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120.000 Kilometer müssen Bienen zurücklegen, um den Nektar für 500 Gramm Honig zu sammeln. Das entspricht einer Flugstrecke von insgesamt drei Erdumrundungen. Bienen nehmen für die Ernährung der Menschen und im gesamten Ökosystem wichtige Funktionen wahr: Sie bestäuben Wild- und Kulturpflanzen und sorgen damit für die Nahrungsgrundlagen von Menschen und Tieren.

Das Sammelgebiet eines Bienenvolkes erstreckt sich in der Regel über eine Fläche von etwa 50 Quadratkilometern. Von der Bestäubung durch Honigbienen hängen in Deutschland wichtige landwirtschaftliche Erträge im Pflanzen- und Obstbau ab. Mehr als 550 verschiedene Honig- und Wildbienenarten sind in Deutschland heimisch und sichern die biologische Vielfalt. Eine neue App des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft informiert über den bienenfreundlichen Garten mit wichtigen Blüh- und Nahrungspflanzen für Bienen.
Weitere Informationen unter www.bmel.de/bienenapp.

Quelle: BMEL, Deutscher Imkerbund

Perlentauchen im Mittelrheintal

Oberes Mittelrheintal im Mai 2012. Das obere Mittelrheintal zwischen Rüdesheim und Koblenz ist reich an Schätzen. Einige von ihnen liegen versteckt an schwer zugänglichen Orten. Rot leuchten die Perlen des Mittelrheins in den alten Bäumen. Doch kaum einer weiß noch, dass hier an den steilen Hängen einst fast hundert verschiedene Süßkirschsorten wuchsen. Sie wurden in alle Welt exportiert. Heute werden die Perlen des Mittelrheins wieder entdeckt und liebevoll zubereitet – von den Welterbe-Gastgebern, die hier zu Hause sind. Auf den Tellern und im Glas findet man im Frühsommer viele Köstlichkeiten, die den kleinen roten Früchtchen alle Ehre machen. Sie schmecken paradiesisch, denn in den alten Sorten steckt eine Aromenvielfalt, die die Geschmacksknospen tanzen lässt.

R(h)einschmecken darf jeder gerne – zum Beispiel im Rahmen der Kirschwochen vom 15. bis 30. Juni. Und natürlich auch später noch, denn die Welterbe-Gastgeber verstehen sich auch darauf, die Schätze des Sommers mit Bedacht zu konservieren.

Seit dem Mittelalter wurde am Mittelrhein Obstbau betrieben. Die frühen Kirschsorten, die hier dank des milden Klimas schnell heran reiften, waren besonders begehrt. Ihre Blütezeit erlebte die Mittelrhein-Kirsche Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Als Nachfolgekultur des durch Krisen geschüttelten Weinbaus sorgte sie für Ruhm und Ehre. An die 100 Sorten sind dokumentiert. Die Palette reicht vom „Langstiel“ übers „Ochsenherz“, von der „Wachskirsche“ bis hin zum „Zeppelin“. Noch bis in die sechziger Jahre blühte der Obstanbau am Mittelrhein – jetzt parallel zum Weinbau. Doch dann setzte der Rückgang ein. Zu beschwerlich war es vielen Obstbauern geworden, die alten Bäume zu pflegen. Und auf Grund der preiswerten Konkurrenz aus dem Ausland ließ auch die Nachfrage und das Interesse an den alten Sorten nach. Heute kümmern sich der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal und das DLR (Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum) Westerwald-Osteifel und mit ihnen die Welterbe-Gastgeber darum, dass ein wertvolles Kulturgut nicht für immer verloren geht.

Weitere Informationen unter www.welterbe-gastgeber.com

Apfelverkostung auf der BUGA

Mit Verkostung auf der BUGA startet Ernte norddeutscher Bio-Äpfel

Der Erntebeginn von Bio-Äpfeln aus Norddeutschland wird in diesem Jahr mit einer besonderen Aktion gestartet.

Am Mittwoch, 19. August 2009, ab 9.00 Uhr,
findet auf der Ponton-Brücke auf dem BUGA-Gelände
in Schwerin
eine Verkostung der ersten norddeutschen
Bio-Äpfel des Jahres statt.

„Ich freue mich sehr über diese Aktion des Vereins „Öko-Obstbau Norddeutschland Versuchs- und Beratungsring
e. V“ (ÖON). Besonders schön ist es, dass der ÖON das Gelände der Bundesgartenschau für die diesjährige Verkostung gewählt hat“, sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus. Nach seiner Einschätzung habe der weitgehend warme Sommer mit ausreichenden Niederschlägen eine gute Apfelernte mit qualitativ hochwertigen und schmackhaften Früchten direkt aus der Region hervorgebracht. Im norddeutschen Raum könnten in dieser Saison ca. 15.000 Tonnen verschiedenster Apfel- und Birnensorten geerntet werden. Von den 763 ökologisch zertifizierten Landwirtschaftsbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern werde in rund 60 Unternehmen Obst produziert.

Der Öko-Obstbau Norddeutschland Versuchs- und Beratungsring e. V. (ÖON) ist ein seit dem Jahr 2000 bestehendes Modellprojekt der vier norddeutschen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen. Der Verein hat die Aufgabe, im norddeutschen Raum gemeinsam mit den regionalen Beratungsinstitutionen die flächendeckende Beratung im ökologischen Obstbau mit neuen Forschungsergebnissen sicherzustellen, den Forschungsbedarf zu ermitteln und in Versuchsanstellungen umzusetzen. Weiterhin wir interessierten Obstbauern eine Umstellungsberatung angeboten.

Deutsche Genbank Obst ist online

Deutsche Genbank Obst ist online
Julius Kühn-Institut koordiniert dezentrales Netzwerk

Am 15. Januar 2009 begann für den deutschen Obstbau eine neue Ära: Die Internetseite der „Deutschen Genbank Obst“ wurde in Betrieb genommen. In diesem bundesweiten Netzwerk sollen alle regionalen Sammlungen von Obstsorten zusammengefasst und für die Öffentlichkeit über eine zentrale Datenbank zugänglich gemacht werden. Alte und seltene Sorten können auf diese Weise noch besser erhalten werden. Ihr Erbgut ist unverzichtbar für neue Züchtungen, die zum Beispiel an sich wandelnde Umweltbedingungen angepasst sind. Für Obstzüchter ist die Genbank daher eine wertvolle Hilfe, da hier der Standort jeder erfassten Sorte zentral abgerufen werden kann. Erstmals existiert damit ein Überblick, welche Obstsorten überhaupt in Deutschland vorhanden sind.
Die Datenbanken für Erdbeere und Kirsche wurden schon 2007 eingerichtet, der Apfel soll 2009 folgen. Auch für Birne, Pflaume und Strauchbeeren laufen derzeit die Vorbereitungen. Koordiniert wird das Projekt vom Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) in Dresden-Pillnitz, das selbst über eine umfangreiche Sammlung von Apfel-, Kirsch-, Birnen-, Pflaumen- und Erdbeersorten sowie verwandten Wildarten verfügt. Im Netz ist die Genbank unter http://deutsche-genbank-obst.de zu erreichen.

aid, Dr. Margit Ritzka

Aktuelles vom Apfel – Auswahl immer größer

Aktuelles vom Apfel: Auswahl immer größer

Äpfel sind die Stars im Obstkorb. Seit Jahren stehen sie unangefochten auf
Platz Eins in der Hitliste der beliebtesten Obstarten. 21,5 Kilogramm Äpfel
kauft jeder Haushalt im Durchschnitt pro Jahr. Elstar, die Jonagold-Gruppe,
Braeburn, Gala und Golden Delicious sind hierzulande die fünf meist
gekauften Apfelsorten. Doch für den Apfelgenießer gut zu wissen: Die
Auswahl an Sorten aus heimischem Anbau wird immer größer.

„Hinsichtlich der Qualität hat sich das Apfelsortiment verbessert“, informiert
Dr. Franz Rueß von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und
Obstbau (LVWO) in Weinsberg. Bei den Standardsorten erlebt derzeit Elstar
eine Renaissance. Ein neues Lagerverfahren ermöglicht, dass die beliebte
Sorte länger knackig und fest bleibt.
Viel Aufsehen in Obstbaukreisen erregen momentan aber exklusive
„Clubsorten“ wie Rubens oder Kanzi. „Sie liegen absolut im Trend. Hinter
Clubsorten steht ein starkes Marketing. Vor allem aber eine starke
Produktpflege“, erklärt Agrarwissenschaftler Rueß. Die neuen Clubsorten
garantieren aufgrund einer stark gesteuerten Erzeugung eine einheitliche
Qualität und erfüllen perfekt den Wunsch der Verbraucher nach
wohlschmeckenden, saftigen und knackigen Äpfeln. Als Renner erweist sich
die neue Kanzi, die in Süddeutschland in manchen Gegenden die
Anbauanteile von Gala und Braeburn fast schon überflügelt und beim
Verbraucher sehr gut ankommt. Statistisch gesehen: Von 1.000 Äpfeln, die in
Europa erzeugt werden, ist einer bereits ein Kanzi. Dieser besitzt ein
ausgewogenes Zucker-Säure-Verhältnis, ist saftig, knackig und behält seine
Festigkeit auch nach der Kühl-Lagerung noch eine gewisse Zeit bei. Dazu
kommt eine äußerst ansprechende Farbe – samtrot mit einer gelblichen
Grundfarbe.
„Auch im Bio-Apfel-Anbau haben wir in den letzten Jahren eine starke
Entwicklung durchlaufen. Im Trend liegt hier die Apfelsorte Topaz, die sich in
Deutschland zur Bio-Apfelsorte Nummer Eins entwickelt hat“, erläutert Rueß.

Die Sorte erinnert an alte Streuobstsorten, weil sie geflammt rot-goldgelb
gestreift ist. Dennoch handelt es sich um ein brandneues Zuchtprodukt, das
gegenüber der Pilzkrankheit Apfelschorf resistent ist und es dem Obstbauern
damit leichter macht, den ökologischen Richtlinien gemäß zu erzeugen.
„Ob alte oder neue Sorten mit mehr wertvollen Inhaltstoffen punkten, lässt
sich nicht pauschal beantworten“, sagt Ute Pötsch vom Dienstleistungszentrum
Ländlicher Raum (DLR) Westerwald-Osteifel. Denn es gibt große
Unterschiede zwischen den einzelnen Apfelsorten. Um in den Genuss der
ganzen Vielfalt an wichtigen Inhaltstoffen wie Vitamin C und sekundäre
Pflanzenstoffe zu kommen, rät die Ernährungswissenschaftlerin, die breite
Apfel-Palette zu probieren – neue wie alte Sorten.
Egal welche Sorte, fest steht: Heimische Äpfel sind auf jeden Fall natürlich.
„Deutsche Obstbauern wachsen ihre Äpfel definitiv nicht und das bleibt auch
so“, darauf verweist Jörg Disselborg von der Fachgruppe Obstbau im
Bundesausschuss Obst und Gemüse. Kurze Transportwege und ausgefeilte
Kühltechnik machen das Auftragen von Wachsen zum Schutz vor
Feuchtigkeitsverlusten hierzulande generell überflüssig. Es lohnt sich daher,
nach der Herkunft zu schauen.

Trauben ohne Pestizide

Saftige Weintrauben, süß, schmackhaft und ohne störende Kerne – im Sommer eine Bereicherung für jeden Obstteller.

Doch immer wieder erweisen sich gerade importierte Tafeltrauben als hochbelastet mit Pestiziden. Einen nennenswerten Anbau in Deutschland gibt es bisher nicht – weder ökologisch noch konventionell. Doch das soll sich ändern: Forscher von der Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg, Baden-Württemberg, beginnen im August mit der Ernte von pestizidfreien, ökologisch erzeugten Tafeltrauben.

Vinasse gegen Apfelschorf im biologischen Obstbau

Vinasse verringert die Bildung der so genannten Ascosporen von Apfelschorf um mehr als 95 Prozent und ist somit ein wirkungsvolles Mittel gegen diese bedeutende Krankheit. Von diesem Durchbruch für den biologischen Anbau von Äpfeln berichten zwei Forschungsinstitute aus Wageningen in den Niederlanden (Applied Plant Research, PPO; Plant Research International, PRI) in einer Pressemeldung.

Die beiden Institute kooperieren im Rahmen eines EU-Forschungsprojektes („Replacement of Copper in Organic Production of Grapevine and Apple in Europe“, REPCO) eng mit mehreren Partnern, um unter anderem Apfelschorf, das bisher mit Kupfer bekämpft wurde, mit alternativen Pflanzenschutzmitteln unter Kontrolle zu bekommen.

Vinasse ist ein fermentiertes Abfallprodukt, das bei der Zuckerherstellung entsteht und in kleinem Umfang als Dünger im biologischen Obstbau verwendet wird. Eine Behandlung im Herbst mit Vinasse reduziert den Befall mit Apfelschorf am besten. Außerdem regt Vinasse beträchtlich die Zersetzung der Blätter an. Dieser Effekt wirkt wiederum auch gegen Schorf, da der Pilz in den Blättern überwintert.

Apfelschorf wird durch den Pilz Venturia inaequalis hervorgerufen. Er verursacht wirtschaftlich große Schäden, da er zu dunkelbraunen Läsionen an Blättern und Früchten führt, die die Qualität der Früchte beeinträchtigen. Der Erreger entwickelt sich vor allem dann gut, wenn es im Frühjahr längere Regenperioden gibt.

Im biologischen Landbau waren bisher nur Schwefel und Kupfer zur Bekämpfung der Krankheit zugelassen. Schwefel wirkt jedoch nur vorbeugend. Kupfer ist wirksam, aber da die Europäische Kommission sich für ein europaweites Verbot von Kupfer ausspricht, muss nach Alternativen gesucht werden. In den Niederlanden und in Dänemark ist Kupfer bereits verboten.
(aid, Dr. Marion Morgner)

Bio-Obstbauflächen stark gestiegen

Die Hälfte der Betriebe ist im Süden Deutschlands

Die ökologisch bewirtschaftete Obstbaufläche in Deutschland ist von 1999 bis 2005 um 46 Prozent auf rund 5.850 Hektar gestiegen, so die Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung, die das Statistische Bundesamt alle zwei Jahre im Mai durchführt. Die Zahl der Öko-Obstbau-betriebe hat im selben Zeitraum aber nur um zwölf Prozent zugenommen. Im Vergleich zu 2003 ist die Zahl der Betriebe sogar um sieben Prozent zurückgegangen, während die Fläche um weitere acht Prozent erweitert wurde.

Das Flächenwachstum im Öko-Obstbau erfolgte in den vergangenen beiden Jahren vor allem über die Flächenausdehnung bestehender Betriebe. 2006 ist aber auch wieder mit echten Neueinsteigern in den Bio-Obstbau zu rechnen.

Gut die Hälfte der Bio-Obstbaubetriebe befindet sich in Baden-Württemberg und Bayern, mit Baden-Württemberg an erster Position. Auch von der Flächenbedeutung nimmt Baden-Württemberg den ersten Rang ein, denn ein Fünftel der Flächen befinden sich dort. Dann folgen Niedersachsen mit weiteren 17 Prozent der Bio-Obstflächen, Brandenburg hat einen Flächenanteil von 13 Prozent. www.ZMP.de

Rote Mauerbiene

Deutschlands Imker sind in eine schwere
Krise geschleudert: Bis zu 80 Prozent der Bienenvölker sind in
manchen Gegenden vernichtet! Schuld daran sind unter anderem eine
spezielle Bakterieninfektion und eine „Killer“-Milbe, der selbst
Gifte nichts anhaben können. Doch im Obstbau, der vor allem auf
Insektenbestäubung angewiesen ist, keimt jetzt dennoch Hoffnung:
In
einem Pilotversuch in Rostock soll als Alternative zur anfälligen
Honigbiene der Einsatz der robusteren Roten Mauerbiene – häufigste
Wildbienenart in Deutschland – getestet werden. „Es müssen schnell
Alternativen zur Honigbiene gefunden werden. Sonst drohen europaweit
große Ertrags- und harte finanzielle Einbußen für die produzierenden
Unternehmen,“ betont Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die das Projekt mit 120.000
Euro fördert.

Die Rote Mauerbiene (Osmia bicornis) ist „extrem anpassungsfähig,
leicht zu halten und zu vermehren und ein höchst wirkungsvoller
Obstbaumbestäuber mit wesentlich größerer Leistung als die
Honigbiene“, betont Prof. Dr. Gerd Müller-Motzfeld vom Zoologischen
Institut und Museum der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald,
das den Pilotversuch gemeinsam mit der Rostocker Obst GmbH
durchführt. Ziel des Projektes ist es, mit der Roten Mauerbiene auf
einer 230 Hektar großen Obstanbaufläche – das entspricht etwa 300
Fußballfeldern – der Rostocker Obst GmbH vor allem Apfel-, Birnen-
und Pflaumenbäume zu bestäuben.

Im Ausland bewährte Methoden des Großeinsatzes sollen heimischen
Bedingungen angepasst werden. Die optimale Besatzdichte der Bienen
und ihre Verteilung auf den Flächen sollen untersucht, Nisthilfen für
Massenzuchten weiterentwickelt und getestet werden. Aber auch die
Kosten von Haltung, Lagerung, Überwinterung und Parasitenbekämpfung
sollen nicht aus den Augen verloren werden. Brickwedde: „Es soll
erstmals für deutsche Verhältnisse eine Kosten-Nutzen-Bilanz
aufgestellt werden. Obstbauern müssen wissen, was der Einsatz kostet
und welcher Gewinn erwirtschaftet werden kann.“ Die Akzeptanz des
Einsatzes der Mauerbiene bei deutschen Obstbauern soll auch ermittelt
werden.

Zum Projektende soll ein komplettes Bestäubungsmanagementprogramm
als leicht verständlicher Leitfaden für die Nutzung der Roten
Mauerbiene als Bestäuber in Obstplantagen und Kleingärten vorliegen.
Zielgruppe sind kommerzielle und private Obstgärtner sowie
Bienenzüchter. Müller-Motzfeld: „Dabei ist besonders wichtig, dass
die Mauerbienen der Honigbiene in der Konkurrenz auf der Blüte
ausweichen, also ‚unterlegen‘ sind. Die Honigbienen werden nicht
verdrängt und können jederzeit bestäuben.“

Martin Czechl, Geschäftsführer der Rostocker Obst GmbH: „Die
Bestäubungsleistung von Insekten ist einer der Schlüsselfaktoren für
den Ertrag. Unser Versuch stabilisiert und sichert nicht nur Erträge
in Landwirtschaft und Obstbau. Er unterstützt ebenso den Naturschutz
in genutzten Landschaften, indem die Biodiversität von Fauna und
Flora durch den Einsatz einheimischer bestäubender Insekten
unterstützt wird.“

www.dbu.de