Convenience Gemüse

Deutsche Millennials greifen eher zu frischen Lebensmitteln, und so ist vorgeschnittenes und verzehrfertiges frisches Gemüse auf dem Vormarsch; gleichzeitig lässt das Interesse der jungen Verbraucher an Dosengemüse nach.

Laut einer neue Untersuchung von Mintel wäre über ein Viertel der deutschen Millennials bereit, für vorgeschnittenes Gemüse wie beispielsweise in Streifen geschnittene Karotten, gehackte Zwiebeln oder Pfannengemüse mehr Geld auszugeben. In der Tat geben laut der Umfrage aus dem Jahr 2015 26 % der Verbraucher zwischen 16 und 24 Jahren und 27 % der Verbraucher zwischen 25 und 34 Jahren an, sie würden für solche Produkte tiefer in den Geldbeutel greifen. Im Durchschnitt aller Altersgruppen sind dageben nur einer von fünf (19 %) deutschen Verbrauchern bereit, mehr Geld für Gemüse dieser Art auszugeben.

Im Vergleich zu den westeuropäischen Nachbarmärkten ist die Verwendung von leicht zuzubereitendem, vorgeschnittenem und verzehrfertigem Frischgemüse in Deutschland allerdings nach wie vor eher niedrig. Während nur einer von 10 (10 %) der deutschen Konsumenten angibt, regelmäßig frisches, kochfertiges Gemüse zu kaufen, sagen 17 % der italienischen, 17 % der spanischen, 16 % der polnischen und 12 % der französischen Verbraucher aus, regelmäßig zu Produkten dieser Art zu greifen.

Einer der Gründe, warum Deutsche weniger vorgeschnittenes Gemüse kaufen, ist, dass deutsche Verbraucher mit geringerer Wahrscheinlichkeit Gemüse in Suppen oder anderen Gerichten einsetzen, da sie Gemüse als Rohkost bevorzugen. Während 35 % der spanischen, 29 % der französischen und 24 % der italienischen Konsumenten angeben, dass sie Gemüse als Zutat in Suppen oder anderen Gerichten anstatt als einzelne Mahlzeit bevorzugen, teilt in Deutschland weniger als einer von fünf (19 %) Verbrauchern diese Ansicht.

Katya Witham, Senior Food & Drink Analyst bei Mintel, berichtet:
„Neue Essgewohnheiten, die steigende Anzahl an Einpersonenhaushalten und der immer hektischere, moderne Lebensstil treiben die Nachfrage nach abgepackter Frischware in Deutschland voran. Gleichzeitig ist der Verzehr von frischem, vorgeschnittenem Gemüse in Deutschland im Vergleich zu dem der europäischen Nachbarn jedoch immer noch relativ niedrig. Das lässt sich teilweise auf die Bedenken der Verbraucher in puncto Sicherheit, Qualität und Frische geschnittener Frischware zurückführen, ebenso jedoch auf die Unterschiede in den Konsummustern bei Gemüse in den unterschiedlichen Regionen.“

In der Tat geben 40 % der Deutschen an, sie hätten Bedenken wegen der Sicherheit von Obst und Gemüse. Doch die Mintel-Untersuchung offenbart, dass der Convenience Aspekt von vorgerschnittenem Gemüse eine Möglichkeit darstellt, deutsche Verbraucher umzustimmen – vor allem jüngere Konsumenten. Tatsächlich geben drei von fünf (59 %) der Deutschen im Alter von 25 bis 34 Jahren im Vergleich zu weniger als der Hälfte (47 %) der Deutschen insgesamt an, dass die leichte Handhabung beim Kochen eine Schlüsselrolle bei ihrer Gemüseauswahl spielt.

Deutsche Millennials stellen zudem diejenige Altersgruppe dar, die das geringste Interesse am Kochen ohne jegliche Fertigprodukte zeigt. Über ein Viertel (27 %) der Deutschen im Alter von 16 bis 24 Jahren gestehen ein, dass sie unter der Woche nur selten richtig und ohne jede Fertigprodukte kochen – im Vergleich zu durchschnittlich 19 % der Verbraucher insgesamt.

Außerdem sagen nahezu zwei von fünf (39 %) der Deutschen im Alter von 16 bis 24 Jahren aus, sie würden öfter zubereitetes Obst und Gemüse kaufen, wenn es dieses in Verpackungen in Snackgröße gäbe. Nur ein Viertel (25 %) der Deutschen aller Altersgruppen teilt diese Meinung.

„Obgleich deutsche Verbraucher noch nicht ganz vom Zusatznutzen vorgeschnittener Gemüseangebote überzeugt sind, eröffnet der Aspekt der leichten Zubereitung deutschen Frischwarenunternehmen viele Möglichkeiten. Zeitsparende Neuerungen, die sich der steigenden Nachfrage der Konsumenten nach leichter Handhabbarkeit anpassen, werden in den kommenden Jahren zum Absatzmotor avancieren, da immer mehr Verbraucher immer weniger Zeit haben“, fügt Witham hinzu.

Verbraucherinteresse an Dosengemüse geht in Deutschland zurück
Parallel zum gestiegenen Interesse für Frischware und der wachsenden Konkurrenz durch gekühlte Fertiggemüseformate schrumpft das Interesse der deutschen Verbraucher an Dosengemüse. Laut Mintel kauften nur zwei von fünf (41 %) der deutschen Verbraucher 2015 wöchentlich Dosengemüse, im Vergleich zu 52 % im Jahr 2014 – ein signifikanter Rückgang von über 10 Prozentpunkten.

Darüber hinaus nahm das Verbraucherinteresse auch bei Dosenbohnen ab, wenn auch nicht so stark wie beim Dosengemüsesegment: Im Jahr 2015 kauften 23 % der deutschen Konsumenten Dosenbohnen, während es im Jahr 2014 noch 26 % waren.

Das nachlassende Interesse an Gemüsekonserven liegt vor allem an der Tatsache, dass sich Millennials von derlei Produkten nicht angesprochen fühlen. Verglichen mit der Gesamtanzahl der Verbraucher war der Anteil jener, die Gemüse- und Bohnenkonserven kauften, unter jüngeren Altersgruppen signifikant geringer: Nur 32 % der 16- bis 24-Jährigen kauften Gemüsekonserven, und nur 18 % kauften Bohnenkonserven.

Bio-Gemüsekonserven scheinen das einzige Segment zu sein, dass das Interesse jüngerer Konsumenten weckt: 13 % der 25- bis 34-Jährigen kaufen regelmäßig Dosengemüse, die als „Bio“-Produkte ausgelobt sind, im Vergleich zu nur 8 % der Verbraucher insgesamt. Beim Kauf von Obst und Gemüse gehören für deutsche Millennials Bio-Merkmale zu den wichtigsten Faktoren. Mehr als zwei von fünf (42%) Deutschen im Alter von 16 bis 24 sind der Meinung, dass Bio-Obst und -Gemüse mehr Nährstoffe enthalten als herkömmliches Obst und Gemüse – verglichen mit nur 27 % der Deutschen insgesamt.

Laut Mintel’s Datenbank weltweiter Produktneueinführungen (GNPD) ist den Herstellern von haltbarem Gemüse das starke Interesse an Angeboten für Bio-Obst und -Gemüse nicht entgangen. Denn so ist der Anteil von Produkteinführungen im Bereich von Dosengemüse mit Bio-Kennzeichen in Deutschland von 25 % im Jahr 2014 auf 39 % im Jahr 2015 sprunghaft angestiegen.

„Das nachlassende Verbraucherinteresse an Gemüsekonserven unter Millennials unterstreicht die Tatsache, dass die aktuellen Angebote das jüngere Publikum nicht begeistern können. Marken, die Dosengemüse herstellen, sollten sich jetzt modernisieren und Produkte mit Zusatznutzen entwickeln, die über positive Attribute wie etwa eine Bio-Zertifizierung, Premium-Zutaten oder ein einzigartiges Verpackungsdesign auf neue Verbraucherforderungen eingehen“, fasst Witham zusammen.

Zwei Drittel der deutschen Eis-Esser zeigen Interesse an milchfreien Alternativen

Die Nachfrage nach Speiseeis ohne Milch explodiert in Deutschland. Denn die Werbung für Milchalternativen richtet sich nicht mehr ausschließlich an Verbraucher mit besonderen Ernährungsbedürfnissen, sondern spricht eine größere Zahl gesundheitsbewusster Verbraucher an. Laut einer neuen Untersuchung von Mintel sind in der Tat beinahe zwei Drittel (63 %) der deutschen Eis-Esser an milchfreien Alternativen interessiert, wie zum Beispiel an Speiseeis, das mit Mandel- oder Kokosnussmilch hergestellt wurde.

Außerdem sind deutsche Verbraucher anscheinend sogar bereit, für solche Produkte mehr Geld auszugeben; einer von fünf (20 %) Deutschen gibt an, für Speiseeis ohne Milch mehr Geld ausgeben zu wollen; unter den Verbrauchern zwischen 16 und 24 Jahren beträgt die Zahl sogar fast ein Drittel (30 %).

Die hohe Nachfrage nach milchfreiem Speiseeis zeigt sich auch in anderen großen europäischen Ländern: 78 % der polnischen, 69 % der italienischen, 68 % der spanischen und 63 % der französischen Verbraucher signalisieren Interesse. Darüber hinaus stimmen 27 % der Verbraucher in Polen, 21 % in Italien, 25 % in Spanien und 18 % in Frankreich zu, sie würden für solche Produkte mehr Geld ausgeben.

Julia Büch, Food and Drink Analystin bei Mintel, sagt:
„Während Alternativen für Milch ursprünglich für Verbraucher mit besonderen Ernährungsbedürfnissen entwickelt wurden (z. B. Laktoseintoleranz oder Allergien), sind sie heute eher eine Frage des Lebensstils, insbesondere bei jüngeren Verbrauchern. Der Grund dafür ist eine starke Kombination aus gesundheitlichen und ethischen Gründen sowie den sich entwickelnden Geschmacksvorlieben und dem Reiz neuartiger Aromen.“

Als Reaktion auf die starke Verbrauchernachfrage gewinnen Speiseeisalternativen in Deutschland an Bedeutung, wo der Anteil der neu eingeführten Eisprodukte ohne Milch im Jahr 2015 ganze 8 % aller neuen Eisprodukte erreicht hat*; zwischen 2013 und 2014 waren es laut Mintel’s weltweiter Datenbank für Produktneueinführungen (GNPD) lediglich 2 %. Speiseeis ohne Milch expandiert in ganz Europa, wenn auch insgesamt langsamer als in Deutschland. Laut Mintel erreichte im Jahr 2015 der Anteil neuer Produkteinführungen ohne Milch in Europa insgesamt 3 % aller Neueinführungen, eine Steigerung im Vergleich zu den 2 % im Jahr 2014 und 1 % im Jahr 2013.

Außerdem war Großbritannien laut der Mintel-Untersuchung zwar seit Jahren der innovativste Markt für Speiseeis ohne Milch, jedoch scheint es ganz so, als hätten deutsche Hersteller im Jahr 2015 gewaltig aufgeholt. In der Tat führte das Vereinigte Königreich zwischen 2013 und 2015 die Innovationen bei Speiseeis ohne Milch insgesamt an und brachte 19 % dieser Produkte in Europa auf den Markt, gefolgt von Deutschland (16 %) und Italien (14 %). Wenn man allerdings das Jahr 2015 gesondert betrachtet, hat Deutschland 26 % aller neuen Speiseeisprodukte ohne Milch eingeführt und damit das Vereinigte Königreich (17 %) und Italien (12 %) abgehängt.

Außerdem verlagern sich in Deutschland neu eingeführte Speiseeissorten ohne Milch zunehmend weg von Sojamilch hin zu anderen Alternativen. Der Anteil der auf Soja basierenden Alternativen ist von beinahe 100 % im Jahr 2012 auf 35 % im Jahr 2015 gefallen; dies kam Alternativen zugute, die auf Kokosnuss, Mandel, Reis und in letzter Zeit auch auf Lupinen basieren. Nicht auf Sojamilch basierende Milchalternativen standen im Jahr 2015 also bereits hinter zwei Dritteln (65 %) aller neu auf den Markt gebrachten Speiseeisprodukte.

„Während das Image der Sojabohne aufgrund von negativen Assoziationen in Bezug auf Gesundheit und Umwelt gelitten hat, haben neue Speiseeisalternativen ohne Milch aufgrund ihres Geschmacks und ihrer Konsistenz profitiert. Außerdem werden sie bewusst verwendet, um eine Positionierung als hochwertiges Genussprodukt zu unterstreichen. Bei den meisten neu eingeführten Produkten in Deutschland ist der Aspekt „superpremium“ in der Tat zum wichtigsten Kriterium geworden, denn dekadente Geschmacksrichtungen wie gesalzenes Karamell, Apfelkuchen oder Kokosnuss-Bourbon-Vanille überwiegen in diesem Sektor“, sagt Büch.

Außerdem nehmen auch Werbeversprechen in Bezug auf Bio- und ethische Herstellung zu und sind bei beeindruckenden 90 % aller im Jahr 2015 in Deutschland neu eingeführten milchlosen Speiseeisprodukten vertreten. Beinahe die Hälfte (47 %) der deutschen Verbraucher hat daran Interesse, Bio-Speiseeis zu kaufen, und 28 % sind bereit, mehr Geld dafür auszugeben – bei den Verbrauchern zwischen 25 und 34 Jahren sind es zwei von fünf (37 %). Derweil sind drei von fünf (59 %) deutschen Verbrauchern an Speiseeis interessiert, das lokal bezogene Zutaten wie Milch von örtlichen Bauern enthält, und die Hälfte (50 %) der deutschen Verbraucher möchte handgemachtes Speiseeis kaufen.

„Nachdem milchloses Speiseeis nicht mehr nur hauptsächlich als ein Ersatzprodukt für Menschen mit Ernährungsproblemen angesehen wird, sprechen sie auch Verbraucher an, die sich nicht ausschließlich für milchloses Eis entscheiden, diese neue Vielfalt jedoch begrüßen. Die neue Welle milchfreier Produkte, die nicht mehr an Verbraucher mit besonderen Ernährungsbedürfnissen gerichtet sind, legt ihren Schwerpunkt hauptsächlich auf Geschmack und Genuss und ist so gestaltet, dass sie mit dem Besten konkurrieren kann, das milchbasiertes Speiseeis zu bieten hat“, fasst Büch zusammen.

*ausgenommen Sorbets

Tim Raue

Tim Raue eröffnet exklusives Spitzenrestaurant auf der Mein Schiff 5 –
TUI Cruises kooperiert mit Berliner Zwei-Sterne-Koch

Er steht für asiatisch inspirierte Küche der Meisterklasse, wurde mit zwei Sternen des Guide Michelin ausgezeichnet und erkochte sich 2015 insgesamt 19 Gault&Millau Punkte. Er gilt als der Überflieger der deutschen Küchenszene und erobert nun mit einem Restaurant auf der Mein Schiff 5 auch die Weltmeere. Die Rede ist von Tim Raue. Zur Indienststellung des fünften Wohlfühlschiffes im Juli 2016 eröffnen TUI Cruises und der Sternekoch an Bord das Hanami by Tim Raue. Das exklusive Restaurant mit insgesamt 120 Plätzen befindet sich auf Deck 4 inmitten des lichtdurchfluteten Innenbereichs des Diamanten am Heck des Schiffes, der sogenannten Großen Freiheit. Die Gäste können sich auf authentisch fernöstliche Küche mit chinesischen und japanischen Einflüssen freuen. Gemeinsam mit TUI Cruises habe ich das Konzept für das neue Hanami by Tim Raue auf der Mein Schiff 5 erarbeitet und jede Menge kulinarische Inspirationen geliefert, so der Sternekoch. Auf der Karte des Exklusivrestaurants finden sich unter anderem Sushi- und Sashimi-Variationen sowie Raue-Klassiker wie gedämpfter Zander mit Lauch, Ingwer und Sojasud, Wasabi-Garnelen oder japanische Thunfischpizza.

„Wir erfinden das Hanami-Konzept, das unseren Gästen bereits von anderen Schiffen unserer Flotte bekannt ist, auf der Mein Schiff 5 neu“, erklärt Wybcke Meier, CEO von
TUI Cruises. Nicht nur der exklusive Platz in der Großen Freiheit oder das von Tim Raue gestaltete Menü sind neu. Auch das gesamte Interieur des Restaurants wurde verändert: Die Raumgestaltung ist puristisch und in warmen Brauntönen gehalten. Asiatische Kunstwerke und ein hochwertiges, modernes Mobiliar aus edlem amerikanischen Walnussholz charakterisieren das Gesamtbild. Das Design-Highlight ist ein filigran ausgearbeiteter Origami-Kirschbaum des niederländischen Künstler Peter Gentenaar in der Mitte des Raumes. Raue soll auch selber ab und zu in der Kombüse stehen, heisst es.

Weitere Infos zum Hanami by Tim Raue
– Exklusives -la-carte-Restaurant (nicht im Premium Alles Inklusive-Konzept enthalten)
– 120 Plätze
– Deck 4 in der Großen Freiheit
– Öffnungszeiten: mittags von 12:00 bis 14:00 und abends von 18:30 bis 23:00 Uhr
– Weitere Infos: www.tuicruises.com/meinschiff5

BierWochen

Nach dem Motto „Erleben, Schmecken, Wohlfühlen“ steht gleich Anfang 2016 eine neue Attraktion an – die ersten kulinarischen BierWochen verwöhnen den Gaumen. Vom 10. Februar bis zum 23. April 2016 bieten Gastronomiebetriebe der Region dann jeweils mindestens drei Gerichte an, in denen Bier verarbeitet wurde. Auch zwei regionale Biersorten zum Kennenlernen stehen auf der Getränkekarte.

Als Region mit einer der größten Brauereidichten der Welt feiert die Fränkische Schweiz das 500. Jubiläum des Bayerischen Reinheitsgebots 2016 selbstverständlich in großem Stil. Neben geführten Brauereiwanderungen, einem bierig geschmückten Osterbrunnen, einer rollenden Bierverkostung in der Dampfbahn und vielen weiteren Veranstaltungen und Aktionen finden im kommenden Jahr zum ersten Mal die BierWochen statt. Angelehnt an das Konzept der Scharfen Wochen im Oktober steht vom 10. Februar bis zum 23. April 2016 ein weiteres regionales Produkt, das Bier, im Vordergrund. Nicht umsonst wurde genau dieser Zeitraum ausgewählt: Am 10. Februar beginnt die Fastenzeit, in der nach alter Klostertradition oftmals zu Bier als Nahrungsmittel gegriffen wurde. Der 23. April dagegen ist der „Tag des Deutschen Bieres“, der offizielle Geburtstag des Reinheitsgebots also.

Teilnehmende Gaststätten bieten dann mindestens drei Gerichte an, die mit Bier verfeinert wurden. Zu fränkischen Bratwürsten mit Biersauerkraut, einem Karpfenfilet im Bierteig, einem Braumeisterschnitzel oder einer Weißbiermousse passt natürlich am besten eine Biersorte aus der Region; auch davon werden zu den BierWochen mindestens zwei zum Probieren angeboten. Da fällt die Auswahl schwer; immerhin pflegen in der Fränkischen Schweiz rund 70 familiengeführte Brauereibetriebe das traditionsreiche Brauhandwerk (meist seit mehreren Generationen) und stellen qualitativ hochwertige Biere her, mittlerweile insgesamt 350 Sorten.

Unser Tipp: Wer gerne einen ganzen Abend „im Zeichen des Bieres“ verbringen möchte, ist bei einem bierigen 4-Gänge-Menü inklusive Brauereiführung bestens aufgehoben. Das Pauschalangebot der Brauerei Nikl-Bräu aus Pretzfeld ist für den 12. März 2016, 17.00 Uhr buchbar. Nach der Brauereiführung mit dem Biersommelier und Braumeister Mike Schmitt genießen die Gäste ein 4-Gänge-Menü mit vier bierigen Gerichten und den dazu passenden Bieren.

Am 12. März 2016 (und zusätzlich am 12. November 2016 jeweils um 19.00 Uhr) findet außerdem das Bierkrimidinner in Aufseß statt. Im Anschluss an das Theaterstück „Der halbe Mann und das Deutsche Reinheitsgebot“ erleben die Besucher auch im Brauereigasthof Rothenbach die Geschmacksvielfalt der Region bei einem bierigen 4-Gang-Menü.

http://www.fraenkische-schweiz.com/de/

Sylt

Guide Michelin und Gault Millau zeichnen Sylter Spitzenköche aus

Sylt bleibt Deutschlands Genussinsel Nummer eins. Das geht aus den aktuellen Bewertungen des „Guide Michelin“ hervor, der für das Jahr 2016 insgesamt sechs Sterne an vier Sylter Küchenchefs verteilt. Und auch der „Gault Millau“ erteilt den Sylter Gastronomen erneut Bestnoten. Und dennoch: Das kulinarische Selbstverständnis der Insel verbindet großartige Küche längst nicht mehr zwangsweise mit einem „Sternzeichen“.

Mit Johannes King vom „Söl’ring Hof“ (Rantum) und Alexandro Pape vom „Fährhaus“ (Munkmarsch) wartet die Genussinsel Sylt auch weiterhin mit zwei Zwei-Sterne-Restaurants auf. Beide Küchenchefs erhielten zudem vom Restaurantführer „Gault Millau“ erneut Spitzenbewertungen: jeweils 17 von 20 möglichen Punkten – wobei 20 Punkte grundsätzlich nicht vergeben werden. Ebenfalls ein Stern erstrahlt zudem wie schon in den Vorjahren über Holger Bodendorfs Restaurant im Tinnumer „Landhaus Stricker“. Der „Gault Millau“, der nach dem französischen Schulnotensystem beurteilt, gibt dem Küchenchef sogar 18 Punkte, attestiert ihm damit „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung“ und hebt ihn unter die 15 besten Restaurants Deutschlands. Auch Jens Rittmeyer vom „Kai 3“ in Hörnum verteidigte erneut seinen Stern sowie 17 Punkte.

Im Vergleich zum Vorjahr leuchten vier Sterne weniger am Sylter Gourmet-Himmel. Drei Sterne schluckte die grundlegende Änderung des gastronomischen Konzeptes im „A-ROSA Sylt“: Das mit zwei Sternen dekorierte hoteleigene Restaurant „La Mer“ schloss Anfang des Jahres, das zweite Restaurant „Spices“ setzt nach der Auszeichnung im vergangenen Jahr andere Schwerpunkte. Auch der Grand Seigneur der Sterneküche Jörg Müller geht ganz bewusst in eine andere Richtung und verzichtete auf eine neuerliche Bewertung.

Ihre Ausnahmestellung als die deutsche Genussinsel beweist Sylt auf der gesamten gastronomischen Linie. Als „besondere Adresse für kleinere Budgets“ wurde das „Bistro Stadt Hamburg“ in Westerland mit einem „Bib Gourmand“ versehen und damit von den Testern des Guide Michelin für seine regional geprägte Küche mit einem besonders günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis ausgezeichnet.

Ausgezeichnet für ihren guten Geschmack wurden vor Kurzem noch zwei weitere Sylter: Beim Wettbewerb um den „Koch des Jahres“ auf der Kölner Foodmesse „Anuga“ erkochte Sven Pietschmann, Souschef von Alexandro Pape („Fährhaus“), den dritten Platz. Damit ging er als bester Deutscher aus dem „Live Cooking“-Wettbewerb hervor. Und Bärbel Ring, seit sechs Jahren für den Weinkeller und das Zwei-Sterne-Restaurant im „Söl’ring Hof“ in Rantum zuständig, wurde vom internationalen Fachmagazin „Rolling Pin“ als „Sommelière des Jahres“ ausgezeichnet.

Offiziell: der Michelin Guide 2016

Drei Sterne im Guide MICHELIN Deutschland 2016 für „The Table – Kevin Fehling“

Neue Generation: Junge deutsche Sterne-Köche

Das neu eröffnete „The Table Kevin Fehling“ in der HafenCity Hamburg erhält von den Inspektoren des Guide MICHELIN das höchste Prädikat. Für den 38-jährigen Chefkoch Kevin Fehling ist dies nicht die erste 3-Sterne-Auszeichnung: Zuvor stieg er bereits in Travemünde mit dem Restaurant „La Belle Epoque“ in die kulinarische Top-Liga auf.

„In Kevin Fehlings beeindruckendem neuen Restaurant wird jedes Gericht zu einem emotionalen Erlebnis. Seine Küche ist geprägt durch perfekte Technik und weiß immer wieder aufs Neue zu überraschen“, freut sich Michael Ellis, internationaler Direktor des Guide MICHELIN.

„Die deutsche Gastronomie zeichnet sich durch eine hohe Dynamik aus und zählt heute unstrittig zu den Besten der Welt. Vor allem eine junge Generation top ausgebildeter, hoch motivierter und innovativer Köche sorgt für frischen Wind. Dies zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass von den 26 neu mit einem Stern ausgezeichneten Restaurants viele einen Küchenchef haben, der jünger als 30 Jahre ist“, so Michael Ellis weiter.

Sterne-Regen über Berlin
Auch Berlin befindet sich kulinarisch weiter im Aufwind: Mit dem „Horváth“ verfügt die Bundeshauptstadt über ein neues 2-Sterne-Restaurant. Hinzu kommen fünf neue 1-Stern-Restaurants an der Spree. Damit hat Berlin jetzt insgesamt 20 Sterne-Restaurants, über denen zusammengezählt 26 Sterne leuchten. Insgesamt liegt die Zahl der im Guide MICHELIN Deutschland 2016 mit einem oder mehreren Sternen ausgezeichneten Häuser auf dem historischen Höchststand von 290 Adressen. Dies sind knapp 30 Prozent mehr als noch 2010 und belegt die rasante Entwicklung der deutschen Spitzengastronomie. Der Guide MICHELIN Deutschland 2016 kommt am 13. November in den Handel und ist in Deutschland für 29,95 Euro erhältlich.

Neuer Rekord bei 1-Stern- und 2-Sterne- Restaurants
Eine neue Bestmarke verbucht der Guide MICHELIN Deutschland 2016 bei den 2-Sterne-Restaurants mit jetzt 39 Adressen. Dies sind mehr als doppelt so viele wie 2010. Bemerkenswert: Von den vier neuen Restaurants in der 2-Sterne-Klasse liegen drei in Großstädten: das „Horváth“ in Berlin, das „Atelier“ im Bayerischen Hof in München und das „Lafleur“ in Frankfurt am Main. Vierter Aufsteiger in die 2-Sterne-Liga ist das „Schanz. Restaurant.“ in Piesport an der Mosel.

Die Zahl der 1-Stern-Restaurants ist mit 241 Adressen ebenfalls so hoch wie nie zuvor. Insgesamt erhalten 26 Häuser die begehrte Auszeichnung neu, darunter allein fünf Restaurants in Berlin – das Restaurant „Richard“, das „Markus Semmler“, das „Nobelhart & Schmutzig“, das „Bandol sur Mer“ und das „Bieberbau“ – und drei in Frankfurt am Main – das „Gustav“, das „Restaurant Villa Merton“ und das „Seven Swans“. Die Mainmetropole zählt damit ebenfalls zu den Gewinnern im Guide MICHELIN Deutschland 2016.

Nach der Schließung des „Amador“ in Mannheim geht die Zahl der deutschen 3-Sterne-Restaurants von elf auf zehn zurück. Dennoch bleibt Deutschland nach Frankreich das Land, das die meisten Adressen mit dem Spitzenprädikat für Kochkunst auf höchstem Niveau vorweisen kann in Europa. Nur etwa einhundert Adressen weltweit tragen diese Top-Auszeichnung des Guide MICHELIN.

Hier jetzt alle Links zum Guide Michelin 2016:

Das erste Gerücht: http://www.gourmet-report.de/artikel/346967/Kevin-Fehling-erhaelt-drei-Sterne/

Berlin sahnt ab: http://www.gourmet-report.de/artikel/346971/Sterneregen-fuer-Berlin/

Die Liste aller neuen Michelin Sterne (inoffiziell):
http://www.gourmet-report.de/artikel/346972/Alle-neuen-Michelin-Sterne-2016/

jetzt offiziell mit Bestätigung: http://www.gourmet-report.de/artikel/346973/Offiziell-der-Michelin-Guide-2016/

Alle neuen Michelin Sterne 2016 (offizielle Liste):
http://www.gourmet-report.de/artikel/346974/Alle-neuen-Michelin-Sterne-2016/

Alle gestrichenen Michelin Sterne 2016 (offizielle Liste):
http://www.gourmet-report.de/artikel/346975/Alle-gestrichenen-Sterne-Michelin-2016/

Die Liste aller 1 Sterne-Restaurants 2016 nach Bundesländern:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10153416473743124

Die Liste aller 2 Sterne-Restaurants Michelin 2016: https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10153416471418124

Die Liste aller 3 Sterne-Restaurants 2016:
https://www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10153416470783124/

Statistik Michelin 2016:
https://www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10153416463278124/?type=3

Guide MICHELIN „Bib Gourmand Deutschland 2016“

Mit dem Guide „Bib Gourmand Deutschland 2016″ gibt der Guide MICHELIN erstmals eine eigene Ausgabe für die deutschen „Bib Gourmand“-Adressen heraus. Das Buch stellt auf 288 Seiten alle Restaurants vor, die 2016 die beliebte Auszeichnung erhalten. Der Bib Gourmand empfiehlt eine gute, häufig regional geprägte Küche, die mit einem besonders günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis kulinarische Genüsse auch für kleinere Budgets ermöglicht. „Ein Maximum an Schlemmerei bis 37 Euro: gute Produkte, die schön zur Geltung gebracht werden, eine moderate Rechnung“, verspricht der Guide MICHELIN. Namensgeber für den Bib Gourmand ist das freundliche Michelin Männchen „Bibendum“, das in Frankreich Bibendum oder kurz Bib genannt wird.

Der Guide MICHELIN reagiert mit dem neuen Titel auf den großen Zuspruch der Bib Gourmand-Restaurants bei den Lesern. Die Neuerscheinung kommt am 13. November in den Handel und ist in Deutschland für 17,90 Euro erhältlich, in Österreich für 18,40 Euro.

„Jahr für Jahr feiert der Bib Gourmand große Erfolge sowohl bei den Restaurantbesuchern als auch bei den Gastronomieprofis, die begeistert sind von dieser Marktnische, die Qualität und Einfachheit verbindet“, kommentiert Michael Ellis, internationaler Direktor des Guide MICHELIN, die große Beliebtheit der Empfehlung für preisbewusste Genießer. „Oft unterschätzt, aber immer zahlreicher und echte Favoriten bei unseren Inspektoren, genießen die Bib Gourmand-Restaurants einen hohen Stellen-wert bei den Lesern des Guide MICHELIN“, so Ellis weiter.

Insgesamt 469 Bib Gourmand-Adressen in Deutschland
In Deutschland erleben die Bib Gourmand-Restaurants einen regelrechten Boom. Mit insgesamt 469 Adressen finden sich in der Erstauflage des Guides „Bib Gourmand Deutschland“ rund 30 Prozent mehr Häuser, die das Prädikat tragen, als noch 2010. Insgesamt 50 Restaurants erhielten die Auszeichnung zum ersten Mal. Mit 151 Adressen finden sich die meisten Bib Gourmand-Restaurants nach wie vor in Baden-Württemberg. Die deutsche Bib Gourmand-Hauptstadt liegt allerdings im Norden: Hamburg mit allein 15 ausgezeichneten Restaurants.

Alle ausgezeichneten Restaurants finden Sie auf unserer Facebookseite:

Die gestrichenen Restaurants 2016:
https://www.facebook.com/gourmetreport/photos/p.10153411943223124/10153411943223124/?type=3

Alle neuen Bib Gourmand Deutschland 2016:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10153411940428124

Die gesamte Liste aller Bib Gourmands des Guide Michelin Deutschland 2016:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10153411954078124

Milchshakes – wichtige Warnhinweise fehlen

Hochsommerliche Temperaturen am Wochenende und ein erfrischender Milchshake gehört dazu – das Angebot ist vielfältig und bunt. Das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat das farbenfrohe Angebot genauer unter die Lupe genommen und zwölf Milchshakes auf den Gehalt von Zusatzstoffen und deren Kennzeichnung untersucht. Das Ergebnis: zwei stark eingefärbte Milchshakes mit künstlichen Farbstoffen mussten beanstandet werden, da der zusätzliche Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen“ fehlte. In keiner Probe wurden Konservierungs- oder Süßstoffe nachgewiesen.

In insgesamt drei Proben wurden künstliche Farbstoffe festgestellt. Der Zusatz von synthetischen Farbstoffen in Milchshakes ist zwar erlaubt, muss aber kenntlich gemacht werden. Bei einer der zwei beanstandeten Proben fehlte sowohl die Angabe „mit Farbstoff“ als auch der zusätzliche Warnhinweis. Bei der zweiten Probe fehlte der Warnhinweis.

Die beanstandeten Milchshakes enthielten sogenannte Azofarbstoffe. Diese Farbstoffe (Gelborange S (E110), Chinolingelb (E104), Azorubin (E122), Allurarot (E122), Allurarot AC (E129), Tartrazin (E102) und Cochenillerot A (E 124) müssen mit dem zusätzlichen Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ versehen werden, da sie im Verdacht stehen, sich möglicherweise nachteilig auf das Verhalten hyperaktiver Kinder auszuwirken.

Im Labor wurden zwölf lose Proben aus Eisdielen und Cafés mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, wie Vanille, Erdbeere, Schokolade untersucht. Die Zusammensetzung von Milchshakes ist rechtlich nicht geregelt. Üblicherweise wird Milch mit Speiseeis, Obst, Schokolade oder Aromen verquirlt. Auch Sahne oder Joghurt werden verwendet, ebenso Nüsse, aromatisierte Sirupe oder Gummibärchen. Bei der Herstellung können synthetische Zusatzstoffe beigefügt werden, um zum Beispiel die Farbe zu verstärken, diese müssen aber kenntlich gemacht werden.

Die Beanstandungsquote von 17 Prozent hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr (16 Prozent, 32 Proben, davon vier mit Beanstandungen) nicht verbessert.
Auch hier war mangelnde Kennzeichnung der Hauptbeanstandungsgrund, vor allem der fehlende Warnhinweis bei der Verwendung von Azofarbstoffen. Das LAVES wird deshalb weiterhin regelmäßig einmal im Jahr, vorzugsweise im Sommer, Milchshakes analysieren.

Die Untersuchungen für diesen Sommer sind angelaufen, bis August werden insgesamt 60 Proben aus allen niedersächsischen Kommunen erwartet.

www.laves.niedersachsen.de.

Die besten Restaurants für jeden Tag

DER FEINSCHMECKER bringt wegen des großen Erfolges eine komplette Neuauflage des Guides „Die besten Restaurants für jeden Tag 2015/2016“ heraus.

Der neue „Alltags-Guide“ enthält legere Alternativen zu den renommierten Gourmetrestaurants: Insgesamt 500 muntere Bistros, beliebte Szenelokale und gemütliche Gasthäuser von Sylt bis zum Bodensee werden vorgestellt. Alle bieten zwanglosen Genuss, Wohlfühlatmosphäre, freundlichen Service und günstige Preise.

Für die neue Ausgabe wurden alle Lokale getestet, neu bewertet und sind mit den wichtigsten Daten wie Öffnungszeiten, Kontaktdaten und Preisen aufgeführt.

Der Restaurant-Guide liegt der aktuellen Juli-Ausgabe des Magazins bei, die ab sofort im Zeitschriftenhandel zum Preis von 9,95 Euro erhältlich ist.

Servicestudie: Weinhändler 2015

Die Beratung beim Weinfachhändler ist gut, aber keineswegs perfekt. Und Service-Extras sind stark im Kommen. Dies zeigt die aktuelle Servicestudie von sieben Weinhändler-Filialketten, die das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) im Auftrag des Nachrichten- senders n-tv durchgeführt hat.

Wer ein Wein-Fachgeschäft aufsucht, erwartet vor allem zwei Dinge:
eine gute Beratung und eine ebensolche Auswahl. Der Servicetest ergab, dass sich das Personal durch Fachkundigkeit auszeichnete. So wurden in den insgesamt 70 Filialbesuchen sämtliche Kundenfragen korrekt beantwortet. Auch das Angebot erzielte im Schnitt ein gutes Ergebnis. Nicht nur das Weinsortiment, sondern auch das vielfältige Weinzubehör sowie zahlreich vorhandene Aktionsangebote überzeugten.
Um sich der starken Konkurrenz der Supermärkte zu erwehren, setzen die Weinhändler auch zunehmend auf Extra-Services. In der überwiegenden Anzahl der Filialen zählten kostenlose Weinverkostungen zum Angebot. Auch Veranstaltungen wie Wein-Seminare und Themenabende sind inzwischen probate Mittel der großen Fachhändler, um die Kundenbindung zu stärken. Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität: „Das Ziel, dem Kunden Einkaufs-Erlebnisse zu bescheren, ist kein Zufallsergebnis, sondern Ausdruck einer klaren Strategie.“

Das Gesamtergebnis ist erfreulich: Der Service der Weinhändler verbesserte sich im Vergleich zur Vorstudie (2015: 79,6 Punkte – 2013: 78,5 Punkte) und erreichte ein insgesamt gutes Niveau. Drei Unternehmen sicherten sich das Qualitätsurteil „sehr gut“.

Doch nicht jede kompetente Beratung ist auch rundum gut. Häufig wurden die Kundenwünsche und -erwartungen nicht ausreichend berücksichtigt. „In nicht einmal jedem zweiten Gespräch wurden die Kunden nach ihren Preisvorstellungen gefragt. Und auch relativ selten stellten die Berater neben ihrer Empfehlung auch ausreichend Produktalternativen vor“, kritisiert Marktforschungsexperte Markus Hamer. Eine echte Stärke der Mitarbeiter war wiederum deren ausgesprochene Freundlichkeit und ihr hilfsbereites Auftreten – ein Umstand, den Kunden erwarten, der aber keine Selbstverständlichkeit ist wie zahlreiche Servicestudien des DISQ belegen.

Als Testsieger ging Barrique mit dem Qualitätsurteil „sehr gut“ aus der Servicestudie hervor. Das Personal war ausgesprochen freundlich und ging auch mit Beschwerden sehr kundenorientiert um. Zudem traten die Mitarbeiter äußerst souverän auf und beantworteten alle Fragen korrekt und vollständig. Die Märkte verfügten über eine breite Angebotsvielfalt, waren sauber und ansprechend gestaltet und hatten außerdem die im Vergleich längsten Öffnungszeiten. Den zweiten Rang nahm Mövenpick Weinkeller ein (Qualitätsurteil: „sehr gut“). Die Beratungen waren individuell auf die Kundenanfragen abgestimmt und zeichneten sich durch die gezielteste Bedarfsanalyse aus. Das freundliche und hilfsbereite Personal stellte zudem stets verschiedene Produktalternativen vor. Der Anbieter überzeugte darüber hinaus mit dem vielfältigsten Weinsortiment im Test. Rang drei belegte Wein-Musketier, ebenfalls mit dem Qualitätsurteil: „sehr gut“. Die Stärke des Unternehmens lag in der Kompetenz der Mitarbeiter, die alle Fragen korrekt und fast immer vollständig beantworteten. Zudem gingen die sehr freundlichen Berater mit am individu- ellsten auf Kundenwünsche ein und berieten inhaltlich verständlich. Das umfangreichste Angebot an Zusatzservices rundete das positive Gesamtbild ab.

Im Rahmen der Studie untersuchte das Deutsche Institut für Service-Qualität sieben große Weinhändler. Basis der Servicestudie bildeten jeweils zehn ver- deckte Besuche (Mystery-Tests) in verschiedenen Filialen eines jeden Unternehmens. Untersucht wurden dabei unter anderem die Kompetenz und Freund- lichkeit der Mitarbeiter, das Angebot, die Wartezeiten, die Gestaltung der Räumlichkeiten sowie Zusatzservices wie Gratis-Weinverkostungen vor Ort oder Themen-Veranstaltungen. Insgesamt flossen 70 Servicekontakte in die Auswertung ein.