Schottlands neue Gourmetküche

Zwischen Haggis und Haute Cuisine

Schottland hat sich zu einem Feinschmecker-Reiseziel gemausert. Junge, welterfahrene Küchenchefs bringen traditionelle Gerichte, exzellente regionale Produkte und kontinentale Sterneküche zusammen und geben dem Ganzen einen frischen Dreh. Diese Häuser lohnen 2017 einen kulinarischen Zwischenstopp.

– 21212 Restaurant with Rooms: Paul Kitchings neue Weltküche –
Paul Kitching ist ein Shooting-Star der neuen schottischen Küche, auch wenn er das Etikett für sein Haus eigentlich nicht mag. Er spricht lieber von „neuen Gedanken zur Weltküche”. Nachdem er in verschiedenen Top-Restaurants gearbeitet hatte, investierte Kitching zusammen mit seiner Partnerin Katie O’Brien 4,5 Millionen Pfund in die Erfüllung eines Lebenstraumes namens „21212“.

Bei Kritikern und Publikum wurde das 2009 in Edinburgh eröffnete „Restaurant mit Zimmern“ ein großer Erfolg. Bereits 2010 folgte die Auszeichnung mit einem Michelin-Stern. Seit 2013 zählt das 21212 mit vier Rosetten der Automobile Association (AA) zu den besten Restaurants in Großbritannien. Personenkult und Selbstinszenierung sind Kitching fremd. Er selbst beschreibt sich so: „Nichts Besonderes. Schuhgröße 45. Bundweite 81. Und alles eigene Zähne.“

– Airds Hotel & Restaurant: Meeresfrüchte-Paradies –
Einst war das Airds eine urige Fährwirtschaft. Heute ist es ein Landhaushotel mit Sternerestaurant. Unter britischen Kulinarikern ist es bekannt für herausragende Meeresfrüchtegerichte. Die Zutaten dafür haben einen kurzen Weg. Das Airds Hotel steht direkt am Ufer einer Meeresbucht auf der Appin-Halbinsel, 50 Kilometer südwestlich von Fort William. Das Panorama ist spektakulär, ebenso wie die Qualität der Großen Jakobsmuscheln und Kaiserhummer, die hier an Land gebracht werden. Sie gelten als die besten ganz Großbritanniens.

Das Airds ist schon seit über 40 Jahren im Good Food Book verzeichnet und hat zahlreiche begehrte schottische Gourmetpreise gewonnen: darunter Best Gourmet Dining, Best Tasting Menu und Best Head Chef. Seit etwa zwei Jahren schreibt der 34 Jahre junge Küchenchef Chris Stanley die kulinarische Erfolgsgeschichte des Hauses weiter. Er beschreibt seinen Stil als „moderne schottische Küche mit französischem Einschlag“. Sein Flagschiffgericht sind sautierte Hummermedaillons mit gerösteten Tomaten, Spinat und Brioche.

– Boath House: Wild im Herrenhaus –
Das Boath House ist ein Geheimtipphotel im nordschottischen Auldearn unweit von Inverness. Das architektonische Juwel aus der Regency-Ära steht auf weitläufigem Privatgrund unweit der Burgen- und Whiskystraße. Seine heutigen Eigentümer, Don und Wendy Matheson, hatten das damals baufällige Haus Anfang der 1990er Jahre entdeckt, erworben und mit großem Aufwand wieder zum Strahlen gebracht. 1997 eröffneten sie es als kleines Luxushotel.

Es ist nicht nur ein Ort für Liebhaber des schottischen Landhausstils. Mit einem Michelin-Stern und 4 AA-Rosetten zählt das Restaurant des Hauses seit Jahren zur Top 10 schottischer Gourmet-Adressen. Das ist der Hauptverdienst des Chefkochs Charlie Lockley, der mit dem Haus und das Haus mit ihm weit über die Grenzen der Region bekannt geworden ist. Die Gegend bietet unter anderem Lamm, Wild und Krustentiere von überragender Qualität. Lockleys Spezialität: geräucherter Lachs mit Roter Bete und Wachtelei.

– Knockinaam Lodge: Michelin-Rekord im Süden –
Südlicher und abgelegener geht es in Schottland nicht: Dumfries & Galloway ist die südlichste Verwaltungseinheit des Landes. Geografisch gesehen sind es die Southern Uplands. In dieser Ecke Schottlands ging die High Society Englands gern zur Jagd. Noch heute findet man hier elegante Landsitze. Einer der schönsten ist Knockinaam Lodge.

Mit moderner britischer Kochkultur hat der seit 1994 hier tätige Küchenchef Tony Pierce mit großem Erfindungsreichtum das hiesige Restaurant zu einer kulinarischen Institution in Schottland gemacht. Mehr als 20 Jahre in Folge konnte das Haus seinen Michelin-Stern verteidigen – ein Rekord für Schottland. Das schottische Fremdenverkehrsbüro VisitScotland hat das Haus unlängst mit dem „Taste Our Best Award“ prämiert, die AA mit drei Rosetten. Pierce‘ Spezialität: sanft gegartes Filet vom Angus-Rind aus der Speyside-Region.

– The Torridon: Luxushotel mit Farm –
Eigene Hochlandrinder, eigene Tamworth-Schweine und eine 8000 Quadratmeter große Anbaufläche für Obst, Gemüse und Küchenkräuter: Nein, The Torridon ist kein gewöhnliches Landhaushotel. Das mehrfach als „Schottisches Hotel des Jahres“ ausgezeichnete Haus – liegt umgeben von weitläufigem Park- und Waldland an der zerklüfteten Küste am Meeresarm Upper Loch Torridon im Nordwesten Schottlands.

„Field to fork“ – „vom Feld auf die Gabel“ – ist die Maxime des Küchenchefs David Barnett. Rind- und Schweinefleisch kommen aus eigener Produktion. Mit Fasan, Ente und Reh kehrt der Jäger von Streifzügen über das 58 Hektar große Privatgelände zurück.

Auch wenn Barnett Schotte ist und zu 90 Prozent mit regionalen Zutaten arbeitet: Eindeutig schottisch würde er seine Küche nicht nennen. Seine Techniken und Rezepte hat er auf der ganzen Welt gesammelt. Typisch schottisch sei jedoch sein Wildkaninchengericht: mit vor Ort gesammelten Winterpfifferlingen, Kohl aus dem Garten, Kaninchen-Haggis und Röstgerstenbrühe.

– Chez Roux-Restaurants: Frankreich in Schottland –
Wer sich mit Schottlands feiner Küche beschäftigt, kommt an Albert Roux nicht mehr vorbei. Roux, 1935 in Frankreich geboren, ist einer der bekanntesten Köche Großbritanniens. Das von ihm und seinem Bruder gegründete und ursprünglich betriebene Le Gavroche in London gilt als Speerspitze französischer Haute Cuisine auf der Insel. Es war 1982 das erste Drei-Sterne-Restaurant im Vereinigten Königreich. Längst hat Roux die Leitung des Gavroche an seinen Sohn Michel übergeben.
Er selbst kehrt mit einer Reihe von Restaurants unter seinem Namen kulinarisch zu seinen gastronomischen Wurzeln zurück: in das Frankreich seiner Kindheit. Gutes Essen und ehrliche, erschwingliche Landküche ist die Maxime seiner „Chez Roux“-Restaurants. In den vergangenen Jahren hat er auch in einigen der spektakulärsten Landhaushotels Schottlands Dependancen eröffnet. Darunter berühmte Adressen wie das Cromlix nahe Dunblane im Herzen des Landes, das Greywalls nahe Edinburgh, Inver Lodge im hohen Norden bei Ullapool und das Roxburghe nahe der Grenze zu England.
Albert Roux ist zwar hier durch seine Vision, seine Rezepte und seinen Qualitätsanspruch präsent. Mit Interpretation und Umsetzung betraut er jedoch die neuen britische Köchegeneration: Darin Campbell im Cromlix, Ryan McCutheon im Greywalls, Patryk Stanalowski im Inver Lodge, Olivier Borja im Roxburghe.

Ein Klassiker, der in jedem der Chez Roux-Restaurants auf der Karte steht, ist das Soufflé Suissesse. Es ist Rouxs Jahrhundertkreation: ein doppelt gebackenes Käsesoufflé in einem Bett aus Sahne. Die köstliche Kalorienbombe ist ein Publikumsliebling aus der Le Gavroche-Zeit. Schon Queen Mum hatte eine Schwäche dafür.

Links zu allen im Artikel beschriebenen Häusern finden sich unter www.luxuryscotland.co.uk

Michelin 2017 Holland

106 Restaurants ausgezeichnet

Das Rijksmuseum in Amsterdam hat erstmals einen Michelin-Stern für sein Restaurant „RIJKS®“ verliehen bekommen. Damit würdigten die Gastronomietester die innovative, modern-niederländische Küche des 30-jährigen Chefkochs Joris Bijdendijk. Das RIJKS ist nach dem Restaurant des Rotterdamer Wereldmuseums bereits das zweite niederländische Museumsrestaurant, das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wird.

Insgesamt tragen 2017 in den Niederlanden 106 Restaurants einen Michelin-Stern. Dies gab der Guide Michelin jetzt bei der offiziellen Verleihung der renommierten Gastronomieauszeichnung für die Niederlande in Amsterdam bekannt. Sechs Küchenchefs schweben neu im „Sternenhimmel“.

Mit einem Michelin-Stern können sich nunmehr 85 von den insgesamt 106 Sterne-Restaurants in den Niederlanden schmücken. Das Restaurant Tribeca in Heeze (Provinz Noord-Brabanz) rückt in die Zwei-Sterne-Kategorie auf, womit es jetzt 19 Nobelgaststätten mit zwei Sternen gibt. Die Zahl der Drei-Sterne-Häuser bleibt mit zwei unverändert: wie im Vorjahr sind dies die Restaurants „De Leest“ in Vaassen (Gelderland) und „De Librije“ in Zwolle (Provinz Overijssel).

2-Sterne-Neuling mit Wiedererkennungswert
Der Neuling im Zweisterne-Bereich ist das Restaurant „Tribeca“ aus Heeze in der Provinz Noord-Brabant. Restaurantinhaber und Chefkoch ist Jan Sobecki. Dieser bewies seine Kochkünste jahrelang in dem Restaurant „Chapeau“ in Bloemendal (Provinz Nordholland). Seit diesem Jahr zaubert er jetzt in seinem eigenen Haus. „Er ist ein Koch mit einem Stil, der gleich erkennbar ist“, so Michael Ellis, internationaler Direktor des Guide Michelin. Ellis lobt den Küchenchef für sein Talent und Können: „Seine Zubereitungen sind ausgewogen, jeder Biss ist verfeinert, und so sorgt er für ein fantastisches Geschmackserlebnis. Jan Sobecki hat es in kurzer Zeit geschafft, Tribeca zu einer Topadresse zu machen.“

Neue Aufsteiger in die Sterneklasse
Im ganzen Land freuen sich Restaurantbesitzer über ihren ersten Stern: Limburg, Noordbrabant und Nordholland sind dabei. In diesen Provinzen konnten die Restaurants „Cucina del Mondo“ in Heerlen, „Noble “ in s’Hertogenbosch (Den Bosch), „Bolenius “, „MOS“ und das Museumrestaurant „RIJKS®“ (alle drei in Amsterdam) überzeugen. Ganze drei von den insgesamt fünf neuen Sternen befinden sich somit in der Hauptstadt. Amsterdam zählt insgesamt fünf Sternerestaurants.

www.holland.com/de/tourist/urlaubsthemen/gastronomie.htm

Gault Millau 2017 – Niedersachsen

Als „Aufsteiger des Jahres“ in Niedersachsen kürt die französische Gourmet-Bibel Gault&Millau in ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2017 drei Küchenchefs, die „durch ihre Freude an prägnanter Aromatik und ihr Fingerspitzengefühl für markante Gewürze auffallen“:

Tim Extra vom „Apicius“ in Bad Zwischenahn bietet „in seinem gekonnten Wechselspiel zwischen regional und weltläufig einen arabischen Tabouleh-Salat mit Jakobsmuscheln und Mayonnaise in Ras el Hanout-Würze”;
Benjamin Gallein vom „Ole Deele“ in Burgwedel „kombiniert karamellisierte Puntarelle aus Italien zur ungestopften Gänseleber, Gazpacho zum glasigen Saibling oder kühle griechsche Joghurtsauce zum kräftig gegrillten Stubenküken“;
Dieter Grubert vom „Titus“ in Hannover  „demonstriert Gefühl für subtile Aromen beim Kaninchenrücken mit Chorizo-Knusper, Miso-Zwiebeln und orientalischer Ras el Hanout-Würze“.

Für solche Gerichte bekommt das Trio vom Gault&Millau, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 17 von 20 möglichen Punkten. Sie stehen für „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung”.

Auf 16 Punkte und damit in jene Klasse, in der nach dem Verständnis des Guides Kochen zur Kunst wird, verbessert sich Enrico Dunkel im Restaurant „Das alte Haus“ in Braunschweig, der sich „bei seiner ‚Wald und Wiese‘-Interpretation vom Reh mit Pfifferlingsschaum und feiner Kräutercreme die Mode des Waldmeister-Gels und der Fichtensprossen nicht entgehen lässt. Fast schon konservativ wirken dagegen das Hüftsteak vom chilenischen Wagyu mit überraschend intensiven australischen Wintertrüffelscheibchen, grünem Spargel und cremigem Kartoffelpüree mit Nussbutter.“

15 Punkte schaffen auf Anhieb in neueröffneten Restaurants André Stolle im „№4“ in Buxtehude („immer ambitionierte, bisweilen komplizierte, mitunter leicht spinnerte Kombinationen wie Reh mit Tannennadel-Baiser und dem mexikanischen Saucen-Mix Mole“) und Dennis Thies in der „WeinBasis“ in Hannover („markante Würze, subtil eingesetzte asiatische Aromen und Dessertspäße wie Leibniz-Keks-Eis“).

Niedersachsens beste Köche
Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau verteidigten souverän Thomas Bühner vom „La Vie“ in Osnabrück und Sven Elverfeld vom „Aqua“ in Wolfsburg. Sie erhielten wiederum jeweils 19 Punkte und zählen damit seit 10 Jahren zu den weltbesten Köchen des Guides. Bei Bühner loben die Kritiker: „In seinem kompositorischen Mut verband er schonend gebeizte Jakobsmuschel mit Haselnuss und Ugli, einer hocharomatischen, aber säurearmen Zitrusfrucht oder verwandelte den Teller mit der bei 48° gegarten Seezunge, begleitet von wenig Nam Pla Wan (süßer Thai-Fischsauce) und fein dosiertem Mandarinenaroma, durch viele bunte Kräuter und Gemüse aus seinem großen Garten in ein Gemälde.“ Bei  Elverfeld „erschien die Liaison von sanft geschmortem Schweinekinn und warm mariniertem Kaisergranat mit Krustentiermayonnaise, Koriander, Ingwer und zugleich frischem wie erdigem Saft von fermentierten Karotten als repräsentatives Gericht für sein Bestreben, die stets vorhandene große Komplexität nicht plakativ zu betonen, sondern dem Gast ein Gefühl der Harmonie zu vermitteln.“
    
Rang 2 teilen sich mit den 3 Aufsteigern 4 Köche, die ihre 17 Punkte aus dem Vorjahr mit inspirierten Gerichten verteidigten:
Holger Lutz vom „Endtenfang“ in Celle („erwartet große Aufgeschlossenheit der Gäste für seine Aromenakrobatik bei Verveine zur Stopfleber, Erdnuss und Koriander zum Steinbutt oder konfierter Zitronenpolenta zur Taubenbrust“);
Benjamin Meusel vom Restaurant „Die Insel“ in Hannover („von besonderer Güte sind Fische wie Wildlachs auf Erbsen-Vermouth-Risotto und Meeresfrüchtesalate wie Taschenkrebs, Calamari, Jakobsmuschel und Gamba in Passionsfruchtcoulis“);
Stephan Schilling vom „Schillingshof“ in Friedland („sein selbstbewusst ‚Schillings Köstlichkeiten‘ betiteltes Menü erfreut vom jodig-frisch duftenden Tatar des Mittelmeer-Carabinero mit gegrillter Melone und Wildkräutern bis zur Lauch-Schalottenkruste, den grünen Bohnen und der Kartoffeltarte zum Roastbeef“),   
Achim Schwekendiek vom „Schlosshotel Münchhausen“ in Aerzen („im feudalsten Restaurant Niedersachsens erstaunen merkwürdig klingende, aber gut schmeckende Kombinationen wie  Carabinero mit Matcha-Tee, Salzzitrone und Schokoladenerde oder Taube mit Zwiebelaromen, Pumpernickelerde und Champignoneis“).   

Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 54 Restaurants in Niedersachsen. 44 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus. Eine Kochmütze erhalten auch die neueröffneten oder erstmals bewerteten Lokale „Jante“ in Hannover und „Friedrich“ in Osnabrück (jeweils 14 Punkte) sowie „Ratsstube“ in Wildemann im Harz (13 Punkte).

Im Vergleich zur Vorjahresausgabe serviert der Gault&Millau in Niedersachsen 5 langweilig gewordene Restaurants ab und nimmt 9 neu auf;  4 werden höher und 8 niedriger bewertet.

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Niedersachsen
19 Punkte
La Vie in Osnabrück
Aqua in Wolfsburg
17 Punkte
Schlosshotel Münchhausen in Aerzen
**Ole Deele in Burgwedel
Endtenfang in Celle
Schillingshof in Friedland
Die Insel und **Titus  in Hannover
**Apicius in Bad Zwischenahn
16 Punkte
Keilings in Bad Bentheim
**Das alte Haus in Braunschweig
Palio in Celle
Sterneck in Cuxhaven
Genießer Stube in Friedland
Gauß in Göttingen
Perior in Leer
Novalis in Nörten-Hardenberg
Torschreiberhaus in Stadthagen
15 Punkte
Zucker in Braunschweig
Gasthaus Lege in Burgwedel
*№4 in Buxtehude                                                     
Der Allerkrug in Celle
Schäferstuben in Fassberg
Gaudí in Göttingen
Altes Jagdhaus Joachim Stern und *WeinBasis in Hannover
Seesteg auf Norderney
***La Fontaine und Saphir in Wolfsburg

*Newcomer  **Aufsteiger  ***Absteiger   

Der Guide erscheint im Münchner Christian Verlag (752 Seiten, 34.99 Euro),
ISBN 978-3-95961-001-8 

 

Berichte aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/347794/Gault-Millau-2017-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/347795/Gault-Millau-2017-Baden-Wuertemberg/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/347796/Gault-Millau-2017-Bayern/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/347797/Gault-Millau-2017-Hessen/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/347798/Gault-Millau-2017-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/347799/Gault-Millau-2017-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/347800/Gault-Millau-2017-Hamburg/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/347801/Gault-Millau-2017-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347802/Gault-Millau-2017-Niedersachsen/
NRW: www.gourmet-report.de/artikel/347803/Gault-Millau-2017-NRW
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/347804/Gault-Millau-2017-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/347805/Gault-Millau-2017-Saarland/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347806/Gault-Millau-2017-Sachsen/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/347807/Gault-Millau-2017-Sachsen-Anhalt/
Thüringen: www.gourmet-report.de/artikel/347808/Gault-Millau-2017-Thueringen/
Schlewsig-Holsten: www.gourmet-report.de/artikel/347809/Gault-Millau-2017-Schleswig-Holstein/

Hauptbericht: www.gourmet-report.de/artikel/347793/Koch-des-Jahres-Andreas-Krolik-in-Frankfurt/

Alle Restaurants mit 15 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319696743124
Alle Restaurants mit 16 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319689593124
Alle Restaurants mit 17 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319683638124/?type=3
Alles Restaurants mit 18 Punkten:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319679138124/?type=3
Restaurants mit mehr als 18 Punkten – die Besten in Deutschland:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319673603124/?type=3

Dresden: Deutsche Gourmetköche und Spitzenwinzer laden ein

Alljährlich im Frühherbst treffen sich befreundete Spitzenköche und einige der besten Winzer Deutschlands im Barockviertel Dresdens, um gemeinsam das „Kulinarische Erntedankfest mit Freunden“ zu feiern. Das nächste Mal am Sonntag, dem 11. September. Gastgeber des Genießerfestes ist das Relais & Châteaux-Hotel Bülow Palais mit seinem Sternerestaurant Caroussel. Einen Nachmittag lang verwandelt sich das Fünfsterne-Superior-Haus mit verschiedenen Gourmet-Stationen in einen Markt der Gaumenfreuden.

Dem Sternekoch und Caroussel-Küchenchef Benjamin Biedlingmaier stehen in diesem Jahr erstmals weibliche Köche zur Seite: Die Südkoreanerin Sarah Henke vom Restaurant Yoso in Andernach (Rheinland-Pfalz) entführt in die Aromenvielfalt Asiens. Und Katja Burgwinkel vom Restaurant Novalis des Fünfsterne-Burghotels Hardenberg (Niedersachsen) bereichert das Fest mit Wildspezialitäten der klassisch-französischen Küche. Der preisgekrönte Chef-Pâtissier Enrico Christ vom Zweisternerestaurant Atelier im Hotel Bayerischer Hof München verführt mit süßen Dessertkreationen. Unterstützung erhält Biedlingmaier auch aus dem eigenen Haus: Souschefin Kerstin Nowak überrascht die Gäste mit besonderen Amuse-Gueules.

Zur vinologischen Begleitung hat Caroussel-Sommelière Jana Schellenberg erneut einige der spannendsten deutschen Winzerpersönlichkeiten eingeladen: Karin Eymael vom Weingut Pfeffingen (Pfalz), Andreas Klumpp vom Weingut Klumpp (Baden), Nik Weis vom Weingut St. Urbanshof (Mosel) und Kellermeister Jaques du Preez vom Weingut Schloss Proschwitz (Sachsen). Sie schenken persönlich einige ihrer bemerkenswertesten Jahrgänge aus und freuen sich ebenso wie die Köche und Köchinnen auf anregende Gespräche an ihren Stationen.

Flaniert werden kann durch die Räume des Restaurants Bülow’s Bistro, durch den Wintergarten und durch das Herzstück des Hauses, die Küche des Caroussels. Für den musikalischen Rahmen sorgt das Dresdner Swingquartett „Götz Bergmann & his Gentlemen“.

Das „Kulinarische Erntedankfest mit Freunden“ beginnt zwölf Uhr und klingt 16 Uhr aus. Der Eintritt inklusive aller Speisen und Getränke beträgt 98 Euro pro Person. Auch Familien sind herzlich willkommen: Kinder bis elf Jahre haben freien Eintritt und für die jüngsten Besucher gibt es eine betreute Kinderspielecke. Eine Reservierung unter Telefon +49 351 800 30 oder per E-Mail unter reservierung@buelow-hotels.de wird empfohlen.

Kulinarisches Erntedankfest mit Freunden:
Sonntag, 11. September 2016, 12 – 16 Uhr,
Preis: 98 Euro pro Person, Kinder bis 11 Jahre frei
Relais & Châteaux-Hotel Bülow Palais
Königstraße 14, 01097 Dresden
www.buelow-palais.de/kulinarische-events/erntedankfest

Johann Rappenglück

Das Weinhaus Neuner, das älteste Weinhaus der Stadt im Denkmal geschütztem Haus der Herzogspitalstraße 8, hat wieder eröffnet – unter der kulinarischen Leitung zweier international angesehener Gastronomen: Fabrice Kieffer (Maître) und Johann Rappenglück (Chef de Cuisine), beide geschätzt aus dem Michelin-Stern gekrönten „Les Deux“ sowie als Geschäftsführer der „9er Gastro GmbH“ Moritz Haake („Burger & Lobster Bank“) sind Macher des neuen „Neuner“.

„Wir verstehen uns als Gasthaus im wahrsten Sinne des Wortes. Bei uns ist der Gast zu Hause, wir schaffen eine Atmosphäre, in der er sich wohl fühlt und genießen kann, sowohl seine Tischgemeinschaft, als auch die Aura unseres Restaurants und natürlich vor allem unsere Küchenkreationen und Weinempfehlungen,“ so Fabrice Kieffer. „Wir möchten München und den Münchnern endlich ein Gasthaus geben, in dem bayerische und österreichische Küche auf einem hohen Niveau gelebt und geschätzt werden.“

215 Positionen umfasst der Weinkeller des Maître zur Wiedereröffnung des Weinhauses – in der Preisregion von 30 Euro die Flasche bis 150 Euro, bewusst moderat gestaltet, wie es sich für ein Gasthaus gehört. Lieblingsweine, Geheimtipps und Neuentdeckungen, schwerpunktmäßig von deutschen und österreichischen Winzern finden sich in der „Wein-Bibel“, wie Kieffer die große gebundene Weinkarte bezeichnet – mit prickelnden Ergänzungen aus der Champagne.

Dieses Credo aus der Verbindung von Tradition mit Überraschungen steckt auch hinter der Gestaltung der Speisekarte, für die Johann Rappenglück ein rund zehnköpfiges Küchenteam engagiert hat:

Ausschließlich Rezepte aus Bayern und Österreich kommen mittags und abends zum Gast – interpretiert mit der Michelin-Stern-würdigen Kreativität Rappenglücks. „Natürlich gibt es Leibgerichte wie das Wiener Schnitzel und den Kaiserschmarrn, zubereitet mit ausschließlich regionalen Produkten, mit Fleisch von alten Rassen, die auf heimischen Weiden grasen, mit Fischen aus den Gewässern am Alpenrand – aber auch die ein oder andere Überraschung bei Beilagen oder Kombination der traditionsreichen Gerichte richten wir auf unseren Tellern an,“ so Rappenglück, dessen Team von Benjamin Kunz als Küchenchef angeführt wird.

Wichtig für die Macher des neuen Weinhaus Neuner: Ein Gasthaus zu öffnen, in dem sich viele unterschiedliche Gäste wohlfühlen: „Früher gab es in diesem historischen Haus keine Schwemme, diesen typisch Münchner Bereich für eine lockere Art von Gastlichkeit. Wir haben im Weinhaus Neuner eine ganz besondere Schwemme hinter der einige hundert Jahre alten Eingangstüre eingerichtet: Stehtische, deren Beleuchtung durch Flaschenglas erfolgt, kleine Sitzmöglichkeiten und herzlicher Service, der dazu einlädt, ein Glas Wein oder auch ein frisch gezapftes Augustiner zu genießen, mittags, abends oder einfach zwischendurch,“ so Geschäftsführer Moritz Haake.

Die Stube, die sich links an die Schwemme anschließt, wurde in aufwändiger Handarbeit von bayerischen Handwerkern neu vertäfelt und im alpenländischen Stil eingerichtet. Der ein Schwert schwingende Löwe, das Wappentier des Weinhauses seit Jahrhunderten, ziert die dezenten Accessoires in Stube und im Restaurant, dem Herzstück des Weinhaus Neuner, rechts von der Schwemme aus zu erreichen: Behutsam restaurierte Gemälde mit Münchner Szenen aus dem 19. Jahrhundert, filigrane Holzschnitzereien und Skulpturen der Münchner Stadtgeschickte machen das Flair des Raumes ebenso aus wie Steinmetzarbeiten aus der Entstehungszeit des Hauses, die von Restauratoren zu altem Glanz aufbereitet wurden.

Die Küche wurde für die Bedürfnisse eines modernen Restaurantbetriebs von Grund auf neu und auf dem neuesten Stand der Technik eingerichtet – und steht in Zukunft auch für ausgesuchte Kochevents zur Verfügung.

www.facebook.com/weinhausneuner.

Deutsche schlecken am liebsten zu Hause

Mit den Temperaturen steigt auch die Lust auf Eis. In der
Saison 2016 gibt es wieder eine große Vielfalt an Form,
Verpackungsgrößen und Geschmacksrichtungen. So wird Speiseeis mit
unterschiedlichen Zutaten wie Schokolade- und Walnussstückchen,
Karamellkernen, Erdnüssen im Schokomantel oder Ahornsirup kombiniert.
Immer häufiger kommen Kakao, Früchte und Vanille aus nachhaltiger
Erzeugung zum Einsatz, meldet der Eis Info Service der deutschen
Markeneishersteller. Alternativ kann man ein „Frozen Joghurt“
schlecken, was übrigens aber nicht unbedingt kalorienärmer ist als
Speiseeis.

„Weiße Vanille Maracuja“, „Double Peanut Butter“, „Sanfte
Erdbeere“, „Dolci Cantuccini“ oder „Red Fruit Cookie“ werden
auf den deutschen Markt losgelassen. Die Hersteller haben den
Snacking-Trend aufgegriffen und bieten mehr sogenanntes
„Impulseis“ wie Stieleis, Hörnchen, Sandwiches, Becher und Riegel
an. Generell sind kleine Portionen gefragt. Immer häufiger findet der
Eiskonsum zu Hause statt. Auch hier wird gesnackt mit Multipackungen,
die Minieis am Stiel oder im Hörnchen enthalten. Nur noch jedes
zehnte Eis wird außer Haus gegessen.

Im vergangenen Jahr hat jeder Bürger durchschnittlich 7,9 Liter Eis,
einschließlich Eisdieleneis und Softeis, gegessen. Das entspricht
etwa 110 Kugeln. Im Jahr 2014 lag der Pro-Kopf-Verzehr noch bei 7,6
Litern. Der Marktanteil der Haushaltspackungen (241,8 Mio. l) und der
Mulipackungen (213,5 Mio. l) lag im vergangenen Jahr bei 87 Prozent.
„Impulseis“ hat um 2,5 Prozent zugelegt.

Heike Kreutz, www.aid.de

BBQ-Butler

Lust auf einen gemütlichen Grillabend bei Sonnenuntergang, aber keine Muße, selbst das Feuer zu entfachen? Im thailändischen Fünf-Sterne Hotel The Nai Harn auf Phuket kein Problem, hier grillt der private BBQ-Butler. Er kreiert auf den großzügigen Terrassen der Zimmer und Suiten exklusive Menüs, während Gäste sich auf lässigen Day-Beds zurücklehnen und den Blick über die Bucht schweifen lassen, bis das Dinner aufgetragen wird. Ganz auf den individuellen Geschmack abgestimmt wird jede gewünschte Zutat zubereitet: Genießer wählen Fisch, Fleisch oder Gemüse nach Belieben aus, das frisch gegrillt und gedämpft wird.

Geleitet wird das Fünf-Sterne-Haus The Nai Harn vom Deutschen Frank Grassmann, der bereits seit vielen Jahren in Asien lebt. The Nai Harn gehört zu den Leading Hotels of the World und ist buchbar über die Veranstalter airtours, Thomas Cook, TUI Deutschland, DesignReisen sowie Meier’s Weltreisen.

Eine Ikone kehrt zurück! The Nai Harn liegt nicht nur an einem der schönsten Strände Asiens, dem Nai Harn Beach, sondern hat auf Phuket bereits Geschichte geschrieben: Unter dem Namen Royal Phuket Yacht Club war es einst das erste Luxushotel auf der thailändischen Ferieninsel. Nach einer umfassenden Renovierung eröffnete es am 28. Dezember 2015 als The Nai Harn und empfängt in einer spektakulären Lage an der Südspitze Phukets Reisende, die hier auf zeitgenössisches Design und ein entspanntes Ambiente treffen. Fast alle der 130 Zimmer und Suiten verfügen über riesige Balkone mit lässigen Daybeds, von denen aus sich das Spiel der Wellen und der Sonnenuntergang genießen lassen. Um in seinem Haus die perfekten Sundowner zu garantieren, holte er einen der besten Barmänner der Welt in das Eröffnungsteam des Hotels: Salim Khoury, der in der American Bar des Londoner Savoy zur Legende wurde. Die Weinkarte wurde von James Suckling persönlich zusammengestellt. The Nai Harn verfügt zudem über ein Spa mit Beach Spa Cabanas, in dem fernöstliche sowie traditionelle Anwendungen für Entspannung sorgen.

www.thenaiharn.com

chocolART-Festival in Wernigerode

Ende Oktober steigt in der Schokoladenstadt Wernigerode das fünftägige Festival chocolART: purer Schokogenuss vom 28. Oktober bis 1. November 2016. Also am besten schon jetzt den Schoko-Short-Trip planen – zum Beispiel im Travel Charme Gothisches Haus, dem exklusivsten und traditionsreichsten Hotel der „Bunten Stadt am Harz“.

Die ganze Welt der Schoko-Kunst
Schokoladenbrot und Choco-Secco, Pralinenkurs und Kakao-Malerei, Schoko-Shopping, Schokobratwürste und Geschichten von der Schokofee: Zur chocolART 2016 zeigt sich ganz Wernigerode von seiner Schokoladenseite. Bereits zum fünften Mal verwandelt sich die historische Altstadt in eine einzige Schoko-Erlebniswelt. Auf dem chocoMARKT werden Top-Chocolatiers aus vielen Ländern erlesene Spezialitäten präsentieren. Vorträge, Lesungen und Workshops zeigen den Besuchern die unterschiedlichsten Facetten der geliebten Süßigkeit. Und auch die Cafés, Restaurants und Hotels sind mit von der Partie.

Schoko trifft Menüs & Massagen
So auch im Travel Charme Gothisches Haus: Hier wird Küchenchef Ronny Kallmeyer – ausgezeichnet mit 14 Punkten im Gault Millau – verschiedene schokoladige Speisen auf der Wochenkarte des Restaurants „Die Stuben“ platzieren (sein Rezept „Blumenkohl-Risotto mit Schokolade und pochiertem Ei“ am Ende dieser Meldung). Höhepunkt ist das „Jazz & Schokolade“-Event am 29. Oktober 2016: Begleitet von einem Konzert des international aktiven Jazz-Pianisten Joe Dinkelbach und seinem Trio wird an diesem Abend ein exquisites Schoko-Menü in drei Gängen serviert (ab 18 Uhr, 59 Euro pro Person).

Und selbst Wellness schmeckt dann nach Schokolade: Im Classic Spa der Travel Charme Marke PURIA bietet das Gothische Haus zum Festival eine genussvolle Schoko-Massage. Kakaobutter wird schließlich seit Jahrhunderten als Heil- und Schönheitsmittel eingesetzt. Und auch die moderne Spa-Therapie schätzt die Inhaltsstoffe für ihre pflegende und vitalisierende Wirkung mit Anti-Aging-Effekten, während der euphorisierende Duft des Treatments gleichzeitig die Sinne verwöhnt (60 Minuten, 68 Euro).

Weitere Informationen zum Schokoladen-Festival unter www.chocolart.de/wernigerode, zum Vier-Sterne-Superior-Hotel Gothisches Haus unter www.travelcharme.com.

ISS GUT! Leipzig

ISS GUT! 2017: Branchentreff lädt zum zweiten Mal nach Leipzig ein – Einzige Fachmesse im Osten für den gesamten Außer-Haus-Markt spricht ein fachkundiges Publikum an

„ISS GUT!“ heißt es vom 5. bis 7. November 2017 wieder in Leipzig. Zum zweiten Mal sind Aussteller eingeladen, beim Branchentreff ihre Angebote für das Gastgewerbe und Ernährungshandwerk zu präsentieren. Als einzige Fachmesse in den neuen Bundesländern bildet die ISS GUT! den gesamten Markt der Außer-Haus-Verpflegung ab.

„Die erfolgreiche Erstveranstaltung 2015 hat bewiesen, dass die ISS GUT! den Nerv der Branche trifft“, kommentiert Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe GmbH. „Die Messe erschließt einen Wachstumsmarkt in einer dynamischen Region. Industrie, Handel und Tourismus befinden sich im Aufwind. Gleichzeitig werden die Menschen immer mobiler. Infolgedessen steigt die Nachfrage nach Außer-Haus-Verpflegung – und dieser Entwicklung trägt die ISS GUT! Rechnung.“ So spricht die Fachmesse neben den Bereichen Gastronomie, Hotellerie, Gemeinschaftsverpflegung sowie System- und Schnellgastronomie insbesondere auch das Snack-Segment an, das vor allem durch Bäckereien und Fleischereien realisiert wird.

Das Angebot der ISS GUT! umfasst Technik und Ausstattung, kulinarische Spezialitäten sowie Dienstleistungen und innovative Ideen, wie man Gäste umsorgen und verwöhnen kann. Besonderes Augenmerk gilt dem Thema heimische Erzeugnisse: Auf dem „Marktplatz Regionale Produkte“ finden Produzenten und Verarbeiter die ideale Plattform, um ihr Angebot vor einem qualifizierten Fachpublikum zu präsentieren. „60 Prozent der ISS GUT!-Besucher 2015 waren Top-Entscheider, rund 90 Prozent ausgewiesene Fachleute“, weiß Projektdirektorin Ulrike Lange. „Als Aussteller trifft man in Leipzig also genau die relevanten Zielgruppen: Experten mit großem Interesse an innovativen Produkten sowie Investitionsbereitschaft.“

Neben dem Ausstellungsangebot lädt das vielfältige Fachprogramm zu Information, Weiterbildung und Unterhaltung ein. Gemeinsam mit den DEHOGA-Landesverbänden Sachsen, Thüringen und Brandenburg wird erneut ein Vortragsprogramm zu aktuellen und brisanten Branchenthemen organisiert. Kochshows geben Anregungen speziell zur Zubereitung regionaler Produkte. Das Forum ISS GUT! Snack präsentiert Trend-Themen der frischen, mobilen Verköstigung in einem Food Court. Sonderschauen widmen sich Themen wie Tischkultur oder Food-Artistik. Berufswettbewerbe fordern sowohl Profis als auch den Nachwuchs dazu heraus, ihre Leistungen unter Beweis zu stellen. Weitere interessante Angebote gibt es beispielsweise rund um Kaffee und Bier, Food-Trucks und Street Food.

Die ISS GUT! findet vom 5. bis 7. November 2017 auf dem Leipziger Messegelände statt. Alle Informationen und Unterlagen für die Anmeldung als Aussteller sind im Internet unter www.iss-gut-leipzig.de/de/anmeldung/ zu finden.

29. Weintage der Südlichen Weinstrasse

Zum 29. Mal öffnen dieses Jahr das Frank-Loebsche Haus und das Alte Kaufhaus in Landau ihre Pforten, wenn der Verein Südliche Weinstrasse vom 27. bis 30. Mai 2016 zu den Weintagen einlädt. Klassische Rebsorten, wie Weiß- und Grauburgunder, Riesling und Spätburgunder, aber auch exotische Sorten, werden die 94 Winzer und Genossenschaften über die Messetage vorstellen. Gerade die mineralischen und terroirgeprägten Weine sind bei den Gästen beliebt. Die Scheurebe – Rebsorte des Jahres 2016 in der Pfalz – wird auch vertreten sein.

„Dieses Jahr präsentieren sich 94 Weingüter und Genossenschaften“, erklärt Landrätin Theresia Riedmaier. „Zwei neue Betriebe wurden aus einer Vielzahl von Bewerbungen zu den diesjährigen Weintagen zugelassen: Weingut Gerhard Hochdörffer aus Landau-Nußdorf und Weingut Schmitzer-Julier aus Eschbach. Bezogen auf die Anzahl der Betriebe, die sich bei den Weintagen präsentieren können, wachsen wir nur sehr langsam. Wir wollen unbedingt am Standort in der schönen lebendigen Landauer Altstadt bleiben, weil das einzigartige Ambiente schon immer den besonderen Charme unserer Weintage prägt. Wir präsentieren sehr bewusst und ausgewählt hohe und beste Qualität, guten Stil, Tradition, Jugendlichkeit und Innovation“, betont sie. „Dass die Südpfalz große Qualitäten zu bieten hat, haben die 20 Finalisten des Wettbewerbs ‚Die junge Südpfalz – da wächst was nach!‘ gerade bewiesen“, unterstreicht Uta Holz, Geschäftsführerin des Vereins.

Die vergangene Finalprobe der Jungen Südpfalz vom 28. April 2016 legt fest, welche Winzer sich auf den vorderen drei Plätzen befinden. Die Bestplatzierten erhalten als Belohnung für diese tolle Leistung eine Sonderpräsentation bei den Weintagen im Frank-Loebschen Haus. Besondere Präsentationsflächen gibt es auch für Weine aus Baden, der Schweiz und dem Elsass am Stand der „Trinationalen Metropolregion Oberrhein“ und für den Geilweilerhof: Das Julius-Kühn-Institut für Rebenzüchtung zeigt eine Auswahl von pilzwiderstandsfähigen Sorten, wie Villaris oder Felicia. In das Pfälzer Terroir können die Besucher sich im interaktiven Erlebnisraum Weinparcours® Pfalz am Samstag (28.05.) und am Sonntag (29.05) im Alten Kaufhaus hineinschmecken.

Auch dieses Jahr gibt es Neuerungen im organisatorischen Ablauf der Weintage. Die Eröffnung der Weintage findet dieses Jahr am Freitag, den 27. Mai, um 15 Uhr statt. Danach dürfen die Weinkollektionen der teilnehmenden Betriebe bis 21 Uhr verkostet werden. Fachbesucher sind an allen Tagen herzlich willkommen. Ausschließlich am Montag, dem 30. Mai, können Fachbesucher exklusiv von 13 bis 17 Uhr eine Weinauswahl der Fachbesucher-Betriebe verkosten. Eine Kinderbetreuung im Haus der Jugend findet von 13 bis 19 Uhr am Sonntag (29.05.) für Kinder von 6 bis 10 Jahre statt. Zum ersten Mal findet für die Fachbesucher an diesem Montag ein gemütliches „Chill & Grill“ statt, ab 17 Uhr. (Anmeldung unter anmeldung.weintage-suew.de). Bei Anreise mit dem öffentlichen Personennahverkehr, ausschließlich mit dem Nachweis eines Tageseinzeltickets, erhalten die Besucher einen Rabatt von 2 Euro auf den Eintrittspreis zu den Weintagen der Südlichen Weinstrasse.

Die Weintage der Südlichen Weinstrasse gehen traditionell eine Verbindung von Wein und Kunst ein. „In diesem Jahr konnten wir M.S. Bastian und Isabelle L. als künstlerischen Beitrag gewinnen. In der begleitenden Kunstausstellung entführen Bastian und Isabelle ihre Betrachter in einer Collage von Comic und Kunst in ihre Bildwelten Bastropolis, Bastokalypse oder Bastomania. In ihren unglaublichen Bildergeschichten erzählen sie von seltsamen Charakteren in ihrem bunten, zuweilen schrillen Treiben“, so Karlheinz Zwick. Karlheinz Zwick, künstlerischer Berater des Landkreises Südliche Weinstraße, freut sich über die Zusammenarbeit mit dem Künstlerpaar. Die „Galerie Z“ im Frank-Loebschen Haus zeigt während der Weintage Kunstwerke verschiedener Künstler.

„Die Weintage sind für uns einerseits eine traditionelle Veranstaltung, die der Verein seit Jahren pflegt und somit Imagewerte der Region erhält. Andererseits sind die Weintage der Südlichen Weinstrasse ein Marketinginstrument, um aktuelle Weintrends zu präsentieren und ein Gesamtpaket zu schnüren, was sowohl die Hotellerie als auch die Gastronomie in der Region fördert. Somit schaffen wir nicht nur einen Mehrwert für die regionale Weinszene, sondern kreieren ein touristisches Gesamtpaket“, so der stellvertretende Geschäftsführer des Vereins Südliche Weinstrasse in Landau Bernd Wichmann.

Öffnungszeiten:
Freitag, 27.05.2016: 16-21 Uhr
Samstag, 28.05.2016: 13-19 Uhr
Sonntag, 29.05.2016: 13-19 Uhr
Montag, 30.05.2016: 13-17 Uhr (Fachbesuchertag)
ab 17 Uhr „Chill & grill“ nur mit Anmeldung (anmeldung.weintage-suew.de)

Eintrittspreise:
Tageskarte: 22 Euro
Zwei-Tageskarte: 30 Euro
Den Ausstellerkatalog gibt es ab Mitte Juni im Internet unter www.suedlicheweinstrasse.de