Gesund schmeckt nicht

USA Studie: Kinder essen weniger gern Lebensmittel, von denen sie wissen, dass sie gesund sind – Einer neuen Studie zufolge denken Kinder, dass Lebensmittel nicht gleichzeitig gesund sein und gut schmecken können

Wenn es darum geht, Kinder dazu zu bringen, sich gesund zu ernähren, sollten Eltern lieber nichts über die Vorzüge gesunder Ernährung sagen und darauf verzichten, Kindern zu erzählen, dass bestimmte Lebensmittel sie groß und stark machen.

Einer neuen, von Professor Ayelet Fishbach an der Universität Chicago Booth School of Business geleiteten Untersuchung zufolge lehnen Kinder gesunde Nahrung einfach deshalb ab, weil sie wissen, dass sie gut für ihre Gesundheit ist. Sobald sie das wissen, gehen sie davon aus, dass das Essen nicht gut schmecken kann.

In dem Artikel „If it’s Useful and You Know it, Do You Eat? Preschoolers refrain from Instrumental Food” (etwa: „Wenn es gesund ist und du weißt es, isst du es dann auch? Kindergartenkinder lehnen gesundes Essen ab“), der in der Fachzeitschrift für Konsumforschung „Journal of Consumer Research” veröffentlicht wird, zeigen Fishbach und Michal Maimaran von der Kellogg School of Management an der Northwestern University, dass Kindergartenkinder weniger geneigt sind, Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, wenn ihnen gesagt wird, dass diese ihnen dabei helfen, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, wie zum Beispiel zu wachsen oder lesen zu lernen.

„Kindergartenkinder scheinen zu denken, dass Nahrungsmittel nicht gleichzeitig zwei Funktionen erfüllen können, dass sie nicht gesund sein und gut schmecken können”, sagt Fishbach. „Daher bringt der Hinweis, dass das Essen von Karotten sie groß oder schlauer macht, die Kinder nicht dazu, Karotten zu essen. Wenn Sie möchten, dass Ihre Kinder Karotten essen, empfiehlt es sich, beim Anbieten der Karotten nur zu erwähnen, dass sie gut schmecken oder einfach nichts weiter zu sagen.”

Die Untersuchungen ergänzen fünf Versuche mit 270 Kindergartenkindern, in welchen jeweils ein Versuchsleiter Bildergeschichten über ein Mädchen vorlas, das eine kleine Mahlzeit zu sich nahm. In einigen Geschichten hatte sie Interesse an den Lebensmitteln, weil sie gesund waren, in anderen, weil sie gut schmeckten und in manchen wurde kein Grund für ihr Interesse an den Lebensmitteln erwähnt.

In jedem Fall aßen die Kinder mehr von einem Nahrungsmittel, wenn kein Grund erwähnt worden war, warum man es essen sollte, oder wenn es als schmackhaft dargestellt worden war, als wenn sie dachten, dass das Nahrungsmittel gesund sei.

„Unsere Studie bezog sich auf ganz kleine Kinder, und wir sollten bedenken, dass der Geschmack für ältere Kinder aufgrund ihrer ausgeprägteren Selbstkontrolle bei der Entscheidung für ein Lebensmittel eine geringere Rolle spielt, so Fishbach im Gourmet Report gespräch. „Auf der anderen Seite kennen die meisten von uns Teenager, die nur sechs verschiedene Lebensmittel essen, was bedeuten könnte, dass ihr Denken mit dem von kleinen Kindern vergleichbar ist.”

http://www.chicagogsb.edu/

Vegetarische Ernährung: Erscheinungen von Mangel vermeiden

Tierische Produkte werden von vielen Menschen abgelehnt: Einigen schmeckt Fleisch nicht, andere zeigen mit dem Verzicht auf Fleisch und Geflügel ihre Ablehnung gegen Massentierhaltung, wiederum andere berufen sich auf religiöse Hintergründe oder gesundheitliche Aspekte.

Das Verbraucherportal 1A Krankenversicherung hat zu diesem Thema unter http://www.1a-krankenversicherung.de/… verschiedene Informationen zusammengestellt und erklärt die unterschiedlichen Formen vom Vegetarismus. Man unterscheidet folgende Gruppen der Vegetarier:

– Veganer
– Lacto-Vegetarier
– Ova-Vegetarier
– Ovo-Lacto-Vegetarier
– Pescetarier
– Flexitarier

Veganer lehnen jegliche Nahrungsmittel tierischer Herkunft ab, während Lacto-Vegetarier auch Milch und Milchprodukte konsumieren. Ova-Vegetarier lehnen ebenfalls Fleisch, Geflügel und Fisch ab, erlauben aber den Verzehr von Eiern. Ovo-Lacto-Vegetarier dürfen neben Eiern auch Milch zu sich nehmen. Eine weitere Gruppe von Vegetariern, die den Verzehr von tierischen Produkten eingeschränkt erlaubt, sind Pescetarier: Fisch und Fischprodukte dürfen gegessen werden. Die Gruppe der Flexitarier wird häufig kritisiert, da diese Gruppe eigentlich rein vegetarisch lebt, gelegentlich jedoch Fleisch und Fisch zulässt.

Studien bestätigen, dass Vegetarier weniger Erkrankungen aufweisen: Typische Zivilisationskrankheiten wie Fettstoffwechselstörungen oder zu hoher Blutdruck treten seltener auf. Insbesondere der Cholesterinwert sei im Vergleich zu Nicht-Vegetariern durchschnittlich niedriger. In vielen Fällen sei eine vegetarische Ernährung auch bei Übergewicht hilfreich.

Oft wird eine vegetarische Ernährung jedoch mit Mangelerscheinungen in Zusammenhang gebracht, sofern der Körper nicht alle wichtigen Nährstoffe bekommt. Experten erklären, dass besonders Veganer oftmals Mangel an Eisen, Zink, Eiweiß und Jod aufweisen. Ein Ernährungsplan, der Eier und Milchprodukte enthält, sei daher gesünder als eine rein vegane Ernährungsweise.

Bundesbürger sind bereit, mehr Geld für gesunde Ernährung auszugeben

Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der Deutschen Welle

Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Deutschen sind bereit, mehr Geld für gesunde Ernährung auszugeben. 20 Prozent lehnen das ab. Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Welle. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte vom 9. bis 11. Mai 1.012 Bundesbürger befragt. 86 Prozent der Bundesbürger kochen danach vorwiegend mit frischen Produkten. Für 13 Prozent der Deutschen ist gesunde Ernährung kein Thema.

In der sechsteiligen Serie „Geschmackssache(n)“ berichtet das TV-Magazin „euromaxx“ der Deutschen Welle vom 22. bis 27. Mai über kulinarische Trends in Deutschland.

Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Deutschen entscheiden sich der Forsa-Umfrage zufolge täglich für frisches Obst und Gemüse, bei den Frauen liegt der Anteil bei 87 Prozent. Über zwei Drittel der Bürger (69 Prozent) achten beim Kauf auf die regionale Herkunft der Produkte. Biokost bevorzugen 28 Prozent der Befragten.

Beim Fleischverzehr haben besonders ältere Menschen aus den zahlreichen Lebensmittelskandalen ihre Konsequenzen gezogen: 66 Prozent der Befragten „60 Jahre und älter“ haben in den vergangenen fünf Jahren ihren Fleischkonsum reduziert; über alle Altersgruppen gesehen liegt der Wert bei 53 Prozent. Dennoch bleibt Fleisch für fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) ein Bestandteil gesunder Ernährung. Für die Hälfte der Deutschen (50 Prozent) gehört Fleisch zu einer „richtigen Mahlzeit“ einfach dazu. Mehr als jeder fünfte Konsument (23 Prozent) kauft ausschließlich Fleisch aus ökologischer Landwirtschaft. Fünf Prozent verzichten der Umfrage zufolge ganz auf den Verzehr von Fleisch.

Zu Tisch in einer Huttererkolonie in Manitoba

Eine Führung durch eine Hutterergemeinschaft mit anschließendem Mittagessen in der Kolonie verspricht die Reise Marvel of Manitoba von Churchill Nature Tours.
Mit der im letzten Jahr neu aufgelegten Reise Marvel of Manitoba und
dem Besuch der Kolonie will das Unternehmen Gästen Besonderheiten der
Provinz zeigen, die so bisher nicht buchbar waren, erklärt Thuraya
Weedon, die das Familien unternehmen leitet.

Die Hutterer sind eine täuferische Kirche mit Gütergemeinschaft. Aus
diesem Grund wurden sie in Europa oft verfolgt bis sie 1874 nach
Nordamerika auswanderten. Dreiviertel der Hutterer leben und arbeiten
heute auf Bruderhöfen in Kanada. Die Hutterer sind in erster Linie
Landwirte und Handwerker und sprechen oft noch einen deutschgefärbten
Dialekt. Aus religiösen Gründen lehnen sie Kriegsdienst und Kindstaufe
ab, auch Fernseher und Videogeräte sind tabu. Einige konservative
Hutterergemeinschaften lehnen sogar den Gebrauch von Musikinstrument ab.

Eine weitere Station dieser Reise ist Churchill an der Hudson Bay.
Eine abgelegene Siedlung in der Subarktis, die nur mit dem Zug oder
Flugzeug zu erreichen ist. Je nach Jahreszeit kann man dort oben
Belugawale im Juli / August oder Eisbären im Oktober / November
beobachten.

Im Sommer kommen hunderte von Belugawalen in den Churchill River um zu
kalben und zu fressen. Von einem Boot aus sind die Tiere dann leicht
zu sehen. Oft kommen sie an das Boot heran und betrachten die Besucher
mit Neugier. Der Helikopterflug über die Tundra, von dem man aus mit
etwas Glück auch Eisbären sieht, führt dem Reisenden die fast
scheinbare Unendlichkeit der Wildnis Manitobas vor Augen. Weitere
Informationen zur Reise, die vom 7. bis 15. August 2011 ab bis
Winnipeg stattfindet unter http://www.churchillnaturetours.com/tours/marvels.html

Zu Tisch in einer Huttererkolonie im August in Manitoba

Zu Tisch in einer Huttererkolonie im August in Manitoba

Der kanadische Reiseveranstalter
Churchill Wild hat auch in diesem Jahr wieder eine besondere Reise
aufgelegt. Nachdem er im letzten Jahr die Nanuk Polar Bear Lodge in
Manitoba übernommen hat, wo Eisbären im Juli und August beobachten
werden können, überrascht er in diesem Jahr mit der Caribou to Wolves
Ecotour. Die Reise führt zu einem privaten Camp am Schmok Lake in die
riesige Tundra Kanadas. Der See und das Camp liegen an der Grenze der
Provinz Manitoba zum Nunavut Territory und sind nur mit einem kleinen
Buschflugzeug erreichbar. Von der einfachen Unterkunft aus starten
geführte Wanderungen in die menschleere Weite der Tundra, um die nach
Süden ziehenden Karibuherden zu beobachten. Auch Wölfe und Wolverine –
der kanadische Vielfraß – werden auf diesen Exkursionen oft gesichtet.

Einige Tage später fliegen die Gäste dann zur gemütlichen und
komfortablen North Lake Knife Lodge. Diese liegt südwestlich von
Churchill abseits jeglicher menschlichen Siedlung mitten im Wald an
einem See. Um Wölfe, Elche und Bären zu beobachten werden geführte
Touren in die Umgebung angeboten. Wer mal nach Herzenslust viele
Fische angeln und wieder freilassen will ist hier richtig, den
Saibling und Hecht kommen hier in rauen Mengen vor. Eine genaue
Beschreibung der Reiseleistungen findet man www.churchillwild.com

Die
11-tägige Reise kostet ab bis Winnipeg 12.500 kanadische Dollar plus
6% lokale Steuern. Die Reise findet nur vom 7. bis 17. September 2010
statt.

Zu Tisch in einer Huttererkolonie

Eine Führung durch eine Hutterergemeinschaft
mit anschließendem Mittagessen in der Kolonie verspricht die Reise
Marvel of Manitoba von Churchill Nature Tours. Die Hutterer sind eine
täuferische Kirche mit Gütergemeinschaft. Aus diesem Grund wurden sie
in Europa oft verfolgt bis sie 1874 nach Nordamerika auswanderten.
Dreiviertel der Hutterer leben und arbeiten heute auf Bruderhöfen in
Kanada. Die Hutterer sind in erster Linie Landwirte und Handwerker und
sprechen oft noch einen deutschgefärbten Dialekt. Aus religiösen
Gründen lehnen sie Kriegsdienst und Kindstaufe ab, auch Fernseher und
Videogeräte sind tabu. Einige konservative Hutterergemeinschaften
lehnen sogar den Gebrauch von Musikinstrument ab.

Eine weitere Station der Reise ist Churchill an der Hudson Bay. Eine
abgelegene Siedlung in der Subarktis, die nur mit dem Zug oder
Flugzeug zu erreichen ist. Je nach Jahreszeit kann man Belugawale im
Juli und August oder Eisbären im November gut beobachten. Im Sommer
kommen hunderte von Belguawalen in den Churchill River um zu kalben
und zu fressen. Von einem Boot aus sind die Tiere dann leicht zu
sehen. Oft kommen sie an das Boot heran und betrachten die Besucher
mit Neugier. Der Helikopterflug über die Tundra, von dem man aus mit
etwas Glück auch Eisbären sieht, führt dem Reisenden die fast
scheinbare Unendlichkeit der Wildnis Manitobas vor Augen. Weitere
Informationen zur Reise, die vom 8. bis 16. August ab bis Winnipeg
stattfindet unter www.churchillnaturetours.com/tours/marvels.html

Pommes und Chips ohne Gen-Kartoffel

Greenpeace: Hersteller lehnen BASF-Kartoffel ab

Die größten Chips- und Pommeshersteller sowie Fastfood-Ketten lehnen mehrheitlich gentechnisch veränderte Kartoffeln ab. Dies hat Greenpeace in einer Befragung von zehn Firmen erfahren. Der BASF-Konzern hat im März angekündigt, noch dieses Jahr den Anbau der Gen-Kartoffel „Fortuna“ für die Verwendung als Lebensmittel zu beantragen. Die renommierten Chipsmarken Funny-frisch, Chio, Chipsletten und Lay’s teilten Greenpeace mit, aktuell und künftig keine Chips aus Gen-Kartoffeln herzustellen oder zu verkaufen. Procter & Gamble will sich mit Pringles nicht festlegen. Auch die Pommes-Anbieter Burger King, LSG Lufthansa, Tank & Rast, Nordsee und Agrarfrost lehnen die BASF-Kartoffel ab. McDonald’s will aktuell keine Gen-Produkte einsetzen, legt sich aber nicht für die Zukunft fest.

„Die Hersteller von Chips und Pommes wissen, dass ihre Kunden diese zweifelhaften Produkte nicht wollen“, sagt Alexander Hissting, Gentechnik-Experte von Greenpeace. „Die Aktionäre sollen BASF auffordern, nicht länger Millionen in die Entwicklung von Gen-Produkten zu stecken, die keiner haben will.“ Am 29. April findet die BASF-Hauptversammlung in Mannheim statt.

Die Hälfte der befragten Firmen will nicht, dass die EU-Kommission den Anbau von Gen-Kartoffeln für Lebensmittel zulässt. Sie wollen vermeiden, dass durch die Trennung von gentechnikfreier und genmanipulierter Ware bei der Produktion höhere Kosten entstehen, die sie bezahlen müssen. Zudem fürchten sie einen Imageschaden für Kartoffelprodukte und eine unnötige Verunsicherung von Verbrauchern.

Es geht auch ohne Gentechnik

Die BASF hat Anfang März die Anbaugenehmigung für die Gen-Kartoffel Amflora erhalten, die für die industrielle Stärkeproduktion eingesetzt werden soll. Sie wurde diese Woche auf einem Acker in Mecklenburg-Vorpommern gepflanzt. Alle großen deutschen Stärkeproduzenten lehnen jedoch die Verarbeitung der Amflora ab. Sie ist zudem überflüssig, denn es gibt inzwischen aus herkömmlicher Züchtung Kartoffelsorten mit ähnlichen Eigenschaften.

Im BASF Bericht 2009 rühmt sich der Konzern für seine Gentechnik-Pflanzenzüchtung unter der Überschrift „Innovationsstärke als Erfolgsfaktor“. „Die Realität jenseits der Hochglanzbroschüren sieht anders aus“, erklärt Hissting. „Die Ablehnung der Gentechnik ist zu groß. BASF sollte nicht länger riskante Gen-Pflanzen auf den Acker zwingen, sondern auf fortschrittliche Pflanzenzüchtung ohne Gentechnik setzen.“

Greenpeace-Aktivisten haben in den vergangenen Wochen mehrfach gegen die Pflanzung der Gen-Kartoffel Amflora protestiert. Nach einem Rechtsgutachten, das Greenpeace in Auftrag gegeben hat, verstößt die Zulassung der Amflora gegen EU-Recht. Neben gesundheitlichen und ökologischen Risiken birgt Amflora auch erhebliche Probleme für die Lebensmittelbranche. Bei Anbau, Lagerung, Transport und Verarbeitung kann es zur Vermischung mit normalen Pflanzen kommen.

Endspurt bei Agrarverhandlungen zum Health Check

Endspurt bei Agrarverhandlungen zum Health Check – Schulterschluss zwischen Deutschem und Französischen Bauernverband

Mit der Plenarsitzung und Abstimmung des Europäischen Parlaments und der unmittelbar folgenden Befassung im EU-Agrarrat am heutigen Tag (18. November 2008) sind die Verhandlungen um die „Gesundheitsüberprüfung“ (Health Check) der Gemeinsamen Agrarpolitik in die entscheidende Schlussphase gekommen. Unmittelbar davor führte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, ausführliche Gespräche mit dem französischen Landwirtschaftsminister und derzeitigen Ratspräsidenten Michel Barnier sowie dem Präsidenten des französischen Bauernverbandes FNSEA, Jean-Michel Lemétayer. Die gemeinsame Erklärung von DBV und FNSEA belegt einen eindrucksvollen Schulterschluss zwischen den deutschen und französischen Positionen in der Forderung nach Verlässlichkeit der Politik und der Ablehnung verschiedener inakzeptabler Vorschläge der EU-Kommission. Beide Verbände fordern dabei auch eine Reaktion des Agrarrates auf die dramatisch veränderte Marktlage.

Die gemeinsame Erklärung von DBV und FNSEA hat folgenden Wortlaut:

„Der französische Bauernverband FNSEA und der Deutsche Bauernverband (DBV) sehen zahlreiche europäische Agrarmärkte in einer schwierigen Lage. Die Erzeugerpreise sind regelrecht eingebrochen während die Kosten stark angestiegen sind. Zudem haben die Folgen der Finanzkrise auch die Agrarmärkte erfasst. Mit den Entscheidungen zur Überprüfung der Gemeinsamen Agrarpolitik (Health Check) muss dieser schwierigen Situation Rechnung getragen werden. Die Landwirte brauchen politische Ermutigung. Es verbietet sich jede Entscheidung, die die finanzielle Situation der landwirtschaftlichen Unternehmer weiter schwächt und untergräbt. FNSEA und DBV fordern im Einzelnen:

– FNSEA und DBV lehnen jegliche Umschichtung von Mitteln der ersten Säule in die zweite Säule der EU-Agrarpolitik ab. Sie fordern sie die Verlässlichkeit der Beschlüsse aus dem Jahr 2003 und wiederholen, dass die GAP grundsätzlich eine Wirtschaftspolitik sein soll.

– Die EU-Agrarpolitik muss die Ernährungssicherung gewährleisten. Das geht nicht ohne einen gewissen Ordnungsrahmen für die Märkte. FNSEA und DBV fordern ein effizientes Marktmanagement, das in Einklang steht mit den internationalen Handelsregeln.

– FNSEA und DBV fordern die Instrumente zur Marktstabilisierung in der Europäischen Union sowie auf den Exportmärkten flexibel und effizient zu nutzen. Sie lehnen die weitere Aufweichung der Marktregelung in Verbindung mit dem Health Check strikt ab.

– Die Milchmärkte, die aktuell unter einem großen Mengen- und Preisdruck stehen, dürfen durch eine automatische Aufstockung der Milchquoten nicht zusätzlich belastet werden. FNSEA und DBV fordern, eine Erhöhung der Milchquote zeitlich hinauszuschieben und auch nur vor dem Hintergrund von Marktanalysen stattzugeben.

– Die Bestimmungen bei Cross-Compliance müssen unter der Zielsetzung Bürokratieabbau auf verständliche und absolut notwendige Regelungen begrenzt werden.

DBV und FNSEA hoffen, dass ihre jeweiligen Regierungen diese Forderungen unterstützen und eine Mehrheit für diese Positionen bilden werden, um inakzeptable Vorschläge der EU-Kommission abzulehnen. Dazu gehören insbesondere die Abschaffung der Marktinstrumente, die Erhöhung der Modulation und die Erhöhung der Milchquoten um jährlich 1 Prozent in den kommenden fünf Jahren.“

Kulinarik in Bulgarien

Bitte vergessen Sie alles, was Sie in Zusammenhang mit Bulgarien und so genannter Balkan-Küche gehört, gelesen oder gegessen haben. Lehnen Sie sich entspannt zurück und lesen Sie, was Sie wirklich erwartet, wenn Sie in den Genuss der echten landestypischen Gaumenfreuden kommen …

Ähnlich des bodenständigen, stolzen Charakters ihrer Menschen, hat sich die eigenständige kulinarische Kultur Bulgariens aus der ursprünglichen, bäuerlichen Küche entwickelt.

Faktisch ist die über 2.000 Jahre lange Historie der bulgarischen Küche unvergleichlich: Traditionell aus der mediterranen, griechischen Esskultur gewachsen und im Laufe der Geschichte durch osmanische und asiatische Einflüsse vervollkommnt, bietet sie heute eine üppige Vielseitigkeit faszinierender Geschmackserlebnisse.

Dabei steht die prall gefüllte kulinarische Schatzkiste traditioneller bulgarischer Kochkunst für Gourmets ohne Insider-Kenntnisse zum Wo und Was, erst einen weit Spalt offen…

Hier lesen Sie mehr über die bulgarische Küche:
http://www.padinata.com/index.php?page=spezialitaet&lang=de

Übrigens, ebenso wie in Italien ist auch in Bulgarien ein Deutscher einer der besten und bekanntesten Köche. Der bulgarische Heinz Beck heisst Andre Tokev.

Verbraucher sehen Gentechnik kritisch

Gentechnisch veränderte Lebensmittel
finden keine Akzeptanz bei den deutschen Verbrauchern. Ein
Großteil der Befragten hält zudem die gegenwärtige Kennzeichnungspflicht
für Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Organismen
für verbesserungswürdig oder nicht ausreichend. Dem Einsatz
der Technologie außerhalb des Nahrungsmittelbereichs stehen
die Konsumenten hingegen weitaus unkritischer gegenüber. Zu
diesem Ergebnis kommt eine Studie der GfK Marktforschung vom
Dezember 2006, in der Einstellung und Verhalten der Deutschen
gegenüber Gentechnik ermittelt wurden.

Generell sind vier von zehn Befragten gegen den Einsatz von Gentechnik, sei
es in der Medizin, bei Pflanzenschutzmitteln, Lebensmitteln sowie Dingen
des täglichen Bedarfs wie zum Beispiel Kosmetika oder Reinigungsmittel.
Lediglich 4,9 Prozent der deutschen Verbraucher befürworten Gentechnik
grundsätzlich.

Hohe Ablehnung im Lebensmittelbereich

Dem Einsatz von Gentechnik im Lebensmittelbereich stehen die Verbraucher
überaus kritisch gegenüber: 74,9 Prozent der Konsumenten lehnten in der
Befragung die Entwicklung und Einführung von gentechnisch veränderten
Lebensmitteln generell ab. Die Anzahl der Befürworter erreicht mit 6,7 Prozent
nur einen geringen Wert, 18,3 Prozent stehen diesem Thema gleichgültig
gegenüber.

85,5 Prozent der Befragten sind gegen tierische Produkte wie Wurst, Schinken
oder Fleisch, wenn diese von Tieren stammen, in deren Gene entweder
direkt eingegriffen wurde oder die mit genveränderten Futtermitteln ernährt
wurden. 77,7 Prozent der Deutschen lehnen Genmanipulationen bei Obst
und Gemüse ab, 75,9 Prozent bei Molkereiprodukten wie Milch, Käse oder
Joghurt und 73,7 Prozent bei Brot. Das Schlusslicht bilden Getränke mit 45,1
Prozent.

Den Einsatz von Gentechnik oder gentechnisch veränderter Substanzen bei
Obst und Gemüse befürworten 8,1 Prozent – der höchste Wert im Bereich
Lebensmittel. Jeweils 4,8 Prozent stimmen bei Fleisch- und Molkereiprodukten
dieser Technologie zu, bei Brot sind es 2,8 Prozent und 1,5 Prozent bei
Getränken.

Verbesserungsbedürftige Kennzeichnungspflicht

Ebenfalls skeptisch sehen die Verbraucher die gegenwärtig gültige Kennzeichnungspflicht
von Lebensmitteln mit gentechnisch veränderten Organismen:
72,4 Prozent halten die Regelungen für verbesserungsbedürftig beziehungsweise
nicht ausreichend. 22,8 Prozent der Deutschen sind der
Meinung, dass die aktuellen Bestimmungen ausreichen, 2,1 Prozent beurteilen
diese als überzogen.

Weniger Skeptiker bei Pestiziden, Düngern und in der Medizin

Deutlich weniger Bundesbürger lehnen den Einsatz von Gentechnik außerhalb
des Nahrungsmittelbereichs ab: In der Medizin sind es 10,7 Prozent bei
Impfstoffen sowie 10,2 Prozent bei sonstigen Arzneimitteln wie beispielsweise
Insulin. Bezüglich Düngemittel sagen 3,4 Prozent der Befragten „Nein“ zu
Gentechnik, bei Insekten- und Unkrautvernichtungsmittel nur 2,1 Prozent.

Im Vergleich zum Lebensmittelbereich ist hier die Zahl der Befürworter ausgeprägter.
Den höchsten Wert der Zustimmung zu Gentechnik in der Herstellung
erreichen Insekten- und Unkrautvernichtungsmittel mit 29,9 Prozent,
gefolgt von Düngern mit 18,7 Prozent. Im Bereich der Impfstoffe sind
es 18,1 Prozent und bei sonstigen Arzneimitteln 16,9 Prozent.

Zur Studie

Die Ergebnisse stammen aus der Studie „Gentechnik“ der GfK Marktforschung,
die im Dezember 2006 durchgeführt wurde. Sie basiert auf 1.023
Verbraucherinterviews mit Personen ab 16 Jahren. Neben der allgemeinen
Einstellung zur Gentechnik, deren produktspezifischer Befürwortung oder
Ablehnung und der Beurteilung der aktuellen Kennzeichnungspflicht befasst
sich die Studie mit weiteren Themen. Unter anderem wird auch das relevante
Informationsmaterial bewertet sowie die generelle Kaufbereitschaft
für gentechnisch veränderte Produkte, die spezielle Kaufbereitschaft unter
Berücksichtigung des Preises im Vergleich zu herkömmlich erzeugten Lebensmitteln
und die Präferenz zwischen genmanipulierten und natürlich
hergestellten Produkten erhoben. Im Jahr 1996 hatten die Forscher in einer
ersten Erhebungswelle die Deutschen schon einmal zu diesen Themen befragt.

www.gfk.com

Grundverschlüsselung

ARD und ZDF: „Grundverschlüsselung“ ist Etikettenschwindel
Öffentlich-rechtliche Sender lehnen Pläne der Privaten ab

Die Chefs von ARD und ZDF haben der Rundfunkkommission der Länder ein Positionspapier übergeben, in dem sie sich ausdrücklich gegen die von den Privatsendern „Grundverschlüsselung“ genannte Maßnahme wenden. Nach bisher noch unbestätigten Angaben wollen einige deutsche private Fernsehsender ab 2007 ihre Programme per Satellit nur noch digital und verschlüsselt anbieten.

Mehr: www.golem.de/0606/46016.html