Benjamin Rüdiger

von Bernhard Steinmann.

Auch jenseits der Sternegastronomie gibt es interessante Restaurants und kreative Köche. Ein solch interessantes Restaurant ist das Lansk in der Meierottostraße 1 in Berlin.

Das Restaurant liegt am Wilmersdorfer Fasanenplatz, in dessen Nähe wir vor ein paar Jahren noch wohnten. An dieser Stelle ist es scheinbar Aufgabe eines Berliner Journalisten darauf hinzuweisen, dass man sich abseits des hippen Berlins befindet, in altbackener Umgebung, in einem konservativen Wohnviertel, irgendwo zwischen den legendären Wilmersdorfer Witwen und Westberliner Langeweile.
Eine Sichtweise, die einen so manches verpassen lässt.

Küchenchef und Inhaber ist Benjamin Rüdiger. Rüdiger lernte bei Franz Raneburger, war u.a. bei Horst Petermann am nordöstlichen Ufer des Zürichsees, auf Sylt im „Söl´ring Hof“ bei Johannes King und in Baiersbronn in der „Traube Tonbach“ bei Harald Wohlfahrt tätig.
Zweifelsohne weckt dies ernorme Erwartungen und schreit förmlich nach einem Selbstversuch.

Zur Namensgebung des Restaurants gibt es eine kleine Geschichte.
Papa Rüdiger hatte ein Faible für eine kleine polnische Insel namens Lansk. Er nannte sie sein „Paradies“ und vergaß nicht hinzuzufügen, dass man „viel mehr Lansk“ brauche. Bei seinem Sohn fiel dies auf fruchtbaren Boden und so benannte er das Restaurant zur Freude seines Vaters Lansk.

Das Restaurant ist hell und für das noble Wilmersdorf eher nüchtern. Freundlich werden wir empfangen und an einem der großen Fenster platziert. Blickfang ist zweifellos das Kunstwerk „Paradise now“ des Franzosen Georges Autard.

Die Menükarte ist relativ klein. Wir überlassen die Speisefolge dem Küchenchef und die Weinauswahl Verena Mariel. Noch bequemer geht es kaum. Ob es auch klug ist, soll der Abend zeigen.

Amuse-Gueule:
Kalbstafelspitz mit Zwiebel-Safran-Chutney und Bohnenkraut Creme fraiche.
Ein leichter Einstieg mit einem tollen Chutney.

Kartoffel und Kaviar
Leicht geräucherte Kartoffel mit Creme fraiche und Kaviar aus Rottstock, dazu etwas
Sauerampfer.

Ziegenfrischkäse mit Kerbelpesto, Roter und Gelber Bete,
mariniert in einer Orangenvinaigrette.

Rosa gebeiztes Roastbeef,
Senfsaat, Estragon, Aprikose, krosse Kapern.
Fruchtnoten und Kapern bilden einen begeisternden Gegenpol.
Ein insgesamt harmonisches Gericht.

Saibling aus Rottstock, Kartoffelrisotto, Bärlauch, Saiblingskaviar und Bärlauchschaum.

Lamm, Karotte, Ziegenkäse, Schalotte.
Die Ziegenkäsetaler sind leicht erwärmt, schmelzig.
Lamm und Ziegenkäse gefallen uns durch das intensive Zusammenspiel. Großartig.
Zum dezenten Geschack der leicht süßlichen Karotte opponiert die Schalotte.
Die Schalotte, eine Kulturpflanze aus der Gattung Lauch, war früher als eigene Art bekannt. Nun haben unsere Botaniker das besonders gesunde Gemüse der normalen Speisezwiebel zugeordnet.

Weisse Schokolade, Tonkabohne, Apfel
Innen finden wir noch etwas Biskuit.

Käse
zum Abschluss.
Ganz so, wie es schon der römische Schriftsteller und Gelehrte Plinius vor 2000 Jahren gehalten hat.

FAZIT:
Vorweg: Unsere Entscheidung, sich mit Speis und Trank in die Hände von Küche und Sommeliere zu begeben, haben wir nicht bereut.
Benjamin Rüdiger bewegt sich mit seinen Kreationen bewusst auf sicheren Pfaden.
An erster Stelle steht das perfekte Handwerk. Hinzu kommt ein Interesse am unverfälschten Eigengeschmack der einzelnen Bestandteile sowie die Einbeziehung regionaler Produkte. Die Speisen werden ansprechend präsentiert, auf dekorative Effekthascherei wird verzichtet.

Das mag etwas nüchtern klingen, doch geschmacklich bleiben keine Wünsche offen.
Ein kulinarisch interessanter, angenehmer Tagesausklang, beinahe ein Abend unter Freunden.

Bebildert gibt es den Bericht auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Statt teurem "Superfood" tut’s auch ein Apfel

Wundermittel im Supermarkt? – Was „Superfood“ verspricht – und hält

Schlank, schön und gesund sollen sie machen – das versprechen sogenannte „Superfoods“ wie Goji-Beeren, Chia-Samen oder die Acai-Beere. Aber bedeutend mehr Nährstoffe und Vitamine als bekanntes Obst und Gemüse weisen sie meist nicht auf, berichtet das Tablet-Magazin „Apotheken Umschau elixier“.

Wissenschaftlich belegt sind die Effekte nicht. „Superfoods“ sind damit genauso gesund wie die gute alte Karotte. Zudem hat der Verzehr der Trend-Produkte häufig einen bedenklichen Nebeneffekt: „Viele Menschen glauben, sie könnten sich so ungesund ernähren, wie sie wollen, und das dann mit teuren, sogenannten Wundermahlzeiten ausgleichen“, sagt der Lebensmittelchemiker Volker Böhm von der Universität Jena. Doch das ist ein Trugschluss. Statt teurem „Superfood“ tut’s auch ein Apfel. Und der ist auch noch deutlich günstiger.

Vitus Winkler & Josef Steffner

Gourmetgala in Mauterndorf

Das Mesnerhaus feiert seinen 7. Geburtstag

Maria und Josef Steffner, Gastgeber im 3-Haubenrestaurant Mesnerhaus im Lungauer Mauterndorf, laden am 28. Juni gemeinsam mit dem 2-Haubenkoch Vitus Winkler (Verwöhnhotel Sonnhof, St. Veit im Pongau) zum 8-gängigen Geburtstagsmenü für Genießer.

Seit 7 Jahren verwöhnt Josef Steffner im Mesnerhaus, längst eines der genussvollsten Refugien der Region, seine Gäste mit einer traditionellen Küchenlinie, die sich zugleich durch einen frechen, fantasievollen Ideenreichtum auszeichnet, während seine Frau Maria mit viel Charme und Kompetenz für eine angenehm unkomplizierte Atmosphäre sorgt. Kochende Verstärkung holt sich Steffner zu diesem feierlichen Anlass bei Vitus Winkler vom Verwöhnhotel Sonnhof im Salzburger Land (2 Gault Millau-Hauben, 3 A la Carte-Sterne, 2 Falstaff-Gabeln).

Beide vereint nicht nur ihr großes Kochtalent sondern ebenso die Mitgliedschaft bei den österreichischen Jeunes Restaurateurs d´Europe, ein Zusammenschluss europäischer, junger Spitzenköche.

Für die perfekte Weinbegleitung sorgen die anwesenden Winzer Hannes und Doris Zwickelstorfer aus Höflein im niederösterreichischen Weinbaugebiet Carnuntum.

Menü:
o Bachlandschaft: hausgebeizter Saibling, Saiblingskaviar, Knäckebrot, Apfelkren, Gurke,    Radieschen
o Flusskrebse, Kohlrabi, Waldklee, Stachelbeeren
o Gemüsegarten: kalte Suppe, Karotte, Tomate, Pilzerde, Kresse
o Konfierte Wachtel geräuchert, Miso und Limette
o Salzburger Porido: Brennnessel, Schmortomate, Salzburger Bauernfeta
o Milchkalb rosa, Zitronenverbene, Saubohnen, Kalbskopf
o Geeiste Karotte, Apfel, Ingwer o Hollunderblüten, Zirbenzapfen, Erdbeeren, Valrhona 85%

Termin und Preis:
Samstag, 28. Juni 2014, 19.00 Uhr: 8-gängiges Gourmetmenü von Josef Steffner und Vitus Winkler begleitet von Weinen des Weinguts Zwickelstorfer. Pro Person inkl. Aperitif, Gedeck, Weinbegleitung und Kaffee € 165,-.

Restaurant Mesnerhaus
Familie Steffner
5570 Mauterndorf, Markt 55
Tel, +43 (0) 64 72 / 75 95, +43 (0) 664 / 12 25 550,
info@mesnerhaus.at, www.mesnerhaus.at

Rezept Volker Drkosch

Sous-Vide-Rezept von Volker Drkosch, Düsseldorfer Sterne- und Partnerkoch von KitchenAid – Rosa gegarter Rehrücken an Belugalinsen mit Haselnussöl

Zutaten für 4 Personen
600 g Rehrücken ohne Knochen, schier pariert 4 EL Haselnussöl
6 Wachholderbeeren
2 Lorbeerblätter
4 Pimentkörner
2 Nelken
10 schwarze Pfefferkörner
6 Korianderkörner

Zutaten Linsengemüse:
100 g Belugalinsen
30 g Butter
800 ml Geflügelfond
1 Karotte
2 Scheiben roher Schinken 4 kleine Schalotten
1 Petersilienwurzel
50 ml Madeira
100 ml roter Portwein
30 ml Balsamico-Essig
1 Zweig Thymian
1 Zweig Petersilie

Zubereitung rosa gegarter Rehrücken
Die angegebenen Gewürze in einer Pfanne leicht erwärmen, fein mörsern und mit dem Haselnussöl vermischen. Die Gewürzmischung auf den portionierten Rehrücken, circa 50 Gramm pro Portion, verteilen und im Chef Touch von KitchenAid einvakuumieren. Das einvakuumierte Wildbret bei 58° Grad, je nach Gartstufe, 8-14 Minuten im Dampfgarer von KitchenAid garen.

Zubereitung Linsengemüse
Die Schalottenwürfel, die klein geschnittene Petersilienwurzel und die Karotte glasig andünsten und den rohen Schinken zugeben. Die Linsen zufügen, mit anschwitzen und nach und nach mit Madeira und Portwein ablöschen. Mit dem Geflügelfond auffüllen und die Linsen garkochen. Einen Teil der Linsen entnehmen, im Mixer pürieren und das Linsengemüse damit binden. Zuletzt den entstandenen Haselnussfond aus dem Vakuumbeutel, den Balsamico-Essig und die gehackten Kräuter zu den Belugalinsen geben und herzhaft, süßsauer abschmecken.
Anrichten Rosa gegarter Rehrücken an Belugalinsen mit Haselnussöl
Den rosa gegarten Rehrücken mit den Linsen auf einem Teller schön anrichten.

IKA: Gemüseschnitzen im Wettbewerb

Auf Messsers Schneide!
Erstmals Gemüseschnitzwettbewerb live auf der IKA/Olympiade der Köche

Allein mit einem scharfen Messer ist es nicht getan, die Hand des Meisters führt ein spezielles Carvingmesser und weitere spezielle Instrumente um beispielsweise aus einem Kürbis ein essbares Kunstwerk entstehen zu lassen. Damit aus Gurke, Karotte, Radieschen oder Zucchini eine geschnitzte Augenweide wird, treffen sich Kochkünstler vom 06.-09.10.2012 in Erfurt. Im Rahmen der IKA/Olympiade der Köche wird erstmals einem Gemüseschnitzwettbewerb mit Live-Charakter ausgerichtet.

Bisher wurden Skulpturen aus Lebensmitteln von den Foodartisten fix und fertig auf der Kocholympiade ausgestellt. Diesmal müssen die Messer-Virtuosen innerhalb von zwei Stunden vor den kritischen Augen der internationalen Jury eine meisterliche Komposition erschaffen. In dieser kurzen Zeit gilt es aus einem Kürbis (obligatorisch) und drei weiteren Gemüsesorten der eigenen Wahl kreative Objekte zu schnitzen, zu hobeln und zu meißeln. Nach einem Vorentscheid in den ersten drei Tagen, geht es am letzten Tag zum Finale. Die Teilnehmerzahl ist limitiert auf 40 Schnitzkünstler täglich. Die jeweils vier Bestplatzierten der drei Vorrunden qualifizieren sich für das Finale am 09.10.2012.

Bewertet werden Schwierigkeitsgrad, Materialbeherrschung, künstlerische Gestaltung und Verkaufsförderung. Zudem verbietet das Reglement Gemüsekleber oder andere Arten von Klebstoffen sowie Holzstäbchen. Ansonsten sind dem Ideenreichtum für das Schnitzen und Gestalten keine Grenzen gesetzt.
Für Robert Oppeneder, Präsident des Verbandes der Köche Deutschlands (VKD), ist die Gemüseschnitzerei keine Spielerei von Köchen, sondern eine attraktive Methode um Dekorationen für Büffets zu zaubern. Durch essbare Skulpturen kann beispielsweise „Lust auf Rohkost“ vermittelt werden.

Anmeldeschluss bis 30.04.2012 beim Verband der Köche Deutschlands e.V, Steinlestr. 32, 60596 Frankfurt. Richtlinien und Anmeldeformular unter www.olympiade-der-koeche.de

Léa Linster

Sterneköchin Léa Linster kocht live in der Zenith-Kulturhalle

In wenigen Wochen dreht sich in München wieder alles um die Themen Essen, Trinken, Dekoration und Stil: Deutschlands größtes Genuss-Event eat&STYLE gastiert vom 11. bis 13. November 2011 bereits zum vierten Mal in der bayerischen Metropole. Neu sind dieses Jahr nicht nur Themenwelten wie die homestyle oder die Familienküche, sondern vor allem die Location: Erstmals präsentiert sich die Genussmesse in der stylishen Zenith-Kulturhalle. Zentraler Dreh- und Angelpunkt ist das Kochtheater im angeschlossenen Kesselhaus, wo TV-Köchin Léa Linster als eine von vier eat&STYLE-Starköchen in zwei Kochshows auftritt.

Nach den großen Erfolgen der vergangenen Jahre war für den Veranstalter G+J Foodshow schnell klar: Nach München kommen wir wieder! Nur der passende Ort musste noch gefunden werden, denn schließlich verlangt eine Veranstaltung, die das Wort „STYLE“ im Namen trägt, einen adäquaten Rahmen. Mit der Zenith-Kulturhalle und dem angrenzenden Kesselhaus hat die Suche ein Ende, denn das ehemalige Industriegelände, das in seiner fast hundertjährigen Geschichte schon als Presswerkstatt der Kruppschen Geschützwerke, Kesselschmiede für Lokomotiven und S-Bahn-Reparaturwerkstatt diente, besticht durch außergewöhnliche Atmosphäre. Nach aufwendiger Renovierung finden in den teilweise denkmalgeschützten Bauwerken heute Konzerte, Filmpremieren und Sportevents statt – und die eat&STYLE.

Die Genussmesse präsentiert sich 2011 nicht nur an einem neuen Ort, sondern auch mit zahlreichen innovativen Themenwelten. Bewährtes behält der Veranstalter, der die eat&STYLE seit 2006 in Zusammenarbeit mit den Gruner + Jahr Zeitschriften essen & trinken und essen & trinken Für jeden Tag durchführt, natürlich bei: Food-Entertainment und Trends zum Thema Kulinarik und Gastlichkeit werden durch dynamische Shows im Kochtheater ergänzt. Hier kann das Publikum TV-Köchen wie Stefan Marquard, Alexander Herrmann oder Johann Lafer in die Töpfe schauen und erfährt die Küchengeheimnisse der Stars. Sterneköchin Léa Linster steht in diesem Jahr zwei Mal auf der eat&STYLE-Kochbühne und zeigt kreative Interpretationen französischer Küchenklassiker. Die sympathische Luxemburgerin, die in Frisange bei Luxemburg-Stadt seit mehr als 25 Jahren das Restaurant Léa Linster führt, orientiert sich in der Küche an einem simplen, aber effektiven Motto: „die besten Produkte und viel Liebe“. 1987 wurde Léa Linster erstmals mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, den sie seitdem zu halten weiß. Sie gewann als erste und bisher einzige Frau den Bocuse d’Or, und 2009 kürte sie der Gourmetguide Gault Millau zur Köchin des Jahres.

Auch in den Medien hat sich die beliebte Köchin fest etabliert: Nachdem sie jahrelang mit ihrer eigenen Sendung „Leas KochLUST“ im SR Fernsehen zu sehen war, ist sie heute regelmäßig in den Sendungen „Lanz kocht“, „ZDF Fernsehgarten“ und „Die Küchenschlacht“ (ZDF) zu Gast. Seit 2006 tritt sie in einer Gastrolle im Saarbrücker „Tatort“ (ARD) auf, außerdem schreibt sie für die Frauenzeitschrift Brigitte seit zehn Jahren eine Kolumne rund um die Themen Essen und Genuss.

Ob Spinat, Rinderfilet, Apfel oder Edelfisch – Léa Linster holt immer das meiste aus den Produkten heraus, mit denen sie arbeitet. „Ich brauche in meiner Küche keine teuren Luxus-Zutaten, ich mag es, den ursprünglichen und unverfälschten Geschmack auch scheinbar simpler Ingredienzen herauszustellen. Wenn ich eine Karotte zubereite, soll sie nach Karotte schmecken, und nach nichts sonst“, so die Sterneköchin.

Auf der eat&STYLE wird Léa Linster am Freitag, dem 11. November 2011, in zwei Kochshows ihre Gerichte präsentieren.

Natürlich bietet Deutschlands größtes Genussevent noch viele weitere außergewöhnliche Themen: In der eat&STYLE Kochschule zeigen die Köche des Genussmagazins essen & trinken und die Miele Tafelkünstler ihr Können, während Besucher in der Philips-Kaffeewelt alles rund um die braune Bohne erfahren. Besonderes Extra für Weinliebhaber: Die eat&STYLE findet parallel zur internationalen Weinmesse FORUM VINI im nur wenige Meter entfernten M,O,C, Veranstaltungscenter statt.

Im Jahr 2011 findet die eat&STYLE vom 28. bis 30. Oktober im Rahmen der Consumenta in Nürnberg, vom 4. bis 6. November in Köln, vom 11. bis 13. November in München sowie vom 18. bis 20. November im Rahmen des Stuttgarter MesseHerbst statt.

Tickets für die eat&STYLE sind im Vorverkauf über München Ticket unter 0180 / 54818181 (0,14 Euro/Minute aus dem deutschen Festnetz, max. 0,42 Euro/Minute aus dem deutschen Mobilfunknetz) und online unter www.muenchenticket.de erhältlich.

Einfach Kochen mit dem iPhone

Einfach Kochen mit dem iPhone: jetzt mit den wichtigsten Koch-Basics als Video

Die erfolgreiche Rezepte App „Patrik’s Einfach Kochen“ bietet ab sofort für iPhone und iPod Touch hilfreiche Videoclips zu den wichtigsten Zubereitungs-Basics. Wie schneidet, entkernt und würfelt man eine Tomate? Welches Küchenwerkzeug benötigt man zum Schälen und Schneiden einer Karotte? Sechs hochwertige Kurz-Videos zeigen die grundlegenden Handgriffe und helfen dabei, Gerichte schneller und effizienter vorzubereiten.

Die Rezeptsammlung „Patrik’s“ für die junge Küche macht das Kochen so noch einfacher. Die KochApp für Leute mit wenig Zeit aber Spaß am Kochen bietet über 70 raffinierte Rezepte mit wenigen Zutaten und detaillierter, reichhaltig bebilderter Anleitung. Über 450 Aufnahmen und durchschnittlich sechs Bilder pro Rezept machen das Nachkochen zum Kinderspiel.

Besonders praktisch ist die „Kühlschrankfunktion“, in die man einfach eintippt, welche Lebensmittel zu Hause verfügbar sind und dann den Vorschlag für die dazu passenden Gerichte erhält. Die persönlichen Lieblingsrezepte legt man mit einem Fingerdruck unter „Favoriten“ ab oder sendet sie direkt an gute Freunde. „Patrik´s“ hilft auch beim Einkaufen: Die Rezepte mit allen Zutaten und Mengenangaben hat man im Supermarkt auch ohne Internetverbindung stets parat.

Chefkoch und Kochbuchautor Patrik Jaros, einst vom renommierten Guide Michelin zum jüngsten Sterne-Koch Deutschlands gekürt, nutzt für „Patrik’s Einfach Kochen“ die Take-away-Küche mit ungewöhnlichen Kreationen. So veredelt er beispielsweise Fertigprodukte aus dem Supermarkt mit wenig Aufwand zu leckeren Köstlichkeiten. Aus den Resten im Kühlschrank zaubert er die schmackhaftesten Gerichte.

Die Koch-Applikation „Patrik’s Einfach Kochen“ ist aktuell für iPhone, und iPod Touch für 2,39 Euro in den Sprachen Englisch Spanisch und Deutsch, erhältlich.

Beispielvideo für kurze Zeit unter: www.sendspace.com/file/f3i4fc

Kaffee oder Tee?

SWR, Mittwoch, 06.01., 16:05 – 17:00 Uhr

Mein Grüner Daumen: Buntes Wurzelgemüse – Von Küttiger Rüebli bis Karotte
16.06
Mit Peter Berg, Gärtnermeister
Filmbeitrag: Flüsse der Genüsse: Der Doubs
16.15
Kochen live am Mittwoch: Lieblingseintopf vom Wintergemüse
16.23
Mit Timo Böckle
Besser Leben: Sicher durch die Skisaison
16.50
Mit Norbert Höflacher, Stiftung Sicherheit im Skisport

Erntesaison für alte Möhrensorten

Erntesaison für alte Möhrensorten:
Gemüseraritäten und Sortenspezialitäten vom Museumsbauernhof Wennerstorf

Der Museumsbauernhof Wennerstorf steht für ökologischen Landbau, für den
Erhalt alter und seltener heimischer Obst- und Gemüsesorten und für
integrative Behindertenarbeit. Seit Mitte August ernten die Mitarbeiter des
Museumsbauernhofes die alten Möhrensorten.

Den Beginn machen die gelben, violetten und orange Möhren. Hier ist vor
allem die in Norddeutschland bis in die 1970er Jahre angebaute Sorte
„Duwicker“ zu nennen. Die Duwicker Möhre zeichnet sich durch eine
ungewöhnlich kurze, dicke Form und ihr süßes und intensives Aroma aus. Ihr
hoher Zuckergehalt macht sie zudem frostunempfindlich, so dass sie bis in
den Winter hinein geerntet werden kann.

Die alten Obst- und Gemüsesorten bieten eine geschmackliche Vielfalt, die
heute kaum noch bekannt ist. Zusätzlich sind diese Sorten meist wesentlich
besser an die regionalen Bedingungen angepasst als moderne Nutzpflanzen, die
jedoch wesentlich ertragreicher sind und maschinell geerntet werden können.
Durch die schnelle Verbreitung der industriellen Neuzüchtungen droht die
regionale Sortenvielfalt verloren zu gehen. Der Erhalt dieser Sorten- und
ihrer Geschmacksvielfalt und damit letztendlich die Pflege der regionalen
Esskultur ist Ziel des Anbaus auf dem Museumsbauernhof Wennerstorf.

Die in Wennerstorf angebauten Obst- und Gemüsesorten erfreuen sich
zunehmender Beliebtheit. Zu den Kunden zählen mittlerweile nicht mehr nur
Feinschmecker, die den intensiven Geschmack der alten Sorten den modernen
Industriesorten vorziehen. Immer mehr Gastronomiebetriebe entdecken die
wohlschmeckenden Sorten für ihre Küche. So zählen zu den Stammkunden des
Museumsbauernhofes neben „Stoof Mudders Kroog“, dem Museumsgasthof des
Freilichtmuseums am Kiekeberg, auch die Restaurants „Ferien auf der Heid“ in
Appel und das Hotel „Altes Land“ in Jork.

Zusätzlich wird das Gemüse im Hofladen des Freilichtmuseums am Kiekeberg und
im Hökerladen im Museumsbauernhof Wennerstorf verkauft.

Wer sich selbst einmal durch die wahre Geschmacksvielfalt alter Sorten
probieren möchte, sollte sich den Wennerstorfer Landmarkt nicht entgehen
lassen. Am Sonntag, dem 6. September bieten von 11 bis 18 Uhr rund 30
Aussteller rund um den Museumsbauernhof regionale Esskultur pur. Neben
Gemüse finden Besucher hier Fleisch, Kräuter, Öle und Süßes von ausgesuchter
Qualität.

Das Obst und Gemüse wird auf dem Museumsbauernhof in integrativer
Behindertenarbeit in Kooperation mit der Lebenshilfe Lüneburg-Tostedt
angebaut. 13 Menschen mit Behinderung arbeiten auf dem Museumsbauernhof. Sie
bewirtschaften die Anbauflächen und versorgen die Tiere.

Wissenswertes rund um die Möhre

Die wilden Möhrensorten stammen ursprünglich aus unterschiedlichen Gebieten
wie dem Mittelmeerraum, Afghanistan oder der Türkei. Die älteste Nachricht
über die Nutzung wilder Möhren als Arznei und Lebensmittel stammen aus
Griechenland und Italien zwischen 340 und 260 v. Christus. Erste
Beschreibungen mit Abbildungen finden sich in Kräuterbüchern des 16. und 17.
Jahrhunderts, als vermutlich erstmals Saatgut nach Deutschland kam.

Im Nahen Osten entstanden weiße Karottentypen. Erst ab dem 17. Jahrhundert
entstanden vermutlich in Holland Karotten mit orange Farbe (Carotinkarotte)
Sie alle sind Ergebnis langer menschlicher Selektion.

Die Möhre oder Karotte ist ein wohlschmeckendes Wurzelgemüse mit
vielseitiger Verwendungsmöglichkeit. Violette Typen werden in Asien gerne
für Süßspeisen und als bekömmliche Babynahrung angerichtet. Gelbe Möhren
finden teilweise noch in Süddeutschland und Österreich als Suppenbeilage
Verwendung, während die weißen Möhren bis Anfang des 20. Jahrhundertes vor
allem als ertragreiches Viehfutter angebaut wurden.

Grundsätzlich gilt für alle Möhren: Vitamin C, Carotinoide, Zucker,
geschmacksbildende ätherische Öle und Fruchtsäuren sowie hohen
Mineralstoffanteile machen die Karotte zu den ernährungsphysiologisch
gesündesten Gemüsearten.

Auf dem Museumsbauernhof Wennerstorf werden folgende Sorten angebaut:

Longue Jaune du Doubs
Diese alte Sorte stammt ursprünglich aus der Doubs Region in Frankreich. Das
besondere dieser Karotte ist die gelbliche Farbe mit dem grünlichen Kopf,
der bei den meisten heutigen Sorten nicht mehr zu finden ist, was oft mit
dem Verlust an Arome einhergeht.
Die lange spitz zulaufende Sorte ist langsam wachsend und muss daher früh
eingesät werden.

Guerande
Die Sorte Guerande ist eine sehr alte Sorte aus dem Jahre 1884. Sie hat eine
kreiselähnliche Form und ist innen teilweise gelblich gefärbt.
Da sie mit ihren 4-8 cm kürzer ist als herkömmliche Möhrensorten, kann sie
auch auf sehr flachgründigen Böden gedeihen, auf denen anderen Sorten nicht
angebaut werden können. Die Sorte ist sehr süß und wohlschmeckend.

Chantenay
Bei der Sorte Chantenay handelt es sich um eine frühe Sorte. Sie hat eine
rot – orange Farbe und ist konisch geformt mit einer Länge von 8-12 cm. Sie
entwickelt im Wachstum ein starkes Laub und hat einen mittleren aber guten
Carotingehalt.

Duwicker
Die Möhre fällt durch ihre ungewöhnlich kurze, dicke Form und das
außergewöhnlich süße und intensive Arome auf. Durch ihren hohen Zuckergehalt
ist Sie sehr frostunempfindlich und kann bis in den Winter hinein geerntet
werden.

Lange Rote Stumpfe
Gut schmeckende, lange, zylindrische Möhre mit kräftigem Laub. Die Möhre
befindet sich im Handel seit 1875.