Die Schlehe ist reif

Frost macht die Wildfrüchte milder

Wer im Spätherbst entlang von Wäldern spaziert, kann die
stahlblauen Früchte der Schlehe entdecken. Besonders schmackhaft ist
das Wildobst erst nach den ersten Frösten. Denn durch die Kälte wird
ein Teil der bitter schmeckenden Gerbstoffe abgebaut. Die säuerlichen
Früchte sind gut für Marmelade, Kompott, Fruchtsaft, Wein und Likör
geeignet und lassen sich mit milden Obstsorten wie Äpfeln und Birnen
kombinieren.

Die Schlehe (/Prunus spinosa/) wird auch Schlehdorn, Hecken- oder
Schwarzdorn genannt und gehört zur botanischen Familie der
Rosengewächse. Der dornenreiche Wildstrauch wächst in ganz Europa an
Wald- und Wegesrändern, an felsigen Hängen und angepflanzt in
Hecken. Er bevorzugt einen sonnigen Standort und kalkhaltige Böden.
Auffällig sind die schwarze Rinde und die rotbraun gefärbten, fein
behaarten Zweige. Die weißen Blüten erscheinen im April noch vor den
Blättern und verströmen einen feinen Mandelduft. Für Bienen und
Schmetterlinge sind sie im zeitigen Frühjahr eine wichtige
Nahrungsquelle. Von den Früchten ernähren sich rund 20 Vogelarten
wie zum Beispiel Meisen und Grasmücken. Der seltene Neuntöter
brütet gerne im Schlehenbusch und spießt auf den Dornen Insekten und
andere Beutetiere auf.

Die Früchte haben eine zusammenziehende Wirkung und werden in der
Naturheilkunde bei Harnwegserkrankungen und Verdauungsstörungen
angewendet. Außerdem sollen sie den Appetit anregen und müde Geister
wecken. Für den Energiekick empfahl schon Hildegard von Bingen, fünf
Esslöffel Schlehensaft in einem Glas Wasser schluckweise zu trinken.
Ein Tee aus den Blüten hilft nach dem Volksmund bei
Erkältungserkrankungen. Inhaltsstoffe der Schlehe sind unter anderem
Flavonoide, Vitamin C und B1, Magnesium sowie Gerb- und Bitterstoffe.

Die Erntezeit beginnt je nach Witterung meist Ende Oktober und kann
bis in den Dezember hinein andauern. Wer die ersten Fröste nicht
erwarten kann, legt die Früchte über Nacht in die Gefriertruhe. Sie
sollten aber ausgereift sein. Zum Schutz vor den Dornen sind bei der
Ernte Handschuhe zu empfehlen. Übrigens sollten ein paar Früchte am
Baum bleiben, da sie Säugetieren und Vogelarten im kargen Winter
Nahrung bieten.

Heike Kreutz, www.aid.de

Wie gesund ist Rhabarber?

Dr. Susanne Fink-Tornau, Ernährungsberaterin und Ökotrophologin beim Reformwarenhersteller Natura

„Von April bis Juni dauert die Rhabarbersaison. Das Stangengemüse ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie Vitamin C und K, Eisen, Kalium und Phosphor. Während Eisen und Vitamin K unter anderem die Blutbildung unterstützen, wirkt Kalium verdauungsfördernd und entwässernd. Doch leider enthält Rhabarber auch den Inhaltsstoff Oxalsäure. Diese geht mit wichtigen Mineralstoffen wie etwa Calcium Verbindungen ein, welche die Darmschleimhaut nicht aufnehmen kann und größtenteils unverdaut ausscheidet. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass sie zu Nieren- oder Blasensteinen führen. Wer unter entsprechenden Erkrankungen, Gicht oder Rheuma leidet, sollte daher lieber auf Rhabarber verzichten. Allen anderen rate ich, die Stangen vor dem Verzehr zu erhitzen, da dies die Wirkung der Oxalsäure abschwächt. Anschließend das Kochwasser mit der gelösten Säure wegschütten. Dadurch erhalten die Stangen zudem einen milderen Geschmack. Kein Wunder also, dass Rhabarber vor allem in Form von Kuchen, Marmeladen oder Kompott auf den Tisch kommt. Da alle Varianten viel Zucker enthalten, helfen alternative Süßungsmittel wie Stevia, Kalorien zu sparen. Zusätzlich empfehle ich Vanille- oder Kokosblütenzucker, die sehr gut mit dem säuerlichen Geschmack des Rhabarbers harmonieren. Wer mag, fügt noch einen Hauch Ingwer oder Zimt hinzu. Zum Andicken von Kompott bieten sich Johannisbrotkernmehl oder Guarkernmehl aus dem Reformhaus an. Beide Bindemittel sind geschmacksneutral und lassen sich kalt anrühren. Die Kombination mit Joghurt oder frisch zubereiteter Vanillesoße sorgt für zusätzliche Calcium-Zufuhr.“

Weitere Informationen unter www.natura.de

Die vielen Seiten des Rhabarbers

Drei Gänge – ein Gemüse
 
Rhabarber in Suppen, als Beilage zu Fisch und klassisch als süßes Kompott. Das säuerlich schmeckende Gemüse hat viel zu bieten. 5 am Tag hat den Test gemacht und ein abwechslungsreiches Rhabarber-Menü zusammengestellt, mit dem ganz nebenbei beim Schlemmen auch noch drei der empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse zusammenkommen.
 
Ein Gemüse, das den Gaumen sowohl salzig als auch süß kitzeln kann – mit Rhabarber ist das eine einfache Übung. „Erfrischend, säuerlich, pikant, das sind die Eigenschaften, mit denen Rhabarber in der Zubereitung überzeugt, egal, ob herzhaft oder süß. Ich bin mir sicher, dass experimentierfreudige Köche viele überraschende Gerichte aus diesem unterschätzten Gemüse zubereiten können“, vermutet Sabine Lauxen, Sprecherin der von der EU unterstützten 5 am Tag-Kampagne.
 
Rhabarber in jedem Gang
„Rhabarber ist unglaublich vielseitig. Eine mehrgängige Mahlzeit lässt sich spielend leicht aus dem Gemüse zaubern“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Verena Räsener, die sich für 5 am Tag an den Herd gestellt und das perfekte Rhabarber-Drei-Gänge-Menü entwickelt hat. Wie wäre es als Vorspeise mit einem erfrischenden Rhabarbersüppchen? Dieses kombiniert Paprika, Rhabarber, Zwiebeln und Ingwer und verblüfft den Gaumen mit sommerlichem Geschmack.
 
Bei den Hauptspeisen punktet Rhabarber als Gemüsebeilage zu Fisch, entweder als Solist oder in Kombination mit anderem Gemüse. Sehr verführerisch duftet zum Beispiel Lachsfilet auf einem mit Zwiebel, Orange und Apfel verfeinerten Rhabarberbett.
 
Und als Nachspeise? Überzeugt knackiges Rhabarber-Erdbeer-Kompott mit frischer Minze an Vanillequark.
 
Rhabarber hat viel zu bieten
Rhabarber hat nicht nur einen außergewöhnlichen Geschmack, sondern enthält zudem Mineral- und Ballaststoffe. Die Ballaststoffe des Gemüses wiederum sorgen für eine geregelte Verdauung. Und das Extra-Plus für die Sommerfigur: 100 g Rhabarber hat weniger als 20 Kalorien. Ausprobieren lohnt sich also.
 
Das Drei-Gänge-Menü zum Nachkochen:
 
Vorspeise:
Fruchtig-frische Rhabarber-Paprika-Suppe

Zutaten für 4 Portionen:
600 g gelber Paprika
150 g Rhabarber
20 g Ingwer, frisch, fein gerieben oder gewürfelt
1 Zwiebel
2 EL Pflanzenöl, z. B. Rapsöl
50 ml Orangensaft
750 ml Brühe, z. B. Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer zum Würzen
 
Zubereitung:
Die Paprika waschen, putzen und in grobe Stücke schneiden. Rhabarber waschen, putzen und in 2-3 cm große Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und würfeln. Ingwer schälen und fein reiben.
 
Öl in einem Topf erhitzen und darin die Zwiebeln mit dem Ingwer glasig anschwitzen. Dann Paprika und Rhabarber zugeben und bei starker Hitze braun anrösten. Mit Orangensaft ablöschen, kurz reduzieren lassen und dann mit der Brühe auffüllen. Bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen.
 
Suppe mit einem Mixer fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
 
 
Hauptgang:
Schnelles Rhabarber-Gemüse zu knusprig-gebratenem Fischfilet

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Rhabarber
2 rote Zwiebeln
30 g Butter (oder Pflanzenöl)
220 ml Traubensaft
1 Apfel
1/2 Schale einer ungespritzten Orange
Salz, (roter) Pfeffer, Vanillepulver
4 Fischfilets (pro Person ca. 125 g), z. B. Lachs oder Makrele. Als Alternative: Entenbrust
10 g Butter zum Anbraten
Salz, Pfeffer, evtl. gekörnte Brühe
 
Zubereitung Rhabarber-Gemüse:
Rhabarber waschen, putzen und in 1 cm große Stücke schneiden. Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Streifen schneiden. Orange heiß abwaschen und Schale abreiben.
 
Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln glasig anschwitzen. Mit Saft ablöschen und ca. 5 Minuten offen einköcheln lassen.
 
Dann Rhabarberstücke, Apfel und Orangenabrieb zugeben, im geschlossenen Topf ca. 5 Minuten ziehen lassen Mit Salz, Pfeffer, einer Prise Vanille und nach Bedarf mit Gemüsebrühe abschmecken.
 
Zubereitung Fischfilet:
Fischfilet unter fließendem Wasser reinigen und anschließend trockentupfen. Verbliebene Gräten entfernen.
Butter in einer Pfanne erhitzen und Filets bei mittlerer Hitze pro Seite ca. 2 Minuten braten. Anschließend mit Salz und Pfeffer würzen.
 
 
Nachspeise:
Knackiges Rhabarber-Erdbeer-Kompott mit frischer Minze an Vanillequark

Zutaten für 4 Portionen:
500 g roter Rhabarber
2 EL Zucker
2 ungespritzte Orangen, deren Saft und etwas von der Schale (fein abgerieben)
300 g Erdbeeren
Frische Minzeblätter
500 g Magerquark
150 g Naturjogurt oder Saure Sahne
Vanille, gerieben oder als Pulver (Alternative: Vanille-Zucker)
2 EL Honig
 
Zubereitung Rhabarber-Kompott:
Rhabarber waschen, putzen und in 2-3 cm große Stücke (z. B. Rauten) schneiden. Erdbeeren waschen, putzen und vierteln. Orangen heiß abwaschen, etwas Schale abreiben und dann auspressen. Saft und Schale zur Seite stellen.
 
Saft und Zucker in einem Topf leicht erhitzen, Rhabarber dazugeben und mit geschlossenem Deckel ca. 5 Minuten ziehen lassen. Achtung: der Rhabarber soll schön knackig bleiben. Mit Vanillepulver abschmecken.
 
Nebenbei die Minze waschen und grob schneiden. Erdbeeren, Minze und eine Prise Vanillepulver zum leicht abgekühlten Rhabarber geben und alles vermengen. Einige Minuten durchziehen lassen.
 
Zubereitung Vanillequark:
Quark, Jogurt, Vanille und Honig cremig rühren. Nach Bedarf süßen.

Äpfel aus Deutschland – Für jeden Einsatz den passenden Spieler

Auf fast 900.000 Tonnen schätzt die Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI), unterstützt von zahlreichen Anbauberatern und Vertretern der Erzeugerorganisationen, die Apfelernte 2011. Unter dem Einfluss regionaler Nachtfröste fallen die Ernteaussichten sehr unterschiedlich aus. Der Bodensee und Sachsen melden eine gute bis sehr gute Erntemenge, während der Norden, der Nordosten, das Rheinland und auch teilweise die Neckar-Region unter herben Verlusten leiden. Die Hauptsorten Elstar mit einer Schätzung von 177.000 Tonnen und Jonagold mit 136.000 Tonnen zeigen zwar gegenüber 2010 einen Zuwachs von knapp 20 Prozent, sie können aber nicht annähernd an die Spitzenmengen vorangegangener Jahre anknüpfen.

Apfel ist nicht gleich Apfel – jede Sorte punktet auf ihre Weise

Äpfel sind so vielfältig einsetzbar, wie es Sorten gibt. Und weil Apfel nicht gleich Apfel ist, hat jede Varietät ihre Stärken, die es in der Küche auszuspielen gilt. Ob Kompott, Mus, Kuchen, Saft oder auf pikante Weise – für jeden Einsatz gibt es den perfekten Spieler. Und auch, ob der Apfel gekocht oder gebacken wird, macht einen Unterschied. Trotzdem sollten sich Experimentierfreudige nicht entmutigen lassen: Oft kommen durch Eigenkreationen und den spielerischen Einsatz der Baumfrüchte leckere und überraschende Geschmackskompositionen heraus!

Gegensätze ziehen sich an

Als Faustregel kann sich jeder Hobbykoch folgendes merken: In süßen Speisen wie Apfelschnee oder Apfelkuchen kommen säuerliche Sorten besser zum Ausdruck. Sie bringen ein frisches Aroma mit, das die süße Speise aufpeppt. In Frage kommen zum Beispiel Boskoop, Braeburn, Cox Orange, Gloster, Ingrid Marie und Jonagored. Zimt intensiviert übrigens das natürliche Aroma der Früchte.
Umgekehrt gilt: In pikanten Gerichten sind süße Sorten besser aufgehoben. In Rotkraut, als Füllung für den Schweinebraten beziehungsweise die Weihnachtsgans oder im Apfel-Speck-Eierkuchen sind unter anderem Gala, Golden Delicious, Idared, Jonagold, Pinova und Shampion bewährte Partner.

Tafel-, Back- und Kochäpfel

Äpfel werden, je nach Zubereitungszweck, in drei Kategorien eingeteilt: Tafel-, Back- und Kochäpfel. Doch es gibt reichlich Überschneidungen und zahlreiche Sorten sind auf vielfältigste Weise in der Küche einsetzbar – und schmecken vor allem frisch von der Hand in den Mund! Hinzu kommt der eigene Geschmack: Der eine nimmt Boskoop aufgrund seiner extremen Säure und herben Noten nur für Apfelkuchen und Bratapfel, ein anderer liebt gerade diese Aromen im Mund und verzehrt den großen Apfel mit der matten Schale vorzugsweise pur und unverarbeitet.

Empfehlungen für den Einsatz von Apfelsorten

Für Apfelkuchen eignen sich Varietäten, die ihre Form bewahren und dazu nicht allzu saftig sind, damit der Teig nicht zu sehr durchnässt. Empfehlenswert sind Boskoop, Jonagold und Elstar.
In Apfelkompott kommen am besten sehr saftige und bissfeste Sorten wie Idared und Elstar zur Geltung, denn bei Kompott wünscht sich der Hersteller, dass die Früchte nicht komplett zerfallen.
Genau dieser Effekt ist für Apfelmus jedoch erwünscht. Daher sollten Köche zu Früchten mit lockerem Fleisch greifen, da diese beim Kochen schnell zerfallen und das Pürieren leicht fällt. Wer keinen Pürierstab hat, nimmt einfach die Flotte Lotte. Als geeignete Sorten erweisen sich Braeburn und natürlich der Küchen-Klassiker Boskoop.
Der große Boskoop mit der festen Schale eignet sich natürlich auch perfekt für Bratäpfel. Das Füllen ist einfach und im Backofen bleibt er in Form. Alternativ empfehlen sich Gloster, Cox Orange und Elstar – natürlich aus heimischem Anbau.
Gedörrte Apfelringe sind leicht selbstgemacht. Hierfür kommen am besten Idared, Golden Delicious und – wen wundert’s? – Boskoop zum Einsatz.
In Salaten, sowohl pikanten mit grünem Salat als auch süßem Obstsalat, machen Tafeläpfel wie Braeburn und Jonagored eine gute Figur. Etwas Zitronensaft oder einige Stückchen Ananas verhindern das bräunliche Anlaufen der Äpfel. So bleibt der Salat auch optisch ein Genuss!

Donau kulinarisch

WDR, Freitag, 23.10. um 13:45 Uhr

Donau kulinarisch

Die Wachau – Von Linz bis Krems

In Österreich gilt die Wachau als Inbegriff für Gastronomie und erlesene Weine. Aber die reizvolle Gegend besitzt auch eine ganze Reihe von Kulturdenkmälern. Im Jahr 2000 wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Pöchlarn ist das Tor zur Wachau und die Geburtsstadt des großen österreichischen Malers Oskar Kokoschka. Ein Besuch der Stadt auf den Spuren des großen Malers stehen auf unserem Programm. 900 Meter oberhalb der Donau liegt die Benediktinerabtei Melk. Diese Hochstätte christlichen Glaubens beherbergt seit ihrer Gründung eine Gemeinschaft von Mönchen. Sie widmen sich heute nicht nur der spirituellen Erfahrung, sondern ihre Arbeit ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region. Die Bibliothek des Klosters ist eine der wertvollsten Österreichs, mit ihren über 100.000 Werken. Wer die Wachau besucht, genießt nicht nur den Wein, sondern auch die Marillen, die Aprikosen. Als Schnaps, als Kompott als Knödel – die Marille und ihre vielseitigen kulinarischen Verwendungen sind legendär. Ein Aprikosenzüchter zeigt uns, wie er die Marillen anbaut und erntet.

Pflaumen und Zwetschen haben Saison

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Pflaumen und Zwetschen haben Saison

Die Ernte der Pflaumen und Zwetschen hat begonnen. Noch bis zum Oktober sind die leckeren Früchte im Handel erhältlich und schmecken pur, im Kuchen oder als Kompott. Das Steinobst lässt sich auch für einige Wochen mit Zucker, Nelken und einer Zimtstange in Rum einlegen. Der Rumtopf verfeinert Eiskreationen, Quarkspeisen oder Wildgerichte. Eine österreichische Spezialität sind Zwetschenknödel, die mit einem Kartoffel- oder Quarkteig zubereitet werden.
Pflaumen und Zwetschen sind nicht so einfach zu unterscheiden. Pflaumen sind rundliche bis ovale Früchte mit einer ausgeprägten Längsnaht und einem rundlich bauchigen Stein. Zwetschen hingegen sind eher länglich-oval, etwas plattrund mit spitzem Ende. Sie eignen sich besonders gut zur Verarbeitung, da sich das Fruchtfleisch leicht vom Stein lösen lässt. Reife Früchte schmecken am besten. Daher sollten Sie beim Einkauf nur zu ausgefärbten, nicht zu harten Exemplaren greifen. Ein Zeichen für Frische ist der Reifbelag, mit dem die Früchte überzogen sind, wenn sie frisch vom Baum kommen. Diese dünne wachsartige Schicht schützt das Obst vor dem Austrocknen und verlängert auf diese Weise die Haltbarkeit. Da sich im Belag Schadstoffe anreichern können, sollte er vor dem Verzehr vorsichtshalber abgewaschen werden.
aid, Heike Kreutz

Rezept: Baba Ganoush

Ein Rezeptvorschlag aus Jordanien:

Baba Ganoush (Vorspeise aus Auberginen)

Zutaten:

1000g Auberginen, 1 große Tomate, 1 grüne Pfefferschote, 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 1 Teelöffel Salz, 1 Teelöffel Minze, 2 Teelöffel Olivenöl, 3 Teelöffel Zitronensaft

Die halbierten Auberginen mit der Schale nach oben im Backofen bei ca. 190°C 45 Minuten backen, bis sich die Schale langsam ablöst und aufplatzt. Danach abkühlen lassen und das Fruchtfleisch ausschälen und zu einem Kompott zerdrücken. Danach das Olivenöl und den Zitronensaft hinzugeben.

Das restliche Gemüse in kleine Stücke schneiden und unter das Auberginen-Mus untermischen.

Guten Appetit!

Ab Mitte Juni ist der Verzehr von Rhabarber gefährlich!

Oxalsäure: Ab Mitte Juni ist der Verzehr von Rhabarber gefährlich!

Rhabarber-Kompott und Rhabarberkuchen sind aus der frühsommerlichen Küche nicht wegzudenken. Seit mehreren Jahrtausenden gehört Rhabarber nun schon zum Speiseplan der Menschen. Doch Rhabarber ist nur für eine kurze Zeit im Jahr genießbar. Die Redaktion des Gesundheitsportals www.imedo.de verrät, wann diese Zeit ist und warum man Rhabarber darüber hinaus lieber meiden sollte. Rhabarber ist reich an Oxalsäure und das macht vielen zu schaffen.

Ab Ende April und bis in den Sommer hinein ist Rhabarberzeit. Die Blattstängel von Rhabarber enthalten reichlich Oxalsäure und der Oxalsäuregehalt nimmt im Laufe der Zeit zu. Aus diesem Grund sollte Rhabarber in frischer Form ab Mitte Juni nicht mehr geerntet werden! Bei Rhabarber-Kompott denkt kaum jemand, dass es sich bei den Blattstängeln der Pflanze um Gemüse handelt. Doch Rhabarber gehört zu den Gemüsesorten und ist kein Obst. Rhabarber ist nur gekocht genießbar und ohne Zucker kann von Genuss keine Rede sein. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass Rhabarber erst seit rund einhundert Jahren überhaupt regelmäßig auf den Speiseplänen steht. Ursprünglich konnte er nur von Wohlhabenden gegessen werden, da Zucker ziemlich teuer war.

Der Oxalsäuregehalt des Rhabarbers lässt sich durch Kochen in reichlich Wasser vermindern – allerdings nur, wenn das Kochwasser weggegossen und nicht mitgegessen wird. Außerdem ist die Schale ganz besonders oxalsäurereich und sollte abgeschält werden. Oxalsäure greift den Zahnschmelz an. Rhabarberliebhaber sollten mindestens 45 Minuten nach Konsum des grün bis rötlichen Gemüses abwarten, bevor sie sich die Zähne putzen. Andernfalls kann es zu deutlichen “Verletzungen” des Zahnschmelzes führen. Optimal ist es, nach dem Rhabarbergenuss ein Stück Käse zu essen. Das schützt den Zahnschmelz.

Gesundheitsförderliche Eigenschaften des Rhabarbers
Wer seine Kalziumversorgung verbessern möchte, sollte möglichst wenig Rhabarber essen, denn im Dünndarm bildet sich aus der Oxalsäure und Kalzium Kalziumoxalat. Diese Substanz kann nicht über die Dünndarmschleimhaut ins Blut gelangen, sondern geht mit dem Stuhlgang verloren und gelangt nicht in die Knochen. Menschen, die unter Kalziumoxalatsteinen der Nieren leiden, müssen oxalsäurereiche Lebensmittel wie Rhabarber, Mangold, Spinat oder Kakao meiden. Doch Rhabarber besitzt auch gesundheitsförderliche Eigenschaften: Durch seinen hohen Kaliumgehalt ist Rhabarber entwässernd und das Vitamin C schützt die Zellen vor Oxidation. Wer sich kalorienbewusst ernährt, sollte das Rhabarber-Kompott mit Süßstoff süßen. Ein Andicken ist in der Regel nicht erforderlich. Wer seinen Rhabarber-Kompott dennoch andicken möchte, verwendet traditionell Soja. Johannisbrotkernmehl aus dem Reformhaus oder Bioladen ist eine kalorienfreie Alternative. Diabetiker müssen Rhabarber weder nach Kalorien noch nach Broteinheiten (BE) berechnen.

Bereits in der Antike bekannt
Wer abnehmen möchte, sollte Rhabarber in den kommenden zehn Tagen essen. Ein Pfund hat nur 70 Kilokalorien. Rhabarber besteht wie Gurken, Zucchini oder Tomaten überwiegend aus Wasser. Ein Tipp für Rhabarbergenießer: Rotes Stängelfleisch schmeckt besonders aromatisch und leicht nach Himbeeren. Auf 250 Gramm Rhabarber kommen mindestens 50 Gramm Zucker. Besonders lecker ist Rhabarber-Kompott, wenn es mit einer eingeritzten Vanilleschote gekocht wird. Dazu passt optimal ein aromatischer Zimtquark.

Rhabarberwurzeln waren schon im alten China vor 4700 Jahren als Heilmittel bekannt. In der Antike verbreitete sich der Rhabarber von China über Russland nach ganz Europa und ist in Deutschland besonders im Frühsommer sehr beliebt. Deutschland gehört mit den Niederlanden und England zu den wichtigsten Rhabarber-Anbaugebieten in Europa. Viele “Hobbygärtner“ pflanzen Rhabarber an und auf Märkten ist er inzwischen preiswert erhältlich.

Weitere Informationen über eine gesundheitsförderliche Ernährungsweise und leckere Health-Rezepte unter http://gesundheitsnews.imedo.de/

Das perfekte Dinner

VOX, Mittwoch, 08.04., 19:00 – 19:50 Uhr

Doerte, 39 Jahre, Gelernte Konditorin/Aushilfe in der Wäscherei ihres Vaters:

Vorspeise: Rosa Seeteufel-Nockerln in Chili-Gurkenfond
Hauptspeise: Mini-Rouladen vom Wasserbüffel mit Pfeffernudeln
Nachspeise: Bananensoufflé mit Sauerrahmeis und Kompott von Sauerkirschen

Das perfekte Dinner

VOX, Dienstag, 07.04., 19:00 – 19:50 Uhr

Uwe, 46 Jahre, Kfz-Schlosser:

Menü ‚Bremer Musical-Dinner‘:
Vorspeise: Knusperfisch auf frischem Salat mit Limettensoße
Hauptspeise: Lammfilet mit Kaffeegewürz auf Curryschaum mit zweierlei Linsen
Nachspeise: Kokos-Lasagne mit Birnen-Zitronenthymian-Kompott