrigen Teilnehmer gingen nicht leer aus: Sie bekamen eine Urkunde, drei österreichische Weine als auch eine Flasche nach Wahl – zwischen Doppelmagnum bis Magnum-Größe.

Ziel des Jungsommeliercups ist es, jungen Menschen die Freude am Sommelier-Beruf zu vermitteln und einen Anreiz darstellen, ein entsprechendes Diplom zu erwerben. Außerdem erleben die Kandidaten beim Cup hautnah, wie ein typischer Wein-Wettbewerb abläuft.

www.goldenerberg.at

Mit österreichischen Spezialitäten auch in Fernmärkten erfolgreich

AWO präsentierte erstmals österreichische Unternehmen auf
wichtigster Fachmesse für Nahrungs- und Genussmittel in Korea

Vergangene Woche präsentierten erstmals
österreichische Firmen im Rahmen eines von der Außenwirtschaft
Österreich (AWO) organisierten Gruppenstandes auf der SEOUL FOOD 2008
ihre Spezialitäten. Bekannte Namen wie Hillinger, Rauch Fruchtsäfte,
Vöslauer oder die KW Handels GmbH, einer der größten österreichischen
Exporteure für Schweinefleisch, nutzten die Möglichkeit, auf der
bedeutendsten Fachmesse für Nahrungs- und Genussmittel in Korea, ihre
Produktpalette vorzustellen. Zusätzlich wurden einige weitere
österreichische Firmen von der Starköchin Kim So-Hyi vom Wiener
Gourmettempel „Kim kocht“ und der koreanisch-österreichischen
Weinimportfirma „SUMIR“ kulinarisch präsentiert. Auf der SEOUL FOOD
2008 beteiligten sich 1.070 Aussteller aus 35 Ländern und insgesamt
wurden mehr als 40.000 Besucher gezählt.

Kim So-Hyi war eine der Hauptattraktionen auf der SEOUL FOOD 2008.
„’Kim kocht’ wurde von führenden koreanischen Medien ins Rampenlicht
der Berichterstattung gerückt, was für die österreichischen
Teilnehmer insgesamt zu einem spürbar erhöhten Aufmerksamkeitspegel
in der koreanischen Öffentlichkeit führte“, berichtet Franz
Ernstbrunner von der AWO aus Seoul. „Eine TV-Live Präsentation ihrer
kulinarischen Fertigkeiten führte sogar zu einem temporären
Massenansturm auf den österreichischen Gruppenstand.“

Die reichhaltige Produktpalette der österreichischen Aussteller
umfasste Weine (u.a. von Hillinger, Nittnaus, Jurtschitsch, Gager,
Stadlmann und Wieninger), Schnäpse, Mineralwasser, Fruchtsäfte,
Frischfleisch und Wurstwaren. Im Rahmen eines Business Match-Making
Events der österreichischen Außenhandelsstelle im renommierten „Seoul
Club“ konnten weitere Geschäftskontakte zwischen österreichischen
Ausstellern und wichtigen Vertretern der koreanischen Lebensmittel-
aber auch Hotelindustrie geknüpft werden.

„Der südkoreanische Lebensmittelmarkt befindet sich in einem
bedeutenden Wandel“, sagt Werner Somweber, österreichischer
Handelsdelegierter in Korea. Internationale Ernährungstrends fließen
in die koreanische Gesellschaft und somit in den Markt ein und
etablieren sich nach und nach. Steigender Wohlstand der koreanischen
Gesellschaft mit hoher regionaler Kaufkraft und die wachsende
Offenheit gegenüber ausländischen Einflüssen tragen zur
Internationalisierung der Lebens- und damit auch der Essgewohnheiten
bei. Somweber: „Dieser Trend äußert sich sehr stark in der Ausweitung
des Produktangebots an ausländischen Spezialitäten in den rasant
wachsenden modernen Einzelhandelsketten.“ Gerade die jüngere
Generation in Südkorea stehe importierten Lebensmitteln aus
westlichen Ländern offen gegenüber, und die veränderten
Konsumgewohnheiten eröffnen neue Marktchancen für österreichische
Lieferanten von Nahrungs- und Genussmitteln. Im letzten Jahr
exportierte Österreich Nahrungs- und Genussmittel im Wert von 40,4
Mio. Euro nach Südkorea. Somweber kann auch auf bereits erfolgreiche
österreichische Unternehmen in Korea verweisen: So erzielte Rauch
Fruchtsäfte mit einem „listing“ bei E-Mart, der größten
Supermarktkette in Südkorea, den endgültigen Durchbruch. Auch „Die
Käsemacher“ aus Waidhofen fanden in Home-Plus, der zweitgrößten Kette
des Landes für ihre Frischkäse-Gemüse-Kombinationen einen
vielversprechenden neuen Kunden. (BS)