Freilandversuche mit gentechnisch veränderter Gerste genehmig

Freilandversuche mit gentechnisch veränderter Gerste genehmigt

Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sieht bei Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen keine Risiken für Mensch und Umwelt

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat einen Antrag der Justus-Liebig-Universität Gießen auf Freisetzung gentechnisch veränderter Gerste genehmigt. Der Freilandversuch findet auf einer landwirtschaftlichen Versuchsfläche von rund 780 Quadratmetern in der Gemeinde Thulendorf in Mecklenburg-Vorpommern statt, von der die Freisetzungsfläche mit gentechnisch veränderter Gerste 9,6 Quadratmeter einnimmt.

Die zur Freisetzung genehmigten Gerstenpflanzen weisen eine verbesserte Mobilisierung von Reservestoffen während der Keimung auf beziehungsweise verfügen über eine Resistenz gegen eine bestimmte Pilzerkrankung. Indem die Reservestoffe stärker mobilisiert werden, soll sich die Gerste während des Mälzungsprozesses beziehungsweise bei der Futtermittelherstellung besser verarbeiten lassen. Die eingebrachte Pilzresistenz soll die Widerstandsfähigkeit der Pflanze gegen Pilze der Gattung Rhizoctonia erhöhen. Die Freisetzung dient unter anderem der Untersuchung, ob die gentechnischen Veränderungen die Wechselwirkung zwischen Pflanzen und Bodenorganismen, etwa nützlichen Pilzen, beeinflussen. Die hier produzierte Gerste ist nicht für den Verzehr durch Menschen oder Tiere vorgesehen.

Die Genehmigung ist mit einer Reihe von Nebenbestimmungen verbunden. Festgelegte Isolationsabstände und Nachkontrollen schließen weitgehend aus, dass sich die gentechnisch veränderte Gerste durch Überdauerung auf der Versuchsfläche, durch eine unbeabsichtigte Vertragung von Gerstenkörnern oder durch Auskreuzung ausbreitet. Nach Beendigung der Freisetzung und im folgenden Jahr sind die Freisetzungsfläche und die Fläche der Mantelsaat zu kontrollieren, ob gentechnisch veränderte Gerste auftritt. Damit Durchwuchspflanzen sicher erkannt und vor der Blüte abgetötet werden können, ist eine Anbaupause von Gerste vorgesehen.

Die Entscheidung des BVL erging im Rahmen des Benehmensverfahrens mit dem Bundesamt für Naturschutz, dem Bundesinstitut für Risikobewertung und dem Robert-Koch-Institut. Gleichzeitig wurde eine Stellungnahme des Julius Kühn-Institutes eingeholt. Darüber hinaus wurde das BVL bei der Sicherheitsbewertung durch fachliche Stellungnahmen des betroffenen Bundesland und des unabhängigen Wissenschaftler- und Sachverständigengremiums der Zentralen Kommission für die Biologische Sicherheit (ZKBS) unterstützt.

Die Öffentlichkeit wurde durch Auslegung der Unterlagen im BVL und an dem beabsichtigten Freisetzungsstandort beteiligt. Die rund 1400 Einwendungen sind in die fachliche und rechtliche Bewertung des Verfahrens einbezogen worden.

Hintergrundinformation

Das BVL ist zuständig für den Vollzug wichtiger Teile des Gentechnikgesetzes. Es berät die Bundesregierung sowie die Länder und ihre Gremien in Fragen der biologischen Sicherheit in der Gentechnik. Gentechnisch veränderte Organismen müssen zunächst ein Genehmigungsverfahren beim BVL positiv durchlaufen, ehe sie freigesetzt werden dürfen. Ferner führt das BVL die Geschäftsstelle der Zentralen Kommission für die Biologische Sicherheit. Das BVL ist die national zuständige Behörde für gemeinschaftliche Genehmigungsverfahren der EU zum Inverkehrbringen gentechnisch veränderter Organismen und koordiniert für Deutschland die BIO-TRACK-Datenbank der OECD. Als nationale Kontaktstelle des Internationalen Übereinkommens über die biologische Sicherheit managt das BVL für Deutschland den Informationsaustausch über lebende gentechnisch veränderte Organismen im so genannten Biosafety Clearing House.

Gutes Malz für gutes Bier

Über 90 Prozent des Malzbedarfs der österreichischen
Brauereien werden von der Stadlauer Malzfabrik gedeckt. Für den
Verband der Brauereien Österreichs öffnete das Familienunternehmen
mit über 120-jähriger Tradition seine Pforten.

1884 gegründet, verarbeitet die STAMAG Stadlauer Malzfabrik GesmbH
rund 200.000 Tonnen Braugerste jährlich. In den Produktionsstätten in
Graz und Wien entsteht erstklassiges Braumalz für hunderte
österreichische Biersorten.

Die Seele des Bieres
„Die STAMAG Stadlauer Malzfabrik GesmbH ist ein Urgestein der
Branche mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Kunst des Mälzens“,
erzählt der Direktor der STAMAG, DI Ingomar Aichholzer, bei einer
Führung durch den Wiener Betrieb, zu der er gemeinsam mit dem Verband
der Brauereien Österreichs und dessen Obmann DI Dr. Markus Liebl lud.
„Gutes Malz für gutes Bier lautet seit je her der Leitsatz der STAMAG
– schließlich bestimmt Malz fast alle Eigenschaften des Bieres.“ Das
Mälzen sei untrennbar mit dem Brauen verbunden, denn Farbe, Kraft und
Geschmack des Bieres würden vor allem vom Malz bestimmt, erklärt
Aichholzer die Bedeutung des Naturprodukts. „Deshalb wird Malz auch
als Seele des Bieres bezeichnet“, ergänzt Markus Liebl.

Weichen, keimen, darren
Das Malz für die heimische Bierbranche wächst nicht auf den
Feldern, sondern wird in einem speziellen Verfahren der Mälzereien
aus Gerste hergestellt. Basis ist die gereinigte, von Grannen
befreite Gerste, die weichen, keimen und darren muss, damit das Malz
für die Biererzeugung verwendet werden kann. Nach dem Wässern der
Gerste in Weichbottichen kommt das Korn in Keimkammern. Beim Keimen
wird die im Gerstenkorn enthaltene Stärke so gelöst, dass sie für die
ebenfalls während der Keimung gebildeten stärkeabbauenden Enzyme
zugänglich wird. Dieser Vorgang des Abbaues der Stärke zu Malzzucker
findet dann später in der Brauerei im Laufe des Sudprozesses statt.
Den Abschluss der Mälzerei bildet das Darren in der Malztenne, bei
dem der Keimprozess bei 80 bis 85Grad Celsius gestoppt und das Malz
getrocknet wird. Insgesamt stellt das Mälzen einen aufwendigen
Prozess dar, doch nur so kann der wichtigste Grundstoff für unser
Bier hergestellt werden. Und der Bedarf an gutem Braumalz ist groß,
denn für jeden Hektoliter Bier werden immerhin ca. 17 kg Malz
benötigt und allein letztes Jahr verkauften die österreichischen
Brauereien 9 Mio. Hektoliter Bier.

Partner der Landwirtschaft
Die STAMAG Stadlauer Malzfabrik GesmbH ist wichtiger Partner der
heimischen Landwirtschaft, denn die Voraussetzung für die Produktion
– tausende Tonnen Braugerste – liefern die österreichischen
Landwirtschaftsbetriebe. Mehr als 6.000 Landwirte bestellen dafür
142.000 Hektar Ackerland mit Sommergerste. Gerste zählt dadurch zu
den wichtigsten Getreidearten auf Österreichs Äckern. Mehr gesät wird
nur noch Weizen und Mais.
„Im Gerstenkorn sind zahlreiche Nährstoffe, Kohlehydrate,
Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine enthalten, die das Bier –
in Maßen getrunken – zu einem gesunden Genuss machen“, betont Liebl.

Versorgungssicherheit durch Vorverträge
Braumalz ist aufgrund von steigenden Rohstoffpreisen infolge von
Ernteausfällen bei Braugerste sowie knappen Mälzungskapazitäten,
steigender Nachfrage und steigender Produktionskosten sowie
steigendem Rohstoffbedarf für die Bioenergieerzeugung extremen
Preissteigerungen unterworfen. Vorrangiges Ziel der Brauwirtschaft
sei es daher, Versorgungssicherheit zu beidseitig vertretbaren
Preisen zu erreichen, betont Liebl. Es sei generell davon auszugehen,
dass die Beschaffung in den kommenden Jahren nicht mehr so problemlos
wie in der Vergangenheit möglich sein werde. Die Brauereien stehen
mit Vertretern der Landwirtschaft, des Getreidehandels sowie der
STAMAG in konstruktiven Gesprächen über Vereinbarungen, die a priori
Abnahmeregelungen und Vorvertragspreise langfristig regeln.

STAMAG Stadlauer Malzfabrik GesmbH
Die STAMAG Stadlauer Malzfabrik GesmbH ist der größte und –
abgesehen von der Mälzerei Plohberger, die im Vergleich ein
Zwanzigstel an Braugerste verarbeitet – einzige Verarbeitungsbetrieb
von Braugerste in Österreich. Die jährliche Wertschöpfung beträgt ca.
50 Millionen Euro. Insgesamt sind in den österreichischen
Produktionsstätten Wien und Graz derzeit 180 Angestellte und Arbeiter
beschäftigt. In den letzten Jahren wurden rund 12,5 Mio. Euro in
technische Anlagen investiert. Seit 1973 ist die STAMAG Stadlauer
Malzfabrik GesmbH Tochterunternehmen der IREKS GmbH, einem
Privatunternehmen mit Sitz in Kulmbach (Deutschland). IREKS zählt zu
den international führenden Herstellern von Backmittel und
Backmischungen und beschäftigt weltweit mehr als 1.800 Mitarbeiter.

Irischer Whiskey

4-tägige Tasting Tour für Whiskeyliebhaber in Irland

Weltweit teilen sich vier sehr unterschiedliche Sorten Whiskey die Aufmerksamkeit der Kenner – irische, schottische, amerikanische und kanadische, jeder mit unverwechselbaren Merkmalen.

Im Allgemeinen wird der Whiskey in allen Ländern auf die gleiche Art und Weise hergestellt. Der wesentliche Unterschied entsteht durch die Wahl der Zutaten, wie z.B. dem verwendeten Getreide, sowie durch die Anzahl der Destilliervorgänge, dem Destillierapparat, Länge der Reifezeit und der Wahl der Eichenfässer.

Irische Whiskeys haben eine duftige Note, hinter der sich ein runder Körper verbirgt. Anders als bei Scotch wird die gemälzte Gerste in Irland in geschlossenen Behältern über brennender Kohle getrocknet statt des in Schottland üblichen Torfrauchs. So bleibt der natürliche Geschmack der Gerste als eines der wichtigsten Merkmale irischen Whiskeys bewahrt.

Manchen Menschen erscheint Whisk(e)y als eine Wissenschaft, manchen als eine Kunst, für manche ist es Leidenschaft und für andere einfach purer Genuss. Für all diejenigen, die tiefer in die Geheimnisse des Irish Whiskey eintauchen möchten, veranstaltet Candlelight Events eine 4-tägige Tasting Tour in Irland.

Aufgangspunkt ist Dublin. Am ersten Tag steht die John Jameson Destillerie in Dublin auf dem Programm: Die Destillerie wurde von John Jameson im Jahr 1780 in Dublin gegründet und bis 1971 wurde auch dort, in der Bow Street (Smithfield Village), destilliert. Heute kann man in Dublin noch die Schaubrennereien von Old Jameson besichtigen, produziert wird in Midleton. Jameson gehört heute zu den weltweit bekanntesten Whiskey-Marken. Zum Visitor Center von Jameson in Dublin gehört auch der Irish Whiskey Corner. In diesem kleinen Museum wird die Geschichte des Lebenswassers sehr anschaulich gezeigt.

Am zweiten Tag geht es zum 90-minuten entfernten Tullamore. Zwar wird in Tullamore selbst kein Whiskey mehr gebrannt, aber im Tullamore Dew Heritage Center werden Sie beobachten können, wie sich das Leben in einer irischen Kleinstadt seit dem frühen 19. Jahrhundert entwickelte, und sich über den Herstellungsprozess von Whiskey informieren.

Zu den Höhepunkten dieser Tour gehört für Whiskeykenner der Besuch der 1608 gegründeten Old Bushmills-Destillerie, der ältesten legal produzierenden Brennerei weltweit. Neben dem Produktionsprozess an sich sind die Geschichte des irischen Whiskeys, eng verbunden mit der dieser Destillerie, spannende Themen einer Führung über das Werksgelände.

Termin: 22. – 25. Mai 2008
Weitere Infos unter:
www.candlelight-events.eu

Kein Bier, kein Brot, keine Pommes

Klimawandel verändert unser Essen

Forscher der Universität Hohenheim: „Treibhausgase verändern nicht nur das Wetter, sondern auch die Rohstoffe für unsere Lebensmittel“

Pommes werden giftig, Bier schäumt nicht mehr und Brot backen wird unmöglich – die Treibhausgase in der Luft verändern nicht nur das Klima, sondern auch unsere Lebensmittel, belegen Experimente der Universität Hohenheim. In High-Tech-Feldexperimenten haben Agrarbiologen Weizen, Gerste und Kartoffeln den Umweltbedingungen der Zukunft ausgesetzt. Fazit: Nicht nur die Erträge, auch die Zusammensetzungen der Pflanzen ändern sich – und das nicht unbedingt zum Guten.

Laut dröhnen die Maschinen aus dem Keller des Ökologiezentrums der Universität Hohenheim: Inmitten des Raumes steht Prof. Dr. Andreas Fangmeier vom Institut für Landschafts- und Pflanzenökologie und begutachtet verschiedene Pflanzen, die in den sechs Klimakammern zur Erntegröße herangezogen werden. „Das Besondere daran ist, dass wir in den Klimakammern das Klima und die CO2-Konzentration der Zukunft simulieren können, mit dem Ziel, die Qualität der Früchte zu prüfen“, erklärt Prof. Dr. Fangmeier. In den Kammern sind Tomaten, Sau- und Sojabohnen, die einem mediterranen Klima augesetzt sind. Zusätzlich müssen in drei der sechs Kammern die Pflanzen mit einer erhöhten CO2-Konzentration zurechtkommen. Diese Konzentration entspricht einem Wert, der in 50 Jahren auf der Erde erwartet wird.

Gerste, Weizen und Kartoffeln haben die Hohenheimer Pflanzenökologen bereits in der Vergangenheit ähnlichen Experimenten unterzogen und die Qualität der Frucht analysiert. Das Ergebnis ist ernüchternd: „Durch den erhöhten CO2-Wert in der Luft wachsen die Pflanzen zwar besser und erbringen einen größeren Ertrag, jedoch weicht die Qualität der Nutzpflanzen vom Normalzustand ab“, sagt Prof. Dr. Fangmeier. „Brot kann aufgrund der fehlenden Klebefähigkeit des Weizens nicht mehr gebacken werden, Bier kann weniger schäumen und Pommes Frites könnten sogar giftig für den Menschen sein.“ Und weil auch die Pflanzen für Tierfutter weniger Nährwert haben, müssen Landwirte größere Mengen verfüttern.

Schuld daran sind vor allem veränderte Proteinkonzentrationen in den Pflanzen. Denn unter erhöhtem CO2 benötigen die meisten Pflanzen weniger Proteine und damit weniger Stickstoff in den Blättern – und haben dann weniger Stickstoff zur Verfügung, den sie während der Reifung in die Früchte transportieren können. „Die künftige Luftzusammensetzung führt dazu, dass bestimmte Enzyme in der Pflanze effektiver arbeiten und die Pflanzen weniger Stickstoff aufnehmen. Auch andere Mikronährstoffe, die für unsere Ernährung wichtig sind, nimmt die Pflanze nur noch begrenzt auf, sagt Prof. Dr. Fangmeier. „In 50 bis 100 Jahren liefern die heutigen Sorten unter diesen veränderten klimatischen Bedingungen nicht mehr die Erntequalität, die wir brauchen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir in Zukunft neue oder veränderte Pflanzenarten zur Lebensmittelproduktion benötigen“, sagt Prof. Dr. Fangmeier.

Neben den Klimakammern forscht Prof. Dr. Fangmeier auch an Rapspflanzen im Freiland. Die Pflanzen wachsen in sogenannten FACE-Systemen (Free Air Carbon Dioxide Enrichment) aus CO2-Begasungsringen mit je zwei Metern Durchmesser im Ackerboden. Das Besondere daran: Der Raps wächst unter realen Bedingungen, was das Wetter betrifft, aber unter erhöhter CO-Konzentration. „Der Raps ist, obwohl er vielseitig für den Menschen nutzbar ist, in der CO2-Forschung bis jetzt wenig beachtet worden. Er ist Lebensmittel- und Futterlieferant auf der einen und Biodiesel-Grundstoff auf der anderen Seite“, meint Prof. Dr. Fangmeier. Nach der Ernte könne der Energiegehalt der Pflanze für die Dieselproduktion ebenso wie die Qualität als Futter- bzw. Nahrungspflanze für Tiere und Menschen getestet werden.

Gourmet-Land Eisacktal: Authentisches & Trendiges

Was aus Hopfen, Gerste und Malz außer Bier noch alles entstehen kann, können
Sie bei den Feinschmeckerwochen „Eisacktaler Kost“ vom 17. März bis 2. April
erfahren.

Waren es in den vergangenen Jahren Käse, Gewürze, Kraut & Ruabn oder Schrot
& Korn, so sind es heuer die Urbestandteile des leckeren, hellbraunen
Getränks, aus denen die Köche der verschiedensten Eisacktaler Restaurants
raffinierte Speisen zaubern.

Bei der Eisacktaler Kost steht noch heute die Pflege der alten Südtiroler
Küche im Vordergrund, auch wenn Restaurants heute traditionelle Rezepte mehr
und mehr verfeinern und mit kreativen Ideen abwechslungsreicher gestalten.

So präsentiert sich die Eisacktaler Kost heute alte, überlieferte
Spezialitäten im Trend der Zeit.

Die heurige 34. Eisacktaler Kost steht unter dem Motto „Gutes aus Hopfen,
Gerste und Malz“ und beteiligt im gesamten Eisacktal 18 Gastbetriebe.

Informationen zu den teilnehmenden Betrieben entnehmen Sie
www.eisacktal.info .

Lagenbier

Ab Anfang November gibt es bei den Hockenheimer
Biergroßhändlern eine Weltneuheit. Erstmals in Deutschland bringt
eine Brauerei in Kooperation mit den badischen Mälzern sowie der ZG
Raiffeisen ein Bier mit Malz aus individuellen Gerstenlagen auf den
Markt. Dieses erste Bier, das mit Malz aus speziellen, namentlich
benannten Gerstenschlägen gebraut ist, wurde jetzt im Hockenheimer
Rathaus vorgestellt. Die Erne aus den Hockenheimer Getreidelagen
hat gerade für 10.000 Kästen gereicht. Das Bier kommt ohne Aufpreis
in den Handel.

Ähnlich wie bei Wein ist für Bier die geografische Lage, wo der
Grundstoff wächst, für die Qualität entscheidend. Hockenheim hat
nicht nur eine weltbekannte Formel 1-Rennstrecke. Die Stadt blickt
auch auf eine große landwirtschaftliche Tradition zurück. Das
Tabakmuseum in der Rennstadt legt davon beredtes Zeugnis ab.

Die heißen Tage im Hochsommer brachten hochwertige Sommergerste
zur Reife und die Privatbrauerei Welde (Metropolregion Rhein-Neckar,
Heidelberg-Mannheim) sicherte die Abnahme der Hockenheimer
Gestenschläge Lachgarten, Benzwiese, Kreuzgewann, Leopoldsfeld,
Kesselgewann und Zaumstücker zu, wenn sicherstellte wird, dass die
hier geerntete Gerste separat gelagert und vermälzt wird. Diese
Garantie gaben die örtliche ZG Raiffeisen und eine regionale
Mälzerei.

Die Idee für dieses besondere Projekt entstand in der
Privatbrauerei Welde, die Bier in tanzend-geschwungene Flaschen
abfüllt und vor allem in der jungen Zielgruppe als Kultbrauerei gilt.

Welde-Chef Dr. Hans Spielmann und seinem Team war es schon lange ein
Dorn im Auge, dass nur Weine besondere Lagen für sich in Anspruch
nehmen und so auf besondere Qualität hinweisen. Deshalb erschuf Welde
ein Bier, dessen Grundstoff aus Einzellagen stammt – deutschlandweit
ein Novum.

www.welde.de