Erivan Haub erhält die Brillat Savarin-Plakette

Die 32. Jahreshauptversammlung der Food & Beverage Management Association (FBMA) führte die Mitglieder vom 24. bis 26. März 2006 im Hotel München Marriott zusammen. Die bevorstehende FIFA Fußball-WM bildete die thematische Klammer angefangen vom Get-together am Freitagabend mit Torwandschießen und WM-Snacks bis zum packenden Vortrag von Mike de Vries, verantwortlich für die zur WM kreierten Image- und Standortkampagne „Deutschland – Land der Ideen“. Intern standen die Wahl von Vize-Präsident und Schatzmeister sowie Ziele und Aktivitäten für 2006/7 auf dem Programm. Für die FBMA-Stiftung stellte Klaus-Günther Wiesler als herausragende neue Aufgabe die Verleihung der Brillat Savarin-Plakette vor. Die erstmals gemeinsam mit der Brillat Savarin-Stiftung durchgeführte Auszeichnung des 52. Preisträgers fand im Anschluss an die Jahreshauptversammlung im Alpenhof Murnau statt.

Mit einem kommunikativen Get-together startete die Jahreshauptveranstaltung der Food & Beverage Management Association am Freitagabend. Der nächste Morgen stand im Zeichen von Rückblick und Vorschau. Die Entwicklung neuer Ideen und Ansätze für die zukünftige Ausrichtung des Fachverbandes waren die zentralen Herausforderungen des Jahres 2005 gewesen, schilderte Präsident Udo Finkenwirth in seiner Eröffnungsansprache. Eigens zu diesem Zweck war ein Initiativkreis gebildet worden, der eine Reihe von Vorschlägen entwickelt hatte. Hieraus hatte der Vorstand ein Maßnahmenbündel geschnürt. „Verstärkung des Networking, die Herausgabe eines Jahreskalenders, die Aufwertung des Herbst-Workshops und der Regionalveranstaltungen, die verstärkte Zusammenarbeit mit unseren Fördermitgliedern sowie eine weiter intensivierte Kommunikation nach innen wie nach außen“, fasste Finkenwirth die wesentlichen Ziele und Projekte zusammen. Den Kontakt und Dialog mit Führungskräften suchte die FBMA durch Beteiligung bei Branchenveranstaltungen wie dem Kongress Top Supply sowie der Gastro Vision und deren Business Forum. Im laufenden Geschäftsjahr wird sich die FBMA ferner bei der Gestaltung des fachlichen Rahmenprogramms der Auszeichnung „Tagungshotels zum Wohlfühlen“ im Mai in Frankfurt einbringen. Den Abschluss des Geschäftsjahres 2005 sowie Budgetplanungen 2006 bis 2007 präsentierte letztmalig der Schatzmeister Klaus-Peter Fiebig. Vize-Präsident Bernhard Rothenberger begrüßte in Vertretung von Bernd Beckers, Sprecher des Arbeitskreises Zulieferindustrie, die vier neuen Fördermitglieder Edeka Zentralhandelsgesellschaft, Konfitürenmanufaktur Alfred Faller, progros Einkaufsgesellschaft und Stöver Frischdienst. Rothenberger, der vor neuen beruflichen Aufgaben steht, hatte sich zur Aufgabe seines Amtes als Vize-Präsident entschieden und wurde in München für seine zwanzigjährige Mitgliedschaft mit der Bi-Color Nadel geehrt. Die Bi-Color Nadel nahm ebenso Annemarie Nestmeier vom Ringhotel Traube in Donauwörth entgegen, ferner wurden silberne und bronzene Verbandsnadeln verliehen.Die Neuwahlen schlossen sich an und erbrachten die eindeutige Bestätigung der Kandidaten: Michael Bläser vom Hotel Bayern am Tegernsee wurde zum Vize-Präsidenten, Peter Martin vom Steigenberger Maxx Hotel in Langen zum Schatzmeister gewählt. Udo Finkenwirth begrüßte die beiden neuen Präsidiumsmitglieder und verabschiedete die Vorgänger mit herzlichen Dankesworten für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Der Vormittag endete mit einer Überraschung für alle Teilnehmer und für ein Mitglied insbesondere: Mit einer Laudatio seines langjährigen Kollegen und Weggefährten Josef Schulte wurde Klaus-Peter Fiebig für sein herausragendes Engagement an der Spitze der FBMA zum vierten Ehrenmitglied ernannt. Der Höhepunkt am Nachmittag war der Vortrag von Mike de Vries, Geschäftsführer der FC Deutschland GmbH und Koordinator der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler. Am selben Vormittag direkt aus Singapur eingeflogen, wo er zuvor die Delegation von Wirtschaftsminister Michael Gloss in China begleitet hatte, schilderte de Vries packend die Chancen und Herausforderungen der WM 2006. Er stellte die Kampagne mit ihren fünf Säulen vor, die sich zwischenzeitlich zu einer Dachmarke mit Leitbildfunktion fortentwickelt hat. Produkte rund um die WM hatten eine Reihe von Fördermitgliedern der Food & Beverage Management Association in ihre Ausstellungen integriert, mit der sie die Jahreshauptversammlung kulinarisch und informativ begleiteten.

FBMA-Stiftung verleiht gemeinsam mit Brillat Savarin-Stiftung die Brillat Savarin-Plakette an Erivan Haub

Der Abend gehörte der Verleihung der Brillat Savarin-Plakette an Erivan Haub im Rahmen einer glanzvollen Soiree im Alpenhof Murnau. Diese höchste Auszeichnung im Gastgewerbe wurde erstmals gemeinsam von der FBMA-Stiftung und der Brillat Savarin-Stiftung vergeben. In seinem morgendlichen Bericht hatte Stiftungsgeschäftsführer Klaus-Günther Wiesler die FBMA-Mitglieder über diese neue Aufgabe im Portfolio der im Gastgewerbe einzigartigen Stiftung informiert. Hintergrund hierfür ist, dass die Brillat Savarin-Stiftung ihre Auflösung im Februar 2006 beschlossen hatte. Die Mitglieder gehen in die Gastronomische Akademie Deutschland GAD über und haben darüber hinaus die Möglichkeit, in das Kuratorium der FBMA-Stiftung aufgenommen zu werden. „Die FBMA-Stiftung wird die Tradition der Brillat Savarin-Plakette in ehrenvoller Weise weiterführen“, verkündete Klaus-Günther Wiesler. Als Preisträger 2006 wurde Erivan Haub erwählt, Chairman der Tengelmann-Gruppe, der mit dem Alpenhof Murnau seine zweite Karriere als Gastgeber startete. In seiner Dankesrede schilderte Erivan Haub seine unauslöschlichen Erinnerungen an seinen geliebten Alpenhof und die Murnauer Tage. Sein lebenslanges Wirken für Ausbildung, Umwelt- und Verbraucherschutz setzte Erivan Haub auch bei diesem Anlass fort und stellte 30.000 Euro für die Nachwuchsförderung zur Verfügung. Mit stehenden Ovationen zollten die Gäste dem 73-Jährigen ihren Respekt und ihre Anerkennung für sein Engagement und seine Liebe zur Tafelkultur.

Unfall im Ausland – was tun?

Es geht ganz schnell: Einmal nicht aufgepasst oder ein anderer Verkehrsteilnehmer verhält sich falsch – und schon ist ein Unfall passiert. Besonders bei einem Schaden im Ausland steht mancher Autofahrer vor der Frage: Was muss man eigentlich beachten? Der ADAC gibt dazu Tipps.
Grundsätzlich gelten im Ausland ähnliche Verhaltensregeln wie in Deutschland: Unfallstelle absichern; falls es Verletzte gab, diese versorgen; wenn nötig, Notarzt verständigen. Die Polizei sollte bei Personenschäden oder hohen Sachschäden gerufen werden, in den meisten osteuropäischen Ländern generell. Das Gleiche gilt, wenn sich der Unfallgegner vom Unfallort entfernt hat, sein Fahrzeug nicht versichert ist oder zwischen den Unfallbeteiligten keine Einigung erzielt werden kann.

Notieren sollte man alle wichtigen Daten des Unfallgegners: Namen und Anschrift, amtliches Kennzeichen, Nationalitätszeichen, Haftpflichtversicherungsgesellschaft und Versicherungsscheinnummer. Wichtig zu wissen: In manchen Ländern ist die Kfz-Versicherung nicht oder nur schwer über das amtliche Kennzeichen zu ermitteln. In Italien und Frankreich finden sich Angaben zur Versicherung auf einer Plakette an der Windschutzscheibe.

Der Europäische Unfallbericht, der von allen Unfallbeteiligten ausgefüllt und unterschrieben wird, erleichtert die Unfallaufnahme. Ein Formularsatz in sieben Sprachen ist in allen ADAC-Geschäftsstellen erhältlich.

Bei der Schadensregulierung gilt generell: Um Schadenersatzansprüche geltend zu machen, sollten Geschädigte einen im Unfallland zugelassenen Anwalt einschalten, bei Sachschäden unter Umständen auch einen deutschen Rechtsanwalt. Dies gilt insbesondere dann, wenn eine Verkehrsrechtschutzversicherung für die Anwaltskosten einsteht. Die 16 Auslandsnotrufstationen des ADAC helfen Clubmitgliedern bei der Suche nach entsprechenden Juristen weiter.

Hilfreich bei einem Unfall im Ausland ist ein Schutzbrief. Der Versicherer zahlt die Pannenhilfe und, wenn nötig, Bergung und Rücktransport des Autos sowie der Insassen nach Deutschland.

www.adac.de