Hochzeit macht dick

In einer Ehe ist das Leben nicht unbedingt leichter. Auch wenn Paare bewusster und wahrscheinlich auch ausgewogener essen, haben sie häufig ein höheres Körpergewicht als Singles und treiben weniger Sport. Das lässt eine Studie der Universität Basel und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung vermuten, für die in neun europäischen Ländern der Körpermassenindex (BMI) mit dem Familienstand in Bezug gesetzt wurde.

Der BMI beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zur Körpergröße und gilt als Orientierung für das „Sollgewicht“ eines Erwachsenen. Ein als „normaler“ BMI angesehener Wert liegt zwischen 18,5 bis 24,9. Ab 25 spricht man von Übergewicht, ab 30 von Adipositas. Die Wissenschaftler werteten Daten von 10.226 Bürgern aus Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Polen, Russland, Spanien und Großbritannien aus; wobei nicht nur Eheleute, sondern auch zusammenlebende Paare beteiligt waren. Zusätzlich machten die Probanden in Interviews Angaben zu ihren Ernährungs- und Lebensgewohnheiten.

Wer in einer Beziehung lebt, wird bequem und verbringt mehr Zeit auf dem Sofa statt im Fitnessstudio…offenbar ist an diesem Klischee etwas Wahres dran. Nach der aktuellen Studie hängen die Ehe und damit verbundene Verhaltensänderungen nämlich direkt mit dem Körpergewicht zusammen: Paare hatten im Vergleich zu Alleinstehenden, die nie verheiratet waren, einen höheren BMI. Bei Single-Männern lag er bei durchschnittlich 25,7, bei Verheirateten bei 26,3. Bei den Frauen lag der Durchschnittswert der Alleinstehenden bei 25,1, der Ehefrauen bei 25,6. Die Unterschiede sind allerdings sehr gering, geben die Wissenschaftler zu bedenken. Dennoch würden sie bei einer Frau mit 1,65 m und einem Mann mit 1,80 m Körpergröße immerhin etwa 2 Kilogramm ausmachen. Die Ergebnisse waren unabhängig von sozioökonomischem Status, Alter und Nationalität.

Eine Ehe bringt vielschichtige Veränderungen mit sich, die sich positiv oder negativ auf die Ernährungs- und Lebensweise auswirken können. Nur einige wenige Faktoren wurden untersucht, sodass weitere Untersuchungen notwendig sind, um diese These zu untermauern – an dieser Wissenschaftsfront also nichts Neues. So bevorzugen Paare nach eigenen Angaben eher regionale und unbehandelte Produkte und meiden Fertigprodukte. Wenn Männer in einer Beziehung leben, legen sie mehr Wert auf biologische und fair gehandelte Lebensmittel. Sie ernähren sich bewusster und wahrscheinlich auch gesünder, treiben aber auch weniger Sport. Leichter ist es, wenn man gemeinsam den Schweinehund überwindet, mehr Bewegung in den Alltag einbaut oder zu zweit eine neue Sportart anfängt.
Oder die Liebe hält einfach die durchschnittlichen zwei Kilogramm aus und solange sie nicht gestorben ist, lebt man gut damit. Ende.
Heike Kreutz und Harald Seitz, www.aid.de

www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0277953615003330

Ist der Fisch frisch und woher kommt er?

LAVES gibt Tipps für den Fischeinkauf

Ob Lachs, Forelle oder Karpfen: Fisch ist lecker und gesund. Deshalb sollte auch generell auf die Frische beim Fischeinkauf geachtet werden, erläutert Dr. Edda Bartelt, Leiterin des LAVES-Instituts für Fische und Fischereierzeugnisse in Cuxhaven: „Frischer Fisch riecht unauffällig, je nach Fischart angenehm meerfrisch. Weitere Zeichen für Frische sind unversehrte, gleichmäßig dunkelrot gefärbte Kiemen mit deutlich erkennbaren Kiemenblättchen sowie klare, nicht eingefallene oder beschädigte Augen. Außerdem sollte ein ganzer Fisch eine glatte, glänzende, durchscheinende Haut haben und das Fischfleisch von prallelastischer, fester Konsistenz sein.“

Und woher kommt der Fisch? Damit der Verbraucher das an der Verkaufstheke erkennen kann, gelten in der EU einheitliche Kennzeichnungsvorschriften. Diese Vorschriften betreffen bestimmte angebotene Fischereierzeugnisse, egal ob sie frisch, gekühlt, gefroren, gesalzen, getrocknet oder geräuchert sind und ob sie aus dem Wildfang oder aus Aquakulturen stammen. Unabhängig von ihrem Ursprung oder der Absatzmethode dürfen die Fischereierzeugnisse nur dann dem Verbraucher oder einem Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung zum Verkauf angeboten werden, wenn eine angemessene Kennzeichnung oder Etikettierung folgende Pflichtangaben enthält:

1. Handelsbezeichnung (Fischart) und wissenschaftlicher Name:
Dabei dürfen nur solche Handelsbezeichnungen verwendet werden, die von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gelistet werden.

2. Produktionsmethode:
„… gefangen …“ (für Fischereierzeugnisse aus der Seefischerei),
„… aus Binnenfischerei …“ (für Fischereierzeugnisse aus der Binnenfischerei),
„… in Aquakultur gewonnen…“ (für Fischereierzeugnisse aus Aquakultur)

3. das Gebiet, in dem das Erzeugnis gefangen oder in Aquakultur gewonnen wurde und die Kategorie des für den Fang eingesetzten Geräts

4. unter bestimmten Bedingungen die Angabe, ob das Erzeugnis aufgetaut wurde

5. Gegebenenfalls das Mindesthaltbarkeitsdatum

Beispiel für eine korrekte Kennzeichnung:
Kabeljau, Gadus morhua, gefangen im Nordostatlantik, Unterfanggebiet Nördliche Nordsee, Nr. IVa, gefangen mit Schleppnetzen.

Von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen sind Fischereierzeugnisse wie zum Beispiel Konserven, Fischsalate oder Schlemmerfilets sowie kleine Mengen, die der Verbraucher direkt beim Fischer oder Aquakulturerzeuger kauft. Als Kleinmenge ist ein Verkaufswert von bis zu 50 Euro pro Kauf definiert.

Für sämtliche Angaben oder Teile davon kann auch ein Quick Response Code (QR-Code) auf dem Etikett verwendet werden. Dieser kann mit einem Smartphone/Tablet eingescannt und auf dem Gerät gelesen werden. Bei nicht vorverpackten – also lose angebotenen – Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen im Einzelhandel können die Pflicht-Angaben Nr. 1 bis 4 auch z.B. auf Plakaten oder Postern bekannt gegeben werden.

Ausführliche Informationen gibt es im „Merkblatt zur Kennzeichnung von Fischen und Fischereierzeugnissen“ des LAVES-Instituts für Fische und Fischereierzeugnisse in Cuxhaven. Das Merkblatt kann auf der LAVES-Internetseite eingesehen werden: www.laves.niedersachsen.de

Mirko Reeh

Natürlich und professionell – so kommt der Frankfurter Profi-Koch Mirko Reeh in der Öffentlichkeit rüber. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungs-Instituts mafo.de, die TV Köche aufs Korn genommen hat.
Befragt wurden im Mai dieses Jahres 1.500 Frauen und Männer in ganz Deutschland. Die Untersuchungsergebnisse machen Laune. Denn betrachtet man sie im Detail, so wird Mirko Reeh eine hohe Kernkompetenz zugesprochen. In dieser Bewertung liegt er gleichauf mit Jamie Oliver. Auch in Sachen Sympathie-Faktor kann Mirko punkten. Und auch hier befindet er sich wieder in prominenter Gesellschaft, zum Beispiel von Christian Rach und Jamie Oliver.

Darüber hinaus präsentiert sich der Liebling aus dem Hessenland unterhaltsam und kreativ und schlägt damit glatt Altstars unter den deutschen Fernsehköchen wie Alfons Schuhbeck. Und schließlich steht Mirko Reeh auch für einen hohen Einschaltfaktor. In diesem Zusammenhang wird offenbar, dass der fröhliche Hesse derzeit mehr Begehrlichkeit weckt als die insgesamt bereits viel präsenteren Top-Ten-Köche. Fast unschlagbar ist Mirkos freundliches Auftreten. Hier botet er sogar Horst Lichter und Tim Mälzer aus. Wie vieles im Leben nimmt Mirko die Untersuchungsergebnisse mit Humor und sagt: „Ich bin halt meistens gut drauf, denn Kochen macht mich einfach glücklich“.

Und Gourmet Report kann ergänzen: Mirko Reeh ist auch ein Anständiger!

www.mirko-reeh.com

Martin Straubinger

Das Institute of Culinary Art hat mit Martin Straubinger, Leiter BMW Gastronomie in Deutschland und Österreich und Vorsitzenden des Deutschen Instituts für Gemeinschaftsgastronomie (DIG) ein neues Mitglied im Beirat.

Martin Straubinger ist fest etabliert in der Gemeinschaftsverpflegung. Nicht nur in seiner Funktion als Leiter der Gastronomie von BMW für Deutschland und Österreich, sondern auch als Vorsitzender des DIG, des Deutschen Instituts für Gemeinschaftsgastronomie e.V.

Eine wichtige Aufgabe für die Zukunft der Gemeinschaftsgastronomie ist für Martin Straubinger die Qualifizierung und Ausbildung von Mitarbeitern. Der demographische Wandel ist für ihn ein großes Thema – ebenso wie die Nachwuchsförderung, Qualifikation und Weiterbildungschancen

Bei der Qualifizierung der Mitarbeiter sieht er für die Betriebe die Herausforderung, gut motivierte und fundiert ausgebildete Mitarbeiter zu finden und zu halten – Mitarbeiter, die sich mit ihrem Unternehmen identifizieren. Das gelingt seiner Ansicht nach nur mit zeitgemäßen Weiterbildungsprogrammen und der Unterstützung der Arbeitgeber bei der Aus- und Weiterbildung.

Mit seiner Tätigkeit im Beirat des Institut of Culinary Art möchte Martin Straubinger die Kooperation zwischen dem DIG und dem ICA verstärken und die Initiativen des ICA und der ICA Academy unterstützen.

„Das ICA ist seit seiner Gründung zum Vorreiter in der zeitgemäßen Weiterbildung für das Gastgewerbe geworden“, so Straubinger. „Mit seinem nachhaltigen Ansatz, Talente zu fordern und zu fördern und dabei die Wertschöpfung und Betriebswirtschaft in den Vordergrund zu stellen, verfolgt das ICA die richtigen Schritte.“

Studenten wollen mit Smartphone-App Hobby-Köchen die Arbeit erleichtern

Kochen lernen mit einer Smartphone-App, die jeden einzelnen Schritt per Bild erklärt – mit dieser Geschäftsidee wollen Christoph Neijenhuis (26), Masterabsolvent des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI), und Silke Werner (27), Bachelorstudentin der Wirtschaftskommunikation an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, in Kürze als Jungunternehmer an den Markt gehen. Beim zweiten Businessplanwettbewerb des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) und des Wagniskapitalfonds Hasso Plattner Ventures (HPV) kam das studentische Gründer-Duo in die Finalrunde, an der fünf Teams teilnehmen durften.

„Kochanleitungen in konventionellen Kochbüchern sind unübersichtlich und für ungeübte Hobby-Köche oft schwer zu verstehen“, sagt HPI-Student Neijenhuis. Seine Kommilitonin Werner und er nutzen ihre Smartphones in sehr vielen Situationen und probieren auch gern neue Rezepte aus. „Dabei stellten wir fest, dass internetfähige Handys viel Potenzial bieten, um Kochanleitungen besonders einfach zu erklären“, berichtet Werner.

Das Team will nun in den nächsten Monaten eine App entwickeln, die den Prozess des Kochens für jeden erleichtert und zusätzliche Informationen rund um das Thema kochen bereit hält. Außerdem soll in die App ein Kurzzeitmesser integriert werden, durch den parallele Aktivitäten im Handumdrehen bewältigt werden können. Hinzu kommen individuelle Mengenangaben, die sich automatisch an die Personenzahl anpassen und während des Kochprozesses angezeigt werden.

Die praktischen Rezeptsammlungen, welche die beiden Entrepreneure Neijenhuis und Werner zusammenstellen, soll es später in den AppStores zu kaufen geben. Beide planen, regelmäßig neue Apps zu veröffentlichen, die auf unterschiedliche Kochfähigkeiten, Themen und Ernährungsweisen zugeschnitten sind. „Somit wird für jeden etwas dabei sein, der sein Kochkönnen erweitern möchte“, verspricht HPI-Student Neijenhuis.

Pistazien

1: Der 49 x Snack
49 Pistazien haben nur 160 Kalorien und können dank ihrem hohen Anteil an gesunden Fetten gut vom Körper verarbeitet werden. Eine Handvoll Pistazien (ca. 49 Stück) liefert wichtige Vitamine und Mineralien, die der gesunde Körper braucht.

2: Der Herz-Snack
Die kleine grüne Nuss erhöht den Anteil der Antioxidantien im Blut und stärkt somit das Herz. Dadurch verringert sich die Wahrscheinlichkeit für eine Herzerkrankung.

3: Der Diät-Snack
Pistazien sind der ideale Diät-Snack: Dank der vielen guten Fette können die Nüsse bedenkenlos in den Diätplan integriert werden. Das Knacken der Schale macht nicht nur Spaß, sondern verlangsamt auch den Verzehr.

4: Der Seh-Snack
Pistazien sind gut für die Sehkraft: Die kleine grüne Nuss enthält mehr Lutein als alle anderen Nüsse. Lutein ist ein Antioxidans. Es verbessert die Sehschärfe und reduziert die Blendempfindlichkeit.

5: Der Recovery-Snack
Pistazien gleichen den Elektrolythaushalt mit ihrem hohen Anteil an Proteinen, Magnesium und Kalium aus. Sie unterstützen den Muskelaufbau und sorgen gleichzeitig für einen Energiekick.

6: Der Vegetarier-Snack
Pistazien als Ausgleich für Fisch und Fleisch. Die kleinen grünen Nüsse sind eine Quelle für Eiweiß, Eisen und Vitamin und können somit Energiebedarf sowie möglichen Nährstoffmangel ausgleichen.

7: Der vielseitige Snack
Pistazien sind so vielseitig wie kaum eine andere Nuss: Vom Eis über Kekse, Plätzchen und Kuchen bis hin zu Pesto, Brot, Soßen, Dips und vielem mehr ist die salzig süß schmeckende Nuss eine äußerst beliebte Zutat für viele Rezepte.

8: Der leckere Snack
Fast zwei Drittel der Deutschen finden Pistazien lecker. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Emnid-Instituts unter 1005 Deutschen im Auftrag der American Pistachio Growers (APG). Danach mögen 65 Prozent der Bundesbürger Pistazien. Der Aussage „Ich esse gern Nüsse“ stimmen sogar 72 Prozent der Befragten zu.

9: Der Snack aus der Bibel
Der Pistazienbaum kann bis zu 12 Meter hoch und 300 Jahre alt werden. Es dauert sieben Jahre, bis die leckere kleine Nuss geerntet werden kann. Der Pistazienkern entwickelt sich am Baum im Juli und kann im September geerntet werden.

10: Der Qualitäts-Snack
Amerikanische Pistazien haben besonders hohe Qualitätsmaßstäbe. „American Quality Pistachios. California Grown“ steht für Ernte nach festgelegten Standards für die landwirtschaftliche Produktion. Die Erntemethode ist besonders schnell und schonend, wodurch einer Keimbelastung vorgebeugt wird.

Hackepeter und rohes Mett sind nichts für kleine Kinder!

BfR rät besonders empfindlichen Personengruppen vom Verzehr von rohen, vom Tier stammenden Lebensmitteln ab, da diese häufig mit Krankheitserregern belastet sind.

In Deutschland wird einer aktuellen Studie des Robert Koch-Instituts zufolge rohes Fleisch öfter als erwartet auch von kleinen Kindern verzehrt. „Rohe, vom Tier stammende Lebensmittel sind häufig mit Krankheitserregern belastet“, erklärt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). „Besonders empfindliche Personengruppen, wie kleine Kinder, Schwangere, Senioren oder Personen mit geschwächter Immunabwehr, sollten diese Lebensmittel daher grundsätzlich nicht roh verzehren“. Mit rohem Fleisch können unter anderem Salmonellen, Campylo­bacter, E. coli einschließlich EHEC, Yersinien, Listerien aber auch Viren und Parasite n übertragen werden.

Eine aktuelle im Epidemiologischen Bulletin veröffentlichte Studie des Robert Koch-Instituts hat gezeigt, dass rohes Schweinehackfleisch der wichtigste Risikofaktor für den Erwerb einer Yersiniose ist. Die Yersiniose ist eine Magen-Darm-Erkrankung, die insbesondere durch Infektion mit dem Bakterium Yersinia enterocolitica verursacht wird. Die Übertragung der Yersinien erfolgt hauptsächlich über Lebensmittel, insbesondere über rohes Schwei­ne­fleisch. Schweinefleisch, zum Beispiel Mett oder Hackepeter, wird in Deutschland häufig auch roh verzehrt. Überraschend hoch war in der veröffentlichten Studie der Anteil der Kinder, die rohes Schweinehackfleisch gegessen hatten. Sogar bei Kindern, die 1 Jahr oder jünger waren, wurde bei knapp 30 % der Erkrankten (und 4 % der Kontrollpersonen) angegeben, dass sie Schweinehackfleisch roh verzehrt hatten.

In Deutschland und anderen europäischen Ländern ist Campylobacter mittlerweile der häufigste bakterielle Erreger von Darminfektionen des Menschen. Im Jahr 2011 wurden in Deutschland über 70 Tausend Campylobacteriose-Fälle bei Menschen gemeldet. Campylobacter-Bakterien kommen insbesondere in rohem oder unzureichend erhitztem Geflügelfleisch vor, aber auch in rohem Fleisch anderer Tierarten, in Rohmilch und bei Hühnereiern.

Die Zahl der gemeldeten Salmonellosen des Menschen, insbesondere durch Salmonella Enteritidis, hat sich in den letzten drei Jahren deutlich verringert. Dies deutet darauf hin, dass die Salmonellenbekämpfung beim Geflügel nach Verordnung (EG) Nr. 2160/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. November 2003 zur Bekämpfung von Salmonellen und bestimmten anderen durch Lebensmittel übertragbaren Zoonoseerregern, insbesondere die Verordnungen die Legehennen und Eier betreffen, erste Erfolge zeigen. Infektionen des Menschen mit Salmonella Typhimurium sind hingegen weniger stark zurückgegangen. Salmonella Typhimurium kommt vor allem in Puten- und Schweinefleisch vor. Im Rahmen des Zoonosen-Monitorings wurden im Jahr 2009 in 5 % der Hackfleischproben Salmonellen nachgewiesen, meist Salmonella Typhimurium. Dieses Ergebnis bestätigt, dass rohes Hackfleisch eine Infektionsquelle für den Menschen d arstellen kann.

Zum Schutz vor den zum Teil schwer verlaufenden Lebensmittelinfektionen sollten besonders empfindliche Personengruppen, wie Kinder unter 5 Jahren, Schwangere, Senioren oder Personen mit geschwächtem Immunsystem, vom Tier stammende Lebensmittel grundsätzlich nicht roh verzehren. Meiden sollten sie daher den Verzehr von rohem Hackfleisch bzw. Hackepeter, Rohwurst, Rohmilch und Rohmilchkäse, rohem Fisch (z. B. Sushi) und bestimmten Fischereierzeugnissen (z. B. Räucherlachs und Graved Lachs) sowie rohen Meerestieren (z. B. rohe Austern).

Insbesondere zerkleinertes Fleisch wie Hackfleisch bietet mit seiner großen Oberfläche den Mikroorganismen ideale Vermehrungsbedingungen. Zum Schutz vor Verderb und Wachstum von Krankheitserregern gelten für rohes Hackfleisch deshalb besonders strenge Anforderungen an die Herstellung und Lagerung. Deshalb sollte an der Bedientheke erworbenes Hackfleisch auch im Privathaushalt nur im Kühlschrank aufbewahrt und am Tag des Einkaufs verbraucht werden. Frisches Hackfleisch in Fertigpackungen muss mit einem Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis…“) sowie einer Beschreibung der einzuhaltenden Lagertemperatur gekennzeichnet sein. Sofern die auf der Verpackung angegebene Lagertemperatur im Haushalt nicht eingehalten werden kann, sollte Hackfleisch am Tag des Einkaufs verbraucht oder durchgebraten werden. Nach Ablauf des Verbrauchsdatums sollte rohes Hackfleisch nicht mehr verzehrt werden.

Verbraucherinnen und Verbraucher können sich weiterhin schützen, indem sie Fleisch und Geflügel vor dem Verzehr ausreichend und gleichmäßig garen, bis der austretende Fleischsaft klar ist und das Fleisch eine weißliche (Geflügel), graurosa (Schwein) oder graubraune Färbung (Rind) angenommen hat. Die Innentemperatur im Fleisch sollte mindestens 70 °C für 2 Minuten betragen und kann im Zweifelsfall mittels eines Fleischthermometers überprüft werden.

Besonders wichtig ist auch das Einhalten allgemeiner Hygieneregeln. Um Kreuzkontaminationen zu vermeiden, sollten beim Umgang mit rohen und gegarten Lebensmitteln nie dieselben Küchenutensilien verwendet werden, sofern diese vorher nicht gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt wurden. Außerdem ist es ratsam, für das Schneiden von Fleisch und Geflügel ein anderes Schneidbrett zu verwenden als für Obst und Gemüse. Die Hände sollten nach Kontakt mit rohen Lebensmitteln sofort gründlich gewaschen werden.

Ghrelin: Zum Essen verführt?

Ein Blick auf leckere Speisen genügt, um auch ohne Hunger Appetit zu bekommen. Schuld ist laut Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts das Hormon Ghrelin, das uns mehr essen lässt, als nötig.

Wer hat den Satz nicht schon einmal gehört: Ich brauche das Stück Kuchen nur anzuschauen, und schon habe ich ein Kilo mehr auf den Rippen! In diesem scherzhaft gemeinten Spruch steckt ein kleiner Funken Wahrheit, wie nun Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts belegen. Diese gingen der Frage auf den Grund, warum wir beim bloßen Anblick von leckeren Speisen Appetit bekommen. Die Antwort liegt ihren Ergebnissen zufolge beim Ghrelin. Ein Blick auf verschiedene Lebensmittelfotos ließ bei ihren Studienteilnehmern den Blutspiegel des Appetithormons deutlich ansteigen. Bilder ohne Lebensmittel blieben hingegen ohne Effekt.

Ghrelin spielt eine entscheidende Rolle bei der Nahrungsaufnahme und der langfristigen Gewichtsregulierung. In Hungerphasen schüttet der leere Magen das Hormon aus, um über die Freisetzung eines appetitauslösenden Botenstoffs im Gehirn die Lust auf Essen zu wecken. Erst wenn der Magen gefüllt ist, sinkt die Produktion wieder. Ghrelin wirkt aber nicht nur appetitanregend, sondern unterdrückt durch eine verlangsamte Fettverbrennung auch den Abbau von Fettreserven. Uns bereits beim Anblick von Lebensmitteln hormonvermittelt zu ermuntern, diese zu verzehren, mag in Urzeiten ein nützlicher Effekt gewesen zu sein. Das Nahrungsangebot war begrenzt und jede Möglichkeit, sich Energiereserven anzulegen, war überlebenswichtig.

Heute scheint der Mechanismus eher von Nachteil zu sein. Lebensmittel sind nicht nur jederzeit greifbar, sondern auch permanent sichtbar. Zeitschriften locken mit leckeren Rezepten, in jedem Werbeblock preisen Lebensmittelhersteller ihre Produkte mit appetitlichen Bildern an und kleine Snacks auf dem Schreibtisch verführen zum Naschen zwischendurch. Optische Reize sind allgegenwärtig und verleiten dazu, mehr zu essen, als gewollt. Wer kann da noch unterscheiden, was echter Hunger oder nur übermäßiger Appetit ist? Zudem spielt in Sachen bewusste Ernährung nicht nur das „Was“, sondern auch das „Warum wir essen“ eine Rolle. Um sich der verführerischen Wirkung zu entziehen, sollte außer zu den Mahlzeiten nichts Essbares im Blickfeld stehen. Gerade Snacks, Knabbereien und Süßigkeiten verschwinden besser in der Schreibtischschublade oder in den Schrank, bis tatsächlicher Appetit aufkommt. Auch die Empfehlung satt einkaufen zu gehen, ergibt in diesem Zusammenhang einen Sinn. Denn gerade ungesunder Inhalt lockt oftmals mit verführerischen Bildern auf der Verpackung.

Im Übrigen lassen auch Schlafmangel und chronischer Stress den Ghrelinspiegel ansteigen. Neben einer bewussten Ernährung sind folglich ein guter Schlaf und regelmäßige Entspannung wichtig, um eine Gewichtszunahme zu vermeiden. Welche Faktoren neben Ghrelin die Nahrungsaufnahme und langfristige Konstanthaltung des Körpergewichts beeinflussen, zeigt das neue A4-Poster „Regulation der Nahrungsaufnahme“, das im Medienshop unter www.fet-ev.eu erhältlich ist.

Pommes frites sind die Lieblinge aus der Tiefkühltruhe

Vor allem die klassische Variante mit Ketchup und Mayonnaise ist beliebt wie eh und je.

Ursprünglich stammen sie aus Belgien – inzwischen haben sie die ganze Welt erobert. Pommes frites sind in allen Ländern bei Menschen aller Altersgruppen beliebt. So natürlich auch in Deutschland. Ende 2011 erreichte der Verkauf von Tiefkühl-Kartoffelprodukten ein neues Hoch von insgesamt über 500.000 Tonnen. Mehr als die Hälfte davon waren Pommes frites. Kein Wunder: Denn die Hälfte der Deutschen zählen Pommes frites zu ihren Lieblingsprodukten aus der Tiefkühltruhe, wie eine Studie des IFAK Instituts besagt. Pommes frites sind ein Dauerbrenner bei Groß und Klein. Egal, ob als Snack zwischendurch oder als Beilage.

Pommes frites – gesünder als ihr Ruf
Pommes frites sind gesünder, als so manch einer denkt. Sie werden aus Kartoffeln hergestellt, und Kartoffeln enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe. „Diese bleiben bei der Verarbeitung natürlich bestehen“, erklärt Horst-Peter Karos, Geschäftsführer des Bundesverbandes der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie, kurz BOGK. „Und da sie sofort tiefgekühlt werden, geht auch nichts davon verloren.“ Auf 100 g Pommes frites aus dem Backofen kommen schließlich 17 mg Vitamin C und 13 mg Vitamin B3, während 100 g gekochte Kartoffeln ungefähr 12 mg Vitamin C und 8 mg Vitamin B3 enthalten. Und auch in punkto Kalorien stehen Pommes frites gar nicht so schlecht da.

Auf die Zubereitung kommt es an
Glatt geschnitten oder Wellenform, Steakhouse Frites oder U-Form – die Pommes frites-Vielfalt ist groß. Als Beilage, zum Beispiel zum saftigen Steak im Restaurant, ist die Beliebtheit der Pommes frites ungebrochen. Ein Großteil der Verbraucher bereitet sie auch gerne zuhause im Backofen zu. So kommen die gebackenen Kartoffelsticks oft als Beilage zum Menü oder als kleine Mahlzeit zwischendurch auf den Teller. Fast die Hälfte der Befragten gab bei einer Umfrage des IFAK Instituts an, dass in ihrem Haushalt mindestens einmal pro Monat, meistens jedoch sogar mehrmals die Pommes frites im Backofen brutzeln. Eine wunderbare Alternative zu Pasta oder Reis!

Volkskrankheit Bluthochdruck – Weniger Salz hilft

BfR empfiehlt Senkung des Salzgehaltes von verarbeiteten Lebensmitteln als Maßnahme gegen Bluthochdruck.

Was wäre die Suppe ohne das Salz? Der Zusatz von Salz bei der Verarbeitung von Lebensmitteln hat vielfachen Nutzen: Salz kann sowohl die Haltbarkeit als auch den Geschmack verbessern, es ist außerdem an vielen elementaren Stoffwechselprozessen in unserem Körper beteiligt. Aber ein Zuviel des Guten schädigt die Gesundheit. Ein hoher Salzkonsum kann den Blutdruck in die Höhe treiben und begünstigt Herz-Kreislauferkrankungen. Durch eine geringere Salzaufnahme kann der Blutdruck bei vielen Personen gesenkt werden. Nach einer gemeinsamen Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), des Max Rubner-Instituts (MRI) und des Robert Koch-Instituts (RKI) nimmt die Mehrheit der deutschen Bevölkerung zu viel Salz auf. Ausschlaggebend ist jedoch nicht der Griff zum Salzstreuer. Es sind vor all em Brot, Milchprodukte (z.B. Käse), Fleisch- und Wurstwaren. Diesen Lebensmitteln wird nicht nur Salz bei der Herstellung zugesetzt, sie werden außerdem viel verzehrt. Vor dem Hintergrund, dass fast die Hälfte der deutschen Erwachsenen (44 % Frauen, 51 % Männer) einen erhöhten Blutdruck haben, empfiehlt das BfR den Salzgehalt in verarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren.

Die durchschnittliche Salzaufnahme der deutschen Bevölkerung ist zu hoch. Besonders junge Männer, Kinder und Jugendliche verzehren zu viel Salz. Da es einen Zusammenhang zwischen hohem Salzkonsum und Bluthochdruck gibt, empfehlen MRI, RKI und BfR die Salzaufnahme in der Bevölkerung zu verringern. Eine salzreduzierte Ernährung ist aber nicht einfach umzusetzen, da Salz in fast allen verarbeiteten Lebensmitteln vorkommt.

Zu den Lebensmitteln, über die besonders viel Salz aufgenommen wird, gehören Brot, Milchprodukte (z.B. Käse) sowie Fleisch- und Wurstwaren. Innerhalb dieser Lebensmittelgruppen gibt es jedoch Unterschiede. Produkte, bei denen Salz zur Konservierung verwendet wird, wie beispielsweise Salami, weisen besonders hohe Salzgehalte auf. Hartkäse ist salzreicher als Frischkäse. Auch Knabbereien oder Soßen enthalten oft viel Salz. Da diese Lebensmittel jedoch deutlich seltener bzw. in geringeren Mengen als die oben genannten Nahrungsmittel verzehrt werden, tragen sie nur einen geringen Teil zur gesamten Salzaufnahme bei.

Eine Empfehlung an die Verbraucher, verarbeitete Lebensmittel in geringerem Maße zu verzehren, ist schwer realisierbar, da sie in Deutschland einen festen Bestandteil der Ernährung ausmachen. Deshalb empfiehlt das BfR den Salzgehalt in verarbeiteten Lebensmitteln zu verringern. Verbraucher sollten außerdem Salz im Haushalt generell nur mäßig verwenden, um zusätzliche Salzeinträge zu vermeiden. Eine Anpassung an den milderen Salzgeschmack kann durch eine schrittweise Reduktion erfolgen. So können Gaumen und Zunge an den abgeschwächten Geschmack gewöhnt werden.

Die blutdrucksenkende Wirkung einer salzreduzierten Ernährung kann durch körperliche Aktivität, Gewichtsreduktion, gemüse- und obstreiche Kost und das Meiden von Alkohol unterstützt werden.