Besser nordische Diät oder Mittelmeerkost?

Sich mediterran zu ernähren, könnte sich auch für die deutsche Bevölkerung lohnen, wie diese Studie deutscher Forscher zeigte: wer sich mediterran ernährte, erkrankte seltener an Typ-2-Diabetes. Frauen, die sich mediterran ernährten, erlitten außerdem seltener einen Herzinfarkt. Auch die nordische Diät könnte Herz und Gefäße schützen – hier bleibt abzuwarten, was die weitere Forschung bringt.

Studien zu dem gesundheitlichen Mehrwert von Mittelmeerkost gibt es in Hülle und Fülle. In den letzten Jahren hat die beliebte Mittelmeerkost, auch mediterrane Diät genannt, aber Konkurrenz aus Skandinavien bekommen: die nordische Diät. Die nordische Diät enthält viel von dem, was üblicherweise in Skandinavien verzehrt wird, also Fisch, Beeren, Äpfel, Birnen, Kohlgemüse, Wurzelgemüse, Kartoffeln und z. B. Vollkorngetreide. Auch die mediterrane Ernährung ist reich an Fisch, Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Besonderes Merkmal der Mittelmeerkost ist zudem der große Anteil von Olivenöl. Nüsse und moderate Alkoholmengen sind außerdem Teil der mediterranen Ernährung.

Gesunde Diät: Obst Sri Lanka Colombo

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Mittelmeerkost schützt Herz und Kreislauf

Mittelmeerkost schützt Herz und Kreislauf

Studien bestätigen, dass eine mediterrane Ernährung einen nachweislichen Effekt für die Gesundheit hat

Eine mediterrane Ernährung mit viel Obst und Gemüse erhöht die Lebenserwartung und senkt das Risiko für Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das hat eine Metastudie bestätigt, für die zwölf Untersuchungen mit insgesamt über 1,5 Millionen Teilnehmern ausgewertet wurden.

In den Studien wurden die Probanden zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt und für einen Zeitraum von drei bis achtzehn Jahren medizinisch begleitet. Die individuelle Ernährungsweise wurde mit einer traditionellen Mittelmeerkost verglichen und anhand einer Skala mit maximal neun Punkten bewertet. Eine mediterrane Ernährung umfasst Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide, Fisch, Olivenöl und einen moderaten Rotweinkonsum. Für einen überdurchschnittlichen Verzehr dieser Lebensmittelgruppen wurde je ein Punkt verteilt. Weitere zwei Punkte gab es, wenn die Probanden relativ wenig rotes Fleisch und Milchprodukte verzehrten.

Die Auswertung der Daten zeigte, dass offenbar bereits ein Anstieg um zwei Punkte einen nachweislichen Effekt für die Gesundheit hat. Das Sterblichkeitsrisiko verringerte sich um neun Prozent. Auch die Wahrscheinlichkeit für Tod infolge einer Herz-Kreislauf-Erkrankung und Krebs sank um neun beziehungsweise sechs Prozent. Das Risiko für Parkinson und Alzheimer war sogar um dreizehn Prozent geringer.

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Mittelmeerkost

Vorbild Mittelmeerkost – Essen wie in den südlichen Ländern hält länger gesund

Mediterrane Kost senkt das Risiko, an einer der großen Volkskrankheiten zu sterben oder an Alzheimer und Parkinson zu erkranken. Das ergab, einem Bericht der „Apotheken Umschau“ zufolge, die Auswertung von 12 großen Studien mit insgesamt mehr als 1,5 Millionen Menschen durch Wissenschaftler der Universität Florenz. Zur Mittelmeerkost zählen insbesondere Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Getreide, Fisch, Olivenöl und mäßiger Rotweinkonsum. Bei jenen, die sich so ernähren, war die Gesamtsterberate um neun Prozent niedriger, Herz-Kreislauf-Erkrankungen forderten neun Prozent, Krebs sechs Prozent weniger Opfer. Das Alzheimer- und Parkinsonrisiko war um 13 Prozent verringert.

Spanisches Olivenöl: wichtiger Bestandteil der Mittelmeerkost

Spanisches Olivenöl: wichtiger Bestandteil der Mittelmeerkost

Der positive Einfluss der mediterranen Küche auf den Stoffwechsel, sowie den Cholesterinspiegel ist seit Jahren bekannt. Dass mediterrane Kost jedoch nicht nur Arteriosklerose und Herzerkrankungen vorbeugen kann sondern auch Diabetes, wurde erst kürzlich nachgewiesen.

Wesentlichen Beitrag zur gesundheitsfördernden Wirkung sowie zu einer schmackhaften Küche leistet der Geschmacksträger Olivenöl. Olivenöl ist der Generalist unter den Speiseölen und bietet nahezu unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten. Es ist für Salate oder Fischgerichte ebenso geeignet, wie für Gemüsepfannen, Aufläufe oder Vorspeisen.

Oft herrscht Unsicherheit darüber, ob man Olivenöl auch zum Kochen, Braten, Dünsten, Schmoren und Backen verwenden kann. Ja, man kann Natives Olivenöl sehr gut erhitzen! Gerade beim Dünsten und Braten gibt Olivenöl den Speisen viel Würze.

Durch seinen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren ist Natives Olivenöl – anders als andere kaltgepresste Öle – auch in erhitztem Zustand bis ca. 180 Grad Celsius außerordentlich stabil.

Um die ganze Geschmacksvielfalt zu erleben, bietet Spanien eine phantastische Auswahl an Olivenölen. Grund sind die über 260 verschiedenen Olivensorten, die auf der iberischen Halbinsel gedeihen.

Seit die Phönizier 1.050 v. Chr. die ersten Olivenbäume nach Spanien brachten, hat spanisches Olivenöl einen beispiellosen Siegeszug angetreten. Heute stammen 43% der Weltmarktproduktion aus Spanien! Auch in Deutschland gibt es ein vielseitiges und reichhaltiges Angebot hochwertiger spanischer Olivenöle.

Für seine gesundheitsfördernde Wirkung ist vor allem die Qualität eines Olivenöls entscheidend. Natives Olivenöl Extra und Natives Olivenöl sind die Qualitäten, die in der guten Küche zu Hause sind.

Weiteres Indiz für Qualität sind geschützte Herkunftsbezeichnungen wie „D.O.“ oder „D.O.C.“ Denominación de Origen controlada, die von der Europäischen Union für die Einhaltung sehr hoher Qualitätsstandards verliehen werden. Spanien hat neun dieser Auszeichnungen. Auch in Bio-Qualität sind sehr gute spanische Olivenöle auf dem Markt.

Einen guten Überblick über spanisches Olivenöl sowie tolle Rezepte bietet die Website www.asoliva.de

Fastfood statt Mittelmeerküche

Fastfood statt Mittelmeerküche

Südeuropäer ändern ihr Essverhalten

Die Ernährungsgewohnheiten der Südeuropäer haben sich in den vergangenen 40 Jahren drastisch verändert. Die traditionelle Mittelmeerkost mit viel frischem Obst und Gemüse verliert dort immer mehr an Bedeutung, wie die Welternährungsorganisation (FAO) meldet. Griechen, Spanier und Italiener essen mehr Fleisch und Zucker und nehmen somit mehr Kalorien auf. Im Durchschnitt ist die Kalorienzufuhr um 27 Prozent gestiegen, im gesamteuropäischen Mittel sind es 20 Prozent. Gleichzeitig wird weniger Energie verbraucht.

Die Ernährungsumstellung bleibt nicht ohne Folgen: Heute sind drei Viertel der Griechen übergewichtig oder sogar fettleibig. Auch in Italien, Spanien und Portugal wiegt mehr als die Hälfte der Einwohner zu viel. Die fettreichere Ernährung in der Mittelmeerregion ist vermutlich auf den höheren Wohlstand und die zunehmende Verbreitung von Supermärkten und Schnellimbissen zurückzuführen.

Quelle: Welternährungsorganisation (FAO), Pressemeldung vom 29. Juli 2008 und Bericht “The EU Diet – Evolution, Evaluation and Impacts of the EU’s Common Agricultural Policy (CAP)”

Mit Mittelmeerkost gegen Alzheimer

Mittelmeerkost mit viel Fisch, Getreide, Obst
und Gemüse gilt bereits als besonders herzgesund.
New Yorker
Neurologen der Columbia Universität fanden nun heraus, dass sie auch
die Alzheimer-Krankheit bremsen kann, berichtet die „Apotheken
Umschau“.

In einer Langzeitstudie mit mehr als 2200 Teilnehmern
verringerte sich das Risiko, an dem immer häufiger auftretenden
Schwund der Hirnleistung im Alter zu erkranken, um 40 Prozent.

Kreta-Diät für ein gesundes Herz

Die griechische Studie ATTICA zeigt, dass eine
Ernährungsweise, die sich an der mediterranen Küche orientiert, mit einer
erhöhten Gesamtmenge an Antioxidantien und geringeren Konzentrationen an
LDL-Cholesterin im Organismus verbunden ist. Wissenschaftler der Universität
von Athen, die ihre Ergebnisse im American Journal of Nutrition (1)
veröffentlichten, überprüften nicht nur die Wirkung einzelner Lebensmittel,
sondern das Zusammenspiel aller Nahrungskomponenten der Mittelmeerkost,
berichtet heute Diplom Oecotrophologin Bettina Geier von der Gesellschaft
für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen. Wichtig ist, dass eine
mediterrane Ernährungsweise weit über die Verwendung von Olivenöl hinausgeht
und vielmehr reichlich frisches, saisonales und regionales Gemüse und Obst,
den Genuss von Hülsenfrüchten, Nüssen und Seefisch aber die Meidung von
Butter, größeren Fleischmengen und denaturierten Produkten bedeutet, stellt
Sven-David Müller-Nothmann, Beauftragter für Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit der Gesellschaft, dar.

Für die ATTICA-Studie erfassten
die Forscher den Nahrungsverzehr von 3.042 gesunden Teilnehmern zwischen 18
und 89 Jahren mittels eines Ernährungsprotokolls und beurteilten deren
Ernährungsweise anhand der Grundmerkmale einer mediterranen Kost, nach
dessen Umsetzung. Die Ergebnisse zeigten, dass die Teilnehmer, deren
Ernährungsweise sich am stärksten an der Mittelmeerkost orientiert, im
Durchschnitt 11 Prozent höhere TAC-Level (= total antioxidants capacity)
aufwiesen, als die Probanden, die die Grundsätze einer mediterranen Kost am
wenigsten verwirklichten. Antioxidantien wirken im Organismus als
Radikalfänger und beugen so Gefäßschädigungen und damit
Herzkreislauf-Erkrankungen vor. Gleichzeitig hatten die Teilnehmer, die sich
stark an eine mediterrane Ernährung hielten, im Durchschnitt 19 Prozent
niedrigere LDL-Cholesterin-Konzentrationen, verglichen mit der Gruppe, die
angesichts der mediterranen Richtlinien am schlechtesten abschnitten. Bei
Betrachtung einzelner Nahrungsmittelgruppen fanden die Wissenschaftler
heraus, dass die Menge an Antioxidantien positiv mit dem Verzehr von Gemüse
und Obst der Teilnehmer korrelierte, wohingegen der Konsum von rotem Fleisch
mit einer geringeren Gesamtkonzentration an Antioxidantien verbunden war.
Ernährungswissenschaftlerin Bettina Geier stellt die Bedeutung des
Zusammenwirkens aller Komponenten der mediterranen Küche heraus und
empfiehlt daher einen hohen Verzehr von Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Fisch,
Meeresfrüchten, weißem Fleisch, fettarmen Milchprodukten, sowie frischen
Kräutern und Gewürzen. Hingegen sollten rotes Fleisch, isolierte Zucker,
sowie industriell verarbeitete Lebensmittel eingeschränkt verzehrt werden.

Für eine gesunde Lebensmittelauswahl dient die übersichtliche Aufstellung
der einzelnen Nährstoffe im Kalorien-Nährwert-Lexikon. Das Lexikon ist in
der zweiten Auflage in der Schlüterschen Verlagsgesellschaft erschienen und
unter der ISBN 3-89993-509-8 für 12,90 Euro erhältlich.

Quellen:
1) Christos Pitsavos et al.: Adherence to the Mediterranean diet is
associated with total antioxidant capacity in healthy adults : the ATTICA
study. American Journal of Clinical Nutrition 2005;82:694-9