Sebastian Bornmann

Sebastian Bornmann ist Deutschlands jüngster Metzgermeister. Im Januar 2013 schloss Sebastian Bornmann im Alter von 24 Jahren die Meisterprüfung erfolgreich ab und
ist jetzt frischgebackener Metzgermeister bei Rack & Rüther.

Seit über acht Jahren arbeitet Sebastian Bornmann bei der Spezialitäten-Metzgerei Rack & Rüther. Mit 16 Jahren
begann er seine Ausbildung zum Fleischer. Mit 22 entschloss er sich zur Weiterbildung, und um den Meistertitel im
Fleischhandwerk zu erlangen, besuchte er eineinhalb Jahre das Bildungszentrum Kassel. Hier wird der fachgerechte
Umgang mit Nahrungsmitteln vermittelt. In einer modern ausgestatteten Fleischerei-Werkstatt bietet der Fachbereich
die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung für das Fleischerei-Handwerk. Darüber hinaus werden die
Meistervorbereitungslehrgänge mit einem innovativen und praxisorientierten Curriculum angeboten.

www.rackruether.de

Commerzbank steigt aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln aus

Commerzbank steigt aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln aus – Deutsche Bank verschleppt Überprüfung des Geschäfts mit Agrar-Anlagen

Die Commerzbank ist aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln ausgestiegen. Die zweitgrößte deutsche Großbank nahm alle Agrarprodukte aus ihrem Rohstoff-Fonds ComStage ETF CB Commodity EW Index TR heraus und beabsichtigt auch keine neuen börsennotierten Anlageprodukte auf Basis von Grundnahrungsmitteln aufzulegen. Damit reagiert das Geldhaus auf die Debatte über eine Reihe von Studien, nach denen Anlagen in derartige Rohstoff-Fonds die Preise für Nahrungsmittel nach oben treiben und so zu Hungerkrisen in vielen Teilen der Welt beitragen. Die Entscheidung ist aus vorsorglichen Gründen erfolgt, wie die Commerzbank der Verbraucherorganisation foodwatch bestätigte.

Auch die DekaBank der Sparkassen und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hatten angekündigt, künftig auf die Spekulation mit Agrarrohstoffen zu verzichten. Beim Commerzbank-Fonds wurde die Umbildung zum 30. Juli 2012 bereits vollzogen.

„Wenn sich eine Bank nicht sicher ist, welchen Schaden ihre Rohstoffanlagen anrichten, gibt es nur einen verantwortlichen Schritt: Diese Anlagen aus Vorsorgegründen nicht mehr anzubieten“, erklärte foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode. „Am Handeln der Commerzbank sollten sich andere Häuser ein Beispiel nehmen – allen voran die Deutsche Bank. Denn während ihre Gremien angeblich seit Monaten das Geschäftsfeld Nahrungsmittelspekulation überprüfen, treiben ihre Produkte weiterhin Menschen in Armut und Hunger. Unter der neuen Spitze Jain/Fitschen scheint der Überprüfung jede Ernsthaftigkeit verloren gegangen zu sein.“ Nach der Veröffentlichung des foodwatch-Reports „Die Hungermacher“ im Oktober 2011 hatte der damalige Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, eine schnelle Prüfung zugesagt. Die angekündigten Termine für die Vorlage eines Berichts über die Auswirkungen spekulativer Rohstoff-Anlagen sowie die Entscheidung über mögliche Konsequenzen wurden jedoch immer wieder vertagt – zuletzt hatte Herr Ackermann den Bericht für Ende 2012 in Aussicht gestellt. Seine Nachfolger Anshu Jain und Jürgen Fitschen bestätigten diesen Zeitplan bislang nicht; eine foodwatch-Anfrage direkt nach ihrem Amtsantritt ließen die Manager unbeantwortet.

foodwatch forderte zudem den CSU-Abgeordneten Markus Ferber als Berichterstatter des Europäischen Parlaments für die Regulierung der Finanzmärkte (MiFID-Richtlinie) auf, eindeutig Stellung gegen die überbordende Spekulation mit Nahrungsmitteln zu beziehen. „In der EU hat das Vorsorgeprinzip Verfassungsrang – da darf es nicht sein, dass nur einzelne Banken vorsorglich die Finger von der Agrarspekulation lassen, aber die europäische Politik der gefährlichen Zockerei aller anderen Banken nur zusieht und ein vorsorgliches Eingreifen unterlässt“, kritisierte foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode. „Durch ihr Nichtstun gegen die Preistreiberei durch Rohstoff-Wetten riskiert die europäische Politik, dass Menschen in vielen Ländern der Welt verhungern.“ foodwatch fordert die Begrenzung des rein spekulativen Handels mit Nahrungsmittel-Kontrakten durch wirksame Positionslimits, den Ausschluss institutioneller Anleger vom Rohstoffgeschäft sowie das Verbot von Publikumsfonds und Zertifikaten für Agrarrohstoffe.

Link:
fooodwatch-Report „Die Hungermacher“: www.foodwatch.de/report-spekulation

ÖKO-TEST SPEZIAL Ernährung

Anständig essen: Kennen Sie den Unterschied zwischen Nahrungsmitteln und Lebensmitteln? Nahrungsmittel sind Convenienceprodukte und Fertiggerichte. Sie werden von der Nahrungsmittelindustrie hergestellt, machen satt und schmecken nicht schlecht – auch wenn für den Geschmack oft Aromen und Geschmacksverstärker sorgen. Lebensmittel sind beste Zutaten; sie stehen für all das, was wir mit gutem Essen verbinden: verführerischer Geruch, natürlicher Geschmack. Alles, was man zu Lebensmittel wissen sollten, lesen Sie im neuen ÖKO-TEST SPEZIAL Ernährung. Erfahren Sie auch, warum wir uns beim Essen keinen Stress machen müssen, sondern ganz entspannt genießen sollten. ÖKO-TEST verrät zudem, wie Anbieter den Wunsch nach mehr Natürlichkeit auf dem Teller schamlos ausnutzen und wie Verbraucher den Schwindel erkennen können.

Aus dem Inhalt

• Clean Labels: Immer mehr Nahrungsmittel werben damit, „ohne Zusatzstoffe“ auszukommen. Denn E-Nummern haben einen schlechten Ruf. ÖKO-TEST ist der Frage nachgegangen, was stattdessen in Dosen und Tüten gemixt wird.

• Gesunde und ausgewogene Ernährung: An manchen Lebensmitteln kann man sich satt essen und nimmt doch nicht zu. Andere hingegen schlagen schnell zu Bauche. Es kommt eben auf die richtige Mischung an. ÖKO-TEST erklärt, auf was zu achten ist.

• Alte Sorten und Rassen: In Supermärkten gibt es meist nur wenige Apfelsorten und lediglich ein paar Tomaten- und Kartoffelsorten. Dabei hat die Natur viel mehr zu bieten. Engagierte Landwirte bauen in Vergessenheit geratene Gemüse und Früchte wieder an oder züchten alte Tierrassen. Nicht nur, um die Sorten zu erhalten, sondern vor allem weil sie oft hervorragend schmecken.

• Verpackungsschwindel: Ständig kommen Produkte in neuer Aufmachung daher oder erscheinen als XXL-Packung günstig. Doch verschenkt wird nichts. Oft steigt mit der Füllmenge auch der Preis. Oder es gibt weniger Inhalt für das gleiche Geld.

• Bio-Fleisch: Auch wenn die konventionellen Erzeuger nicht müde werden zu behaupten, Fleisch aus Massentierhaltung sei hochwertig – artgerechte Tierhaltung sieht anders aus. Sie respektiert das Tier mit all seinen Bedürfnissen. Schweine, Rinder und Geflügel haben mehr Platz und Auslauf, bekommen anderes Futter und weniger Medikamente.

Das aktuelle ÖKO-TEST SPEZIAL – Essen genießen gibt es seit dem 20. April 2012. Das Heft ist im Handel für 5,00 Euro erhältlich.

Ob Gourmet oder Nicht-Schmecker – das entscheiden die Gene

Knoblauch mit Haselnüssen, Banane mit Speck oder Schokolade
mit Ziegenkäse – dem einen kribbellt es bei derartigen Aromakompositionen vor Freude auf
der Zunge – dem anderen vor Ekel. Warum Geschmäcker so verschieden sind, wieso sich
die Wissenschaft bei Geschmacksfragen so schwer tut und welche
Geschmackskombinationen zu wahren Aroma-Explosionen führen, verrät jetzt BEEF!, das
Magazin „für Männer mit Geschmack“ in seiner neuen Ausgabe 1/2012, die ab heute
erhältlich ist.

Guter Geschmack ist angeboren. Der menschliche Geschmackssinn ist ein Zusammenspiel
aus äußeren Einflüssen, chemischen Prozessen und der Gene. Die Genetik unterteilt die
Menschheit in drei verschiedene Arten von Schmeckern: 25% Super-, 65% Normal- und
15% Nicht-Schmecker. Daneben spielen für die eigene Sinneswahrnehmung auch
Kindheitserinnerungen, Umgebungstemperaturen, Tageszeit oder das aktuelle
Wohlbefinden eine große Rolle. Außerdem wirken sich die unterschiedlichen Ihnhaltsstoffe
in Nahrungsmitteln und deren Zusammensetzung auf die geschmackliche Wahrnehmung
aus.

Welche dieser Nahrungsmittel aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung gut
zueinander passen und welche nicht, zeigt das Food-Magazin BEEF anhand der
Forschungen der Food-Designerin Niki Segnit. Sie untersuchte die Kreuz- und
Querkombinationen von 99 Nahrungsmitteln und entwickelte daraus Geschmacksfamilien.
Weiß man um diesen Umstand, lassen sich mit Geschick und Erfahrung die
unterschiedlichsten Gerichte kombinieren. „Was auf den ersten Blick unmöglich erscheint,
passt in Wahrheit gut zusammen,“ erklärt Jan Spielhagen, Chefredakteur von BEEF!. „So
kommt die Vanille ebenso in das Panna Cotta, wie in den Langustenschaum. Erdbeeren gibt
es nicht nur mit Sahne, sondern auch mit grünem Pfeffer.“ In der neuen BEEF! finden Leser
natürlich weitere spannende Geschmackskombinationen, einen Schmeckerschnelltest
sowie Antworten auf die wichtigsten Geschmacksfragen.

Bilder von Nahrungsmitteln erzeugen Hunger

Erstmalig weisen Max-Planck-Forscher wissenschaftlich nach, was der Laie schon immer wusste: Alleine der Anblick leckerer Speisen macht Appetit. Die aktuelle Studie an gesunden jungen Männern belegt, dass sich die Menge am neurosekretorischen Eiweißhormon Ghrelin im Blut durch die optische Stimulation mit Bildern von Nahrungsmitteln erhöht. Als Hauptregulator steuert Ghrelin sowohl unser Essverhalten als auch körperliche Prozesse zur Nahrungsverwertung. Die Untersuchungsergebnisse dokumentieren, dass neben den physiologischen Mechanismen zur Erhaltung des Energiestatus auch Umweltfaktoren spezifischen Einfluss auf die Nahrungsaufnahme nehmen. Die allgegenwärtige Präsenz von appetitanregenden Lebensmitteln in den Medien könnte zur Gewichtszunahme in der westlichen Bevölkerung beitragen.

Warnung: „Vermeiden Sie das Betrachten von appetitlichen Speisen, sie werden sonst hungrig!“ So oder ähnlich könnte zukünftig die Empfehlung eines Diätberaters lauten. Seit Langem geht man davon aus, dass neben den physiologischen Regelkreisen zum Erhalt eines ausreichenden Energiestatus für den Körper auch äußere Reize, wie der Geruch oder Anblick von Speisen, unser Hungergefühl und das einsetzende Essverhalten beeinflussen. Die Gefahr, dass es dadurch zur Nahrungsaufnahme kommt, obwohl der Energiestatus des Körpers dies gar nicht benötigt, ist in unserer durch Werbung geprägten Gesellschaft besonders hoch.

Die Arbeitsgruppe um Axel Steiger am Max-Planck-Institut für Psychiatrie ging den molekularen Prozessen zur Steuerung der Nahrungsaufnahme in einer Studie mit gesunden Männern auf den Grund. Untersucht wurde die spezifische physiologische Reaktion der Probanden auf das Betrachten von Bildern, die entweder gut schmeckende Speisen darstellten oder nicht essbare Objekte zeigten. Gemessen wurden die Konzentrationen verschiedener Hormone im Blut, die an der Regulation der Nahrungsaufnahme beteiligt sind, wie Ghrelin, Leptin und Insulin. Tatsächlich konnten die Forscher einen Anstieg der Ghrelin-Konzentration spezifisch auf die optischen Reize mit Speisen messen.

„Unsere Studienergebnisse zeigen erstmalig, dass die Ausschüttung von Ghrelin ins Blut zur Regulation der Nahrungsaufnahme auch durch äußere Faktoren gesteuert wird. Unser Gehirn verarbeitet also diese optischen Reize, und ohne willentliche Kontrolle werden die körperlichen Prozesse gestartet, die unser Appetitempfinden steuern. Ein Mechanismus, der uns dazu verleiten könnte, bereits zwei Stunden nach dem Frühstück ein Stück Kuchen zu verzehren“, sagt Petra Schüssler, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut. Sie empfiehlt daher Menschen mit Gewichtsproblemen, den Anblick von Bildern appetitlicher Lebensmittel möglichst zu vermeiden.

Lebensmittelinhaltsstoffe: Bewusst gesund ernähren

Wer eine gesunde Ernährung führen möchte, sollte sich über die Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln informieren – Das beugt Mangelerscheinungen vor und fördert eine bewusste Ernährung

Der Körper benötigt bestimmte Nährstoffe und Energielieferanten, damit die Organe funktionieren und der Mensch gesund bleibt. Wer sich einseitig oder falsch ernährt, muss mit Mangelerscheinungen rechnen. Das kann immer häufiger auch zu schweren Erkrankungen führen. Das Verbraucherportal 1A Krankenversicherung hat zu diesem Thema unter http://www.1a-krankenversicherung.de/… verschiedene Informationen zusammengestellt. Folgende Lebensmittelinhaltsstoffe sind u.a. lebensnotwendig und sorgen für eine ausgewogene Ernährung:

– Kohlenhydrate
– Fette
– Eiweiße
– Vitamine und Mineralstoffe
– Spurenelemente
– sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe

Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße sind als Energielieferanten wichtig für die Funktion der inneren Organe und bieten dem Körper die nötige Energie, um die alltäglichen Leistungen zu erbringen, sei es bei der Arbeit oder beim Sport.

Kohlenhydrate werden häufig als Zucker bezeichnet. Stärkehaltige Getreideprodukte wie Brot, Nudeln oder Kuchen weisen einen hohen Anteil an Kohlenhydraten auf. Auch Kartoffeln und Hülsenfrüchte haben einen hohen Kohlenhydratanteil. Durchschnittlich liefern Kohlenhydrate 4 kcal pro Gramm an Energie. Fette machen das Essen schmackhaft und liefern mit etwa 9 kcal pro Gramm die meiste Energie. Außerdem ist die Kombination von tierischen und pflanzlichen Eiweißen wichtig für den Körper, um vor allem Hormone, Enzyme und Gewebe aufzubauen. Die Proteine liefern zusätzlich etwa 4 kcal Energie.

Vitamine und Minderalstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe zählen zu den wichtigen Lebensmittelinhaltsstoffen, die der Körper benötigt, um Mangelerscheinungen zu vermeiden und den Menschen gesund zu halten. Vitamine und Mineralstoffe kann der Körper nicht selbst bilden, daher müssen sie über die Nahrung dem Körper zugeführt werden, damit sie als Bau-, Wirk- und Reglerstoffe aktiv werden können.

Spurenelemente kommen im Gegensatz zu den Mineralstoffen im Körper vor: Es müssen demnach keine großen Mengen zugeführt werden. Sekundäre Pflanzenstoffe sind in pflanzlichen Nahrungsmitteln zu finden. Viele der Pflanzenstoffe helfen bei der Abwehr von Krankheiten und schützen den Körper, andere jedoch, wie Nikotin, sind schädlich für die Gesundheit.

test Spezial Ernährung

Vom guten Gewissen bis zu den Angstmachern

Sich vernünftig und umweltbewusst zu ernähren ist eigentlich ganz einfach – wenn man weiß wie. Ein neues Spezial-Heft der Stiftung Warentest hilft, sich entsprechendes Grundwissen anzueignen, gesunde von gefährlichen Nahrungsmitteln zu unterscheiden und herauszufinden, ob die eigene Ernährungsweise dem Klima schadet. Angereichert werden die Kapitel mit zwölf Lebensmittel-Tests, die gut zum Sommer passen, etwa von Saft oder Vanilleeis. So schreibt sich der Einkaufszettel schneller, und auch der Wunsch nach gesunder, figurfreundlicher Ernährung kann damit erfüllt werden.

Mit dem Kapitel „Das gute Gewissen“ setzt die test-Redaktion auf einen unübersehbaren Trend. Immer mehr Menschen wollen essen und trinken, ohne Natur und Umwelt zu schaden. Doch durch den Siegel-Dschungel blickt kaum einer durch. In den Artikeln über fair gehandelte Produkte, über den Zusammenhang von Klima und Ernährung und über bedrohte Fischarten bekommt der Leser alle nötigen Informationen, damit ihm die Auswahl in Supermarkt oder Bioladen oder auf dem Markt leichter fällt.

Bunte Geschichten machen mit vielen nützlichen Tipps und Ideen zum Beispiel Lust aufs Grillen oder darauf, einmal ein neues Ernährungskonzept auszuprobieren. Alle, die fürchten, in ihrem Essen stecken schädliche Inhaltsstoffe, lernen im Kapitel „Die Angstmacher“ Wissenswertes über Keime, Acrylamid, Molekularküche, Pestizide und Zusatzstoffe, und sie bekommen neue Informationen von der Pestizidfront. Schließlich erhalten sie Durchblick in Sachen Mogelpackungen und Lebensmittelkennzeichnung sowie bezüglich des Mindesthaltbarkeitsdatums.

Das test Spezial Ernährung hat 128 Seiten und ist im Zeitschriftenhandel erhältlich und unter www.test.de/shop

Spekulation mit Nahrungsmitteln

Ursachen, Wirkungen und Konsequenzen

Die Lebensmittelkrise von 2007 und 2008 wurde nicht nur durch die gestiegene Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln in Indien und China, die Konkurrenz um Anbauflächen für Nahrungspflanzen mit nachwachsenden Rohstoffen oder die Auswirkungen des Klimawandels verursacht. Vielmehr wurde nach einer Untersuchung des International Food Policy and Research Institute (IFPRI) in Washington D.C. die Krise vor allem durch die schlecht funktionierenden Getreidemärkte verschlimmert. Dutzende Länder haben Restriktionen auf Getreideexporte verhängt und damit die Preisspirale nach oben getrieben. Einige führten Preiskontrollen ein und schafften somit widernatürliche Anreize für Produzenten. Spekulative Preisspitzen bildeten sich, was wiederum die Überregulierung in einigen Ländern zur Folge hatte. Sogar die Nahrungsmittelprogramme des World Food Programs (WFP) der Vereinten Nationen hatten nun Schwierigkeiten, schnell und genügend Nahrungsmittel für dringend notwendige Hilfslieferungen zu erhalten.

Diese Entwicklungen seien zwar nicht die Ursache der Preiskrise gewesen, aber sie verstärkten die Krise und machten die Risiken hoher Nahrungsmittelpreise deutlich, so IFPRI. Eine Spirale positiver Anreize durch hohe Preise bekäme plötzlich ein Eigenleben mit unmittelbar negativen Auswirkungen für die ärmere Bevölkerung und die langfristige landwirtschaftliche Erzeugung von Nahrungsmitteln. IFPRI betont in seiner Studie, dass nicht nur Veränderungen in der Angebots- und Nachfragestruktur verantwortlich seien. Vielmehr spielten erhöhte Erwartungen, Spekulation und Hysterie eine wichtige Rolle für das gestiegene Preisniveau und dessen Schwankungen. Um das Vertrauen in die globalen Lebensmittelmärkte zu stabilisieren und mehr Preisstabilität herzustellen empfiehlt IFPRI, eine globale Lösung zu finden, um exzessive Spekulationen zu verhindern.
aid, Friederike Eversheim

Unser Essen der Zukunft

ZDF Dokukanal, Donnerstag, 17.09. um 13:45 Uhr

Z wie Zukunft

Das jüngste Gericht – Unser Essen der Zukunft

In Labors und Versuchsküchen erschaffen Forscher und Erfinder den Speiseplan der Zukunft. Auf dem Nahrungsmittelmarkt der Zukunft zeichnen sich dabei drei große Themenfelder ab: hochwertige Convenience-Produkte, Functional Food und neue Rezepturen.

Mittlerweile hat sich bei den sogenannten Convenience-Produkten ein Premium-Markt etabliert: So hat eine Firma Tiefkühlkost entwickelt, die vollkommen frei von Zusatz- und Aromastoffen ist. Weil die Gewinnmargen der Nahrungsmittelhersteller aufgrund der hohen Rohstoffpreise gering sind, setzen die Entwicklungsabteilungen großer Konzerne zunehmend auf Functional Food: Produkte mit einem Extraschuss Gesundheit. So hat ein Schokoladenhersteller ein Verfahren entwickelt, das den natürlichen Polyphenolgehalt des Schokoladenrohstoffs Kakao erhält. Diese sekundären Pflanzenstoffe können wegen ihrer antioxidativen Eigenschaften im Körper Schutzwirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausüben. Technisch machbar ist vieles. Längst haben Forscher dabei auch die molekulare Ebene von Nahrungsmitteln erreicht. Doch helfen die neuen Nahrungsmittel, ernährungsbedingte Krankheiten zu bekämpfen? Zwölf Millionen Deutsche sind fettsüchtig. Ein Teil dieser Krankheiten ist genetisch bedingt. Doch 70 Milliarden Gesundheitskosten fallen jährlich an, weil die Menschen sich krank essen. Einige Nahrungsmittelhersteller stellen sich der Verantwortung. Sie entwickeln in ihren Laboren zahlreiche Produkte, die weniger Zucker oder Fett enthalten. So ist es dem Fraunhofer-Institut in Freising bei München gelungen, eine fettfreie Wurst herzustellen – bislang galt dies als lebensmitteltechnologisch unmöglich. Doch wie reagiert das menschliche Gehirn auf solche Substitute? Dieser Frage geht das „Center for Food Studies“ im holländischen Wageningen nach. Als einziges Institut europaweit sind die holländischen Ernährungswissenschaftler in der Lage, Hirnströme von Probanden beim Verzehr von Nahrungsmitteln zu messen.

Unser Essen der Zukunft

ZDF Dokukanal, Mittwoch, 16.09. um 08:45 Uhr

Z wie Zukunft

Das jüngste Gericht – Unser Essen der Zukunft

In Labors und Versuchsküchen erschaffen Forscher und Erfinder den Speiseplan der Zukunft. Auf dem Nahrungsmittelmarkt der Zukunft zeichnen sich dabei drei große Themenfelder ab: hochwertige Convenience-Produkte, Functional Food und neue Rezepturen.

Mittlerweile hat sich bei den sogenannten Convenience-Produkten ein Premium-Markt etabliert: So hat eine Firma Tiefkühlkost entwickelt, die vollkommen frei von Zusatz- und Aromastoffen ist. Weil die Gewinnmargen der Nahrungsmittelhersteller aufgrund der hohen Rohstoffpreise gering sind, setzen die Entwicklungsabteilungen großer Konzerne zunehmend auf Functional Food: Produkte mit einem Extraschuss Gesundheit. So hat ein Schokoladenhersteller ein Verfahren entwickelt, das den natürlichen Polyphenolgehalt des Schokoladenrohstoffs Kakao erhält. Diese sekundären Pflanzenstoffe können wegen ihrer antioxidativen Eigenschaften im Körper Schutzwirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausüben. Technisch machbar ist vieles. Längst haben Forscher dabei auch die molekulare Ebene von Nahrungsmitteln erreicht. Doch helfen die neuen Nahrungsmittel, ernährungsbedingte Krankheiten zu bekämpfen? Zwölf Millionen Deutsche sind fettsüchtig. Ein Teil dieser Krankheiten ist genetisch bedingt. Doch 70 Milliarden Gesundheitskosten fallen jährlich an, weil die Menschen sich krank essen. Einige Nahrungsmittelhersteller stellen sich der Verantwortung. Sie entwickeln in ihren Laboren zahlreiche Produkte, die weniger Zucker oder Fett enthalten. So ist es dem Fraunhofer-Institut in Freising bei München gelungen, eine fettfreie Wurst herzustellen – bislang galt dies als lebensmitteltechnologisch unmöglich. Doch wie reagiert das menschliche Gehirn auf solche Substitute? Dieser Frage geht das „Center for Food Studies“ im holländischen Wageningen nach. Als einziges Institut europaweit sind die holländischen Ernährungswissenschaftler in der Lage, Hirnströme von Probanden beim Verzehr von Nahrungsmitteln zu messen.