Ina Finn

Côtes du Rhône: So schmeckt der Sommer!

Die mediterrane Küche steht für Sommer, Sonne, Lebensfreude und Geselligkeit. Mit Familie oder Freunden isst und trinkt man nicht nur gemeinsam, sondern redet, lacht und lebt – und das am Liebsten im Freien. So wie im Rhônetal in Südfrankreich, wo mediterrane Küche und sonnenverwöhnte Weine selbstverständlicher Bestandteil des alltäglichen Leben sind. Mit einer mediterranen Omelette-Schichttorte (ideal fürs Picknick oder als Auftakt für ein sommerliches Menü) und den passenden „Côtes du Rhône“ Weintipps der Sommelière Ina Finn können Sie dieses Lebensgefühl jetzt auch daheim genießen.

Mediterrane Omelette-Schichttorte (für 6 Personen)

500 g Zucchini
2 rote Paprikaschoten
12 Eier
4 weiße Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
6 Zweige Petersilie
3 Prisen Muskatnuss
4 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Paprikaschoten unter dem Grill rösten, bis die Haut schwarzbraun wird. In einem Gefrierbeutel abkühlen lassen. Zucchini waschen und grob raspeln. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. Eine Springform (20 cm Durchmesser) mit etwas Öl ausstreichen. Die Haut der Paprikaschoten abziehen, Kerne entfernen und die Schoten in dünne Scheiben schneiden.

In einer Schüssel 4 Eier verschlagen, salzen, pfeffern und mit einer Prise Muskatnuss würzen. Gehackte Zwiebel mit einem EL Öl in einer beschichteten Pfanne (ebenfalls 20 cm Durchmesser) bei mittlerer Hitze andünsten. Die Eier darauf geben und warten, bis sie gestockt sind (nicht rühren!). Danach in die Springform geben.

4 weitere Eier in der Schüssel verschlagen, salzen, pfeffern, mit Muskatnuss würzen, die Paprikaschoten zufügen und untermischen. Die Mischung mit 1 EL heißem Öl in der Pfanne stocken lassen. Auf das erste Omelette in der Springform gleiten lassen.

Den Knoblauch mit 1 EL Öl in der Pfanne bei milder Hitze 1 Minute andünsten, die Zucchiniraspel und die gehackten Petersilienblättchen zufügen, salzen, umrühren und 5 Minuten dünsten lassen. Die 4 verbliebenen Eier verschlagen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und über die Zucchini in der Pfanne geben. Alles vermischen und bei mittlerer Hitze stocken lassen, dann auf die anderen Omelettes in der Springform gleiten lassen.

Die Springform für 30 Minuten in den vorgeheizten Ofen geben. Die Springform öffnen, wenn die Torte lauwarm ist, und das Ganze komplett auskühlen lassen. Mit einem grünen Salat oder einem Tomatenpüree servieren.

Dazu empfiehlt Sommelière Ina Finn Sommerweine aus den Côtes du Rhône:

1. Côtes du Rhône / Côtes du Rhône Villages – weiß
Weiße Côtes du Rhône sind perfekte „Starter“ und lieben sommerliche Temperaturen. Damit sind sie ideal für Terrasse, Picknick und Sommerparty. Mit ihren Aromen von reifen, gelben Früchten, einem angenehmen Schmelz am Gaumen und ihrer milden, aber dennoch erfrischende Säure begleiten sie wunderbar leichte Salate und sommerliche Gemüsegerichte. Etwas komplexer und intensiver aber nicht weniger erfrischend sind die Weißweine aus den Côtes du Rhône Villages
Zum Beispiel: 2011er Côtes du Rhône Villages blanc, « GT-V », Domaine LePlan-Vermeersch (bio-zertifiziert) – AixVinum ( www.aixvinum.de ), ca. 12,00 €

2. Côtes du Rhône – rosé
Die Roséweine aus den Côtes du Rhône und Côtes du Rhône Villages sind unter den französischen Rosés die saftigsten und fruchtigsten Vertreter. Ihre Rosétönung reicht von lachsfarben bis hin zu einem hellen Himbeerrosa oder korallenfarben. Ihr Duft versprüht Aromen nach roten Beeren wie Himbeere und Erdbeere, aber auch Granatapfel und Kirsche. Ihr Markenzeichen ist eine leichte Brise Kräuterduft und ihre spritzige Säure. Damit eignen sie sich hervorragend als animierender Aperitif oder Begleiter zu leichten Sommer- und Gemüsespeisen, für Picknicks oder Barbecues.
Zum Beispiel: 2011er Côtes du Rhône Rosé, Domaine de Fontavin (bio-zertifiziert) – Cabernet & Co (Dortmund), ca. 7,90 €

3. Côtes du Rhône – rot
Die Rotweine aus den Côtes du Rhône haben viele Facetten. Für sommerliche Anlässe besonders geeignet sind die mittelkräftigen, fruchtigen Vertreter, die mit ihren jungen Fruchtaromen bezaubern – pur und intensiv, nach Kirschen und roten Beeren. Sie sind bereits jung genussbereit und eignen sich hervorragend zum Grillen, zum Picknick, für die Sommerparty oder als Begleiter der mediterranen Küche.
Zum Beispiel: 2011er « Les Grappes d’Antan » Côtes du Rhône rouge, Les Vignerons de Villedieu Buisson (bio-zertifiziert) – Vivolovin ( www.vivolovin.de ), ca. 7,00 €

Über Ina Finn

Die gelernte Hotelfachfrau und Sommelière sammelte ihr Know-How bei Master Sommelier Hendrik Thoma im Hotel Louis C. Jacob sowie in einigen der besten Weingüter der Welt. Seit 2002 bietet sie mit ihrer Firma „Weinkonzepte Ina Finn“ professionelle Beratung, Schulungen und Veranstaltungen rund um das Thema Wein. Ihr jüngstes Projekt ist die „Villa Verde – Raum für Wein“ – ein Veranstaltungs- und Verkostungsraum in Hamburg. 2004 absolvierte sie den Abschluss zur Weinakademikerin vom Wine and Spirit Education Trust, London. Die Autorin von Fachpublikationen und verschiedenen Magazinen ist ehrenamtliches Mitglied im Prüfungsausschuss der Handelskammer Hamburg für die Ausbildungsfachgänge Hotel- und Restaurantfachmann, sowie Veranstaltungskaufmann.

Rezept: Fasskraut-Champignon-Pfanne

Fasskraut-Champignon-Pfanne (2 Portionen)

Zutaten:
250g Champignons
2 Zwiebeln
250g Rinderfilet
2 rote Paprikaschoten
2 EL Speiseöl
1 Glas Sauerkraut Original Kühne Fasskraut nach traditioneller Art (425ml)
1 Becher Creme fraîche (150g)
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
Paprikapulver
gemahlener Kümmel
1 Bund Kerbel

Zubereitung:
Champignons evtl. waschen, putzen und vierteln. Zwiebeln abziehen und in
Ringe schneiden. Filet trocken tupfen, Paprikaschoten halbieren, putzen,
waschen und mit dem Filet in Streifen schneiden. Öl erhitzen, Filet dazugeben,
anbraten und herausnehmen. Champignons, Zwiebeln und Paprikaschoten in
das verbliebene Bratfett geben, ebenfalls anbraten und unter gelegentlichem
Wenden ca. fünf Minuten braten. Sauerkraut dazugeben und mit erhitzen. Filet
wieder dazugeben. Sauerkraut-Pfanne mit Crème fraîche verfeinern und mit
den Gewürzen pikant abschmecken. Kerbelblättchen abzupfen, waschen, grob
hacken, über die Fasskraut-Pfanne streuen und servieren.

Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten
Schwierigkeit: einfach

Pro Portion:
kj/kcal: 2808/672
EW: 36.9 g
F: 46.0 g
KH: 25.0 g
BE: 1.0

Zu Tisch auf … La Palma

Arte, Dienstag, 05.01., 18:30 – 18:55 Uhr

An der Caldera, dem Kraterrand des Vulkans, aus dem die kanarische Insel La Palma entstand, regnet es nahezu täglich. Um auf der fruchtbaren, reich mit Mineralien durchsetzten Erde Ackerbau betreiben zu können, mussten die Palmeros Terrassen an den steilen Hängen anlegen, um das reichlich vorhandene Wasser von Terrasse zu Terrasse zu leiten – bis hinunter an den Fuß des Vulkans. Diese wichtige Entwicklungsaufgabe für die Insel haben im 19. Jahrhundert private Aktiengesellschaften vor Ort finanziert. Auch heute noch verdienen diese mit dem kontinuierlichen Element der Natur ihr Geld. Mit einer Wasseraktie erwirbt man das Recht auf eine ganz bestimmte Wassermenge pro Minute – 365 Tage im Jahr.

Pedro Machin Perrez aus dem 2.000-Seelen-Ort Puntagorda im Nordwesten der Insel arbeitet für eine Wassergesellschaft. Diese verwaltet unter anderem das Wasser von Aktionären, die sich kein eigenes Auffangbecken leisten können. Pedros Frau Anicia gießt mit Hilfe der Bewässerungssysteme ihre Blumen, die sie zweimal pro Woche an die Blumenläden der Insel und an Privatleute verkauft. Aber Anicias große Leidenschaft ist das Kochen und sie beherrscht die traditionellen Rezepte der Insel.

In der Berghütte der Familie bereitet sie Carne de Conejo en Salsa – Kaninchen in einer Soße aus fruchtigen Paprikaschoten, Tomaten, Mandeln und Mojo Rojo. Mojo Rojo, ‚rote Soße‘, wird aus getrockneten Paprikaschoten, Knoblauch, Olivenöl, Apfelessig und Kreuzkümmel im Mixer hergestellt. Sie wird gekochten Kartoffeln ebenso beigegeben wie gegrilltem Fleisch.

Chiles en Nogada

Chiles en
Nogada – ein
Nationalgericht

„Chiles en Nogada“ ist ein traditionelles
mexikanisches Gericht, das aus gefüllten
grünen Poblano-Paprika mit heller
Walnuss-Sauce und roten Granatapfelkernen
besteht.Wer den Teller serviert
bekommt, staunt nicht schlecht: Grün,
weiß, rot – die Nationalfarben Mexikos.

Den Überlieferungen nach, wurden
„Chiles en Nogada“ erstmals im Jahr 1821
bei einem Festessen zu Ehren von Agustín
de Iturbide, einem bedeutenden
Rebellenführer des
Unabhängigkeitskampfes, gereicht.

Iturbide hatte im gleichen Jahr mit Komplizen
den Plan von Iguala erarbeitet, der
die Idee eines vereinigten, unabhängigen
und religiös freien Mexikos enthielt.
Dieser Plan diente als Grundlage der später
unterzeichneten Abkommen„Tratados
de Córdoba“, die letztlich Mexikos Unabhängigkeit
besiegelten.

Während der Feierlichkeiten nach der
Unterzeichnung wurden alle am Bankett
servierten Speisen in Nationalfarben
gereicht, unter ihnen auch „Chiles en
Nogada“.

Die Füllung der Paprikaschoten setzt sich
aus einer saftig-würzigen Masse aus Hackfleisch
Tomaten, Zwiebeln und gelegentlich
auch Knoblauch, Oliven, Kapern und
Rosinen zusammen. Die Zugabe von
Früchten und Nüssen machen die gefüllten
Chiles besonders schmackhaft.

Die Sauce besteht aus mildem mexikanischem
Käse, Sahne und gemahlenen
Walnüssen und wird mit Granatapfelkernen
dekoriert. Ein wahrhaft abwechslungsreiches
Geschmackserlebnis! Üblicherweise
isst man die Chiles in Mexiko
ab Ende August, wenn die Walnussernte
beginnt.

Rezept – Kleine Gemüsekuchen

Kleine Gemüsekuchen

Zutaten:
25 g MEGGLE leichte Rolle
4 Eier
4 Esslöffel Milch
100 g gehobelter Gruyère
1 Zwiebel
2 rote Paprikaschoten
400 g Zucchini
4 Tomaten
Salz (Meersalz)
Pfeffer (aus der Mühle)

Zubereitung:
Zucchini waschen und in kleine Stücke schneiden. Paprikaschoten waschen, Kerne entfernen und in Würfel schneiden. Tomaten 30 Sekunden lang in kochendes Wasser halten, mit kaltem Wasser abschrecken, schälen, Kerngehäuse entfernen und in kleine Würfel schneiden.
Zwiebel schälen und klein hacken. 25 g MEGGLE leichte Rolle in einer Pfanne schmelzen und das Gemüse darin dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Eier mit der Milch verquirlen und den gehobelten Gruyère hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Gemüse hinzugeben, gut verrühren und in kleine Kuchenformen geben.
Im vorgeheizten Backofen bei 200°C für ca. 30 Minuten im Wasserbad backen.

Tipp:
Der Kuchen ist fertig, wenn die Messerspitze sauber wieder aus dem Kuchen kommt.

Zu Tisch auf … La Palma

ARTE, Donnerstag, 04.06. um 16:25 Uhr

Zu Tisch auf … La Palma

Auf La Palma ermöglicht ein komplexes, von privaten Aktiengesellschaften unterhaltenes Bewässerungssystem den Anbau von Obst, Gemüse und Blumen auf den Terrassen, die die Inselbewohner an den steilen Berghängen angelegt haben. Dieses System geht auf das 19. Jahrhundert zurück und hat der Insel einen bescheidenen Wohlstand gebracht. Pedro Machin Perrez arbeitet für eine Wassergesellschaft und seine Frau Anicia baut mit diesem Wasser ihre Blumen an. Aber auch das Kochen ist eine große Leidenschaft Anicias: Sie kennt sich aus mit den traditionellen Rezepten der Insel. ARTE zeigt diese Sendung im Rahmen der Themenwoche „Essen, aber richtig!“.

An der Caldera, dem Kraterrand des Vulkans, aus dem die kanarische Insel La Palma entstand, regnet es nahezu täglich. Um auf der fruchtbaren, reich mit Mineralien durchsetzten Erde Ackerbau betreiben zu können, mussten die Palmeros Terrassen an den steilen Hängen anlegen, um das reichlich vorhandene Wasser von Terrasse zu Terrasse zu leiten – bis hinunter an den Fuß des Vulkans. Diese wichtige Entwicklungsaufgabe für die Insel haben im 19. Jahrhundert private Aktiengesellschaften vor Ort finanziert. Auch heute noch verdienen diese mit dem kontinuierlichen Element der Natur ihr Geld. Mit einer Wasseraktie erwirbt man das Recht auf eine ganz bestimmte Wassermenge pro Minute – 365 Tage im Jahr. Pedro Machin Perrez aus dem 2.000-Seelen-Ort Puntagorda im Nordwesten der Insel arbeitet für eine Wassergesellschaft. Diese verwaltet unter anderem das Wasser von Aktionären, die sich kein eigenes Auffangbecken leisten können. Pedros Frau Anicia baut mit Hilfe der Bewässerungssysteme Blumen an, die sie zweimal pro Woche an die Blumenläden der Insel und an Privatleute verkauft. Aber Anicias große Leidenschaft ist das Kochen und sie beherrscht die traditionellen Rezepte der Insel. In der Berghütte der Familie bereitet sie Carne de Conejo en Salsa – Kaninchen in einer Soße aus fruchtigen Paprikaschoten, Tomaten, Mandeln und Mojo Rojo. Mojo Rojo, „rote Soße“, wird aus getrockneten Paprikaschoten, Knoblauch, Olivenöl, Apfelessig und Kreuzkümmel im Mixer hergestellt. Sie wird gekochten Kartoffeln ebenso beigegeben wie gegrilltem Fleisch.

Zu Tisch auf … La Palma

Auf La Palma ermöglicht ein komplexes, von privaten Aktiengesellschaften unterhaltenes Bewässerungssystem den Anbau von Obst, Gemüse und Blumen auf den Terrassen, die die Inselbewohner an den steilen Berghängen angelegt haben. Dieses System geht auf das 19. Jahrhundert zurück und hat der Insel einen bescheidenen Wohlstand gebracht. Pedro Machin Perrez arbeitet für eine Wassergesellschaft und seine Frau Anicia baut mit diesem Wasser ihre Blumen an. Aber auch das Kochen ist eine große Leidenschaft Anicias: Sie kennt sich aus mit den traditionellen Rezepten der Insel. ARTE zeigt diese Sendung im Rahmen der Themenwoche „Essen, aber richtig!“.

An der Caldera, dem Kraterrand des Vulkans, aus dem die kanarische Insel La Palma entstand, regnet es nahezu täglich. Um auf der fruchtbaren, reich mit Mineralien durchsetzten Erde Ackerbau betreiben zu können, mussten die Palmeros Terrassen an den steilen Hängen anlegen, um das reichlich vorhandene Wasser von Terrasse zu Terrasse zu leiten – bis hinunter an den Fuß des Vulkans. Diese wichtige Entwicklungsaufgabe für die Insel haben im 19. Jahrhundert private Aktiengesellschaften vor Ort finanziert. Auch heute noch verdienen diese mit dem kontinuierlichen Element der Natur ihr Geld. Mit einer Wasseraktie erwirbt man das Recht auf eine ganz bestimmte Wassermenge pro Minute – 365 Tage im Jahr. Pedro Machin Perrez aus dem 2.000-Seelen-Ort Puntagorda im Nordwesten der Insel arbeitet für eine Wassergesellschaft. Diese verwaltet unter anderem das Wasser von Aktionären, die sich kein eigenes Auffangbecken leisten können. Pedros Frau Anicia baut mit Hilfe der Bewässerungssysteme Blumen an, die sie zweimal pro Woche an die Blumenläden der Insel und an Privatleute verkauft. Aber Anicias große Leidenschaft ist das Kochen und sie beherrscht die traditionellen Rezepte der Insel. In der Berghütte der Familie bereitet sie Carne de Conejo en Salsa – Kaninchen in einer Soße aus fruchtigen Paprikaschoten, Tomaten, Mandeln und Mojo Rojo. Mojo Rojo, „rote Soße“, wird aus getrockneten Paprikaschoten, Knoblauch, Olivenöl, Apfelessig und Kreuzkümmel im Mixer hergestellt. Sie wird gekochten Kartoffeln ebenso beigegeben wie gegrilltem Fleisch.

So, 31.05. um 17:35 Uhr arte

Koch-Charts

Sonntag gibt es eine türkische Variante von gefülltem Gemüse: Paprikaschoten, die mal ohne die allseits bekannte Hackfleischmischung auskommen und damit ein echter Tipp für Vegetarier sind. Für die Füllung wird Spinat mit Zwiebel und Knoblauch geschmort und mit Reis, Käse und gerösteten Mandelsplittern gemischt. Noch etwas Käse über die Paprika streuen, dann das ganze backen. Erfrischend dazu ist die Joghurt-Gurken-Sauce mit einem Hauch von Knoblauch und Minze.

Wenn schon beim puren Anblick von Würfelzucker der Zahn tropft, dann ist Naschkatzen-Tag und etwas Süßes muss her. Eine super Gelegenheit für die Herstellung eines Kaiserschmarrn, einer österreichischen Spezialität, die auch bei deutschen Naschkatzen ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht. Dazu passt ein selbstgemachtes Apfelkompott, dass wir vorher in der Pfanne mit Butter und Zucker leicht karamellisiert haben. Allein der Duft ist schon ein Genuss.

So, 10.05. um 13:40 Uhr kika

Zu Tisch in … Moldawien

In dem Familienbetrieb von Jura David muss jeder mit anpacken, auch seine Frau und ihre fünf Kinder. Das ist Voraussetzung, wenn man es im armen Moldawien zu etwas bringen will. Der Landwirt bestellt seine Äcker ohne Maschinen, denn die kann er sich nicht leisten. Aber alles, was dort wächst, wird biologisch angebaut. Trotz der mühsamen Feldarbeit vergessen die Davids das Feiern nicht. .Freunden und Familie serviert Vera David dann typisch moldawische Gerichte wie Galuste – mit Reis und Hack gefüllte Paprikaschoten und Weinblätter – oder Fleischspieße vom Grill

Sieben Uhr morgens. Für Familie David beginnt ein neuer Arbeitstag. Jura David, seine Frau Vera und ihre fünf Kinder im Alter von sieben bis 17 Jahren klettern aus dem alten Transporter. Sie holen Hacken und Eimer aus dem Laderaum und marschieren zu einem Feld mit Wassermelonen. Jura und seine Familie beginnen mit dem Unkrautjäten. Da Geld in Moldawien knapp ist, kann sich kaum ein Bauer Pflanzenschutzmittel leisten. Doch Jura geht es nicht nur ums Geld. Der 39-jährige Landwirt hält nicht viel von der chemischen Keule. Er versucht, seine Felder ökologisch zu bestellen. Nur so, davon ist er überzeugt, bekommt man aromatisches Gemüse. Wie alle Landbewohner erhielten auch Jura und Vera im Zuge der Unabhängigkeit Moldawiens und der Auflösung der Kolchosen ein Stück Land zugeteilt. Jura kaufte zu den bescheidenen anderthalb Hektar Land noch zwei weitere dazu und beschloss, sich auf Gemüseanbau zu spezialisieren und die Produkte überwiegend selbst zu vermarkten. Der experimentierfreudige Landwirt probierte in den letzten Jahren etliche Tomatensorten aus. Von einem Professor, bei dem er Landwirtschaft studierte, hat er zahlreiche Eigenzüchtungen bekommen. Juras Tomaten sind die besten in der Gegend, und sie sind früher reif als die der anderen Landwirte. Auf dem örtlichen Markt will Jura möglichst viel von seiner Ernte zu verkaufen. Denn hier bekommt er bessere Preise als beim Großhändler. Da Jura selbst keine Zeit hat, am Stand zu stehen, hat er Maricica engagiert, die eine patente Verkäuferin ist – in der noch jungen Marktwirtschaft Moldawiens wichtiger denn je. Neben der harten Arbeit auf dem Hof bleibt den Davids aber noch genügend Zeit zum Leben – und zum Feiern mit ihren Freunden. Bei diesen Festen bereiten Vera und ihre Freundinnen typisch moldawische Gerichte zu: Galuste zum Beispiel – mit Reis und Hack gefüllte Paprikaschoten oder Kohl- und Weinblätter. Dazu gibt es Fleischspieße vom Grill – seit jeher eine Domäne der Männer.

So, 26.04. um 17:35 Uhr arte

Zu Tisch auf … La Palma

arte, Mittwoch, 08.04., 18:30 – 19:00 Uhr

An der Caldera, dem Kraterrand des Vulkans, aus dem die kanarische Insel La Palma entstand, regnet es nahezu täglich. Um auf der fruchtbaren, reich mit Mineralien durchsetzten Erde Ackerbau betreiben zu können, mussten die Palmeros Terrassen an den steilen Hängen anlegen, um das reichlich vorhandene Wasser von Terrasse zu Terrasse zu leiten – bis hinunter an den Fuß des Vulkans. Diese wichtige Entwicklungsaufgabe für die Insel haben im 19. Jahrhundert private Aktiengesellschaften vor Ort finanziert. Auch heute noch verdienen diese mit dem kontinuierlichen Element der Natur ihr Geld. Mit einer Wasseraktie erwirbt man das Recht auf eine ganz bestimmte Wassermenge pro Minute – 365 Tage im Jahr.

Pedro Machin Perrez aus dem 2.000-Seelen-Ort Puntagorda im Nordwesten der Insel arbeitet für eine Wassergesellschaft. Diese verwaltet unter anderem das Wasser von Aktionären, die sich kein eigenes Auffangbecken leisten können. Pedros Frau Anicia baut mit Hilfe der Bewässerungssysteme Blumen an, die sie zweimal pro Woche an die Blumenläden der Insel und an Privatleute verkauft. Aber Anicias große Leidenschaft ist das Kochen und sie beherrscht die traditionellen Rezepte der Insel.

In der Berghütte der Familie bereitet sie Carne de Conejo en Salsa – Kaninchen in einer Soße aus fruchtigen Paprikaschoten, Tomaten, Mandeln und Mojo Rojo. Mojo Rojo, ‚rote Soße‘, wird aus getrockneten Paprikaschoten, Knoblauch, Olivenöl, Apfelessig und Kreuzkümmel im Mixer hergestellt. Sie wird gekochten Kartoffeln ebenso beigegeben wie gegrilltem Fleisch.