Reduktion von Fett, Salz und Zucker

Aus falscher Ernährung resultierende Krankheiten sind ein großes Problem moderner Gesellschaften. Eine Ernährungsumstellung wäre in vielen Fällen die beste Möglichkeit, dagegen anzugehen. Doch Ernährungsgewohnheiten sind im Leben sehr fest verankert und vielen Menschen fällt es schwer, hier Änderungen dauerhaft umzusetzen. Ein Weg, sich bei gleichbleibendem Ernährungsverhalten besser zu ernähren, kann die Änderung der Rezeptur oder Zubereitungstechnik verarbeiteter Lebensmittel sein. Das Max Rubner-Institut (MRI) forscht darum im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zu Möglichkeiten, Lebensmittel mit weniger Salz, Zucker und Fett herzustellen.

„Einfach weglassen“ kann man die Lebensmittelbestandteile Salz, Zucker und Fett bei den meisten Produkten nicht. Fast immer hat der Nährstoff mehr als eine Funktion im Lebensmittel. Salz im Käse hemmt zum Beispiel gefährliche Mikroorganismen, Zucker in Milchprodukten beeinflusst die zur Jogurt-Herstellung nötigen Bakterienkulturen und Fett ist bekanntermaßen ein wichtiger Geschmacksträger. Auch die eingesetzten Technologien wirken sich in mehr als einer Hinsicht auf das Lebensmittel aus.

Die Veränderung von Zellstrukturen, wie sie etwa beim Einsatz von Hochdruck passiert, beeinflusst zum Beispiel die Haltbarkeit von Lebensmitteln, aber auch den Geschmack. Genau darauf basiert eines der Forschungsprojekte des Max Rubner-Instituts. Gemüsesäften und -pürees mit und ohne Kochsalz-Zugabe werden mit Hochdruck behandelt. Wie bereits in anderen Studien gezeigt werden konnte, verändert sich dadurch die Geschmackswahrnehmung – weniger Salzzugabe ist erforderlich. Die Produkte werden dann hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe mit nicht behandelten Säften und Pürees verglichen.

In einem anderen Projekt ersetzen die Wissenschaftler das üblicherweise in Backwaren verwendete Fett durch hochwertiges Rapsöl. Dazu ist es erforderlich, das Öl so zu stabilisieren und zu verfestigen, dass es die Funktion der bisher verwendeten Fette im Teig übernehmen kann. Neben den Untersuchungen zur Backfähigkeit und Lagerung stehen auch Tests zur Verbraucherakzeptanz im Forschungsplan.

Kaltgeräucherter Lachs, Matjesfilet, Bismarckhering – lecker, aber auch recht salzig. Traditionell übernimmt das Salz hier wichtige Funktionen bei der Haltbarmachung. Die Wissenschaftler planen, die Rezeptur zu ändern und die eingesetzte Menge an Kochsalz (Natriumchlorid) zu reduzieren. Selbstverständlich wird das entstehende Produkt hinsichtlich Sicherheit, Qualität und Geschmack geprüft.

Eine ähnliche Herausforderung besteht, wenn Salz bei Kochschinken oder Brühwürsten reduziert werden soll. Die Wissenschaftler erproben hier neben dem Einsatz von Salzersatzstoffen auch den von Stoffen, die die Geschmacksempfindung für den fünften Geschmack Umami (neben süß, salzig, bitter, sauer) stimulieren sollen und so das Empfinden der Salzigkeit stärken. Zudem wird auch bei der Fleischforschung die Hochdrucktechnologie zur Verstärkung des salzigen Geschmacks eingesetzt. Die Wissenschaftler haben sich zum Ziel gesetzt aufzuklären, auf welchen Mechanismen die Wirkung der neuen Technologie beruht.

Das ehrgeizige Ziel beim Schnittkäse ist, den Natriumgehalt unter 0,4 Gramm pro 100 Gramm Käse zu drücken – natürlich ohne Qualitätseinbußen. Dazu werden unter anderem spezielle Starter- und Zusatzkulturen mit verstärkter Aromabildung erprobt, die die geschmacklichen Veränderungen durch reduzierten Kochsalzeinsatz kompensieren sollen. Auch beim Käse soll zudem mit Salzersatzstoffen gearbeitet werden. Da Salz beim Käse auch mikrobiologisch von großer Bedeutung ist, werden die Wissenschaftler diesen Bereich während der Käsereifung intensiv verfolgen. Um ganz sicher zu sein, dass am Ende kein Risiko von dem Salz-reduzierten Produkt für den Verbraucher ausgeht, werden gezielt Stämme von Lebensmittelinfektionen auslösenden Bakterien, zugesetzt. Im Endprodukt muss ausgeschlossen sein, dass sich diese Bakterien im Käse vermehren können.

Insgesamt werden vom Max Rubner-Institut neun Projekte gestartet, die sich der Reduktion von Fett, Salz und Zucker beziehungsweise dem Einsatz von Ersatzprodukten oder der Erhöhung der Geschmackswirkung – bei Zucker und Salz – widmen. Wenn diese erfolgreich beendet sind, werden die Ergebnisse bekannt und für Nutzer zugänglich gemacht.

www.mri.bund.de

Superfoods für Superblöde?

Superfoods sind buchstäblich in aller Munde. Die Medien sind voll mit Berichten über die trendigen Lebensmittel. Im Bekanntenkreis werden eifrig neue Chiasamen-Rezepturen ausgetauscht. Kollegen tunen ihr Müsli mit Acai- und Aroniabeeren. Und der Lebensmitteleinzelhandel stockt zügig die Regale mit Granatäpfeln und Algen, Amaranth-, Quinoa- und Hirseprodukten auf. Superfoods haben längst den Sprung vom staubigen Reformhausregal in den heimischen Supermarkt und den Discounter geschafft.

Doch was ist ein Superfood? Das „Oxford English Dictionary“ beschreibt den Begriff Superfood als „ein nährstoffreiches Lebensmittel, das als für Gesundheit und Wohlbefinden besonders förderlich erachtet wird“. Eine klare, fachliche Definition aber fehlt. Das wiederum erweist sich als Glücksfall für die Industrie, die stetig neue vermeintlich ultragesunde Produkte auf den Markt bringt. Laut „Die Welt“ ist die Verkaufsmenge von Chiasamen in den letzten beiden Jahren rapide angestiegen. Verkaufte der deutsche Lebensmittelhandel zu Beginn des Imports im Jahr 2013 gerade einmal 20 Kilogramm des wertvollen Samens, waren es 2015 bereits knapp 664 Tonnen. Es scheint, als greife der gesundheitsbewusste Verbraucher tief in die Tasche, um sein Verlangen nach mehr Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Energie mit exotischen Produkten aus aller Welt zu stillen.

Doch wissenschaftliche Untersuchungen zu den Lebensmitteln selbst sind selten. Die postulierten gesundheitsfördernden Eigenschaften einiger Inhaltsstoffe indes sind nicht neu. Und so geraten bei all dem Wirbel um die neuartigen, exotischen Superfoods aus Asien und Südamerika die Vorzüge der heimischen Nährstoffwunder in Vergessenheit. Hinsichtlich der Nährstoffzusammensetzung, des Preises und der Verfügbarkeit sind diese den regionalen Vertretern aber nur selten überlegen. Den heimischen Nährstoffwundern allein fehlt das übertriebene Marketing. Auch Heidel-, Johannis- und Holunderbeeren, Hagebutten, Karotten und Kürbis liefern jede Menge Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Wurzel- und Knollengemüse wie Topinambur, Rote Beete, Pastinaken und verschiedene Kohlsorten wie Grünkohl, Rosenkohl, Rotkohl oder Kohlrabi sind ebenso wichtige Nährstofflieferanten, die unseren Speiseplan bereichern. Im Vergleich zu den enorm gehypten Chiasamen sind Leinsamen als Omega-3-Fettsäuren- und Ballaststoffquelle eine günstige, nicht weniger wirkungsvolle Alternative.

Die Quintessenz: gesundheitsfördernde Effekte lassen sich durch den Verzehr einzelner, zum Teil überteuerter Produkte nicht erzielen. Exotische Superfoods erweitern die Palette unserer täglichen Lebensmittelauswahl, sind aber kein Allheilmittel. Die grundlegende Empfehlung, möglichst frische und unverarbeitete Lebensmittel zu konsumieren und auf Abwechslung und Vielfalt zu achten, bleibt also. Wer weiß, vielleicht entpuppt sich ja die ein oder andere längst vergessene heimische Gemüsesorte als kleines Geschmackswunder für den eigenen Speiseplan.

Massimo Bottura

Sternekoch Massimo Bottura ist neuer Maserati Markenbotschafter

Mit Massimo Bottura hat Maserati einen neuen Markenbotschafter, der hinsichtlich Herkunft, virtuosem Können und Renommee perfekt zu dem traditionsreichen Sportwagenhersteller passt. Bottura ist gebürtiger Modeneser und führt in seiner Heimatstadt die mit drei Michelin Sternen ausgezeichnete Osteria Francescana, die bei den Profikritikern zu den drei besten Restaurants der Welt gehört.

Die Partnerschaft zwischen Maserati und Bottura wurde mit der Werksabholung seines schwarzen Ghibli S Q4 besiegelt. Das Fahrzeug ist, so wie auch die Kreationen des erfolgreichen Kochs, bis ins letzte Detail individualisiert.

Zur Fahrzeugübergabe war auch Harald Wester, CEO von Maserati, zugegen: „Diese Initiative stellt eine wahrhaft geschmackvolle Zusammenarbeit dar. Sie ist durch eine vollkommene Übereinstimmung von Werten gekennzeichnet, die weltweit gefeiert werden und Ruhm genießen.“ Harald Wester nutzte die Gelegenheit, um Bottura persönlich mit dem Maserati Trident Award zu ehren. Er überreichte dazu eine Miniatur der Statue des Neptun-Brunnens aus Bologna, der einst den Künstler Mario Maserati zu dem heute so berühmten Markenemblem des Sportwagenherstellers inspirierte.

Der musik- und kunstbegeisterte Massimo Bottura ist bereits seit seiner Kindheit großer Maserati Fan. Kein Wunder, dass für ihn sein neuer Ghibli einen besonders hohen Stellenwert hat – ähnlich wie auch seine Sammlung an Vinyl-Schallplatten und Kunstwerken. „Der Ghibli S Q4 ist für mich die perfekte Mischung aus reinem Stil, lebendiger Persönlichkeit, raffinierten Details und diesem einzigartigen italienischen Design – ein Flair, das auf einem beneidenswerten Kulturerbe und intensiver Forschung basiert. Genau das ist der Grund, weshalb ich sofort wusste, dass dieses Fahrzeug genau das richtige für mich ist“, betonte Massimo Bottura.

www.maserati.de

Das Auge isst mit

Bilder von Nahrungsmitteln als Forschungsgegenstand

Ein Forscherteam um Kathrin Ohla vom Deutschen
Institut für Ernährungsforschung (DIfE) und Jens Blechert von der
Universität Salzburg hat eine Fotodatenbank für Ernährungsstudien
zusammengestellt. Sie soll künftig psychologische Studien erleichtern
und vergleichbarer machen, die das Ernährungsverhalten oder damit
verbundene kognitive Prozesse untersuchen. Die Datenbank ist für
Wissenschaftler frei verfügbar und umfasst Fotos von 568 verschiedenen
Speisen und Getränken sowie von 315 Alltagsobjekten, welche die Forscher
von 1.988 Personen hinsichtlich ihrer Wirkung beurteilen ließen. „Unsere
Datenbank ist hinsichtlich ihrer Größe und der von uns erhobenen
Metadaten einzigartig“, sagt Ohla.

Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Daten nun in der
Fachzeitschrift Frontiers in Psychology (DOI: 10.3389/fpsyg.2014.00617).
Die Datenbank „food-pics“ ist für nicht-kommerzielle wissenschaftliche
Arbeiten frei verfügbar unter: www.food-pics.eal.ac.at .

Neben Kathrin Ohla und Jens Blechert waren auch Adrian Meule von der
Universität Würzburg sowie Niko A. Busch von der
Charité–Universitätsmedizin in Berlin an der Studie
beteiligt.

Viele Wissenschaftler führen die steigende Zahl übergewichtiger
Menschen und Probleme im Ernährungsverhalten unter anderem darauf
zurück, dass wir in unserer Gesellschaft permanent mit Nahrungsreizen
konfrontiert werden. Essen ist heute nicht nur sehr leicht und jederzeit
verfügbar, sondern wird zudem überall mit appetitanregenden Bildern
beworben. Ähnlich wie der Geruch von Lebensmitteln stellt ihr Anblick
einen ersten Sinnesreiz dar, nach dem wir entscheiden, ob die
dargestellte Nahrung essbar und schmackhaft ist oder nicht. Visuelle
Reize können somit die Lust am Essen sowie selbstregulierende Effekte
während der Nahrungsaufnahme beeinflussen und gegebenenfalls dazu
verführen, mehr zu essen als notwendig wäre. Wie bedeutsam diese Effekte
für unser Ernährungsverhalten sind, ist aber bislang noch nicht
ausreichend geklärt, denn auch unser Bewusstsein kontrolliert unser
Essverhalten. Für Wissenschaftler ist es daher nicht immer leicht zu
erkennen, wie stark Studienteilnehmer auf unterschwellige
appetitanregende oder regulatorische Reize reagieren oder wie stark
diese Faktoren das an den Tag gelegte Ernährungsverhalten bestimmen.

„Eine umfassende Bilddatenbank inklusive der zugehörigen Metadaten
könnte psychologische Ernährungsstudien optimieren, die unser
Essverhalten analysieren, da wir so unter anderem besser untersuchen
können, wie wir auf subtile visuelle Nahrungsreize reagieren“, erklärt
Kathrin Ohla, die am DIfE die Nachwuchsgruppe Psychophysiologie der
Nahrungswahrnehmung leitet. Die Verwendung von Datenbanken wie
„food-pics“ könne zudem Studienergebnisse vergleichbarer machen und
damit den wissenschaftlichen Austausch erleichtern. Dies sei bereits für
Studien gezeigt worden, die sich mit dem Thema Objekt- und
Gesichtserkennung beschäftigen oder untersuchen, welche Emotionen das
Betrachten von Bildern bei Studienteilnehmern auslöst.

Literatur: Blechert J, Meule A, Busch NA and Ohla K (2014) Food-pics:
an image database for experimental research on eating and appetite.
Front. Psychol. 5:617 ;
(http://journal.frontiersin.org/Journal/10.3389/fpsyg.2014.00617)

Einen gelungenen Nudelauflauf zaubern

Der Nudelauflauf gehört zu den beliebtesten Gerichten der Deutschen. Kein Wunder also, dass sich viele Köche darüber Gedanken machen, wie man einen solchen verfeinern kann. Eine wichtige Entscheidung beim Kochen ist die Wahl der richtigen Auflaufform. Abhängig davon, wie viele Münder mit dem Gericht gefüllt werden wollen, muss auch eine bestimmte Menge an Nudeln und Sauce eingekauft, gekocht und zubereitet werden.

Je nachdem, welche Nudelsorte man wählt, ist davon auch abhängig, wie viel Sauce man besorgen muss, denn die ein oder andere Nudelsorte vermag mehr Sauce während des Backvorgangs aufzunehmen als andere Nudelsorten. Für einen optimalen Nudelauflauf muss also schon die Wahl von Käse, Nudeln und Sauce harmonieren. Der Käse macht ohnehin vieles vom Nudelauflauf aus, da er es hauptsächlich ist, der das Aussehen des Auslaufs bestimmt – das Auge isst bekanntlich mit, somit ist das Aussehen des Essens ein durchaus wichtiger Faktor, auch hinsichtlich des Geschmacks.

Damit es am Essenstisch auf keine Fälle einen Streit gibt, ist es besonders bei Familien wichtig, wohl zu rationieren und zu überlegen, wie viele Mägen mit dem leckeren Essen gefüllt werden möchten. Gerade bei Kindern zeigt sich bei einem Nudelauflauf stets die erstaunliche Erkenntnis, dass eine Nudelauflaufform wohl zu wenig ist, denn von leckerem Nudelauflauf können Kinder nicht genug bekommen.

Für einen perfekt zubereiteten Nudelauflauf ist es ebenfalls wichtig, dass man die richtigen Gewürze benutzt. Alleine Pfeffer gibt es in unzähligen Varianten und Geschmacksrichtungen, sodass jeder Koch seinen eigenen Stil kreieren kann, um einen unvergesslichen Nudelauflauf zu zaubern. Kaum ein Gericht sorgt für derart viel Freude und Genuss.

Weitere Informationen finden Sie auf www.nudelauflauf.com

Coffea Arabica

Gerade Arabica-Kaffee gedeiht in den Tropen vor allem in kühleren Höhenlagen und an schattigen Plätzen – warum muss er dann aber von dort importiert werden, statt Kaffeepflanzen in heimischen Gefilden anzubauen? Die Antwort ist leicht: Bei uns würde die Kaffeepflanze erfrieren und verdursten, denn Kaffee braucht gleichmäßige Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad Celsius sowie hohe Niederschlagsmengen. Bis zu dreimal soviel Niederschlag wird für den Anbau benötigt, wie in unseren Breiten normalerweise fällt. Zudem ist Kaffee auf extrem gute, fruchtbare Böden angewiesen. Arabica-Kaffee wird beispielsweise an höher gelegenen, baumbewachsenen Berghängen in Afrika, Süd- und Zentralamerika sowie Asien angebaut.

Hinsichtlich seines Ursprungs führt der Name „Coffea Arabica“ in die Irre. Denn man geht davon aus, dass Äthiopien das Ursprungsland des Kaffeeanbaus ist und er erst später durch Sklavenhändler nach Arabien eingeführt wurde. Dort röstete man ihn etwa ab dem 15. Jahrhundert und trank ihn als Kaffee. Handelszentrum war die Hafenstadt Mocha, auch Mokka genannt, das heutige al-Mukha im Jemen. Derzeit sind Brasilien, Kolumbien und Afrika die Haupterzeuger. Für sehr gute Qualitäten von Arabica -Kaffee sind beispielsweise Costa Rica und Tansania bekannt. Mit „Bohnen“ hat der Kaffee übrigens botanisch rein gar nichts gemeinsam. Er zählt zu den Steinfrüchten und trägt deshalb auch die Bezeichnung „Kaffeekirsche“.
Friederike Heidenhof, www.aid.de

Lebensmittel-Online-Shops

Die Quittung für Lebensmittel-Online-Shops – Systeme stecken noch in den Kinderschuhen – Testkäufe fast ausschließlich negativ – erhebliche Bedenken hinsichtlich des Versands kühlpflichtiger Produkte

Der Lebensmittelkonzern REWE plant, Lebensmittel online zu verkaufen. Ab Winter 2011 sollen dafür vorab in einigen deutschen Großstädten verschiedene Online-Konzepte getestet werden. Das kündigte Rewe-Chef Alain Caparros im Gespräch mit der Wirtschaftswoche an. Der Kunde solle später selbst wählen können, ob er sich die per Computer bestellte Ware bringen lässt oder sie zu einer vereinbarten Zeit in der Filiale abholt – frei nach dem Drive-In Prinzip, welches die französischen Supermarktketten Auchan und Leclerc bereits seit 2007 anbieten. Für Rewe bedeuteten diese Ansätze, so Caparros, eine Art Versicherung in die Zukunft: „Wir können es uns nicht leisten, wichtige Trends zu verschlafen“.

Der Ansatz ist dabei alles andere als neu. Bereits im Juli 2010 hat Amazon Deutschland diesen neuen Vertriebsweg beschritten. Die hessische Supermarktkette Tegut folgte, auch Otto wird eventuell nachziehen. Von der Konkurrenz zeigt sich Caparros allerdings wenig überzeugt: „Wir haben ein paar Testkäufe bei einzelnen Wettbewerbern gemacht – es war abenteuerlich. Sie müssen eine halbe Woche vorher bestellen und wenn die Ware kommt, brauchen sie allein für die vielen Verpackungen einen zusätzlichen Müllcontainer, ganz zu schweigen von den Versandkosten.“

Eine erste Quittung für den Lebensmittel-Online Shop von Amazon gab es auch von einer Web-Monitoring-Studie, welche die Consline Research and Consulting AG in jüngster Vergangenheit durchführte. Demnach bewerten rund 52 Prozent der Nutzer von Online-Foren den Online-Shop als negativ. Kritisiert wird vor allem das Marketplace-System, bei dem bei einer Bestellung hohe Versandkosten anfallen können, wenn die Waren von verschiedenen Amazon-Partnern geliefert werden. Zudem äußern die Forennutzer erhebliche Bedenken hinsichtlich des Versands kühlpflichtiger Produkte. Testkäufe von derartigen Produkten werden fast ausschließlich negativ bewertet.

Und tatsächlich müssen die Unternehmen in puncto Verpackungsmaterialien ganz neue Kriterien erfüllen, um den Verbrauchern die natürliche Hemmung vor einer Online-Bestellung zu nehmen. Ein Etikett, welches die Kühlkette eines Produktes dokumentiert und Mängel auf den ersten Blick sichtbar macht, könnte Abhilfe schaffen. Produziert wird es vom baden-württembergischen Systemlöser Bizerba. Eine spezielle Pigmentfarbe auf dem Etikett wird dabei während des Verpackungsvorganges mit UV-Licht aufgeladen und erscheint zu Beginn in einem dunklen Blau. „Die anschließende Ausfärbung ins Weiße geschieht in Abhängigkeit von Zeit und Temperatur. Ist das Etikett ausgeblichen, weiß der Verbraucher, dass die Kühlkette nicht eingehalten wurde und das Produkt nicht mehr zu verzehren ist“, erklärt Claudia Gross, Director Global Marketing and Communication bei Bizerba. Er könnte es unausgepackt sofort reklamieren.

Auffällig sei zudem, so ein weiteres Ergebnis der Consline-Studie, dass im Netz wenig über andere Online-Lebensmittel-Anbieter diskutiert wird, obwohl diese schon seit Jahren um Kunden werben. Nach Amazon folge Gourmondo.de mit deutlichem Abstand. Zu Froodies, Edeka24, Lebensmittel.de oder dem Online-Angebot von Kaiser´s Tengelmann findet sich hingegen kaum Resonanz. Da der Markt des Online-Lebensmittelhandels aber sehr dynamisch ist, wird die Consline AG die Studie in Kürze wiederholen, dann vielleicht schon mit ganz anderen Ergebnissen.

Die optimalen Sitzplätze im Flugzeug

Die optimalen Sitzplätze im Flugzeug

Tipps für einen erholsamen Flug mit Extra-Komfort

Vor allem für Viel- und Langstreckenflieger spielt die Frage des optimalen Sitzplatzes im Flugzeug eine große Rolle. Schließlich gibt es schwerwiegende Unterschiede hinsichtlich Komfort und Beinfreiheit und das nicht nur in der Economy Class. Wo sich die idealen Sitze befinden, worauf bei der Reservierung zu achten ist und welche Raffinessen Fluggäste in der Business oder First Class erwarten, berichtet das Flugportal www.fluege.de .

Reisende in der Economy Class müssen sich während des Flugs meist mit wenig Komfort begnügen. In der Regel beträgt die Sitzfläche zwischen 42 und 46,5 Zentimeter und auch der Abstand zum Vordermann ist mit nur 80 Zentimetern sehr gering. Oft ist dies der Grund, warum Passagiere die Flüge als beschwerlich und unbequem empfinden.

Die deutschen Sitzhersteller stehen daher schon seit längerem vor der Herausforderung, die Ausstattung der Economy Class zu verbessern. Geschafft hat dies der weltweit drittplatzierte Sitzbauer Recaro mit seinem Economy-Class-Sitz „Comfort Line 3610“ für die A380-Flieger von Quantas. Das Design wurde sogar mit dem „2009 Australian International Design Award of the Year“ ausgezeichnet.

Wer auf Exklusivität Wert legt, fliegt allerdings weiterhin besser mit der Business oder First Class. Hier gehören gepolsterte Ledersitze, die als Bett umfunktionierbar sind, und eine großflächige Entertainmentausstattung zum Mindestmaß an Interieur.

Europaweit einzigartig ist die Idee der Lufthansa, welche auf Kurz- und Mittelstreckenflügen die mittleren Sitze unbesetzt lässt. Dies sichert den Business-Fluggästen zusätzlichen Stauraum. Bei den meisten Regionalflügen werden sogar zwei Sitze nebeneinander vergeben.

Apfelsaft-Paragraph

Der Apfel im Gesetzestext

Schon mal von der Orangenverordnung

oder der Bananenregel gehört? Wahrscheinlich

nicht, denn Vorschriften haben

selten etwas mit Obst zu tun. Nicht

so beim so genannten Apfelsaft-Paragraph:

Diese Vorschrift des deutschen

Gaststättengesetzes – genauer gesagt

der Paragraph 6 zum Ausschank

alkoholfreier Getränke – besagt, dass

in einer Gaststätte mindestens ein alkoholfreies

Getränk maximal genauso

teuer sein darf wie das billigste Getränk

mit Alkohol.
Hinsichtlich der Größe des

Getränks schaut der Gesetzgeber dann

noch einmal ganz genau hin: Verglichen

werden die Preise hier auch

anhand der Kosten für einen Liter.

Das Lieblingseis der ÖsterreicherInnen

Vanille, Erdbeer und Schokolade sind die
Lieblingseissorten der ÖsterreicherInnen

94% der ÖsterreicherInnen gönnen sich während der warmen Jahreszeit
zumindest ab und zu ein Eis, 60% zumindest 1x pro Woche und 7% sogar
täglich. Obwohl das Angebot an Geschmacksrichtungen von Jahr zu Jahr
zunimmt, favorisiert die österreichische Bevölkerung das klassische
Vanilleeis. Aber auch die Geschmacksrichtungen Erdbeer und Schokolade
werden gerne verzehrt. 7% mögen es weniger süß und greifen am liebsten
zu saurem Zitroneneis und 6% genießen primär die Schokostückchen der
Sorte Stracciatella. 6% der ÖsterreicherInnen verzichten komplett auf
den Eisgenuss.

Offenes Eis aus dem Eissalon ist der klare Favorit

Beinahe zwei Drittel bevorzugen offenes Eis aus dem Eissalon, verpacktes
Eis aus der Tiefkühltruhe, das mittlerweile nicht nur im
Lebensmittelhandel, sondern auch in anderen Handelsbranchen feilgeboten
wird, wird von 29% favorisiert. Vor allem WienerInnen und Jugendliche
nutzen vermehrt das große Angebot an Eissalons.

Beim verpackten Eis aus der Tiefkühltruhe hat Eskimo die Nase vorne

Hinsichtlich der Beliebtheit von Eismarken liegt Eskimo mit großem
Vorsprung auf dem ersten Platz. Für 70% ist das Eskimo-Eis die
Lieblingseismarke. Schöller landet mit 7% auf dem zweiten Platz,
Mövenpick wird von 3% bevorzugt und 2% schätzen das Eisangebot der
Spar-Eigenmarke.

Sample und Methodik:
Die Ergebnisse resultieren aus einer telefonischen Befragung von 500
Österreichern ab 15 Jahren – repräsentativ für die österreichische
Bevölkerung – im CATI-Telefonstudio von MAKAM Market Research GmbH
(Befragungszeit Juni 2009)