Jeunes Restaurateurs

Einladung zur kulinarischen DeutschlandReise

Restaurant- & Hotelführer 2014 der Jeunes Restaurateurs erschienen. Der 224-Seiten starke Guide lädt alle Feinschmecker ein, sich auf kulinarische Reise zu Deutschlands jungen Spitzenköchen zu begeben. In edler Magazin-Optik bietet der Guide ausführliche Informationen zu den 69 Mitgliedern sowie ihren Restaurants und Hotels. Jedem Jeune Restaurateur und Table d’Honneur ist eine Doppelseite gewidmet, die Küchenchef, Kochstyle und Besonderheiten des Hauses vorstellen. Eindrucksvolle Bilder der Innen- und Außenansichten der Häuser geben einen Vorgeschmack auf einen Besuch und machen Lust darauf, die berühmte Gastfreundschaft der Jeunes Restaurateurs kennenzulernen. Neu im Guide: Erstmalig werden auch österreichische Jeunes Restaurateurs, die ihre Häuser in der Nähe der deutschen Grenze haben, aufgeführt.

2014 wartet der Guide mit einer noch besseren Navigation auf, die die Planung zu den vielen Genießerdestinationen sehr einfach macht. Welches Mitglied besondere Leistungen wie das TWENÜ – das Angebot für junge Genießer unter 30 – oder Reinschmecker-Menüs und Arrangements zum Probierpreis anbietet, ist auf den ersten Blick zu erkennen.
„Für uns ist der Guide eine tolle Möglichkeit, auch Menschen anzusprechen, die uns noch nicht so gut kennen. Er ist eine Einladung, das besondere Qualitätsversprechen der Jeunes Restaurateurs selbst zu erleben“, erklärt Alexander Dressel, Präsident der deutschen Sektion der Jeunes Restaurateurs.

Deutschlands junge Spitzenköche freuen sich auch im Guide über vier neue Mitglieder: Daniel Schmidthaler vom Restaurant „Alte Schule“ in Fürstenhagen setzt auf regionale Küche und familiäre Gastlichkeit. Nach Düsseldorf lädt Marcel Schiefer vom Restaurant „Schorn“ ein, das auf saisonale deutsche und französische Küche spezialisiert ist. Oliver Röder von der „Burg Flamersheim“ in Euskirchen bietet eine moderne Interpretation der deutschen und im Speziellen der Eifler Küche. Die Gourmetküche von Jean-Philipp Schneider vom „Jagd Hotel Rose“ in Miltenberg erkochte sich 2013 den ersten Stern.

Mit einer Auflage von 100.000 Stück ist der Jeunes Restaurateurs Restaurant-& Hotelführer ab sofort kostenlos bei jedem Jeune Restaurateur erhältlich oder kann über www.jre.de bestellt werden. Alle Informationen zu den Köchen werden 2014 auch über eine App und die neue Homepage des Verbands zugänglich sein.

www.JRE.de

Scott Hallsworth

Mit dem Umi, einem stilvollen japanischen Restaurant, eröffnet der Hotelier und Restaurateur Paul Kovensky ein weiteres exklusives Lokal am pulsierenden Strand von Camps Bay. Das UMI gehört zum im Dezember 2013 eröffneten Luxushotel, The Marly, und reiht sich in die Gruppe trendiger Restaurants der Kove Collection ein, zu der Pepenero, Zenzero, The Bungalow sowie 5 Rooms, La Belle und The Rose Bar im Alphen Boutique Hotel in Constantia zählen. Bis zu 250 Gäste können sich im UMI mit köstlichen, gesunden Gerichten verwöhnen lassen. Die Terrasse ist die neueste in Camps Bay und bietet bis zu 80 Besuchern einen traumhaften Panoramablick über den Atlantik sowie die Aussicht auf romantische Sonnenuntergänge.

Gäste können im UMI zwischen Tischen, Lounge-Ecken und Plätzen an der Bar wählen. Es stehen zudem separate Räume zur Verfügung, in denen das UMI-Team kulinarische Erlebnisse im privaten Rahmen ermöglicht.

Der australische Küchenchef Scott Hallsworth gewährleistet die Authentizität der Speisen des UMI. Hallsworths Liebe zur asiatischen Küche begann, als er für das von einem Australier geführte Hayman Resort in Singapur und Taiwan arbeitete. Dort spezialisierte er sich auf asiatische Speisen und verfeinerte seine Rezepte. Anschließend war er insgesamt sieben Jahre bei den renommierten Nobu Restaurants in London und Melbourne als Küchenchef tätig, bevor er nun die Gäste des Umi mit seinen japanischen Kreationen verwöhnt.

Das oberhalb des Restaurants gelegene The Marly, ist ein brandneues, modernes Fünf- Sterne-Hotel, das modische Extravaganz verströmt. Es ist das neueste Boutique-Hotel der renommierten Kove Collection.

www.umirestaurant.co.za/

Berlin räumt ab beim Gault Millau 2014

Der neue Gault & Millau 2014 lobt das Weltniveau der deutschen Spitzenküche und beklagt deren mangelnde öffentliche Unterstützung

Mit dem Titel „Koch des Jahres“ wird Daniel Achilles vom Restaurant Reinstoff in Berlin ausgezeichnet, weil er „aus einfachen Produkten geschmacklich Funken zu schlagen versteht“. Zum „Restaurateur des Jahres“ wird Tim Raue, der in drei Restaurants drei verschiedene Küchen bietet. Weitere Aufsteiger: Bobby Bräuer in München, Volker Drkosch in Düsseldorf und Hendrik Otto in Berlin.

„Die besten deutschen Köche kochen heute auf Augenhöhe mit den Stars der globalen Spitzengastronomie. Die Restaurantszene präsentiert sich weltoffen, vielfältig, kreativ und auf dem neuesten Stand“, lobt der Gault & Millau in seiner jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2014 und bedauert, dass „diese erfolgreiche Entwicklung an einem Aufmerksamkeitsdefizit leide. Spanien, Skandinavien und neuerdings auch lateinamerikanische Staaten wie Peru oder Brasilien machen vor, wie man der eigenen Restaurantszene durch gezielte Förderung mit öffentlichen Mitteln zu einem ganz neuen Image verhelfen kann – das nicht zuletzt auch den Tourismus fördert. Deutsche Politiker aber sehen nach wie vor ein Wiener Schnitzel in ihrem Stammlokal als den Höhepunkt lukullischer Freuden und tun nichts dafür, dass die Kulinarik den Stellenwert erhält, den sie in Ländern wie Frankreich und Italien schon immer hat.“

Über die reine Restaurantkritik hinaus beschäftigen sich die Tester auch mit allgemeinen gastronomischen Entwicklungen in Deutschland. So fragen sie: „Geht die ursprüngliche Idee von Gastlichkeit verloren? Eine neue Generation von Köchen sieht sich nicht mehr im Dienst des Gastes, sondern erwartet Bewunderung für den kreativen Genius und vor allem Fügsamkeit. Sie bieten keine Auswahl an Gerichten mehr an, sondern nur noch ein Menü, um sich Arbeit zu ersparen. Was die neuen Schmalspurköche dabei nicht in ihr Kalkül einbeziehen: Die Gäste, denen der Genuss wichtiger ist als der Hype um den Koch, bleiben weg.“

Ferner beklagen die Kritiker des Gault & Millau: „Es gibt kaum noch Produkte, die nicht erbarmungslos in Plastik gepackt, vakuumverschweißt und ins Wasserbad gesenkt werden. Man verspricht eine sanfte Garung, bei der natürliche Aromen ebenso erhalten blieben wie Nährstoffe und Vitamine. Im Idealfall mag das stimmen. Doch der ist bei diesem Sous vide- oder Niedertemperaturverfahren leider die Ausnahme. Von Garmisch bis Sylt werden Gäste vielmehr traktiert mit labbrig gegartem Fisch und gleichförmigem, saft- und kraftlosem Fleisch.“

Außerdem geht der Gault & Millau den Klagen nach, dass der Kellnerberuf für junge Leute nicht mehr attraktiv zu sein scheint, und werben: „Er ist, bei Lichte besehen, alles andere als ein schlechter Job. Wer gut ist, arbeitet in attraktivem Ambiente, begegnet täglich neuen Menschen, hat Aufstiegschancen in großen Hotels und die Möglichkeit, weltweit zu arbeiten. Was also läuft falsch? Liegt es nur an den Arbeitszeiten oder auch daran, dass die Köche die Kellner zu reinen Tellerschleppern degradieren?“

Als „Koch des Jahres“ kürt der Gourmet Guide den 37 Jahre alten Daniel Achilles (Bild oben rechts) vom Berliner Restaurant Reinstoff und proklamiert: „Wie er aus vermeintlich einfachen Produkten große Küche macht, das empfinden wir als im höchsten Maße zeitgemäß. Denn ein teuer eingekaufter Steinbutt schmeckt per se gut, doch weil ein Wels oder ein Petermännchen eher dem Budget eines jungen, selbstständigen Kochs entsprechen, wird hier der Mehrwert durch eigene Denkarbeit und hohen Aufwand in der Küche geleistet.“ Sie „bietet bei aller Präzision und Produktbesessenheit auch sinnlich-süffigen Genuss und Witz“ und „entwickelt sich gegenwärtig von allen Berliner Küchen am schnellsten voran. Um geschmackliche Funken in einem durch und durch eigenständigen Stil zu schlagen, genügen Achilles marinierter Strömling mit Äpfeln, Blüten, Zwiebel und Mini-‚Smörrebröd‘, ein herrlich intensives Ochsenschwanz-Curry mit Linsen und Mango, das indische Einflüsse auf höchstem Niveau interpretiert, oder gerösteter und gehobelter Kohlrabi, ein sanft-sahniger Sud mit Nudelblättern und ein Hauch Seezungen-Bottarga.“
Für solche Gerichte erhält der gebürtige Leipziger, dessen Mutter Köchin war und der sich die höheren Weihen bei den Topköchen Juan Amador und Christian Bau holte, 18 von 20 möglichen Punkten. Sie stehen in dem Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, für „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung”.

Wie der Workaholic Achilles, der in seiner Freizeit gern elektronische Musik hört, steigern sich auch Volker Drkosch vom „Victorian“ in Düsseldorf und Hendrik Otto vom Lorenz Adlon Esszimmer in Berlin auf 18 Punkte. Drkosch serviert unter Titeln wie 5716 Kilometer bis nach Timbuktu oder Vamos a la Playa 2.0 kühne Kombinationen der genüsslichen Mondäne“. Otto „brilliert durch extremen technischen Schwierigkeitsgrad und klassische Luxusprodukte. Was da schlicht ‚Gänseleber/Briochecreme‘ heißt, ist ein komplizierter, geschichteter Aufbau aus zahlreichen Elementen, die geschmacklich hochpräzise ineinandergreifen: die Gänseleber auf drei Arten, dazwischen Polenta, Aromen von Orangenschale, Kaffee, Zwetschgen, Trüffel, Brioche, ein wenig weiße Geleespaghetti“. Auf Anhieb bekam die 18 Punkte Bobby Bräuer im letzten März eröffneten Münchner Ess.Zimmer für „seine souveräne Beschränkung auf wenige Produkte in stets überzeugenden Aromen-Kombinationen. Optisch wie geschmacklich hinreißend war Langustine in spannungsreicher Symbiose mit Spanferkel, dazu Gemüse-Papaya-Salat und Salzzitrone“.

17 Punkte erreichten erstmals 9 Köche, unter ihnen Jacqueline Amirfallah

vom Restaurant Gauß in Göttingen, die damit neben Douce Steiner vom Hirschen in Sulzburg (Südbaden) höchstbewertete Köchin in Deutschland ist. Für ihre „durch fein austarierte Aromatik und orientalische Töne aus der Heimat ihres iranischen Vaters begeisternde Küche“ wird die studierte Soziologin „Aufsteiger des Jahres“. Dieselbe Note schaffte auf Anhieb auch „Die Entdeckung des Jahres“ Tohru Nakamura, seit April Küchenchef von Geisels Werneckhof in München. Der in München aufgewachsene und bei besten Köchen Europas und Tokios geschulte Deutsch-Japaner brilliert mit „einer einzigartigen Mischung aus uralter japanischer Küchentradition und zeitgemäßer europäischer Avantgarde“. Die anderen 7: Sören Anders vom Anders Superior in Karlsruhe, Benjamin Biedlingmaier vom Caroussel in Dresden, André Münch vom Gutshaus Stolpe in Stolpe bei Greifswald, Yoshizumi Nagaya vom Nagaya in Düsseldorf, Hubert Obendorfer vom Eisvogel in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz), Paul Stradner von Brenners Park-Restaurant in Baden-Baden und Peter Wirbel vom Le Noir in Saarbrücken.

An der Spitze der kulinarischen Hitparade des Gault & Millau stehen mit 19,5 Punkten:
Harald Wohlfahrt in der Schwarzwaldstube in Baiersbronn, „der das Repertoire der Lebensmittel mit all ihren Aromen und Konsistenzen einzigartig in Deutschland immer wieder neu und zeitgemäß zu interpretieren versteht, ohne je der Verführung modischer Äußerlichkeiten zu erliegen“.

Joachim Wissler vom Vendôme in Bergisch Gladbach: „Allzeit neugierig und auf der Suche nach Herausforderungen, gilt er hierzulande als Vordenker seiner Zunft und prägt Trends, an denen sich jüngere Köche orientieren.“

Klaus Erfort vom GästeHaus in Saarbrücken „hat verstanden, dass große Küche unkompliziert daherkommen muss, wenn sie auch für die jüngere Generation noch Zukunft haben soll. Im Zeitalter verkünstelter Tellergerichte ist man nur noch selten so nah am Wesen einer Speise.“

Helmut Thieltges vom Waldhotel Sonnora in Dreis bei Wittlich in der Südeifel, der „nichts dekonstruiert und manipuliert, nichts verfremdet und verfälscht und eine Opulenz bietet, als fielen die teuersten Zutaten wie Manna vom Himmel“.

Diesem Quartett folgen mit je 19 Punkten für außergewöhnliche Gerichte
Tim Raue vom Restaurant Tim Raue in Berlin: „Als Gipfel unter seinen kulinarischen Achttausendern empfanden wir das makellose Steinbuttfilet mit Dashi und Bonitoflocken, begleitet von einer kleinen Spur aus Ingwer, Erbsen und Melone, saftig umrundet von einem Püree aus Erbsen und Zwiebeln mit Melonensaft.“

Christian Bau vom Schloss Berg im saarländischen Perl-Nennig: „Die Gelbflossenmakrele, halbkreisförmig als farbenfrohes Tellergemälde arrangiert, deckt mit den vielen begleitenden Elementen alle Konsistenzen von weich über bissfest bis knusprig und alle Aromen von dezent bis kräftig, von säuerlich bis süßlich, von mild bis pikant ab.“

Hans Stefan Steinheuer von Steinheuers Restaurant zur alten Post in Bad Neuenahr: Kreativer Koch mit untrüglichem Gespür für spannende Aromen und deutlichen Geschmack, der ihm wichtiger ist als waghalsige Experimente und modernistische Stil- und Spielarten.“

Thomas Bühner vom La Vie in Osnabrück: „Kühl kalkulierte und ansprechend arrangierte Tellerlandschaften mit bis zu zwei Dutzend Komponenten pro Gang.“

Christian Jürgens von der Überfahrt in Rottach-Egern am Tegernsee: „Im spielerisch-kreativen Geist bringt er vom geschmacklichen Spaziergang durch die heimische Natur ‚Seerosen‘, ‚Gemüsegarten‘ oder ‚verschneiten Tegernsee‘ mit.“

Claus-Peter Lumpp vom Restaurant Bareiss in Baiersbronn: „Gebratener Loup de Mer, dessen Haut kross und knusprig wie Blätterteig ist, mit einem ganzen Strauß an Zitrusnuancen.“

Nils Henkel vom Schloss Lerbach in Bergisch Gladbach: „In seinem Konzept der ‚Pure nature Cuisine‘ steht auf jedem Teller ein Produkt im Vordergrund, dem gleichsam aromatisch zugearbeitet wird.“

Heinz Winkler von der Residenz Heinz Winkler im oberbayerischen Aschau: „Bewahrt den Reiz der große Klassik mit all ihrer Eleganz auf der Höhe der Zeit.“

Sven Elverfeld vom Restaurant Aqua in Wolfsburg: „Beim Kabeljau unter leicht geschmolzener Kalbskopfsülze mit brauner Butter und Perlzwiebeln beeindruckt Blumenkohl in Texturen: Kleine Röschen, roh marinierte dünne Scheiben, mit Nussbutter angereichertes Püree und ‚Asche‘ aus getrockneten Blumenkohlblättern, die über den Fisch gestreut ist.“

Von den 36 deutschen Topköchen, die 18 bis 19,5 Punkte bekommen, stehen 7 in Bayern, 5 in Rheinland- Pfalz und je 4 in Baden-Württemberg, Berlin, NRW und Schleswig-Holstein am Herd. Neben hochkarätigen Restaurants und bemerkenswerten Lokalen werden im neuen Gault & Millau auch ein Dutzend Wirtshäuser sowie ein Burger-Grill aufgeführt.

Außer dem Koch, dem Aufsteiger und der Entdeckung des Jahres zeichnet der Guide noch weitere kulinarische und gastronomische Leistungen aus:

Oberkellner des Jahres: Jérôme Pourchère vom „GästeHaus“ in Saarbrücken.
Sommelier des Jahres: Markus Berlinghof vom Jacobs in Hamburg.
Restaurateur des Jahres: Tim Raue, der in Berlin drei Restaurants mit unterschiedlichen kulinarischen Konzepten führt; sein asiatisch inspiriertes „Tim Raue“, das thailändische Sra Bua im Hotel Adlon und das neo-bürgerliche La Soupe Populaire im Stadtteil Prenzlauer Berg.
Kochschule des Jahres: Franz Feckl vom Landhaus Feckl in Ehningenbei Stuttgart.
Hotelier des Jahres: Dietmar Müller-Elmau vom Schloss Elmau in Elmau (Oberbayern).

Insgesamt bewertet der Gault & Millau in seiner neuen Ausgabe 1001 Restaurants. Die 27 Tester, die stets anonym auftreten und dieses Jahr 266.000 € Spesen machten, verleihen 858 Luxuslokalen und Landgasthöfen, Bistros und Hotelrestaurants die begehrten Kochmützen. Dazu müssen die Köche mindestens 13 von 20 Punkten erreichen.

Da auch die Welt der Gourmandise im ständigen Wandel ist und die Plätze im Feinschmeckerparadies immer wieder neu gerührt und erkocht werden, serviert der Gault & Millau im Vergleich zur Vorjahrsausgabe 131 langweilig gewordene Restaurants ab und nimmt 110 inspirierte Küchen neu auf, darunter ein Burger-Grill in Köln und ein Dutzend Wirtshäuser. 121 Köche werden höher, 104 niedriger als im letzten Guide bewertet. Ferner beschreibt und klassifiziert der im Münchner Christian Verlag erscheinende Reiseführer für Genießer (736 Seiten, 29.99 €) 250 Hotels.

Unser Bericht zum Gault Millau 2014: www.gourmet-report.de/artikel/344791/Berlin-raeumt-ab-beim-Gault-Millau-2014/
Die Resultate aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/344792/Gault-Millau-2014-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/344793/Gault-Millau-2014-Baden-Wuertemberg/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/344794/Gault-Millau-2014-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/344795/Gault-Millau-2014-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/344796/Gault-Millau-2014-Hamburg/
NRW: http://www.gourmet-report.de/artikel/344797/Gault-Millau-2014-NRW/
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/344798/Gault-Millau-2014-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/344799/Gault-Millau-2014-Saarland/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/344800/Gault-Millau-2014-Sachsen-Anhalt/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/344801/Gault-Millau-2014-Sachsen/
Schleswig-Holstein: www.gourmet-report.de/artikel/344802/Gault-Millau-2014-Schleswig-Holstein/
Thüringen: http://www.gourmet-report.de/artikel/344803/Gault-Millau-2014-Thueringen/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/344808/Gault-Millau-2014-Hessen/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/344807/Gault-Millau-2014-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/344806/Gault-Millau-2014-Niedersachsen/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/344805/Gault-Millau-2014-Bayern/

Alle Restaurants von 15 bis 19,5 Punkten in Deutschland: www.gourmet-report.de/artikel/344804/Gault-Millau-2014-Restaurants/

Zum Vergleichen, der Michelin 2014 mit allen Sternerestaurants: http://www.gourmet-report.de/artikel/344782/Alle-Sterne-Restaurants-Deutschland-2014/

Neue JREs

Die Familie der Jeunes Restaurateurs d’Europe (JRE) bekommt Zuwachs: Seit Ende Juli zählt der Verband junger deutscher Spitzenköche fünf neue Mitglieder in seinen Reihen. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung in Aerzen wurden Daniel Schmidthaler vom Restaurant „Alte Schule“ in Fürstenhagen, Marcel Schiefer und Anne Schorn vom Restaurant „Schorn“ in Düsseldorf, Oliver Röder von der „Burg Flammersheim“ in Euskirchen und Jean-Philipp Schneider vom „Jagdhotel Rose“ in den Verband aufgenommen und dürfen ab sofort den Titel „Jeune Restaurateur“ tragen. Bereits seit November 2012 ist Patrick Neubauer Mitglied bei den jungen Spitzenköchen, in Aerzen wurde er im feierlichen Rahmen in der Vereinigung offiziell begrüßt. Die Gemeinschaft der Jeunes Restaurateurs Deutschland wächst damit auf 70 Angehörige.

„Über die neuen Mitglieder im Verband freuen wir uns sehr“, erklärt Alexander Dressel, Präsident der Jeunes Restaurateurs Deutschland. „Sie haben die strengen Aufnahmekriterien bestens erfüllt und sich den hohen Werten unseres Verbandes verpflichtet.“
Und dies bedeutet bei den Jeunes Restaurateurs: Kochen auf kulinarischem Spitzenniveau, Respekt vor Regionalität und Tradition sowie ein hohes Maß an familiärer Atmosphäre und Gastlichkeit. Ein weiteres zentrales Anliegen der Jeunes ist die Förderung des Koch-Nachwuchses. Im bundesweit einmaligen Ausbildungsprogramm der Jeunes Restaurateur Eliteklasse im gastronomischen Bildungszentrum Koblenz werden Koch- und Hotelfachschüler zu den Besten ihrer Zunft ausgebildet. Die JRE geben nicht nur ihr hohes fachliches Können an den Nachwuchs weiter, sondern fördern schon früh den Aufbau eines solidarischen Netzwerks von Freunden – ganz im Sinne der Philosophie des Verbandes.

Dass den JRE der Nachwuchs am Herzen liegt, zeigt sich auch bei der Vergabe der Meisterstipendien. In diesem Jahr fördert der Verband Valentin Rottner und Christian Binder – beide tätig bei Nils Henkel im Schlosshotel Lerbach – auf ihrem Weg zum Restaurantmeister. Markus Marciulonis (bei Thomas Merkle in „Merkles Restaurant“) erhält ein Stipendium für den Meisterkurs zum Sommelier. Alle drei haben sich nach Ansicht der Mitglieder mit herausragenden Leistungen empfohlen.

Neue berufliche Wege haben einige etablierte Mitglieder des Verbands beschritten: Patrick Kimpel ist seit April 2013 neuer Geschäftsführer des „Ketschauer Hofs“ und des Hotels Kaisergarten in Deidesheim. Seit Mai 2013 ist Rudolf Thewes an neuer Wirkungsstätte im „Kaiserbahnhof Brühl“ tätig. Schließlich wird Ludger Helbig – bis dato verantwortlich im Restaurant „Zum alten Rentamt“ in Kingenberg – noch in diesem Jahr die „L‘Auberge Temple“ in Johannesberg eröffnen.

Frischer Wind weht auch auf operativer Ebene des Verbandes. Mit Gregor Mönnighoff als Leiter der neuen Geschäftsstelle und mit Hilfe der Agentur h1 communication aus Neuss soll die Vereinigung noch schlagkräftiger werden sowie ihren Markenauftritt und die Kommunikation verbessern.
Alexander Dressel im Gourmet Report Gespräch: „Die Veränderungen zeigen, dass wir als Verband in Bewegung sind. In Zukunft wollen wir als Gemeinschaft weiter wachsen, um noch mehr von der Kunst des Kochens und unserer besonderen Form der Gastlichkeit weitergeben zu können.“

www.jre.de

Christian Jürgens

Christian Jürgens ist Gault Millau Koch des Jahres – sagt die Gerüchteküche – Bobby Bräuer ist Gastgeber des Jahres und Rene Frank aus dem ‚La Vie‘ in Osnabrück ist „Pâtissier des Jahres“

In Berlin soll eine Dame auf 17 Punkte gekommen sein! Frau Frühsammer? Und auch das Horvath soll 17 Punkte haben. Ein anderer Berliner Betrieb, Fischer Fritz, wird böse bestraft! Ebenso wie Heilmeyer in Brandenburg. Der Aufsteiger des Jahres kommt aus Brandenburg, Philipp Liebisch. Käfer soll Restaurateur des Jahres sein.

Das sind aber ALLES nur GERÜCHTE. Mit hoher Wahrscheinlichkeit aber wahr. Gegen 18 Uhr werden wir alles wissen, hier auf dem Gourmet Report.

Fritz Keller ist Restaurateur des Jahres

Fritz Keller knüpft in diesem Jahr nahtlos an die Erfolge aus dem vergangenem Jahr an. Nachdem er 2009 u. a. zum „Winzer des Jahres“ gewählt wurde, wurde er jetzt vom renommierten Restaurantführer Gault Millau zum „Restaurateur des Jahres 2011“ gewählt.

Der „Schwarze Adler“ in Oberbergen, der seit 1969 ununterbrochen einen Michelin Stern trägt, ist eine Institution für Feinschmecker. Keller sei es gelungen, so heißt es in der Begründung der Test Equipe des Gault Millau, das renommierte Restaurant sanft zu modernisieren, „ohne ihm etwas von seinem Charme zu nehmen, liftete er ein Traditionshaus in die Moderne: als Gastronom, Winzer und Hotelier. Er beherrscht die heikle Cuvée aus alt und jung,“ heißt es zur Begründung.

Fritz Keller: „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, zeigt sie doch auch, dass unsere Anstrengungen Früchte tragen. Allerdings gebührt dieser Titel auch meiner Frau, die Vieles angestoßen und umgesetzt hat, und natürlich auch meinem Team.“
Nur kurz zuvor würdigte die Zeitschrift „Der Feinschmecker“ die Bordeaux-Auswahl des Restaurants „Schwarzer Adler“ und zeichnete Fritz Keller mit dem Feinschmecker-Award für die beste Bordeaux-Weinkarte Deutschlands aus. Auch eine Ehrung, die Fritz Keller gerne mit seinem Team teilt.

GM KOCH DES JAHRES 2011: http://www.gourmet-report.de/artikel/336760/GM-Koch-des-Jahres-2011-Mario-Lohninger.html

GAULT MILLAU BADEN-WüRTTEMBERG 2011: http://www.gourmet-report.de/artikel/336763/Gault-Millau-Baden-Wuerttemberg-2011.html

GAULT MILLAU BAYERN 2011: http://www.gourmet-report.de/artikel/336764/Gault-Millau-Bayern-2011.html

GAULT MILLAU 2011 IN BRANDENBURG: http://www.gourmet-report.de/artikel/336765/Gault-Millau-2011-in-Brandenburg.html

GAULT MILLAU 2011 IN BREMEN: http://www.gourmet-report.de/artikel/336766/Gault-Millau-2011-in-Bremen.html

GAULT MILLAU HAMBURG 2011: http://www.gourmet-report.de/artikel/336767/Gault-Millau-Hamburg-2011.html

GAULT MILLAU HESSEN 2011: http://www.gourmet-report.de/artikel/336768/Gault-Millau-Hessen-2011.html

GAULT MILLAU MECKLENBURG-VORPOMMERN 2011: http://www.gourmet-report.de/artikel/336769/Gault-Millau-Mecklenburg-Vorpommern-2011.html

GAULT MILLAU NIEDERSACHSEN 2011: http://www.gourmet-report.de/artikel/336770/Gault-Millau-Niedersachsen-2011.html

GAULT MILLAU NRW 2011: http://www.gourmet-report.de/artikel/336771/Gault-Millau-NRW-2011.html

GAULT MILLAU RHEINLAND-PFALZ 2011: http://www.gourmet-report.de/artikel/336772/Gault-Millau-Rheinland-Pfalz-2011.html

GAULT MILLAU SCHLESWIG-HOLSTEIN 2011: http://www.gourmet-report.de/artikel/336776/Gault-Millau-Schleswig-Holstein-2011.html

GAULT MILLAU SAARLAND 2011: http://www.gourmet-report.de/artikel/336773/Gault-Millau-Saarland-2011.html

GAULT MILLAU SACHSEN 2011: http://www.gourmet-report.de/artikel/336774/Gault-Millau-Sachsen-2011.html

GAULT MILLAU 2011 IN SACHSEN-ANHALT: http://www.gourmet-report.de/artikel/336775/Gault-Millau-2011-in-Sachsen-Anhalt.html

GAULT MILLAU Deutschland
Bestellmöchlichkeit: 978-3-86244-002-3

Koch-Elitausbildung

Ein Beruf wird Berufung: Das wertvollste Startkapital für junge Menschen ist eine fundierte Ausbildung

Robin Wagner aus Schorndorf begann am 1. August die Koch- Eliteausbildung bei Jeunes Restaurateur Ernst Karl Schassberger (1 Michelinstern) am Ebnisee. Robin Wagner sagt „ich bin wunschlos glücklich in diesem Beruf lernen zu dürfen und werde mit sehr viel Fleiß und Interesse diese Ausbildung machen“.

Das 3-jährige Elite Ausbildungsmodell der Jeunes Restaurateurs ist für junge Menschen gedacht, die aus einem „besonderen Holz geschnitzt“ sind.
Die Pluspunkte: Grenzen durchbrechen – auf eigenen Füssen stehen – Stil und Kreativität – lernen von den Besten- zwei Schritte auf einmal nehmen – regionale Wurzeln – Geschmack trainieren – Verantwortung übernehmen. Diese acht Punkte sind der Einstieg zu diesem Ausbildungsmodell.

Weitere Zutaten sind: die Eliteausbildung ist sicher – sie öffnet Türen – sie schmiedet zusammen – sie lehrt Werte schätzen – sie findet in einem Jeunes Restaurateure Betrieb der Region statt – sie sorgt für Ansehen.

Die theoretische und überbetriebliche Ausbildung wird in Campus-Atmosphäre in Koblenz durchgeführt. Dieser Unterricht ist für alle Eliteschüler aus ganz Deutschland. Es wird dort gekocht, experimentiert, getestet, Fachseminare besucht und Betriebswirtschaft und Unternehmungsführung gelehrt. Neben dem üblichen Berufschulunterricht bieten Weinreisen und Exkursionen die pure Abwechslung. Jährlich können maximal 28 Bewerber diese anspruchsvolle Ausbildung durchführen.

Robin Wagner wusste bereits in jungen Jahren, dass er einmal Koch werden wollte. Nach Abschluss der Realschule bewarb er sich für eine Einstiegsqualifizierung im Romantikhotel Schassberger Ebnisee. Dort erfuhr er über die Koch-Elitausbildung und für ihn war klar – das will ich lernen. Zielstrebig und engagiert durchlief er fast ein Jahr alle Abteilungen in Schassbergers Küche.

„Einen solch interessierten jungen Menschen habe ich selten kennengelernt, Robin weiß genau was er will und steuert zielstrebig auf seinen Traumberuf zu“ so Ernst Karl Schassberger.

Leitungswasser im Restaurant

Schweiz: Gratis ist nie umsonst – auch eine Dienstleistung kostet Geld

Die drei Konsumentenorganisationen „Stiftung für Konsumentenschutz“, „Fédération Romande
des Consommateurs“ und „associazione consumatrici della svizzera italiana“ wollen die
Konsumenten aus Umweltschutzgründen zum Konsum von Hahnenwasser anhalten. Am „Weltwassertag“ beabsichtigen sie, diesem Ansinnen Nachdruck zu
verleihen, nachdem sie mit Schreiben vom 23. Februar 2010 den Branchenverband
GastroSuisse und die Kantonalsektionen zur Stellungnahme aufgefordert haben.

Kein Gratis-Anspruch

Viele gastgewerbliche Betriebe bieten ihren Gästen auf Wunsch Hahnenwasser an. Der Gast
hat jedoch keinen Gratis-Anspruch. Der Restaurateur kann dafür einen Preis festsetzen, denn
eine Dienstleistung kostet Geld. Ob es sich dabei um die Abgabe von Hahnenwasser oder
beispielsweise Mineralwasser handelt, das macht keinen grossen Unterschied. Der Service ist
für den Gastgeber immer mit Aufwendungen und Kosten verbunden. Auf die Länge kann es
sich kein Unternehmer leisten, Produkte und Dienstleistungen gratis oder unter den eigenen
Kosten abzugeben.

Ob die Abgabe von Hahnenwasser als Teil des Marketings oder als normale
Kostenkomponente betrachtet wird, entscheidet jeder Unternehmer selber. Eine Ausnahme
besteht im Kanton Tessin (Schweiz), wo gemäss Gastgewerbegesetz zu einer Hauptmahlzeit kostenlos
ein Glas Wasser abgegeben wird.

Im Dialog mit den Konsumentenorganisationen

GastroSuisse hat den erwähnten Konsumentenorganisationen den Dialog angeboten. An einer
Zusammenkunft von Ende Mai/Anfang Juni 2010 sollen die Haltungen zu verschiedenen
öffentlichkeitsrelevanten Themen gegenseitig erläutert werden.

Die Gesprächsbereitschaft von GastroSuisse wurde sehr positiv aufgenommen. Wie die
Geschäftsführerin der Stiftung für Konsumentenschutz, Sara Stalder, gegenüber GastroSuisse
erklärte, bedauert sie die einseitige Thematisierung unter dem Fokus „Gratisabgabe in
Gastrobetrieben“. Wie sie weiter ausführte, möchten die Konsumentenorganisationen mit ihrer
Aktion erwirken, dass „in Gastrobetrieben die Abgabe von Hahnenwasser auf Anfrage der
Kundschaft überall möglich sei und die Bedingungen angemessen und einigermassen
vergleichbar seien“.

Gault Millau 2010 Nordrhein-Westfalen

Möhreneintopf mit getrockneten Kirschen

Frank Rosin aus Dorsten kocht sich im neuen Gault Millau 2010 unter die Top 40 der deutschen Köche / „Restaurateur des Jahres“: Erhard Schäfer aus Köln / Starkoch Nils Henkel wegen „Heringsmüll“ abgewatscht

Frank Rosin beeindruckt „bei jedem Gericht durch seine ungewöhnlichen Aromenverbindungen, die mitunter unvereinbar und manchmal gewagt scheinen wie bei den Steinpilzen mit kandierter Limone, aber immer sehr durchdacht und harmonisch sind“, lobt die französische Gourmetbibel Gault Millau in ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2010. Er bereitet in seinem Restaurant in Dorsten, „nicht nur hervorragende große Küche wie Kabeljau in leicht gelierter, fruchtiger Tomatenessenz, sondern auch mit viel Geschick und großem Aufwand ausgedachte Kleinigkeiten, die er ‚Schmackofat-ze’ nennt, zum Beispiel Petersiliensalat mit orientalischen Aromen oder Möh-reneintopf mit Kokos und getrockneten Kirschen“. Dafür erhält er im Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 18 von 20 möglichen Punk-ten. Sie stehen für „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung”. Eine höhere Note haben in Deutschland nur 11 Köche.

17 Punkte erreicht erstmals Hans Horberth vom „La Vision“ in Köln für Gerichte wie „roh marinierter Thunfisch auf einer Art Risotto aus Hartweizengrieß mit pulverisierten schwarze Oliven und Zitrusfruchtsalat oder mit Blutwurst im Stru-delteig gebackener Steinbutt mit Apfel/Meerrettich-Ragout“. Die gleiche Bewer-tung bekommen an ihren neuen Herden auch Volker Drkosch, der aus Hessen ins „Victorian“ nach Düsseldorf wechselte und „mit unerwarteten Aromenkom-binationen wie Valrhonaschokolade, Gurke und Joghurt überrascht“, sowie Er-hard Schäfer vom neueröffneten „Maître im Kuckuck“ in Köln. Der „Kölner Klas-sik-Großmeister“, bis zum Frühjahr 2009 im dann geschlossenen „Börsen-Restaurant“, übernahm anschließend mutig mitten in der Krise das kulinarisch entschlafene Kölner Traditionslokal „Kuckuck“ im Nobelstadtteil Lindenthal und bereicherte es für Gourmets um ein neues „Maître“, in dem er „exquisite klassi-sche Gerichte bietet, aber auch die Sonne der Provence scheinen lässt“. Weil er zudem noch das andernorts oft schwächelnde Mittagsgeschäft mit feinbürgerli-chen Zubereitungen wiederbelebte, kürt ihn der Guide zum „Restaurateur des Jahres“.

Auf 16 Punkte, die einen „hohen Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität“ bedeuten, verbessern sich Günter Allmann vom „Ballebäuschen“ in Reichshof (Bergisches Land), Manfred Altgaßen vom „Eichwäldchen“ in Duisburg, Daniel Dal-Ben vom „Tafelspitz 1806“ in Düsseldorf,
Michael Debus vom „Gasthaus Fiester Hannes“ in Burbach, Jürgen Köpp vom „Landhaus Köpp“ in Xanten, Sebastian Messinger vom „Bitzerhof“ in Köln und Klaus Verheyden von der „Alten Bürgermeisterei“ in Geldern.
Auf 15 Punkte und damit in jenen Rang, in dem nach Gault Millau-Verständnis Kochen zur Kunst wird, schafften es Marcus Graun von der „Enoteca“ in Ber-gisch Gladbach, Michael Reinhardt vom „1806“ in Düsseldorf, „Monkey’s

West“ in Düsseldorf, „Die Mühlenhelle“ in Gummersbach, „Gruber’s“ und „Hanse Stube“ in Köln und „Kurlbaum“ in Moers.
Eins auf die Kochmütze bekommt „der sonst so ehrenwerte“ Nils Henkel vom „Gourmetrestaurant Lerbach – Nils Henkel“ in Bergisch Gladbach, weil ihm wie auch allen anderen Köchen, die Heringskaviar verwenden, ein Punkt abgezogen wird. Der Guide empfindet dieses von französischen Behörden als Heringsmüll bezeichnete Kunstprodukt aus geräucherten Heringsabfällen, Wasser, Salz, Maisstärke, Zitronensaft und Zitronensäure und Tinte vom Kalamar sowie Xanthan (das gemeinhin für Tapetenkleister verwendet wird und Ketchup so schön zähflüssig werden lässt) als Sittenverfall. Der Gault Millau hat den He-ringsmüll schon in seiner letzten Ausgabe als verwerfliche Lebensmittelchemie abqualifiziert und Sanktionen gegen solche Produkte und zuviel Chemie im Es-sen angekündigt. Henkel verlor mit dem 19. Punkt auch den alleinigen zweiten Platz im Lande.

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault Millau in NRW hält seit 4 Jahren mit 19,5 Punkten der „gegenwärtig mehr schöpferische Kraft als je zuvor inves-tierende und zur Weltspitze zählende“ Joachim Wissler vom Restaurant „Ven-dôme“ im „Grandhotel Schloss Bensberg“ in Bergisch Gladbach. Er „entwirft Menüfolgen, die viele aufregende Geschichten erzählen, sprühend vor kulinari-schem Witz, voller Überraschungen und Umschwünge. Wenn der ‚Stramme Max’ von der Poularde aufgetragen wird, riecht es wie in einer Hühnchenbraterei. Man knabbert krosse Hühnerhaut und frittierte Zwiebeln, aber aus dem Geflügel wurde ein Gelee, das frappant nach Brathühnchen schmeckt. Beim Kabeljau ‚vom Kopf bis zur Flosse’ garnieren Bäckchen, Stirn und Zunge ein Erbsensüpp-chen mit aufgewickeltem, schmelzendem Lardo und erinnern daran, dass man im Prinzip alles essen kann von einem Tier – wenn es so meisterlich zubereitet wird wie hier.“

Der NRW-Kochkönig hat neben Nils Henkel 5 Kronprinzen, die ihre 18 Punkte aus dem Vorjahr souverän verteidigen:

• Jean-Claude Bourgueil vom „Schiffchen“ in Düsseldorf, der sich „vom Ruf des alten Meisters befreien möchte: Zwischen den hochgelobten Klassikern stehen immer mehr neue Kreationen der modernen Leichtigkeit und weltof-fenen Aromenvielfalt wie Cappuccino von Schwimmkrabben, der wundervoll mit Koriander abgestimmt war. Dazu gab es das Krabbenfleisch in Tempura-teig eingebacken und als kleines Allerlei in der Krabbenschale“.

• Dieter L. Kaufmann von der „Traube“ in Grevenbroich, „der Aromen unauf-dringlich, aber doch intensiv konzentrieren kann und einfache harmonische Kombination bietet – einfach in dem Sinne, dass an Rezeptur und Präsenta-tion nichts verbessert werden kann“.

• Eric Menchon vom „Le Moissonnier in Köln zelebriert „eine moderne Hoch-küche, deren Kreativität und Originalität ihresgleichen suchen, etwa bei der Langoustine auf zwei Arten: in Zitronengrasconsommé badendes rohes Car-paccio sowie gebratene Schwänzchen in Vin jaune (Gelber Wein) mit milden Artischocken in dezenter Mandel/Rum-Crème, Erbsenpüree mit frischer Min-ze und herzhaften Roscoff-Zwiebeln auf stark geräuchertem Brot“,

• Peter Nöthel vom „Hummerstübchen“ in Düsseldorf „hat einen hohen Grad an Routiniertheit erreicht, verfällt aber nicht in Routine und bietet bei der ‚La-ckierten Entenbrust auf Spitzkohlgemüse mit Pfifferlingen und Kartoffelrou-lade in Himbeeressigjus’ ohne Imitation asiatischer Gerichte ein eigenstän-diges süß-herbsaures Aromenspiel“

• Bernd Stollenwerk vom „Gut Lärchenhof“ in Pulheim bei Köln, „lässt nichts aus, was man gemeinhin mit Glanz und Gloria der Hochküche verbindet und brennt bei der Taubenbrust auf braisiertem Kopfsalat mit Curry-Jus und Ing-wer-Crème brûlée ein Aromenfeuerwerk ab“.

Damit stehen von den 110 besten deutschen Köchen (17 bis 19,5 Punkte) 18 in NRW am Herd; nur 2 weniger als im kulinarischen Musterländle Baden-Württemberg; dritter ist Bayern mit 17, vierter Berlin mit 11 Köchen.

Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 190 Restaurants in NRW. 161 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen müssen, was einem Michelin-Stern nahe kommt. Unter den neu eröffneten Re-staurants erreicht Enis Akisik (der bis 2006 das „Bizim“ in Köln betrieb) im „Kult“ in Bergisch Gladbach, 16 Punkte. 15 schaffen die Lokale „Wein am Rhein“ in Köln und „Villa Leonhart“ in Königswinter, 14 das „Petit Charle-magne“ in Aachen, das „1550“ in Bielefeld, die „Markusstube“ in Bornheim sowie das „Opgen-Rhein“ in Oberhausen und 13 „La Cigale“ in Bonn, „Tögels Restaurant Loft 34“ in Euskirchen und „Am Aasee“ in Münster.
Im Vergleich zur Vorjahrsausgabe serviert der wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Gourmets mit Spannung erwartete Gault Millau in NRW 29 langweilig ge-wordene Restaurants ab und nimmt 18 inspirierte Küchen neu auf; 29 werden höher, 17 niedriger bewertet. 5 Küchenchefs verlieren die begehrte Kochmütze.

Als zusätzliche Schmankerl bewertet der im Münchner Christian Verlag erschei-nende Reiseführer für Genießer (822 Seiten, 29,95 €) die Restaurants des TUI-Kreuzfahrers „Mein Schiff“ und zählt auf, was deutsche Köche derzeit in ihrem modischen Wahn vom Apfelpüree über Kartoffelsalat bis zu Walnüssen alles räuchern. Ferner beschreibt und klassifiziert der Guide 365 Hotels.

Die besten Restaurants des Gault Millau in NRW

19,5 Punkte:
1. Vendôme in Bergisch Gladbach,
18 Punkte:
2. Gourmetrestaurant Lerbach-Nils Henkel in Bergisch Gladbach,
Rosin in Dorsten*,
Hummer-Stübchen und Im Schiffchen in Düsseldorf,
Résidence in Essen,
Zur Traube in Grevenbroich,
Le Moissonnier in Köln,
Gut Lärchenhof in Pulheim bei Köln,
17 Punkte:
10.Halbedel’s Gasthaus in Bonn,
Victorian in Düsseldorf,
Herbert Brockel in Erftstadt,
Schloss Loersfeld in Kerpen,
Alfredo, La Vision* und Maître im Kuckuck** in Köln,
Zur Post in Odenthal,
Balthasar in Paderborn.

* Aufsteiger, **Neueröffnung

Alles über den Gault Millau 2010: www.gourmet-report.de/artikel/33146/Gault-Millau-2010-Deutschland/

Die Gault Millau Restaurants 2010 Berlin: http://www.gourmet-report.de/artikel/332066/Gault-Millau-2010-Berlin.html

Die Gault Millau Restaurants 2010 Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/331804/Gault-Millau-2010-Brandenburg/

Die Gault Millau Restaurants 2010 Thüringen: www.gourmet-report.de/artikel/331802/Gault-Millau-2010-Thueringen.html

Die Gault Millau Restaurants 2010 Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/331833/Gault-Millau-2010-Bayern.html

Die Gault Millau Restaurants 2010 Nordrhein-Westfalen: www.gourmet-report.de/artikel/331855/Gault-Millau-2010-Nordrhein-Westfalen.html

Die Gault Millau Restaurants 2010 Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/331891/Gault-Millau-2010-Hamburg.html

Die Gault Millau Restaurants 2010 Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/331892/Gault-Millau-2010-Sachsen.html

Die Gault Millau Restaurants 2010 Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/331921/Gault-Millau-2010-Bremen.html

Die Gault Millau Restaurants 2010 Sachsen Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/331922/Gault-Millau-2010-Sachsen-Anhalt/

Die Gault Millau Restaurants 2010 Schleswig Holstein: www.gourmet-report.de/artikel/331934/Gault-Millau-2010-Schleswig-Holstein.html

Die Gault Millau Restaurants 2010 Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/331954/Gault-Millau-2010-Saarland.html

Die Gault Millau Restaurants 2010 Mecklenburg Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/331969/Gault-Millau-2010-Mecklenburg-Vorpommern.html

Die Gault Millau Restaurants 2010 Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/331995/Gault-Millau-2010-Niedersachsen.html

Die Gault Millau Restaurants 2010 Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/332001/Gault-Millau-2010-Hessen.html

Die Gault Millau Restaurants 2010 Rheinland Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/332036/Gault-Millau-2010-Rheinland-Pfalz.html

Bestell-Link: ISBN: 978-3-88-472955-7

Stabübergabe im Schlosshotel Lerbach

Dieter Müller übergibt die Leitung seiner Küche an Jeune Restaurateur Nils Henkel

Bereits seit 10 Jahren hält Dieter Müller mit dem Restaurant Dieter Müller im Schlosshotel Lerbach 3 Sterne im Guide Michelin. Dieter Müller, dessen Karriere nicht erfolgreicher hätte verlaufen können, zog sich einen mehr als würdigen Nachfolger heran: Nils Henkel, seinen Lieblingsschüler, langjährigen Küchenchef und engen Vertrauten.

Nils Henkel (38) steht nun schon seit 10 Jahren in verantwortungsvoller Position – seit 2004 als Küchenchef – an der Seite von Dieter Müller am Herd im Schlosshotel Lerbach und hat bereits in den letzten Jahren aktiv zur Weiterentwicklung der Küche beigetragen.

„Nils Henkel hat unter meiner Führung sein Talent immer stärker abrufen können und bewiesen, das von mir eingeforderte Qualitätsstreben gepaart mit hoher Kreativität kontinuierlich unter Beweis stellen zu können. Mit Nils Henkel als meinem Nachfolger, freue ich mich dem Restaurant Dieter Müller als Patron vorzustehen“, so Dieter Müller, „Ich bin mir sicher, dass Nils Henkel und ich gemeinsam unseren Gästen auch zukünftig das hohe Niveau in gewohnter Weise garantieren werden.“

„Für mich geht ein großer Lebenstraum in Erfüllung“, so Nils Henkel, „einem der besten Köche der Welt folgen zu können, ist eine große Herausforderung und mich ehrt das Vertrauen, welches Dieter Müller und Thomas Althoff in mich setzen. Unsere Gäste werden sich auch unter meiner Leitung auf die gewohnte Qualität der Küche des Restaurant Dieter Müller verlassen können.“

„Mit dem Engagement von Dieter Müller vor 17 Jahren haben wir den Grundstein für eine besondere Erfolgsgeschichte gelegt: 10 Jahre 3 Sterne im Guide Michelin, Höchstbewertungen in allen renommierten Gastro-Führern sowie zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen haben maßgeblich zum Erfolg des Restaurant Dieter Müller, des Schlosshotel Lerbach und unseres Gesamtunternehmens beigetragen. Ich freue mich auf die spannende zukünftige Zusammenarbeit mit Dieter Müller bei neuen Projekten und vor allem bei dem weiteren Ausbau der Kochschule. Heute, sowie in Zukunft, steht das Restaurant Dieter Müller für eine außerordentlich kontinuierliche Küchenleistung auf höchstem Niveau und für eine herausragende Servicequalität die heute, sowie in Zukunft von der charmanten Gastgeberin Birgit Müller und unserem Maître d’Hotel André Thomann erbracht wird.“

Nils Henkel arbeitet mit Global Kochmesser