KULINARIUM STEIERMARK gegründet!

Die Steiermark gilt als Feinkostladen Österreichs. 200.000 Euro planen nun die fünf Partner Land Steiermark (Ressorts Tourismus und Landwirtschaft), Wirtschaftskammer Steiermark, Landwirtschaftskammer Steiermark und Steiermark Tourismus im ersten Schritt 2005 und 2006 gemeinsam einzusetzten, um Landwirtschaft (das kulinarische Grundprodukt) und Tourismus (das kulinarische Erleben in Gastronomie und Beherbergung) stärker zu vernetzen.
Ziel ist es, die Steiermark nach außen als e i n e Genussdestination Steiermark national und international zu positionieren und um nach innen, die Qualitätsweiterentwicklung sicher zu stellen.

Auf Schloss Gamlitz wurde diese neue Plattform mit kulinarischen Höhepunkten aus dem ganzen Land aus der Taufe gehoben – sogar der EU-Präsident des Ausschusses der Regionen Jos Chabert aus Belgien war zu Gast!

Dazu LH Waltraud Klasnic: „Geschmack kann durch nichts ersetzt werden und die Liebe – gerade auch für das eigene Heimatland – geht ja bekanntermaßen durch den Magen. Diese Initiative verknüpft in einmaliger Weise alle zentralen Faktoren, die mit Lebensqualität in Verbindung stehen, miteinander.

Das Rezept ist einfach: Man nimmt von allem das Beste. Umdenken für die Umwelt, Sensibilisierung, breite Bewusstseinsbildung und gemeinsame Maßnahmen für ein neues Lebensmittel-Management sind die erforderlichen Zutaten, um gemeinsam unser Genussland auch weiterhin zu stärken.“

4 Säulen prägen die Plattform KULINARIUM STEIERMARK: Regionale Identität
Qualität
Erlebbarkeit
Vernetzung

10 Genussversprechen haben sich alle Teilnehmer zum Credo gemacht – dem Gast kommen sie zugute!

Die nächsten Schritte bei der Plattform Kulinarium Steiermark bis Herbst 2005: Am Runden Tisch werden Massnahmen zur Projektweiterentwicklung, zu Marketing, Schulungen,…. gemeinsam entschieden und umgesetzt

www.steiermark.com

Irreführende Sprit-Bezeichnung

„Das Mineraltreibstoffgemisch, das ab Oktober nach Vorstellungen von Minister Pröll unter dem Namen Diesel Bio Plus an den heimischen Tankstellen angeboten werden soll, hat nichts mit Bio zu tun“, sagt AK Expertin Maria Burgstaller. Denn knapp 96 Prozent des Gemisches kommen aus fossilem Mineralöl und rund vier Prozent aus pflanzlichen Ausgangsstoffen, die garantiert nicht aus biologischer Landwirtschaft herrühren. Daher verlangt die AK: Weg mit dem Namen „Diesel Bio Plus“.
KonsumentInnen werden oft mit dem Namen Bio am Schmäh gehalten. Schon bisher glaubten viele, dass Biotreibstoffe aus biologischer Landwirtschaft kommen, obwohl gerade die Pflanzen für diese Biotreibstoffe aus intensivem landwirtschaftlichen Anbau mit reichlichen Spritz- und Düngemittel stammen. Mit der Kraftstoffverordnung hat das Landwirtschafts- und Umweltministerium die Bezeichnung „Diesel Bio Plus“ für Dieselkraftstoffe mit einem Schwefelgehalt von maximal zehn Milligramm pro Kilogramm und einem Biodieselanteil von zumindest 4,4 Volumsprozent erlaubt.

Gewöhnlich ist die Bezeichnung Bio für Bioprodukte reserviert. „Nun erlaubt der Minister den Mineralölfirmen, ein grünes Mäntelchen namens Bio umzuhängen“, kritisiert Burgstaller, „unter diesem Mantel sollen wohl auch mögliche Preiserhöhungen sympathischer wirken.“ Die AK spricht sich entschieden gegen eine derartige „Irreführung“ der KonsumentInnen aus und fordert den Minister auf, die Bezeichnung „Diesel Bio Plus“ aus der Kraftstoffverordnung zu streichen, bevor im Oktober die Zapfsäulen damit geschmückt werden könnten.

Die AK kündigt an, die Preisentwicklung genau zu beobachten. Die AK befürchtet, dass durch die neue Verwendungsverpflichtung von Biotreibstoffen eine künstliche Nachfrage geschaffen wird und die Preise für Biotreibstoffe, aber auch für Pflanzenöle für die Lebensmittel steigen werden.

Öko-Landbau: Chance für die deutsche Landwirtschaft

Das ohnehin starke Wachstum des Bio-Marktes legt noch weiter zu: Nach Umsatzzuwächsen von ca. 11% im Jahr 2004 stieg der Umsatz des Naturkostfachhandels im ersten Quartal 2005 um 15,4 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Gleichzeitig melden Bio-Verarbeiter bei einzelnen Produktgruppen wie z.B. Kalbfleisch oder Altkühen Versorgungsengpässe. „Diese Zahlen zeigen, dass der Lebensmittelmarkt Potenziale für die deutsche Landwirte bietet“, so Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des BÖLW. „Wenn die große Nachfrage nicht durch deutsche Landwirte gedeckt werden kann, werden die Verarbeiter ihre Rohware im Ausland beziehen.“ Nach der BSE Krise haben viele Landwirte auf Bio-Anbau umgestellt, deren Produkte nach der Umstellungszeit seit vergangenem Jahr als Bio-Ware vermarktet werden. Löwenstein bezeichnet es als Erfolgsgeschichte, dass dieses große zusätzliche Produktangebot weitgehend durch das Wachstum des Marktes auch als Bio-Ware vermarktet werden konnte.
Bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum der Branche in den letzten 10 Jahren von 8 % wurden die Arbeitsplätze auf ca. 155.000 Arbeitsplätze verdoppelt. Das entspricht einer jährlichen Zunahme an Arbeitsplätzen um 10%. „Hält der derzeitige Wachstumstrend an, so entstehen in der Branche jährlich ca. 20.000 neue Arbeitsplätze“, fasst Dr. Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW zusammen.

Der BÖLW hält es für unverantwortlich und warnt davor, die Ökologische Lebensmittelwirtschaft, die in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation in Deutschland einen Lichtblick darstellt, in eine Nische zu drängen oder gar schlecht zu reden. Vielmehr müsse sie als Leitbild für nachhaltiges Wirtschaften in den Mittelpunkt der Agrarpolitik gerückt werden.

Schließlich belegen zahlreiche Studien, dass der Ökologische Landbau die Anforderungen der Gesellschaft an die Landwirtschaft am besten erfüllt: Erzeugung gesunder und unbelasteter Lebensmittel, Offenhaltung einer vielgestaltigen Landschaft und eine umwelt-, natur- und tiergerechte Produktionsweise.