Nederburg

Atemberaubende und kontrastreiche Landschaften, faszinierende Sehenswürdigkeiten und nicht enden wollender Sonnenschein – das ist Südafrika! Doch was viele nicht wissen: Das „schönste Ende der Welt“ hat in der Tat noch viel mehr zu bieten als nur Touristenattraktionen und Endlos-Strände. Dessen muss sich auch der
deutsche Einwanderer Philippus Wolvaart bewusst gewesen sein, als er im Jahr 1791 den Grundstein für das Weingut Nederburg legte und den Charakter des Landes fortan mitprägte. Heute gehört Wein zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Landes.

Auch in Deutschland ist man auf die aufstrebende Weinnation südlich des Äquators aufmerksam geworden: Die Weine vom Kap der guten Hoffnung belegen laut der Weinimport-Statistik des Deutschen Weininstituts aus den Jahren 2015/2016 Platz 4 – und liegen somit direkt hinter den klassischen Import-Ländern Italien, Spanien und Frankreich. Ein Ergebnis, das vor allem auf das bekannteste aller südafrikanischen Weingüter zurückgeht: Nederburg. Der in der sonnenverwöhnten Kapregion angesiedelte Weinproduzent trägt mit Weinlinien wie der Foundation maßgeblich zu Südafrikas interkontinentalem Erfolg in der Weinbranche bei. Der meistprämierte Weinproduzent des Landes weist 225 Jahre Weinbauerfahrung auf und steht für hochwertigen sowie vielfältigen Weingenuss. In jedem Tropfen Nederburg stecken Hingabe, Leidenschaft und Traditionsbewusstsein – eine einzigartige Kombination, die sich im Geschmack widerspiegelt und die in der Vergangenheit mehrfach durch nationale und internationale Auszeichnungen bestätigt wurde.

Die Verknüpfung von Neugierde mit mehreren Jahrhunderten Weinbauerfahrung ist es, die die Weine der Foundation-Linie auszeichnet. Die Range knüpft an die jahrhundertealte Tradition an, ohne moderne Entwicklungen in der Weinbranche außer Acht zu lassen und liefert damit die ideale Basis – die Foundation – für unkomplizierten, leidenschaftlichen Weingenuss.

Mit ihrem sanften Stil und den frisch-fruchtigen Aromen sind die roten sowie weißen Weine der Foundation die idealen Speisebegleiter. Sauvignon Blanc, Chardonnay, Rosé, Cabernet Sauvignon, Shiraz, Merlot, Pinotage – die große Bandbreite an Rebsorten gibt für jeden Genießer genau das Richtige her. So eignet sich etwa der kräftige, dunkelrot leuchtende Cabernet Sauvignon mit seinem verlockenden Beeren-Bouquet und der dezent würzigen Note hervorragend für Liebhaber sämtlicher Fleischgerichte, während der strohgelbe Sauvignon Blanc mit Stachelbeer- und Zitrusnoten leichte Salate und Meeresfrüchte perfekt ergänzt. So abwechslungsreich wie das Land an sich, so vielfältig und überraschend sind auch seine Weine. Weitere Informationen zur Foundation und zu allen weiteren Produkt-Ranges Nederburgs gibt es unter www.nederburg.com/de

58 Prozent der Deutschen lügen täglich

Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1.024 Deutschen zu Ehrlichkeit

Ehrlich gesagt steht der besten Freundin die neue Frisur überhaupt nicht. Die perfekten Französisch-Kenntnisse im Lebenslauf sind nicht viel mehr als verstaubtes Schul-Französisch. Das x-te Paar neue Schuhe wird dem Partner als nur halb so teuer angepriesen. Sechs von zehn Deutschen lügen mindestens einmal täglich, meistens direkt ins Gesicht ihres Gegenübers. Eine aktuelle Studie untersucht Beweggründe zu lügen und deckt auf, wer es im Alltag mit der Wahrheit nicht ganz genau nimmt.

Das Institut myMarktforschung.de hat im Rahmen einer aktuellen repräsentativen Umfrage mit 1.024 Teilnehmern die Einstellung der Deutschen zum Thema Ehrlichkeit untersucht. Wer lügt wen wie häufig in welchen Situationen an, und aus welchen Gründen geschieht das eigentlich?

Die Deutschen lügen offenbar, ohne rot zu werden: Knapp drei Viertel der Lügen werden im direkten Gespräch von Angesicht zu Angesicht benutzt, jede fünfte Lüge wird telefonisch oder schriftlich übermittelt. Am häufigsten wird im Bekanntenkreis belogen: vier von zehn Befragten geben an, am Vortag gegenüber Bekannten unehrlich gewesen zu sein. Jeder Dritte hat im gleichen Zeitraum seinen Partner oder seinen Arbeitskollegen belogen. Den eigenen Kindern oder engen Freunden gegenüber ist gut jeder Vierte nicht ganz ehrlich gewesen. Eltern und Vorgesetzte werden offenbar noch am ehesten als Respektspersonen wahrgenommen: nur noch knapp jeder Fünfte traut sich diese anzuflunkern.

Meist werden ehrenwerte Gründe für das Verbiegen der Wahrheit angegeben: So will mehr als die Hälfte der Befragten andere nicht verletzen oder durch Lügen sogar schützen. Knapp jeder Zweite findet die Wahrheit manchmal einfach unbequem oder möchte sich so Ärger ersparen, während jeder Vierte offenbar aus Kalkül lügt, um seine Ziele zu erreichen. Jeder Sechste lügt aus Angst heraus, sonst nicht gemocht zu werden.

Im Privaten Umfeld werden von knapp der Hälfte der Deutschen andere Verpflichtungen vorgeschoben, wenn sie keine Lust auf ein Treffen mit Bekannten haben. Etwa jeder Fünfte belügt den Partner und heuchelt Gefallen am neuen Outfit, obwohl es ihm insgeheim überhaupt nicht gefällt. Jeder Sechste gibt sich als Sportskanone aus, tatsächlich treibt er weitaus seltener Sport als behauptet.

Im Job wird am ehesten aus kollegialen Gründen gelogen oder um sich in ein besseres Licht zu rücken: vier von zehn Befragten würden den Vorgesetzten zum Schutz eines Kollegen belügen. Jeder Fünfte pimpt seine Bewerbung mit übertrieben Fähigkeiten auf, um so seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Intrigen am Arbeitsplatz werden eher selten geschmiedet: Die Wenigsten würden eigene Fehler den Kollegen in die Schuhe schieben oder absichtlich falsche Informationen streuen, um ihnen zu schaden.

In den neuen Bundesländern wird pro Tag häufiger gelogen als in den alten Bundesländern. Besonders in Thüringen scheint man es mit der Wahrheit nicht ganz so genau zu nehmen und kommt so auf fünfzehn Lügen am Tag. In Hamburg hingegen sagt man sich offenbar ganz unverblümt die Wahrheit. Hier wird bundesweit mit durchschnittlich vier Lügen am Tag am wenigsten gelogen.

www.myMarktforschung.de

Fook Lam Moon, Wan Chai, Hong Kong

Wir besuchen das Flagschiff dieser berühmten Kette – und waren nicht angetan – 2. Tag des Jahres, zweites Sternerestaurant

Dieses Jahr hat die Filiale in Kowloon ihren Stern verloren, während das Stammhaus in Wan Chai weiterhin mit dem Stern glänzte. Das passte uns gut, da wir auch in Wan Chai im Indigo – http://gourmet-report.de/blog/hotel-indigo-hong-kong-island-hongkong/ – wohnten.

Wir wurden mittendrin platziert und konnten das Treiben in diesem großen Restaurant gut beobachten. Hier treffen offenbar die Großeltern die jüngere Generation und verteilt rote Umschläge, in denen sich wohl Geld befindet. Meist hat Oma am Tisch das Sagen.

Der Service war rustikal chinesisch. Der Kellner empfahl uns als besondere Spezialitäten Schweinebauch kross (23 Euro) als Vorspeise, als Hauptgericht krosses Hühnchen („Weltberühmt!“ – 27 Euro) und Schweinefleisch süss-sauer (23 Euro). Die letzte Empfehlung fand ich originell. Das ist ja nun Gericht, dass wir in Deutschland auch gut kennen! Die Nr. 33! Neben Rindfleisch mit Zwiebeln einer der Klassiker.
Dazu bestellten wir jeder eine Schale Reis (je 4,20 Euro).
So langsam verstand ich, warum man sich hierhin von den Großeltern einladen lässt.
Die Weinkarte ist mehr als imposant, viele alte und große Gewächse. Wir bestellten aber nichts, da das preiswerteste Glas schon 12 Euro kostete, sehr happig kalkuliert!

Nach einiger Wartezeit kamen alle drei warmen Gerichte zusammen. Das fanden wir schade, weil ja nun alles kalt werden würde.

Wir freuten uns sehr über die kulinarischen Hochgenüsse, die jetzt kommen sollten. Leider waren wir schnell ernüchtert. Ja, der Schweinebauch war lecker, aber nichts besonderes. Eine Sauce wäre vielleicht schön gewesen.
Warum das Hühnchen nun 27 Euro kostet, verstanden wir nicht. Die Haut ist beim Hähnchengrill oft knuspriger, das Fleisch war lecker saftig. Auch hier wäre eine Sosse toll gewesen.
Noch ratloser machte uns das Schweinefleisch süss-sauer. Das war alles tadellos, aber Michelinstern Niveau? Das bekomme ich so auch bei einem guten Chinesen in Berlin-Zehlendorf. Dazu hatten wir eine Schale Reis für 4,20 Euro jeweils. Das Schweinefleisch süss-sauer schmeckte uns am besten!

Auf Haifischflosse und ähnlichem, sehr teuren Getier hatten wir verzichtet. Vielleicht haben wir uns einfach nur langweilige Gerichte empfehlen lassen. Das Preis-Leistung für China ist sehr hoch. Wir zahlten am Ende 86 Euro und verliesen nicht glücklich das Restaurant.

Sehen Sie unsere Bilder auf Facebook:
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Lesen Sie auch unseren Berichte zum Jardin de Jade, einem weiteren Sternerestaurant in Wan Chai:
http://www.gourmet-report.de/artikel/346032/Jardin-de-Jade/

Neil Wagner

Private Dining Experiences auf Song Saa Private Island
– Zweisamkeit am romantischsten Ende der Welt –

Zwei Inseln, zwei Menschen und einsame Zweisamkeit in ihrer luxuriösesten Form. Dafür stehen die beiden Inseln, Song Saa, im Golf von Thailand, die Ihren Gästen nicht nur Ruhe und Privatsphäre bieten, sondern auch exklusive, kulinarische Erlebnisse.

Wäre Robinson Crusoe verliebt gewesen, man hätte ihn sicherlich auf Song Saa Private Island antreffen können. Hier haben Paare die Möglichkeit Einsamkeit à la Crusoe nicht nur in ihren Privatvillen, sondern auch am Strand und überall sonst, wo sich ein Tisch aufstellen lässt, zu erleben. Gäste können ihr Private Dinner ganz ohne Tischnachbarn oder Nebentische genießen, nur exklusiv miteinander – Zweisamkeit in Ihrer pursten Form.

Dinner im Pool – Barbecue am Strand
Frisch gegrillter Fisch auf dem Teller, ein Glas Wein in der Hand und die Füße im Wasser –das Abendessen können Verliebte auf Song Saa ganz ungestört im flachen Relaxpool des Resorts einnehmen. Die Kulisse ist einmalig: Auf dem Wasser schwimmen zarte Blüten und Kerzen und nur der Mondschein ist Zeuge dieses romantischen Dinners.
Wer lieber am statt im Wasser diniert, kann auf Song Saa Private Island auch ein ganz privates Barbecue am Strand erleben. Der Klang des Meeresrauschens umrahmt den Abend am menschenleeren, feinen Sandstrand, der nur von Sternen und Fackeln erleuchtet wird.

Symbole der Liebe
Besonders außergewöhnlich ist ein traditionelles Khmer Abendessen, auf der Brücke, die die beiden Inseln, die Song Saa bilden, verbindet. Der Name „Song Saa“ bedeutet auf Khmer die „Verliebten“, wobei eine der beiden Inseln die Weiblichkeit, die andere die Männlichkeit symbolisiert. Wo könnte es sich romantischer speisen lassen als auf der Brücke, die die Verbindung zwischen zwei Liebenden versinnbildlicht?

5 Elemente, die auch schon Brad Pitt verzauberten
Doch nicht nur die Plätze der Private Dining Experiences auf Song Saa sind extravagant, auch das Gourmetkonzept besticht mit einer einzigartigen Philosophie. So erfolgt die Zubereitung der Speisen auf der Basis der 5 Elemente – salzig, scharf, roh, duftend, süß.
Chefkoch Neil Wager, der bereits Brad Pitt und den spanischen König bekochte, verwöhnt die Gäste zudem ausschließlich mit Zutaten, die aus regionalem Anbau und nachhaltiger Fischerei stammen.

Neil Wagners Chef’s Garden
Der inseleigene Chef‘s Garden beliefert die Gäste zudem mit frischem Obst und Gemüse. Kochbegeisterte können mit dem Meister selbst Ihr Song Saa Gericht zaubern und sogar das ein oder andere Rezept aus den Händen des „Chefs“ mit nach Hause nehmen. Neben den Private Dining Expierences wartet auf die Gäste von Song Saa Private Island ein 360° Overwater Restaurant, sowie die Drift Wood Bar am Strand – gebaut mit und daher namensgebend – angespültem Insel-Holz.
„Voll“ wird es jedoch auch hier niemals werden, denn auf der gesamten Insel gibt es nur 27 exklusive Gästevillen, die Privatsphäre und luxuriöse Einsamkeit versprechen.
Robinson Crusoe wäre verliebt gewesen.

Weitere Informationen zu Song Saa Private Island unter www.songsaa.com

Küchenmeister Josef Hubertus wird am Karfreitag geehrt

Die Osterfeiertage beginnen in Tholey mit einer Gourmet-Award-Auszeichnung für einen echten „Handwerker“

Dass man im Saarland auch wegen der Nähe zu Frankreich (UNESCO ausgezeichnetes Land für seine Küche als Kulturerbe) gut speisen kann, ist seit Jahren bekannt. Das Französische spielt zwar eine große Rolle, aber auch regionale Gerichte finden stets Anklang. Und gute Köche setzen immer auch auf die mediterrane Küche – ihrer „Leichtigkeit“ wegen. Nur unweit von Saarbrücken, in Tholey, sorgt der aus Tholey stammende Maître Josef Hubertus im gleichnamigen Betrieb (Hotellerie Hubertus) für eine exzellente Küche seit Jahren. Das hat sich unter den Gourmets herumgesprochen – und die Verbraucher und Gäste haben Hubertus nominiert und gewählt. Der Gourmet-Award von World-Toques/Euro-Toques wird nun am Karfreitag verliehen.

Der „Chef“ Josef Hubertus freute sich über die Nachricht, gab die Blumen aber gleich weiter: „Ohne unsere Mitarbeiter und meine Partnerin wäre das so nicht möglich gewesen“
Hubertus ist Saarländer durch und durch – sein Sprechen wirkt fröhlich locker, nie abgehoben, gefärbt von einem leichten saarländischen Dialekt. Nebenbei hantiert er in der Küche, und gibt offen Auskunft – wir haben auch schon andere „Meisterköche“ erlebt, bei denen ging es in der Küche drunter und drüber. Nicht so Hubertus, der 57-jährige Maître ist die Ruhe in Person. Wahrscheinlich schätzen auch die zahlreichen Gäste diese bodenständige „unprätentiöse“ Art im Hause Hubertus. Hubertus hat in den vergangenen 33 Jahren schon alles erlebt – das macht auch ruhig.

Hektik ist seine Sache nicht, eher ein betriebsames Engagement, das Hubertus auch seinen Mitarbeitern bescheinigt. Nach seiner Lehre zum Koch in Saarbrücken, führte in sein beruflicher Weg unter anderem nach Düsseldorf und England. Die Tätigkeit als Koch sei schon immer sein „Traumberuf“ gewesen – anders wäre sein Durchhaltevermögen wohl auch kaum möglich gewesen, blickt Hubertus zurück. Stand er als Koch an seiner Wirkungsstätte Mitte der 90er Jahre in Deutschland auf „Platz 57“ im Ranking aller Köche (unter Einbeziehung aller Restaurantführer wie Michelin, Varta, Gault Millau, etc.), hat er aber wenige Jahre nach dem Wechsel ins neue Jahrtausend auch schwierige Zeiten miterlebt. Ohne Umschweife meint Hubertus: „Da bin ich ein bisschen eingebrochen…“, und erwähnt, wie viele weitere Geschäftstreibende auch, „die Einführung des Euro“.

Da habe auch er manchmal überlegt, ob die Selbstständigkeit „weiterhin“ sinnvoll sei. Hubertus und seine Partnerin haben die Kurve gekriegt. Der Euro-Toques-Sternekoch, dessen Weg vom Gründer und Euro-Toques-Präsident, Ernst-Ulrich W. Schassberger, stets verfolgt wurde, freut sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit bei Gourmets und Gastronomie-Insidern. Die Hotellerie Hubertus und das Gourmetrestaurant (sowie das Bistro „Palazzo“) werden gern und oft frequentiert. Josef Hubertus teilt seinen Erfolg gern – dass das Team dazu gehöre, verstehe sich von selbst, aber einen gehörigen Anteil am Erfolg des Hauses, so Hubertus, habe auch seine Lebenspartnerin Miriam Obermann. Zwei Mädchen haben die beiden gemeinsam, und die Betriebswirtin Obermann sorgt seit Jahren dafür, dass „in allen Bereichen“ effektiv gewirtschaftet wird. Und, Obermann arbeitet auch in der Küche mit, wenn es denn wichtig ist, sie kenne „alle Posten“, unterstreicht Hubertus.

Natürlich sei man im Saarland „frankophil“ veranlagt – und so gäbe es eben eine gute Mischung im Hause Hubertus: die französisch angehauchte Küche im Gourmetrestaurant, aber auch regionale Gerichte aus dem Saarland finden den Weg in die Menüs – saisonal und regional, zudem stets frisch, werde in bei Hubertus überall gekocht. Und im kleinen Wintergarten-Bistro „Palazzo“, sei das Essen eher mediterran und „marktfrisch“. Ernst-Ulrich W. Schassberger, der World-Toques/Euro-Toques-Initiator und Gründer (zudem selbst mit dem French-Food-Spirit-Award als erster Deutscher vom französischen Außenminister ausgezeichnet) hebt genauso wie andere Kunden das „Spezielle“ an Josef Hubertus hervor: „Hubertus ist ein Mann der Region in Tholey. Wahrscheinlich verpflichtet ihn das umso mehr dazu, den Menschen aus der Region eine qualitativ hochwertige und stets sehr gute Küche zu bieten. Frankreich ist in der Nähe, natürlich spielt da die Haute Cuisine eine Rolle – aber Hubertus kocht nie abgehoben, er verbindet die Zutaten auch aus der Region gekonnt…“, das, so schließt Schassberger, mache ja auch „hohe Kochkunst“ aus – die liege nämlich in deren „Einfachheit“. Als „raffiniert“ stufen andere Stammgäste wiederum Hubertus‘ Küche ein, aber immer auch „bodenständig“ und ehrlich. Hubertus der Handwerker eben.

Nun, am Karfreitag, dem Tag der Überreichung des Gourmet-Award von World-Toques/Euro-Toques können sich die Gäste vom Talent und Können des langjährigen Chefkochs abermals überzeugen. In seiner Freizeit, spielen die kleinen Töchter die „größte Rolle“ – durch seinen Knieschaden wird Hubertus im Fußball wohl keine „Preise“ mehr gewinnen, lacht der Koch. In der Küche dagegen, ist sein Potenzial wahrscheinlich noch nicht ganz ausgeschöpft – Euro-Toques-Präsident Schassberger hat neben dem Namen Hubertus auch den Zusatz „Meilleur Ouvrier“ ins Notizheft geschrieben. Vielleicht der nächste Preis für den kochenden „Handwerker“

Die Auszeichnung und Ehrung findet
am (Kar-)Freitag, 22. April 2011 um 12.00 Uhr statt.
Ort: Hotellerie Hubertus, bei Josef Hubertus
Adresse: Metzer Str. 1, 66636 Tholey
Tel. 06853 – 91030

www.eurotoques.org

„Ossi“ ist keine ethnische Herkunft

Ein Arbeitgeber hatte der 49-Jährigen die Bewerbungsunterlagen zurückgeschickt und auf dem Lebenslauf „Ossi“ notiert. Deswegen hatte die gebürtige Ost-Berlinerin vor dem Arbeitsgericht Stuttgart eine Entschädigung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz verlangt.

Das Gericht befand, dass der Vermerk „Ossi“ zwar als diskriminierend verstanden werden könne. Gleichwohl lag aber keine gesetzlich verbotene Diskriminierung wegen der ethnischen Herkunft vor, erläutern ARAG Experten. „Unter ethnischer Herkunft ist mehr zu verstehen als nur regionale Herkunft“, erklärte der Vorsitzende Richter. Außer der Zuordnung zum ehemaligen DDR-Territorium fehle es bei den „Ossis“ an einheitlichen Merkmalen in Tradition, Sprache, Religion, Kleidung oder Ernährung. Der Arbeitgeber versicherte, Grund für die Absage sei nur die mangelnde Qualifikation der Frau gewesen. Nicht die Herkunft, sondern das fehlerhafte Anschreiben sowie mangelnde Computerkenntnisse seien ausschlaggebend gewesen. Die Dame erhielt somit keine Entschädigung (ArbG Stuttgart, Az.: 17 Ca 8907/09).

MwSt-Satz 2010 für Hotel-Frühstück revidiert

MwSt-Satz 2010 für Hotel-Frühstück revidiert: Hotel-Frühstück kann wie 2009 abgerechnet werden!

Die Vernunft siegt manchmal doch! Erst hat die Bundesregierung heftig Verwirrung gestiftet, nun nimmt sie alles wieder zurück: Geschäftsreisende können ihr Hotel-Frühstück wieder genauso wie bis Ende 2009 abrechnen.

Alle Aufregung um die gesplitteten Mehrwertsteuer-Sätze für Hotel-Übernachtung und Frühstück war offenbar umsonst. Das Bundesfinanzministerium wird in Kürze ein Schreiben veröffentlichen, das Firmenkunden und Geschäftsreisenden bei der Abrechnung ihrer Ausgaben den Weg zurück zur alten Regelung gestattet: Unabhängig von den unterschiedlichen Steuersätzen kann das Hotel-Frühstück dann wieder zum Sachbezugswert von 1,57 Euro abgerechnet werden. Dies soll rückwirkend zum 1. Januar 2010 gelten, dem Tag also, an dem das Wachstumsbeschleunigungsgesetz mit seiner reduzierten Übernachtungssteuer von 7 statt 19 Prozent in Kraft getreten war.

Für Chaos und hohen bürokratischen Aufwand hatte zuletzt die Regelung gesorgt, dass eine solch vereinfachte Abrechnung nur noch möglich war, wenn die Hotel-Buchung explizit vom Arbeitgeber veranlasst wurde: Nicht der Reisende, sondern der Chef musste also buchen und den Nachweis darüber sorgfältig archivieren. Selbst die Anerkennung dieser Möglichkeit wäre aber wohl von den einzelnen Betriebsfinanzämtern abhängig gewesen.

Die Alternative wäre gewesen, der Geschäftsreisende trägt seine Frühstückskosten selbst, weswegen mehr und mehr Reisende in den letzten Wochen sogar auf ihre morgendliche Mahlzeit verzichtet hätten, wie Hotels berichten. Heutzutage kostet ein Hotel-Frühstück in der Regel weit über 10 Euro.

Hätte sich hingegen das Unternehmen bereit erklärt, die hohen Frühstückskosten seinen Reisenden zu erstatten, hätte es dies als geldwerten Vorteil mit 25 Prozent versteuern müssen – zumindest jenen Teil, der über den Sachbezugswert von 1,57 Euro hinausgegangen wäre.

Firmenkunden sahen dadurch ein Bürokratie-Monster großen Ausmaßes mit entsprechenden Kostensteigerungen aufziehen. Dies ist durch das Schreiben des Finanzministeriums, das bereits mehreren Medien vorliegt, nun Vergangenheit. „Mitarbeiter, die auf Dienstreise gehen, können jetzt wieder nach Herzenslust frühstücken“, frohlockt Steuer- und Reisefachmann Uwe Albert von der Hamburger Albertakademie.

Künftig reicht es wieder, wenn ein Dienstreise-Antrag vorliegt und die Hotel-Rechnung auf den Namen des Arbeitgebers ausgestellt ist. Auch darf der Reisende wie gewohnt sein Hotel wieder selbst buchen – und muss dies nicht seinem Chef oder dessen Sekretärin überlassen. „Das gilt auch, wenn etwa ein Reisender wegen einer dringenden Wartung spontan ein Zimmer buchen muss“, so Albert. In diesem Fall kann der Dienstreise-Antrag nachgereicht werden. Wichtig ist allerdings: Anders als früher muss das Frühstück wegen der nach wie vor unterschiedlichen Steuersätze auf der Rechnung aufgeführt werden.

Zusätzlich erlaubt das Finanzministerium voraussichtlich noch eine zweite Variante: das so genannte „Business-Paket“. Hierunter dürfen diverse sonstige Ausgaben wie Parken, Internet und eben Frühstück auf der Rechnung zusammengefasst werden. In diesem Fall kann der Geschäftsreisende dann sogar die gewohnten pauschalisierten 4,80 Euro geltend machen. Offiziell soll das Ganze in den nächsten Tagen verkündet werden.

Travel Manager und Berater freuen sich natürlich riesig über die vorgesehene Vereinfachung. Zugleich sind sie wütend darauf, dass die Bundesregierung zunächst einmal einen ganzen Monat lang Verwirrung stiftete, indem sie ein Gesetz verabschiedete, ohne klar zu sagen, wie dieses eigentlich in der Praxis umgesetzt werden soll. Von einem „schnellen Wahlgeschenk“ an die Hoteliers war die Rede. „Durch diese nicht durchdachte Entscheidung hinsichtlich der Umsatzsteuer-Entlastung ohne Berücksichtigung der lohnsteuerlichen Auswirkungen wurde eine immense Summe an Arbeitszeit und damit Betriebskapital verbrannt“, kritisiert Travel-Beraterin Andrea Zimmermann. „Man hätte rechtzeitig alle Instanzen fragen sollen, also auch die Lohnsteuer-Fachleute.“

Kulinarische Reise durch die Schweizer Küchen

Von Rösti, Rüebli und Raclette: gourmetfuehrer.ch

Wer auch nur einmal in der Schweiz gewesen ist, wird diese Erfahrung bestätigen: Irgendwie schmeckt dort alles besser. Beim Käse und der berühmten Schweizer Schokolade ist das ja allgemein bekannt: Es liegt an den erstklassigen Rohstoffen, vor allem an der wertvollen Milch der Alpenkühe, die wie vor hunderten Jahren auf den Almwiesen grasen und nur bestes Kräutergras in ihre Mägen kriegen. Hinzu kommt der Schweizer Sinn für das Originale, der die Rezepte für einmal Bewährtes hütet wie einen Schatz, so dass zum Beispiel der berühmte Appenzeller Käse (das ist der mit den Löchern, der „Schweizerkäse“ schlechthin) nur in den Kantonen Appenzell Inner- und Außerrhoden und in Teilen der Nachbarkantone hergestellt werden darf, unter strenger Aufsicht und Qualitätskontrolle. Hier kann man vielleicht ein Bewusstsein für Markenpflege erkennen, bevor es diesen Begriff in der Wirtschaft überhaupt gab – für die Schweiz als Gourmetland ist dies heute ein klarer Wettbewerbsvorteil.

Es sind also die Zutaten und die Rezepte, die die Schweizer Küche so einzigartig machen, hinzu kommen die kulinarischen Einflüsse der Nachbarländer (Nord-)Italien, Frankreich und Deutschland. Warum nun auch moderne Küchenströmungen wie die Fusion-Küche oder selbst die Thai-Restaurants in der Schweiz besonders gut abschneiden, liegt vielleicht am besonderen Ehrgeiz der Eidgenossen, alles, was man anfängt, besonders gut zu machen.

Wer also den Schweizer Spezialitäten auf den Grund schmecken will, kann dies auf der Internetseite www.gourmetfuehrer.ch tun. Hier kann man durch die 26 Kantone schweifen, die mit ihren berühmtesten Spezialitäten aufgelistet sind, also regional vorgehen; oder man geht nach den „Elementen“ der Schweizer Küche, das wären Käse, Rösti, Fleischgerichte sowie Süßes. Jeweils eigene Kategorien sind dem Käsefondue und der Schokolade gewidmet. In allen Kapiteln findet man die besten Rezepte aus den Kantonen, und vor allem viele Küchengeheimnisse, etwa die strittige Frage, ob die Schweizer Rösti aus rohen oder gekochten Kartoffeln hergestellt werden soll, die besten „Strafen“ für verlorene Brotstückchen im Fondue, eine kleine Warenkunde über Käsesorten und die Lagerung von Käse, ungewöhnliche Verwendungsweisen für Schokolade, und und und. En Guatä!

Weitere Infos: www.doris-fraccalvieri.ch/kaesefondue.php

Unfall auf dem Weg zum Mittagessen bei Freundin

Der Kläger war zum Unfallzeitpunkt bei einer Firma beschäftigt, in der keine Betriebskantine existierte. Während seiner 30-minütigen Mittagspause fuhr er gerade mit dem Motorrad zu seiner damaligen Freundin, um bei ihr zu Mittag zu essen, als er verunglückte und sich erheblich verletzte. Die Berufsgenossenschaft lehnte eine Anerkennung des Unfalls als Arbeitsunfall ab. Unter Berücksichtigung der langen Fahrtzeit seien nur wenige Minuten zur Essenseinnahme verblieben. Die Entfernung zur Wohnung der Freundin sei daher unverhältnismäßig weit gewesen, so ihre Argumentation. Auch habe im Vordergrund die Motivation gestanden, die Mittagspause mit der Freundin zu verbringen. Das Sozialgericht Koblenz verurteile die Berufsgenossenschaft zur Entschädigung des Unfalls als Arbeitsunfall. Das LSG wies die hiergegen erhobene Berufung zurück. Unfallversicherungsschutz bestehe grundsätzlich auch auf dem Weg zur Essensaufnahme, die der Erhaltung der Arbeitskraft diene. Hier sei die Einnahme des Mittagsessens auch neben dem Besuch der Freundin ein zumindest gleichwertiger Grund und damit ursächlich für das Zurücklegen des Weges gewesen, so das LSG. Einem Arbeitnehmer könne grundsätzlich nicht vorgeschrieben werden, wie er seine zur freien Verfügung stehende Arbeitspause einteile, erläutern ARAG Experten. Eine zeitliche Obergrenze für den Weg zum Mittagessen, ab dem der Versicherungsschutz ausscheide, existiere daher nicht (LSG Rheinland-Pfalz L 2 U 105/09).

Mallorca-Köche verlieren Michelin-Sterne

Es muss ein unerwarteter Schlag gewesen sein, als Mallorcas einziges Zwei-Sterne-Restaurant Tristán in der vergangenen Woche erfuhr, künftig nur noch einen Stern führen zu dürfen. Die Presse-Mitteilung, mit der das Feinschmecker-Lokal aus Puerto Portals auf die Herabstufung rea­gierte, erinnert ein wenig an die SPD nach ihrer Wahlschlappe: Ein Dank an Sterne-Vergeber Michelin, „die immer zum Wohle des Gastes entscheiden und somit frische und neue Impulse freisetzen“, heißt es dort. Den Blick also beharrlich nach vorne gerichtet, nur dass im Tristán kein Sigmar Gabriel das Ruder übernimmt, sondern das bewährte Tandem Gerhard Schwaiger (Küche) und Claudio Marini (Geschäftsführung) „vereint, hochmotiviert und mit der einen oder anderen Neuerung in das Jahr 2010 startet“, wie es in der Mitteilung weiter heißt.

Lesen Sie alles über die Sterne Restaurants auf Mallorca in der Mallorca Zeitung:
http://www.mallorcazeitung.es/kulinarisches/2009/12/03/qualitatstourismus-ade-mallorca-koche-verlieren-michelin-sterne/16385.html