Fast-Food oder Feinkost – Wie kocht Deutschland?

Die große Samstags-Dokumentation: „Fast-Food oder Feinkost – Wie kocht Deutschland?“ – Am 24. April um 20.15 Uhr bei VOX

Im Jahr 2009 lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Tiefkühlkost bei 39,3 Kilogramm*. Sich schnell und bequem mit Essen versorgen zu können, betrachten die Deutschen heutzutage als selbstverständlich. In der großen Samstags-Dokumentation „Fast-Food oder Feinkost – Wie kocht Deutschland?“ (am 24. April um 20.15 Uhr bei VOX) macht SPIEGEL TV eine kulinarische Reise durch die Höhen und Tiefen der modernen Ernährung. Einblicke in die Lebensmittelindustrie liefern u.a. Fernsehköche wie VOX-„Küchenchef“ Ralf Zacherl, Johann Lafer und Christian Rach.

1954 erfand der Amerikaner Gerry Thomas das „TV-Dinner“, eine tiefgefrorene Mahlzeit in Alu-Schale, die man nur noch erhitzen musste. Von den USA aus eroberte das Fertiggericht Europa. Auch in Deutschland änderten sich in den 50er Jahren die Essgewohnheiten: Die Dose wird vom Tiefkühlessen abgelöst, statt Mutters Sonntagsbraten gibt es die schnelle Mahlzeit auf der Straße.

In den 90er Jahren traten Fertiggerichte und arbeitserleichternde Essenszutaten in Deutschland einen wahren Siegeszug an. Rund ein Fünftel aller Deutschen nutzt laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung aus dem Jahr 2001 nahezu jede Möglichkeit, die ihnen die Nahrungsmittelindustrie und Schnellgastronomie zur Zeitersparnis bietet. In einer europaweit angelegten Studie aus dem Jahr 2008 schaffen es die Deutschen beim Verzehr von Fastfood sogar an die Spitze. Der schnelle Genuss zwischendurch ist hierzulande akzeptiert. Selbst gesundheitsbewusste Esser konsumieren Convenience-Produkte: Mischsalate, Tiefkühlgemüse oder gekühlte Teigware. „Ich glaube, dass viele Erwachsene sich vor einem Fisch im Ganzen scheuen und das speichern die Kinder ab. Ein Fischstäbchen ist in der Regel grätenfrei und das ist es, was man liebt. Im Prinzip ist es halt auch nur wie Chicken McNuggets mit irgendeiner Fertigsoße“, meint Christian Rach.

Seit Anfang dieses Jahrtausends stellen Konsumforscher aber einen neuen Trend in deutschen Küchen fest: Die Kochlust kehrt zurück. Ein Grund dafür ist der anhaltende Boom der Fernsehkochshows**. Hinzu kommt die Neigung, sich in Zeiten einer Wirtschaftskrise lieber zu Hause zu beschäftigen und zu kochen, anstatt ins Restaurant zu gehen. Nur diejenigen, die die Krise hart getroffen hat und die den Gürtel enger schnallen müssen, greifen im Supermarkt wieder verstärkt zu günstigen Convenience-Produkten. Aber wie wird das Fastfood gemacht und was sind die heimlichen Helfer der modernen, schnellen Küche? Ernährungsexperten wie Udo Pollmer, Feinschmecker-Chefredakteurin Madeleine Jakits und Restaurantkritiker Wolfram Siebeck decken in der großen Samstags-Dokumentation „Fast-Food oder Feinkost – Wie kocht Deutschland“, am 24. April um 20.15 Uhr, Wahrheiten auf, die nur schwer zu verdauen sind.

* Quelle: Deutsches Tiefkühlinstitut
** Quelle: Gesellschaft für Konsumforschung (2007)

Die Deutschen mögen es beim Essen klassisch

Die Deutschen mögen es beim Essen klassisch

Die meisten Deutschen bevorzugen drei Hauptmahlzeiten und ein warmes Mittagessen.

Die meisten Deutschen ernähren sich traditionell mit drei Hauptmahlzeiten und einem Snack am Nachmittag, hat die Studie „Essen und Trinken in Deutschland“ der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gezeigt. Jüngere Menschen hingegen essen öfter unterwegs und unregelmäßig, wenn sie Hunger oder Durst und gerade Zeit haben.

Unter der Woche beginnen knapp vierzig Prozent der Deutschen den Tag zwischen acht und neun Uhr morgens mit einem Frühstück. Das Mittagessen ist für einen Großteil der Befragten eine warme Mahlzeit und wird überraschend häufig zu Hause verzehrt. Nur knapp ein Viertel, überwiegend berufstätige Frauen, bevorzugt kalte Speisen. Am Nachmittag nehmen viele Menschen eine kleine Stärkung zu sich. Bei Älteren kommt ganz klassisch Kaffee und Kuchen auf den Tisch, während die jüngere Generation gerne zum Donat oder Muffin greift. Häufig wird das Gebäck mit einem „Coffee-to-go“ unterwegs verzehrt. Vielen reicht aber auch ein Schokoriegel. Knapp die Mehrheit der Befragten isst abends eine kalte Brotzeit. Immer mehr Berufstätige legen aber Wert auf ein warmes Abendessen, erklären die Marktforscher. Für die Studie befragten sie mehr als 4.500 Verbraucher ab 16 Jahren zu ihren Ernährungsgewohnheiten.

Chips beim Fernsehen, Süßes vor dem PC

Chips beim Fernsehen, Süßes vor dem PC

Beim Frühstück bevorzugen Deutsche Brot und Brötchen, Marmelade, Honig oder Schokocreme.

Viele Menschen essen vor dem Computer Süßigkeiten, während vor dem Fernseher salzige Knabbereien gefragt sind. So lautet ein Fazit der Studie „Essen und Trinken in Deutschland“ der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Für die Untersuchung wurden mehr als 4.500 Verbraucher ab 16 Jahren zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt.

Zum Frühstück greifen die Deutschen bevorzugt zu Brot und Brötchen, Marmelade, Honig oder Schokocreme. Bei rund zehn Prozent kommen auch Käse, Wurst oder Cerealien auf den Tisch. Während der morgendlichen Mahlzeit informiert sich ein Großteil der Bürger mit Zeitung und Hörfunknachrichten über das aktuelle Tagesgeschehen. Nur ein Drittel unterhält sich am Frühstückstisch. Beim Mittag- und Abendessen hingegen spielen Gespräche mit der Familie beziehungsweise den Arbeitskollegen eine wichtige Rolle.

Mehr als ein Drittel der Deutschen lässt sich beim Abendessen vom Fernsehprogramm berieseln. Wer auch in den Stunden danach vor dem Bildschirm sitzt, greift nicht selten zu Naschereien. In sechzig Prozent aller Fälle, in denen Salziges geknabbert wird, läuft auch der Fernsehapparat. Bei Schokolade sind es 36 Prozent und bei Pizza immerhin 32 Prozent. Vor dem Computer hingegen werden Schokolade und Zuckerwaren bevorzugt.

Dabei kann auch Rohkost wie Gurke und Paprika mit Quark-Dip oder klein geschnittenes Obst den Fernsehabend versüßen, empfiehlt der aid infodienst.

In diesem Jahr wird mehr Entenfleisch gekauft

In diesem Jahr wird mehr Entenfleisch gekauft

Vor allem Tiefkühlware ist gefragt

In diesem Jahr greifen Verbraucher häufiger zu Entenfleisch. Bereits im Oktober lagen die Einkaufsmengen höher als im Vorjahr, berichtet Marktinfo Eier & Geflügel (MEG). In diesem Monat haben deutsche Haushalte knapp 2.500 Tonnen Entenfleisch gekauft, zitiert MEG Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung. Das sind rund fünf Prozent mehr als im Oktober 2008. Der Verzehr von Tiefkühlware hat sogar um knapp vierzehn Prozent auf rund 1.700 Tonnen zugenommen. Frisches Entenfleisch hingegen war weniger gefragt. In diesem Jahr müssen Feinschmecker für das leckere Geflügel etwas tiefer in die Tasche greifen: Frische Ware kostete im Oktober 4,27 Euro pro Kilogramm – 22 Cent mehr als im Jahr 2008. Gefrorene Enten waren für einen Kilogrammpreis von 2,90 Euro erhältlich. Das sind 12 Prozent mehr als im Vorjahr.

Blanchet ist die bekannteste Weinlinie Deutschlands

Blanchet ist bekannteste Weinlinie Deutschlands

Neue GfK-Studie belegt Spitzenposition

Blanchet ist mit Abstand die bekannteste Weinlinie Deutschlands: Das belegt eine repräsentative Studie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die im Mai 2009 durchgeführt wurde.

56,1 % – mehr als die Hälfte der Deutschen über 16 Jahre – kennen nach dieser neuen Umfrage Blanchet. Mit diesem hohen Wert setzte sich die Weinlinie aus dem Hause Racke mit weitem Abstand als bekanntester Wein an die erste Position. Die gestützte Umfrage nannte den Teilnehmern mit rund 40 Weinen alle wichtigen Namen der Weinbranche. In der wichtigen Zielgruppe der Weintrinker war der Bekanntheitswert von Blanchet mit 69,5 % noch einmal signifikant höher, was ebenfalls Platz eins unter allen Weinen bedeutete.

Aber auch in der ungestützten Abfrage, die den Probanden keine Weine vorgab, konnte sich Blanchet mit einem Bekanntheitsgrad von 19,4 % bei den Weintrinkern Deutschlands auf Platz eins im Popularitätsranking behaupten.

Die Studie basiert auf einer repräsentativen Stichprobe mit rund 3000 Befragten, welche die gesamte deutsche Wohnbevölkerung ab 16 Jahren abbildet.

Über Blanchet:
Seit seiner Markteinführung im Jahre 1988 hat Blanchet eine einzigartige Erfolgsstory erlebt. Kein anderer Wein hat ein solches Vertrauen bei den deutschen Verbraucher aufgebaut wie die Blanchet Linie, von der rund 11 Millionen Flaschen jährlich verkauft werden.
Die trockenen Blanchet Weine umfassen heute 9 verschiedene Rebsortenweine aus verschiedenen Ländern und bieten damit eine breite Auswahl für jeden Geschmack. Besonders profiliert hat sich Blanchet als Wein für die moderne, leichte Küche.

Einkauf im Supermarkt

Einkauf im Supermarkt

Viele Käufer entscheiden spontan

Ein Großteil der Kunden fällt erst im Geschäft die Entscheidung, welche Produkte im Einkaufswagen landen. Das hat eine Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ergeben, an der mehr als 800 Konsumenten über 18 Jahren teilnahmen. Die Verbraucher wurden beim Betreten von Supermärkten, Discountern und Drogerien zu ihren Kaufabsichten und an der Kasse zu ihren tatsächlichen Einkäufen interviewt. Im Fokus standen 27 Warengruppen von Produkten des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel und Hygieneartikel.

Das Ergebnis: Knapp siebzig Prozent der Kaufentscheidungen werden spontan vor dem Supermarktregal getroffen. Nur jeder dritte Verbraucher plant seine Einkäufe und hat einen Einkaufszettel in der Tasche oder zumindest im Kopf. Vor allem für Ältere und in großen Geschäften ist der Zettel eine wichtige Orientierungshilfe. Zudem informiert sich etwa die Hälfte der Kunden vor dem Einkauf durch Werbeprospekte über aktuelle Angebote. Wer das Geschäft mit einer festen Vorliebe für bestimmte Marken betritt, kauft doppelt so häufig gezielt ein. Das ist aber nur bei knapp einem Drittel der Kunden der Fall. Rund vierzig Prozent der Produkte werden erworben, obwohl es vorher nicht beabsichtigt war.

Fisch und Meeresfrüchte: So begehrt wie nie zuvor

Der Trend hält an: Auch im Jahr 2006 verzehrten die Verbraucher in Deutschland mehr Fisch und Meeresfrüchte als im Jahr zuvor. Laut Fisch-Informationszentrum (FIZ) in Hamburg waren es 15,5 Kilogramm Fanggewicht pro Person und damit 700 Gramm mehr als 2005. Diese Zahlen umfassen den Fischverzehr zu Hause und Außer-Haus. Für das aktuelle Jahr erwarte die deutsche Fischwirtschaft weitere Zuwächse, teilt das FIZ mit.

Spitzenreiter beim Fischkonsum sind nach wie vor Seefische. Die Liste führt der Alaska-Seelachs an, mit sinkendem Anteil folgen Hering, Lachs und Tunfisch. Insgesamt machen diese vier Arten bereits über 65 Prozent des Fischverbrauchs aus. Weiterhin herrscht eine klare Vorliebe für die tiefgekühlte Ware. Frischfisch rangiert hingegen erst auf dem vierten Platz, während Fischkonserven und Marinaden sowie Krebs- und Weichtiere die Positionen 2 und 3 belegen.

Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge haben die Haushalte 387.000 Tonnen Fisch und Meeresfrüchte im Jahr 2006 gekauft und dafür mehr als 2,5 Milliarden Euro ausgegeben. Der Wert der Fischeinkäufe ist somit gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dieser Trend hat sich auch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres fortgesetzt.
„Die Haushalte sparen nicht beim Fischeinkauf!“, folgert Jürgen Marggraf, Vorstand des FIZ, aus diesen Zahlen.

Bio-Zwiebeln

Bio-Zwiebeln punkten bei den Verbrauchern

Bio-Zwiebeln, die innerhalb des Bio-Gemüsesortiments den dritten Platz in der Verbrauchernachfrage hinter Möhren und Tomaten einnehmen, landen in immer größeren Mengen in den Einkaufskörben der Konsumenten. Nachdem es bereits 2005 ein Wachstum um fast ein Fünftel gegeben hatte, sind die Einkäufe der Privathaushalte in Deutschland 2006 um weitere 24 Prozent gestiegen.
Bio-Zwiebeln punkten bei den Verbrauchern

Damit erreichten Bio-Zwiebeln im vorigen Jahr einen Anteil von 2,7 Prozent an den gesamten Zwiebelkäufen in Deutschland nach 2,1 Prozent in 2005. 20 Prozent der Bio-Zwiebeln wurden 2006 über Discounter vermarktet, so die Daten der ZMP/CMA-Marktforschung auf Basis des Haushaltspanels der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Nürnberg. 2005 lag der Vermarktungsanteil erst bei drei Prozent. Der Anteil des übrigen Lebensmitteleinzelhandels betrug 41 Prozent. Der Bio-Fachhandel konnte wie auch der Direktabsatz noch Vermarktungsanteile von 16 beziehungsweise 18 Prozent erzielen.
Quelle: www.zmp.de/agrarmarkt/branchen/oekomarkt/meldung_08.asp

Tomaten mit Mozzarella

Tomaten, Mozzarella und frisches Basilikum – diese klassische
Sommerspeise aus Italien bereiten die Verbraucher in Deutschland
offensichtlich auch gerne zu Hause zu. In den Sommermonaten jedenfalls
schnellen die Einkaufsmengen von frischen Tomaten und dem saftigen weißen
Käse rasant in die Höhe.

In der Zeit von Mai bis August sind die monatlichen Einkäufe von Tomaten und
Mozzarella teilweise doppelt so hoch wie in anderen Monaten des Jahres. Und
sowohl bei Tomaten als auch bei Mozzarella entfallen rund 43 Prozent der
jährlichen Gesamteinkäufe auf nur diese vier Monate.

Insgesamt kaufte ein Privathaushalt in Deutschland 2005 durchschnittlich
rund 900 Gramm Mozzarella, ähnlich viel wie in 2004, so die Daten der
ZMP/CMA-Marktforschung auf Basis des Haushaltspanels der Gesellschaft für
Konsumforschung (GfK), Nürnberg. Fast 400 Gramm besorgte ein Haushalt allein
in der Zeit von Mai bis August, das waren gut 2 Prozent mehr als im Sommer
2004.

Die Tomatenkäufe pro Haushalt beliefen sich im vorigen Jahr auf rund 10,7
Kilogramm, das waren 1,5 Prozent weniger als 2004. Nahezu 4,7 Kilogramm
davon wurden in der Zeit von Mai bis August gekauft. Das waren zwei Prozent
weniger als im Vorjahreszeitraum, in dem es Tomaten ungewöhnlich reichlich
und günstig gegeben hatte.
Quelle: www.zmp.de