Mehr als jedes zweite Erfrischungsgetränk überzuckert

foodwatch fordert Zucker-Abgabe für Getränke-Hersteller

– Knapp 60 Prozent der untersuchten Erfrischungsgetränke enthalten zu viel Zucker
– Energy Drinks schneiden am schlechtesten ab, aber auch Schorlen sind zuckriger als empfohlen
– foodwatch fordert Zucker-Abgabe für Getränke-Hersteller

Mehr als jedes zweite „Erfrischungsgetränk“ in Deutschland ist überzuckert. Das ist das Ergebnis einer umfassenden Marktstudie der Verbraucherorganisation foodwatch. Demnach enthalten 274 von insgesamt 463 untersuchten Produkten (59 Prozent) mehr als fünf Prozent Zucker. In 171 Produkten (37 Prozent) stecken sogar mehr als acht Prozent Zucker, also sechseinhalb Stück Würfelzucker pro 250ml. Zuckergetränke mit einem Anteil von mehr als fünf Prozent gelten in Großbritannien als überzuckert. Für sie müssen Hersteller ab 2018 eine Abgabe zahlen. Als Anreiz für die Getränke-Industrie, den Zucker zu reduzieren, fordert foodwatch eine ähnliche Regelung auch für Deutschland.

„Erfrischungsgetränke machen nicht frisch, sondern krank. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung die Hersteller mit einer Zucker-Abgabe in die Pflicht nimmt: Entweder reduzieren Pepsi, Coke & Co den Zuckergehalt drastisch, oder sie müssen sich an den milliardenschweren Gesundheitskosten beteiligen und Präventionsprogramme finanzieren“, erklärte Oliver Huizinga von foodwatch.

foodwatch hat erstmals den deutschen Markt der sogenannten Erfrischungsgetränke umfassend untersucht und dafür alle entsprechenden Produkte aus dem Sortiment der drei größten Handelsketten unter die Lupe genommen. Getestet wurden Limonaden, Energy Drinks, Saftschorlen, Brausen, Eistees, Near-Water-Getränke und Fruchtsaftgetränke. Im Schnitt enthalten die zuckergesüßten Getränke mehr als sechs Stück Würfelzucker je 250ml. Energy Drinks und Limonaden rangieren ganz oben auf der Liste. Der Hersteller PepsiCo schneidet unter den Branchengrößen am schlechtesten ab: Seine Zuckergetränke enthalten im Schnitt elf Prozent Zucker.

„Flüssiger Zucker in Form von Getränken erhöht das Risiko für Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes und andere Krankheiten“, sagte Prof. Dr. med. Wieland Kiess, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Leipzig, bei der Vorstellung der Studie am Mittwoch in Berlin. „Im internationalen Vergleich ist die Gesundheitspolitik in Deutschland mehr als zaghaft – andere Regierungen gehen die Fettleibigkeits-Epidemie viel konsequenter an.“

Deutschland ist eines der Länder mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an zuckergesüßten Getränken weltweit, mit mehr als 80 Liter pro Jahr. Aktuell sind etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland an Typ-2-Diabetes erkrankt. Allein durch Adipositas entstehen in Deutschland jedes Jahr etwa 63 Milliarden Euro Folgekosten.

Die süßesten Limonaden sind „tem’s Root Beer“ des Herstellers temetum mit 13,4 Prozent Zucker, gefolgt von „Christinen Lemon“ von Teutoburger Mineralbrunnen und „Mountain Dew“ von PepsiCo. Das zuckrigste Getränk des gesamten Tests ist der Energy Drink „Rockstar Punched Energy + Guava“ (PepsiCo) mit 16 Prozent Zucker – also 78 Gramm bzw. 26 Zuckerwürfeln je 500ml-Dose. Das ist drei Mal so viel, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) pro Tag empfiehlt – und 50 Prozent mehr als in der gleichen Menge Coca-Cola classic.

Aber auch Saftschorlen enthalten mehr Zucker als empfohlen, darunter die „fritz – spritz Bio – Traubensaftschorle“ und die „Bio Shorly Rote Früchte“ von Capri Sonne mit jeweils mehr als sieben Prozent. Während die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, Fruchtsaft und Wasser im Verhältnis 1:3 zu mischen, beträgt das Mischverhältnis bei den meisten getesteten Schorlen 1:1 – was einen höheren Zuckergehalt zur Folge hat. Dass es auch anders geht, zeigt hingegen der Hersteller Bad Liebenwerda mit der „Leichten Schorle Apfel“, in der lediglich 3,3 Prozent Zucker stecken. Auch unter den vermeintlich gesunden Near-Water-Getränken gibt es Licht und Schatten: Während „Apollinaris Lemon“ (Coca-Cola) und Bad Liebenwerda „Spritzig + Citro“ keinen Zucker und auch keine Süßstoffe enthalten, stecken in „Active O2 Lemon“ und „Active O2 Pfirsich Weißer Tee“ mehr als 50 Gramm Zucker in einer 750ml-Flasche.

Lediglich 55 von 463 Getränken im Test sind zuckerfrei. Davon enthalten jedoch 89 Prozent Süßstoffe. Auch süßstoffgesüßte Getränke sind umstritten: Sie tragen zu einer Süßgewöhnung bei, die eine (zuckerreiche) Fehlernährung begünstigt und damit womöglich die Entstehung von Übergewicht und Typ-2-Diabetes fördert.

Neben einer zweckgebundenen Hersteller-Abgabe verlangt foodwatch eine verbraucherfreundliche Nährwertkennzeichnung in Ampelfarben sowie gesetzliche Beschränkungen der an Kinder gerichteten Werbung mit Sportidolen, Comicfiguren oder Spielzeugbeigaben.

foodwatch-Marktstudie zum Download: tinyurl.com/getraenke-studie

Trinkwasser hilft, Kalorien zu sparen

Am 7. März 2012 ist „Tag der gesunden Ernährung“, der dazu auffordert, die eigenen Ess- und Trinkgewohnheiten zu überdenken. Auch in diesem Jahr wird das Thema Übergewicht eine besondere Rolle spielen. Das Forum Trinkwasser e.V. hat Herrn Professor Dr. Hans Hauner zur Bedeutung von Getränken für die Entstehung von Übergewicht befragt. Er ist Direktor des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin der TU München und Vorsitzender der Kommission zur Erstellung der Leitlinie zur Kohlenhydratzufuhr der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Süße Getränke stehen im Verdacht, Übergewicht zu fördern. Was meinen Sie dazu?
Professor Hauner: „Übergewicht hat sehr viele Ursachen und lässt sich nicht auf Essen und Trinken allein zurückführen. Die Kalorienzufuhr ist aber ein Faktor, der dann bedeutsamer wird, wenn ein Kalorienverbrauch durch körperliche Bewegung nicht für Ausgleich sorgt. Wer mit Zucker gesüßte Getränke wie Cola und andere Limonaden, Eistee, Fruchtsaftgetränke und -nektare in großer Menge trinkt, nimmt viele Kalorien zu sich, ist aber nicht so satt wie nach dem Essen energetisch vergleichbarer fester Lebensmittel. Schaut man sich alle wichtigen Studien an, ist es zumindest bei Erwachsenen eindeutig, dass ein erhöhter Konsum von zuckerreichen Getränken mit einem zu hohen Körpergewicht einhergeht. Bei Kindern und Jugendlichen ist dieser Zusammenhang nicht so klar erkennbar. Bei vielen Menschen machen alkoholfreie Getränke fast 30 bis 40 Prozent der täglichen Energiezufuhr aus. Würde wenigstens die Hälfte dieser Getränke durch Wasser ersetzt, ließen sich schon viele
Kalorien einsparen.

Unser Trinkwasser aus der Leitung ist z. B. fast überall verfügbar und löscht den Durst kalorienfrei. Das ist außerdem noch viel preiswerter. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Trinkwasser, das ja auch als echtes regionales Produkt den Gedanken einer nachhaltigen Ernährung unterstützt.“

Thomas Henry Review 2011

Wie groß war der Durst der Verbraucher auf Berliner Bitterlimonaden Hersteller in diesem Jahr? Das Berliner Start-Up Unternehmen Thomas Henry blickt zurück und lässt sein erstes Jahr Revue passieren. Die ersten zwölf Monate stehen Pate für das Bedürfnis von Bartendern und Gastronomen nach anspruchsvollen Bitterlimonaden und die Tatsache, dass sich Thomas Henry durch Rückschläge nicht so leicht erschüttern lässt und nun erst recht durchstartet. In der Rolle der Gastgeber: Sebastian Brack, Norman Sievert und ihr Team mit den Thomas Henry Highlights.

Economic
Die Umsatzzahlen des Unternehmens entwickelten sich im ersten Jahr weit über die Erwartungen der Imitatoren Sebastian Brack, Norman Sievert sowie der Gesellschafter Dr. Jan Berentzen und Axel Schneider hinaus. Die Thomas Henry Welle mit den Sorten Tonic Water, Spicy Ginger, Bitter Lemon und Ginger Ale schwappt längst über die Grenzen des Heimatortes Berlin hinaus in die Lande. Sogar in Österreich, Schweiz und Spanien surft man bereits auf der Limonaden Welle von der Spree.

„Verbrauchertäuschung“, „Ginger Beer“ und „Anwaltsverein“ dagegen waren die Unworte des Jahres im Berliner Start-Up Unternehmen. Im November flatterte ein Gerichtsurteil ins Haus, nach dem die populäre Ingwer-Limonade nicht mehr unter der international geläufigen Bezeichnung „Ginger Beer“ in Deutschland verkauft oder beworben werden darf, wenn der Produktionsstandort in Deutschland liegt. Vorwurf: Verbrauchertäuschung. Das Urteil des Berliner Landgerichts bestätigt damit eine Einstweilige Verfügung. Aus der Ruhe bringen lassen hat sich der Erfrischungspionier dadurch nicht. Eine Umbenennung war unabdingbar. Da sich jedoch bereits ein anderer großer Bitterlimonadenhersteller kurzfristig die bevorzugte Alternative „Ginger B.“ sicherte, ist der Name „Spicy Ginger“ die neue Bezeichnung der erfrischenden Limonade: gleichbleibender Geschmack, perfekter Name.

„Wir haben in unserem ersten Jahr, kleine Rückschläge einstecken müssen, aber haben gelernt, mit den Großen zu schwimmen“, so Inhaber Sebastian Brack. „Das Benehmen manch großer Bitterlimonaden Hersteller entspricht jedoch nicht unserem Stil, wie wir im November feststellen mussten. Qualität, Begehrlichkeit und ehrliches Handeln gegenüber unserer Verwenderschaft sind und bleiben unser Credo. Wir arbeiten mit und für die Barszene.“

Das belegen auch die Umsatzzahlen des vergangenen Jahres: ca. 3,25 Millionen Mehrwegflaschen der Berliner Limonaden fanden ihren Weg zu Getränkefachgroßhändlern und in die Bars.

Die Holunderblüten Innovation
Etwas Ausgefallenes, Innovatives sollte es sein, das Thomas Henry mit dem Heimspiel beim Bar Convents im Oktober ausschenken wollte. Eine Innovation als Antwort auf den Rückschlag durch die Klage. Aus dieser Motivation heraus entstand die Idee zu Thomas Henry Elderflower Tonic. Solch ein überwältigendes Feedback der Bartenderzunft hatte niemand erwartet. Darauf aufbauend wurde entschieden, das Elderflower Tonic ab dem 1. Januar 2012 für einen limitierten Zeitraum in das Sortiment aufzunehmen. Die Versuchsküche brodelt inzwischen weiter auf Hochtouren, für das neue Jahr sind weitere Variationen geplant.

Experience Thomas Henry
Im Rahmen einiger kleiner, feiner Happenings bestärkte und pflegte Thomas Henry sein Netzwerk und Kontakte zu Bartendern, Getränkefachgroßhändlern und Kunden. Anfang 2011 konnten Bartender und Gastronomen die fünf Sterne von Thomas Henry auf den „Get a taste of …“-Veranstaltungen in Berlin, Hamburg, Stuttgart, Dresden, Frankfurt, Essen und Wien probieren und die Bar Sodas nach eigenem Gusto mischen und verkosten. Wer selbst keine Lust auf „Mischerei“ hatte, bekam exquisite Longdrinks und herzhafte Snacks an der Bar serviert.

Im Sommer sorgte Thomas Henry mit der „Klassenfahrt“ für Sundowner Erlebnisse in der Abenddämmerung von Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München. Insgesamt 850 Gastronomen genossen und feierten auf den Bootstouren elektronischen Freiluftsounds, Seemannsgarn und süffige Drinks in Kooperation mit Sierra Tequila und Borco.

Social Media
Der Wettbewerb zum außergewöhnlichsten Gin & Tonic Deutschlands setzte den Startschuss für eine Reihe von Aktionen auf Internet-Plattformen wie Facebook. Die Besucher der Seite stimmten für das außergewöhnlichste Rezept ab, das anschließend von einer Fachjury bewertet wurde. Eine Palette Thomas Henry Tonic Water winkte den glücklichen Gewinnern.

In der Königsdisziplin, dem Kronkorken sammeln, belohnte das Unternehmen beim „Thomas Henry Summer Drive“ ultimative Verkaufstalente mit der Leihgabe eines BMW Minis für ihre individuelle Spritztour freuen.

Forecast 2012
„Bestärkt durch die kleinen Niederlagen im letzten Jahr starten wir mit noch mehr Selbstbewusstsein in die nächsten 12 Monate“, verspricht Norman Sievert. „Gleich zum Auftakt des Neuen Jahres werden im On-Trade die Kronkorken knallen und auch im Vertriebsbereich ist noch Luft nach oben.“

„Was zählt ist die Zufriedenheit unserer Kunden, Fans und treuen Liebhaber, für die wir eine erlebbare Markenwelt schaffen wollen.“ Es wird spannend, lehrreich, sportlich, und Gastronomen dürfen sich, Gerüchten zufolge, auf das ein oder andere bekannte sommerlich luftige Event freuen.

„Uns geht es gut, und wir freuen uns auf die kommenden Jahre und Herausforderungen“, ergänzt Sebastian Brack. „Thomas Henry lebt mit und durch unsere Leidenschaft, und wir möchten nur zu gerne noch weitere 10 bis 20 Jahre den Weg unserer Marke begleiten.“

Für das Thomas Henry Team steht fest: Die treuen Fans und Unterstützer der Marke tragen einen großen Teil zum Erfolg der Marke bei und werden es auch in Zukunft tun. Thomas Henry bedankt sich mit einem lauten CHEERS! bei allen Freunden der Marke.

Trinken ist nicht gleich Trinken

Dass zu einer ausgewogenen Ernährung auch genügend Getränke gehören, weiß inzwischen jeder. Etwa zwei Liter pro Tag sollten es sein, jetzt im Sommer oder bei körperlicher Tätigkeit auch mehr. Wer zu wenig trinkt, belastet seinen Kreislauf: Die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit nehmen ab. Verspürt man Durst, ist es meist schon zu spät. Flüssigkeit sollte man über den ganzen Tag verteilt zu sich nehmen. Doch nicht nur die Quantität, auch die Qualität ist entscheidend.
Bionade hat verschiedene Fakten zum guten Trinken zusammengestellt, mit denen Durstige noch besser beraten sind. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Fakt Nr. 1: Gutes Trinken kann die Mineralstoffzufuhr optimieren
Es lohnt sich, auch bei der Getränkewahl auf Mineralstoffwerte zu achten. Mineralstoffe können vom Organismus nicht selbst hergestellt werden. Es ist daher lebensnotwendig, diese Nährstoffe über die Getränke und Speisen aufzunehmen. Zu den wichtigsten Mineralstoffen gehören Kalzium und Magnesium. Erwachsene sollten täglich 1000 mg Kalzium und 300-350 mg Magnesium aufnehmen (Quelle: DGE). Ist dies nicht der Fall, baut der Körper z. B. das in Zähnen und Knochen befindliche Kalzium ab. Dort befinden sich 99 Prozent des Gesamtvorrates. Wer zwischendurch zum Durstlöscher Wasser mal eine Getränkevariante mit Geschmack sucht, findet in Bionade eine leckere Alternative. Das natürlich gebraute Getränk erfrischt nicht nur, sondern es enthält auch einige Mineralstoffe: Pro Liter sind es 200 mg Kalzium und 100 mg Magnesium.

Fakt Nr. 2: Guten Geschmack gibt’s auch mit wenig Zucker
Zucker ist in vielen alkoholfreien Getränken zu finden – nicht nur in Limonaden und Cola, sondern auch in Fruchtsaftgetränken und Saft. Da wir in der Regel täglich bereits zu viel Zucker aufnehmen, ist es umso wichtiger, auf den Zuckergehalt zu achten. Diese Süße führt zu dem Energiegehalt der Getränke und erhöht außerdem das Kariesrisiko, führt zu einer erhöhten Insulinausschüttung und in Folge zur Produktion des Stresshormons Adrenalin. Ferner lagert sie sich, falls nicht verbraucht, als Fett im Körper ab. Wie gut, dass Bionade weniger Zucker als andere Limonaden enthält. Bei ihrem speziellen Herstellungsprozess, der Fermentation, entsteht die schwache Gluconsäure. Aufgrund des niedrigen pH-Wertes dieser Säure benötigt Bionade eine geringere Menge des weißen Kristalls im Vergleich zu gängigen, zuckerhaltigen Limonaden, die die wesentlich aggressivere Zitronen- oder Phosphorsäure enthalten. So weisen 100 ml der Sorte Bionade Holunder nur fünf Gramm Zucker auf. Eben genauso viel, dass es schmeckt – aber deutlich weniger, als herkömmliche Limos. Denn diese Limonaden weisen per Definition mindestens sieben Gramm auf 100 ml auf – oder sogar erheblich mehr. Für Sportler ist die Zusammensetzung bei Bionade übrigens ein Pluspunkt: Getränke mit niedrigem Zuckergehalt sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigt und die Insulinausschüttung geringer ist. So ist Bionade eine leckere und erfrischende Getränkealternative für Zwischendurch, ohne dass der Konsument durch ihren Genuss direkt alle Grundsätze des guten Trinkens zu vernachlässigt.

Limonaden-Test: Vorsicht, kräftig gezuckert

Viel Zuckergehalt in Limonaden, Eistees und Wellness-Wässern

Vorsicht, kräftig gezuckert und kalorienreich! Das gilt vor allem für Limonaden, Eistees, aber auch Wellness-Wässer. In kalorienärmeren oder Light-Getränken ist zwar weniger oder auch gar kein Zucker drinnen. Aber dafür enthalten sie zusätzlich mehrere künstliche Süßstoffe, manchmal sogar nur Süßstoffe. So entspricht der Zuckergehalt in Limonaden bis zu 33 Stück Würfelzucker pro Liter, in künstlich gesüßten Limonaden bis zu 12 Stück. Das zeigt ein AK Stichproben-Test bei 76 Limonaden, Eistees und Wellness-Wässern.

   Der Zuckergehalt in Limonaden ohne künstliche Süßstoffe entspricht 16 bis 33 Stück Würfelzucker pro Liter. Der Zuckeranteil in Eistees kann 15 bis 23 Würfelzuckerstücken je Liter entsprechen. Wellness-Wässer kommen auf sieben bis 16 Stück je Liter. Nach der AK Ernährungsampel haben Produkte mit über 75 Gramm Zucker pro Liter (rund 22 Stück Würfelzucker) einen hohen Zuckeranteil. Als mittlerer Zuckergehalt gelten 25 bis 75 Gramm pro Liter (acht bis 21 Stück Würfelzucker), ein niedriger Gehalt wäre unter 25 Gramm pro Liter (null bis sieben Stück Würfelzucker).

   Bei den Getränken mit künstlichen Süßstoffen (oft als kalorienarm, light beworben), ist zusätzlich zu den künstlichen Süßstoffen häufig auch Zucker drinnen. Oft besteht das Süße in den Drinks allerdings nur aus Süßstoffen. Der Zuckeranteil in künstlich gesüßten Limonaden kann je nach Produkt null bis zu 12 Stück Würfelzucker betragen, in Eistees bis zu 13 Stück Würfelzucker je Liter, und bei den künstlich gesüßten Wellness-Drinks liegt der Zuckergehalt zum Beispiel bei drei Stück.

 

   Wie süß sind Erfrischungsgetränke? Einige Beispiele:

                Zuckergehalt entspricht rechnerisch   

Getränk         xx Stück Würfelzucker pro Liter*)  Süßstoff                         

ERFRISCHUNGSGETRÄNKE

Freeway Real Bitter Lemon           33             nein

Coca Cola                           29             nein

Almdudler zuckerfrei; Coca Cola zero 0             Asp, Ace, Cycl

EISTEES

Clever Eistee Pfirsich              23             nein

S Budget Eistee Pfirsich            22             nein

Rauch Native Ginko Green Tea        13             Ace, Asp

WELLNESS-WÄSSER(Erfrischungsgetränke auf Mineralwasserbasis)

Vöslauer Biolimo Himbeere           16             nein

Römerquelle Emotion Apfel Ribisl    10             nein

Well+Active Light Birne/Kaktusfeige  3             Asp, Ace

*) Berechnungsbasis ist der in der Nährwertkennzeichnung angegebene Zucker- oder Kohlenhydratgehalt. Zucker kann etwa als Saccharose, Fructose, Glucose oder fruchteigener Zucker zugesetzt sein. Cycl = Cyclamat; Asp = Aspartam; Ace = Acesulfam; Sacch = Saccharin (Forts.)

 

 

AK: Getränke als Dickmacher: Wie viel Zucker ist zu viel? 2

Limonaden, Eistees und Wellness-Getränke nicht als Durstlöscher geeignet

   „Zucker sollte nicht übermäßig verzehrt werden, gerade Erfrischungsgetränke tragen häufig unbemerkt deutlich dazu bei“, rät KonsumentInnenschützer Heinz Schöffl zur Vorsicht. Zwischen 15 und 18 Stück Würfelzucker, je nach Geschlecht: Das ist umgerechnet der Tagesbedarf an Zucker, wie die WHO empfiehlt. „Bei vielen der untersuchten Erfrischungsgetränke findet man diese Anzahl bereits in einem halben Liter. Bedenken sollte man auch, dass man Zucker nicht nur in Getränken zu sich nimmt“, so Schöffl. Vorsicht geboten ist auch bei „Light-Getränken“, denn auch sie können Zucker beinhalten, da bei ihnen der süße Geschmack beispielsweise aus dem fruchteigenem Zucker kommen kann. „Die besten Durstlöscher sind und bleiben Leitungswasser, Mineralwasser und ungesüßte Tees.“

 

   „Auch künstliche Süßstoffe sind mit Vorsicht zu genießen, denn Konsumenten und Konsumentinnen sollten nicht allzu viel davon zu sich nehmen“, sagt Schöffl, „vor allem bei Kindern heißt es aufpassen.“ Wenn etwa ein Kind mit 20 Kilogramm einen Liter Limonade mit den zulässigen Höchstgehalt an Saccharin trinkt, ist die maximale tägliche Aufnahme an Saccharin erreicht. Bei Acesulfam würde schon ein halber Liter reichen. Die meist verwendeten künstlichen Süßstoffe sind Cyclamat E 952, Acesulfam E 950, Saccharin E 954, Aspartam E 951. Eine Erhebung der AK zum Süßstoffgehalt in Erfrischungsgetränken zeigt, dass die enthaltenen Süßstoffmengen zwar meist nicht an die zulässigen Höchstwerte herankamen. „Konsumenten sollten allerdings beachten, dass künstliche Süßstoffe auch in sehr vielen anderen kalorienreduzierten Produkten ebenfalls enthalten sind“, sagt Schöffl.

 

   Limonaden, Eistees und Wellness-Wässer in der klassischen Variante enthalten keine künstlichen Süßstoffe. Der süße Geschmack kommt vom Zucker, der aus zugesetztem Rübenzucker, Glukose, Fructose, Invertzuckersirup oder auch aus dem fruchteigenen Zucker stammen kann.

 

   Achtung bei Light- oder kalorienarmen Getränken: Werden etwa Getränke als „ohne Zuckerzusatz“ beworben, heißt das noch lange nicht, dass sie zuckerfrei sind. Es bedeutet lediglich, dass kein extra Zucker zugesetzt ist. Der Zuckeranteil rührt aus Fruchtsaftanteilen her. „Auch Light-Getränke können noch deutlich zuckerhältig sein“, sagt Schöffl.

 

   Auffallend war auch, dass bei kalorienarmen Wellness-Wässern überwiegend Fructose als Zuckerquelle verwendet wird. Hingegen wird in der Zutatenliste bei normalen Limonaden und Eistees Zucker angegeben. „Fructose klingt für Konsumenten gesünder, tatsächlich besteht aber in Hinblick auf den Kaloriengehalt kein Unterschied zwischen Fructose und anderen Zuckern“, so Schöffl.

 

   SERVICE: Die Erhebung finden Sie im Internet unter www.arbeiterkammer.at

Erfrischungsgetränke bleiben beliebt

Erfrischungsgetränke bleiben beliebt

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Erfrischungsgetränken lag mit 117 Litern im Jahr 2009 auf gleich hohem Niveau wie im Vorjahr. Damit bestätigen die Kunden der Branche trotz des schwierigen Wirtschaftsumfelds die Attraktivität der vielfältigen und abwechslungsreichen Produkte. Den Trinkgenuss scheinen die Konsumenten also auf der Grundlage der ersten Schätzungen zum Jahreskonsum nicht eingeschränkt zu haben. Damit zeigt sich der Absatz der Branche zugleich erfreulich krisenresistent.

Insgesamt erreichte der Pro-Kopf-Verbrauch an Alkoholfreien Getränken in Deutschland im abgelaufenen Jahr 291,4 Liter (2008: 292,4 Liter). Durchschnittlich wurden in 2009 – neben den Erfrischungsgetränken – 37,0 Liter Fruchtsäfte- und Nektare (2008: 37,4 Liter) und 137,4 Liter Wasser (2008: 138,1 Liter) getrunken.

Die Vielfalt und Breite des Angebots und immer neue Trends bleiben natürlich nicht ohne Auswirkungen auf den anteiligen Konsum in Teilsegmenten. Besonders Limonaden konnten 2009 ihren Marktanteil noch einmal ausbauen. Hier liegt der Pro-Kopf-Verbrauch jetzt bei über 90 Litern (2008: 83,9 Liter). Auch kalorienreduzierte Limonaden werden immer beliebter (in 2009 durchschnittlich 13,1 Liter gegenüber 9,2 Liter in 2008).

Wafg-Präsident Dr. Klaus Peter Stadler sieht vor allem die Innovationskraft der Branche als Grundlage für diesen Erfolg: „Die weiterhin wachsende Nachfrage der Kunden nach Erfrischungsgetränken belegt, dass die Vielfalt und Auswahl in der Produktkategorie bei den Verbrauchern gut ankommt. Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung gibt es für jeden Geschmack und jede Gelegenheit eine erfrischende Alternative – von energiespendenden bis zu kalorienarmen Getränken.“

Allerdings trübt der Blick auf die Umsätze die Freude der Branche. Für 2009 weist das Statistische Bundesamt einen durchschnittlichen Rückgang der Verbraucherpreise bei Mineralwässern, Säften und Erfrischungsgetränken von 1,3 Prozent aus. Wesentliche Erklärung ist hierfür der erneut starke Preisverfall beim Absatz über den Einzelhandel.

So erfreulich günstige Preise auf den ersten Blick für den Verbraucher erscheinen, so kritisch ist ein weiteres Absinken der Verbraucherpreise gerade für kleine und mittlere Unternehmen. Stadler hofft hier auf eine Trendwende: „Die in Deutschland bei Verbrauchern und Akteuren in der Lebensmittelkette vorhandene Wertschätzung qualitativ hochwertiger Erfrischungsgetränke sollte sich auch in angemessenen und fairen Preisen spiegeln. Eine systematische Wertevernichtung zu Lasten der Hersteller kann jedenfalls keine Zukunft haben. Sie schadet langfristig auch den Konsumenten. Denn die Vielfalt der Produkte und der Branche braucht eine tragfähige wirtschaftliche Grundlage.“

Entschieden zurück weist Stadler jüngste Forderungen nach einer zusätzlichen Abgabe für Einweg-Getränkeverpackungen: „Gerade in der aktuellen Wirtschaftslage brauchen wir keine neuen staatlichen Lenkungseingriffe. Die Belastungen der Branche durch das gesetzliche Einwegpfand sind heute schon erheblich. Der Kunde entscheidet bei seinem Einkauf im Handel, ob er Mehrweg oder Einweg wählt – die Hersteller bieten ihm beide Alternativen. Dabei sind Einweg-Gebinde über das DPG-Pfandlogo eindeutig für den Verbraucher erkennbar“.

Kennzeichnungspflicht für saure Getränke

Saure Getränke: elmex Forschung fordert gesetzliche Kennzeichnungspflicht

Vorstoß in Sachen Verbraucherschutz: Limonaden

und Sportdrinks mit deutlichem Warnhinweis ausstatten

Sport- und
Erfrischungsgetränke enthalten oft Säure. Sie stellen deshalb eine Gefahr
für die Zahnsubstanz dar. Säuren ätzen die Zähne an, lösen den Zahnschmelz
im schlimmsten Fall auf. Dieser Vorgang heißt in der Fachsprache Erosion.
Da die meisten Verbraucher zu wenig davon wissen, fordert die elmex
Forschung jetzt eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht für erosive
Getränke.

„Leicht täuscht der süße Geschmack solcher Softdrinks darüber hinweg, dass
sie Säure enthalten“, erläutert Pressesprecher Dr. Stefan Hartwig dem Gourmet Report. „Die
Gefahren von übermäßigem Zuckerkonsum sind gemeinhin bekannt, die Gefahren
von Säureeinwirkung jedoch kaum. Deshalb ist mehr Verbraucherschutz hier
notwendig. Es muss konsequent informiert werden.“

Vor allem die weit verbreitete Zitronen- und Ascorbinsäure kann für Zähne
fatal sein: Denn kontinuierlich und oft konsumiert, können sie an der
Zahnsubstanz nichtreparierbare Schäden verursachen. „Die Konsumenten haben
ein Recht, dies zu wissen“, verlangt Dr. Hartwig. „Ein Drittel der
deutschen Bevölkerung ist schon von Erosion betroffen. Mit einer
entsprechenden Kennzeichnung wären Verbraucher viel besser geschützt.“

Milchkonsum bei Schülern stark rückläufig

Milchkonsum bei Schülern stark rückläufig
Gesunde Pausenverpflegung zum 8. Weltschulmilchtag

Deutschlands Schüler trinken zu wenig Milch. Statt zu gesunder Milch greifen Schulkinder in den Pausen lieber zu süßen Snacks und Limonaden. Diese sind jedoch wenig nahrhaft und eine wesentliche Ursache für Übergewicht. Darauf wiesen Ernährungswissenschaftler anlässlich des achten Weltschulmilchtags der Vereinten Nationen hin.

Pure Milch hat keinen besonderen Eigengeschmack und wird daher von vielen Kindern oft als zu langweilig empfunden. Als kleinen Trick empfehlen Ernährungsexperten den pfiffigen Trinkhalm „Sipahh“. Das überall im Lebensmittelhandel erhältliche Produkt gibt der Milch einen angenehmen Geschmack (Schokolade, Erdbeer, Vanille, Banane bzw. Karamell) und bringt die Schulkinder z. B. im Rahmen eines gesunden Frühstücks spielerisch zum gesunden Milchgenuss. Das Produkt enthält keine künstlichen Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe sowie nur einen halben Teelöffel Zucker pro Glas und ist glutenfrei.

Schon ein Glas Milch deckt fast 30 Prozent des Tagesbedarfs an Eiweiß, wichtig für Wachstum und Entwicklung der Kinder. Das enthaltene Kalzium sorgt für starke Knochen und gute Zähne; Vitamin B2 unterstützt die Energieaufnahme aus der Nahrung. Auch bei der Versorgung des Körpers mit Eisen, Jod, Natrium, Zink und Vitaminen liefert Milch einen wertvollen Beitrag. So trägt die Milch dazu bei, dass die Kinder ihre Leistung und Konzentration auf hohem Niveau halten können.

Exploratorium Potsdam

Experimentieren für Kinder – Sonderveranstaltung im Exploratorium Potsdam bis zum 31.08.2008

Mit immer wechselnden Themen lädt das Exploratorium Potsdam kleine und große Besucher zum Endecken und Experimentieren ein. Bis zum 31. August geht es rund um das Thema: „Eis wie bei den alten Römern & Sprudelnde Limonaden“.

Aber auch neben den wechselnden Sonderthemen laden zahlreiche Experimente zum Ausprobieren ein. Dabei gibt es zu jedem Versuch die entsprechenden Erklärungen in kurzer und prägnanter Form. Wer diese jedoch tiefgründig verstehen möchte, sollte schon ein wenig Vorwissen mitbringen. Oder alternativ eine der vielen Fachkräfte fragen, die deutlich am roten Shirt zu erkennen sind.

Diese machen einzelne Experimente nicht nur direkt mit interessanten Erklärungen vor, sondern sind auch gerne bereit weitere Hintergrundinformationen zu geben. Und sollte eine Antwort gerade einmal nicht parat sein, so werden flugs neue Experimente entwickelt, mit denen man den gestellten Fragen auf spielerische Art und Weise näher kommt.

Zum Verein Exploratorium Potsdam e. V. haben sich Potsdamer Wissenschaftler zusammengeschlossen, um in Potsdam eine wissenschaftliche Mitmach-Welt für Kinder zu errichten.

http://www.exploratorium-potsdam.de/

AK Test: Limonaden als süße Verführer

Viel Zuckergehalt in Limonaden, Eistees und Wellness-Wässern

Vorsicht, kräftig gezuckert und kalorienreich – das gilt vor allem für Limonaden, Eistees, aber auch Wellnes-Wässer. In kalorienärmeren oder Light-Getränken ist zwar weniger Zucker drinnen oder auch gar keiner. Aber dafür enthalten sie zusätzlich mehrere künstliche Süßstoffe, manchmal sogar nur Süßstoffe. So entspricht der Zuckergehalt in Limonaden bis zu 35 Stück Würfelzucker pro Liter, in künstlich gesüßten Limonaden bis zu 20 Stück. Das zeigt ein AK Stichproben-Test bei 70 Limonaden, Eistess und Wellness-Wässern.

Der Zuckergehalt in Erfrischungslimonaden entspricht 25 bis 35 Stück Würfelzucker pro Liter. Der Zuckeranteil in Eistees kann 17 bis 25 Würfelzuckerstücken je Liter entsprechen. Wellness-Wässer kommen auf sieben bis 17 Stück Stück je Liter. Nach der AK Ernährungsampel haben Produkte mit über 75 Gramm Zucker pro Liter (rund 22 Stück Würfelzucker) einen hohen Zuckeranteil. Als mittlerer Zuckergehalt gelten 25 bis 75 Gramm pro Liter (acht bis 21 Stück Würfelzucker), ein niedriger Gehalt wäre unter 25 Gramm pro Liter (null bis sieben Stück Würfelzucker).

Bei den Getränken mit künstlichen Süßstoffen (oft als kalorienarm, light, oder ohne Zuckerzusatz beworben), ist zusätzlich zu den künstlichen Süßstoffen auch meist Zucker drinnen. Oft besteht das Süße in den Drinks allerdings nur aus Süßstoffen. Der Zuckeranteil in künstlich gesüßten Limonaden kann je nach Produkt null bis zu 20 Stück Würfelzucker enthalten, in Eistees bis zu 13 Stück Würfelzucker je Liter, und bei den künstlich gesüßten Wellness-Drinks liegt der Zuckergehalt bei drei bis vier Stück.

AK: „Light“ oder „ohne Zucker“ – Getränke als Dickmacher

Zuckeranteil kommt aus Fruchtsaftanteilen – Limonaden, Eistees und Wellness-Getränke nicht als Durstlöscher geeignet
Es geht oft süß her bei Limonaden, Eistees, aber auch Wellness-Drinks. Das zeigt eine AK Stichproben-Erhebung von 70 Getränken. „Die Getränke werden gerade im Sommer gerne zum Durstlöschen getrunken“, sagt AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. „Aber Konsumenten sollten darauf achten, dass in Limonaden der Zuckergehalt bis zu 35 Stück Würfelzucker im Liter entsprechen kann. Die besten Durstlöscher sind und bleiben Leitungswasser, Mineralwasser und ungesüßte Tees.“

Herr und Frau Österreicher trinken durchschnittlich rund 82 Liter Limonade im Jahr (Jahresbericht 2006/2007 zum österreichischen Getränkemarkt). Neben Zucker enthalten diese Getränke häufig auch künstliche Süßstoffe.

„Konsumenten sollten allerdings nicht all zu viel von den künstlichen Süßstoffen zu sich nehmen“, sagt Schöffl, „vor allem bei Kindern ist Vorsicht geboten.“ Wenn etwa ein Kind mit 20 Kilogramm einen Liter Limonade mit den zulässigen Höchstgehalt an Saccharin trinkt, ist die maximale tägliche Aufnahme an Saccharin erreicht. Bei Acesulfam würde schon ein halber Liter reichen. Die meist verwendeten künstlichen Süßstoffe sind Cyclamat E 952, Acesulfam E 950, Saccharin E 954, Aspartam E 951. Eine Erhebung der AK im November 2007 zum Süßstoffgehalt in Erfrischungsgetränken zeigte, dass die enthaltenen Süßstoffmengen häufig nicht an die Höchstwerte herankamen. „Konsumenten sollten allerdings beachten, dass künstliche Süßstoffe auch in sehr vielen anderen kalorienreduzierten Produkten enthalten sind“, sagt Schöffl.

Limonaden, Eistees und Wellness-Wässer in der klassischen Variante enthalten keine künstlichen Süsßstoffe. Der süße Geschmack kommt vom Zucker, der aus zugesetztem Rübenzucker, Glukose, Fructose, Invertzuckersirup oder auch aus dem fruchteigenen Zucker stammen kann.

Achtung bei Light oder kalorienarmen Getränken: Werden etwa Wellness-Getränke auf Mineralwasserbasis als „ohne Zuckerzusatz“ beworben, heißt das nicht, dass sie zuckerfrei sind. Es bedeutet lediglich, es ist kein extra Zucker zugesetzt. Der Zuckeranteil rührt aus Fruchtsaftanteilen her. „Auch Light-Getränke sind oft noch deutlich zuckerhältig, wie der AK Test zeigt“, sagt Schöffl.

Auffallend war auch, dass bei kalorienarmen Eistees und beim kalorienarmen Wellness-Wasser als Zuckerquelle überwiegend Fructose verwendet wird. Hingegen wird in der Zutatenliste bei normalen Limonaden und Eistees Zucker angegeben. „Fructose klingt für Konsumenten gesünder, tatsächlich besteht aber in Hinblick auf den Kaloriengehalt kein Unterschied zwischen Fructose und anderen Zuckern“, so Schöffl.