Dagmar von Cramm

Wer regelmäßig Lebensmittel isst, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, kann das Risiko für tödliche Herzkreislauf-Erkrankungen reduzieren. Zu diesem Ergebnis kam aktuell eine internationale Meta-Analyse[1], die 19 Studien aus 16 Ländern ausgewertet hat. Fazit der Studie: Pflanzliche und marine Omega-3-Fettsäuren werden mit einem 9% geringeren Risiko für tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Eine Ernährung mit der richtigen Fettsäuren-Zusammensetzung unter besonderer Berücksichtigung von Omega-3-Fettsäuren kann also entscheidend zur Herzgesundheit beitragen.

Pflanzliche Quellen sind z.B. Walnüsse, Raps- und Leinöl und damit hergestellte Margarine und Streichfette. Quellen für marine Omega-3 Fettsäuren sind fetter Seefisch, wie z.B. Lachs oder Hering. Die Autoren der Studie empfehlen, darauf zu achten, regelmäßig Omega-3 reiche Lebensmittel in die tägliche Ernährung zu integrieren. Dabei weisen sie ausdrücklich auf die Bedeutung der pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren aufgrund von Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit hin.

Großangelegte Studie aus Boston und Stanford
Die Untersuchung, ein Projekt des Fatty Acids and Outcomes Research Consortium (FORCE), führte erstmals Daten aus 19 Studien zu diesem Thema zusammen. Sie umfasst die Daten von ca. 46.000 Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und Gesundheitszustands. Studienleiter waren Dr. Dariush Mozaffarian, Vorstand der Friedman School of Nutrition Science and Policy der Tufts Universität in Boston sowie Liana C. Del Gobbo, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stanford University School of Medicine.

Nordic Diet 2.0: Regionale Quellen für pflanzliches und marines Omega-3
Wie einfach eine Ernährung mit gesunden Fetten praktisch und langfristig umzusetzen ist, erklärt Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm. Die Ernährungsgewohnheiten der Deutschen entsprechen leider oft nicht dem Ideal: zu viel tierisches Fett, zu viel Zucker und Weißmehl. Dabei liegt das Gute so nah. „Unsere beste regionale Quelle für pflanzliches Omega-3 ist Raps. Rapsöl wird nicht nur als Speiseöl, sondern auch zur Herstellung vieler Margarinen verwendet“, betont die renommierte Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm. „Auch regionaler Fisch, wie Hering oder Lachs, ist überaus reich an marinen Omega-3-Fettsäuren.“ Angesichts der Vorliebe der Deutschen für Brot, weiß sie Rat: „Roggen als Vollkorn ist wunderbar! Als Streichfett empfehle ich, aufgrund der guten Omega-3- und -6-Fettsäuren eine hochwertige Margarine zu bevorzugen.“ Wer diese gesunden Fettquellen maßvoll einsetzt und mit viel regionalem und saisonalem Gemüse kombiniert, lebt lecker und gesund!
Weitere Informationen und köstliche Rezepte zur Nordic Diet 2.0 von Dagmar von Cramm finden Sie hier: https://edelmanftp.app.box.com/s/tdusrzrp9b1edxc4cuxbaqinh79iu5ds

Die köstlichen und fettgesunden Nordic Diet 2.0-Rezepte von Dagmar von Cramm:
– Rezept 1: Grilllachs mit Möhrenstampfkartoffeln
– Rezept 2: Spitzkohlnudeln mit Kräuterei
– Rezept 3: Buchweizenblini mit Rote-Beete-Salat
– Rezept 4: Frühlingshuhn mit Roggenbruschetta
– Rezept 5: Knusper-Gemüsegratin mit Kochschinken

[1] Del Gobbo, L.C.; and Mozaffarian, D., et al. Omega-3 Polyunsaturated fatty acid biomarkers and coronary heart disease ( http://archinte.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=2530286 )
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Vlaggetjes-Tag in Scheveningen

Der erste Hering der Saison

Die Fähnchen des Kurorts von Scheveningen (bei Den Haag) flattern im Wind, von überall her ertönt Musik und sogar die jüngsten Einwohner tragen traditionelle Kleidungen: Am „Vlaggetjesdag“ (Fähnchen-Tag) am 8. Juni wird der erste Heringsfang des Jahres gefeiert. Die Einwohner Den Haags kommen scharenweise zur Küste, um den ersten „neuen Niederländer“ der Saison zu probieren und machen den Vlaggetjes-Tag so zu einem der größten Straßenfestivals in Den Haag.

Der niederländische Hering wird zwischen Mitte Mai und Ende Juni gefischt. Vorher ist der Hering zu mager, später zu fett. Der erste Fang der Saison wird am Vlaggetjes-Tag ans Ufer gebracht. Der Kapitän des ersten Schiffs, das den Hering an Land bringt, hat die Ehre, König Willem-Alexander eine Kiste Fisch persönlich zu übergeben. Das erste Fass wird bei einer Auktion verkauft und der Gewinn wird für gemeinnützige Zwecke gespendet. Neben der Verkostung von Fisch können Festivalbesucher an alten niederländischen Kinderspielen teilnehmen, zusammen mit bekannten Künstlern singen, mit Booten fahren, Bands zuhören und traditionelle Handarbeiten ausprobieren.

www.scheveningendenhaag.com

Der „neue Matjes“ ist da

Eine holländische Delikatesse

Jetzt ist Matjeszeit. Die Niederländer essen den mild gesalzenen Hering traditionell am liebsten pur. Dabei hält man den silbrigen Fisch am Schwanz und lässt ihn in den Mund gleiten. In Norddeutschland wird die Delikatesse häufig mit Kartoffeln und grünen Bohnen serviert, im Rheinland mit Bratkartoffeln und Speck. Ein Klassiker ist Matjes mit einer erfrischenden Soße aus Joghurt, Zwiebeln und Äpfeln zu Pellkartoffeln. Der Fisch schmeckt aber auch als kleine Zwischenmahlzeit mit ein paar Zwiebelringen, im Matjes-Brötchen und im Salat – etwa in Kombination mit Rote Beete und Kartoffeln. Ein Genuss ist eine geeiste Gurkensuppe mit Matjes und einem Schuss saure Sahne. Als Fingerfood eignen sich Matjestartar auf Pumpernickel und pikante Matjes-Spießchen mit Kirschtomaten und Oliven. Generell sollte der Fisch nicht erwärmt oder mitgegart, sondern erst zum Schluss hinzugefügt werden.

Matjes ist ein mild gesalzener und mit eigenen Enzymen gereifter Hering. Der Fisch wird Mitte Mai bis Ende Juni vor dem Laichen gefangen, denn zu diesem Zeitpunkt hat er noch keine Geschlechtsprodukte (Milch und Rogen) gebildet und ist besonders fettreich. Wenn die Kiemen und Eingeweide entfernt sind, kann der Matjes in Fässern mit Salz reifen. Durch Tiefgefrieren auf minus 45 Grad Celsius werden eventuell vorhandene Parasiten abgetötet. Frischen Matjes erkennen Verbraucher an der marzipanhellen Farbe und dem butterartigen Duft nach Meer und Algen. Die Innenseite des Filets darf leicht rötlich sein. Feinschmecker schätzen den mildsahnigen Geschmack der Delikatesse. Da Matjes leicht verderblich ist, sollte er möglichst rasch verzehrt und nicht wieder eingefroren werden. Holländischer Matjes wird nur mit dem blauen Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) angeboten.
Das Label in Form eines weißen Fisches auf einem blauen Oval steht für einen umweltverträglichen Fischfang, der den Erhalt der Bestände zum Ziel hat.
Heike Kreutz, www.aid.de

Neue Kunst-Kreuzfahrt an der Bohus-Küste

Ausstellungen, Galerien und das persönliche Gespräch mit lokalen Künstlern – seit Anfang April können Urlauber in Westschweden die Küste der Provinz Bohuslän auf eine neue Art erleben: Mit dem historischen Schärengartenboot M/S Svea af Bohuslän, Baujahr 1904, geht es entlang sehenswerter Highlights in der Schärenwelt nördlich von Göteborg zu verschiedenen kulturellen Sehenswürdigkeiten.

Dazu zählen beispielsweise das Nordische Aquarellmuseum auf der Insel Tjörn und die Kunstgalerie Saltarvet in Fiskebäckskil. Gespickt wird der wahlweise als Tages oder 2-Tagestour buchbare Törn mit dem Besuch pittoresker Fischerdörfer und genuinen kulinarischen Highlights.

Das neue Kreuzfahrtpaket mit Transfer ab Göteborg kann 2012 für folgende Termine gebucht werden: 4. Mai, 1. Juni, 8. Juni, 24. August, 31. August, 7. September und 28. September. Am 6. Juni, dem schwedischen Nationalfeiertag, wartet auf der Insel Klädesholmen zudem ein weiteres Highlight auf die Besucher.

An diesem Tag wird hier zusätzlich der „Tag des Herings“ – Sillens dag – gefeiert. Bei diesem Familienfest rund um den Hering werden neben leckerem Fisch auch zahlreiche Programmpunkte geboten, beispielsweise der Besuch der Heringsfabrik, des Heringsmuseums oder von Fischerbooten, geführte Touren durch die historische Fischersiedlung, Musik und Markt. Natürlich wird am Kai auch ein großes Heringsessen veranstaltet und wer möchte, kann an diesem Tag auch seinen eigenen Mittsommer-Hering kreieren. Mit Spannung erwartet wird außerdem die Präsentation des „Herings des Jahres“ vom Restaurant Salt & Sill, das zu den Organisatoren des Festes gehört.

Weitere Informationen: www.westschweden.com

"University of Fish": Regelmäßiger Fischgenuss hält gesund und fit

Am vergangenen Dienstag referierte Prof. Dr. Maria Koch im Rahmen der „University of Fish“ von „Deutsche See“ Fischmanufaktur über das Thema „Vitamin D bis Omega 3: Warum Fisch auf keinem Speiseplan fehlen darf“. Bei der Veranstaltung in der Universität Hamburg ging es auch um die Frage, welche Fischarten besonders nährstoffreich sind und dadurch zu einer gesunden Lebensweise beitragen.

Kabeljau mit Gemüse, Lachs-Pasta oder ein Fischbrötchen für Zwischendurch: Fisch und Meeresfrüchte sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Denn der Genuss aus dem Meer enthält überdurchschnittlich große Mengen an Jod, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren – Nährstoffe, die der menschliche Körper braucht. Durch diese besonders hohe Nährstoffdichte sei Fisch ein Muss auf dem Teller, und zwar in allen Lebenslagen, betont Prof. Dr. Maria Koch, Lebensmitteltechnologin bei „Deutsche See“. „Daher sollten Fisch und Meeresfrüchte ein- bis zweimal pro Woche verzehrt werden.“

Jod ist ein Spurenelement, das nur in geringer Menge im Körper vorhanden ist. Um Mangelerscheinungen wie zum Beispiel Schilddrüsenerkrankungen vorzubeugen, hilft das Würzen von Speisen mit jodiertem Salz oft nur bedingt. Als besonders schmackhafte und effektive Jodlieferanten eignen sich hingegen Magerfische. „Bereits 100 g Schellfisch, Seelachs oder Kabeljau decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Jod. 100 g Meeräsche reichen sogar aus, um den Körper zwei Tage lang mit Jod zu versorgen“, sagt Koch.

Besonders deutlich sei laut den Nationalen Verzehrstudien des Max-Rubner-Instituts die Unterversorgung der Bevölkerung mit Vitamin D, so Koch. Dabei ist für Kleinkinder und Senioren die Zufuhr von Vitamin D besonders wichtig, da es die Knochen stärkt und vor Osteoporose schützt. Hier punkten Fettfische wie Hering und Lachs, die besonders reich an Vitamin D sind. „Um auf die gleiche Vitamin-D-Zufuhr zu kommen, die der Verzehr von 100 g atlantischem Hering bietet, müsste ein Mensch 90 Liter Milch oder 2 kg Butter zu sich nehmen“, berichtet Koch, die an der Hochschule Bremerhaven Lebensmitteltechnologie lehrt.

Und nicht nur in Sachen Vitamin D sind Fettfische unschlagbar. Sie verfügen auch über einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Diese langkettigen, ungesättigten Fettsäuren spielen eine zentrale Rolle für das menschliche Gehirn und Nervensystem. Besonders Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Omega-3-Fettsäuren. Durch die in Fettfischen enthaltenen ungesättigten Fettsäuren kann ihr Verzehr auch zur Prävention von Gefäßerkrankungen beitragen.

Zum Schluss der Veranstaltung betonte Koch, dass es hinsichtlich des Nährstoffgehalts kaum einen Unterschied mache, ob der Fisch frisch oder tiefgekühlt sei oder aus der Konserve komme. „Hauptsache, der Mensch nimmt Fisch zu sich und genießt ihn. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: gesunde Ernährung und Genuss“, so die Lebensmitteltechnologin.

Kochen mit Martina und Moritz

Schlesische Küche: klassische Rezepte mit Pfiff
Die schlesischen Lieblingsgerichte, die wir meist nur noch durch die Erinnerung von Großmüttern, Onkeln und Tanten kennen, sind Spezialitäten, die nach Heimweh schmecken. Die WDR-Fernseh-Köche Martina und Moritz haben sich für ihre Reihe „Regionale Länderküche“ das berühmte Herings-Häckerle ausgesucht, das sie allerdings aus zartem Matjes zubereiten statt aus salzigem Hering. Sie servieren gereiften Olmützer Quargel auf geröstetem Gänseschmalzhappen und haben eine Version vom Schlesischen Himmelreich ausgetüftelt, das mit einer bitter-süß-würzigen Malzbiersauce wahrlich himmlisch schmeckt. Dazu die echten schlesischen Kartoffelklöße, die ja im Grunde die Verwandten der italienischen Gnocchi sind. Und sie backen einen Hochzeitskuchen, der alle wichtigsten Süßspeisen der schlesischen Küche in sich vereint: Schmand, Streusel und Mohn.

WDR Fernsehen, Samstag, 21. Januar. 2012, 17.20 – 17.50 Uhr

fish international 2012

Ob Hersteller, Verarbeiter, Händler, Gastronomen oder Wissenschaftler: Einer der wichtigsten Termine für Aktive in der Fischbranche rückt näher. Am Sonntag, 12. Februar 2012, startet die diesjährige fish international in der Messe Bremen. Knapp vier Wochen vor Beginn von Deutschlands einziger Fachmesse für Fisch und Meeresfrüchte nimmt auch das Rahmenprogramm immer konkretere Gestalt an. Die Teilnehmer erwartet ein umfangreiches Angebot an Möglichkeiten für Information und Austausch.

Schon die Jahrestagung des Fachverbandes „Der Fischfachhandel“ im Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels am Sonntag ab 14 Uhr verspricht interessante Einsichten. BVL-Geschäftsführer Christian Mieles sowie Dr. Matthias Keller, Geschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels, informieren Händler und Industrie über die Pflichten, die sich aus der neuen Verordnung zur Kennzeichnung von Fisch ergeben. Dr. Kristina Barz vom Institut für Ostseefischerei in Rostock erläutert die Leistungen der Internet-Datenbank „Fischbestände online“, Verkaufstrainer Manfred Gerdemann schult darin, wie sich die dort versammelten Informationen im Kontakt mit den Kunden verwenden lassen.

Um 17 Uhr am Sonntag vergibt das in Hamburg erscheinende FischMagazin die Branchenoscars für den Fischhandel in insgesamt neun Kategorien – vom besten stationären Fisch-Fachgeschäft bis zum Sonderpreis für die Förderung des Images von Fisch.

Im Anschluss ist Zeit zum Plaudern, Netzwerken und Speisen – bei der Schleppnetz-Party in der Halle 5. Hier treffen sich die Aussteller mit ihren Kunden in angenehmer After-Work-Atmosphäre. Für die Beköstigung sorgen Caterer. Zu probieren sind unter anderem besonders ausgefallene Kreationen: „Lutscher à la Hirnfasching“ oder „Brikett vom Hering“ heißen Schöpfungen des Sternekochs Stefan Marquard, die er als Werbung für norwegischen Hering entwickelt hat.

Am folgenden Tag – Montag, 13. Februar – bitten Vertreter der isländischen Fischereiwirtschaft ab 10 Uhr in ihr Forum zum Thema „Island: Verantwortungsvolle Fischerei zeigt neue Wege“. Das Logo „Iceland Responsible Fisheries“ attestiert geprüften Unternehmen, dass ihr Fisch unzweifelhaft aus isländischen Gewässern stammt. Sofern es sich um Kabeljau handelt, wurde dafür auch ein spezieller Zertifizierungsprozess durch eine Drittorganisation entwickelt, der den Nachhaltigkeitsmaßstäben der Welternährungsorganisation FAO sowie Standards der Normungsorganisation ISO entspricht. Der Vortrag des Wissenschaftlers Jóhann Sigurjónsson beschäftigt sich mit der Situation der isländischen Fischbestände, Peter Marshall von der irländischen Global Trust Certification Ltd. spricht über die Zertifizierung. Unter anderem wird auch der isländische Botschafter in Deutschland, Gunnar Snorri Gunnarsson, erwartet.

Ab 15 Uhr beschäftigt sich ein Forum der Lebensmittel Zeitung mit „Zertifizierungen in der Aquakultur“. Unter anderem spricht hier Silke Schwartau, Fachbereichsleiterin Ernährung der Hamburger Verbraucherzentrale. Auch Dr. Tjark Goerges vom Handelskonzern Rewe, Mario Slunitschek von der Metro Group und Manfred Krautter haben zugesagt. Letzterer ist Chef der Beratungsfirma EcoAid und hat für REWE Nachhaltigkeitskriterien für den Einkauf von Meeresfisch entwickelt. Derzeit formuliert er solche Anforderungen auch für Zuchtfisch.

Beim Forum der Firma Nordischer Maschinenbau Rud. Baader GmbH und Co. KG am Dienstag, 14. Februar, ab 11 Uhr sprechen Günther Scheibe und Reiner Elies von der Firma PAL Anlagenbau über die Entwicklung eines Kreislaufsystems zur Erzeugung von Afrikanischem Wels in Deutschland, das Biogas nutzt. Baader-Mitarbeiter Sebastian Ruff erläutert Grundvoraussetzungen und Prozessschritte industrieller Fischverarbeitung am Beispiel des Welses.

An allen Tagen sind zudem Vorträge auf dem Stand des Fisch-Informationszentrums geplant: zum Beispiel über aktuelle Entwicklungen bei Fischbeständen, neue Fischarten, Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit.

Mehr Informationen auf www.fishinternational.de

Immer mehr Fisch auf dem Tisch – Lieber tiefgekühlt als frisch

Fisch als Lebensmittel erfreut sich weiter steigender Beliebtheit. Das bestätigte das Fisch-Informationszentrum in Hamburg mit aktuellen Zahlen. Danach betrug 2010 der Gesamtverbrauch an Fisch und Fischerzeugnissen in Deutschland 1,28 Millionen Tonnen Fanggewicht. Das sind rund 40.000 Tonnen mehr als 2009. Das ergibt einen Pro-Kopf-Verbrauch von erstmals 15,7 kg. Im laufenden Jahr sollen es sogar 16 kg werden. Zum Vergleich: In Frankreich liegt der Verbrauch pro Kopf bei 34 kg und in Portugal sogar bei 57 kg.

Beim Verzehr von verarbeitetem Fisch lag 2009 der Bundesdurchschnitt pro Person bei 4,7 kg Produktgewicht. Das wurde vor allem in den nord- und ostdeutschen Bundesländern übertroffen, allen voran Hamburg mit 5,7 kg. Bremen, Sachsen-Anhalt und die süddeutschen Bundesländer lagen dagegen unter dem Durchschnitt. Schlusslicht ist hierbei Baden-Württemberg mit 3,9 kg.

Durchschnittlich zwei Drittel des Fischs wurden dabei zu Hause verzehrt und ein Drittel in Restaurants oder Imbissen. Wie in den Vorjahren ist die am häufigsten gegessene Fischart der Alaska-Seelachs. Er hält einen Marktanteil von fast einem Viertel (23,3 %). An zweiter Stelle kommt Hering mit 20 %. Lachs folgt mit 12,8 % und auf jedem zehnten Teller liegt Thunfisch.

Frisch oder geräuchert sind dabei jedoch nur die wenigstens Produkte. Mehr als die Hälfte ist entweder tiefgekühlt (34 %) oder wird als Konserven oder Marinaden (26 %) angeboten. Krebs- und Weichtiere behaupten sich konstant mit 15 % Marktanteil. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelte hierzu in einer Studie, dass 2010 nach wie vor gut die Hälfte an Fisch und Meeresfrüchte über Discounter verkauft wurde. Etwa ein Drittel (35,2 %) wurde noch in Super- und Verbrauchermärkten umgesetzt. Fischgeschäfte nehmen mit ihrem auf Frisch- und Räucherfisch spezialisierten Angebot einen Anteil von 4,7 % des Marktes in Anspruch.

Ähnlich wie der Verbrauch stiegen 2010 auch die Preise für Fisch. So zahlte man im Vergleich zu 2005 im vergangenen Jahr gut 18 % mehr für Fisch und Fischereierzeugnisse. In diesem Jahr setzt sich dieser Trend voraussichtlich fort.
Herbert Arp, www.aid.de

So schmeckt der Herbst in Finnland

Im September und Oktober laden zahlreiche Veranstaltungen dazu ein, den Finnen in die Töpfe zu gucken: Zum Beispiel beim Slow Food Festival am 1. und 2. Oktober 2011 im Fiskars Village, nur eine Fahrstunde von Helsinki entfernt. Fairer Handel und frische, lokale Produkte sind das Motto des Festivals. Wie gut diese schmecken, beweisen die Erzeugnisse regionaler Bio-Bauern und Fischer sowie die Kreationen bekannter Köche und Gastronomen. Neben dem kulinarischen Erlebnis an zahlreichen Probierständen können sich Besucher bei Ausstellungen, Podiumsgesprächen und Live-Kochvorführungen über das Thema „Slow Food“ informieren. Zugegen sind prominente Vertreter der skandinavischen Küche wie der schwedische Autor und Verfechter von zusatzfreien Lebensmitteln Mats-Eric Nilsson („The Secret Chef“). > > > www.fiskarsvillage.fi/en/ und http://bit.ly/qagMmZ

Eine weitere Gelegenheit, bei der Besucher finnische Delikatessen genießen können, sind die jährlichen Heringsfestivals, die bis auf das 17. Jahrhundert zurückgehen. Die größte und gleichzeitig traditionsreichste Veranstaltung ist die Helsinki Baltic Herring Fair, die vom 2. bis 8. Oktober 2011 stattfindet. Dort wird Hering in allen nur denkbaren Varianten verkauft – frisch, gesalzen, gebeizt oder mariniert. > > > www.visithelsinki.fi
Auch die Fischmesse in Tampere vom 30.9. bis 2.10.2011 lockt alljährlich etwa
50.000 Besucher an. Weitere Heringsfestivals finden in den Städten Turku, Vaasa, Pori und Rauma statt.

Typisch für die finnische Küche sind neben dem Hering auch über 30 Beerensorten, darunter die bekannten Preiselbeeren. Diese werden bei den Weltmeisterschaften im Beerenpflücken am 3. September 2011 in Suomussalmi nahe der Stadt Kajaani geerntet. Mitmachen kann jeder, die Teilnahme ist kostenlos. Im vergangenen Jahr pflückte der Gewinner innerhalb des einstündigen Wettbewerbs knapp 28 Kilo. Parallel dazu findet am selben Tag ein Preiselbeerfest im benachbarten Ämmänsaari statt. > > > www.arktisetaromit.fi/en/arktiset+aromit/news/

Aktuelle Veranstaltungshinweise und weitere Informationen über Finnland unter www.visitfinland.de

Makrele macht viele Medikamente überflüssig

Die Rheuma Ampel von Sven-David Müller macht Rheumatikern das Leben leichter

Die in Makrele, Lachs und Hering enthaltenen Omega-3-Fettsäuren können bei Menschen, die unter rheumatoider Arthritis leiden, die Beschwerden deutlich lindern und Medikamente überflüssig machen. Demgegenüber verstärkt die in fetten tierischen Produkten wie Butter, Schmalz, Sahne, Fleisch, Eier oder Vollmilch enthaltene Arachidonsäure die Schmerzen und Unbeweglichkeit bei Rheumatikern. In der Rheuma Ampel von Sven-David Müller können Patienten und Therapeuten auf einen Blick den Entzündungswert von Lebensmitteln erfassen. Die Rheuma Ampel macht zudem Angaben über den Gehalt an Arachidonsäure und Omega-3-Fettsäuren. Die Rheuma Ampel zeigt die Nährwerte von mehr als 2.600 Lebensmitteln, Speisen, Fertiggerichten und auch Fast Food und ist damit das wohl umfangreichste Tabellenwerk für Rheumatiker. Ernährungsexperte Sven-David Müller, Master of Science in Applied Nutritional Medicine (Angewandte Ernährungsmedizin) hat die Nährwerttabelle im renommierten TRIAS Verlag, Stuttgart, herausgebracht.

Grüne Welle für rheumalindernde Ernährung
Die Rheuma Ampel ist ein kompetenter Ernährungsberater in Form eines Buches. Viele Rheuma-Patienten möchten neben der medikamentösen Therapie auch selbst zu einer Linderung ihres chronischen Leidens beitragen. Wissenschaftliche Studien beweisen, dass auch entzündliche Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, die der Arzt als rheumatoide Arthritis bezeichnet, einer Ernährungstherapie zugänglich sind. Durch eine arachidonsäurearme Ernährungsweise und die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren sowie eine gezielte Nahrungsergänzung ist es möglich, natürlich gegen den Rheumaschmerz und die Gelenksteife vorzugehen, betont Sven-David Müller bei der Vorstellung der Rheuma Ampel in Berlin. Dem umfangreichen Lebensmitteltabellen stellt der Autor ausführliche Informationen über die Diättherapie bei Rheuma voran. Im Gegensatz zu vielen dubiosen Rheumadiäten ist das von Sven-David Müller beschriebene Ernährungsregime wissenschaftlich bestens belegt und hat sich bei vielen tausend Rheumatikern hervorragend bewährt. An der Universitätsklinik Aachen und auch in meiner Praxis habe ich mit einer arachidonsäurearmen Kost und der erhöhten Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren beste Erfahrungen gemacht. Diese können über Lachs, Makrele und Hering oder auch über Präparate zugeführt werden.

Diätexperte Sven-David Müller mehr als 20 Jahre Erfahrung
Seit März 1989 ist der staatlich anerkannte Diätassistent in Sachen gesunde Ernährungsweise und Ernährungstherapie unterwegs, war fast zehn Jahre an der Universitätsklinik in der Diät- und Ernährungsberatung sowie der Diabetesschulung tätig. Sven-David Müller (41) ist Diabetesberater der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), hat Nutritive Medizin studiert und den akademischen Grad des Master of Science (M.Sc.) in Applied Nutritional Medicine erreicht. Der aus Presse, Funk und Fernsehen bekannte Diätexperte ist mit der Diplom-Pädagogin Almut Müller verheiratet und lebt mit ihr in Niederweimar in der Nähe von Marburg an der Lahn. Neben der Rheuma Ampel hat Sven-David Müller im TRIAS Verlag auch noch die Kalorien Ampel, Diabetes Ampel, die Cholesterin Fett Ampel und die Gicht Ampel herausgebracht. Mit den Lebensmittelampeln wird gesunde Ernährung, Abnehmen und Ernährungstherapie bei rheumatoider Arthritis und anderen Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen zum Kinderspiel.

Bibliografische Daten zur Rheuma Ampel
Rheuma Ampel
Trias Verlag
Bestellink: ISBN 978-3-8304-3909-7