Havelland Express

Der Havelland Express feiert sein 25jähriges Bestehen

von Bernhard Steinmann

 

Ein willkommener Anlass, das Jubiläum mit fünf kulinarischen Themenabenden würdig zu gestalten. Den Auftakt gab es am 26. Juni 2017 in der Havelland Express-Showküche in Berlin-Tempelhof. Ich hatte das Vergnügen für den Gourmet-Report teilzunehmen.

BB RADIO Moderator Jens Herrmann führte gut gelaunt durch die interessante Veranstaltung und interviewte einige Gesprächspartner.

Michael Kunzmann und Jens Herrmann

Gestartet wurde natürlich mit dem Hausherrn, dem Havelland Express-Geschäftsführer Michael Kunzmann, der einen kleinen Einblick in die Geschichte der Firma gewährte. Der Start, so wußte er zu berichten, verlief zunächst bescheiden mit Beelitzer Spargel, Zander und Kaninchen. Erschwerend kam hinzu, dass vor 25 Jahren die Nachfrage nach „Ostprodukten“ nicht sehr ausgeprägt war. Heute ist Havelland Express der größte Lieferant für regionale Lebensmittel in der Region Berlin. Neben diesem regionalen Schwerpunkt werden mittlerweile ausgesuchte Lebensmittel aus nahezu 180 Ländern angeboten.

Besonders wichtig ist dem Havelland Express eine ressourcenschonende Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung und der Verzicht auf Zusatzstoffe oder Konservierungsmittel. In Kooperation mit ausgesuchten Produzenten werden in eigener Herstallung regionale Spezialitäten für höchste kulinarische Ansprüche entwickelt wie das Havelländer Apfelschwein oder das Ruppiner Weidelamm.

Die nächsten Gesprächspartner an diesem Abend waren Jens-Peter Schaffran, Geschäftsführer der Müritzfischer und Einkaufsleiter Matthäus Marten. Diese Reihenfolge ist selbstverständlich nicht zufällig. Denn die „Müritzfischer“, waren bereits beim Start vom Havelland Express mit an Bord.
Der Schwerpunkt des Gespräches war die nachhaltige Fischzucht und hier die besondere japanische Fischverarbeitung Ike Jime.
Ike Jime ist die japanische Kunst einen Fisch zu töten.
Bei dieser Methode werden die Fische besonders sanft und schonend behandelt, um eine stressfreie Schlachtung zu gewährleisten. Mit Hilfe einer Klaviersaite und präzisen Schnitten wird der Fisch so bearbeitet, dass er komplett ausblutet und das Muskelfleisch nicht übersäuert. Dadurch schmeckt der Fisch besonders gut.

Davon konnten sich die Gäste überzeugen, denn Sterneköchin Sonja Frühsammer hatte für diesen Abend eine besondere Überraschung vorbereitet:

Ike Jime Bachsaibling von der Müritz,
mit frischem Spargel, Koriander-Mayonnaise, Wasabi-Tapioka und Dill-Eis.

Der nächste Gesprächspartner war Gerhard Daumüller, Geschäftsführer vom „Keltenhof“, der über den Einsatz feiner Wildkräuter in der Gastronomie aufklärte.

Havelland Express und Keltenhof verbindet seit Beginn der Partnerschaft im Jahr 2005 vor allem der Gedanke der Nachhaltigkeit.

Die Jungbluth-Inhaber Felix Leisegang und Andre Sawahn sorgten für eine weitere Köstlichkeit, Tafelspitz mit Kräutern.

Sehr interessant fand ich persönlich auch die Ausführungen von Theo Berl – Theo der Essigbrauer – über die Herstellung von Essig. Es durfte reichlich probiert werden.

Weitere Informationen gibt es hier:  https://www.havelland-express.de

 

aid infodienst e. V. aufgelöst

Der aid infodienst e. V. (aid) ist Geschichte. Am 3.
November 2016 haben die Mitglieder als höchstes Aufsichtsgremium die
Auflösung des Vereins beschlossen. Das klingt zunächst nach einer
schlechten Nachricht für eine Institution, die in Deutschland 66
Jahre lang neutrale Informationen “vom Acker bis zum Teller“
lieferte. Aber es gibt einen guten Grund für die Auflösung: Die
Kompetenzen in Sachen Ernährungs- und Agrarkommunikation sollen
gebündelt werden. Es gibt in Deutschland zahlreiche „Kompetenz- und
Kommunikationsinseln“, die – staatlich gefördert – über
Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung kommunizieren. Was fehlt,
ist DAS Kompetenz- und Kommunikationszentrum für Verbraucher sowie
für Fach-, Lehr- und Beratungskräfte. Dies soll nun unter dem Dach
der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) geschaffen
werden. Und zwar in zwei eigenständigen Einheiten: dem Bundeszentrum
für Ernährung (BZfE) und einer Kompetenzeinheit für
landwirtschaftliche Fachinformationen, die miteinander vernetzt sein
werden.

Kern des neuen Bundeszentrums für Ernährung sowie der
Agrarkommunikation werden jeweils Teile des aid sein. Bis zur
Gründung dieser Meilensteine steht noch eine Menge Arbeit an. Zudem
sind mit einer Bündelung der Kompetenzen auch neue Konstellationen in
der Organisation und Kommunikation erforderlich. Dennoch werden die
aid-Medien weiter verfügbar sein. „Unsere Arbeit führen wir in
unveränderter Qualität nahtlos fort und auch das Medienangebot
stellen wir weiterhin in der gewohnten Qualität sicher“, so Dr.
Margareta Büning-Fesel, Geschäftsführender Vorstand des aid und
zukünftige Leiterin des BZfE. „So muss niemand auf Informationen
oder Unterrichtsmaterialien des aid verzichten.“ Schritt für
Schritt werden also neue und auch bewährte Materialien unter dem
neuen Namen veröffentlicht. „Das gesamte Angebot wird in der
geballten Kraft eines ‚Bundeszentrums für Ernährung‘ noch besser“,
so Büning-Fesel.

Das gilt selbstverständlich auch für die bewährten Medien im
Agrarbereich. Und nicht nur das: Die Kommunikation in diesem Bereich
soll stärker in Richtung Verbraucher gehen. Was dem aid vor allem aus
Kapazitätsgründen in Sachen „Informationen über die
Landwirtschaft“ bisher nur in relativ geringem Umfang möglich war,
soll in der neuen Konstellation deutlich gestärkt werden. Da sieht
Büning-Fesel noch großes Potenzial: „Es soll ein möglichst
realistisches Bild über die aktuell praktizierte Landwirtschaft
vermittelt werden, weg von einer fragwürdigen Werbeidylle auf dem
Stand des 19. Jahrhunderts.“ Die modernen Errungenschaften der
Lebensmittelerzeugung, inklusive vieler Instrumente zum besseren
Schutz für Tiere, Natur und Umwelt, müssten jedem als neutrale
Informations- und Entscheidungsgrundlage zur Verfügung stehen.
Außerdem gebe es noch einen Handlungsbedarf für die Kommunikation
der Forschungsergebnisse im Agrarbereich.

Mit der Auflösung des aid ist somit der Grundstein für eine
konzentrierte Kommunikation im Ernährungs- und Agrarbereich gelegt.
Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer
schlagkräftigeren Ernährungs- und Landwirtschaftskommunikation.

www.aid.de

Neue Kurse in der Königsdorfer Weißwurstmanufaktur

Im Tölzer Land erfahren Gäste jetzt alles rund um das prominente, bayerische Schmankerl und können dabei kräftig selbst Hand anlegen

Sie gilt als Inbegriff der bayerischen Brotzeitkultur und steht spätestens zum Münchner Oktoberfest wieder fest auf den umliegenden Speiseplänen: Die Weißwurst, im Original mit Breze und süßem Senf serviert. Die meisten lieben sie, doch nur die wenigsten wissen, wie die traditionsreiche Spezialität eigentlich hergestellt wird. Im Tölzer Land können Interessierte diesem Geheimnis nun auf den Grund gehen. In Kursen der Landmetzgerei Hofherr aus Königsdorf lernen sie die Grundlagen des modernen Metzgerhandwerks und nebenbei alles, was mit dem delikaten Schmankerl zu tun hat: von der optimalen Fleischverarbeitung bis zum geschichtlichen Hintergrund. Am Ende hat jeder Teilnehmer seine individuelle Wurst auf dem Teller und viel über traditionelle Küche, artgerechte Landwirtschaft und das Privileg regionaler Synergien gelernt. Die umfassenden Kurse finden am 15. und 22. Oktober statt, dauern ca. vier Stunden und kosten 99 Euro pro Person. Nach Absprache werden sie auch für Gruppen oder als Teamevent angeboten. Anmeldung, Infos und Termine unter www.toelzer-land.de und www.posthotel-hofherr.de

Los geht´s mit einem Überblick über die wichtigsten Zutaten: Kalb, Schwein, Frisches wie Zitrone oder Petersilie und natürlich die Gewürze. Bis ins Detail erklärt Uli Hofherr, Chef der Landmetzgerei Hofherr, seinen Schülern die Bestandteile, die in den kommenden Stunden zur persönlichen Wurst werden sollen. Dann wird der Inhalt gemischt, geeist, individuell verfeinert und in die Hüllen gefüllt. Nach dem „Abdrehen“, bei dem jeder seine ganz persönliche Weißwurst formt, wandert diese dann direkt in den Kessel und 20 Minuten später weiter auf den Teller. „Der Wow-Effekt kommt, wenn das Brät beim Erhitzen die Farbe wechselt“, freut sich Hofherr.

Zum Abschluss lädt der Meister zur Brotzeit in die gemütliche Stube des zugehörigen Gasthof Hofherr. Während die Teilnehmer ihre eigens modellierten Schaustücke verkosten, erfahren sie mehr über die geheimen Tipps und Tricks des Herstellungsprozesses und die Geschichte der Weißwurst, die angeblich im Fasching 1857 in München begann. Wenn alle Details wie der schmackhafteste Senf, die beste Brezenkonsistenz oder die richtige Ess-Art erörtert sind, kommt Hofherr zum letzten und für ihn wichtigsten Punkt seines Lehrplans.
Der Metzgermeister will seine Hobbylehrlinge für den Alltag sensibilisieren und ihnen den Wert einer artgerechten Tierhaltung ebenso nahebringen, wie die Vorteile von Produkten aus der heimischen Landwirtschaft. Dass sich die Lebensqualität der Tiere direkt in der Qualität des Fleisches spiegelt, gehört für ihn zum Handwerks-ABC. Hofherr kennt jeden seiner Lieferanten persönlich, weiß welches Futter verwendet wird und wie die Tiere gehalten werden. „Beim Weißwursttest lässt sich das Niveau dann auch direkt schmecken“, sagt er und ist froh, dass es im Tölzer Land noch eine kleinteilige Landwirtschaft gibt, von der er die meisten seiner Zutaten beziehen kann.

www.toelzer-land.de

UNESCO kürt Tucson zur Stadt der Gastronomie

Spitzenköche und historische Geschichte bringen der Stadt im Süden Arizonas einzigartigen Titel in den USA

Die Bewohner Tucsons freuen sich. Im Dezember hat die UNESCO die Stadt Tucson mit dem außergewöhnlichen Titel „Stadt der Gastronomie“ ausgezeichnet. Damit bestätigt die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, was mehrfache Award-Verleihungen an Köche bereits angedeutet haben: Tucson ist mit seinen Spitzenköchen, einzigartigen Gerichten und seiner bewegten landwirtschaftlichen Geschichte der Hotspot für Gourmets aus aller Welt, regionale Tradition und den Fortschritt in der Landwirtschaft.

Insgesamt sechs Städte in den USA hatte die UNESCO im Rahmen des Netzwerks kreative Städte im Dezember ausgezeichnet. Ausschließlich Tucson wurde für seine außergewöhnliche Gastronomie gekürt. Damit ist es die einzige „Stadt der Gastronomie“ in den gesamten Vereinigten Staaten.

Die 520.000 Einwohner Stadt im Süden Arizonas am Fuße riesiger Berglandschaften blickt bereits auf eine lange Geschichte im Ackerbau und der Landwirtschaft zurück. Doch nicht nur diese Besonderheit hat die UNESCO überzeugt. Universitäre Forschungen in diesem Bereich, Essenstraditionen, kulinarische Besonderheiten und die Nutzung von einheimischen Zutaten machen Tucson einfach einzigartig. Tucsons landwirtschaftliche Geschichte beginnt bereits vor 4.000 Jahren, viel eher als in anderen Städten der USA. Damals wurde die Gegend um Tucson für den Anbau von Nutzpflanzen genutzt. Heute wird dieses Vermächtnis zum Beispiel im Mission Garden in Downtown Tucson wiederbelebt. Der Garten der spanischen Kolonialmacht wurde hier neugestaltet und an seinen ursprünglichen Ort platziert. Historische Pflanzen keimen nun und lassen den Garten erstrahlen.

Eine enorme Wichtigkeit kommt in Tucson auch der Forschung zu, denn was wäre eine außergewöhnliche Vergangenheit, wenn die landwirtschaftliche Zukunft sprichwörtlich im Sande verläuft? Daher untersuchen Forscher in der Universität von Arizona Anbaupraktiken und die biologische Vielfalt in einer Zukunft, in der Dürre herrscht. Eine wichtige Arbeit, welche die UNESCO besonders begeistert hat.

Eine „Stadt für Gastronomie“ würde allerdings nicht ohne besondere kulinarische Kreationen und außergewöhnliche Köche von der UNESCO als solche bezeichnet werden. Egal ob der Sonoran Hot Dog, historisches Weizen, welches einst von spanischen Missionaren eingeführt wurde oder die Frucht des Feigenkaktus, die sich sogar in den lokalen Bieren wiederfindet. Die kulturellen Einflüsse verschiedener Länder haben die Küche Tucsons inspiriert und begeistern nicht nur die Mitglieder der UNESCO. Auch Feinschmecker kommen nicht zu kurz. Die Köche Jonas Wilder und Chris Bianco gewannen bereits den James Beard Award, der auch als der Oscar des Essens bekannt ist. Während Küchenchef Jonas Wilder in seinem Restaurant in Downtown internationale und lokale Gerichte serviert, kommen in Chris Biancos Restaurant außergewöhnliche Pizzen auf den Tisch.

Übrigens, gesundheitsbewusste Ernährung wird auch in Tucson groß geschrieben. Und da wird bereits bei den kleinsten Bewohnern angefangen: Während die Küchenchefs Kinder morgens über gesunde Ernährung unterrichten, kreieren sie abends atemberaubende Gerichte aus den Zutaten lokaler Erzeuger.

Genussvoll geht es zudem auch auf den jährlichen Festen Tucsons wie dem Tucson Meet Yourself, dem Viva La Local, dem Agave Fest sowie dem Tamal Heritage Festival zu, wo jeder Urlauber und jeder Gast die einzigartige Küche des amerikanischen Südwestens einmal selbst kosten kann. Ein echter Geheimtipp sind zudem die Bauernmärkte, auf denen auch die hiesigen Chefköche ihre besonderen Zutaten kaufen.
Und wer es lieber etwas flüssiger mag, für den bietet sich ein Whiskey del Bac an, der im sonnigen Tucson heimisch ist. Die delikate Kombination aus Whiskey und dem mexikanischen Mesquite entfacht ein besonderes Geschmackserlebnis und sollte unbedingt gekostet werden.

Linsen, Erbsen und Co

2016 ist das Jahr der Hülsenfrüchte

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2016 zum „Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte“ erklärt. Unter dem Motto „Nahrhafte Pflanzen für eine nachhaltige Zukunft“ werden Erbsen, Bohnen, Soja und Konsorten in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Das hat einen Grund, denn rund um den Globus sind Hülsenfrüchte für Menschen eine wichtige Quelle für pflanzliches Eiweiß, Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Kurz: Sie sind ein elementares Grundnahrungsmittel. Vor allem in Kulturkreisen, in denen traditionell wenig Fleisch verzehrt wird, sichern sie die Ernährung von großen Teilen der Bevölkerung. Dazu gehören Lateinamerika, Afrika und Asien.

Auch in Mitteleuropa gewinnen Hülsenfrüchte an Bedeutung, da sich immer mehr Menschen vegetarisch ernähren. Der Konsum der wertvollen Proteinlieferanten wird aber davon unabhängig im Rahmen einer gesunden Ernährung empfohlen: Um Übergewicht sowie chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauf-Leiden entgegenzuwirken. Ihr Nährwert wird allerdings häufig nicht erkannt oder unterschätzt, erklären die Vereinten Nationen. Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hat gemeinsam mit Regierungen, nicht-staatlichen Organisationen und anderen gesellschaftlichen Gruppen im Jahr 2016 die Aufgabe übernommen, mehr Bewusstsein für die Vorteile der Hülsenfrüchte zu schaffen.

In Entwicklungsländern werden Hülsenfrüchte in erster Linie von Kleinbauern angebaut. Sie gehören zu den ältesten Kulturpflanzen und können auch auf kleinen Anbauflächen große Erträge liefern. Die Pflanzen der Familie der Schmetterlingsblütler (die Pflanzen der Hülsenfrüchte), botanisch Leguminosen, besitzen eine für die Landwirtschaft sehr wichtige Eigenschaft: Sie gehen eine Symbiose mit Bakterien ein, die in ihren Wurzeln Stickstoff aus der Luft anreichern und dafür Nährstoffe erhalten. Auf diese Weise erhöht sich die Bodenfruchtbarkeit, und eine nachhaltige Landwirtschaft wird unterstützt. Die Vereinten Nationen möchten mit ihrer Initiative die weltweite Produktion und den Handel mit Hülsenfrüchten fördern. So sollen zum Beispiel Landwirte unterstützt werden, Fruchtfolgen besser auszunutzen.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
Alles zu Hülsenfrüchten von der Verarbeitung über die Kennzeichnung und dem gesundheitlichen Nutzen gibt es unter:

http://www.was-wir-essen.de/abisz/huelsenfruechte_soja_keimlinge.php

FAO-Seite: http://www.fao.org/pulses-2016/en/

Alan Larch

Oetker Collection hat Alan Larch zum neuen Executive Chef von Fregate Island Private ernannt. Wayne Kafcsak, Managing Director des Seychellen-Paradieses: „Mit großer Freude heißen wir Alan auf der Insel willkommen. Er bereichert unseren kulinarischen Ruf ungemein. Alan hat bereits in Restaurants mehrerer Privatinseln gearbeitet und wird sicherlich zum Erfolg unserer exotischen Küche beitragen.“

Über 20 Jahre weltweite Erfahrung
Nach seiner Ausbildung in einigen von Londons namhaftesten Fünf-Sterne-Hotels wie The Royal Horseguards machte sich Alan Larch auf, um die Welt kulinarisch zu erforschen. Sein Weg führte ihn dabei nach Südafrika, Südostasien und in die Karibik. Seine letzte Station war für vier Jahre das Fairmont Royal Pavilion Hotel in Barbados. Damit hat Alan Larch als Chef mehr als 20 Jahre Erfahrung im Gepäck, zehn davon in leitender Funktion sowohl in unabhängigen Hotels als auch in den Küchen großer Luxus-Ketten.

Exotische Küche
Die eigene Plantage von Fregate Island Private liefert Gästen Tag für Tag frische Früchte und knackiges Gemüse. Beste Produkte wachsen auch im umliegenden Dschungel. Die Bäume hängen voller Früchte, und für die gewisse Note werden exotische Gewürze, Cashewnüsse, Vanille und Tamarinde geerntet.
Die Gäste sind herzlich eingeladen, den gemächlichen Rhythmus des Insellebens zu übernehmen, um sich nicht als Besucher, sondern als Teil des Ganzen zu fühlen. Täglich können sie Fische und Meeresfrüchte aus dem Tagesfang und Gemüse aus der Plantagenernte wählen, die der Küchenchef dann mit Liebe für sie zubereitet.

Die Küche von Fregate Island Private zeichnet sich durch die extreme Frische und Qualität der reichen Landwirtschaft aus. Ein eigenes Agrar-Team unter Executive Chef Alan Larch arbeitet Tag für Tag an der Perfektionierung der Produkte.

Alan Larch: „Wir züchten über 120 Sorten von Gemüse, Früchten, Gewürzen und Kräutern. Der Geschmack der selbst angebauten Kräuter, der Duft von frischem Kaffee und Tamarinde sind ein Hochgenuss für die Sinne.“

Jederzeit, überall
Auf Fregate Island Private können Gäste speisen, wo auch immer sie wollen. Jedem Ort auf der Insel wohnt ein eigener Zauber inne.

Gerichte werden – neben den Restaurants und Bars – auch im Yachtklub oder im Baumhaus in einem der ältesten und größten Banyanbäume der Insel serviert. BBQ, Frühstück, Mittag- und Abendessen gibt’s auf Wunsch auch an einem der wunderbaren Strände. Im Rahmen von „Sunset Cruise“ und „Sashimi Picnic“ werden Köstlichkeiten auf hoher See gereicht, und am Mont Signal, dem höchsten Punkt von Fregate, genießen Gäste die besten Cocktails der Seychellen.

Natürlich kümmern sich die Teams auch mit Freude um jede Art von kulinarischem Arrangement in der zauberhaften Abgeschiedenheit der privaten Residenzen…

www.oetkercollection.com/fregate-island-private

Kulinarisches Kino der Berlinale

Dänischer Dokumentarfilm ‚Good Things Await‘ markiert den Auftakt des

Am Sonntag, den 8. Februar wird der Dokumentarfilm Good Things Await (deutscher Titel: Viel Gutes erwartet uns) der Regisseurin Phie Ambo (Free the Mind) das Kulinarische Kino der diesjährigen Berlinale eröffnen. Good Things Await porträtiert den Landwirt Niels Stokholm, einer der letzten idealistischen Landwirte im Agrarland Dänemark. Seine Produkte gehören zu den weltweit besten, hochgelobt von den Abnehmern, geschätzt vom weltweit besten Restaurant – dem NOMA in Kopenhagen – und erzeugt in Harmonie mit dem Universum. Doch die Art, wie Niels seinen Hof im Einklang mit den Planeten und den Urinstinkten der Tiere führt, ist den Behörden ein Dorn im Auge. Sie drohen damit, ihm die Erlaubnis zur Viehhaltung zu entziehen, die Gebäude verfallen nach und nach, und ohne einen Nachfolger sieht Niels seine Existenz in Gefahr.

Der Landwirt Niels Stokholm und die Regisseurin Phie Ambo nehmen an der Filmvorführung am 8. Februar teil und stehen für Interviews zur Verfügung. Nach der Vorführung am 8. Februar wird der mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Koch Michael Hoffmann (ehemaliger Eigentümer des Restaurants Margaux in Berlin) ein vom Dokumentarfilm inspiriertes Menü im Gropius Mirror Restaurant servieren.

Niels Stokholm ist 79 Jahre alt und betreibt biodynamische Landwirtschaft in Thorshøjgård, nördlich von Kopenhagen in Dänemark. Er lebt auf dem Hof zusammen mit seiner Frau Rita, die ihn in jeglicher Hinsicht unterstützt. Das Ehepaar betreibt schon seit mehr als 30 Jahren biodynamische Landwirtschaft. Sie leiten den Bauernhof seit seiner Gründung nach dem Prinzip, dass der Mensch und die Erde in tiefer Verbindung zum Universum stehen. Alle praktischen Entscheidungen fällt Niels im Einklang mit der Natur und mit Rücksicht auf die Tiere. Zu jeder seiner Kühe, die alle einen Namen tragen, steht er in einem engen Verhältnis. Er benutzt einen Kalender für Aussaat und Anbau, der sich nach den Bewegungen der Sterne und Planeten richtet. Dadurch weiß er, wann der Boden gedüngt werden muss.

Aus diesen Methoden und Überzeugungen der biodynamischen Landwirtschaft heraus geht eines der feinsten und meist begehrten Gemüse weltweit hervor. Das beste Restaurant der Welt, das NOMA in Dänemark, sowie zahlreiche weltberühmte dänische Köche beziehen ihr Gemüse und Fleisch von Niels’ Bauernhof. Trotz dessen kämpft Niels gegen EU-Richtlinien und häufige Tierschutzkontrollen, zusätzlich zu Geldstrafen und Gerichtsverfahren, die den Fortbestand seines Hofes bedrohen. Niels und Rita haben keine Angestellten auf ihrem Hof. Sie geben sich mit freiwilligen Helfern zufrieden, die von Zeit zu Zeit aus eigener Initiative aus verschiedenen europäischen Ländern auftauchen. Ohne die Freiwilligen ist es schwierig für das Ehepaar, die Arbeit auf dem Hof zu bestreiten, während sie gleichzeitig in einem festgefahrenen Kampf gegen die Behörden stehen, um die Existenz ihres Hofes zu sichern.

Vorführtermine während der Berlinale:
Sonntag, 8. Februar 2015, 19:30 Uhr, Kino im Martin-Gropius-Bau
Freitag, 13. Februar 2015, 17:00 Uhr, Kino im Martin-Gropius-Bau

Vom 8.-13. Februar 2015 wird das Kulinarische Kino der Berlinale 13 neue oder kürzlich erschienene abendfüllende Filme über Lebensmittel und Ökologie präsentieren, Menüs von europäischen Küchenchefs servieren und die Beziehungen zwischen Lebensmitteln, Kultur und Politik diskutieren.

Eintrittskarten für das Kulinarische Kino werden ab dem 2. Februar 2015 um 10:00 Uhr an den zentralen Verkaufsstellen in den Arkaden auf dem Potsdamer Platz, im Kino International, im Haus der Berliner Festspiele, in der Audi City Berlin und online auf www.berlinale.de verkauft.

Good Things Await (deutscher Titel: Viel Gutes erwartet uns) kommt am 19. März 2015 in die deutschen Kinos.

STADT LAND FOOD

Gutes Essen ist ein Fest. Gutes Essen bekommt ein Festival.

Vom 2. bis 5. Oktober verwandelt das erste Stadt Land Food-Festival den Kiez rund um die Kreuzberger Markthalle Neun in ein großes Kulturfest für alle Sinne. Im Fokus des vielfältigen Programms für die ganze Familie steht die Frage nach der globalen wie lokalen Zukunft unserer Lebensmittel.

„Stadt Land Food versteht sich als Schnittstelle zwischen Stadt und Land, zwischen Bauern, Produzenten, Köchen und Konsumenten – immer unter Betrachtung der ethischen, ökologischen und ökonomisch fairen Voraussetzungen der Lebensmittelproduktion“, beschreibt Florian Niedermeier, einer der Geschäftsführer der Markhalle Neun und Mit-Initiator von Stadt Land Food die Idee des Festivals im Gourmet Report Gespräch. „Die Rückbesinnung auf eine bäuerliche Landwirtschaft und handwerkliche Lebensmittelproduktion spielen dabei eine sehr wichtige Rolle.“

Programm-Highlights
Davon kann man sich unter anderem auf dem großen Produzentenmarkt und dem Streetfood-Festival überzeugen, wo über 100 Händler kulinarische Highlights präsentieren. In insgesamt neun Werkstätten kann sämtliches Lebensmittelhandwerk von der Bäckerei, Käserei, Brauerei bis hin zur Wein-, See-  und Bergverkostung und zur Wurstwerkstatt erlebt werden. Auch etwa 30 umliegende Kneipen werden eingebunden und zum Schauplatz von Verkostungen, Lesungen, Kunstinstallationen und Diskussionen.

Auf dem Wir-haben-es-satt-Kongress der gleichnamigen Kampagne vom Agrarbündnis Meine Landwirtschaft (Demeter, BUND, Sarah-Wiener-Stiftung, Slow Food u.v.a.m.) diskutieren und erarbeiten Experten und Publikum in Workshops, Seminaren und Arbeitsgruppen die wichtigsten Themen für eine agrarpolitische Wende.

Auch filmisch wird das Thema Essen im Festival beleuchtet: So zeigt das Eiszeit Kino eine Auswahl der Filme des Kulinarischen Kino der Berlinale, in andernen Spielstätten werden eine außergewöhnliche Filmreihe in Kooperation mit dem dokumentART-Festival in Neubrandenburg, die Filme des Kurzfilmwettbewerbs “Trilogie8 – Stadt isst Land” sowie eine Folge aus Lola Randls (“Die Erfindung der Liebe”) charmanter Doku-Serie „Landschwärmer“ (WDR/Einsfestival) gezeigt.

Der engen Verbindung zwischen Musik und Kochen wird Johannes Paetzold (Radioeins, Petzolds Pop Cuisine) drei Tage lang im Auster Club auf die Spur gehen. Bei der Record Release Party des Londoner DJs und Cevicheria-Besitzers Martin Morales kann man kann den Abend bei Musik und einem guten Drink ausklingen lassen.
Mit einem umfangreichen Kinderprogramm lernen die jungen Gäste spielerisch, wieder ihr Bewusstsein für Lebensmittel zu schärfen. So kann z.B. im Kochatelier der Festival-Kita vom Kartoffeldruck bis zum Einkochen das Programm selbst mitgestaltet werden.

STADT LAND FOOD
Festival für gutes Essen und gute Landwirtschaft!
2. bis 5. Oktober rund um die Markthalle Neun

www.stadtlandfood.com

Kassel rettet Lebensmittel

Kartoffel zu knubbelig? Karotte ohne Idealmaß? Ab damit in den Müll? „Das geschieht im Alltag leider zu oft“, weiß Dr. Ursula Hudson von der weltweiten Bewegung „Slow Food“: Allein in Deutschland werden elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Jahr weggeworfen „Dies bedeutet eine nicht zukunftsfähige und ethisch nicht verantwortbare Vergeudung von Ressourcen, wie Böden, Energie, Lebewesen, aber auch menschliche Arbeitskraft. Hier müssen wir alle gemeinsam neue Wege beschreiten, um dies zu ändern und die Lebensgrundlagen für die kommenden Generationen zu sichern. Jeder einzelne von uns kann dazu beitragen.“, sagt Hudson. Ein Aktionstag in der Kasseler Innenstadt setzt sich daher für die Wertschätzung von regionalen und „verschmähten“ Lebensmitteln ein. Die Initiatoren möchten Verbraucherinnen und Verbraucher dafür sensibilisieren, das eigene Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen. Jedes achte gekaufte Lebensmittel das wir kaufen, landet im Müll. Gemüse zählt zu den am meisten verschwendeten Lebensmitteln. Der Aktionstag „Kassel rettet Lebensmittel!“ am 13. September 2014 rückt speziell das Nachtschattengewächs Kartoffel ins Licht der Aufmerksamkeit.

Die Veranstaltung wird organisiert von Slow Food Deutschland e.V. in Kooperation mit dem Bundesverband Deutsche Tafel. Sie ist Bestandteil der Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Slow Food Deutschland und die Tafeln engagieren sich im Rahmen der Initiative bereits seit fast zwei Jahren mit Aktionen in verschiedenen Städten Deutschlands. Gemeinsames Ziel: Verbraucherinnen und Verbraucher zu motivieren, die Bedeutung von Lebensmitteln, Kochen und Essen für die eigene Lebensqualität wertzuschätzen.

Am 13. September wird auf dem Königsplatz in Kassel um 12 Uhr eine lange Tafel aufgebaut – an dieser sind Besucherinnen und Besucher dazu eingeladen, nach Lust und Laune Gemüse zu schälen, zu schnippeln und natürlich auch zu kosten. Kartoffeln und Gemüse werden am Vortag bei Bauern in der Umgebung von Kassel gesammelt. Aktionskoch Wam Kat und sein Team der Fläming Kitchen zeigen, dass das Aussehen nicht über den Geschmack entscheidet. Aus dem „verschmähten“ und aussortierten Gemüse wird ein köstlicher Eintopf. Bei Tischgesprächen informieren Expertinnen und Experten zu den vielfältigen Aspekten eines nachhaltigen Umgangs mit Gemüse und Kartoffeln: Fragen wie „Was ist ein gutes Lebensmittel“ werden beantwortet und Hinweise zum richtigen Lagern, Konservieren und Verarbeiten gegeben. Zudem erhalten die Gäste raffinierte Koch- und Einkaufstipps.

„Erntetour“ bereits am 12. September
Wer sich noch intensiver mit dem Thema auseinandersetzen möchte, ist dazu eingeladen, bereits am Vortag mit auf „Erntetour“ zu kommen. An unterschiedlichen Stationen wie der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen in Grebenstein, dem BioHof Groß in Homberg-Mühlhausen und dem Gut Halbersdorf in Spangenberg wird Halt gemacht. Dort wird „nicht marktfähiges“ Gemüse für den Aktionstag eingesammelt. Auch auf der „Erntetour“ steht die Kartoffel im Fokus – informiert wird über ihre Lagerung und Weiterverarbeitung nach der Ernte.

Für die „Erntetour“ wird um Anmeldung gebeten unter: projektbeauftragte@slowfood.de. Die Teilnahme an der Rundfahrt mit dem Bus ist kostenlos, Start- und Endpunkt ist Kassel.

Zu gut für die Tonne!
Wie sich Lebensmittelabfälle reduzieren lassen, zeigt die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Akteure aus Industrie, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sowie Verbraucherverbände, Kirchen und NGOs unterstützen die Initiative. Unter www.zugutfuerdietonne.de finden sich Tipps zu Lebensmittellagerung und -haltbarkeit, Fakten zur Lebensmittelverschwendung sowie Rezepte für beste Reste.

Kochen mit Martina und Moritz

WDR Fernsehen, Samstag, 26. April 2014, 17.20 – 17.50 Uhr in HD

Moderation: Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer

Niedersächsische Küche – von bäuerlich-schlicht bis höfisch-fein
Diesmal machen die beiden WDR-Fernsehköche Martina und Moritz auf ihrer kulinarischen Tour durch deutsche Regionen in Niedersachsen halt. Das nach Bayern zweitgrößte Bundesland zwischen Ostfriesland und der Nordsee bis in den Osten hinein nach Thüringen hat so auch eine große Bandbreite von Spezialitäten. Sie reichen von sehr bodenständigen, bäuerlichen Gerichten bis zu feinen Rezepten aus der bürgerlichen, fast schon höfischen Küche. Häufig werden in dieser Küche sämtliche Zutaten verwertet, die die Landwirtschaft zu bieten hat. Martina und Moritz haben darunter wunderbare Köstlichkeiten entdeckt: ein würziger Brotaufstrich aus Harzer Roller, den Schnüsch, eine kunterbunte Gemüsesuppe, in der Milch eine Rolle spielt. Sie servieren ein feines Ragout aus Kalbszunge mit Madeira und einen saftigen Heidschnuckenbraten mit Wacholdercremesauce. Zum Dessert zaubern die beiden noch einen Flammeri aus Buchweizen.

Redaktion: Klaus Brock

www.martinaundmoritz.wdr.de