Ein Jahr neue Condor – ein Jahr der erfolgreichen Neuausrichtung

Ein Jahr nach der Wiedereinführung des traditionellen Markennamens kann Condor auf eine erfolgreiche Bilanz zurückblicken. „Das Sanierungsprogramm läuft plangemäß, die Kostensenkungsmaßnahmen sind bereits zu zwei Dritteln umgesetzt, das Einzelplatzgeschäft, das wir zur wesentlichen Säule unseres Angebots ausbauen wollen, ist stark gewachsen, und unser Ergebnis haben wir erheblich verbessert“, fasst Ralf Teckentrup, der für die Airlines zuständige Vorstand der Thomas Cook AG, die wesentlichen Erfolge der vergangenen zwölf Monate zusammen.
Ergebnis im ersten Halbjahr 2004/05 verbessert

Die wirtschaftlichen Ergebnisse des ersten Halbjahres 2004/05 (1. November 2004 bis 30. April 2005) spiegeln den Erfolg der Neuausrichtung wider. Die Zahl der Fluggäste konnte um 7,4 Prozent, die Auslastung der Flugzeugkapazitäten um 1,6 Prozentpunkte gesteigert werden. Gleichzeitig reduzierte sich der im Winterhalbjahr übliche Verlust (Ergebnis vor Steuern) um 39 Prozent. „Diesen positiven Trend“, so Ralf Teckentrup, „wollen wir natürlich auch im Sommer weiter fortsetzen, damit wir am Ende des Jahres den angestrebten Gewinn ausweisen können.“ Allerdings gebe es Belastungen durch anhaltend hohe Treibstoffpreise und die Flugausfälle, die durch die Flutkatastrophe in Südasien hervorgerufen wurden. „Das summiert sich im laufenden Geschäftsjahr auf insgesamt 50 bis 60 Millionen Euro,“ so Ralf Teckentrup, „die wir durch andere Maßnahmen kompensieren müssen.“

Produktivität gesteigert, Linienflugplan etabliert

Neben den Maßnahmen zur Kostensenkung haben deutliche Produktivitätssteigerungen zu den verbesserten Ergebnissen beigetragen. So lag die Flottenproduktivität im ersten Halbjahr 2004/05 um 18,2 Prozent über dem vergleichbaren Niveau des Vorjahres. Ralf Teckentrup: „Diese enorme Steigerung haben wir nur erzielen können, weil sich alle unsere Mitarbeiter voll hinter die Sanierungsbemühungen gestellt haben.“

Einzelplatzgeschäft gewinnt an Bedeutung

Zur Neuausrichtung der Condor gehörte auch das Ziel, durch eine Verbesserung des Produktes mehr Kunden – vor allem mehr Individual- und Geschäftsreisende – zu gewinnen. Ralf Teckentrup: „Der Übergang von einem Charterflugplan mit vielen kurzfristigen Änderungen zu einem stabilen Linienflugplan mit täglichen Verbindungen zu den wichtigsten Zielen erhöht die Produktivität, vereinfacht die Organisation, und vor allem: es ist kundenfreundlich. Wir sind heute eine Qualitätsairline, die weiterhin von Reiseveranstalterkunden, aber eben auch immer öfter von Individual- und Geschäftsreisenden gewählt wird. Die Strategie, durch die Beibehaltung guter Serviceleistungen und gleichzeitige Einführung von günstigen Preisen ganzjährig die Zahl der Kunden maßgeblich zu erhöhen, ist aufgegangen.“

Mit der Einführung der Einstiegspreise von 29 Euro für die Kurz- und Mittelstrecke und 99 Euro für die Langstrecke hat sich Condor im Mai 2004 als Qualitätsairline im Wettbewerbsumfeld der Low-Cost-Carrier etabliert. Dieses veränderte Geschäftsmodell hat sich im Markt als äußerst erfolgreich erwiesen. Im Winterhalbjahr konnte die Zahl der Fluggäste, die ein individuelles Condor-Ticket gekauft haben, um 80 Prozent gesteigert werden. Die hohe Nachfrage im Einzelplatzverkauf hat dazu geführt, dass mittlerweile gut ein Drittel aller Sitzplätze der Condor über diesen Absatzkanal verkauft werden. Ralf Teckentrup: „Damit haben wir unsere ursprünglichen Erwartungen deutlich übertroffen. Wir setzen hier auf weiteres Wachstum und haben uns das Ziel gesetzt, den Anteil von individuell verkauften Tickets im nächsten Jahr auf über 40 Prozent zu steigern.“