Geisenheimer Rothenberg gehört zu den schönsten Wein-Aussichtspunkten in Deutschland

Das Deutsche Weininstitut DWI und die regionalen Gebietsweinwerbungen zeichnen erstmals in allen 13 deutschen Weinanbau-Gebieten die schönste Weinsicht aus. Im Rheingau fiel die Wahl auf den Blick vom Geisenheimer Rothenbergkreuz, das hoch oben auf dem Gipfel des Geisenheimer Rothenbergs steht. Von hier aus erblickt man im Norden den Taunus, im Süden den Rhein sowie im Osten Schloss Johannisberg und im Westen Rüdesheim mit dem Kloster Eibingen und den spektakulären Eingang ins Mittelrheintal. Weiter reicht der Blick über den Rhein nach Bingen bis hin zum Nahebergland und dem Hunsrück. Was für ein Ausblick! Mit der Auszeichnung „Schönste Weinsicht im Rheingau“ bewies das DWI nicht nur Weinblick sondern auch Weitblick, denn der Geisenheimer Rothenberg gehört zu den Top-Lagen im Rheingau. Doch erst seit kurzem kommt diesem Weinberg (wieder) Kult-Status zu.

Lange Zeit war die Weinbergslage über Geisenheim nur wenigen Insidern bekannt. Mit dem sensationellen Fund der ältesten Weinklassifikationskarte macht jetzt der Geisenheimer Rothenberg kräftig von sich reden. In dem Dokument von 1867 wird der Rothenberg neben den bekannten Filetstückchen wie Marcobrunn, Steinberg, Gräfenberg, Schloss Johannisberg und Rüdesheimer Berg als Weinbergslage der Klasse 1 genannt. Somit steht fest, dass der Geisenheimer Rothenberg bereits vor 150 Jahren zu den großen Lagen zählte.

Ein glückliches Händchen bewiesen die Weingüter Wegeler, die den Weinberg bereits seit 30 Jahren als Pächter bewirtschaften. Mit gut 6 Hektar sicherten sie sich jetzt einen Großteil der zukunftsträchtigen Lage. Dabei handelt es sich um die als Erstes Gewächs ausgewiesene Abbruchkante, eine nach Süden ausgerichtete Steillage mit großem Potential.

Ein weiterer Teil des Rothenbergs wird von der Geisenheimer Forschungsanstalt für Wein- und Gartenbau zu Forschungszwecken genutzt. Für die Wegelers ist die Zeit der Experimente im Rothenberg längst vorbei. „Wir wussten, da schlummert ein Schatz“, sagt Wein
gutschef Dr. Tom Drieseberg. „Die Lagenklassifikationskarte von 1867 ist daher für uns eine erfreuliche Bestätigung“ führt er weiter aus.

Rheingau und Mosel sind die Top Wein-Regionen

Weingeschichte fortgeschrieben:
Wine Spectator lässt VDP-Winzer aus dem Rheingau und von der Mosel im siebten Weinhimmel schweben

Die beiden ältesten Weinklassifikationskarten der Welt stammen aus dem Rheingau und von der Mosel. Mit großen Weinen aus diesen beiden Top-Anbaugebieten wird jetzt die Erfolgsgeschichte deutscher Weine fortgeschrieben. Nachzulesen im „Wine Spectator“. Die Bibel für Weinkenner veröffentlichte in diesen Tagen ihre Bewertungen des Jahrgangs 2010 und machte wieder einmal deutlich: Große Weine wachsen vor allem im Rheingau und an der Mosel.

Weltweit liegt die aktuell höchste Bewertung des Wine Spectators für den Jahrgang 2010 bei 96 Punkten. Nur ganze sieben Weine wurden damit geadelt. Sie kommen aus Frankreich, den USA und schwerpunktmäßig aus Deutschland. Auch hier wieder in der Spitze vertreten – die Anbaugebiete Rheingau und Mosel.

Und auch bei den Bewertungen, die für deutsche Weine vergeben wurden, haben die Rheingauer und die Moselaner die Nasen ganz weit vorn. Von den über 60 Weinen, die mit 91 bis 96 Punkten ausgezeichnet wurden, wuchsen lediglich drei nicht in den beiden historischen Top-Regionen Deutschlands. Vierundvierzig Mal punkteten die Mosel-Winzer mit ihren edlen Gewächsen. Der Rheingau ist mit 14 Top-Weinen vertreten.

Die beiden Spitzenplätze in der Königsklasse Trockenbeerenauslesen belegen mit je 96 Punkten die Weingüter Wegeler. Sie haben doppelt Glück, denn als einziges aller bewerteten Weingüter verfügen sie über Gutshäuser und Weinberge in den beiden führenden Anbaugebieten. Die Siegerweine 2010 wurden im Geisenheimer Rothenberg sowie Bernkasteler Doctorberg gelesen. Schon vor über 100 Jahren und auch heute noch wird hier mit Top-Weinen Geschichte geschrieben. „Ich hoffe, wir können mit diesem Jahrgang ein kleines Stück der Renaissance deutscher Weine mitgestalten“, so Dr. Tom Drieseberg, Weingüter Wegeler.

Euphorisch stimmen derzeit zwei Hoffnungsträger der Wegelers, die einer großen Zukunft entgegen blubbern: Eine Trockenbeeren Auslese mit 340 und eine weitere TBA mit 319 Grad Oexle. Sie stammen beide aus dem Geisenheimer Rothenberg, der schon 1867 als Weinbergslage der Klasse 1 genannt wird.

Der Berg ruft: Geisenheimer Rothenberg

Ein verborgener Schatz wird gehoben:
Älteste Lagenklassifikationskarte der Welt adelt Geisenheimer Rothenberg

Jetzt ist es amtlich! Der Geisenheimer Rothenberg gehört zu den Top-Lagen im Rheingau. Lange Zeit war die Weinbergslage über Geisenheim nur wenigen Insidern bekannt. Mit dem sensationellen Fund der ältesten Weinklassifikationskarte macht nun auch der Geisenheimer Rothenberg öffentlich kräftig von sich reden. In dem Dokument von 1867 wird der Rothenberg neben den bekannten Filetstückchen wie Marcobrunn, Steinberg, Gräfenberg, Schloss Johannisberg und Rüdesheimer Berg als Weinbergslage der Klasse 1 genannt. Somit steht fest, dass der Geisenheimer Rothenberg bereits vor 150 Jahren zu den großen Lagen zählte.
Ein glückliches Händchen bewiesen die Weingüter Wegeler, die den Weinberg bereits seit 30 Jahren als Pächter bewirtschaften. Mit gut 6 Hektar sicherten sie sich jetzt einen Großteil der zukunftsträchtigen Lage. Dabei handelt es sich um die als Erstes Gewächs ausgewiesene Abbruchkante, eine nach Süden ausgerichtete Steillage mit großem Potential.

Ein weiterer Teil des Rothenbergs wird von der Geisenheimer Forschungsanstalt für Wein- und Gartenbau zu Forschungszwecken genutzt. Für die Wegelers ist die Zeit der Experimente im Rothenberg längst vorbei. „Wir wussten, da schlummert ein Schatz“, sagt Weingutschef Dr. Tom Drieseberg. „Die Lagenklassifikationskarte von 1867 ist daher für uns eine erfreuliche Bestätigung“ führt er weiter aus.

Der Berg ruft
Während die Weine aus dem Geisenheimer Rothenberg in den 80er und 90er Jahren die Grundlage für den legendären trockenen Riesling „Geheimrat J“ darstellten, sind mit Beginn des Milleniums edelsüße Wein von internationalem Format dazu gekommen. Auf der New York Wine Experience 2003 konnten die Weingüter Wegeler dann erstmals mit einem Wein aus dem Geisenheimer Rothenberg punkten. Der 2001 Geisenheimer Rothenberg Eiswein sorgte für Begeisterungsstürme bei dem handverlesenen, weinaffinen Publikum. Ein Durchbruch!

In den folgenden Jahren des neuen Jahrtausends ging es dann Schlag auf Schlag. Außergewöhnlich hohe Mostgewichte jenseits der 300 Grad Oechsle wurden in 2003, 2005 und 2007 verzeichnet.

Achtundneunzig von 100 erreichbaren Punkten vergab der „Wine Spectator“, die Bibel für Weinnasen in aller Welt, für Wegelers Geisenheimer Rothenberg Riesling Beerenauslese des Jahrgangs 2005. Damit war klar: Das ist einsame Spitze. Im Rheingau, an der Nahe, in Rheinhessen und in der Pfalz gab es keine höhere oder gleichwertige Bewertung. Seine volle Trinkreife erreicht der Starwein übrigens in diesem Jahr!

Lange Zeit schon gelten die Weingüter Wegeler als einer der Qualitätsführer im Bereich trockene Rieslinge. Seit vergangenem Jahr gibt es nun auch einen großen trockenen Kultriesling aus dem Rothenberg. Dieser war nach drei Monaten bereits restlos ausverkauft – und das bei circa EUR 50,- pro Flasche. Der neue Jahrgang 2010 wird ab September vorgestellt und wird im guten Fachhandel zum gleichen Preis erhältlich sein.

Teekultur im Schloss Frauenmark

Teekultur im Schloss Frauenmark

Ein Stück englische Teekultur mitten in Mecklenburg

„Very british“ geht es im Schloss Frauenmark 30 Kilometer südöstlich von Schwerin zu. Hier laden die Eigentümer und England-Liebhaber Ingo und Petra Rothenberg zur täglichen „Tea Time“ ein.
Bei der Teestunde am Nachmittag genießen die Gäste inmitten englischer Wohnkultur eine oder mehrere der rund 45 Teesorten und „scones“, wobei es sich um kuchenähnliche Brötchen handelt, wie sie auch in England zum Tee gereicht werden. Dazu gibt es selbst gemachte „clotted cream“, eine Art Sahne, die zusammen mit Marmelade zu den „scones“ gereicht wird. Das Service-Personal berät über die Gepflogenheiten, angefangen bei den Ziehzeiten bis hin zu Erläuterungen über den richtigen Genuss der „scones“. Wer die Tea-Time auch zu Hause genießen möchte, kann im hauseigenen Shop alle 45 Teesorten erwerben.
Am 1. April dieses Jahres wird der Gartensalon mit Wintergarten eröffnet. Er befindet sich in dem ehemaligem Ballsaal des Schlosses. Von hier aus führt der Weg auch direkt in den Garten, wo ein Teehäuschen inmitten von englischen Rosen, Laubengängen und Irrwegen zu einer Mußestunde einlädt.

Weitere Informationen: www.schloss-frauenmark.de

Weingüter Wegeler melden rekordverdächtiges Mostgewicht von 312 Grad Oechsle

Riesling macht Laune. Auf den internationalen Parkett sowie auch im kleinen Rieslingland Rheingau. Und was im Keller der Weingüter Wegeler gerade einer großen Zukunft entgegen blubbert, versetzt das gesamte Team in Hochspannung. Noch ist vieles offen, doch heute schon schwingt das Wort „Deutschland-Rekord“ durch die Gewölbe. Nachdem sich die Weingüter Wegeler bereits in 2003 und 2005 über außergewöhnlich hohe Mostgewichte freuen durften, wurden diese jetzt noch einmal getoppt. Nach 306 Grad Oechsle in 2003 zeigte die Mostwaage in 2005 309 Grad Oechsle für eine Riesling Trockenbeerenauslese, gelesen im Geisenheimer Rothenberg. Der aktuelle Jahrgang aus dem Rothenberg setzt noch einen drauf.

Auf sagenhafte 312 Grad Oechsle und bemerkenswerte 13 Gramm Säure pro Liter bringt es der Stoff, aus dem die Träume sind. Das gab’s noch nie in der 125-jährigen Geschichte der Weingüter Wegeler. Und das könnte den Deutschland-Rekord des Jahrgangs 2005, der bei der magischen Zahl 309 liegt, knacken sowie auch international für Furore sorgen.
Der Aufwand, der betrieben wurde, um diese Trockenbeerenauslese auf die Kelter zu bringen, ist immens.

Unter Anleitung von Chef-Oenologe Michael Burgdorf lösten 60 Leser per Hand die einzelnen, eingetrockneten Rieslingbeeren aus den am Stock hängenden Trauben heraus. Knapp 30.000 Weinstöcke des Weinbergs wurden dabei durchforstet und brachten schließlich gerade einmal 21 Liter kochkonzentrierten Most. Als der Ruf „312 Grad“ durchs Weingut hallte, machte eine ehrfürchtige Stille dem ersten Jubel Platz.

Noch ist alles drin – vom Siegertreppchen bis Süßmaul-Schnäppchen. Denn keiner weiß es ganz genau, wie es mit dem Super-Stoff weitergehen wird und wie die Werte der Kollegen im Einzelnen aussehen werden. Doch Werte über 300 Grad Oechsle haben per se schon einmal Seltenheitswert. Deshalb ist man in Oestrich-Winkel zuversichtlich. In der Zwischenzeit freut sich Dr. Tom Drieseberg, der zusammen mit seiner Frau Anja die Geschicke der Weingüter Wegeler leitet, über das phänomenale Ergebnis. „Die Qualitätsoffensive, an der wir seit 2000 konsequent arbeiten, zeigt immer mehr erfreuliche Resultate. Auch das macht Laune – genauso wie die Entwicklung des Rieslings auf dem Weltmarkt“, so Drieseberg.

Luxus pur: Weine, die man nicht kaufen kann

Es gibt sie immer noch: Kleine Kostbarkeiten, die selbst die Superreichen mit allem Geld der Welt nicht kaufen können. Unverkäuflich, weil einmalig und unwiederbringlich. Dazu von großem ideellen Wert für den Erzeuger. Auch ein Wein aus dem Rheingau gehört dazu. Mit einem Rekord-Mostgewicht von 309 Grad Oechsle konnte das Rheingauer Gutshaus der Weingüter Wegeler den bisher größten Wein in der über 100-jährigen Gutsgeschichte ernten. Die Riesling Trockenbeerenauslese des Jahrgangs 2005 ist im Geisenheimer Rothenberg gewachsen. Sie gilt unangefochten als Nummer eins in Deutschland, denn ein höheres Mostgewicht konnte kein anderer deutscher Riesling in diesem Jahr für sich reklamieren.

Gerade einmal 20 Liter betrug die Ausbeute des flüssigen Goldes. Doch Weinfreunde auf der ganzen Welt, die sich nach Bekanntwerden dieser mehr als glücklichen Fügung bereits die Lippen leckten, wurden enttäuscht. Schon wenige Stunden nachdem die Ernte eingebracht war, stand fest: Dieser Wein ist und bleibt unverkäuflich! Zwar wechselten mittlerweile einige Fläschchen den Besitzer, doch Geld floss dabei keins. Was in Umlauf geriet, waren Geschenke an langjährige Freunde und Proben für einige wenige Weinfachleute wie zum Beispiel Michael Broadbent. Der war hingerissen von diesem Gesamtkunstwerk. Seine Beurteilung im „Decanter“ , der international anerkannten Wein-Bibel, überschrieb er mit „The Price of Pricelessness“ und bestätigte Dr. Tom Drieseberg, Chef Weingüter Wegeler, in seiner Entscheidung, den Kultwein als kostbares und unverkäufliches Geschenk für die Nachwelt aufzubewahren.

Mit immer noch 280 Grad Oechsle konnte im gleichen Jahr in der gleichen Lage zu einem späteren Ernte-Termin ein weiterer Solitär eingebracht werden. „Die kleine Schwester“ der Rekord-TBA ist jetzt im Handel und wird für EUR 140,- in der 375 ml Flasche verkauft. Auf der internationalen Weinmesse ProWein in Düsseldorf, die am 18. März ihre Pforten öffnet, wird sie erstmalig am VDP Gemeinschaftsstand in Halle 4, Stand F 27 einem größeren Publikum vorgestellt.

Die internationale Erfolgsgeschichte der Weingüter Wegeler wurde im Oktober 2003 am Time Square um ein Kapitel erweitert. Auf der New York Wine Experience, wo nur handverlesene Top-Güter geladen waren ihre Weine zu präsentieren, konnte Tom Drieseberg mit einem 2001 Geisenheimer Rothenberg Eiswein begeistern. Inzwischen ist der Qualitätsführer im Bereich trockene Rieslinge durchgestartet und erobert sich nun auch weltweit die Pole-Position mit edelsüßen Spitzen. Neben den Pretiosen aus dem Geisenheimer Rotenberg punktet er mit edlen Tropfen aus dem Bernkasteler Doctor-Berg. Vor einigen Monaten erst kürte der Weinführer Gault Millau eine 2005er Doctor Trockenbeerenauslese der Weingüter Wegeler mit 99 Punkten zu den Top Ten Weinen Deutschlands.

Weingüter Wegeler: Nach trocken kommt süß – edelsüß

Edelsüße Weine sind flüssiges Gold und eine Investition für die Ewigkeit. Stimmt! Man kann die Sache aber auch anders sehen. Dr. Tom Drieseberg, Chef der Weingüter Geheimrat J. Wegeler, Oestrich-Winkel/Bernkastel/Deidesheim, fühlt sich mehr im Hier und Jetzt verwurzelt. Das Leben ist kein Wartezimmer und deshalb empfiehlt Drieseberg: „Nicht warten – starten!“ Das gilt auch für den Genuss edelsüßer Weine. Noch immer fristen sie ein Dasein in der Dunkelheit – eingelagert für besondere Anlässe wie Kindstaufen, Hochzeiten und runde Geburtstage.

Einfach nicht tot zu kriegen ist der Irrglaube, dass man die Pretiosen erst einmal ein halbes Leben lang liegen lassen müsse, damit sie ihr volles Potential entfalten. Das sind alte Kamellen. Die Wirklichkeit sieht anders aus. „Im Gegensatz zu den großen Rotweinen dieser Welt haben gerade edelsüße Rieslinge in jungen Jahren einen ausgesprochen exotischen Charme“, so Drieseberg. Und es gibt neben dieser neuen Interpretation noch weitere stichhaltige Argumente, die für den Zeitgeist der edlen Tropfen sprechen. Mit gerade einmal 7 bis 9 Prozent Alkohol liegen edelsüße Rieslinge weit unter dem, was so mancher süße Kultwein an Alkoholgehalt in sich vereinigt. Vierzehn, ja sogar 15 Prozent sind hier keine Seltenheit. Das macht schnell satt und matt.

Why not: Edelsüße Spitzen – cool and stylish serviert
Erfrischend anders präsentieren sich die edelsüßen Rieslinge: Voller Fruchtgeschmack bei wenig Alkoholgehalt – das könnte eine echte Alternative auch für Nachwuchs-Genießer sein. „Gerade junge Leute sind aufgeschlossen für neue Geschmackserlebnisse, doch die dürfen bei allem Qualitätsstreben auf Seiten der Weinmacher nicht zu kompliziert dargestellt werden. Intellektuelle Überfrachtung schreckt nur ab. Gefragt sind Klarheit im Ausdruck und im Outfit“, sagt Drieseberg.

Der Marketing-Mann, der sein Glück und sein „Traum-Thema“ im Wein gefunden hat, tritt nur allzu gerne für eine entkrampfte, unkomplizierte Kommunikation von Wein ein und praktiziert diese. Zum Beispiel dann, wenn es um das Thema Riesling-Revival geht. Ganz sicher ist er sich dabei in einem Punkt: „Das Potential, das im Riesling steckt, ist riesig. Es fehlen aber immer noch mutige Vorreiter, die sich auf Experimente einlassen. Edelsüße Rieslinge im offenen Ausschank als Aperitif oder als Begleiter feiner Tapas, das könnte ein neuer Trend in den Wein Bars und in der Szene-Gastronomie werden. Wer 25 Euro für einen Whisky ausgibt, der wird auch beim edelsüßen Riesling nicht plötzlich zum Sparbrötchen“, erklärt der Wahl-Rheingauer. Aber wie immer im Leben geht auch hier Probieren über Studieren. Ein kleines Geschmacks-Experiment könnte selbst eingefleischte

Trocken-Trinker schon nach wenigen Schlückchen eines Besseren belehren: Ein edelsüßer Riesling im Glas und dazu eine Mini-Portion Gänseleber – schöner kann man einen Abend einfach nicht einläuten.
Übrigens: In 2005 durfte man sich im Rheingauer Gutshaus der Weingüter Wegeler über ein ganz besonderes Ereignis freuen: Mit 309 Grad Oechsle konnte der größte Wein in der Geschichte des Weinguts geerntet werden – ein Riesling aus der Lage Geisenheimer Rothenberg. Er gilt auch technisch gesehen unangefochten als Nummer eins in Deutschland, denn ein höheres Mostgewicht konnte kein anderer deutscher Riesling in diesem Jahr für sich reklamieren.

Die internationale Erfolgsgeschichte der Weingüter Wegeler begann im Oktober 2003 am Time Square. Auf der New York Wine Experience, wo nur handverlesene Top-Güter geladen waren ihre Weine zu präsentieren, konnte Tom Drieseberg mit einem 2001 Geisenheimer Rothenberg Eiswein begeistern. Inzwischen startet der Qualitätsführer im Bereich trockene Rieslinge durch, um sich weltweit auch eine Spitzenposition mit edelsüßen Spitzen zu erobern.